Da es, immerhin seit mindestens Juli 2009 bekannt, noch immer in mancherlei Neuigkeitenrubrik Erwähnung findet, ist es noch nicht zu spät, wenn ich mich nun erdreiste, selbst auch mein pikantes Gewürz einzubringen.
Die Meldung ist geradezu spektakulär: Die Universal Studios haben die Rechte an Asteroids zwecks Verfilmung erworben. Asteroids — Vertreter meiner Generation kennen das wahrscheinlich noch — war, unter Vorbehalt, der erste heimcomputertaugliche space shooter, also das ebensolche Weltraumschießspiel, der seit 1979 zahlreiche Generationen mit seinem ausgeklügelten Spielprinzip und seiner faszinierenden Grafik an den Bildschirm zu fesseln weiß:
Nach Kinoerfolgen wie Doom ist es nur logisch, dass es jetzt auch Kultspielen (wobei aber doch “Kult” die Verehrung von eingeschworenen Geheimbünden quasi bedingt und eben das Gegenteil bedeutet, aber es verkauft sich besser als “abgelutschtes Standardspiel”) filmisch an den Kragen geht, und das Drehbuch ist ja eigentlich schon fertig. (Wird es dann eigentlich auch das Spiel zum Film zum Spiel geben, ganz in alter Covermanier, und wer wird eigentlich die Asteroiden spielen?)
Auch eine Trilogie ist denkbar:
“Asteroids — der Film”, “Asteroids 2: Froggeralarm” (die Wahl eines Hauptdarstellers wird sicher ebenfalls recht interessant) und schließlich, als Krönung, der Abschluss unter der Regie von mindestens Steven Spielberg, ein Meisterwerk des Surrealismus’:
“PONG: Die Asteroiden schlagen zurück!”
In den Hauptrollen könnten zum Beispiel Keira Knightley, Natalie Portman und Danny DeVito brillieren, die Laufzeit wird nicht unter zwei Stunden betragen, aus dem Stoff lässt sich ’ne Menge machen. Wird bei den Filmfestspielen ordentlich abräumen, jawollja.
Apropos “argh”: Als ich, über diesen Beitrag sinnierend, durch die Straßen der Stadt schlenderte, rannten mir zwei Bälger Jungexemplare Mensch über den Weg. Das laufende Spiel hieß offenbar Fangen, und so quäkte der Flüchtende der beiden Jungmenschen fröhlich: “Fang mich doch, du Eierloch!”. Ja, er sprach genau dies.
Die verwendete Bezeichnung für den Mitspieler ist so schön doof, dass man sie fortan als Leser dieses Textes bitte in seinen aktiven Wortschatz aufnehmen möge. Besten Dank.
(Oh, heute ist übrigens der internationale Frauentag. Endlich ist die Bude mal sauber. Gute Sache, dieser Tag. Die Restzeit bis zum Schnitzel- und Blowjob-Tag 2010 beträgt, abermals übrigens, nur noch etwas mehr als 5 Tage. Ich bitte um freundliche Beachtung.)




Hmm meintest du letzten nicht du bist kein Waffenarr und jetzt kennst du so gewalverherrlichende spiele wie asteroids? Ich wette dass kriegt keine Jugendfreigabe, ist ja immerhin ein Schießsimulator.
Sowas gibts in Kasernen doch auch zum trainieren. Und jetzt die verfilmung? Na wenn dass kein Sittenverfall ist? Kein wunder das es diesen neuen Amok-Hype gibt wenn die kleinen mit sowas konfrontiert werden.
P.S. Werden bald eigentlich auch textbasierte Spiele verfilmt, die es als ganz lange texte es ins Kino schaffen? Da könnten wir doch gleich Bücher verfilmen!
Hmmm, Prince of Persia?