Aus aktuellem Anlass folgt noch einmal ein Beitrag zum Thema Google, ich bitte um Nachsicht.
Google hat wieder einmal eine neue Nicht-Innovation zu bieten: Das soziale Netzwerk “Buzz”, das als Facebook-Alternative angepriesen wird und den ebenfalls umstrittenen E‑Mail-Dienst GMail um “soziale” Funktionen erweitert, ist das derzeitige “kommende Ding” für mancherlei Personen, ungeachtet der Tatsache, dass Google selbst inzwischen öffentlich “schwere Patzer” eingestand:
Googles direkt nach dem Start heftig kritisierter Social-Networking-Dienst Buzz wird umgebaut, zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen. Vor allem die eingebauten Datenschutz-Lecks sollen offenbar gestopft werden — allerdings nicht alle. Der Buzz-Start ist ein Desaster.
Es ist wahrlich nicht so, dass diese Meldung sonderlich überraschend käme, es ist nur erschreckend, dass aus den wiederholten Datenschutzproblemen der Google-Dienste kein Google-Nutzer (erst mal anmelden, ist von Google, ob wir’s brauchen, sehen wir dann) seine Konsequenzen zieht, obgleich es wahrlich genug Alternativen zu jedem von Googles Diensten gibt, von denen keiner für auch nur annähernd schwer wiegende Bedenken bekannt ist.
Und wer ein wahrer Googlefreund ist, der verzeiht seinem Lieblingskonzern auch Aussagen wie diese:
Man habe “schnell erkannt, dass man nicht alles ganz richtig gemacht habe”, so Jackson, “das tut uns sehr leid”.
Google verstößt mit jedem neuen Dienst gegen fast jede mir bekannte Vorstellung von Datenschutz und Privatsphäre (hat eigentlich mal einer von euch die AGB von Google Wave gelesen, in denen sinngemäß steht, Google nehme sich das Recht heraus, jedes bei Google Wave erstellte Dokument beliebig zu modifizieren und zu veröffentlichen?), und statt mal etwas daran zu ändern, versichern sie lieber, wie Leid es ihnen tue. Unglaublich.
Man stelle sich vor, wie groß der Aufschrei wäre, würde Microsoft ähnlich verfahren; die Rufe nach Zerschlagung des Konzerns trieben unüberhörbar durch die Netze. Warum Google von einigen Journalisten und den meisten Nutzern einen Freischein für gänzlich unpiratige und somit benutzerunfreundliche Unternehmensprinzipien (“Don’t be evil!” ist natürlich auch eine Frage der Perspektive) bekommt, ist für mich unverständlich. Kann einer meiner geschätzten Leser mir da weiterhelfen?
Nachtrag von 22:22 Uhr: Mir ist gerade wieder eingefallen, woran mich “Buzz” erinnert.
“The toys are us, and we don’t even know.”



Ich verzeihe schon aus beruflichen Gründen niemandem irgendetwas. Zu keiner Zeit. Die Sicherheitslücken haben sich im Kopf festgekrallt und sind bei jedem Buzz (oder wie das heißt) durchaus präsent. Wie bei jedem Schritt im Netz. Googlefreund…pöh
Du hast deine Google-Affinität selbst bekundet.
Ja, ja , jaaa…ist ja gut.
Nein, das werde ich dir jetzt ewig anlasten. Bruhahahahaha!
Was macht die Korrekturfunktion?
Mich zum Verzweifeln bringen. AJAX über jQuery ist komplizierter, als ich dachte. Kann noch Wochen dauern. Brrrr.
Du verzeihst mir, dass ich die chromeinterne Linkverkürzung nutze?
Zur Info: http://goo.gl/qLIa
Ieks, Goggel.
Sehr schön, Eigenwerbung des Konzerns. Mit Datenschutz und Privatsphäre hamses aber immer noch nicht.
Nö, aber die meisten anderen auch nicht.
Microsoft macht keine Nacktbilder von mir.
Irgendwie macht es keinen Sinn, den einen oder anderen Anbieter zu verteufeln. Wer sich im Netz bewegt, hinterlässt nun mal Spuren und wird ausgenutzt. Entweder direkt gegen Bares oder von hinten durch die Brust ins Auge. Umsonst ist bekanntlich nicht einmal der Tod. Die Frage ist nur, für sich zu entscheiden, ob man das mitmachen will, oder nicht, wobei man bei meinem genannten Bspl. nicht unbedingt die Wahl hat
Ich kenne nur einen Anbieter, der so dreist und ohne Rücksicht vorgeht.