KaufbefehleMusikkritik
dear john letter: Between Leaves – Forestal

Wunderbar, ganz vergessen:
Die von mir vor einiger Zeit hoch gelobte Postrockgruppe dear john letter hat in diesem Jahr das erste reguläre Album veröffentlicht.

Sein Name Between Leaves | Forestal, auf Deutsch ungefähr „Zwischen Blättern / Waldbezogen“, spiegelt die Musik schon recht gut wieder:
Die Stimmung wechselt zwischen malerisch-lyrischen Momenten und verzweifelter Wut, wird aber nie schwülstig oder brachial. Das Album lebt von der Fortentwicklung des bereits auf der EP im Ansatz vorhandenen, offensichtlich von Genregrößen wie Oceansize beeinflussten, aber dennoch eigenständigen Stils der Gruppe.

Schwermütige, nachdenkliche Musik also, die zu Sommer, Sonne, Strand nicht so recht passen mag, den Hörer jedoch schon nach wenigen Minuten auf eine Reise der Gedanken schickt, die auch in einer Endlosschleife des CD-Spielers nie eintönig wird. Eine Auswahl der Lieder gibt es wie immer hier zu hören.

Nun aber das artwork:
Vorbei ist’s mit selbstgekleisterten Buchcollagen, nun ist Zeit für Kunst.

Und auch diesmal ist es ein Gesamtkunstwerk:

Das Album von außen: Blatt mit Vogel. Das Album von innen: Einschübe und Titelliste.

In den beiden Seiten des genähten Etuis – „CD-Hülle“ wäre untertrieben! – gibt’s ein Textblatt, die CD selbst und ein paar aus schwarzer Pappe ausgeschnittene Tierfiguren, für die dear john letter selbst auf ihrer Webseite eine zur Musik passende Verwendung vorschlagen:

Zur Nachahmung wärmstens empfohlen!


Nachahmen kann man übrigens auch hier.

Persönliches
Zwei Cents auf Fußball.

Im Vorfeld des vermuteten deutschen Versagens möchte ich anmerken, dass ich persönlich immer für den Gegner Deutschlands bin, gleich, wer dies sein mag. Die kollektive Ablenkung von innen- und außenpolitischem Scheißdreck (Krieg, Ölpreiserhöhungen usw. wie u. a. während der WM 2006) entspricht genau so wenig meinen Vorstellungen von Freizeitvergnügen wie der Fußballsport selbst meiner Vorstellung von Ästhetik und Verehrenswürdigem.

Danke für die Aufmerksamkeit.

In den NachrichtenPolitik
„Amerika is‘ wunderba.“

Mehr Chancen als Risiken: Außenminister Steinmeier sieht für die Zeit nach den Präsidentschaftswahlen in den USA positive Entwicklungen. Sowohl unter einem Präsidenten Obama als auch unter einem Präsidenten McCain erwartet er neue Impulse.

(SPON)

Soso, Impulse also? Womöglich in eine positive Richtung?

Zur Kenntnisnahme und Information:
Zwar geben beide Kandidaten vor, grundlegende Änderungen durchführen zu wollen, aber ich fürchte, das hat der Herr Steinmeier falsch verstanden.

Eine militärische Lösung des wie auch immer gearteten Iran-Problems halten sich beide Parteien nämlich ausdrücklich offen. Natürlich nur, sofern die Diplomatie, zwinker, zwinker, weiterhin versagt.

„Ich glaube, es stecken mehr Chancen darin als Risiken.“

Wohl dem, der nichts zu verlieren hat.

FotografieIn den NachrichtenPolitik
Lebensqualität für Afrika!

Eine schnelle Versorgung der Bevölkerung in Afrika mit Computern und Internetanschlüssen hat die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi gefordert. Die digitale Kluft zwischen Nord und Süd müsse rasch geschlossen werden, sagte Ebadi am Montag zum Auftakt des „Global Media Forum“ der Deutschen Welle in Bonn.

(Quelle)

Es ist natürlich überaus bedauerlich, dass noch niemand zuvor auf diese Idee gekommen ist.
Wir Naiven haben doch tatsächlich geglaubt, den Afrikanern fehlt es im Wesentlichen an Lebensmitteln und medizinischer Versorgung; nein, was ihnen fehlt, ist das Internet!
Das löst zwar wahrscheinlich das Hunger- und Krankheitsproblem nicht, aber immerhin können sie darüber bloggen. Wird sicher ein Erfolg.

Aber vermutlich bedarf es mit mindestens dem Friedensnobelpreis ausgezeichneter, folglich gesellschaftlich hochrangiger Persönlichkeiten, um solche Lösungen hervorzubringen, zumal auf einem solch wichtigen Kongress:

Anlass für den Kongress ist nach den Worten des Intendanten der Deutschen Welle, Erik Bettermann, die Erkenntnis, dass die Auseinandersetzung über Konfliktprävention und Friedensstiftung international geführt werden muss. Über Ländergrenzen, Kultur- und Sprachräume hinweg müssten alle Seiten und verschiedenen Perspektiven einbezogen werden.

Das heißt, weniger komplex, jedoch mehr gewagt formuliert, dass das Ende aller Kriege nur mithilfe globaler Diskussionen erreicht werden kann und eine Grundversorgung mit Internetanschlüssen der erste Schritt zum Frieden ist.
Was ja für die afrikanischen Völker höchste Priorität haben dürfte.

Wie viele Internetanschlüsse es zurzeit in den USA gibt, ist mir übrigens nicht bekannt.

In den Nachrichten
Angriff der Clownkrieger

Genetiker der niederländischen Universität Leiden haben nach eigenen Angaben erstmals das Erbgut einer Frau entziffert.

(Quelle, Hervorhebungen fast rein zufällig gewählt)

Ein Hoch auf die moderne Wissenschaft!

Was man nun mit dem Wissen um das Erbgut der Frau anzufangen gedenkt, ist meines Wissens noch nicht publik gemacht worden, jedoch zweifle ich nicht daran, dass es dem Ziel, einen Menschen jeglichen Geschlechts nach Maß anzufertigen, wohl dienen mag.

Wobei beiderlei Geschlechter gewisse Urtriebe mit sich herumtragen, deren Ursprung es zum Zwecke der Wissenschaft durchaus zu ergründen sich lohnte. Nur ist zu befürchten, dass es nicht bei der Ergründung bleiben wird.

Mit etwas Glück erleben wir das Ergebnis nicht mehr.

In den Nachrichten
Medienkritik IV: Die Sache mit den Menschenrechten

Ein Elternpaar aus dem bayerischen Krumbach hat in der vergangenen Woche seinen sieben Monate alten Sohn im Internet-Auktionshaus eBay zum Verkauf angeboten. Nachdem Internetnutzer das Angebot der Polizei gemeldet hatten, ermittelten Polizei-Beamte einem dpa-Bericht zufolge die Anschrift der Eltern. Das Baby, das die Eltern nach eigener Aussage nur zum Scherz für ein Mindesgebot von einem Euro angeboten hatten, befindet sich zurzeit in der Obhut des Jugendamts. Gegen die Eltern wird nun wegen des Verdachts auf Kindeshandel ermittelt.

(Quelle)

Haben die keinen Gefrierschrank?„, fragt da ein Kommentator und ist dennoch für weit weniger misanthrop als die Sittenwächter, deren Galle dieser Scherz offenbar am Siedepunkt kochen ließ, zu halten.

Natürlich bietet jemand, der Kinderhandel betreibt, seine Ware heutzutage bei eBay an. Man ist ja vernetzt und denkt global. Am besten lebenslang ins Zuchthaus mit dem Verbrecherpack.

Stellt man dagegen sein Kind aber z. B. in der Berliner Charité ab, so ist dies, laut Medienecho, durchaus akzeptabel, ja sogar wünschenswert; übrigens etwa ebenso akzeptabel wie die Entlassung von Arbeitern über 40, weil sie an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit angekommen sind. So ist das eben in Deutschland, nicht wahr?

Doch im Boulevard (u. a. BILD, Bunte, Spiegel und offenbar nun auch heise.de) ist’s Konsens, dass der Wert eines Menschen sich nach Alter und Geschlecht richtet.

Hierbei gilt als Formel:
wert = niedlichkeit * (1/alter)

Also wenn das nicht mindestens in die Soziologie-Enzyklopädien eingeht, dann bin ich schwer enttäuscht!

Politik
Si vis pacem, para bellum.

Selbst schon zum Brüllen, daher ohne Worte:

Die USA haben ihren Widerstand gegen ein internationales Verbot von Streubomben bekräftigt. Ein solches Abkommen gefährde die weltweite Sicherheit und verhindere humanitäre Hilfseinsätze der US-Streitkräfte, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Außenministeriums am Mittwoch in Washington.

(Gelesen bei Yahoo!, Hervorhebungen von mir.)

MusikkritikNetzfundstücke
Radius System

Nein, kein Interpunktions- oder ähnlicher Fehler, liebe Leser; vielmehr ein Musiktipp meiner- bzw. eben seinerseits.
Ich zitiere mal dreist:

Mächtige Gitarrenwände werden hochgezogen, hin und wieder wieder eingerissen und von neuem türmen sich Sounds auf Sounds. Große Vorbilder der Franzosen dürfte Oceansize sein. Ebenso kompromislos (sic!) wie die Briten werden die üblichen Strukturen über Bord geworfen und mit Gitarre, ambienten Elektroniksounds, Samples und wuchtigem Rhytmusfundament (sic!) Songs fürs Leben gemeißelt.

Und das Schönste ist:
All diese wunderbaren Klangwelten werden gratis zum Herunterladen angeboten.

Unbedingt anhören, vielleicht gefällt’s?

In den Nachrichten
Neue Busen braucht das Land!

Ein Hoch, liebe Leser, auf die Emanzipation.

Ein Mann filmte im Schwimmbad heimlich die nackte Brust eines Badegastes – und wurde einer Sexualstraftat für schuldig befunden. Dann wurde das Urteil revidiert: Da es sich um eine männliche Brust handelte, sei die Aktion rechtlich unbedenklich.

(Quelle)

Die männliche Brust genießt also nicht den Status eines Geschlechtsteils; so weit akzeptabel.

Warum aber genießt sie weniger gesetzlichen Schutz als die weibliche Brust?
(Bzw., da wir gerade davon reden, warum heißt es „Brüste“? Wie viel Brust muss man haben, damit man sie im Plural nennt?)

Umgekehrt bedeutet dieses Gerichtsurteil aber auch, dass homo- oder zumindest bisexuelle Schwimmbadvoyeure vom Staat geschützt werden. Ist das nun der neue Weg zur Toleranz? Brrrrrr.

In den NachrichtenNetzfundstückeSonstiges
Ein neuer Tag, ein neuer Hitler.

Nicht nur Nachbildung und Diebstahl von Pinguinen sind derzeit, gerade bei sommerlichen Temperaturen, eine willkommene Ablenkung von den täglichen Perversionen in diesem Land, auch der vielerorts ungeliebte Hitler ist wieder im Kommen.
Und damit wir all der Pinguine nicht allzu schnell überdrüssig werden, gibt es nun eine Heimseite (ttt vom 4. Mai) mit anderen possierlichen Kreaturen, unseren täglichen Hitler gib uns heute sozusagen.
Viel Spaß damit!


Nachtrag, von wegen „Spaß“:
Papst Benedikt XVI. hat die Rauschwirkung von Sexualität angeprangert.

Denn wer wüsste dies besser zu beurteilen?

In den NachrichtenPolitikSonstiges
60 Jahre Israel bzw. Medienkritik III

Aze ist Atze, Aldah!Hallo, liebe Leser,

60 Jahre Israel stehen uns bevor.
Das bedeutet voraussichtlich, aber auch bereits aktuell unter anderem Dauerberieselung mit der gräuslichen Judenverfolgung seit mindestens dem Mittelalter in allen Medien, stundenlange Solidaritätsbekundungen all derer, die den miserablen Zustand der deutschen Innenpolitik mit weltmännischen Phrasen im und zum Ausland zu verdecken versuchen, und natürlich die üblichen Interviews mit israelischen Was-zu-sagen-Habern, die jegliche Schuld an den dort allgegenwärtigen Kriegen weit von sich weisen; und die andere Seite kommt ja auch gar nicht erst zu Wort. Man möchte kann darf ja nicht kritisieren, was letztendlich nurmehr eine Folge aus der Judenverfolgung längst vergangener Epochen zu sein scheint.

Mit guter Laune und Musik verüben wir Systemkritik.
– Andreas Rebers

Oder so.

Wo wir doch sonst so rücksichtslos gegenüber allem sind, was anders ist als wir. In mancher Hinsicht bedarf der deutsche Geist, wie es scheint, tatsächlich noch weiterer Erforschung seitens kundiger Psychoanalytiker oder zumindest Soziologen.
Denn das hat zumindest die kurze Ära des Bären Bruno gezeigt: Nur Dinge, denen wir einen Namen geben, können wir aus tiefster Seele verabscheuen bzw. bin ich davon überzeugt, dass niemand JJ1 zu töten beabsichtigt hätte. Steriles tut niemandem weh.

Das kann sein.Weh tut’s schon eher, Ursula Wittwer-Backofen zu heißen, die wiederum im SPIEGEL 19/08 erwähnt wird, weil sie als Anthropologin an Schillers diversen Schädeln herumforschte oder gar noch immer herumforsche, wie dort zu lesen ist; und nur wenige Seiten zuvor ist ein Artikel zu finden, der die eigentlich grundverschiedenen Ansichten der furchtbaren Frau Klum und der wunderlichen Frau Roche auf einen Nenner zu bringen versucht:

Und war nicht auch der Bedarf an solchen Extrem-Rollenbildern immer da – vom nahbaren Doktorspiel-Nachbarsmädchen bis zur unberührbaren Beauty-Domina?

Indes, um eine allgemein akzeptable Aussage zu ergeben, sollte hier immer durch sagenwirmal seit der Einführung von Medienkrawall in Magazine wie den SPIEGEL ersetzt werden; denn immer gab’s keine Beauty-Dominas – anzunehmen, es gäbe überhaupt die Kombination aus beauty und Sadomasochismus auch für Menschen mit einigermaßen geradliniger sexueller Ausrichtung, ist fast ein Interview auf arte, zumindest aber mit Frau Roche wert -, und Extrem-Rollenbilder ebenfalls nicht.

Wegen Roche wäscht sich sicher keine aufgeklärte Mitteleuropäerin nun untenrum weniger. Und wegen Klum wird keine zum Opfer der globalen Kosmetikmafia.

Tja, nun, Herr Thomas Tuma c/o SPIEGEL, die jeweiligen Zielgruppen wissen Fiktion (Romane) und Realität (wie so genannte „Topmodels“ so leben und so) eben doch gut zu unterscheiden.
Kaum jemand identifiziert sich mit erfundenen Figuren wie Micky Maus oder Roches Helen; Heidi Klum allerdings ist leider nur allzu real. Und das haben wir nun davon.

Aber dieser Vergleich kann natürlich auch überspitzt oder gar völlig konstruiert sein. Es ist schließlich nur schwer vorstellbar, dass sich junge Menschen in Depressionen fallen lassen und/oder ein völlig ungesundes Leben anfangen, nur um später, kurz vor ihrem frühen Tod, stolz behaupten zu können, sie hätten wenigstens etwas aus sich gemacht.

Wäre ja auch albern.

P. S. und apropos albern:
Ich bin kürzlich auf einen tollen Zweizeiler gestoßen, der in Krakelschrift ebenfalls an oben abgebildeter roter Metallwand zu lesen war:

Grün wie Gras, weiß wie Schnee,
das ist der SV Werder Bremen.

Ist natürlich auch nicht schlecht.

Sonstiges
Frühlingsparadoxien

Erst gehen einem die Menschen wochenlang mit ihrer schlechtwetterbedingten Trübsal und dem ewigen „wann wird’s endlich wieder warm?“ auf den Sack Wecker, und dann ist es endlich wieder warm, und statt sich wünschenswerterweise endlich still und unauffällig zu verhalten, drängeln sie sich in riesigen Trauben bzw. fast schon Melonen in den gleichwie kleinen Schattenplätzen und beklagen sich ob der geradezu unerwartet eingetretenen Schweinehitze (ein Begriff, der angesichts mancher Individuen durchaus wohl gewählt scheint).

Ich hoffe, solche Vorkommnisse erklären meine Misanthropie zumindest im Ansatz.

In den Nachrichten
Das wird ein Vorspiel haben!

Oh Graus, es ist gar furchtbares geschehen!

Nein, diesmal hat es nichts mit Eisbären oder ähnlich sinnlosem Getier zu tun:

In Mainz wurde nach SPIEGEL-Informationen 1992 ein [Pädophilie-]Verdächtiger zum Priester geweiht. Kinderschützer sind empört.

(Quelle)

Das ist doch mal eine Meldung, die ein wahrlich schauriges Bild unserer Gesellschaft zeichnet und die wahren Missstände unserer Zeit aufdeckt!

Außen- und vor allem innenpolitisch läuft bei uns doch alles bestens, und das Wort Hitler ist auch irgendwann abgenudelt und ausgelutscht, da wird es mal wieder Zeit, die Pädophilie-Keule aus ihrem verstaubten Spind zu holen und auf uralte Felle bzw. eben Fälle einzudreschen, wenn die sonst allgegenwärtige BILD dies schon derzeit nicht tut; sie hat vermutlich besseres zu tun angesichts all der ekligen Fellviecher.

Vielleicht sollte indes der verantwortliche SPIEGEL-Beauftragte einmal einen Blick in die Wikipedia werfen, die ihm erklärt, warum der Vorwurf der Pädophilie, wenn doch im Artikel lediglich von Gymnasial-, also eigentlich schon zu alten Schülern (und außerdem, wo wir gerade beim Zerpflücken sind, nur von Verdacht) die Rede ist, recht einsam im leeren Raum bzw. Redakteurskopf steht. Aber sex sells sich offenbar fantastisch. Schade um die Qualität.

Ist das Hirn zu kurz gekommen, wird sehr gern Moral genommen.
– Wiglaf Droste

Recht passabel bewiesen wird dies ständig in den Medien, und zwar nicht ausschließlich im Boulevard, sondern durchaus auch im versehentlich oft mit seriöser Unterhaltung verwechselten Fernsehkabarett.

Und eigentlich ist es schade, dass ausgerechnet heute die üblichen Verdächtigen, allen voran der inzwischen unerträgliche Scheibenwischer, nicht auf Sendung sind, denn selbst mir fallen dermaßen zotige Kalauer ein:

Wie passend, das Schulmassaker von Littleton und Ingo Appelt, haha! Hahaha!
Und dann noch, hahahaha, der Hitler! Apropos Hitler, kennen Sie den schon?

Andererseits bin ich überzeugt, damit keinen allzu großen Erfolg im Fernsehen zu haben. Wer Jehova Hitler sagt, verliert. Schade eigentlich.

:)

In diesem Sinne:
Alles Gute, Frau Electra und Herr Portnoy!

Sonstiges
Das alljährliche Sommerproblem

Es wird Frühling. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Dies führt mit sich neben dem Drang, oft Hinausposauntes wie Frühlingsgefühle sind out und ähnliche anfangs erheiternde, nach einer Weile aber nun eben doch arg abgeschmackte Witzeleien fast immer und überall wie bzw. eben doch im Wortsinne auswendig gelernt herabzurasseln und sich von der verhaltenen Reaktion der Zuhörer- oder zumindest Leserschaft unbeeindruckt zu zeigen, auch die alljährliche Selbstdarstellung jener Mitmenschen, zu deren bevorzugten Tätigkeiten das Ausgleichen von Körperform und Kleidungsstil nicht zu gehören scheint.

Überschminkte Mädchen in gerade paarungsfähigem Alter, die das erfolgreiche Erreichen des Idealgewichts – augenscheinlich meist irgendwo zwischen 40 und 50 Kilogramm liegend – ästhetisch geprägten Menschen wie mir nicht höflich verschweigen, sondern mittels debilerweise um die Taille gelegter Gürtel auch noch betonen, gehören nicht zu den schönen Seiten dieses Wetters.
(Vielleicht sollte jemand den benannten Individuen beizeiten einmal erklären, dass ein drei Nummern größerer Gürtel sich auch zum Fixieren der ohnehin viel zu knappen Hosen eignete; dann wäre zumindest ein anderes optisches Ärgernis beseitigt.)

Kühles Lächeln ist out. (Memo: Warmes Grinsen üben!)