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„Not if I wrap myself in nylon …“

Ich hätte ja wirklich furchtbar gern etwas über das wunderbare Album „Made Flesh“ von Extra Life, derzeit Tipp des Monats auf den Babyblauen Seiten, geschrieben, das mich heute in der Post erwartete. Beim ungeduldigen Auspacken jedoch bekam ich plötzlich Lust, über etwas anderes zu referieren, nämlich über die Verpackung selbst.

Ich meine, dass optische Tonträger eines gewissen Schutzes gegen äußere Einflüsse durchaus bedürfen; wenn aber eine filigrane, beinahe selbst zum Kunstwerk taugliche CD-Hülle (dazu auch hier mehr) dermaßen in eine durchsichtige Plastikummantelung eingeschweißt wird, dass man sie als Mensch ohne speziell hierfür gepflegte Fingernägel nur noch unter Zuhilfenahme externer Hilfsmittel (Schere, Messer, Gabelstapler) und somit unter der Gefahr, bleibende Schäden zu hinterlassen, so mir etwa geschehen bei dem Album „Elegies to Lessons Learnt“ von iLiKETRAiNS, ihres Schutzes zu entreißen vermag, dann treibt das auch einer sanftmütigen Kreatur, etwa mir, die Zornesröte in die Fresse.

Warum müssen derlei Tonträger immer sozusagen feuerfest versiegelt werden, bevor sie in den freien Handel gelangen, auf dass man sie unbeschadet nur noch an die Wand tackern und anstarren möge? Staubschutz ist ja wahrlich ein nobles Unterfangen, aber so etwas, ich erinnere mich, hatten meine Spielzeugautos in jungen Jahren ebenfalls. Es war, zugegeben, etwas breitformatiger, ließ sich aber mit einem sanften Druck problemlos öffnen. Herrscht Platzmangel in den Lagern der großen Handelsunternehmen?

Vorbildlich macht es übrigens die Musikgruppe Wive; deren Album PVLL erwarb ich in einem Saturn-Markt in Düsseldorf. Es war ebenfalls mit einer Plastikummantelung versehen, und es befindet sich noch heute darin. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass ebendiese Plastikummantelung oben mit einer selbst klebenden Lasche versehen ist, so dass man das Album bei Bedarf jederzeit entnehmen und wieder der schützenden Hülle übergeben kann.

Möge dieses Beispiel endlich Schule machen!

(Und jetzt muss ich erst einmal die Plastikreste zwischen den Zähnen entfernen.)

Senfecke:

  1. Wiederverschließbare Hüllen sind quasi-standard bei japanischen Veröffentlichungen, von daher hab ich diese im Moment nur primär zu öffnen (allerdings fliegt diese dann eh weg, will ja keine Foliensammlung im CD-Schrank stehen haben).
    Warum aber vieles versiegelt ist: Damit man es auch umtauschen kann beim Händler seiner Wahl. Kann man ohne eigene Schrumpffolienverpackungsmachine nämlich nicht wieder zu machen.

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