PiratenparteiIn den Nachrichten
Was auf dem #aBPT geschah (eine Zusammenfassung)

Am Woch­enende traf sich ein Teil der Piraten­partei Deutsch­land in ein­er Halle in Halle, um dem kom­mis­sarischen Bun­desvor­stand einen Nach­fol­ger zusam­men­zuwählen. Die bei­den Flügel der Partei hat­ten sich längst ver­härtet, zur Wahl standen Vertreter des “pro­gres­siv­en Flügels” (also der Parteilinken) eben­so wie Vertreter des “kon­ser­v­a­tiv­en” Kern­pira­ten­tums (also der Net­zpoli­tik­er und Daten­schützer).

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Netzfundstücke
Alles nur Schall und Niederschlag

Habt ihr schon mal eine Wet­ter­sta­tion für das heimis­che Wohnz­im­mer gebastelt?

Falls nicht: Wisst ihr, was ihr dafür braucht?

Richtig: Unter Anderem Einen Schallmess­er.

Chile hat die lautesten Fußball­fans. Zu diesem Ergeb­nis kommt eine Auswer­tung der Geräusch­dat­en aus den Wohnz­im­mern, die weltweit durch das in die Netat­mo-Wet­ter­sta­tion inte­gri­erte Sonome­ters erfasst wer­den.

:-?

(via Schw­erd­fe­gr)

PolitikIn den Nachrichten
Amerika kann man auch nicht mehr so hassen wie damals.

Dass die Springer-Presse, die in der Geschmack­srich­tung WELT ONLINE unlängst einen völ­lig uniro­nis­chen Text namens “Amerikas Ein­sätze sind gut für die ganze Welt” pub­lizierte, wie auch die FAZ mitunter eine sehr auf’s Gestern bedachte Ein­stel­lung zum Welt­geschehen hat, ist nun nichts, was noch irgend­je­man­den ern­sthaft empören sollte.

Dass die sich gern als “lib­er­al” sehende Wochen­zeitung DIE ZEIT aber diesem Zeit­geist anschließt und unter der vielver­sprechen­den Über­schrift “Macht Ameri­ka endlich platt!” einen hal­b­garen Artikel ins Web stellt, dessen Haup­taus­sage ist, dass die Deutschen doch btte endlich aufhören soll­ten zu jam­mern, ver­ste­he ich nicht ein­mal unter der Prämisse, dass der Autor Eric T. Hansen selb­st US-Amerikan­er ist und sich — haha, das Klis­chee — auf sein­er Web­site mit einem Cow­boy­hut zeigt. So was von 19. Jahrhun­dert!

In Deutsch­land begeg­net man ihm offen­bar meist feind­selig:

In den 30 Jahren [seit mein­er Ankun­ft] verg­ing kaum ein Tag, an dem ich nicht erfuhr, wie die USA bald zusam­men­brechen wür­den, wie Ameri­ka bald den drit­ten Weltkrieg aus­lösen würde, wie Deutsch­land nur eine Kolonie der USA sei und wie Ameri­ka die deutsche Kul­tur und Moral ruiniere.

Natür­lich hat sich nichts davon anschließend bewahrheit­et: Den Vere­inigten Staat­en geht es finanziell her­vor­ra­gend, ihr Mil­itär hält sich aus jedem inter­na­tionalen Kon­flikt her­aus, Deutsch­land wird von ihnen als sou­verän­er Staat akzep­tiert, aus dessen Angele­gen­heit­en sich ihr Geheim­di­enst her­aushält, und die deutsche Kul­tur und Moral haben durch den Ein­fluss US-amerikanis­ch­er Fernsehse­rien deut­lich an Reich­tum gewon­nen. Schwest­er, meine Pillen!

Was ist zu tun? Na ja:

Jagt das amerikanis­che Mil­itär aus dem Lande, kauft amerikanis­che Fir­men auf und schmeißt alle Amis, die ihr in die Fin­ger kriegt, aus dem Land. Sam­melt Ver­bün­dete in ganz Europa und in der ara­bis­chen Welt, bom­bardiert Wash­ing­ton und die Wall Street, marschiert ein und schenkt das Land wieder den Indi­an­ern. Die Geschichte wird es euch danken!

Das wäre die amerikanis­che Lösung, und in anderen Län­dern funk­tion­iert sie ja vortr­e­f­flich. Aber weil wir Deutschen ein fried­lieben­des Volk sind und auch bleiben wollen, müssen wir anders vorge­hen:

Falls die Deutschen dazu allerd­ings doch (noch) nicht bere­it sind, habe ich eine Alter­na­tive: Lernt endlich, als selb­st­be­wusste und gle­ich­w­er­tige Nation mit Ameri­ka auf Augen­höhe zu leben. Und hört auf zu quen­geln!

“Auf Augen­höhe”, also doch das mit dem Mil­itär. Alles klar.

Ach nein, gemeint ist natür­lich eine Part­ner­schaft, und wer das nicht will, der ist ein Faschist:

Die kün­stlich über­zo­gene Empörung gegenüber Ameri­ka ist dabei Teil eines zunehmenden Nation­al­is­mus, der sich auch gegen die EU und damit gegen Deutsch­lands Nach­barn richtet. (…) 1933 sah sich der durch­schnit­tliche Bürg­er als Opfer der Juden; heute sehen sich viele als Opfer amerikanis­ch­er Banken, Konz­erne und Poli­tik.

Wenn US-Amerikan­er sich darin ver­suchen, deutsche Geschichte zu erk­lären, kommt sel­ten etwas Sin­nvolles dabei her­aus. Das “Verge­hen” der Juden bestand weitest­ge­hend darin, über Geld zu ver­fü­gen. Amerikanis­che Banken aber ver­fü­gen nicht nur über Geld, sie ver­jubeln es auch.

Das, zugegeben, ist nicht “unser” Prob­lem, mögen die Amerikan­er doch selb­st damit zurechtkom­men. Inter­es­san­ter sind schon amerikanis­che Konz­erne wie Face­book und Google, die die von ihnen propagierte Frei­heit des Kun­den gern iro­nisch ver­ste­hen und überdies in regem Aus­tausch mit den Schaf­fern amerikanis­ch­er Deutsch­land­poli­tik ste­hen, über die der Schreiber dieser Zeilen zur Scho­nung seines Blut­drucks vorüberge­hend lieber kein Wort mehr ver­lieren möchte. Sie wollen ja nur unser Bestes, näm­lich wis­sen, ob wir ger­ade zu Hause und Ter­ror­is­ten sind.

Aber vielle­icht ver­ste­he ich hier nur die edlen Absicht­en falsch und es ist ja nicht alles schlecht in den USA:

Welche Vorteile, fra­gen Sie? (…) Gle­ichzeit­ig importiert man hier aus Ameri­ka alles, was man selb­st nicht pro­duzieren kann oder will — (…) die neusten Lifestyle­trends und natür­lich mod­erne Pop­kul­tur[.]

Denn wo wären wir ohne “die neusten Lifestyle­trends” (hässliche Klam­ot­ten, unbe­queme Möbel, Apple-Gedöns) und die “mod­erne Pop­kul­tur” (cast­ings, Coca-Cola, Apple-Gedöns)? Am Ende, sage ich euch! Und darum müssen wir endlich entschlossen han­deln:

Ein großes Land wie Deutsch­land hat zwei Möglichkeit­en, mit einem noch größeren Land wie Ameri­ka umzuge­hen. Es kann die eigene Posi­tion in der Wel­tord­nung zu ein­er unerträglichen Opfer­rolle machen und auf höch­stem Niveau so lange lei­den, bis das einge­bildete Lei­den zu ein­er Psy­chose wird. Oder es kann sich – wie alle anderen Län­der der Welt – selb­st als gle­ich­w­er­ti­gen Part­ner mit Schwächen und Sün­den begreifen, mit guten und schlecht­en Tagen wie seine Part­ner und die Vorteile sein­er Part­ner­schaft mit einem noch größeren Land genießen.

Es sei näm­lich Zeit, dass wir erken­nen, dass wir, die wir abgeschla­gene Zweite hin­ter dem “größeren” (E. T. Hansen) Ameri­ka sind und bleiben wer­den, geis­teskrank seien und nur davon geheilt wer­den kön­nen, wenn wir uns den Vere­inigten Staat­en wie die SPD der CDU als gle­ich­w­er­tiger Part­ner unterord­neten, denn in ein­er Part­ner­schaft vergebe man dem Anderen auch größere Fehltritte. Es müsse ja nicht gle­ich eine Fre­und­schaft sein.

Gut, dass uns das mal jemand erk­lärt hat.

Wenn mir irgend­was nicht passt, ste­ht mir frei, hier wegzugeh’n.
Farin Urlaub: Lieber Staat

Nerdkrams
Über Dateimanager und warum ich sie brauche

#foreveralone(Vorbe­merkung: Es fol­gt wieder ein­mal ein län­ger­er Text über von mir ver­wen­dete Soft­ware. Ergänzun­gen sind gern gese­hen.)

2010 beklagte ich mich:

Hat­te der Dateiman­ag­er von Win­dows 3.x (winfile.exe) noch einige wirk­lich nüt­zliche Funk­tio­nen wie etwa den Dual­pan­el-Modus, den man als Anwen­der heutzu­tage umständlich nachrüsten muss, indem man alter­na­tive Dateiman­ag­er wie den sich­er nicht unbe­grün­det beliebten Total Com­man­der instal­liert, so besitzt der Explor­er in Win­dows 7 nicht ein­mal mehr eine Schalt­fläche, um in das über­ge­ord­nete Verze­ich­nis zu wech­seln.

Das wurde in Win­dows 8 zwar wiederum kor­rigiert, aber schön ist das nicht. Der Win­dows Explor­er ist nur mit aller­lei Zusatzw­erkzeu­gen wie Clover und Lis­tary einiger­maßen benutzbar, sta­bil­er macht ihn das aber mitunter nicht. (Bevor’s wieder Spott aus anderen Lagern hagelt: Der “Find­er” von Mac OS X ist in sein­er Stan­dard­e­in­stel­lung auch ein sehr, ähm, rustikales Werkzeug; die diversen Lin­uxdis­tri­b­u­tio­nen machen es in der Regel kaum bess­er. Aus­gerech­net KDE-basierte Sys­teme wie PC-BSD und Soly­dK möchte ich aber aus­drück­lich loben: Dol­phin ist ein Stan­dard-Dateiman­ag­er, wie ich ihn mir auch in anderen Sys­te­men wün­schen würde.)

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NetzfundstückeIn den Nachrichten
Frieden, Liebe und Mitgefühl

Tier­rechtsini­tia­tive Rhein/Main, ca. April 2014:

Wir freuen uns auf zahlre­ich­es Erscheinen! (…) Wir akzep­tieren allerd­ings keine (…) diskri­m­inieren­den, gren­zver­let­zen­den Äußerun­gen und Ver­hal­tensweisen, (sic!) sowie weit­ere Unter­drück­ungsmech­a­nis­men.

“Psiram”-Blog nach der Ver­anstal­tung:

[S]elbst ein Schuhgeschäft fiel den Rasenden zum Opfer, hier wur­den Kun­den am Betreten gehin­dert. Eier mit der Auf­schrift “Mörder”; ein Frucht­gum­mi-Laden unter mas­sivem Polizeis­chutz – man mag es sich kaum vorstellen. (…) Seit ein paar Tagen fürchte ich mich ein wenig vor der Ent­fes­selung dieser Ide­al­is­ten, die mit mir über meine Schuhe reden wollen[.]

“Pro-Vegan”-Blog, Infothek:

Veg­an ist Frieden, Liebe und Mit­ge­fühl für alle empfind­ungs­fähi­gen Lebe­we­sen!

Haupt­sache, es wird keine Gren­ze ver­let­zt. Man ist ja kein Unmen­sch.

ComputerMusikIn den Nachrichten
Netzneutralität nicht inklu.

caschy feiert:

[T‑Mobile USA geht] näm­lich noch einen Schritt weit­er, (sic!) als die deutschen Kol­le­gen. Stream­ing von Musik ist dort fast kom­plett außen vor, Traf­fic inklu­sive. Spo­ti­fy, Pan­do­ra, Rhap­sody, iTunes Radio und weit­ere – alle “inklu” (derzeit noch ohne Ama­zon, Rdio oder Google Music, aber hier kön­nen Nutzer abstim­men). (…)
Giga­byte lassen sich schlecht rech­nen, wenn man Spo­ti­fy hört. Dem Kun­den wird gesagt: du musst nicht rech­nen, hau an die App und streame doch, was du willst – alles inklu!

Inklu! BOGSAT! Makaa Maka! Pal­im-pal­im. Vier Sil­ben? Wer will das schon?

Aber das ist eigentlich nicht mal das Erschüt­ternde. Das Erschüt­ternde ist:

Logo – den Kun­den wird es sicher­lich freuen. Ein­fach Musik hören – nicht großar­tig über das Vol­u­men nach­denken und genießen.

Die Gratis­men­tal­ität des Kun­den mag im “nor­malen” DSL-Netz beina­he noch in Ord­nung sein, obwohl auch hier die Net­zneu­tral­ität (also gle­ich­es “Recht” für alle Daten­pakete unab­hängig von ihren Eigen­schaften) ver­let­zt wird, aber so bre­it­bandig ist Spo­ti­fy nun nicht; im Mobil­netz aber herrschen andere Regeln.

Zwar ver­sucht T‑Mobile USA es wie Net­zneu­tral­ität ausse­hen zu lassen, dass viele große Streamin­gan­bi­eter (kein Rdio, kein WiMP, kein Groove­shark, …) statt wie in Deutsch­land “nur” Spo­ti­fy gle­icher­maßen bess­er behan­delt wer­den, aber da dürfte die Sach­lage klar sein.

Entschei­dend ist vielmehr: Mobil­funk ist im Gegen­satz zu kabel­basierten Anschlüssen ein Medi­um, das seine max­i­male Kapaz­ität nicht unab­hängig von der Anzahl der Nutzer inner­halb sein­er Reich­weite erre­icht. Alle T‑Mo­bile-Nutzer inner­halb ein­er Funkzelle — nein, damit sind keine Tele­fonzellen gemeint — müssen sich also die ver­füg­bare Band­bre­ite teilen. Dass alle Kun­den — und das sind meist viele — inner­halb der­sel­ben Funkzelle eine erträgliche Band­bre­ite erhal­ten kön­nen, ist einzig den Vol­u­men­tar­ifen geschuldet, die dafür sor­gen, dass nicht jed­er Kunde jeden Tag unbe­gren­zt riesige Daten­men­gen in HSDPA- oder noch höher­er Geschwindigkeit herun­ter­laden darf. Wer­den Aus­nah­men geschaf­fen, so wird dies früher oder später bei steigen­der Akzep­tanz des Ange­bots dazu führen, dass das Netz “ver­stopft” ist: Wenn etwa jed­er zweite Ein­wohn­er ein­er Großs­tadt gle­ichzeit­ig ver­sucht, einen großen Stream herun­terzu­laden, wer­den wohl einige Lastverteil­er damit über­fordert sein. Ihr ken­nt das möglicher­weise von Jahreswech­seln, wenn selb­st das Versenden von SMS-Nachricht­en eine Geduld­sprobe ist.

Egal, “kostet ja nix”. Der Kunde mag es. Wie, andere Inhalte (Tauschbörsen, aber auch Web­sites) wer­den niedriger pri­or­isiert, also ver­langsamt? Egal — wer braucht schon E‑Mail? Und dieses “Enter­tain” von der Telekom da, das mal eben 1/4 der eige­nen Band­bre­ite reserviert, ist wirk­lich unge­mein prak­tisch. Vor etwas über zehn Jahren hat­ten wir auch nur 56 kbit/s und das hat lock­er gere­icht; was darüber hin­aus­ge­ht, kön­nen wir ja für einen gerin­gen Auf­schlag vor­pri­or­isieren lassen. Und weil wir unser Geld so gern ver­schwen­den, mieten wir uns gle­ich noch fremde Musik dazu und hof­fen dann, dass sie uns nie­mand ein­fach so weg­n­immt. Das würde ja nie­mand tun.

Meine dig­i­tal­isierten Vinylplat­ten kosten mich übri­gens auch bei anderen Anbi­etern kein Byte traf­fic.

Um bei caschys Duk­tus zu bleiben: Inklu find’ ich schei.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz notiert zu Joachim Gaucks jüngster Befürwortung rücksichtslosen Menschentotschießens

Hm, ja, aha, soso:

Bun­de­spräsi­dent Joachim Gauck sieht Deutsch­land bei der Über­nahme von mehr inter­na­tionaler Ver­ant­wor­tung in der Pflicht, not­falls auch mil­itärische Mit­tel einzuset­zen. (…) Man brauche inter­na­tion­al auch Kräfte, die Ver­brech­er oder Despoten stop­pen, die gegen ihr eigenes Volk oder gegen ein anderes mörderisch vorge­hen.

Die Kräfte, die Ver­brech­er daran hin­dern, zum Beispiel das afghanis­che und irakische Volk zu mas­sakri­eren, heißen im all­ge­meinen poli­tis­chen Sprachge­brauch gele­gentlich “Islamis­ten”, manch­mal auch “Tal­iban”. Gegen einen Ein­satz inter­na­tionaler Kräfte, die not­falls mit Waf­fenge­walt deutsche Sol­dat­en daran hin­dern, im Aus­land Men­schen zu töten, hätte ich im Übri­gen eben­so wenig wie gegen eine ver­stärk­te Präsenz aus­ländis­ch­er Trup­pen zum Schutz deutsch­er Demon­stran­ten vor bewaffneter Polizei. Das ken­nt Joachim Gauck ja noch von früher, als sow­jetis­che Panz­er zuver­läs­sig das Land vor dem Feind beschützt haben.

Vor­wärts immer, rück­wärts nim­mer!
Erich Honeck­er

Computer
German Sicherheit (Symbolbild)

Die aktuelle Aus­gabe der Zeitschrift c’t hat wieder ein­mal aller­lei Wer­bung dabei, unter Anderem ein Band, das die Zeitschrift umgibt und für einen großen deutschen Antiviren­her­steller wer­ben soll.

Und wie ein­drucksvoll!

German Sicherheit

Fühlt ihr euch auch schon so sich­er wie ich mich?

PersönlichesMusikNetzfundstücke
Dreimal kurz erwähnt: Geschlechtsreife, Gemüsenazis und die gute alte Sehnsucht

Kan­nte ich noch gar nicht: Die Geschlecht­sreife allein berechtigt noch nicht zur Inbe­trieb­nahme der Geschlecht­sor­gane.


Rührend: Die “Jun­gle World” (“Club-Mate ist das Getränk des kom­menden Auf­s­tands”, 28. April 2011) macht sich Sor­gen um die Gesund­heit zweier veg­an­er Kochneon­azis:

Besorgnis­er­re­gend hoch scheint der Kof­fein­ver­brauch der bei­den Köche zu sein. Gle­ich drei Kisten ein­er beliebten Mate-Limon­ade sind im Hin­ter­grund zu sehen und auch son­st ste­hen Flaschen des Getränks fast über­all in der Küche herum.

Da sieht man mal, wie krank die sind!


Apro­pos “Jun­gle World”:

De|si|de|rat, das; -[e]s, ‑e [lat. desider­a­tum = Gewün­scht­es]: (…) (bil­dungsspr.) etw., was fehlt, was nötig gebraucht wird; Erwün­scht­es[.]

Und eigentlich ken­nt man das ja, dieses Gefühl, wenn etwas fehlt, etwas gebraucht wird; was dann auch meist gar nicht mal so fern ist, aber doch unnah­bar, weil man statt des beque­men Weges vor­bei an Wiesen und Flüssen lieber die steinige Abkürzung nimmt, um zu beweisen, dass man es nicht nur bequem haben will, und man bricht auf dem Weg zusam­men und rap­pelt sich dann doch wieder auf, geleit­et nur von den Far­ben und der Stimme, wie in diesem einen Lied, das jed­er ken­nt und das für jeden anders heißt.

From Mon­u­ment To Mass­es — “Deaf­en­ing” — 4/27/07

Und eigentlich ist es trost­los, wenn sie nicht bei einem ist. Aber das ken­nt ihr ja.