NetzfundstückeNerdkrams
Die 10 ande­ren gefähr­lichs­ten Windows-Befehle

Dem Inter­net, die­sem Hort der Unzucht, ist der­zeit als wer­be­wirk­sa­me Klick­stre­cke zu ent­neh­men, dass zu den „zehn gefähr­lichs­ten Win­dows-Befeh­len“ das Kopie­ren von Datei­en, das Nut­zen von Datei­sys­tem­ver­knüp­fun­gen (wo doch aber nor­ma­le Ver­knüp­fun­gen offen­bar viel gefähr­li­cher sind!) und das „Kil­ler­kom­man­do“ (sic!) robo­co­py zählen.

Ver­fasst wur­de die­se Grüt­ze „in Koope­ra­ti­on mit PC-Welt“, was dann immer­hin auch erklärt, war­um die ver­ständ­li­cher­wei­se nicht genann­ten Autoren Kon­so­len­be­feh­le, Maus­klicks und Tas­ten­kür­zel in einen Topf schmei­ßen, „sind ja alles irgend­wie Befeh­le“, na, mei­nen Glück­wunsch. Sicher ist es „brand­ge­fähr­lich“, Datei­en zu kopie­ren, weil man dabei ver­se­hent­lich ande­re Datei­en über­schrei­ben könn­te; aber Win­dows fragt net­ter­wei­se vor­her, ob es über­schrei­ben darf. Nicht der Befehl ist der Böse­wicht, das Pro­blem sitzt auch hier vor dem Bild­schirm. (Ich fra­ge mich ohne­hin, wie vie­le Leu­te erst auf­grund die­ses Arti­kels über­haupt auf die Idee gekom­men sind, mit besag­ten „Befeh­len“ herumzuspielen.)

Aber bit­te­s­ehr, lie­bes Web.de, wenn ihr euch seit neu­es­tem für mög­lichst kom­pli­zier­te und ver­schwur­bel­te Metho­den inter­es­siert, dem unbe­darf­ten Win­dows-Nut­zer das mit­un­ter lei­der nöti­ge „Augen auf beim Rum­kli­cken, Idi­ot!“ ins Gesicht zu brül­len, ste­he ich euch doch gern als frei­er, unter­be­zahl­ter Autor zur Ver­fü­gung und ergän­ze wei­te­re zehn gefähr­li­che Win­dows-Kil­ler­be­feh­le:

ERSTENS: Die Windows-Konsole.

In der Win­dows-Kon­so­le (der so genann­ten „Ein­ga­be­auf­for­de­rung“, mit­un­ter auch „Ter­mi­nal“ genannt) ste­hen neben eini­gen ange­neh­men auch brand­ge­fähr­li­che Kil­ler­be­feh­le zur Ver­fü­gung, unter ande­rem del, das in der Lage ist, Datei­en ohne Rück­fra­ge zu löschen, und cacls (in neue­ren Win­dows­ver­sio­nen auch ica­cls), mit dem man sich selbst Lese- und Schreib­rech­te auf sei­ne eige­nen Datei­en ent­zie­hen kann. Ach­tung also beim Nut­zen der Kon­so­le! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, der soll­te nur noch die gra­fi­sche Ober­flä­che benut­zen, wo die­se gefähr­li­chen Befeh­le nicht plötz­lich aus dem Nichts auftauchen.

ZWEITENS: For­ma­tie­ren.

War man es bei Dis­ket­ten noch gewohnt, sie zunächst zu for­ma­tie­ren, bevor man damit etwas ande­res anstellt, so soll­te man es tun­lichst ver­mei­den, eine Fest­plat­te, die gera­de in Benut­zung ist, zu for­ma­tie­ren. Was Micro­soft erst ver­rät, nach­dem man die­se unschein­ba­re Kil­ler­funk­ti­on bereits auf­ge­ru­fen hat: Das For­ma­tie­ren gibt den Gerä­ten nicht etwa, wie man den­ken könn­te eine ande­re Form, son­dern löscht sämt­li­che Daten auf der zu löschen­den Fest­plat­te, und oft ist es sehr auf­wän­dig, die­se zurück­zu­ge­win­nen. Vor­sicht also! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, der soll­te zudem alle Magne­ten aus dem Haus verbannen.

DRITTENS: Ste­cker ziehen.

Möch­te man den Com­pu­ter aus­schal­ten, ver­wen­det man hier­zu in der Regel den Befehl „Her­un­ter­fah­ren“. Was Micro­soft ver­schweigt: Anders als mit die­sem Befehl fehlt die Mög­lich­keit, noch nicht gespei­cher­te Daten vor­her zu sichern, wenn man ein­fach die Strom­zu­fuhr unter­bricht. Hier besteht drin­gend Nach­hol­be­darf! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, bis Micro­soft einen Patch für die­ses drin­gen­de Pro­blem ver­öf­fent­licht hat, der soll­te davon abse­hen, den Com­pu­ter vom Strom­kreis zu trennen.

VIERTENS: Die Tas­te Entf/Del.

Unter fort­schritt­li­chen Betriebs­sys­te­men wie Micro­soft Win­dows ist es Usus, alle anfal­len­den Auf­ga­ben mit der Maus und Menüs bzw. Sym­bol­leis­ten zu erle­di­gen. Die Tas­ta­tur, auf die man­che ver­meint­li­che „PC-Pro­fis“ schwö­ren, ist abseits von Alpha­bet, Son­der­zei­chen und Umschalt­tas­te ein Teu­fels­werk, und man soll­te sich hüten, ande­re Tas­ten zu benut­zen. Meist oben rechts befin­det sich etwa die Lösch­tas­te (meist mit „Entf“, „Del“ oder „Dele­te“ beschrif­tet), die, was die PC-Her­stel­ler sel­ten expli­zit erwäh­nen, nicht nur Text, son­dern auch Datei­en ins Nir­wa­na schie­ben kann. Schnell ist dann mal die unwie­der­bring­li­che Ket­ten­mail, an der man tage­lang gear­bei­tet hat, auf Nim­mer­wie­der­se­hen ver­schwun­den. Brand­ge­fähr­lich! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, der lösche auch Text künf­tig nur noch mit der Maus.

FÜNFTENS: Die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Alt-F4.

Außer der bereits erwähn­ten „Entf“- besit­zen aktu­el­le Com­pu­ter­tas­ta­tu­ren auch zahl­rei­che wei­te­re Tas­ten unkla­rer Bedeu­tung. Die Tas­te F4 jedoch hat in Micro­soft Win­dows vor­nehm­lich eine Bedeu­tung in Kom­bi­na­ti­on mit der Alt-Tas­te: Die­se Ver­bin­dung schließt das jeweils akti­ve Fens­ter fast sämt­li­cher Anwen­dun­gen, in etli­chen Pro­gram­men auch ohne Bestä­ti­gung, so dass unter Umstän­den wert­vol­le Arbeits­zeit ver­lo­ren geht. Ein Unding in der heu­ti­gen Zeit! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, der soll­te die Kil­ler­tas­te F4 mit einem Schrau­ben­zie­her ent­fer­nen und wegwerfen.

SECHSTENS: Die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg-Alt-Entf.

Land­läu­fig kennt man die­se Tas­ten­kom­bi­na­ti­on auch als „Affen­griff“, als „Not­lö­sung“ für PC-Pro­ble­me gar. Micro­soft Win­dows ist jedoch oft so kon­fi­gu­riert, dass nach einem Druck auf Strg-Alt-Entf der Win­dows-Task­ma­na­ger erscheint, in dem ein fal­scher Klick genügt, um gan­ze Pro­gramm­bäu­me ohne Rück­fra­ge zu been­den, nach zwei­ma­li­gem Druck gar ein sofor­ti­ger Neu­start des Com­pu­ters erfolgt. Ein unver­ständ­li­cher Pat­zer! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, dem sei (auch wegen 4.) nahe gelegt, die Tas­te Entf eben­so wie bereits die Tas­te F4 gänz­lich zu entfernen.

SIEBTENS: Die Feststelltaste.

Bereits auf der Schreib­ma­schi­ne fris­te­te die­se Tas­te, mit der man das Schrei­ben von Groß­buch­sta­ben dau­er­haft akti­vie­ren und deak­ti­vie­ren kann, ein Schat­ten­da­sein, unter Micro­soft Win­dows ist sie zu einem gefähr­li­chen Account­kil­ler gewor­den. Trifft man sie ver­se­hent­lich, bemerkt man dies nicht immer sofort, und die drei­ma­li­ge Ein­ga­be eines fälsch­li­cher­wei­se in Groß­buch­sta­ben geschrie­be­nen Pass­wor­tes kann zur dau­er­haf­ten Sper­rung füh­ren, was erheb­li­che Ein­bu­ßen der Lebens­qua­li­tät mit sich brin­gen kann. Halb­her­zi­ge Lösun­gen wie etwa das Deak­ti­vie­ren die­ser Tas­te mit­tels Zusatz­an­wen­dun­gen sind mit Vor­sicht zu genie­ßen, da sie im ent­schei­den­den Moment ver­sa­gen kön­nen. Mit­un­ter steht vie­les auf dem Spiel! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, dem sei dazu gera­ten, auch die­se Tas­te rück­stands­los zu entsorgen.

ACHTENS: Der Regis­trie­rungs-Edi­tor (rege­dit).

Seit Micro­soft mit Win­dows 95 anstel­le der bis dahin übli­chen .ini-Datei­en die sys­tem­wei­te Regis­trie­rungs­da­ten­bank („Regis­try“) ein­ge­führt hat, sind Ände­run­gen in ihr oft ein Grund für unbrauch­ba­re Win­dows-Instal­la­tio­nen gewor­den, da sie gegen ver­se­hent­li­ches Löschen von Ein­trä­gen kei­ner­lei über eine simp­le Dia­log­ab­fra­ge hin­aus gehen­de Schutz­vor­rich­tun­gen besitzt. Hoch­bri­sant! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, soll­te den Zugriff auf den gefähr­li­chen Regis­trie­rungs-Edi­tor sper­ren. Da hier­zu selbst ein Ein­griff in die Daten­bank not­wen­dig wäre, ist statt­des­sen dazu zu raten, einen Tro­ja­ner her­un­ter­zu­la­den, der die­se Auf­ga­be übernimmt.

NEUNTENS: Das Sys­tem­kon­fi­gu­ra­ti­ons­pro­gramm (mscon­fig).

Hin­ter dem mit Win­dows 98 bzw. XP ein­ge­führ­ten Befehl mscon­fig ver­birgt sich ein Pro­gramm, des­sen ein­steig­er­freund­li­che, auf­ge­räum­te Ober­flä­che trü­ge­risch davon ablenkt, dass ein fal­scher Klick das Sys­tem unbrauch­bar machen kann. Unter dem aktu­el­len Win­dows 7 etwa kann man dort mit einem ein­fa­chen Klick wich­ti­ge Sys­tem­diens­te deak­ti­vie­ren und gar den für den Sys­tem­start benö­tig­ten Ein­trag im Boot­ma­na­ger gänz­lich löschen. In den fal­schen Hän­den eine töd­li­che Waf­fe! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, der soll­te die­sen Befehl schnell wie­der ver­ges­sen und auf kei­nen Fall jemals ausführen.

ZEHNTENS: Der Edi­tor (note­pad).

Mit note­pad schließ­lich, das in sei­nen Grund­zü­gen bereits so alt ist wie Win­dows selbst, hat Micro­soft Win­dows das mit Abstand gefähr­lichs­te Kil­ler­werk­zeug stan­dard­mä­ßig bei­gefügt. Auch, wenn der Name ande­res ver­mu­ten lässt, so kann man mit note­pad nicht nur Noti­zen bear­bei­ten, son­dern etwa auch die Sys­tem­start­da­tei boot.ini und jede Binär­da­tei, also etwa auch winword.exe. Tut man dies ver­se­hent­lich, ist die betref­fen­de Anwen­dung meist nicht mehr lauf­fä­hig; han­delt es sich um eine Sys­tem­da­tei, so muss das gan­ze Sys­tem unter Umstän­den neu auf­ge­setzt wer­den. Eine fata­le Fehl­ent­schei­dung von Micro­soft! Wer auf Num­mer Sicher gehen will, der soll­te das Pro­gramm notepad.exe von sei­nem Com­pu­ter löschen und auf das Bear­bei­ten von ver­meint­li­chen Text­da­tei­en künf­tig ver­zich­ten; all­zu oft genügt ein fal­scher Klick.

Facepalm

Even­tu­el­le Hono­rar­an­ge­bo­te neh­me ich gern entgegen.

(Und als nächs­tes Titel­the­ma bit­te „Die zehn gefähr­lichs­ten Todes­ar­ten“, abge­macht, Web.de?)

SonstigesFilmkritik
Medi­en­kri­tik XXXII: C.i.S. (RTL)

Ent­ge­gen mei­nen übli­chen Kon­sum­ge­wohn­hei­ten ver­folg­te ich unlängst auf­merk­sam die RTL-Pro­duk­ti­on „C.i.S. – Chao­ten im Son­der­ein­satz“, sei­nes Zei­chens, wie in der Wiki­pe­dia zu lesen und bereits an der Wahl des Film­ti­tels zu erken­nen ist, eine Kri­mi-Par­odie, die weit­ge­hend auf Spott stieß. Ich mei­ne: Zu Unrecht!

Die Hand­lung selbst ist schnell erzählt und erin­nert ent­fernt an die bei­den „Wixxer“-Filme:

Ein ehe­ma­li­ger Rechts­me­di­zi­ner (dar­ge­stellt von Sascha „Sasha“ Schmitz), der inzwi­schen als Flei­scher arbei­tet, wird an sei­nen alten Arbeits­platz zurück­ge­ru­fen, um bei der Auf­klä­rung einer Rei­he an Mor­den zu hel­fen. Dabei muss er unter ande­rem mit sei­ner Exfrau (Mar­ti­na Hill) zusam­men­ar­bei­ten, und am Ende siegt, wie in schau­der­haf­ten Frau­en­film­chen, die Macht des Herzens.

So seicht die­se Geschich­te auch klin­gen mag, so unge­wöhn­lich ist sie doch umge­setzt wor­den: Zahl­rei­che Cameo-Auf­trit­te bekann­ter Schau­spie­ler aus Sat.1- und RTL-Pro­duk­tio­nen, die sich selbst per­si­flie­ren, und Wort­spie­le, die so nahe lie­gen, dass man nicht mit ihnen rech­net, erfreu­en das mit­un­ter doch sehr seich­te Gemüt des Komik­freun­des. Sicher ist „C.i.S.“ nicht unbe­dingt der anspruchs­volls­te Film, der in den letz­ten Mona­ten im deut­schen Fern­se­hen aus­ge­strahlt wur­de, doch er ist auf jeden Fall sehens­wert; „herr­lich albern“ wür­de eine Fern­seh­zeit­schrift wohl schrei­ben, dabei jedoch weit niveau­vol­ler als die bei­den „Hot-Shots!“-Filme mit Char­lie Sheen. Auf unnö­tig vie­le puber­tä­re Witz­chen ver­zich­tet der Film, Geni­tal­ko­mik wird (RTL-unty­pisch) nur dezent eingesetzt.

Den gan­zen Film gibt es der­zeit auf YouTube.com zu sehen, aus recht­li­chen Grün­den ver­zich­te ich auf ein direk­tes Verlinken.

In den Nachrichten
Kurz ver­linkt XX: Haupt­sa­che, die Kas­se stimmt.

Neu­es aus der Welt der geld­af­fi­nen Juristerei:

17. April 2000, Chip.de:
„In der ver­gan­ge­nen Woche hat­ten die ame­ri­ka­ni­sche Plat­ten­in­dus­trie RIAA und die Rock­band Metal­li­ca gegen Naps­ter Kla­ge ein­ge­reicht. Sie befürch­ten mas­si­ve Umsatz­ein­bu­ßen, wenn Nut­zer wei­ter unge­hin­dert Musik zum Dow[n]load anbieten.“

Juli/August 2002, Stadt­re­vue Köln:
„Es wur­den kei­ne CDs mehr ver­kauft, weil deren Inhalt für Jeder­mann mit einem Inter­net­an­schluss frei ver­füg­bar war: So schlicht die­se Erklä­rung war, so ger­ne wur­de sie geglaubt.“

Eben­falls 2002, SALON ROUGE:
„Kaum ein Ver­tre­ter der Musik­in­dus­trie lässt es sich neh­men, angeb­li­che 15-pro­zen­ti­ge Umsatz­ein­bu­ßen zu bejam­mern und zu erklä­ren, was die Ursa­che sei: das mas­sen­haf­te Kopie­ren von CDs und die Mög­lich­keit, sich Musik gra­tis aus dem Inter­net herunterzuladen.“

Und jetzt, Tusch!, die Poin­te, aktu­ell mehr­fach dokumentiert:
Die RIAA hat in den letz­ten Jah­ren jeweils eine sie­ben- bis acht­stel­li­ge Sum­me an Anwalts­kos­ten aus­ge­ge­ben, um nicht ein­mal ein Zwan­zigs­tel davon aus Kla­gen zurückzugewinnen.

The RIAA paid Hol­mes Roberts & Owen $9,364,901 in 2008, Jen­ner & Block more than $7,000,000, and Crava­th Swain & Moo­re $1.25 mil­li­on, to pur­sue its „copy­right inf­rin­ge­ment“ claims, in order to reco­ver a mere $391,000.

(Quel­le (via (via)))

Juli/August 2002, noch­mals Stadt­re­vue Köln:
„Wenn Men­schen in einer Kri­se ste­cken, gehen sie gewöhn­lich zum Psych­ia­ter. War­um eigent­lich nicht die Musik­in­dus­trie?

Nerdkrams
Exif- und IPTC-Tags sta­pel­wei­se löschen

Ihr kennt das viel­leicht: Ihr geht mit eurer Digi­tal­ka­me­ra durch eure Umwelt, macht Fotos und publi­ziert sie womög­lich gar, und Mona­te spä­ter fällt euch auf, dass eure Kame­ra Meta-Tags in den Bil­dern hin­ter­las­sen hat, was die Datei­en unnö­tig auf­bläst und oben­drein beredt Aus­kunft über euer equip­ment erteilt. Meist habt ihr die Bild­da­tei­en nicht ein­mal mehr auf der Fest­plat­te, müss­tet sie also erst wie­der her­un­ter­la­den, um die Tags ent­fer­nen zu können.

Nun könn­te man die­sem Pro­blem natür­lich mit spe­zi­el­len Anwen­dun­gen wie etwa dem in der kos­ten­lo­sen Ver­si­on nicht sta­pel­fä­hi­gen Exif Tag Remo­ver oder den übli­chen Hilfs­pro­gram­men (einem FTP-Cli­ent zum Run­ter- und Hoch­la­den eurer Datei­en und einem skript­fä­hi­gen Gra­fik­pro­gramm wie etwa dem gleich­falls nicht all­zu preis­wer­ten Ado­be Pho­to­shop) zu Lei­be rücken, aber ich neh­me an, ihr als mei­ne Leser erwar­tet fle­xi­ble­re und vor allem kos­ten­lo­se Alter­na­ti­ven, die sich wun­der­bar in der Kon­so­le und somit etwa auch in Batch-Skrip­ten nut­zen las­sen. Die fol­gen­den Schrit­te sind unter Win­dows, Mac OS X und Linux glei­cher­ma­ßen durch­zu­füh­ren, die ver­wen­de­te Soft­ware läuft über­all dort. Ich erklä­re es mal im fol­gen­den Bei­spiel nur für Micro­soft Win­dows, da die meis­ten mei­ner Besu­cher die­ses Betriebs­sys­tem ver­wen­den; die Vor­ge­hens­wei­se unter den ande­ren Betriebs­sys­te­men ist aber weit­ge­hend identisch.

Zunächst soll­tet ihr den NcFTP-Cli­ent instal­lie­ren, ein Kon­so­len-FTP-Pro­gramm, das weit mehr Mög­lich­kei­ten bie­tet als der jeweils betriebs­sys­tem­ei­ge­ne ftp-Befehl. Dar­auf kom­me ich noch zu spre­chen. Außer­dem braucht ihr das Exif­Tool; ich emp­feh­le die vor­kom­pi­lier­te Ver­si­on, sofern ihr nicht Linux nutzt oder euch mit Perl aus­kennt (in die­sem Fall soll­tet ihr statt die­sem Bei­trag zunächst die Doku­men­ta­ti­on kon­sul­tie­ren), unter Win­dows also das im .zip-Archiv ent­hal­te­ne Pro­gramm exiftool(-k).exe, das ihr belie­big umbe­nen­nen könnt. Spei­chert es am bes­ten im NcFTP-Ver­zeich­nis, das spart spä­ter ein wenig Tipparbeit.

Ist alles so weit ein­ge­rich­tet, kann die Arbeit begin­nen. Öff­net ein Kon­so­len­fens­ter mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Windowstaste+R und der Ein­ga­be cmd. Ein schwar­zes Fens­ter mit einem Ein­ga­be­cur­sor soll­te geöff­net wer­den. Wech­selt dort nun in euer NcFTP-Ver­zeich­nis und legt ein Unter­ver­zeich­nis an, in dem ihr die Bild­da­tei­en zur Ver­ar­bei­tung zwi­schen­spei­chern könnt, zum Bei­spiel so:

cd „C:\Program Files\NcFTP“
md ablage

Jetzt könnt ihr mit­tels NcFTP zunächst die zu ändern­den Bild­da­tei­en auf euren Rech­ner (in das neu erstell­te Ver­zeich­nis „abla­ge“) kopie­ren, am bes­ten also gleich euer gesam­tes Bil­der­ar­chiv. NcFTP besteht im Wesent­li­chen aus den bei­den Pro­gram­men NcFTPGet (her­un­ter­la­den) und NcFTPPut (hoch­la­den). Zunächst wird ers­te­res benö­tigt. Die Syn­tax für das Kopie­ren von Ver­zeich­nis­sen vom FTP-Ser­ver auf eure Fest­plat­te lautet:

ncftpget ‑R ‑u Benut­zer­na­me ‑p Pass­wort FTP-Ser­ver Ziel­ord­ner Quellordner

Ange­nom­men, eure Bil­der lie­gen auf dem FTP-Ser­ver meinServer.de unter /archiv/bilder/ und des­sen Unter­ord­nern, sähe der zu ver­wen­den­de Befehl also wie folgt aus:

ncftpget ‑R ‑u Benut­zer­na­me ‑p Pass­wort meinServer.de ./ablage /archiv/bilder

Eine voll­stän­di­ge Para­me­ter­lis­te erhal­tet ihr übri­gens mit dem Para­me­ter -help hin­ter dem Pro­gramm­na­men. Die Ein­ga­be obi­gen Befehls jeden­falls soll­te das Ver­zeich­nis bil­der mit­samt allen Unter­ord­nern und Datei­en in …\NcFTP\ablage kopieren.

Lagen eure Bild­da­tei­en ohne­hin noch auf eurer Fest­plat­te, so beginnt der Bei­trag hier für euch. ;-)

In die­sem Bil­der­ver­zeich­nis nun könnt ihr mit­hil­fe des Exif­Tools auto­ma­ti­siert alle Exif- und sons­ti­gen Tags ent­fer­nen. Die Syn­tax lautet:

exiftool(-k) Para­me­ter Dateien

Um also rekur­siv (-R) alle Infor­ma­ti­ons­tags (-0:all) im Ver­zeich­nis abla­ge zu löschen (=), muss der Befehl wie folgt lauten:

exiftool(-k) ‑R ‑0:all= ablage

Das Exif­Tool unter­stützt hier­bei übri­gens neben .jpg‑, .png- und .gif-Datei­en auch ver­schie­de­ne Office-Doku­men­te und Audio-/Vi­deo­for­ma­te, aus denen es mit dem Befehl auch die Copy­right­in­for­ma­tio­nen ent­fernt, wenn ihr die Anga­be 0: weg­lasst oder durch 1: ersetzt. Nach erfolg­ter Ver­ar­bei­tung soll­te das Exif­Tool eine Sta­tus­mel­dung aus­ge­ben, die etwa so aussieht:

12 direc­to­ries scanned
 3 image files updated
 2 image files unchanged
 1 files weren’t updated due to errors

Even­tu­el­le „Feh­ler“ könnt ihr hier igno­rie­ren. Von allen geän­der­ten Datei­en legt das Exif­Tool vor der Ände­rung eine Kopie an, so dass ihr gege­be­nen­falls kei­nen Daten­ver­lust zu befürch­ten habt. Sind alle Datei­en unver­sehrt, könnt ihr die­se Sicher­heits­ko­pien gefahr­los löschen.

Ist alles zu eurer Zufrie­den­heit ver­lau­fen, so könnt ihr die berei­nig­ten Datei­en wie­der hochladen:

cd abla­ge
..\ncftpput ‑R ‑u Benut­zer­na­me ‑p Pass­wort meinServer.de /archiv/bilder/ .

Fer­tig!
Wenn ihr wollt, könnt ihr jetzt alles wie­der löschen. Aber viel­leicht wollt ihr auch noch ein wenig damit spielen?

In die­sem Fall: Viel Spaß!

Spaß mit Spam
An die elek­tro­ni­sche Adres­se des schö­nen Fremden

Ah, mein Don­ner­vo­gel mel­de­te sich, ich bekam Post!
Sehen wir mal nach. So ein Betreff sagt ja schon viel aus. Er lautet:

hal­lo

Welch herz­li­che Begrü­ßung noch vor Beginn des Mail­tex­tes! Beflü­gelt von so viel Herz­lich­keit kli­cke ich freu­dig auf die Über­schrift. Zuerst fällt mir die Signa­tur auf, begin­ne also unten zu lesen:

——————————–
ruucsmm iimul­lyg cyltc ptxbja 

Ist das die Adres­se oder ein schlau­es Zitat? Ich weiß es nicht. Viel­leicht steht es im Text?

Hal­lo wer­de ich der scho­ne Frem­de, uber unse­re Bekannt­schaft mich froh sein rufen Oksana.

Liebs­te Oksa­na, ich der scho­ne Frem­de, wer­de froh sein uber unse­re Bekanntschaft.

Ich suche die ein­zi­ge und eigen­ar­ti­ge Halfte.

Reicht ja auch für den Anfang. Wo ist mei­ne Schwei­ne­hälf­te, wo ist mei­ne Schwei­ne­hälf­te?, into­nier­ten auch bereits Ton Stei­ne Scher­ben vor Jahr­zehn­ten. Scheint eine drin­gen­de Fra­ge zu sein. Ob die „Scher­ben“ wohl inzwi­schen fün­dig gewor­den sind?

Ich suche nicht ein­fach den Mann ich ich suche den Freund, des gegen­w­ar­ti­gen Freun­des auf lebenslang.

„Den Freund des Freun­des“, das erin­nert mich ein wenig an die ver­schäm­ten Leser­brie­fe an man­cher­lei Jugend­ma­ga­zin. „Der Freund eines Freun­des von mir hat da ein Problem…“

Ich das war­me, zart­li­che, zar­te Mad­chen. Mir 27 Jahre.

27 Jah­re Gefäng­nis wür­de ich sogar glau­ben, Spammer.

Es ist ein wenig uber mich: ich habe gern, die Gemut­lich­keit zu schaf­fen, mir gefal­le wenn zu Hau­se gut und ruhig, ich nach Ma?gabe (sic!) das erns­te, ver­ant­wort­li­che, rich­ti­ge Madchen.

Ernst ist gut, das gleicht’s viel­leicht aus, dass ich zu lachen begin­ne, wann immer du, Oksa­na, zu spre­chen anhebst.

… Betreffs der Ein­fach­heit kann ich sagen, dass ich geoff­net wie das Buch. Mich muss man nur lesen.

Tat­säch­lich, Oksa­na, ich lese in dir wie in einem Buch, und doch bleibst du vol­ler Geheim­nis­se fur mich. Beflu­gelt sind die Gedanken!

Wenn es Ihnen inter­es­sant ist, uber mich jenes dann zu erken­nen schrei­ben Sie!

Nun, das tue ich gera­de. Soll ich die Adres­se zurückmailen?

Ich war­te mit der rie­si­gen Unge­duld auf die Antwort.
Auf die­se elek­tro­ni­sche Adres­se xxxxx at yahoo.de

Ist das ein Ja? Und wie­so soll die Ant­wort an eine selt­sa­me Adres­se bei yahoo.de, nicht jedoch an die Absen­der­adres­se bei aim.com gesen­det werden?

War­tet sehn­suchtig auf Antwort,
dein unleserlich.

PolitikIn den Nachrichten
Links, Rechts und der Hagel im Saturn (zwei­mal Herrje)

Die­se par­la­men­ta­ri­sche Demo­kra­tie ist schon was Fei­nes, hält sie uns doch eini­ge Herr­schafts­for­men vom Hals, auf die die Welt gut und weit­ge­hend gern ver­zich­ten kann. Gera­de des­halb ist es gut, dass unse­re Poli­ti­ker jeden Aspekt der Demo­kra­tie not­falls mit Klau­en und Zäh­nen ver­tei­di­gen, allen vor­an die sich von ihrer fana­tisch anti­de­mo­kra­ti­schen Ver­gan­gen­heit mehr­fach distan­ziert haben­de Linke:

Eine Mehr­heit aus CDU, FDP und Tei­len der Grü­nen stimm­te für einen Antrag der NPD, wonach die Debat­te im Kreis­tag zur Kreis­volks­hoch­schu­le been­det wer­den soll­te – ein Tabu­bruch für ganz Bran­den­burg. Noch am Abend ver­lor das Kom­mu­nal­par­la­ment sein pro­mi­nen­tes­tes Mit­glied: Ger­rit Gro­ße (Lin­ke), die Vize-Prä­si­den­tin des Bran­den­bur­ger Landtags.

(Quel­le via)

Wo kämen wir denn hin, wenn jede poli­ti­sche Strö­mung im Rah­men der Demo­kra­tie zu Wort kom­men dürf­te? Es darf nicht sein, dass sich Par­tei­en in die­sem Land zum Erfül­lungs­ge­hil­fen der NPD machen; und wenn die NPD gutes Wet­ter for­dert, wird ein Gesetz gegen Son­nen­schein erlas­sen, um den Rech­ten mal zu zei­gen, wo der Ham­mer hängt. Herrje.

Was genau soll mir eigent­lich Saturns nicht mehr all­zu neu­er Unter­ti­tel „stern­ha­gel­güns­tig“ sagen? Ich asso­zi­ie­re „stern­ha­gel­voll“, ergo sturz­be­sof­fen; und der nicht ganz tri­via­le Scha­den eines sol­chen Stern­ha­gels im Wort­sin­ne ist auch kei­ner, der mich zu einem Kauf bei ihm ein­lü­de. Noch­mals: Herrje.

In den Nachrichten
Ver­diens­te auf dem Feld der Ehre

Wenn man übri­gens als Fuß­ball-Bun­des­trai­ner mit sei­ner Mann­schaft auf einen fer­nen Kon­ti­nent reist, ein gan­zes Land schon vor dem Eröff­nungs­spiel „Fina­le, Fina­le“ zu brül­len scheint, man dann wie bereits zwei Jah­re zuvor gegen einen tak­tisch bes­se­ren Geg­ner spielt, der nach der glei­chen Metho­de wie zwei Jah­re zuvor eben­so 1:0 gewinnt wie zwei Jah­re zuvor, und dann in einem Spiel um „Platz 3“, also in einem, in dem es nicht ein­mal mehr um irgend­ei­nen Titel geht, es nur knapp schafft, gegen den deut­lich unter­le­ge­nen Geg­ner Uru­gu­ay zu gewin­nen (wir erin­nern uns: zwei Gegen­to­re, weil die Abwehr lie­ber ganz woan­ders her­um­ge­lau­fen ist), bekommt man dafür nicht etwa Teer und Federn über den Kopf und/oder sei­ne Ent­las­sungs­pa­pie­re aus­ge­hän­digt, son­dern im Gegen­teil fei­er­lich Leicht­me­tall ange­pappt.

Wulff lob­te beson­ders den Team­geist der Mann­schaft und ihren Umgang mit Rück­schlä­gen. „Wenn sich da der ein oder ande­re etwas abguckt, wie hier jeder an sei­nem Platz das Opti­ma­le bringt und als Team über­zeugt, dann kann das der Poli­tik Deutsch­lands in keins­ter Wei­se scha­den“, sag­te der Präsident.

Das trifft zu, aber wel­chen Mehr­wert hat die „Poli­tik Deutsch­lands“ nun von der Vize-Vize­welt­meis­ter­schaft? Nun, die Spie­le selbst lie­ßen ihr aus­rei­chend Zeit, um ein paar unan­ge­neh­me Geset­ze zu ver­ab­schie­den (wäh­rend der Pöbel noch „Schland“ skan­dier­te, wur­de SWIFT ver­ab­schie­det), Joa­chim Löw hat ihr qua­si das Volk vom Leib gehal­ten. Wie umsich­tig von ihm. (Ein­mal ganz abge­se­hen davon, dass „Team­geist“ und ein pri­ma Umgang mit „Rück­schlä­gen“ auch in ganz ande­ren Milieus zu fin­den sind; Wehr­macht, anyo­ne?)

Ja, Herr Löw hat sich um die deut­sche Poli­tik wahr­lich ver­dient gemacht. Er hat die Mann­schaft lan­ge genug im Tur­nier gehal­ten, so dass nie­mand bewusst gemerkt hat, wie sei­ne Bür­ger­rech­te wie­der ein Stück weit ver­hö­kert wur­den. Applaus für Schlaaand. Zucker­brot und Spie­le für das Volk!

Dies wirft natür­lich vor allem eine Fra­ge auf:
Wenn es für den drit­ten Platz das Bun­des­ver­dienst­kreuz gibt, was wäre ihm ange­tan wor­den, hät­te es gar für einen Titel genügt?

Ande­rer­seits möch­te ich das lie­ber nicht so genau wis­sen.

Sonstiges
Heiß­hier­heu­te, findensienicht?

Apro­pos, Weltgeist!

Wenn man ver­schwitzt durch ein nicht näher benann­tes Ein­kaufs­zen­trum in einer gleich­falls nicht näher benann­ten und höchs­tens von bös­wil­li­gen Scherz­bol­den so bezeich­ne­ten „Stadt“ fla­niert und wegen beschränkt­zah­li­gen Publi­kums­ver­kehrs befä­higt ist, der Musik zu lau­schen, die die Gän­ge beschallt, gibt es unge­fähr zwei drei Lie­der auf der Welt, auf die man ver­zich­ten kann.

„Satel­li­te“, „Last Christ­mas“ und, um Him­mels Wil­len, „Heat is on“.

Und jetzt ratet drei­mal, wel­ches heu­te mei­ne Lau­ne verdunkelte.
Fangt hin­ten an, geht schneller.

(Mei­ne Güte, die­ses Wetter.)

Rich­tig uner­träg­lich ist das vor allem, wenn man ver­sucht, das Leben in vol­len Zügen zu genie­ßen (Wort­spiel hier ent­lehnt, Poin­te beach­ten!), gera­de, wenn man in einer Groß­stadt sein Dasein fris­tet und etwa auf die Euro­bahn oder die Ber­li­ner S‑Bahn ange­wie­sen ist. Die mögen auch kei­ne Hitze:

Im Füh­rer­stand wird es jetzt aber hei­ßer als vor­ge­se­hen, weil die Fah­rer auf den meis­ten Bahn­hö­fen die Türen öff­nen müs­sen, um den Zug abfer­ti­gen zu kön­nen. Dadurch kommt jedes Mal ein Schwall hei­ßer Luft in den Füh­rer­stand, und die Kli­ma­an­la­ge packt es nicht, die Tem­pe­ra­tur schnell sin­ken zu lassen.

(via)

Im Win­ter zu kalt, im Som­mer zu warm; man könn­te mei­nen, die Ber­li­ner S‑Bahn wür­de von Apple betrieben.
Ich darf mich wie­der­ho­len: Mei­ne Güte.

Musik
Gesang in frem­den Zungen

Hal­lo und will­kom­men zurück, lie­be Tagesordnung!

Heu­te früh hielt mich eine anre­gen­de Dis­kus­si­on vom Schla­fen ab. Sujet war das Lied­schrei­ben im All­ge­mei­nen und das Betex­ten der Resul­ta­te im Speziellen.

War­um näm­lich grei­fen auch nur leid­lich ang­log­lot­te Musi­ker oft auf die eng­li­sche Spra­che zurück, wenn es dar­um geht, das Pro­dukt der eige­nen Geis­tes­ar­beit in Wor­te zu fas­sen? Eine Ant­wort des Mit­dis­ku­tan­ten und der Aus­lö­ser für den eigent­li­chen Zwist war, weil die deut­sche Spra­che sich nicht zum Sin­gen eig­ne, weil sie gleich­sam weni­ger melo­disch sei als die eng­li­sche und ein auf Deutsch ver­fass­tes Lied meist Schla­ge­r­as­so­zia­tio­nen wecke.

Nun klin­gen Ramm­stein und Die Toten Hosen wahr­lich nicht nach den Wil­de­cker Herz­bu­ben, wes­halb zumin­dest letz­te­res Argu­ment beden­ken­los in das Reich der Fik­ti­on abge­scho­ben wer­den darf und hier nicht wei­ter von Belang ist, also keh­re ich erst ein­mal vor der Tür des ers­te­ren Arguments:

Die eng­li­sche Spra­che mag melo­di­scher klin­gen, weil Kon­so­nan­ten bei der Aus­spra­che meist ver­schwim­men, aber ist dies ein Zei­chen dafür, dass ihr Wort­schatz auch bes­ser zu sin­gen ist? Beim Gesang ist vor allem der Vor­trags­stil von Bedeu­tung, anschau­lich wird das klar, wenn man abwech­selnd zum Bei­spiel Peter Ham­mill und Lena Ohnen­ach­na­men lauscht, was auf Dau­er zwar glei­cher­ma­ßen ermü­det, aber bis dahin soll­te man ver­stan­den haben, dass die Spra­che, der der Text ent­stammt, nur so melo­di­ös und sing­bar ist wie das Talent des Inter­pre­ten es zulässt.

Sicher denkt man­cher beim The­ma „deut­sche Lied­tex­te“ pri­mär an Schla­ger, aber wohl kaum jemand ver­mag mir stim­mig zu erklä­ren, was nun ein Lied, des­sen Refrain „Ich lie­be dich, komm zurück zu mich mir“ lau­tet, signi­fi­kant von „I love you, come back to me“ unter­schei­det. War­um mir gera­de die­ses Bei­spiel ein­ge­fal­len ist? Ehr­lich – ich weiß es nicht. Aber hier haben wir doch auch schon den nächs­ten wich­ti­gen Punkt: Lied­tex­te haben nicht sel­ten etwas mit Gefüh­len zu tun, ob fik­tiv oder wahr­haf­tig, bleibt hier­bei der Absicht des Ver­fas­sers über­las­sen. In zumin­dest zwei­te­rem Fall wäre es indes reich­lich töricht, das, was die See­le sprach, zuerst in eine ande­re Spra­che zu tran­skri­bie­ren und dabei womög­lich noch in ein Reim- und Vers­sche­ma zu pres­sen. Dass dies im Eng­li­schen oft leich­ter fällt, spricht jeden­falls in mei­nen Augen nicht für den geis­ti­gen Anspruch die­ser Spra­che. (Wer star­ke Ner­ven hat und noch zwei­felt, der möge bit­te den Lied­text von „Satel­li­te“ kon­su­mie­ren und mir anschlie­ßend erläu­tern, wo der Unter­schied zu dem besteht, was bei­spiels­wei­se im Musi­kan­ten­stadl auf­ge­führt wird.)

Wer Musik betreibt, um Koh­le zu schef­feln, der ist mit der Anglo­pho­nie ver­mut­lich gut bedient; Tex­te, die das pri­mä­re Ziel­pu­bli­kum und oft auch man selbst nicht ver­steht, behin­dern den Ver­kauf bekannt­lich nicht. Das Publi­kum will unter­hal­ten wer­den. Scoo­ters Front­mann „H.P.Baxxter“ äußer­te ein­mal, er ver­ste­he selbst nicht so genau, was er da ins Mikro­fon brüllt. Selt­sa­mes wie „Hyper Hyper“, „Fuck The Mill­en­ni­um“ und „How Much Is The Fish?“ jeden­falls ver­kauf­te sich im deutsch­spra­chi­gen Raum bis­lang nicht übel.

Wer Musik jedoch allein der Musik wegen betreibt, die Tex­te als Pro­dukt sei­ner grau­en Zel­len und nicht als blo­ßen Zier­rat begreift, gar eine Bot­schaft (nicht unbe­dingt auf das Poli­ti­sche beschränkt) ver­mit­teln will, der soll­te sich dar­über im Kla­ren sein, dass von dem, was er schuf, nach der Trans­la­ti­on ins Eng­li­sche nur mehr wenig erhal­ten bleibt, etwa­ige Meta­pho­rik und fein­sin­ni­ge Iro­nie inbe­grif­fen. Das Herz spricht nur die Muttersprache.

Eigent­lich scha­de, dass es mit mei­ner Musi­ker­kar­rie­re bis­lang nicht geklappt hat.

NerdkramsSonstigesNetzfundstücke
Kurz­mel­dung: Fund­stü­cke von You­Tube und Tho­mann, außer­dem Fußball

Lie­be Fa. Goog­le, Sub­di­vi­si­on YouTube.com:

Es ist ja wirk­lich nett, dass ihr ver­sucht, etwas zur all­ge­mei­nen Inter­net­si­cher­heit bei­zu­tra­gen (auch wenn ich bezweif­le, dass das Stück­werk Ope­ra signi­fi­kant mehr Sicher­heit als Fire­fox zu bie­ten ver­mag), aber ich ver­wen­de bereits Mozil­la Fire­fox in einer aktu­el­len Ver­si­on. Kor­ri­giert mal euren Algorithmus.

Und apro­pos Kor­ri­gie­ren, ein Lek­tor wür­de auch dem Musik­haus Tho­mann gut zu Gesicht ste­hen, in derem aktu­el­len Wer­be­pro­spekt man sich, direkt neben­ein­an­der, zwi­schen InE­ar-Hörern, In-Ear-Hörern und In-Ear Hörern ent­schei­den kann, immer­hin (noch?) nicht für Höh­rer jeg­li­cher Art.

(Fuß­ball-EM-Fina­le 2008: Die Spa­ni­er spie­len sich die Päs­se zu, die Deut­schen ver­su­chen ver­zwei­felt, den Ball zu bekom­men. Das Ergeb­nis ken­nen wir. Fuß­ball-WM-Halb­fi­na­le 2010: Die Spa­ni­er spie­len sich die Päs­se zu, die Deut­schen ver­su­chen ver­zwei­felt, den Ball zu bekom­men. Trööööt … ach, apro­pos deutsch.)

Nach­trag:
Just, als ich dies schrei­be, führt Spa­ni­en ver­dient 1:0.
Der Kra­ke hat­te Recht!

Nach­trag von 22:20 Uhr:
Nun, da Deutsch­land ange­mes­sen ver­lo­ren hat (zu früh gefreut, SPIEGEL Online?), kann ich die Trö­te hier, wie ver­spro­chen, wie­der entfernen.
Genug des Trö­tens! Zurück zur Tages­ord­nung bitte.

SonstigesNetzfundstückeIn den Nachrichten
Ita­li­en und Bar­ce­lo­na, ey.

Da ich ges­tern mit dem ÖPNV und ÖPFV durch das Land gurk­te resp. gur­ken ließ, hat­te ich wie­der ein­mal das Ver­gnü­gen, mich in der Gegen­wart einer Hor­de Jung­men­schen auf­hal­ten zu dür­fen; trotz Feri­en: Vol­le Züge.

Und sie, die Jung­men­schen, tru­gen nicht gera­de dazu bei, dass mei­ne oft geschol­te­nen Vor­ur­tei­le gegen­über die­ses Men­schen­schla­ges wichen. Ich stel­le die Situa­ti­on, auch im Inter­es­se der Leser, die mich immer wie­der um Berich­te aus den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln bit­ten, ein­mal ver­kürzt dar:

Von den zahl­rei­chen anwe­sen­den Jung­men­schen im trotz des Zeit­punk­tes (Mon­tag Abend) recht vol­len Regio­nal­zug von Han­no­ver nach Braun­schweig bil­de­ten jeden­falls vier eine Grup­pe, dar­un­ter ein Pär­chen, bestehend aus blon­dier­tem Mau­er­blüm­chen und einem Exem­plar Männ­chen, des­sen kon­sis­ten­ter Gesichts­aus­druck zwi­schen geis­ti­ger Über­le­gen­heit und Apa­thie ein­zu­ord­nen war, sowie ein igel­haa­ri­ger Macho­typ, dem nur noch das Gold­kett­chen zum Kli­schee gefehlt hät­te, und ein nicht näher erwäh­nens­wer­tes, unspek­ta­ku­lä­res wei­te­res Weib­chen, das immer­hin sel­ten zu reden begann.

Das Wort „Pär­chen“ habe ich bewusst gewählt; Pär­chen zeich­nen sich gegen­über Paa­ren bekannt­lich durch eine gewis­se Pene­tranz in jeder gemein­sa­men Akti­vi­tät aus, und wenn ein sol­ches Pär­chen fort­wäh­rend der­art geräusch­voll Zärt­lich­kei­ten aus­tauscht, dass ein gan­zes Zug­ab­teil dar­an teil­zu­ha­ben befä­higt wird, und sich anschlie­ßend tri­um­phie­rend umschaut, als wol­le es sagen: Seht her, wir machen rum, ihr nicht, ätsche­bätsch, dann schwelgt der stil­le Beob­ach­ter weni­ger in Neid denn viel­mehr in Abscheu. Die Geräusch­ku­lis­se einer Schwei­ne­füt­te­rung lässt ja auch die wenigs­ten Men­schen in ero­ti­sche Ver­zü­ckung geraten.

Die­ses Quar­tett jeden­falls, alle­samt, wie den Gesprä­chen zu ent­neh­men war, etwa 17 Jah­re alt, ließ sei­ne Umwelt unge­fragt, weil laut­stark, an der eige­nen Cool­ness teil­ha­ben und sprach, Jäger­meis­ter „auf Dings“ (sic!) trin­kend, fort­wäh­rend von dem Mehr­wert eines Besäuf­nis­ses für die eige­ne Lebens­qua­li­tät, ob auf Klas­sen­fahrt oder zu ande­ren Gele­gen­hei­ten. Der Igel­haa­ri­ge ließ es sich nicht neh­men, den Jäger­meis­ter­fleck auf sei­ner Hose zum Anlass für ein Erwäh­nen des­sel­ben zu ver­wen­den, als wäre es ein Zei­chen von Männ­lich­keit, sich mit Likör zu besab­bern; wie er es eben auch für einen Mehr­wert hielt, mit 17 allein Auto zu fah­ren, obwohl er das „eigent­lich nicht dürf­te, na und?“.

Natür­lich durf­ten auch die Freu­den des Alko­ho­lis­mus‘ im Urlaub nicht feh­len: „Wir waren Ita­li­en und Bar­ce­lo­na“, Prä­po­si­tio­nen sind voll so 90-er, Ald­ah, „und eigent­lisch durf­ten wir ja nisch sau­fen und so“, und natür­lich haben sie es trotz­dem getan, weil hart. Um Him­mels Wil­len. Das Gespräch über Alko­ho­li­ka ende­te jeden­falls unver­hofft mit einer wei­te­ren Poin­te: Gehüllt in eine Wol­ke aus Jäger­meis­ter­duft saß das Rudel bei­ein­an­der, als plötz­lich Frau­en­par­füm den Raum erfüll­te und den Schnaps­ge­ruch ver­trieb. Und tat­säch­lich nah­men die Trin­ken­den die­se Ände­rung ihrer Umwelt wahr, die den Igel­haa­ri­gen zu der Fra­ge ver­an­lass­te, was denn „hier so schei­ße rie­che“, und das eigent­lich ange­mes­se­ne „dei­ne Mut­ter, Idi­ot“ konn­te ich, von dem unter­pri­vi­le­gier­ten Geschwall der vier Schwal­len­den längst nicht mehr nur amü­siert, mir gera­de noch so ver­knei­fen. Es hät­te mir aus Niveau­grün­den wohl auch Leid getan. Ich brau­che Urlaub.

Apro­pos Spa­ni­en und nach­dem übri­gens min­des­tens „ganz Deutsch­land“ dem Kra­ken­ora­kel treu zu Füßen liegt:
Wisst ihr schon, wem der Okto­pus den Sieg weis­sag­te?

Ein wahr­lich schlau­es Tier.

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt XIX: Von Äpfeln, Fuß­ball und der F.D.P.

Zwi­schen­durch spen­die­re ich euch, lie­be Leser, wie­der ein­mal ein paar hüb­sche Fund­stü­cke aus mei­nem Fun­dus an täg­lich ein­tref­fen­den Nach­rich­ten, unge­ord­net aufgelistet:

Gui­do Wes­ter­wel­le zum Bei­spiel for­der­te unlängst einen Neu­an­fang ohne Kurs­kor­rek­tur; qua­si vorm Abgrund noch mal umkeh­ren, zurück an den Anfang und noch mal die glei­che Stre­cke zurück­le­gen. Ele­gan­te Ben­zin­ver­schwen­dung qua­si; muss ja nur noch bis zu den nächs­ten Wah­len genügen.

Und: Ja, ich gebe zu, ich habe nicht damit gerech­net, dass Deutsch­lands Natio­nal­mann­schaft die argen­ti­ni­sche gewin­nend aus der Welt­meis­ter­schaft ent­fernt. Aller­dings ist der Fuß­ball­sport immer schon ein Sport gewe­sen, in dem für beson­ders männ­lich gehal­te­nes Impo­nier­ge­ha­be den Ton angibt; man kennt das ja: „Mes­si auf Fres­si“, haha und hoho. Und wenn dann die ver­dient bes­te Mann­schaft des Tur­niers – die spa­ni­sche – den Pokal gewinnt, will kei­ner mehr etwas davon wis­sen. Wehe, einer wagt es dann noch, sei­ne Mit­men­schen mit Auto­kor­so und Getrö­te zu ner­ven, unab­hän­gig von sei­ner Natio­na­li­tät oder davon, wie sehr ihn die Pene­tranz sei­ner grö­len­den sog. „Mit­bür­ger“ gezwickt hat, man hat sich dann zu fügen. Wenn „Schlaaaand“ drau­ßen ist, ist Fuß­ball plötz­lich wie­der das, was es längst sein soll­te, näm­lich ein Spiel. Nicht mehr, nicht weni­ger. Man wird ja noch träu­men dürfen.

Den schöns­ten Ver­gleich mit Apple-Kun­den seit lan­gem übri­gens zogen die Macher von Futura­ma bzw. eigent­lich, dar­auf auf­bau­end, ZGeek.com:

Ins­tead the zom­bies just began chee­ring, money in hand for no appa­rent reason.

Wie wahr, wie wahr.

NetzfundstückeNerdkrams
Full paua.

Ein Kur­zer für’s Wochenende:

Im Zug begeg­ne­te ich vor­ges­tern einer Frau, die eine Tasche mit sich her­um­trug, deren Auf­druck für Gegen­stän­de Wer­bung mach­te, die aus Paua, einer See­schne­cken­art, gefer­tigt wurden.

Die Scha­len die­ser See­schne­cken wer­den auch in ale­man­ni­schen Spra­chen unter der Bezeich­nung „Shell“ ver­kauft, ins­ge­samt also als Paua Shells.

Und man mag es gern für einen saxo­pho­ben Scherz hal­ten, wenn ich nun assoziiere:

Paua Shell?
Powershell!

Hihi.

Sonstiges
Gast­bei­trag: Archiv für Filmposter

Da der letz­te Gast­bei­trag so posi­tiv auf­ge­nom­men wur­de, folgt ein wei­te­rer vom sel­ben Autor, dem ich noch­mals herz­lich dan­ken möch­te. :)


Ich wur­de erneut gebe­ten, einen Gast­bei­trag zu ver­fas­sen. Da der Inha­ber die­ser Site unter nicht ganz uner­heb­li­chem juris­ti­schem Ein­fluss steht, was, wenigs­tens dies­mal, jedoch in posi­ti­vem Sin­ne zu ver­ste­hen ist und was man auch an dem Arti­kel In eige­ner Sache: Das mit der Anony­mi­tät“ „recht“ deut­lich erken­nen kann, habe ich einen klei­nen juris­ti­schen Bei­trag gewählt. Natür­lich gibt es aus der Juris­te­rei viel Fach­spe­zi­fi­sches zu berich­ten. Mir ist aber durch­aus bewusst, dass die Mit­tei­lung die­ses Wis­sens, selbst wenn es ohne die Nen­nung von Vor­schrif­ten dar­ge­bo­ten wird, häu­fig weder ver­ständ­lich noch nach­voll­zieh­bar ist. Denn in der Juris­te­rei gilt nun mal gera­de nicht 1 + 1 = 2. Hier hängt viel von der Argu­men­ta­ti­on ab. Es gilt eher der Grund­satz „ver­tret­bar“ oder „unver­tret­bar“. Man kann es auch mit „mal so, mal so“ oder „hü oder hott“ aus­drü­cken. Ich möch­te sagen: Es gibt kaum Rechts­si­cher­heit. Ganz beson­ders deut­lich wird das im Arbeits­recht. Jeder, der viel­leicht ein­mal ein Kün­di­gungs­schutz­ver­fah­ren „mit­er­le­ben durf­te“, wird dies nach­voll­zie­hen kön­nen: Meis­tens erle­di­gen sich die­se Ver­fah­ren näm­lich nicht durch Urtei­le, son­dern durch Vergleiche.

Zur Sache:

Für Film­freun­de möch­te ich an die­ser Stel­le das inter­es­san­te Archiv für Film­pos­ter vor­stel­len, das deut­sche Film­pla­ka­te, Teaser­pos­ter und teil­wei­se auch inter­na­tio­na­le Pos­ter mit Brei­ten zwi­schen 250 und 500 Pixeln enthält.

Unter der Rubrik „Spe­zi­al“ fin­det man Tex­te und Bild­samm­lun­gen rund um Kinoplakate.

Beson­der­heit: Es besteht die Mög­lich­keit, die Pla­ka­te auf der eige­nen Web­site ein­zu­bet­ten, um die­se auf­zu­pep­pen. Ob das jedoch wirk­lich in Betracht kommt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Laut Info heißt es:
„Ihr könnt ger­ne Links auf alle unse­re PHP-Sei­ten set­zen, aller­dings ist das direk­te Refe­ren­zie­ren unse­rer Bil­der in irgend­wel­chen Foren oder sonst wo von uns nicht erwünscht. Falls ihr unse­re Pos­ter auf eurer Sei­te wollt, ein­fach den Embe­ded-Code unter jedem groß ange­zeig­ten Film­pos­ter in euren HTML-Code kopieren.“

Aller­dings heißt es dort auch: „Die Rech­te ver­blei­ben bei den jewei­li­gen Inha­bern.“ Und: „Wir ver­mit­teln kei­ne Bild­rech­te. Bit­te wen­de dich an den jewei­li­gen Rechteinhaber/Verleih…“

Ob die Inha­ber wirk­lich alle Bil­der zur Ver­wer­tung frei­ge­ge­ben haben, kann man ent­we­der glau­ben, oder eben nicht. Ich unter­stel­le hier ein­fach, dass der Inha­ber die­ser Site nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen han­delt. Doch auch er kann sich irren. Mög­li­cher­wei­se gibt es doch noch irgend­wo Rechts­in­ha­ber, die ent­we­der nicht oder nur ein­ge­schränkt der Ver­wer­tung zuge­stimmt haben. Wer weiß das schon? Solan­ge ich nicht die defi­ni­ti­ve Bestä­ti­gung des Rechts­in­ha­bers selbst vor­lie­gen habe, las­se ich bei sol­chen Sei­ten äußers­te Vor­sicht wal­ten. Auf ande­ren Inter­net-Sei­ten, etwa sol­chen, die Bild-/Fo­to­da­tei­en für die „freie“ Ver­wer­tung bereit­stel­len, wird meis­tens aus­drück­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass immer auch im Ein­zel­fall zu prü­fen ist, ob die ange­streb­te Ver­wer­tung recht­mä­ßig ist oder nicht und man sich des­halb im Zwei­fel an den Urhe­ber zu wen­den habe.

Selbst wenn man dem nun ent­ge­gen­hält, man beschrän­ke sich dar­auf, nur die weni­gen ange­bo­te­nen aus­län­di­schen Film­pos­ter zu ver­wen­den, kann der Urhe­ber u. U. sei­ne Rech­te auch hier in Deutsch­land gel­tend machen, selbst wenn er aus dem Aus­land stammt. Denn mög­li­cher­wei­se hat er sein Ver­wer­tungs­recht (teil­wei­se) abge­tre­ten. Auch das bleibt vor­lie­gend völ­lig im Dunkeln.

Fazit: Ich selbst sehe rein vor­sichts­hal­ber von der Mög­lich­keit des Ein­bet­tens ab, so ger­ne ich auch von die­ser Mög­lich­keit Gebrauch machen wür­de. Ich stö­be­re in dem Archiv als ewi­ger Kino­gän­ger aber sehr ger­ne und hole mir dort Anre­gun­gen für eige­ne Bilder.