Nerdkrams
vis, Vim, vi

Mein Vim mit deaktivierten überflüssigen Leisten beim Schreiben dieses Textes.Da ich in den letz­ten Tagen schon Kommilitonen, Onlineforen und das IRC damit belä­stigt habe, ist es nur kon­se­quent, dass ich mich auch hier wie­der ein­mal mit einem Thema befas­se, das eher mei­ne com­pu­teraf­fi­nen Leser inter­es­sie­ren dürf­te und das alle ande­ren Besucher wahr­schein­lich Augen rol­lend über­le­sen werden:

Vim ist der beste Vielzweckeditor die­ses Planeten.

Ursprünglich als ein quell­of­fe­ner Nachbau des inzwi­schen über 30 Jahre alten UNIX-Programms vi (kurz für visual) pro­gram­miert, hat sich Vim inzwi­schen dank des ein­ge­bau­ten Skriptinterpreters zu einem der fle­xi­bel­sten und mäch­tig­sten platt­form­un­ab­hän­gi­gen Texteditoren gemau­sert, des­sen Tastenkürzel längst auch in ande­ren Programmen genutzt wer­den und, ein­mal aus­wen­dig gelernt, die eige­ne Produktivität um ein Vielfaches erhö­hen kön­nen. Einmal Vim, nie wie­der etwas ande­res. Häufig benutz­te Tastenfolgen kön­nen sogar als Makro gespei­chert wer­den, so dass auch kom­ple­xe Textänderungen durch das Drücken weni­ger Tasten immer wie­der wie­der­holt wer­den können.

Dieser Beitrag soll dem Zweck die­nen, inter­es­sier­ten Lesern einen kur­zen Überblick über Vim unter Windows (erbit­te Verzeihung für die­se Einschränkung) zu ver­mit­teln und zu zei­gen, dass Bedienkonzepte aus einer Zeit, in der Tastaturen noch ganz anders aus­sa­hen und Betriebssysteme nicht sel­ten UNIX hie­ßen, nicht auto­ma­tisch Schnee von gestern sein müs­sen, son­dern auch heu­te noch vie­le Vorteile bieten.

Installation

Zunächst ist es nötig, sich Vim her­un­ter­zu­la­den. Die aktu­el­le Vim-Version 7.2 wird in unre­gel­mä­ßi­gen Abständen von sei­nen Benutzern ver­bes­sert und Fehler wer­den beho­ben, so dass im Abstand von eini­gen Tagen immer wie­der neue „Patches“ ver­öf­fent­licht wer­den. Derzeit (19. Dezember 2009) ist die Version 7.2 Patch 320 aktu­ell. Die Windows-Version auf der offi­zi­el­len Website ist lei­der meist ver­al­tet. Häufiger aktua­li­siert wird die inof­fi­zi­el­le Cream-Version, die ich auch via eMule verteile.

Das Installationsprogramm von Vim ist durch­aus ein­stei­ger­freund­lich. Zu beach­ten ist wäh­rend der Installation, dass der „Native lan­guage sup­port“ akti­viert wer­den soll­te, falls Vim spä­ter auch Deutsch spre­chen soll. Auch die Option „Install vimrc“ ist zu emp­feh­len, die eine grund­le­gen­de Konfigurationsdatei erstellt; aber dazu wei­ter unten mehr.

Nach erfolg­rei­cher Installation und vor dem ersten Vim-Start soll­ten zusätz­lich die Sprachdateien her­un­ter­ge­la­den und in das Vim-Verzeichnis ent­packt wer­den. Unter einem deutsch­spra­chi­gen Windows wird Vim anschlie­ßend auto­ma­tisch die deut­schen Sprachdateien aus­wäh­len. Das erleich­tert gera­de Neulingen den Einstieg.

Hat man dem Vim-Installationsprogramm erlaubt, Symbole ins Startmenü zu set­zen, so sind dort nun­mehr eini­ge Startmöglichkeiten zu fin­den. Ich emp­feh­le den Start von GVim („gVim“), das ist die gra­fi­sche Oberfläche.

Bedienung

Nach dem ersten Start sieht GVim unge­fähr so aus:

GVim auf Deutsch: Noch nicht hübsch, aber es funktioniert schon.

Das ist sicher noch nicht son­der­lich ein­la­dend, aber man kann es ja ändern. Das wer­de ich wei­ter unten im Kapitel „Konfiguration“ beschreiben.

Wie ich oben bereits andeu­te­te: Das Besondere, Herausragende an Vim ist sei­ne Bedienung. Zwar lässt es sich mit­tels der gra­fi­schen Oberfläche auch mit Menü- und Symbolleiste bedie­nen, opti­mal jedoch arbei­tet man aus­schließ­lich mit der Tastatur.
Zu Beginn befin­det sich Vim im Befehlsmodus; das ist dar­an zu erken­nen, dass man noch nicht ein­fach wüst drauf­lo­s­tip­pen kann. Vim kennt drei Modi, den „Befehlsmodus“, in dem man Bewegungen und Befehle aus­führt, den „Einfügemodus“, in dem man Text schreibt, und den „visu­el­len Modus“, der zum Markieren und Kopieren von Text dient. Das klingt umständ­li­cher, als man es von ande­ren Editoren gewohnt ist, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Die voll­stän­di­ge Bedienung ist als inter­ak­ti­ve Anleitung in dem sehr emp­feh­lens­wer­ten Tutorium erklärt, das in der Datei /vim72/tutor/tutor.de unter­halb des Vim-Installationsverzeichnisses zu fin­den ist (zu öff­nen über die Symbolleiste oder via :e [Pfad]/tutor/tutor.de im Befehlsmodus - „e“ steht hier für „edit“, also bear­bei­ten, der Doppelpunkt ist wich­tig). Bei der Eingabe von Pfaden ist es bis­wei­len auch nütz­lich, zu wis­sen, dass Vim über die Tabulatortaste auf der Tastatur sowohl pfad- als auch Befehlsvervollständigung unterstützt.

Da es den Rahmen die­ser Internetpräsenz spren­gen wür­de, ein voll­stän­di­ges Vim-Nachschlagewerk zu ver­fas­sen, fol­gen hier nur die wich­tig­sten Befehle.

Durch den Text bewe­gen kann man sich zwar durch­aus auch mit den Pfeiltasten, emp­foh­len wird jedoch die Steuerung mit­tels h, j, k und l. Möchte man nun Text ein­ge­ben, so ist es nötig, zunächst in den Einfügemodus zu wech­seln (hier­zu im Befehlsmodus i für das eng­li­sche „insert“, „ein­fü­gen“, oder auch ein a für „append“, „anhän­gen“, ein­ge­ben). Hierbei wird zwi­schen Groß- und Kleinbuchstaben unter­schie­den: a hängt an das aktu­el­le Zeichen an, A an das Ende der Zeile. Aus dem Eingabemodus wie­der her­aus kommt man mit­tels der Esc-Taste. Weiß man nicht, in wel­chem Modus man sich gera­de befin­det, so ist die Esc-Taste das Mittel der Wahl.
Der visu­el­le Modus ist - logi­scher­wei­se - über die Taste v zu errei­chen. In die­sem Modus ist mit­tels der Bewegungstasten oder -befeh­le Text aus­zu­wäh­len, was man in ande­ren Editoren ver­mut­lich bevor­zugt mit der Maus durch­führt. (Natürlich kann man auch in Vim die Maus ver­wen­den, sofern dies ein­ge­stellt ist, was die mit­ge­lie­fer­te vimrc-Datei meist tut, aber es geht ja gera­de dar­um, dass Vim die Maus über­flüs­sig machen soll; also wei­ter.) Markierter Text kann mit x aus­ge­schnit­ten, mit y („yank“) kopiert und jeweils mit p („paste“, „ein­fü­gen“) unter­halb der aktu­el­len Cursorposition wie­der ein­ge­fügt werden.

Bis jetzt ist all dies nichts, was ande­re Texteditoren nicht auch könn­ten - Vim kann aber noch ein wenig mehr:
Außer ein­zel­nen Buchstaben und Zeilen kennt Vim auch Textobjekte, also zum Beispiel gan­ze Wörter, Absätze oder auch den Inhalt von Klammern und Anführungszeichen. Die ent­spre­chen­den Befehle bestehen meist aus drei Zeichen und sind, eben­so wie auch oben erwähn­te Bewegungen, eigent­lich selbsterklärend.

Möchte man zum Beispiel drei Wörter löschen, so heißt dies im Englischen „dele­te 3 words“. Man bewegt also den Cursor im Befehlsmodus über das erste zu löschen­de Wort und tippt d3w ein - fer­tig. Hierbei ist d der Befehl und 3w eine Bewegung - die Eingabe von 3w lässt den Cursor also drei Wörter wei­ter sprin­gen. ci) („chan­ge inner ) block“) ermög­licht es, den Text zwi­schen der aktu­ell geöff­ne­ten und der schlie­ßen­den Klammer zu ändern.

Vim: Drei offene Dateien im aktuellen Tab, drei weitere Tabs geöffnet. Macht das mal mit eurem Editor!Auch Speichern und Beenden sind leicht zu ver­ste­hen: :w („wri­te“, schrei­ben) spei­chert die aktu­el­le Datei, :q („quit“, been­den) schließt es oder been­det Vim, falls kei­ne wei­te­re Datei geöff­net ist. Da in Vim ent­we­der via Tabs (:h tabpage.txt) oder via Aufteilung in meh­re­re Fensterbereiche (:h windows.txt) meh­re­re Dateien gleich­zei­tig geöff­net sein kön­nen, kann man dies ent­we­der nur auf die aktu­el­le oder auf alle geöff­ne­ten Dateien anwen­den und kom­bi­nie­ren; :wqa also spei­chert alle geän­der­ten Dateien und been­det Vim.

Konfiguration

Nun ist der Abschnitt über die Bedienung von Vim doch ein wenig län­ger gewor­den als erhofft. Sollte tat­säch­lich noch jemand die Muße gefun­den haben, bis hier­hin zu lesen, freut mich das natürlich.

Während der Installation von Vim wur­de, sofern aus­ge­wählt, die Datei _vimrc im Installations- oder Benutzerverzeichnis ange­legt. Diese Datei ist ein Konfigurationsskript, das von Vim und GVim gele­sen wird und das Setzen von Programmvariablen erlaubt. Aus wel­chem Ordner die­se Datei genau auf­ge­ru­fen wird, ver­rät der Befehl :script­na­mes. Optionen, die nur für GVim gel­ten sol­len, soll­ten sepa­rat in der Datei _gvimrc oder .gvimrc - unter Windows ist bei­des mög­lich - gesetzt werden.

Die Beispieldatei nimmt bereits eini­ge wich­ti­ge Einstellungen vor, zum Beispiel, dass Quellcode auto­ma­tisch erkannt und for­ma­tiert wird und auch die Maus genutzt wer­den darf. Die Zeile, in der die Datei mswin.vim ein­ge­bun­den wird, darf und soll­te übri­gens gelöscht wer­den; sie ent­hält eini­ge Einstellungen und selt­sa­me Tastenkürzel, die die Nutzung von Vim unter Windows erleich­tern sol­len, aber bie­tet kei­nen tat­säch­li­chen Mehrwert.

Was legt man nun in so einer Konfigurationsdatei fest? Nun, Auskunft dar­über erteilt das Hilfesystem (:h opti­ons­um­ma­ry oder :h opti­on-list): Viele Parameter, die Aussehen und Verhalten von Vim und GVim bestim­men, kön­nen hier mit­tels einer ein­fa­chen set-Anweisung geän­dert werden.

Um zum Beispiel die Zeilennummerierung zu akti­vie­ren, kann die Anweisung set nu oder set num­ber ver­wen­det wer­den; das Gegenteil lau­tet ent­spre­chend set nonu. Um zu sehen, wie sich die Änderungen aus­wir­ken, kann man die set-Befehle mit vor­an­ge­stell­tem Doppelpunkt auch aus Vim her­aus im Befehlsmodus testen: :set nu, :set nonu. Selbst die Statusleiste von Vim lässt sich frei anpas­sen und mit belie­bi­gen Inhalten fül­len. Die Variable gui­op­ti­ons, kurz go, steu­ert die Anzeige von GVim; mit ihr las­sen sich zum Beispiel Menü- und Symbolleiste entfernen.

Es ist mög­lich, über set-Anweisungen auch eige­ne Farbschemen für GVim zu erstel­len. Einige fer­ti­ge Farbschemen gibt es auf vim.org, eine Übersicht mit Vorschaubildern wird als Vim Color Scheme Test sepa­rat gepflegt. Ist ein sol­ches Farbschema instal­liert (die .vim-Datei hier­zu in das Unterverzeichnis /colors kopie­ren), kann es mit­tels des Befehls color­sche­me [Name] in der Konfigurationsdatei akti­viert werden.

Im Laufe der Wochen kommt so oft eine ansehn­li­che Zahl an Parametern zusam­men. Als ein Beispiel fin­det ihr mei­ne aktu­el­le Konfiguration mit Kommentaren, einem Bildschirmfoto und einer Liste ver­wen­de­ter Plugins auf github.com.

Einige Optionen wie zum Beispiel das auto­ma­ti­sche Maximieren des GVim-Fensters sind nur für Windows geeig­net, die mei­sten funk­tio­nie­ren aber überall.

Nützliche und skur­ri­le Erweiterungen

Dass Vim mit Skriptdateien umfas­send erwei­ter­bar ist, schrieb ich oben bereits. Die Installation sol­cher Dateien ist ein­fach; meist genügt es, sie in das Verzeichnis /plugins zu ent­packen. Manchmal sind auch zusätz­li­che Optionen oder das Aktualisieren des Hilfesystems nötig, dies wird dann ent­spre­chend ver­merkt, meist mit einer aus­führ­li­chen Anleitung. Liefert das Skript eine eige­ne Hilfedatei mit, so muss die­se zum Beispiel mit dem Befehl :hel­p­tags [Pfad]/doc in das bestehen­de Hilfesystem ein­ge­bun­den wer­den, damit Vim die dar­in ent­hal­te­nen Stichworte (tags) ver­wen­den kann.

Einige beson­ders nütz­li­che oder auch skur­ri­le Fundstücke folgen:

  1. The NERD Tree (Bild)
    The NERD Tree ist ein Verzeichnisbaum, der via Tastenkürzel (in mei­ner Konfiguration Strg+A) oder Befehl ange­zeigt oder ver­steckt wer­den kann und, ähn­lich einem Dateimanager, das Öffnen von Dateien aus dem Verzeichnisbaum her­aus ermög­licht. Er bie­tet vie­le Konfigurationsmöglichkeiten, die das Hilfesystem via :h NERDTree bereitstellt.
  2. TwitVim (Bild)
    Twitter ist aus mir noch immer nicht völ­lig ein­leuch­ten­den Gründen der­zeit ein zen­tra­ler Bestandteil der Netzkultur. Da Vim zei­len­ori­en­tiert arbei­tet, liegt es nahe, es als Twitter-„Client“ zu benut­zen, bestehen doch auch Twittermeldungen stets nur aus ein­zel­nen Zeilen von maxi­mal 140 Zeichen Länge. Das Plugin „TwitVim“ ermög­licht sowohl das Verfolgen von Freunden als auch das Twittern eige­ner Zeilen. Hierzu ist aber ein wenig Handarbeit nötig:
    TwitVim wird im Vimball-Format (Dateiendung vba) bereit­ge­stellt. Um es zu instal­lie­ren, muss die­se Datei in Vim geöff­net und mit dem Befehl :so % ent­packt wer­den. Entspechende Hinweise und eine Fortschrittsmeldung erschei­nen auf dem Bildschirm. Dann kann die .vba-Datei wie­der ent­fernt werden.
    Um schließ­lich sei­ne Arbeit zu ver­rich­ten, benö­tigt TwitVim die Zugangsdaten des eige­nen Twitterkontos. Diese kön­nen in der Datei _vimrc oder auch in einer dort ein­ge­bun­de­nen zusätz­li­chen Skriptdatei - in mei­nem Beispiel passwords.vim - mit­tels der Zeile let twitvim_login=„benutzer:passwort“ über­ge­ben wer­den. Außerdem braucht TwitVim zum Beispiel cURL, das hier her­un­ter­zu­la­den (die Version ohne SSL genügt völ­lig) und in ein Verzeichnis, das dem System bekannt ist (zum Beispiel einem der in %PATH% defi­nier­ten), zu ent­packen ist. Empfehlenswert ist es, die Datei curl.exe in das Verzeichnis zu kopie­ren, in dem sich auch Vim befin­det. (Sollte jemand die­sen, zuge­ge­ben, recht umständ­li­chen Vorgang nicht nach­voll­zie­hen kön­nen, darf er gern in den Kommentaren belie­bi­ge Fragen stellen.)
    Ist die Einrichtung über­stan­den, kann get­wit­tert wer­den: :PosttoTwitter (mit der Tabulatortaste übri­gens schnel­ler ein­zu­ge­ben) zeigt die auf dem Bildschirmfoto zu sehen­de Abfrage nach dem zu twit­tern­den Text, die Tastenkombination Alt+T twit­tert mar­kier­ten Text. Eine voll­stän­di­ge Auflistung aller Befehle und Optionen bie­tet das Hilfesystem via :h twitvim.txt.
  3. logpad.vim (Bild)
    Eine der wenig bekann­ten Funktionen des oft zu Unrecht als für jeg­li­che Zwecke untaug­lich bezeich­ne­ten Windows-Texteditors Notepad ist das Führen eines chro­no­lo­gi­schen Protokolls. Die Eingabe der Zeichenkette .LOG in die erste Zeile einer belie­bi­gen Datei ver­an­lasst Notepad dazu, bei jedem wei­te­ren Öffnen der Datei den aktu­el­len Datumsstempel anzu­fü­gen, so dass bei­spiels­wei­se Arbeitsabläufe bequem pro­to­kol­liert wer­den kön­nen. Das Plugin „logpad.vim“ ermög­licht die Nutzung die­ser Funktion auch aus Vim her­aus. Es ist nach dem Kopieren in das Verzeichnis /plugins sofort einsatzbereit.

Außerdem kann man mit Vim natür­lich auch blog­gen, aber sei­ne wah­ren Stärken spielt es als Text- und Quellcodeeditor aus.

Integration in ande­re Programme

Irgendwann, nach lan­gem Training, beherrscht man die Vim-Tastenkürzel fast wie im (sprich­wört­li­chen) Schlaf, und man möch­te sie gern auch in sei­nen ande­ren Lieblingsanwendungen verwenden.

Kein Problem: Findige Entwickler haben Vim-Imitate oder (im Fall eclim) gan­ze Vim-Integrationen geschaf­fen, und ihre Zahl steigt stetig:

  • Vim für Firefox: Vimperator (frei)
  • Vim für Firefox (nur Textfelder): jV (frei)
  • Vim für Thunderbird: Muttator (frei)
  • Vim für Songbird: Xulmus (frei)
  • Vim für Microsoft Office und Visual Studio: ViEmu (kom­mer­zi­ell)
  • Vim für Eclipse: eclim (frei)

Und wem das alles immer noch nicht genug ist: apvlv ist ein eigen­stän­di­ger PDF-Betrachter für Windows und Linux, der Vim-ähn­li­che Tastenkürzel nutzt, die Z-Shell besitzt einen Vim-Modus, und selbst in dem eben­falls recht mäch­ti­gen Konkurrenzedi­torpro­dukt Emacs lässt sich, wie auch in eini­gen ande­ren Texteditoren, eine Vim-ähn­li­che Tastenbelegung einstellen.

Weiter füh­ren­de Informationen

Oben habe ich hin und wie­der den Befehl :h benutzt. Dieser, meist von einer Textdatei oder einem Befehl gefolgt, öff­net das Vim-eige­ne Hilfesystem zu bestimm­ten Themen, das sehr über­sicht­lich auf­ge­baut ist und mit dem Befehl :hel­pgrep <such­wort> auch durch­sucht wer­den kann. Die voll­stän­di­ge Dokumentation ist auch im Internet auf den Vimdoc-Seiten in ver­schie­de­nen Formaten verfügbar.

Deutschsprachige Videotutorien für Vim-Einsteiger bie­tet Lars Krahl auf sei­ner Internetseite an, dar­über hin­aus gibt es ein eng­lisch­spra­chi­ges Vim-Tips-Wiki. Sollten sich noch Fragen erge­ben, die dort nicht beant­wor­tet wer­den, so hilft man unter ande­rem im IRC-Kanal #vim auf freenode.net gern weiter.

Fragen, Hinweise und son­sti­ge Kommentare sind will­kom­men. :)

Senfecke:

  1. Ich wür­de doch mal behaup­ten, dass das toll­ste an vim die Möglichkeit ist, kom­plett ohne Maus trotz­dem noch äußerst effi­zi­ent und res­sour­cen­scho­nend zu sein, was gera­de bei Linuxsystemen auf schwa­cher Hardware und mit awe­so­me als Desktopmanager durch­aus Sinn macht.

  2. TwitVim: Dann möch­te ich mal die Konversation wie­der­auf­neh­men. Ich habe mir alles run­ter­ge­la­den, jedoch noch nichts instal­liert ‚denn ich benö­ti­ge Hilfestellung (abso­lu­ter Laie!) hierbei:

    Außerdem braucht TwitVim zum Beispiel cURL, das hier her­un­ter­zu­la­den (die Version ohne SSL genügt völ­lig) und in ein Verzeichnis, das dem System bekannt ist (zum Beispiel einem der in %PATH% defi­nier­ten), zu ent­packen ist.

    1. Ich weiß nicht, was ich da über­haupt run­ter­la­den soll. Für mich sind das alles böh­mi­sche Dörfer. Worauf darf ich klicken, ohne einen Crash zu riskieren?
    2. Ich weiß zwar, wen ich so ken­ne, aber mir ist unbe­kannt, wel­che Verzeichnisse mein System (W-XP) so alle kennt. %PATH%…was ist das?

    Falls das von mir ent­ge­gen mei­ner Annahme geschafft wer­den soll­te, könn­te man sich hier­mit beschäf­ti­gen: Um es zu instal­lie­ren, muss die­se Datei in Vim geöff­net und mit dem Befehl :so % ent­packt werden.

    Spannend.

  3. 1. Nimm die, die aus­sieht, als wür­de sie zu dei­nem System pas­sen. Win32 2000/XP nossl. Der Link befin­det sich bei der Versionsnummer (führt zu ’ner ZIP.)
    2. Klick halt mal auf %PATH%. Ist blau. Ist ein Link. (Vielleicht reicht es auch, die Datei curl.exe ins Verzeichnis /vim72 zu packen. Versuch’s mal.)

    Ändern und ein­se­hen kannst du %PATH% über die Systemsteuerung - System - Umgebungsvariablen.

  4. Ok., vie­len Dank. Ich wer­de mich wohl mor­gen damit beschäf­ti­gen. Heute war ich den gan­zen Tag über mit Felix dabei, FF 3.6 unter Ubuntu zum Laufen zu brin­gen. Hat auch alles mit der Ausnahme mei­nes auf dem Desktop ange­leg­ten Profilstarters geklappt.

  5. „Um es zu instal­lie­ren, muss die­se Datei in Vim geöff­net und mit dem Befehl :so % ent­packt wer­den.“ Ich bin bereits hier geschei­tert. :(

  6. Datei öff­nen: :e datei­na­me oder als Parameter: vim/gvim datei­na­me oder über das GVim-Menü oder die GVim-Symbolleiste ein­fach aus­wäh­len - und dann :so % tippen.

  7. Es ist alles instal­liert. Die Sprachdateien sind ent­packt. Die Datei curl.exe habe ich ins Verzeichnis /vim72 kopiert. Ich habe ver­sucht, die Datei twitvim-0.4.5.vba zu ent­packen. Es kam dann sinn­ge­mäß die Anzeige „.…extrac­ted, Bestätigung mit Eingabetaste“. Scheint also geklappt zu haben. Ok., und nun?

  8. Nun schau mal, ob :h twitvim.txt funk­tio­niert, das die Hilfedatei anzei­gen sollte.
    Ansonsten:

    TwitVim braucht dei­ne Logindaten. Gib in dei­ner _vimrc fol­gen­de Zeile ein:
    let twitvim_login=„benutzer:passwort“ und star­te Vim neu. Dann kannst du twittern.

  9. Da steht nach Befehlseingabe

    *twitvim.txt* Twitter cli­ent for Vim

    ---------------------------------
    TwitVim: A Twitter cli­ent for Vim
    ---------------------------------

    Author: Po Shan Cheah
    http://twitter.com/mortonfox

    License: The Vim License app­lies to twitvim.vim and twitvim.txt (see
    |copy­right|) except use „TwitVim“ ins­tead of „Vim“. No warranty,
    express or implied. Use at your own risk.

    ==============================================================================
    1. Contents *TwitVim* *TwitVim-con­t­ents*

    1. Contents.….….….….….….……: |TwitVim-con­t­ents|
    2. Introduction.….….….….….……: |TwitVim-intro|
    3. Installation.….….….….….……: |TwitVim-install

    usw., usw.

  10. Das ist die Anleitung. :)

    Dort steht unter ande­rem, wie du twit­terst (:PosttoTwitter), ant­wor­test (Alt-R) oder per Tastendruck dei­ne Timeline abrufst.
    Suchen kannst du dort via /Suchwort.

    Siehe auch mei­ne Vim-Konfiguration, dort mache ich das mit der Zeitleiste via F8.

  11. Deine _vimrc-Datei ist ent­we­der in dei­nem Benutzerprofil („Eigene Dateien“) oder im Programmverzeichnis (ober­halb von „vim72“) zu fin­den. :) (Könnte auch spä­ter noch mal inter­es­sant werden.)
    Ansonsten leg sie dort an.

    Es gibt eine Eingabemöglichkeit „Set Twitter Login“? Oha! Ehrlich: War mir gera­de neu. :)

  12. Empfangen: :FriendsTimeline (Zeitleiste) oder :DMTwitter (Direktnachrichten).
    Jemanden ant­wit­tern: :SendDMTwitter Benutzername.

    Kannst du dir auch auf belie­bi­ge Tasten legen.

  13. Wenn man stän­dig damit arbei­tet, sicher­lich hilf­reich. Wenn ich aller­dings ein paar Tage aus­set­ze, wer­de ich wohl wie­der ganz von vor­ne anfan­gen müs­sen. Vielen Dank noch ein­mal. Ich wer­de mich mor­gen wei­ter damit beschäf­ti­gen. Im Moment ist das Teil noch sehr fremd und gewöh­nungs­be­dürf­tig. Ich bin aber sicher, dass sich das legen wird.

  14. Drei Dinge konn­te ich nicht lösen. Lösungsmöglichkeiten bit­te erst­mal nicht nur per Befehlsmodus, son­dern auch über die Menüleiste.

    1. Ich habe ein Farbschema gewählt. Diese Einstellung möch­te ich auch für künf­ti­ge Dateien spei­chern, ohne ein Dokument zu spei­chern. Wie?

    2. Die vor­ab ein­ge­stell­te Schriftgröße ist „9“. Gebe ich eine ande­re Schriftgröße unter“ Editieren -> Auswahl der Schriftart“ ein, ändert sich die Schriftgröße erst ab Schriftgrad „17“. Wie schaf­fe ich, eine ande­re Schriftgröße ein­zu­stel­len und dies auch für künf­ti­ge Dokumente zu speichern?

    3. Wie stel­le ich eine auto­ma­ti­sche Silbentrennung ein und spei­che­re dies?

  15. Menüleiste? Ohgott.

    1. Wird (genau wie die Schriftgröße) in der Konfiguration gespei­chert, an die du über die Menüleiste ran­kommst. :)
    2. Ganz ehr­lich: Keine Ahnung, wie­so er so eigen­ar­tig agiert. Ich nut­ze Größe 8, glau­be ich.
    3. Vim ist ein Texteditor und kei­ne Textverarbeitung. Du kannst nur auto­ma­ti­schen Zeilenumbruch ein­stel­len. ;)

  16. Zu 1: Das habe ich ja ver­sucht, wobei es beim Versuch geblie­ben ist. Zu 2+3: Sehe ich ein. -> Na gut, ich wer­de mal weitersuchen.

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