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Medi­en­kri­tik in aller Kür­ze: Der Strö­be­le, der Korn­blum, der Rei­chelt und der Jauch.

Bis vor weni­gen Minu­ten saßen im „Ersten“ diver­se gei­sti­ge Licht­ge­stal­ten, dar­un­ter BILD-„Chefreporter“ Juli­an Rei­chelt, der ehe­ma­li­ge US-ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaf­ter John Korn­blum und der schwam­mi­ge Inzest­be­für­wor­ter Hans-Chri­sti­an Strö­be­le von der ehe­ma­li­gen Frie­dens­par­tei „Bünd­nis 90/​Die Grü­nen“ bei Gün­ther Jauch her­um und tausch­ten sich dar­über aus, ob die NSA jetzt irgend­et­was falsch gemacht habe oder nicht. Auf Twit­ter wird beju­belt, wie ele­gant das Team USA (Rei­chelt und Korn­blum) argu­men­ta­tiv zer­legt wur­de, natür­lich ins­be­son­de­re von der schö­nen Pira­tin Mari­na Weis­band, wie etwa @nadnoennas befindet:

„Und wenn wir gar nichts davon hät­ten, wir soll­ten es tun, weil es rich­tig ist.“ @afelia sagt, wofür es sich zu kämp­fen lohnt. #jauch

Ja, die Deut­schen kämp­fen; was man eben so Kampf nennt. Deut­sche ohne tat­säch­li­che poli­ti­sche Ent­schei­dungs­ge­walt unter­hal­ten sich im Fern­se­hen mit US-Ame­ri­ka­nern ohne Ent­schei­dungs­ge­walt über das Han­deln von Insti­tu­tio­nen, die von einem Sen­der namens „Das Erste“ viel­leicht noch nichts gehört haben. So, Frau Weis­band, kämpft’s sich eben leicht.

Im Anschluss an das Wort­ge­fecht sen­det „Das Erste“ jetzt ein Inter­view mit Edward Snow­den, Berie­se­lung für die Men­ge. Nach die­sem Fern­seh­abend gehen alle Betei­lig­ten zu Bett, mor­gen reden sie dann wie­der über irgend­wel­che Dschun­gel­sen­dun­gen und das Wet­ter. Ja, es lohnt sich zu kämp­fen. Und war­um ver­sau­ert ihr vor dem Fernseher?

Der Mann mit der Müt­ze geht nach Haus‘
und uns’­re Ach­tung nimmt er mit und unse­ren Applaus.
Udo Jür­gens: Der Mann mit der Mütze