Sonstiges
Fik­ti­ve Reak­ti­on auf die Damen vom Wach­turm

Eine Anspra­che, die bei Gele­gen­heit noch gehal­ten wer­den muss:

„Aber natür­lich bin ich als den­ken­der Mensch an einem Gespräch über Gott inter­es­siert, Gnä­dig­ste! Neh­men Sie doch Platz. Gott also, herr­je, was hat der alte Kna­be schon wie­der ange­stellt? Nein, Scherz bei­sei­te: Gott ist gera­de in der immer hek­ti­sche­ren, deka­den­ten Gesell­schaft die­ser Tage eine wich­ti­ge Kon­stan­te, die zeigt, dass auch der Glau­be einen nicht immer wei­ter­bringt. Sehen sie, zu allen Zei­ten haben Men­schen an etwas wie eine höhe­re Macht geglaubt, voll­kom­men gleich­gül­tig, wie sie genannt oder ver­ehrt wur­de. Die­ser Glau­be kam stets von innen und folg­te kei­nem äuße­ren Zwang; viel­mehr ist Glau­be der Ver­such des Indi­vi­du­ums, in sei­ner per­sön­li­chen Exi­stenz so etwas wie ein Ziel zu sehen, das ihn selbst, auf sei­nen eige­nen Geist abge­stimmt, bekräf­tigt. Immer wie­der sind jedoch Pro­phe­ten auf­ge­tre­ten, die eben­falls einen Glau­ben hat­ten, und haben im Namen die­ses Glau­bens Men­schen, die kei­nen Glau­ben benö­tig­ten, zu einem gefähr­li­chen Welt­bild getrie­ben. Bis in die heu­ti­ge Zeit hin­ein wird im Andenken an die­se Pro­phe­ten ver­sucht, Men­schen zu bekeh­ren, weil der gefähr­li­che Irr­glau­be noch immer nicht aus­ge­räumt ist, dass es wah­ren und vie­le fal­sche Glau­ben gäbe, weil nur der, der der immer glei­chen Vor­stel­lung von Gott einen bestimm­ten Namen gibt, vor der unver­meid­li­chen Apo­ka­lyp­se geret­tet wer­den kann. Die­se Bekeh­rer ver­ges­sen, wor­um es im Glau­ben geht; nicht näm­lich um Mas­sen­hy­ste­rie und kol­lek­ti­ves mea cul­pa in freu­di­ger Erwar­tung des immer wie­der unvor­her­seh­bar nicht ein­tre­ten­den Welt­un­ter­gan­ges, son­dern dar­um, etwas im Leben zu fin­den, das ihm Sinn ver­leiht.

So ist auch der Satz ‚Glau­ben kann­ste in der Kir­che‘, der in Schu­len oft erschallt, wenn ein zu Unter­rich­ten­der eine Ant­wort mit ‚Ich glau­be‘ beginnt, ein Zei­chen dafür, dass das Wis­sen um den Wert des Glau­bens noch immer der Ver­brei­tung bedarf, eine Kir­che, errich­tet und geweiht von Men­schen, die gemein­sam an etwas glau­ben, was ihre Pro­phe­ten für gut und rich­tig hal­ten, nicht aber an das, was ihr Selbst emp­fin­det, hal­te jeden­falls ich nur ein­ge­schränkt für einen geeig­ne­ten Ort, dem eige­nen, eigent­lich wah­ren Glau­ben zu frö­nen. Reli­gi­on ist ein anschau­li­ches Bei­spiel dafür, wie Glau­be nicht funk­tio­niert. Glau­be ist ein Spie­gel­bild der eige­nen See­le; ein Glau­be aber, der dar­aus besteht, was Drit­te vor­schrei­ben, ist ein Aber­glau­be.

‚Gott sei Dank‘, so lau­tet ein Sprich­wort, ‚bin ich Athe­ist.‘ “

PersönlichesProjekteSonstiges
HiFi für Fort­ge­schrit­te­ne

Ab und zu kommt es vor, dass mir im ÖPNV Per­so­nen den Frei­raum neh­men, die sich in kei­ne der drei Haupt­ka­te­go­rien ein­deu­tig ein­ord­nen las­sen; die sprich­wört­li­chen Aus­nah­men von der Regel sozu­sa­gen. Heu­te mach­te ich Bekannt­heit mit einer auch mir noch unbe­kann­ten Spe­zi­es.

Der Jung­mensch, augen­schein­lich weib­lich und etwa 17 Jah­re alt, war schon zu hören, bevor er ein­ge­stie­gen war. Mög­lich mach­te dies die offe­ne Kon­struk­ti­on der bei­den Ohr­hö­rer, mit­tels derer er, wie deut­lich ver­nom­men wer­den konn­te, elek­tro­ni­sche Tanz­mu­sik in unge­sun­der Laut­stär­ke kon­su­mier­te. Nun gehört es ja zu einem unschätz­ba­ren Vor­teil die­ses Typs Schall­aus­ga­be, dass man sei­ne Mit­men­schen nicht mit sei­nen eige­nen musi­ka­li­schen Vor­lie­ben kon­fron­tie­ren muss, der sich prompt ver­flüch­tigt, ent­schei­det man sich für die offe­ne Vari­an­te; es ist schon erstaun­lich, wie hoch­qua­li­ta­tiv Musik heut­zu­ta­ge aus die­sen Gerä­ten erschal­len kann, nur lei­der auf der fal­schen Sei­te. Und man kann ja auch nur schwer­lich etwas dage­gen unter­neh­men (wol­len), Musik­ge­nuss ist jedem frei­ge­stellt. Den Jung­men­schen dar­auf anzu­spre­chen ist im eini­ger­ma­ßen voll besetz­ten Ver­kehrs­mit­tel und zumal qua­si als Gegen­reiz zur noch immer in ein­drucks­vol­ler Laut­stär­ke flir­ren­den Ton­ab­fol­ge auch nur wenig Erfolg ver­spre­chend erschie­nen; so blieb, wie üblich, nur tap­fe­res Augen­rol­len, stets beden­kend, ob man selbst sich von Drit­ten vom unge­stör­ten Musik­ge­nuss abbrin­gen las­sen wür­de, also eben nicht. Ich benö­ti­ge unbe­dingt wie­der brauch­ba­re Kopf­hö­rer. Mift.

(Abge­se­hen davon gehör­te der Jung­mensch übri­gens der zwei­ten Kate­go­rie an.)

Apro­pos sprich­wört­lich: Jemand soll­te den Besit­zern der auch nach Jah­ren noch immer häu­fig neu eröff­nen­den Geschäf­te, deren Namen mit „Mc“ oder „Mac“ begin­nen, ein­mal zu ver­ste­hen geben, dass schot­ti­sche Namen sprich­wört­lich zwar auf eine gewis­se Spar­sam­keit hin­deu­ten, dass es aller­dings für die poten­zi­el­len Kun­den eines spar­sa­men Schot­ten nur wenig ein­la­dend ist, wenn er sich schon vor dem ersten Betre­ten des Geschäfts als Geiz­hals zu erken­nen gibt. (Da doch „McDonald’s“ auch mehr für spar­sa­me Qua­li­tät als für preis­wer­tes Ange­bot steht, wie längst bekannt sein dürf­te; aber was soll’s.)

Eine beach­tens­wer­te Fuß­no­te: eMu­le beba 2.60 ist fer­tig.

PolitikIn den Nachrichten
Gui­do und der Kom­mu­nis­mus

(Vor­weg: Fol­gen­der Text ent­stand spon­tan und ist daher weni­ger poin­tiert, dafür ein wenig bis­si­ger als üblich. Für Poin­ten im Kom­men­tar­be­reich bin ich daher jeder­zeit dank­bar.)

Hit­ler­ver­glei­chen, so häu­fig sie auch vor­kom­men, wohnt längst nicht mehr der Reiz des Unver­zeih­li­chen inne. Da ist es doch schön, dass der F.D.P.-Vorzeigeaußenminister des lau­fen­den Jahr­zehnts eine Alter­na­ti­ve aus der Schub­la­de gekramt hat, ein­drucks­voll tran­skri­biert von flat­ter:

Aber was ist denn die Alter­na­ti­ve? Rot- Rot-Grün! Da – möch­te – ich – unser – Land – vor – bewah­ren;
Das hat unser Land nicht ver­dient, dass in unse­rem Land 20 Jah­re danach Sozia­li­sten und Kom­mu­ni­sten wie­der etwas zu sagen krie­gen.

Natür­lich ist das nicht viel mehr als schmie­ri­ger Popu­lis­mus, wie ihn auch die unge­lieb­te Gegen­sei­te gern prak­ti­ziert, und natür­lich wer­den Sät­ze wie die­se nicht dazu bei­tra­gen, dass die Bou­le­vard­me­di­en fort­an objek­tiv über Herrn Wester­wel­le, Neo­li­be­ra­lis­mus und Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät ein­mal bei­sei­te gescho­ben, berich­ten, ohne stän­dig sug­ge­stiv nach der Nähe zum rech­ten Rand (also, ver­mut­lich, der CSU) zu fra­gen. Mit jedem Satz die­ser Art, sofern die rich­ti­gen Schlag­wör­ter ent­hal­ten sind, begibt er sich ins Abseits, nur kann man ihn nicht ein­fach raus­wer­fen wie Eva Her­man ihrer­zeit, son­dern muss sich damit aus­ein­an­der­set­zen, was er sagt. Lei­der beschränkt sich das meist dar­auf, dass alle Lesen­den ein erschüt­ter­tes Gesicht machen, so etwas sage man doch nicht, weh­ret der Anfän­ge und über­haupt, weil man­che Anfän­ge eben bri­san­ter sind als ande­re und die Lin­ke zwar den bür­ger­li­chen Sozia­lis­mus pflegt, aber sonst mit der Illu­si­on der sozia­len Gerech­tig­keit, wie sie kom­mu­ni­sti­sche Regimes seit Deka­den mit bekann­tem Erfolg pre­di­gen, nichts zu tun hat; nicht wahr?

Mar­xis­mus jeden­falls, so scheint es, ist die neue (und bes­se­re) Auto­bahn.

In den NachrichtenNerdkrams
Digi­ta­le Unmün­dig­keit im Zei­chen des Apfels

Noch eine nicht unin­ter­es­san­te Neu­ig­keit ist übri­gens die, dass Apple sich jetzt doch noch dar­an erin­nert, dass sie außer dem iPod‑, iPad‑, iPho­ne- und iDio­ten-Markt auch noch einen Markt für die nicht voll­ends dem gad­get-Wahn ver­fal­le­nen Heim­an­wen­der beset­zen, dem sie sich bis­wei­len mal wie­der aus­führ­lich wid­men soll­ten, so lan­ge es noch kein Ver­lust­ge­schäft ist. Und damit die Leu­te nicht auf­hö­ren, für App­les Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit zu trom­meln, genügt natür­lich kei­ne simp­le Ankün­di­gung einer neu­en OS-X-Ver­si­on mit irgend­wel­chen Detail­än­de­run­gen („Ver­bes­se­run­gen“ ist so ein schreck­lich sub­jek­ti­ver Begriff), son­dern es muss ordent­lich rum­peln, und so ver­brei­te­te man fol­gen­des:

Deve­lo­pers plan­ning on mar­ke­ting soft­ware for 10.7 will sub­mit their pro­ducts to the App Store as iPho­ne and now iPad deve­lo­pers have alre­a­dy done. 10.7 will have ker­nel sup­port for (‚insi­stence on‘) bina­ries signed with Apple’s root cer­ti­fi­ca­te.

No soft­ware will be able to run on Mac OS X 10.7 wit­hout being appro­ved and signed by Apple, Inc.

Auf Deutsch heißt das also fol­gen­des: Da aus­rei­chend vie­le Per­so­nen bereit waren, Apple Geld zu bezah­len, um das iPho­ne mit neu­en Anwen­dun­gen („apps“) aus­stat­ten zu dür­fen, ist die­ses Kon­zept als erfolg­reich zu bezeich­nen und wird auch auf MacOS über­tra­gen. Künf­ti­ge OS-X-Ver­sio­nen wer­den nur noch jene Anwen­dun­gen erlau­ben, die von Apple (für rela­tiv viel Geld) signiert, also abge­seg­net, wur­den.

Unter der Prä­mis­se, das sei mehr als ein Gerücht, steht zu befürch­ten, dass selbst die der­art erfolg­te Per­ver­si­on des Prin­zips eines Betriebs­sy­stems, das auf einer frei­en Basis fußt, nicht genügt, um den Mythos Apple als das zu ent­lar­ven, was die mei­sten Kon­kur­renz­kon­zer­ne eben auch sind; nichts wei­ter näm­lich als kom­mer­z­ori­en­tiert, stets ver­sucht, die zah­len­den Kun­den noch ein wenig mehr zu beschnei­den, so dass selbst die von Micro­soft geför­der­te digi­ta­le Rech­te­ver­wal­tung bei­na­he schon wie ein Wink der Frei­heit wirkt.

Sie ler­nen es ein­fach nicht.

KaufbefehleMusikIn den Nachrichten
Deutsch­land sucht den zwei­ten Platz, Musik­freun­de ver­zwei­feln

Wie ich heu­te früh – also zu mei­ner eigent­li­chen Freu­de noch spä­ter als üblich – und tat­säch­lich nur ver­se­hent­lich erfuhr, ist eine wei­te­re Staf­fel des über­flüs­si­gen Selbst­dar­stel­ler­wett­laufs „Deutsch­land sucht den Super­star“, das der durch­schnitt­li­che Zuschau­er gern als DSDS, was er sich gera­de noch so mer­ken und selbst betrun­ken (also im Ide­al­zu­stand) noch halb­wegs feh­ler­frei grö­len kann, abkürzt, jüngst vor­über gegan­gen, über­schat­tet von der Omni­prä­senz der zwar musi­ka­lisch hoch­wer­ti­ge­ren, aber auch nicht zweck­erfüll­te­ren Suche nach „unse­rem“ „Star“ für Oslo, von dem ich ohne­hin anneh­me, sie wer­den ihn nicht behal­ten wol­len und post­wen­dend zurück­schicken, auf dass wir mit wei­te­ren hoch­klas­si­gen Pop­hym­nen der Mar­ke „Satel­li­te“ erfreut wer­den mögen. (Inwie­fern ein durch­schnitt­li­ches Stück Aller­welt­s­pop mit anglo­pho­nem Text Deutsch­land, abge­se­hen von dem schreck­li­chen Akzent der Inter­pre­tin, zu reprä­sen­tie­ren imstan­de ist, möge jemand Geeig­ne­te­res erfor­schen.)

Nun wird im Inter­net eine Akti­on pro­pa­giert, die wahl­wei­se Blüm­chens „Boo­me­rang“ von 1996 oder Led Zep­pe­lins „Stair­way to Hea­ven“ von immer­hin 1971 anstel­le RTLs unsäg­li­chen „Gewin­ners“ auf Platz 1 der Hit­pa­ra­de zu plat­zie­ren zum Ziel hat. Ich mag Blüm­chen nicht, auch wenn ich in jun­gen Jah­ren auch so man­cher­lei Ton­trä­ger (wenn­gleich nicht von ihr) erwarb, der mich heu­te nur­mehr gehäs­sig angrinst; gera­de jun­ge Leu­te sind oft eher der ein­fa­chen musi­ka­li­schen Struk­tur und mög­lichst bun­ten Vide­os zuge­neigt als wah­rer Kul­tur, scha­de ist das schon. Blüm­chen jeden­falls ist ja auch nicht unbe­dingt dafür bekannt, ihre Beliebt­heit bei jun­gen Kon­su­men­ten und die damit ver­bun­de­ne Zahl der Ton­trä­ger­ver­käu­fe mit bspw. hoch­wer­ti­ger Musik ver­dient zu haben, so dass die­se Wahl doch eher kon­tra­pro­duk­tiv erscheint.

Den­noch kann ich auch kei­nes­wegs den alter­na­ti­ven Kauf des Led-Zep­pe­lin-Stückes emp­feh­len. So ange­nehm es auch wäre, in der Hit­pa­ra­de end­lich wie­der ein­mal etwas von talen­tier­ten Rock­mu­si­kern statt nur von den immer­glei­chen Pop­ma­rio­net­ten zu sehen, so falsch ist doch der Sinn der Akti­on.

In der Hit­pa­ra­de zählt nicht, was gut ist, son­dern allein, was neu ist. Kaum jemand wür­de bestrei­ten, dass zum Bei­spiel „The Vel­vet Under­ground & Nico“ oder „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ zu den essen­zi­el­len Musikal­ben des vori­gen Jahr­hun­derts gehö­ren, den­noch ste­hen die Chan­cen auf ihre Wie­der­kehr (im Fal­le von The Vel­vet Under­ground ist dies ohne­hin der fal­sche Begriff) in der Alben­hit­pa­ra­de eher gering. Die Hit­pa­ra­den mögen ein Indiz für den Zeit­geist sein, eines für Qua­li­tät und Kul­tur sind sie jedoch kei­nes­falls. Es setzt sicher­lich ein Zei­chen, wenn der gera­de aktu­el­le Schnul­zen­depp nur noch auf Platz 2 statt auf Platz 1 gewählt wird, aber es wird kei­nen der beab­sich­tig­ten Geschä­dig­ten wirk­lich beein­drucken. Die Pro­du­zen­ten die­ses Schrot­tes haben eben­so wie die Ver­ant­wort­li­chen von RTL (die das mit der „Ver­ant­wor­tung“ regel­mä­ßig miss­ver­ste­hen) ihr Geld längst bekom­men, bevor das Pro­dukt in den Läden steht, und vor­aus­sicht­lich in der Fol­ge­wo­che steht ohne­hin wie­der ein neu­er erster Platz fest, und alles ist ver­ges­sen und war, gemes­sen an der Nach­hal­tig­keit, letzt­lich ver­ge­bens. (Apro­pos Pro­dukt, „Kul­tur als Ware“ ist auch schon wie­der eine erschrecken­de Erschei­nung eigent­lich, aber von „Kul­tur“ mag ich dann hier doch lie­ber nicht reden.)

Ein wah­rer Musik­freund weiß: Will ich wis­sen, was gute Musik ist, sehe ich in die Hit­pa­ra­den und kau­fe, was nicht dar­in ist. Und so wer­de ich mei­ner­seits es auch hal­ten:

Am 12. Mai d.J. erscheint zum Bei­spiel das kom­men­de Album der von mir sehr geschätz­ten Augs­bur­ger Postrock­band Dear John Let­ter. Es wird in kei­ner Hit­pa­ra­de die­ses Pla­ne­ten Platz fin­den, es wird nicht von den Mas­sen­me­di­en, ver­mut­lich mit Aus­nah­me der auch sonst sehr lobens­wer­ten Zeit­schrift VISIONS, für eine lebens­not­wen­di­ge Anschaf­fung gehal­ten, die Mit­glie­der der Grup­pe wer­den auch nicht Tag und Nacht von Jour­na­li­sten und BILD-Schrei­ber­lin­gen bela­gert, den­noch weiß ich: Es wird ein groß­ar­ti­ges Album sein.

Nur, um etwa­igen Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: Ich hal­te es für gut und rich­tig, wenn die Men­schen um die musi­ka­li­sche Ent­wick­lung und den Ein­fluss der Pre­ka­ri­ats­me­di­en besorgt sind und in den Hit­pa­ra­den lie­ber Qua­li­täts­mu­sik als teu­er bezahl­te Kurz­zeit­un­ter­hal­tung sehen möch­ten. Dann bit­te ich aber um Kon­se­quenz. Ich möch­te nicht nur für etwas weni­ger als 1/52 des Jah­res einen ein­zi­gen Hit­pa­ra­den­platz von womög­lich Blüm­chen besetzt sehen, ich möch­te, dass die Hit­pa­ra­den als sol­che nicht mehr als Anzei­ge­ta­fel für den höch­sten Wer­be­etat die­nen. Hat man sich zumin­dest dar­auf geei­nigt, bin ich selbst gern bereit, an der­lei Aktio­nen teil­zu­neh­men.

Bis dahin jeden­falls wird mein Ton­trä­ger­re­gal auch wei­ter­hin aus­schließ­lich von Qua­li­tät und Jugend­sün­den bewohnt. Es scheint dort recht gemüt­lich zu sein.

(Apro­pos „Idio­ten“: 120 Kilo­me­ter lan­ge Men­schen­ket­te gegen Atom­kraft, was allein die Anrei­se wohl an Atom­strom geko­stet haben mag?)

In den Nachrichten
Kurz ver­linkt XVI: Der Papst warnt vor Risi­ken des Inter­nets

Dann doch noch ein Brül­ler für’s Wochen­en­de:

Der Papst höchst­per­sön­lich hält das Inter­net für gefähr­lich.

(…) durch den anhal­ten­den Pro­zess der Kon­zen­tra­ti­on der Medi­en bestehe die Gefahr einer Kon­for­mi­tät der Gedan­ken. Wei­te­re Gefah­ren sei­en eine zuneh­men­de Kon­trol­le und ein mora­li­scher und intel­lek­tu­el­ler Rela­ti­vis­mus, der jetzt schon in einem Nie­der­gang des kri­ti­schen Gei­stes spür­bar sei.

Die Kon­zen­tra­ti­on kon­for­mi­sti­scher Medi­en im Inter­net ist wahr­lich kaum aus­zu­hal­ten. Wie schön war es doch, als die katho­li­sche Kir­che die Macht über die Gedan­ken der Men­schen inne­hat­te und als allei­ni­ge mora­li­sche und intel­lek­tu­el­le Instanz wirk­te. Gefahr vor Kon­for­mis­mus droh­te damals nie! Und das Inter­net ist, abge­se­hen von der eige­nen Pädo­phi­lie, ver­steht sich, ohne­hin an allem schuld:

Das Inter­net schaf­fe zwar die Mög­lich­keit für jeden, sich zu infor­mie­ren und mit ande­ren Men­schen in Ver­bin­dung zu tre­ten, erklär­te der Papst, es kön­ne aber auch die Kluft zwi­schen rei­chen und armen Län­dern noch wei­ter ver­grö­ßern.

Das Inter­net macht nicht nur blöd, son­dern zer­stört auch noch jeg­li­ches gesell­schaft­li­che Gleich­ge­wicht. So sieht’s aus.

Ich bin ja eher der Ansicht, die katho­li­sche Kir­che hält das Inter­net für wenig pri­ma, weil sich die Men­schen dort in kür­ze­ster Zeit über jeg­li­che Ver­feh­lun­gen ihrer Reprä­sen­tan­ten aus­tau­schen und oben­drein see­li­sche Hil­fe in zahl­rei­chen Foren bekom­men kön­nen, ein­mal ganz zu schwei­gen von der welt­wei­ten Ver­net­zung alter­na­ti­ver Glau­bens­rich­tun­gen. Hier herrscht nicht bloß schlich­te Unwis­sen­heit und die alt­be­kann­te Rück­stän­dig­keit, son­dern viel­mehr bewuss­tes (wirt­schaft­li­ches) Kon­kur­renz­den­ken; wie bspw. der Schwei­zer Por­no­gra­fie­händ­ler Patrik Stöck­li Gra­tispor­no­gra­fie im Inter­net nur aus Jugend­schutz­grün­den total ungut fin­det und nicht aus eher nie­de­ren Moti­ven, nie­mals nicht.

(Selbst­ver­ständ­lich kann ich damit aber auch völ­lig falsch lie­gen.)

SonstigesNetzfundstückeNerdkrams
364 Tage Illi­te­ra­ten­tum

Gestern war Welt­tag des Buches (und zugleich immer­hin der deutsch­land­wei­te Tag des Bie­res), zu zumin­dest erste­rem ich mit­tels Nicht­blog­gens bei­trug. Ich hof­fe, mei­ne geneig­te Leser­schar hat jenen Tag ent­spre­chend sinn­voll genutzt. Lest mehr Bücher und weni­ger Blogs!

Heu­te jeden­falls ist der Welt­tag des Buches – der Tag des Bie­res endet in Deutsch­land bekannt­lich nie­mals – vor­bei, jetzt darf wie­der 364 Tage lang jeg­li­cher Gedan­ke an Bücher aus euren Köp­fen ver­schwin­den. Zu emp­feh­len jedoch ist das ganz sicher nicht. Wer immer nur Blogs, Fuß­ball­ta­bel­len und die Beschrif­tung von Alko­hol­fla­schen liest, wird irgend­wann blöd und lässt sich eine Men­ge Lebens­qua­li­tät ent­ge­hen, das lasst euch gesagt sein.

(Wenn ich von „Büchern“ schrei­be oder spre­che, mei­ne ich übri­gens stets die­se alt­mo­di­schen Din­ger aus Baum, nicht jene, die sich mit­tels des Pla­stik­bier­deckels mit der ange­bis­sen aus­se­hen­den Baum­frucht dar­auf lesen las­sen. Apro­pos, wuss­tet ihr schon, dass man bei Apple Haus­ver­bot bekommt, wenn man zu vie­le ihrer Pro­duk­te zugleich erwer­ben möch­te? Wenn ich Apple wäre, wür­de ich mich freu­en, dass über­haupt jemand mei­nen über­teu­er­ten (cf. bit­te auch bspw. die­sen Ver­gleich iPad ./. Eee PC) life­style-Unfug für kau­fens­wert erach­tet; aber Geld scheint ja genug da zu sein. Dies als Klam­mer­be­mer­kung auch für mei­ne geschätz­te Lese­rin, die sich kürz­lich fürch­ter­lich dar­über echauf­fier­te, dass ich nun auch (was ja schon sehr viel­sa­gend ist) und stän­dig Apple dif­fa­mie­re, was ja so auch nicht stimmt, die Migh­ty Mou­se zum Bei­spiel fin­de ich nach wie vor beein­druckend; gern gesche­hen jeden­falls.)

Eher kon­tra­pro­duk­tiv erscheint mir übri­gens auch das Wer­be­schild einer nahen Tisch­le­rei:

möbel manu­fak­tur
Salo­moN
die crea­ti­ve tisch­le­rei

Wenn man in die­sem Unter­neh­men so crea­tiv mit Möbeln wie mit der deut­schen Spra­che umgeht, ist es ver­mut­lich tat­säch­lich ein über­aus brauch­ba­res. Ich mei­ner­seits ver­zich­te frei­wil­lig auf Werk­pro­ben.

(Irgend­was ist ja immer.)

SonstigesNetzfundstückePiratenpartei
Medi­en­kri­tik XXVI: Hel­den im Wan­del

Die gest­ri­ge Fern­seh­wer­bung offen­bar­te Unge­wöhn­li­ches:

Im Inter­net, die­sem selt­sa­men rechts­frei­en Raum vol­ler Kin­der­por­no­gra­fie und Urhe­ber­rechts­ver­stö­ße, von dem immer alle reden, gibt es ein Por­tal namens Hel­den der Lie­be. Die­ser anne­p­fir­sich recht anspre­chen­de Titel ist Eti­ket­ten­schwin­del, denn trotz des Namens, der Wer­bung („ich lie­be mei­ne Frau“) und des Mot­tos auf dem Sei­ten­ban­ner („Aus Lie­be zur Lie­be.“) geht es eben nicht um die Lie­be in ihren Facet­ten, son­dern allein um kör­per­li­che Ver­ei­ni­gung. Das Por­tal „Hel­den der Lie­be“ wid­met sich allein der erek­ti­len Dys­funk­ti­on des Man­nes.

Als „Hel­den der Lie­be“ bezeich­net man dort ernst­haft jene Paa­re, die nach einer schwe­ren gemein­sa­men Zeit mit­ein­an­der wie­der glück­lich gewor­den sind, nach­dem der Mann sei­ne Erek­ti­ons­pro­ble­me in den Griff bekom­men hat­te; weil Schnack­seln und Lie­be eben untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den sind, zumal wenn man seit Jah­ren ver­hei­ra­tet ist, weil man sich dann eben, so sug­ge­riert jenes Por­tal, gegen­sei­tig nur noch ertra­gen kann, wenn der Mann funk­tio­niert, was über die Lie­be ja dann eigent­lich auch schon alles Nöti­ge aus­sagt.

Ange­sichts sol­cher Infor­ma­tio­nen in sol­chen Medi­en ist es für mich schon ein wenig leich­ter zu ver­ste­hen, dass das, was die her­an­wach­sen­den Gene­ra­tio­nen unter der gro­ßen, wah­ren, ewi­gen und ein­zi­gen Lie­be ver­ste­hen, nur mehr wie ein schlech­ter Scherz erscheint.

Übri­gens, sofern sich noch jemand an die Bericht­erstat­tung über die total wich­ti­ge und bür­ger­na­he Enquête erin­nert: Jörg Tauss (Pirat) hat sich mit den Hin­ter­grün­den ihres desi­gnier­ten Vor­sit­zen­den beschäf­tigt. Ein Absatz als Vor­ge­schmack für den magen­star­ken Leser:

Im übri­gen ist Fischer der Inhalt von Zen­sur­su­la und die wich­tig­ste Netz­de­bat­te der letz­ten Jah­re offen­sicht­lich noch nicht ein­mal ansatz­wei­se bekannt: Denn er spricht im Inter­view vom “Gesetz gegen die Wei­ter­ver­brei­tung von Kin­der­por­no­gra­fie” – und meint wie sein Inter­view­er tat­säch­lich das Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz, das mit der längst straf­ba­ren Wei­ter­ver­brei­tung von Kin­der­por­no­gra­fie nun aller­dings nicht das MINDESTE zu tun hat.

Dan­ke, reicht schon.

NetzfundstückePiratenpartei
Copy.Right.Now!

Das möch­te ich der Leser­schaft auch nicht vor­ent­hal­ten:

Die Hein­rich-Böll-Stif­tung hat ein umfas­sen­des elek­tro­ni­sches Büch­lein zum The­ma Urhe­ber­recht in der Zeit digi­ta­ler Kopien ver­öf­fent­licht, unter ande­rem mit einem Inter­view mit Jens Sei­pen­busch, dem Vor­sit­zen­den der Pira­ten­par­tei Deutsch­land.

Das gel­ten­de Urhe­ber­rechts­re­gime reibt sich zuneh­mend an der digi­ta­len All­tags­wirk­lich­keit. Wäh­rend es ursprüng­lich als ein auf den „genia­len” Schöp­fer zuge­schnit­te­nes Schutz­recht gegen Miss­brauch kon­zi­piert war, ver­sto­ßen wir, ob gewollt oder unbe­ab­sich­tigt, täg­lich gegen bestehen­des Recht. Ver­lust­frei­es Kopie­ren gilt den einen als Zuge­winn an Frei­heit, den ande­ren als Ein­schrän­kung von künst­le­ri­scher Ver­fü­gungs­ge­walt und dro­hen­der Ein­nah­men­ver­lust. Ein Ende der „Copy­right Wars“ erfor­dert ein poli­ti­sches und rechts­theo­re­ti­sches Neu­den­ken.

Das gan­ze Werk steht unter einer Crea­ti­ve-Com­mons-Lizenz und ist hier sowie via eMu­le her­un­ter­zu­la­den.

Lesens­wert und (lei­der) poli­tisch noch immer hoch­ak­tu­ell.

Persönliches
Ste­hen blei­ben, böse gucken, wei­ter­ge­hen

Ein nicht unin­ter­es­san­tes Phä­no­men, auf das man als mehr oder min­der regel­mä­ßi­ger Kun­de der öffent­li­chen Ver­kehrs­be­trie­be mit­un­ter stößt, betrifft das zuse­hends eigen­ar­ti­ge­re Ver­hal­ten von Rei­se­wil­li­gen mit stei­gen­dem Alter.

Die mei­sten öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel sind so gebaut, dass in einer Sitz­rei­he meh­re­re Per­so­nen mit­samt ihrem Gepäck Platz fin­den kön­nen. Sitzt nun ein Mensch allein in einer sol­chen Rei­he, so ist es ein Leich­tes, neben ihm und mit­un­ter auch ihm gegen­über noch einen Sitz­platz zu fin­den. Nun neigt der Jung­mensch die­ser Tage dazu, die neben ihm ggf. frei­en Sitz­plät­ze mit sei­nem Besitz (der Schul­ta­sche und/oder ähn­li­chem) zu bele­gen, so dass das unkom­men­tier­te Set­zen nicht mehr wie eine Selbst­ver­ständ­lich­keit erscheint.

Drei Metho­den der Mit­men­schen, sol­chem zu begeg­nen, konn­te ich bis­lang aus­ma­chen:

Am häu­fig­sten ver­tre­ten sind die­je­ni­gen Per­so­nen, die sich zu schä­men schei­nen, über­haupt in nähe­ren Kon­takt mit ande­ren Men­schen zu gera­ten. Ist ein ein­zi­ger Platz in einer zwei bis vier Plät­ze umfas­sen­den Sitz­grup­pe von einer Per­son belegt, so neh­men sie das zur Kennt­nis, aber sie scheu­en – zumal, wenn der bereits dort Sit­zen­de deut­lich unter 30 Jah­ren alt ist – jeg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on und bele­gen, sofern man ihnen nicht selbst­tä­tig zu ver­ste­hen gibt, dass sie als Sitz­part­ner will­kom­men wären, lie­ber über die gesam­te Fahrt­dau­er einen Steh­platz. Dies sind mir die lieb­sten Mit­men­schen: Sie belä­sti­gen mich nicht wäh­rend der Fahrt, indem sie neben mir spei­sen, tele­fo­nie­ren oder ihre Zehen­nä­gel schnei­den.

Es gibt auch sol­cher­lei Gestal­ten, die zwar kommunikations‑, nicht jedoch men­schen­scheu sind. Erblicken sie einen nicht von einem Men­schen beleg­ten Platz, so hegen sie kei­ne Beden­ken, ob es unter Umstän­den einen Sinn hat, wenn der Platz neben ihm teil­wei­se zur Lage­rung einer prall gefüll­ten Jacken­ta­sche, einer Ein­kaufs­tü­te oder ähn­li­chem ver­wen­det wird. Sie schau­en ver­ächt­lich, schnau­fen wie zum Beleg dafür, dass sie die Sitz­ge­le­gen­heit drin­gend benö­ti­gen, damit nicht min­de­stens ein Unglück geschieht, und las­sen sich, ohne Rück­sicht auf even­tu­el­le Ver­lu­ste, auf den Lager­platz fal­len, nur sel­ten beglei­tet von dem eher unhöf­lich for­mu­lier­ten Hin­weis, dass man sich zu set­zen gedenkt; Sit­ze sind nur für Men­schen, man möge nur schnell genug even­tu­el­les Gefahr­gut von der Lan­de­bahn räu­men. Empi­ri­sche Stu­di­en haben gezeigt, dass Men­schen, die die­ser Per­so­nen­grup­pe ange­hö­ren, sich fast durch­weg durch auf­fal­lend viel Kör­per­mas­se und/oder ‑geruch aus­zeich­nen, was es gera­de bei stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren nicht unbe­dingt ange­neh­mer macht, neben ihnen sein Dasein zu fri­sten.

Gleich­sam zur Ver­söh­nung hat die Gesell­schaft indes Per­so­nen einer drit­ten Art her­an­wach­sen las­sen, die sich weder als men­schen- noch als kom­mu­ni­ka­ti­ons­aver­siv erwei­sen. Sehen sie einen frei­en Platz neben oder gegen­über einem Pas­sa­gier, so neh­men sie bereit­wil­lig das Gespräch mit ihm (dem Pas­sa­gier, nicht dem Platz) auf, indem sie den Wunsch nach Gemein­schaft aus­drücken. Nur weni­ge die­ser Per­so­nen sind mir nicht will­kom­men; meist sind es jene, die, im Ren­ten­al­ter ange­langt, ihre eige­nen kör­per­li­chen Beschwer­den für grö­ßer erach­ten als es die ande­rer Men­schen je sein könn­ten. Sie bewe­gen sich betont lang­sam auf die eige­ne Sitz­rei­he zu und spre­chen, wäh­rend sie bereits den Setz­vor­gang ein­lei­ten, etwa: „Wenn ich mich hier mal hin­set­zen dürf­te…“, und bis sie aus­stei­gen, was erfah­rungs­ge­mäß, qua­si noch ver­stärkt durch den ver­brei­te­ten Senio­ren­duft nach Mot­ten­ku­geln bzw. Köl­nisch Was­ser, quä­lend lan­ge dau­ern kann, schau­en sie bei­na­he ange­wi­dert auf den Sitz­nach­barn hin­ab, der es tat­säch­lich gewagt hat, einen Platz belegt zu haben; wo es doch schon schwer genug ist im Alter und die Ren­te und ach, die Jugend von heu­te. Man fühlt sich, von einem sol­chen Blick getrof­fen, dann doch nicht all­zu schlecht, noch mit dem „die Jugend von heute“-Blick ver­se­hen zu wer­den, ist man erst ein­mal in einem Alter ange­langt, in dem man sich selbst nicht mehr ohne Wei­te­res zur Jugend zäh­len wür­de. Abge­se­hen von die­sen welt­frem­den Grei­sen gehö­ren zur drit­ten Gat­tung nahe­zu aus­nahms­los Schul­kin­der, jun­ge Erwach­se­ne und ähn­lich unschlim­me Per­so­nen. Sie set­zen eine freund­li­che Mie­ne auf die trü­ben Gesichts­zü­ge, wenn sie ihren Sitz­wunsch zu ver­ste­hen geben, und ver­hal­ten sich für den Rest der Fahrt meist still. Da sie, anders als Erst­ge­nann­te, auch das eige­ne Gewis­sen von der quä­len­den Pein, jeman­den davon abge­hal­ten zu haben, wäh­rend der Fahrt ste­hen zu müs­sen, frei hal­ten, sind auch sie mir recht will­kom­men.

Aber man kann es sich lei­der nur schwer­lich aus­su­chen.

Sonstiges
Smarsch macht Spaß! (Die Krea­ti­vi­tät hat Urlaub.)

Das Wet­ter lässt der­zeit kei­nen kla­ren Gedan­ken zu. Es ist zu warm und zu hell für die­se Jah­res­zeit. Die gestreif­ten In-Sek­ten scha­ren und paa­ren sich dort, wo es einem am wenig­sten in den Kram passt, und sich so recht auf das Ver­fas­sen von Tex­ten, wie man es sonst mit Stift und Notiz­buch zu tun pflegt, wäh­rend man außer Haus die Natur bewun­dert, zu kon­zen­trie­ren fällt auch schwer.

Da man doch ohne­hin an sei­nem Ver­stand zu zwei­feln beginnt, summt man im Kopf doch schon, seit man im Ver­lauf des Vor­mit­tags die gleich­na­mi­ge Zeit­schrift am Weges­rand lie­gen sah, das Pop­stück Vogue, das Madon­na einst sang, als sie noch Musik mach­te, die tat­säch­lich auf­fiel. (End­lich, übri­gens, mal wie­der ein Musik­vi­deo, an dem Sony kei­ne Rech­te zu haben glaubt!)

Was mir übri­gens, ver­ur­sacht wohl durch die South-Park-Fol­ge Ein biss­chen Tour­et­te, auch durch den Kopf ging: Smarsch. Smarsch, Smarsch, Smarsch, Smarsch, Smarsch, Smarsch. Smarsch macht Spaß! Ach, das Wet­ter.

Qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges, ihr seht es schon, erwar­tet ihr hier heu­te ver­ge­bens. Statt­des­sen also ein exter­ner Ver­weis nebst Zitat:

Felix Schwen­zel, pri­mär Ins­in­ter­net­schrei­ber auf wirres.net, hielt auf der re:publica, die­ser Ver­an­stal­tung für Men­schen mit Mei­nun­gen, eine Rede, auf der ein Text basiert, der wie­der­um heu­te auf Zeit.de zu fin­den ist.

War­um das Inter­net schei­ße ist? Weil die Welt schei­ße ist.

Guter Text. Lesen!

Nerdkrams
War­um Java eine Qual ist

Als Infor­ma­tik­stu­dent kommt man nur schwer­lich um die jeden­falls zeit­wei­se Nut­zung der Spra­che Java her­um. Freun­de die­ser Spra­che beto­nen immer wie­der ihre (also deren) Por­ta­bi­li­tät, behaup­ten gar, Java­pro­gram­me wür­den grund­sätz­lich unver­än­dert unter allen Betriebs­sy­ste­men funk­tio­nie­ren (schön wär’s ja!); mit C++ oder ähn­li­chen, weit rei­fe­ren Spra­chen, die eben­falls für nahe­zu alle Platt­for­men exi­stie­ren und sich im Ver­gleich mit Java dadurch aus­zeich­nen, dass ihre Ent­wick­ler noch in der Lage sind, Code selbst zu schrei­ben, und nicht auf einer vir­tu­el­len Maschi­ne ohne effi­zi­en­te Spei­cher­ver­wal­tung auf­set­zen, muss man die­sen Men­schen nicht kom­men. Hat der Dozent ihnen erzählt, Java sei toll, dann ist Java auch toll, schon allein, weil man da nicht ver­ste­hen muss, wie die Spra­che funk­tio­niert. Anders aus­ge­drückt: Wer kei­ne Zei­ger nut­zen kann, kann sie auch nicht falsch ver­wen­den.

Die unglaub­li­che Idio­tie, dass man über­haupt auf die Idee kommt, dem Brow­ser via Plug­in Zugriff auf eine eini­ger­ma­ßen voll­wer­ti­ge Pro­gram­mier­spra­che nebst eige­ner VM (womög­lich unter Admi­ni­stra­tor­rech­ten) zu gewäh­ren, zeugt von einem eini­ger­ma­ßen nai­ven Ver­ständ­nis von Com­pu­ter­si­cher­heit. Zumin­dest damit dürf­te es bald vor­erst vor­bei sein:

Por­ta­bi­li­tät ist schon eine net­te Eigen­schaft, aber auf ande­ren Platt­for­men lauf­fä­hi­ge Soft­ware kann man auch in C++ ent­wickeln. (Dass in einer Zeit, in der es den mei­sten Nut­zern nur noch dar­auf ankommt, dass alles mög­lichst schnell funk­tio­niert, vir­tu­el­le Maschi­nen, denen man beim Laden zuse­hen kann, über­haupt noch eine Chan­ce auf dem Mas­sen­markt haben, erstaunt mich dann ja auch ein wenig.)

SonstigesIn den NachrichtenKaufbefehle
Niveau­lo­ser Por­notext

Apro­pos Tit­ten dann auch mal; da stol­pe­re ich doch ver­se­hent­lich über einen wei­te­ren Arti­kel der Mach­art „Frau mit irgend­ei­nem Titel hat etwas her­aus­ge­fun­den“.

Por­no­gra­fie habe, so besagt die vor­ge­stell­te Stu­die, einen nega­ti­ven Ein­fluss auf das Sexu­al­le­ben Jugend­li­cher. Ich zitie­re und kom­men­tie­re mal wild drauf­los (ihr wisst ja, Mei­nun­gen und das alles), heu­te aus­nahms­wei­se bewusst mit extra viel Augen­zwin­kern und ein­ge­klam­mer­tem „hähä“ gewürzt, dies alles mög­lichst niveau­los in der Hoff­nung, nicht so bald irgend­wel­che Ehrun­gen als sog. „Blog­ger“ zu erhal­ten, s.o.:

So erle­gen sich vor allem Jun­gen ver­mehrt einen Lei­stungs­druck auf, …

Selt­sam; man soll­te mei­nen, der Lei­stungs­druck fol­ge allein aus der Wol­lust der Sexu­al­part­ne­rin. Wenn’s halt nicht funk­tio­niert, ist man ein Schlapp­schwanz, schnurz, ob man sich vor­her die Sala­mi gerie­ben hat oder nicht. Lei­stungs­druck ist einer der man­nig­fal­ti­gen Grün­de, war­um Bezie­hun­gen nicht oder nur unter Selbst­auf­ga­be über­haupt dau­er­haft funk­tio­nie­ren kön­nen. Auch Hoch­lei­stungs­sport­ler brau­chen mal Urlaub.

… wohin­ge­gen Mäd­chen ein fal­sches und zumeist uner­reich­ba­res Schön­heits­ide­al ver­fol­gen, das sie von den Por­nos auf­ge­zeigt bekom­men.

Ein Schön­heits­ide­al, das sich aus Por­no­fil­men ablei­ten lässt? So etwas wie: Maxi­mal 40 kg schwer (um nicht zu schrei­ben: fett), ein Gesicht aus der Herbst-Pla­stik­kol­lek­ti­on zusam­men­ge­stellt oder bei klei­ne­rem Bud­get wenig­stens die wirk­lich gru­se­lig aus­se­hen­den Stel­len mit fünf bis sechs ver­schie­de­nen, räus­per, Pfle­ge­cremes behan­delt, nach bil­li­gem Gar­di­nen­stoff oder wenig­stens gefärb­tem Kunst­ra­sen aus­se­hen­des „Haar“, Lip­pen wie ein Pavi­an­arsch und ein selbst unter einem Pelz­man­tel noch wie von einem blin­den, ein­ar­mi­gen Rus­sen­dok­tor ange­leimt aus­se­hen­der Brust­er­satz?

Na, schö­nen Dank.

Vie­le Jugend­li­che lie­ßen sich dem­nach in ihrem Wer­te­ver­ständ­nis beein­flus­sen und neh­men für eige­ne sexu­el­le Kon­tak­te Dreh­bü­cher von Por­nos als gedank­li­che Vor­la­ge.

Beim Bei­schlaf mit dem jeweils ver­füg­ba­ren Part­ner an Sze­nen aus Por­no­fil­men zu den­ken ist ja auch wahr­lich erschreckend. Zum Glück sind wenig­stens die mei­sten Mäd­chen nicht der­art fan­ta­sie­los und den­ken beim Bei­schlaf mit ihrer jeweils gro­ßen Lie­be bevor­zugt an Til Schwei­ger, John­ny Depp, Vin Die­sel und/oder Geor­ge Cloo­ney. Aber Por­nos, nee. Das wäre doch nicht fair.

Und was wäre selbst eine Stu­die ohne Poin­te? Sie folgt:

Weib­li­che Stu­di­en­teil­neh­mer sehen Por­nos hin­ge­gen eher als eklig an. Sie gestan­den Jun­gen aber wei­test­ge­hend den Kon­sum im Stil­len zu. Wäh­rend einer Part­ner­schaft – so die geschlechts­un­ab­hän­gi­ge Mei­nung – sei der Por­no­kon­sum aber tabu.

„Eklig“ ist’s, frem­den Men­schen beim Kopu­lie­ren zuzu­se­hen, nicht unbe­dingt, meist ist es eher belu­sti­gend. Was aller­dings ein anstän­di­ges jun­ges Frol­l­ein ist, das hält nicht viel von der­ma­ßen trieb­ge­steu­er­ter Dritt­un­ter­hal­tung; es legt, wie auch Hau­ke Brost und Marie The­res Kroetz-Relin in dem anson­sten nicht all­zu über­flüs­si­gen Buch Wie Frau­en ticken vor Jah­ren rich­tig anmerk­ten, lie­ber selbst Hand oder optio­nal bat­te­rie­be­trie­be­nen Hand­er­satz an, natür­lich nur nicht in einer Part­ner­schaft, egal, ob der Part­ner mal ein paar Wochen abkömm­lich ist. Man ist ja eine treue See­le und dies immer schon gewe­sen.

Wenn aller­dings die Frau aus Grün­den gera­de kei­ner­lei Inter­es­se an Zunei­gung hat, ist’s dem Part­ner nicht gestat­tet, es ihr gleich­zu­tun. Schön auf das But­ter­brot spucken, damit nie­mand anders es bekommt. Geht ja mal gar nicht, wenn der Part­ner eige­ne sexu­el­le Bedürf­nis­se hat. Ach, herr­je. Hier bit­te einen pas­sen­den Pejo­ra­tiv ein­fü­gen.

Apro­pos Pejo­ra­ti­ve, die über­flüs­si­ge Mel­dung des gest­ri­gen Tages leg­te SPIEGEL Online vor:

Der Tod vier deut­scher Sol­da­ten aus­ge­rech­net bei einem sol­chen Trai­nings­ein­satz zeigt: Die Mis­sio­nen sind für die Bun­des­wehr in Wahr­heit brand­ge­fähr­lich.

Ach?

SonstigesNetzfundstücke
Qua­li­tät statt Quan­ti­tät

Eine bri­ti­sche Psy­cho­lo­gin hat her­aus­ge­fun­den (was eigent­lich bei­na­he immer eher ein unheil­vol­les Zei­chen ist), dass es, will man eine aus­rei­chen­de Schar an regel­mä­ßi­gen Kon­su­men­ten des eige­nen Ins-Inter­net-Schmie­rens an sich bin­den, nicht dar­auf ankommt, aus­ge­feil­te rhe­to­ri­sche Mei­ster­lei­stun­gen, gespickt mit gewitz­ten Wort­spie­len und aller­lei sprach­li­chen Fines­sen, abzu­lie­fern, son­dern viel­mehr auf die Mas­se an pro­du­zier­tem Wort­schwall.

Hier­bei ist es nicht ein­mal unbe­dingt von Belang, was inhalt­lich dabei her­aus­kommt. Die Haupt­sa­che sind Mei­nun­gen. Leu­te, die außer­halb der vir­tu­el­len Welt sol­cher­lei fabu­lie­ren, wer­den auf dem Schul­hof ver­trimmt und spä­ter besten­falls igno­riert, aber im Inter­net ist man da als Mei­nungs­ha­ber weit­ge­hend geschützt vor Leu­ten, denen man auf die Ner­ven geht, ihnen bleibt nur schwer­lich ande­res übrig als mit den Zäh­nen zu knir­schen. Vor den Mei­nungs­ha­bern hat man nicht ein­mal dann sei­ne Ruhe, wenn man ihre pri­mä­ren Senf­glä­ser weit­räu­mig umkreist. Wenn sie gera­de noch ein wenig Zeit haben, stei­gen sie von ihren Wol­ken her­ab und hal­ten ihr mei­nungs­vol­les Gesicht in Kame­ras für Medi­en, deren Kon­su­men­ten bis­lang von ihnen ver­schont blie­ben, und wenn es aber bspw. Tages­zei­tun­gen sind, fal­len sie zwi­schen all den Stamm­tisch­trom­pe­tern nicht mal mehr wei­ter auf, so dass es schwer fällt, die tat­säch­lich rele­van­ten Infor­ma­tio­nen noch zu destil­lie­ren. Und lei­der macht man es ihnen in ande­ren Medi­en auch nicht schwe­rer als in ihren Stamm­web­logs:

Jedes Blog­po­sting lässt sich auf viel­fäl­ti­ge Wei­se wert­voll ergän­zen, und wer nichts dazu zu sagen hat, hat nur noch nicht das Reiz­wort ent­deckt, an dem er andocken kann oder zu dem er die pas­sen­de Neben­be­deu­tung asso­zi­ie­ren bzw. her­bei­hal­lu­zi­nie­ren kann.

Wenn man nicht aus­ge­rech­net zum Bei­spiel ich ist und sei­ne Text­samm­lung, vul­go bis­wei­len auch und in mei­nem Fall kei­nes­falls als „Blog“ beschimpft, nur des Blog­gens wegen betreibt, gibt man sich ein Ziel vor, sei’s nicht die Welt­ver­bes­se­rung, so sei’s doch zumin­dest Bekannt­heit. Den Bauch pin­selt nicht die Freu­de am Schrei­ben, ihn pin­selt die eige­ne Zugriffs­sta­ti­stik, hier und da gar­niert mit ein paar Ein­la­dun­gen zu Selbst­hil­fe­grup­pen, beti­telt „Lesun­gen“ und „Kon­fe­ren­zen“, wäh­rend deren man sei­ne Mei­nung, längst viel­fach bekannt, noch mal auf­sa­gen darf und dafür womög­lich reich ent­lohnt wird, und das alles nur, weil man irgend­wann ein­mal auf die Idee gekom­men ist, sei­ne eige­ne Hal­tung zu jed­wel­chen Stamm­tisch­the­men digi­ta­li­siert auf Fest­plat­ten zu rot­zen. So ein­fach funk­tio­niert das mit der lang­fri­sti­gen Leser­bin­dung: Man muss nur das Schlüs­sel­wort ken­nen, und die Welt steht offen.

Ich versuch’s mal:

Tit­ten!

Soll­te ich somit nun aller­dings in die Rie­ge irgend­wel­cher „A‑Blogger“ auf­stei­gen und fort­an mein Dasein in irgend­wel­chen Blogrol­len fri­sten, umge­ben von Men­schen mit Mei­nun­gen, so ent­schul­di­ge ich mich natür­lich viel­mals und ver­spre­che, Ein­la­dun­gen zu irgend­wel­chen Lesun­gen, Kon­fe­ren­zen oder son­sti­gen muf­fi­gen Ver­an­stal­tun­gen, die allein dem Zweck die­nen, sich gegen­sei­tig toll und irgend­wie auch sich selbst bes­ser als die armen Nicht-„A‑Blogger“ zu fin­den, auch wei­ter­hin aus­zu­schla­gen. Ich habe eine Mei­nung, aber ich drän­ge sie nie­man­dem auf; das Schö­ne an einer Mei­nung ist, frei nach Robert Gern­hardt, die Sil­be „mein“. Es zählt Qua­li­tät statt Quan­ti­tät, Indi­vi­dua­li­tät statt nur Fre­quenz der Wie­der­ho­lun­gen. Das soll­te sich, eigent­lich, auch mal her­um­spre­chen.

(Dies auch als gut sicht­ba­re Erläu­te­rung, war­um ich hier nicht täg­lich jeden Mist ver­wur­ste, übri­gens.)

PolitikIn den Nachrichten
„Kein Deal mit Gano­ven!“

Finan­cial Times Deutsch­land, 7. Febru­ar 2010:

Nach dem Auf­tau­chen wei­te­rer Daten über poten­zi­el­le Steu­er­sün­der gibt es Streit über den Ankauf des Mate­ri­als. Baden-Würt­tem­bergs stell­ver­tre­ten­der Mini­ster­prä­si­dent Ulrich Goll (FDP) lehn­te es ab, eine CD zu erwer­ben, die den Behör­den sei­nes Bun­des­lan­des ange­bo­ten wur­de, soll­ten die Daten dar­auf ille­gal erlangt sein. Es dür­fe kei­nen Deal mit Gano­ven geben, sag­te der Justiz­mi­ni­ster.

SWR, 14. April 2010:

Auf einer CD aus der Schweiz mit Daten angeb­li­cher Steu­er­be­trü­ger sol­len sich auch Namen von FDP-Abge­ord­ne­ten im Land­tag befin­den. Sie bestrei­ten die Vor­wür­fe. Pro­mi­nen­te­ster Poli­ti­ker ist Justiz­mi­ni­ster Ulrich Goll. Gegen die „Ver­leum­dun­gen“ will er juri­stisch vor­ge­hen.

Ver­leum­dung! Ver­leum­dung! Ein F.D.P.-Politiker wür­de nie­mals den Staat hin­ter­ge­hen oder gar eigen­nüt­zig han­deln. Bös­wil­li­ge Ver­leum­dung!
Und wenn man nicht will, dass die Leu­te die­ser Ver­leum­dung Glau­ben schen­ken, dann schickt man erst mal sei­ne Anwäl­te los. Das hilft immer.

Vol­ker Pis­pers, 21. März 2010:

Er ist Jurist und auch sonst von mäßi­gem Ver­stand.

Gesichtspalme