NetzfundstückeIn den NachrichtenNerdkrams
Kurz ver­linkt X: Geo­lo­käi­schen ist voll so Web 3.0, min­de­stens.

Da stel­len die Webzweinull-Fach­idio­ten rich­tig fest, dass sich aus Gra­tis­dien­sten nur sel­ten Kapi­tal schla­gen lässt, und statt sich mal mit sinn­vol­len The­men zu beschäf­ti­gen, suchen sie nach der näch­sten Ver­bes­se­rung für unser aller Leben, und sie suchen, wie üblich, an der fal­schen Stel­le:

Über Twit­ter und Face­book sol­len künf­tig Leu­te mit ent­spre­chen­den Mobil­ge­rä­ten sehen, dass sie gleich mit einem ande­ren Nut­zer kol­li­die­ren, dann kön­nen sie gegen­sei­tig via flink aus­ge­tausch­ter mes­sa­ge ihre gesun­de Lebens­ein­stel­lung gut fin­den und sich freu­en, dass sie zu den in peo­p­le und nicht zu den Lang­wei­lern gehö­ren, die sich noch umständ­lich mit­tels münd­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­stän­di­gen.

Don Alphon­so fasst in einem ange­mes­se­nen Ton­fall zusam­men:

Sie wer­den ihre Mobil­ge­rä­te zücken und checken, ob ein ande­rer Depp in der Nähe ist, der das bestä­tigt und sie dafür nicht aus­lacht. Sie wer­den uns vom Ver­gnü­gen der von der Vir­tua­li­tät über­brück­ten Rea­li­tät erzäh­len, und in Rom auf ihr Dis­play star­ren, wenn ande­re den Vati­kan betrach­ten, und lin­sen, ob sie jemand beob­ach­tet, dem man dann erzäh­len kann, wie ver­dammt cool das ist – und dabei lei­der auch noch den LKW ent­decken, der sie bei­na­he koh­len­stoff­lich platt gemacht hät­te. Wenn jemand ihrer Bekann­ten twit­tert, dass er gera­de über die Device gemerkt hat, dass er in der Nähe ist, bekom­men sie einen Orgas­mus und wer­den noch ein wenig schmut­zi­ger.

Was wohl danach kom­men mag?
(Und ob ich das wirk­lich wis­sen will?)