Internes
Ein Bei­trag über Bei­trä­ge (apro­pos Webzweinull)

(Weil es eben den Men­schen nicht um das Was, son­dern um das Wie geht und man als Schrei­ber­ling so eigent­lich schrei­ben kann, was man will; und weil es eben nicht wich­tig ist, ob man öffent­lich sein Herz aus­schüt­tet oder aus­kippt oder ein­fach nur irgend­wel­che Belang­lo­sig­kei­ten nie­der­schreibt, son­dern wie man es ver­kauft. Leid­lich amü­sant darf’s sein, muss aber nicht. Die Zeit der Twit­ter­walls und son­sti­ger Schnell­be­schal­lung, schnell statt gedan­ken­voll, Ster­ne statt Lese­zei­chen, 140 Zei­chen statt 140 Sät­zen. Zusam­men­fas­sung gern, mehr als einen Absatz lesen wir dann spä­ter, Zeit ist kein Geld mehr, aber lie­ber zehn Tweets als einen klu­gen Gedan­ken zitie­ren, ach, faven. Frü­her war mehr Herz­blut. Bana­li­tä­ten zu Pop­kul­tur erklä­ren und dabei ver­ges­sen, die Pop­kul­tur näher zu defi­nie­ren, oder es ein­fach nur so unter­las­sen. Gerühmt wird Prä­gnan­tes, igno­riert sol­ches, das nicht in sei­ner Über­schrift schon sei­ne Bril­li­anz ver­rät. Lesen ist was für alte Säcke, ’s Leben wird nicht län­ger. Ach. Viel­leicht soll­te ich statt­des­sen mehr twit­tern.)

Da man doch die größ­ten Bespaßun­gen nur ent­deckt, wenn man selbst Zeit und Herz­blut inve­stiert und auch mal mehr als 140 Zei­chen am Stück zur Kennt­nis nimmt:

Die­se CD kann ich nur begrü­ßen: Guten Tag, lie­be CD!

, sozu­sa­gen.