PersönlichesMusik
Vinyl 3 (2): Wir haben verloren.

Zur Ein­stim­mung auf den diesjähri­gen Record Store Day — ischa bald — schlen­derte ich heute durch eine Fil­iale eines großen Medi­en­ver­trieb­skonz­erns und nahm erfreut war, dass selb­st die Viny­labteilung in einem doch eher für Laufkund­schaft attrak­tiv gemacht­en Ladens in den let­zten Jahren zumin­d­est quan­ti­ta­tiv um ein Vielfach­es angewach­sen war. Ein genauer­er Blick aber ließ mich erah­nen, dass die Ver­mu­tung, dass man selb­st bei denen, die Musik allein nach den damit erziel­ten Umsätzen bew­erten, erkan­nt habe, dass wir Musik­lieb­haber ein bedeut­sames Klien­tel sind, vielle­icht etwas vorschnell getrof­fen wor­den war.

Eine Plat­ten­fir­ma “Edel” — laut Wikipedia ein “Inde­pen­dent-Label” — zu nen­nen und dann auss­chließlich schlimme Schau­d­er­musik­er unter Ver­trag zu nehmen ist ja auch irgend­wie gehäs­sig. Tat­säch­lich aber scheint man dort eine Menge Geld dafür auszugeben, den lang­weili­gen Quatsch, den man gern als “Hits” deklar­i­ert sehen würde, auch den­jeni­gen unterzu­jubeln zu ver­suchen, die um “den Main­stream” bewusst und aktiv einen Bogen zu machen ver­suchen. Dass kein Vinyl­re­gal in großen Ket­ten ohne John­ny Cash und irgendwelche hip­pen Indie-Rock-Bands auskommt, kann ich aus wirtschaftlich­er Sicht noch ver­ste­hen, dies wird oft zumin­d­est aus­geglichen von Can- und Gong-Plat­ten; aber was sollen die weit von jedem Dasein als absichtlich­er Musikhör­er ent­fer­n­ten Indi­viduen in der Ziel­gruppe der Plat­ten­fir­ma “Edel” mit ein­er Vinylver­sion eines Albums ein­er dieser Uff-Tscha-Com­bos anfan­gen? Einen Plat­ten­spiel­er haben die wohl nicht, die Vorteile ein­er 180-Gramm-Vinyl­pres­sung lassen die sich wohl kaum beib­rin­gen. Passt ja nicht mal in das iPhone rein, so’ne Plat­te.

Oder kann es sein, dass man hier seit­ens der Plat­ten­fir­ma die drol­lige Sitte, Vinyl-LPs Down­load­codes für eine kaput­tkom­prim­ierte MP3-Ver­sion des Albums beizufü­gen, kreativ aus­nutzt? “Seht her, für nur knapp 30 Piepen kriegt ihr das Album, das ihr euch son­st für ’nen Euro gemietet hät­tet, als MP3 und zum Inden­schrankstellen.” Die näch­ste Hip­ster­gen­er­a­tion wird ihren älteren Geschwis­tern sehr pein­lich sein. Früher, als man noch ein Instru­ment spie­len oder wenig­stens einiger­maßen erträglich sin­gen kön­nen musste, um als Musik­er wenig­stens lei­dlich erfol­gre­ich sein zu kön­nen, war eine “Gen­er­a­tion” ja noch als “einige Jahrzehnte” definiert, aber da wurde auch noch nicht so früh so viel geschnack­selt.

Can. Gong. John­ny Cash. Madon­na. Eminem. Die Web­site des großen Medi­en­ver­trieb­skonz­erns führt “Vinyl” als eigen­ständi­ge Kat­e­gorie neben “Pop” und “Son­stige” auf, weil’s eben völ­lig egal ist. Pop. Rock. Jazz. Vinyl. Stream. iPods. Papas Gruftimusik. CDs. Haupt­sache, es ist ein Poster dabei.

Im Jan­u­ar 2014 freute ich mich:

Dieter Bohlens “Super­stars” wer­den es ver­mut­lich nie auf eine Schallplat­te schaf­fen.

Ich fürchte, wir haben ver­loren.

PolitikIn den Nachrichten
“… oder Essenswünschen”

Endlich tut mal ein­er was gegen den inter­na­tionalen Flugzeugter­ror­is­mus:

Die “Euro­pean Dig­i­tal Rights”-Initiative (EDRi) warnt davor, dass franzö­sis­chen P2P-Nutzern mit dem geplanten EU-Sam­mel­sys­tem für Flug­pas­sagier­dat­en Schwierigkeit­en dro­hen, wenn sie fliegen wollen. (…) Dem­nach kön­nten auch franzö­sis­che Nutzer, die ille­gal per File­shar­ing geschützte Inhalte aus dem Inter­net gesaugt haben, kün­ftig von Flü­gen aus­geschlossen oder zumin­d­est am Flughafen ver­schärft kon­trol­liert wer­den.

Ob man noch von “geschützten Inhal­ten” reden sollte, wenn sie offen im Netz herum­liegen, wage ich nicht juris­tisch zu beurteilen. Viel zu groß ist meine Erle­ichterung darüber, zu wis­sen, dass an Flughäfen kün­ftig keine gefährlichen eMule-Nutzer mehr unbe­hel­ligt herum­laufen dür­fen. Wie genau eine “ver­schärfte Kon­trolle” sich gegenüber den entwürdi­gen­den Abtas­tun­gen reg­ulär­er Flug­gäste auswirkt, kon­nte ich lei­der noch nicht her­aus­find­en. Vielle­icht bekom­men sie zusät­zlich eine Anal­sonde einge­führt, die nach geschmuggel­ten Daten­trägern mit MP3-Dateien sucht; aber wenn’s der Ter­rorab­wehr dient, bitteschön.

Wie eben auch (Her­vorhe­bung von mir):

Nach dem Richtlin­ien­vorschlag der EU-Kom­mis­sion sollen Pas­sen­ger Name Records (PNR) wie Namen, E‑Mail-Adressen, Telefon‑, Kon­ten- und Kred­itkarten­num­mern oder Essenswün­schen fünf Jahre auf­be­wahrt wer­den.

Wenn ein­er, der heute im Flugzeug einen Salat isst, in fünf Jahren jeman­den inner­halb der EU ermordet, wird diese Aufze­ich­nung bei der Iden­ti­fika­tion des Mörders helfen, nehme ich an. Warum sollte die EU-Kom­mis­sion denn son­st so einen Beschluss fassen wollen?

“Big Data” hat­te ich mir ja immer etwas anders vorgestellt.


Apro­pos Big Data: Jet­zt wollen sie auch noch unseren Whiskey überwachen! :aufsmaul:

PolitikIn den Nachrichten
Dreimal kurz verlinkt: Knallköpfe!

Eine gute Nachricht: Die Bun­deswehr tötet immer weniger wahrschein­lich irgendwen. Warum? Nein, nicht aus ethis­chen Grün­den, die, seit der deutsche Kriegsmin­is­ter von der “christlichen” CDU/CSU gestellt wird, sowieso allen­falls ein Trep­pen­witz sind; vielmehr aus tech­nis­chen Grün­den:

Seit Monat­en gibt es Zweifel am Stan­dard­gewehr der Bun­deswehr. Jet­zt haben tech­nis­che Prü­fun­gen nachgewiesen, dass das G36 unge­nau wird, wenn es heiß geschossen ist.

Der Her­steller zeigt sich bestürzt:

Das Stan­dard­gewehr G36 habe bei “sachgerechtem Gebrauch keine maßge­blichen Ein­schränkun­gen der Ein­satz­tauglichkeit”, erk­lärte das Unternehmen.

Zu “sachgerechtem Gebrauch”, wenn ich das jet­zt richtig ver­ste­he, gehört es also nicht, ein Dauer­feuer auf den Feind (i.e. den Iwan) zu eröff­nen — gezielte, einzelne Schüsse auf für das Über­leben wichtige Kör­perteile müssen genü­gen. Die Wirtschaft zumin­d­est würde der sparsame Umgang mit Muni­tion freuen, der deutsche Waf­fen­ex­port ist ja, wie es heißt, im Rück­gang. Wahrschein­lich wer­den die übri­gen Tötungs­maschi­nen vom eige­nen Land für die Befriedung so genan­nter Schurken­staat­en gebraucht. Friedenspanz­er, wis­senschon.


Macht die CDU denn alles falsch? Nicht ganz:

Das Net­zw­erk Dig­i­tal­isierung der CDU Deutsch­lands hat sich unter der Leitung von Gen­er­alsekretär Peter Tauber kon­sti­tu­iert. (…) Dazu erk­lärte Nadine Schön: “Dig­i­tal­isierung ist der Erfol­gss­chlüs­sel der Zukun­ft. Diese Chance wollen wir nutzen. Unser Ziel ist es, dig­i­tales Entwick­lungs­land Wach­s­tum­s­land Nr. 1 zu wer­den. (…) Unser Ziel ist es Vor­re­it­er zu sein. Unser Anliegen als CDU ist es, die richti­gen Rah­menbe­din­gun­gen zu schaf­fen, um Unternehmen, Start-ups, Forschung, Gesellschaft und jedem Einzel­nen die Chance zu geben, erfol­gre­ich an der Dig­i­tal­isierung teilzunehmen. (…)”

Die Einzel­nen, die zum Teil seit über zwanzig Jahren an der Dig­i­tal­isierung teil­nehmen, freut das sicher­lich, denn die “richti­gen Rah­menbe­din­gun­gen” der CDU — wir erin­nern uns an Zen­sur­su­la, ACTA, Vor­rats­daten­spe­icherung, den Umgang mit der NSA- und BND-Überwachung und nicht zulet­zt Femen — sind genau das, was diesem gequäl­ten Inter­net noch gefehlt hat.


Aber zum Glück gibt es ja noch das andere poli­tis­che Ufer, die Linken. Endlich ist wenig­stens in Thürin­gen wieder alles wie früher. Alles? Lei­der nicht:

Ein Beamter aus Thürin­gen wollte sich in den Ruh­e­s­tand ver­set­zen lassen, bei vollen Bezü­gen. Grund: Er mochte unter dem neuen linken Lan­des­vater Bodo Ramelow nicht Dienst tun.

Man bekommt ein­fach kein anständi­ges Per­son­al mehr.

In den NachrichtenMontagsmusik
Pelican — Deny the Absolute

Guten Morgen, SonneEs ist Mon­tag, eine Stunde früher als sowieso befürchtet. Uhrenum­stel­lung nachts um drei, wenn allen­falls ein Käuzchen zuguckt. Das machen Uhren automa­tisch? Eure vielle­icht! — Und fröh­lich­er wird man auch nicht, wenn man die Nachricht­en liest: Luise F. Pusch find­et, das Prob­lem, dass Copi­loten depres­siv sein kön­nten, ließe sich umge­hen, indem man ein­fach mehr Frauen ins Cock­pit — hihi, cock — lässt. Dass Frauen von Depres­sio­nen weitaus häu­figer betrof­fen sind als Män­ner, ist für die fem­i­nis­tis­che Fak­ten­find­ung offen­bar zweitrangig.

Ach, Flugzeu­gab­stürze sind ja auch schon wieder old news. Die Welt dreht sich weit­er. Man muss zum Beispiel gar nicht bei einem Mann ins Flugzeug steigen, um zu ster­ben; Zeuge im NSU-Unter­suchungsauss­chuss zu sein genügt. Und was tut die Regierung? Von der ehe­ma­li­gen Volkspartei SPD — das ist die, die min­destens seit den 1990er Jahren die Überwachungsverträge mit den USA maßge­blich gefördert hat­te und sich auch jet­zt für bessere Beziehun­gen zum Senior­part­ner (i.e. USA) ein­set­zt — sind sog­ar die Linken ent­täuscht.

Auf nichts ist mehr Ver­lass, unsere Werte ste­hen Kopf wie ein Flugzeug in Katas­tro­phen­fil­men. McDonald’s möchte Tis­chbe­di­enung ein­führen. Vielle­icht gibt es dort dann auch bald etwas zu essen. Wenn einem nicht vorher aus anderen Grün­den schlecht wird: Kinder­pornografie vom US-Mil­itär. Das will doch kein­er sehen.

Wegrock­en. Ein­fach wegrock­en.

Pel­i­can — Deny the Absolute OFFICIAL VIDEO

Guten Mor­gen.

MusikkritikKaufbefehle
Godspeed You! Black Emperor — Asunder, Sweet and Other Distress

Godspeed You! Black Emperor - Asunder, Sweet and Other Distress“Nur auf Vinyl” (“eclipsed”) beziehungsweise als Vinyl-LP und Audio-CD (Amazon.de) erscheint mor­gen “Asun­der, Sweet and Oth­er Dis­tress”, das neue Album des Postrock­kollek­tivs God­speed You! Black Emper­or aus Mon­tréal. 2014 haben einige der Mit­glieder mit ihrem Pro­jekt “Sil­ver Mt. Zion” wieder ein­mal beein­druck­end gute Musik veröf­fentlicht, jet­zt leg­en sie schon wieder mit einem neuen Werk ihrer Haupt­band nach. Kana­da scheint voller knutschen­der Musen zu sein; ganz schön anstren­gend eigentlich.

Auf “Asun­der, Sweet and Oth­er Dis­tress” sind vier Stücke — fast möchte ich sie Kapi­tel nen­nen, gehen sie doch naht­los ineinan­der über — zwis­chen sechs und vierzehn Minuten zu find­en, laut Pres­se­in­for­ma­tio­nen (also Eigen­wer­bung) bilden sie “die fokussierteste und bestk­lin­gende Auf­nahme der Band­kar­riere”. Als gin­ge es im Postrock um den Fokus und nicht um den Genuss an der Auss­chwei­fung!

God­speed You! Black Emper­or — Asun­der, Sweet And Oth­er Dis­tress (live) // East Hast­ings

Aber tat­säch­lich klingt das, was hier präsen­tiert wird, selb­st im Stream trotz des arg neo­prog­gi­gen Titels wirk­lich best: Mit den flir­ren­den Gitar­ren, der kraftvollen Vio­line und der beina­he dekaden­ten Rhyth­mussek­tion von “Peas­antry Or ‘Light! Inside Of Light!’ ” begin­nt es fast wie ein zorniges under­state­ment, um dann mit den droneschwan­geren “Lambs’ Breath” und “Asun­der, Sweet” gle­ich­sam zu wach­sen, bis es in dem elegis­chen “Piss Crowns Are Tre­bled” (“Pis­skro­nen wer­den ver­dreifacht”, ach so) schließlich explodiert. Gesun­gen wird, wie üblich, in diesem Pro­jekt der Kanadier nicht, trotz­dem ver­misse ich auch als Textfre­und nichts.

Das Titel­bild des Albums zeigt eine Schafherde. Sind wir alle nur Schafe? Ver­mut­lich ist das hier Gehörte tat­säch­lich nichts wirk­lich Neues, jemand hat schon mal Gitar­ren benutzt und sog­ar Drones damit erzeugt; trotz­dem ver­mö­gen God­speed You! Black Emper­or ihre sowieso unange­focht­ene Stel­lung als Schöpfer großer Werke für das heimis­che Kopfki­no. 2015 wäre ohne sie um ein wichtiges, far­ben­fro­hes Album ärmer.

“Asun­der, Sweet and Oth­er Dis­tress”: Ein Album wie das Gegen­teil von James Last (“ver­ton­ter Flokati”, ZEIT ONLINE). Stark.

NerdkramsPolitikIn den Nachrichten
Wenn ein Administrator im Basketball versagt

Ich wedle fem­i­nis­tisch mit den Hän­den vor meinem Gesicht herum, denn Simon Hurtz — hurz! — tri­um­phiert auf Golem.de:

Weil ein automa­tis­ches Win­dows-Update länger dauert als gedacht, begin­nt ein Heim­spiel der Pader­borner Bas­ket­baller mit Ver­spä­tung. Die Liga reagiert mit Punk­tabzug — der ver­mut­lich den Abstieg der Pader­borner besiegelt.

Groß ist die Häme in den ein­schlägi­gen Vorschul­foren: Haha­ha, Win­doof! Macht ein­fach Updates! Mit Linux/Mac OS X/Stift und Papi­er wär’ das und so weit­er. — Nun kön­nte man allerd­ings auch davon aus­ge­hen, dass so ein wichtiges Sys­tem wie das betrof­fene gele­gentlich auch ein­mal gewartet und nicht nur den Din­gen freier Lauf gelassen wird. Ver­sagt hat hier nicht, haha­ha, Win­doof, son­dern der­jenige, der für die Aufrechter­hal­tung der Infra­struk­tur zuständig ist. Ein Admin­is­tra­tor, der ein Win­dowssys­tem so ein­richtet, dass so etwas über­haupt passiert, ist nicht nur ein Ver­sager in seinem Beruf, son­dern offen­sichtlich auch ein Fei­gling, wenn er den Speku­la­tio­nen darum, dass, haha­ha, Win­doof schuld an den Fol­gen seines Tuns sei, kein Eingeständ­nis ent­ge­gen­stellt.

Ander­er­seits: Wer würde son­st über Pader­borner Bas­ket­ball bericht­en? Lin­uxfre­undliche deutsche Medi­en sind dankbare Büh­nen­bild­ner.


Zu diesen lin­uxfre­undlichen Medi­en gehört bekan­ntlich auch “SPIEGEL ONLINE”, wo, wenn nicht ger­ade ein kläglich­er Ver­such passiert, über Tech­nik bericht­en zu wollen, zumin­d­est manch­mal Lesenswertes über Poli­tik pub­liziert wird, darunter aktuell diese Mel­dung:

Im Juli 2013 hat­te das europäis­che Par­la­ment ein­heitliche Strafen für krim­inelle Hack­er beschlossen. Nun ist die Bun­desregierung dabei, die EU-Richtlin­ie in nationales Recht zu über­führen. Am Don­ner­stag wird der Entwurf für das Gesetz zur Bekämp­fung der Kor­rup­tion in zweit­er Lesung im Bun­destag ver­han­delt. Darin enthal­ten: Für unter Para­graf 202c fal­l­ende krim­inelle Hack­er­ak­tiv­itäten soll bald eine Frei­heitsstrafe von bis zu zwei Jahren ver­hängt wer­den kön­nen.

§ 202c StGB (“Para­graf 202c”, genauer will es ein SPIEGEL-ONLINE-Leser wahrschein­lich sel­ten wis­sen) bezieht sich hier­bei ins­beson­dere auf § 202b StGB, in dem es heißt:

Wer unbefugt sich oder einem anderen unter Anwen­dung von tech­nis­chen Mit­teln nicht für ihn bes­timmte Dat­en (…) ver­schafft, wird mit Frei­heitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geld­strafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schw­er­erer Strafe bedro­ht ist.

Der “Para­graf 202c” bes­timmt, dass jemand, der “Com­put­er­pro­gramme, deren Zweck die Bege­hung ein­er solchen Tat ist, her­stellt, sich oder einem anderen ver­schafft, verkauft, einem anderen über­lässt, ver­bre­it­et oder son­st zugänglich macht, (…) mit Frei­heitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geld­strafe bestraft” wird; was eben zum Beispiel auch für die meis­ten aktuellen Lin­uxdis­tri­b­u­tio­nen gilt, die das 1337-h4xX0r-Werkzeug nmap zur Instal­la­tion anbi­eten, was bere­its 2009 The­ma beim Bun­desver­fas­sungs­gericht war. Wenn ich das dama­lige Urteil richtig ver­ste­he, so gilt ein Betrieb­ssys­tem, auf dem nmap instal­liert ist, nur dann nicht als Hack­er­soft­ware gemäß § 202c StGB, wenn es aus­drück­lich der Sicher­heit des eige­nen Sys­tems dient. Wer — wie ich — zum Beispiel ein bes­timmtes Betrieb­ssys­tem dieser Art nur deshalb ein­set­zt, weil es bess­er funk­tion­iert als andere Sys­teme, der kön­nte sich, je nach Wohlwollen des Gerichts, möglicher­weise straf­bar machen. Insofern sind die Pader­borner Bas­ket­baller ver­mut­lich mit Win­dows, auf dem nmap sel­ten instal­liert oder direkt instal­la­tions­bere­it ist, nicht schlecht berat­en.

Ich bin etwas skep­tisch, was die Zuver­sicht bet­rifft, dass eine Ver­längerung der Haft­strafe auf zwei Jahre für die meis­ten Men­schen, die Lin­ux instal­lieren (obwohl das einige andere Prob­leme lösen würde), dazu geeignet ist, die NSA davon abzuhal­ten, unsere pri­vate Kom­mu­nika­tion zu analysieren, aber ich bin vielle­icht ein­fach nicht sozialdemokratisch genug, um dieses Gesetz zu ver­ste­hen. Snow­den ist schon wieder zu lange her, es inter­essiert den Michel nicht mehr. So lange es gegen den Iwan (Putin, Wladimir) hil­ft, sind unsere ärg­sten Geg­n­er noch unsere Fre­unde. Das Recht auf Infor­ma­tions­frei­heit mag vielle­icht nicht so wichtig sein, wenn man nicht weiß, wie man mor­gen seine Miete bezahlen kann, aber es ohne einen Mehrw­ert für Volk oder Demokratie beständig zu unter­minieren ist nicht unbe­d­ingt eine logis­che Kon­se­quenz.

Ich hab’ die nicht gewählt!


Wer übri­gens auch etwas für die Demokratie tut: Ehe­ma­lige Mit­glieder der Piraten­partei. Endlich müssen Schwim­mer ihr Beck­en nicht mehr mit Men­schen ohne ein­deutiges Geschlecht teilen!

SonstigesIn den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Deutsche Überleichen

In Frankre­ich ist ein Flugzeug abgestürzt; aber keine Sorge, die Hin­terbliebe­nen wer­den nicht im Stich gelassen: Die betrof­fe­nen Unternehmen set­zten die Titel­bilder ihrer Twit­ter- und Face­book-Accounts auf schwarzweiß. Betrof­fen­heit stil­voll zu zele­bri­eren ist eine Kernkom­pe­tenz des mod­er­nen Deutschen, so lange es seines­gle­ichen (Nicht­mus­lime meist, bei Katas­tro­phen wenig­stens Deutsche) trifft: “Keine Über­leben­den, viele deutsche Opfer” beklagt SPIEGEL ONLINE, auch ZEIT.de betrauert “viele Deutsche”. Aus­ländis­che Medi­en wie 20min.ch scheren sich derzeit nicht um die Nation­al­ität der Pas­sagiere, wie’s auch SPIEGEL ONLINE nicht inter­essiert, woher Pas­sagiere stam­men, wenn sie nicht aus Deutsch­land kom­men: An Bord des Air­bus befind­en sich 162 Men­schen, na bitte, das ist jour­nal­is­tis­che Berichter­stat­tung ohne Betrof­fen­heits­gesülze (sieht man ein­mal von dem Bre­it­bil­dauf­mach­er mit der weinen­den Frau ab), aber das verkauft sich schlecht und hat wohl auch nicht so viele Leute inter­essiert.

Ein aus­ländis­ches Flugzeug stürzt im Aus­land ab und kein einziger Deutsch­er kommt zu Schaden? Wie schade; denn dann muss Mit­men­sch “Jour­nal­ist” ja das eigentliche Geschehen (Flugzeu­gab­sturz, materieller und men­schlich­er Schaden) zur Mel­dung machen. Ein beru­flich­er Glücks­fall aber für jeden dieser See­len­verkäufer, wenn ein deutsches Flugzeug mit deutschen Pas­sagieren in eine deutsche Wohn­sied­lung fiele!

Ich befürchte, ich habe die Auf­gabe eines Jour­nal­is­ten bish­er völ­lig falsch ver­standen.

Nach­trag vom 28. März 2015: Wer es lesen will, erfährt also, was das Piloten­schwein geträumt hat, warum der schon immer eine Sau war und man nur den gesun­den Volk­skör­p­er hätte fra­gen müssen, wie man solche aus­merzt.


Schlechte Nachricht­en: Jugendliche kom­men vor lauter Inter­net gar nicht mehr zum Dro­gen­nehmen. Wie soll aus denen nur was wer­den?

In den NachrichtenMontagsmusik
Jimi Hendrix — All Along The Watchtower

Kaffee!Es ist Mon­tag. Mas­tur­bierende Autis­ten hän­gen am Kro­n­leuchter. Von wem Helene Hege­mann diese For­mulierung nun wieder geklaut hat, ist ja dann doch uner­he­blich, ’s ist halt die FAZ, die hat noch Restruf vom guten alten Frank Schirrma­ch­er zu ver­schenken. Im heise-Ver­lag ist man zumin­d­est the­ma­tisch schon weit­er: Mitle­sen des Daten­verkehrs sei nur gegebe­nen­falls ein Grun­drecht­se­in­griff, gegebe­nen­falls kön­nte man auch ein­fach aufhören, die Nachricht­en zu lesen, es wird ja doch nicht bess­er. Stattdessen irgend­was spren­gen oder so.

Zumin­d­est, allerd­ings, ist Früh­ling. Nutzt die gle­ichen Hash­tags wie euer Schwarm, dumm fickt gut. Es ist deprim­ierend.

Vielle­icht hil­ft Rock­musik.

Na bitte, schon bess­er.

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Hirnfinsternis

Dass Katrin Göring-Eckardt (“Die Grü­nen”) es “stark” find­et, wenn Men­schen kör­per­liche Schä­den gewün­scht wer­den, über­rascht uns Kriegs­beobachter ja ohne­hin, sofern über­haupt, nur noch mäßig; zur heuti­gen Son­nen­fin­ster­n­is (“SoFi”) und dem Umgang damit vielle­icht also nur so viel:

In der Trick­serie “South Park” trat vor eini­gen Jahren zwis­chen vie­len weit­eren Maskottchen “Willi, der Schau-nicht-direkt-in-die-Sonne-Wurm” auf. Lei­der hat diese Serie bis heute — anders als viele dieser die Intel­li­genz der Zuschauer belei­di­gen­den Cast­ingsendun­gen — unter Eltern einen zweifel­haften Ruf, und so spricht es sich in vie­len Fam­i­lien nicht herum, dass die Sonne eher nicht anges­tar­rt wer­den sollte. Das größte Prob­lem von Kindern, die man wegsper­ren muss, damit sie nicht aus Blöd­heit erblind­en, dürfte allerd­ings wohl kaum sein, dass ihre Schule nicht genü­gend auf sie auf­passt.

Auch heute gab es, traut man ein­schlägi­gen Medi­en, wieder mehrere Fälle von Net­zhautver­bren­nun­gen durch unsachgemäßen Umgang mit Son­nen­licht. Das hätte die Regierung doch sagen müssen, dass die Sonne auch hell ist, wenn man sie nur ein biss­chen sieht! Die näch­ste Son­nen­fin­ster­n­is wird hierzu­lande voraus­sichtlich am 10. Juni 2021 zu sehen sein. Auch dann, dies als War­nung, wird die Sonne noch sehr, sehr hell sein.

Da nich’ für.


Ausrede des bish­eri­gen Monats: Die SPD lässt Edward Snow­den nicht ins Land, weil sie son­st keine Ter­rorhys­terie mehr erfährt.

In den NachrichtenWirtschaft
Kapitalismuskritiker enteignen!

Jetzt mit Schlumpfine!Gele­gentlich fragte ich an dieser Stelle bere­its:

Wo bleibt eigentlich die Rev­o­lu­tion?

Ich musste ja so doof fra­gen. In Frank­furt tobt sich jeden­falls der Anar­chis­mus heute aus; Arbeit­slose mit Marken­klei­dung und iPhones zün­den, um den Kap­i­tal­is­mus zu über­winden, von Steuern bezahlte Bushal­testellen und Polizeiau­tos (beman­nt und unbe­man­nt) an. Nieder mit den Bushal­testellen!

Diese Kap­i­tal­is­ten von der Feuer­wehr, die ver­suchen zu ver­hin­dern, dass Men­schen zu Schaden kom­men, gehören ver­mut­lich auch angezün­det, aber Steine tun’s bis auf Weit­eres auch. Antikap­i­tal­is­tisch die Leute vom Ret­tungs­di­enst ver­dreschen. Jedes bren­nende Polizeiau­to bezahlt einem griechis­chen Kind das Aben­dessen, jede abge­fack­elte Bushal­testelle hil­ft einem Flüchtling dabei, in Deutsch­land zu über­leben. Es ist ja nun auch nicht so, dass man sich, wenn man vor einem Bürg­erkrieg aus seinem Land flüchtet, in seinem Zuflucht­s­land vielle­icht weniger von bewaffneten Irren umgeben wäh­nen möchte — oder doch?

Im Frankre­ich des 18. Jahrhun­derts hat man Vertreter der Gegen­seite noch aus Fen­stern in Kloake (“Latri­nen­pro­dukt”, engl. Wikipedia, “Scheiße” ist eben vorder­gründig unamerikanisch) gewor­fen und ihnen gegebe­nen­falls den Kopf abge­hackt. Das war effizient, das hat funk­tion­iert. Hier und heute möchte man von so etwas nichts mehr wis­sen, man zieht sich stattdessen schwarz an und demoliert öffentliche Ein­rich­tun­gen, ver­mut­lich Pop­musik hörend. Pro­priété oblige.

Die wei­hen da eine Bank ein, der Kap­i­tal­is­mus darf nicht siegen. Mario Draghi wird sicher­lich sofort jedem Kap­i­tal entsagen, wenn seine Bushal­testelle abge­bran­nt wird und er nicht mehr nach Hause kommt. Dann siegt endlich das Gute, näm­lich eine andere Staats­form. Warum nicht mal wieder Kom­mu­nis­mus? Nun ja, vielle­icht deswe­gen:

Wir kön­nen nicht voraus­sagen, wann der chi­ne­sis­che Kom­mu­nis­mus zusam­men­brechen wird; aber es ist schw­er, nicht zu dem Schluss zu gelan­gen, dass wir Zeu­gen sein­er End­phase sind.

Woran in Chi­na der Kom­mu­nis­mus gescheit­ert ist, stört die Bun­desregierung Deutsch­lands kaum: “Das Wirtschaftswach­s­tum hat sich deut­lich ver­langsamt, als Ziel für dieses Jahr nen­nt die Regierung ‘rund sieben Prozent’ ”, was ein klares Anze­ichen für den sicheren Unter­gang sei, denn wenn eine aus­gereizte Wirtschaft mit steigen­den Gewin­nen jedes Jahr weniger Gewinnzuwachs zu ver­buchen ver­möge, steuere sie damit auf — schluck! — eine Stag­na­tion zu, in der sie zwar immer noch jedes Jahr viel Gewinn mache, aber eben nicht mehr drei, son­dern nur noch zwei Smart­phones für jedes chi­ne­sis­che Ohr pro­duziere. “Wach­s­tum”, das wächst uns allen über den Kopf, aber der Markt, der sich in Han­nover gemein­sam mit dem Part­ner­land 2015natür­lich Chi­na — gegen­wär­tig selb­st feiert, hat Hunger. Han­nover anzuzün­den würde die Stadt ver­mut­lich zwar städte­baulich ver­schön­ern, hätte aber so manche unfeine Folge für Teil­nehmer und Anwohn­er. Die Infan­til­isierung der Kap­i­tal­is­muskri­tik schre­it­et voran.


Apro­pos Infan­til­isierung: Schreib’ dein schön­stes Feriener­leb­nis auf, wenn du Anhänger von War­ren Buf­fett bist und in seinem Eltern­haus über­nacht­en möcht­est. Ob es dazu auch einen kosten­losen Kinderteller (vielle­icht Cur­ry­wurst mit Pommes) gibt, ist lei­der nicht ver­merkt.

WirtschaftMontagsmusik
Gong — Occupy

Es ist zum EulenEs macht eigentlich keinen Spaß mehr, die Telekom so richtig blöd zu find­en, ist sie doch auf der diesjähri­gen CeBIT mit einem Stand unter dem Mot­to “Wirtschaftswun­der” zu find­en, während zumin­d­est der Zugang zum kabel­losen Inter­net preiswert­er gewor­den ist. Sig­mar Gabriel durfte gle­ich am Eröff­nungstag für die Tech­nikver­hin­derungspartei SPD wer­ben, was über den Stan­dort Deutsch­land mehr aus­sagt als man eigentlich wis­sen wollte.

Eigentlich auch schon zu viel: Am Fre­itag starb Dae­v­id Allen, eines der frühen Mit­glieder von Soft Machine und Grün­der der Space­rock-Leg­ende Gong, an den Fol­gen sein­er Kreb­serkrankung. “Nur die Besten ster­ben jung”, heißt es und stimmt nicht. Ter­ry Pratch­ett, eben­falls erst vor weni­gen Tagen ver­stor­ben (was ist nur los mit diesem März?), wurde auf Twit­ter über­wiegend seines “zu frühen” Todes bedauert, als hät­ten die Bedauern­den ein anderes Sterbe­da­tum vorge­se­hen; wie halt auch son­st immer alles nur zu früh ist. Der frühe Kauz bricht den Ast. Es ist Mon­tag und man will es lieber nicht so genau wis­sen.

Bärengedanken. Es ist ja doch immer alles nur schwarz und weiß und pelzig; und, jeden­falls, Musik. Es ist zum Eulen.

Gong “Occu­py” music video

Guten Abend.

In den NachrichtenWirtschaft
Unsegrieös!

Die Mehrheit der Deutschen hält laut ein­er neuen Umfrage die griechis­che Regierung für unser­iös, berichtet “SPIEGEL ONLINE”, und abges­timmt wurde natür­lich von der gle­ichen Mehrheit, die son­st den dick­en Sig­gi und/oder unsere Kan­z­lerin wählt, denn unser­iös hauen die einen nicht über’s Ohr, son­dern wenig­stens in fein­er Klei­dung. Bei uns kann man ja nix machen gegen die da oben, aber die Griechen. die sollen gefäl­ligst was Anständi­ges (i.e. Merkel, Angela) wählen, son­st wollen wir die hier nicht. Geht doch zurück nach Griechen­land.

Über­haupt wird hierzu­lande viel zu wenig verkof­fer­wortet. Grex­it. Last Exit Hirn­schwund. Dem Grenter fol­gt der Grab­schwung (wo nicht gar die Euro­griese). Kein Grund zu grienen. Vielle­icht betet er (V. Putin, A.d.V.), denn die Sit­u­a­tion ist furcht­bar. Gegen einen anständi­gen Religiösen hat man nichts im Hause WELT, da ist man altersmilde. Die Mehrheit der Deutschen stimmt, fürchte ich, schweigend zu.


Worüber deutsche Lokalpoli­tik­er so disku­tieren müssen: Bekämp­fung des Dirne­nun­we­sens.

PolitikIn den Nachrichten
Schnell vergessen, schneller töten

Das Inter­net ste­ht Kopf; irgendwelch­er Gen­derkrem­pel mit Tilo Jung und Juliane “Jule” Leopold beschäftigt seit Tagen das Netz, weil man dort lieber Säue irgend­wo hin- und/oder durchtreibt, die keinen Schaden anricht­en, weil die große Welt­poli­tik dann doch zu schmerzhaft ist.

Nicht überwacht

Die CIA hackt Dinge. Was allerd­ings aus der Überwachung durch die NSA gewor­den ist? Wer weiß? Spielt das noch eine Rolle? Bun­de­stro­jan­er, schreck­lich, aber auch schon wieder schreck­lich lange her. Es ist nicht mehr neu genug, die Zeitung von gestern ist so was von Dien­stag.

Um nicht sehen zu müssen, wie schlecht es uns eigentlich geht, guck­en wir lieber etwas weit­er weg: Spendet jet­zt, damit noch mehr Leute noch mehr Leute töten kön­nen.

‘Irakische Armee meldet Erfolge’ (…) ‘Hur­ra! Wir haben jeman­den umge­bracht!’
@arschhaarzopf

Wenn du Frieden willst, halt’ bloß die Fresse. Höflichkeit ist Fir­lefanz. Apple verkauft Uhren für bis zu 18.000 US-Dol­lar, deren beson­dere Funk­tion es ist, dass sie nach weniger als einem Tag wieder an die Steck­dose müssen. Vielle­icht kön­nen sie auch die Zeit anzeigen, so recht einig sind sich die Nachricht­en da nicht. Es ist aber auch schw­er, die Men­schen noch für ein Miteinan­der gewin­nen zu wollen.


Hur­ra, aber­mals:

Am 18. August startet der Stuttgarter Pani­ni Ver­lag, bis­lang in erster Lin­ie für seine Kinder- und Jugendzeitschriften bekan­nt, den Titel “Mein Papst”.

Hof­fentlich mit lebens­großem Starschnitt und einem Gim­mick. Wie wär’s mit Urzeitkreb­sen? Passend zum Katholizis­mus sind die ja auch noch klein.

In den NachrichtenMontagsmusikComputer
Peaches & Iggy Pop — Kick It

NachteuleDer Moment, in dem ihr anf­in­gt, komisch zu reden. Immer schneller, immer höher, immer weit­er, immer bess­er. Wir sparen uns nicht nur die Höflichkeit, wir sparen uns auch noch den Rest des hal­ben Satzes, so lange noch Platz bleibt für ein paar “Alter“s, Alter. Die Wis­senschaft tut nichts dage­gen. Die hat ander­er­seits auch andere Sor­gen: “Jed­er hält sich nun für einen Com­put­er­fach­mann, weil er die Maus zwei Stun­den lang herum­schieben kann, ohne sich dabei den Fuß zu brechen”, was halt dann schon einiges erk­lärt. Unerk­lär­lich bleibt der­weil der Lauf der Welt. Schon wieder Mon­tag, es bleibt auch nichts erspart. Der Über­schwang vom Woch­enende ent­pup­pte sich nicht ger­ade als Schmetter­ling. Jünger wird man ja doch nicht. Ein Schweigen im Blät­ter­wald, während die Insassen rauschen: “Meerkat”, eine Art Twit­ter-Medi­en­stream, wird hochge­jubelt; und dann benutzt es doch nur wieder Sascha Lobo.

Wer übri­gens auch nicht jünger wird: Iggy Pop.

Peach­es & Iggy Pop — Kick It

Guten Mor­gen.