In den NachrichtenMir wird geschlecht
Sex, Sex, Sex

Ob es für oder die Gesellschaft spricht, wenn “Jour­nal­is­ten” die Apple Watch als “throb­bing strap-on” beschreiben und über einen “sat­is­fy­ing wristjob”, die Befriedi­gung durch’s Handge­lenk, spekulieren, ist mir unklar; klar ist allen­falls, dass die Glo­ri­fizierung von Marken nicht ger­ade zur Unschuld der Gesellschaft beiträgt. Dazu passt, dass im Berlin­er Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, tra­di­tionell nicht ger­ade dem intellek­tuellen Zen­trum des Lan­des, gegen Sex­u­al­isierung gekämpft wird, wo gar keine ist:

Kün­ftig soll jede Wer­bung unter­bun­den wer­den, in der Frauen als “(willens)schwach, hys­ter­isch, dumm, unzurech­nungs­fähig, naiv” dargestellt wer­den. Frauen dür­fen auch nicht “ohne Anlass lächel­nd insze­niert” sein oder “zu kör­per­be­tont bek­lei­det” gezeigt wer­den.

Von mir aus hätte nach dem ersten Kom­ma Schluss sein kön­nen, aber ich habe von wirtschaftlichen Zusam­men­hän­gen auch nicht mehr Ahnung als nötig. Vor lauter Ver­wun­derung hat Jan Fleis­chhauer allerd­ings das einzig Richtige getan und Frauen­zeitschriften gele­sen:

Man gewin­nt beim Lesen den Ein­druck, dass sich Frauen pausen­los mit ihren Haaren und Fin­gernägeln beschäfti­gen und den Rest der Zeit dabei sind, über den Stand ihrer Beziehung nachzusin­nen. Sex ist auch ein großes The­ma, wobei es vor allem darum zu gehen scheint, wie man einem Mann einen per­fek­ten Blowjob ver­passt (“Petra”: “10 Tipps, damit beim Blasen nichts mehr schief gehen kann”) beziehungsweise ver­hin­dert, dass man dabei die Konzen­tra­tion ver­liert (“Cos­mopoli­tan”: “12 Dinge, die jede Frau denkt, wenn sie ihm einen bläst”).

Mir fällt auf, dass ich eigentlich auch mal wieder Frauen­zeitschriften lesen müsste, Steck­enpferd, wis­senschon.

Apro­pos Fleisch hauen: Schluss mit Mate und Jute­beuteln, Burg­er sind das neue hip. Mach dich hüb­sch, Cheri, wir essen Hack. Sind doch Spießer.


Anfang dieses Jahres berichteten manche Medi­en darüber, dass BMW es mit der intel­li­gen­ten Ver­net­zung wohl etwas zu genau genom­men hat: BMW-Autos ließen sich unbefugt öff­nen. Fahrzeugher­steller haben seit­dem offen­bar angestrengt darüber nachgedacht, wie man solche Vor­fälle in der Zukun­ft ver­mei­den könne, denn gestern berichtete man auf heise.de über den wach­senden Markt der dig­i­tal­isierten Fahrräder. Klar: Was keine Türen hat, kann man auch nicht aufhack­en. Gefahr erkan­nt — Gefahr geban­nt!

Jeden­falls teil­weise:

Das Notruf­sys­tem eCall wird für alle neuen PKW und leicht­en Nutz­fahrzeuge ab dem Jahr 2018 zur Pflicht. (…) Bei einem Unfall über­mit­telt das Sys­tem die Posi­tion des Fahrzeugs automa­tisch.

Nun wird also auch das Auto­mo­bil geset­zlich zur Wanze erk­lärt. Aber ist das dann nicht gefährlich, öffnet das nicht, haha, Tür und Tor für Krim­inelle? Nein, keine Sorge, es beste­he keine Gefahr:

Daten­schutz­sor­gen soll ein Ver­w­er­tungsver­bot ent­ge­gen­treten.

Ach so. Dann bin ich beruhigt!

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Die Ärzte — Hurra

SchneeeuleEin Mor­gen, ein Mon­tag, ein Schreck. Wie immer, wie immer. Unter­schätzter Beruf: Brot­ber­ater. Dem’s dann ver­mut­lich aus Schicht­grün­den auch egal ist, wie schnell sich die Welt um ihn dreht bzw. eben nicht: Die Deutschen haben Angst vor Spi­onage, immer noch, aber immer­hin nicht mehr von den Amerikan­ern, also nicht nur: Es seien “tech­nis­che und organ­isatorische Defizite beim BND” iden­ti­fiziert wor­den, die sicher­heit­shal­ber nicht beim Namen (Stein­meier) genan­nt wer­den, damit sich nicht wieder zeigt, wie nach­haltig blöde es von uns eigentlich war, die damals schon unerträgliche SPD ab 1998 irgend­was tun zu lassen, was über Laubfe­gen und Bier­holen hin­aus­ge­ht.

Ander­er­seits braucht man Deutsch­land ger­ade drin­gend, ist doch der USA-geförderte Putsch in der Ukraine nicht zur Zufrieden­heit der NATO aus­ge­gan­gen: Da rückt man seit 1990 mit aller­lei Mil­itär immer weit­er an Rus­s­land her­an und dann lässt der rus­sis­che Präsi­dent einen trotz­dem nicht ein­fach durch, son­dern behar­rt darauf, dass der Warschauer Pakt eigentlich dem Frieden dienen sollte. Klar­er Fall: Der muss weg. Nach­dem es sich allmäh­lich herum­spricht, dass Rus­s­land sich vielle­icht doch nur vertei­di­ge und die Ukraine eben nicht ein­genom­men habe, denn son­st sähe es dort ganz anders aus (ein rus­sis­ch­er Präsi­dent habe so seine Möglichkeit­en, wie es heißt), wer­den unsere amerikanis­chen Fre­unde, die das Ende des Kalten Kriegs bis heute trau­ma­tisiert zu haben scheint, allmäh­lich nervös. Ein Plan muss her!

Im Europäis­chen Par­la­ment gibt es mit der Europäis­chen Volkspartei, dem Zusam­men­schluss der “kon­ser­v­a­tiv­en” Parteien, genau die richtige Ideen­schmiede für solche Pläne. In dieser “Partei” wird Deutsch­land von Geis­tes­größen wie Elmar Brok (Schmal­hans des Tages im Feb­ru­ar 2014) vertreten, was Grund genug sein sollte, das Europäis­che Par­la­ment entwed­er aufzulösen oder zumin­d­est ein­mal genauer hinzuschauen, denn: “Abge­ord­nete der EVP haben (…) angesichts des Kon­flik­ts mit Rus­s­land propagiert, dass es die beste Vertei­di­gung sei, sich auf den Krieg vorzu­bere­it­en”, natür­lich mit Atom­waf­fen, denn gegen nor­males Mil­itär wusste sich der Iwan seit jeher selb­st zu wehren. Von europäis­chem Boden soll nie wieder Frieden aus­ge­hen, Frieden kurbelt den Waf­fen­ex­port nicht an. Für irgend­was müssen die US-amerikanis­chen Mil­itärstützpunk­te in Deutsch­land doch noch gut sein, 70 Jahre Kriegsende wollen angemessen gefeiert wer­den. “Weißt du noch, wie’s früher war?”

die ärzte — Hur­ra (Offizielles Video — Refur­bished 2025)

Guten Mor­gen.

NerdkramsInternes
In eigener Sache: WordPress 4.2 und das mit den Smileys

Während ich noch an der Umstel­lung auf Pel­i­can feile (aktuelle Ausrede: es gibt kein brauch­bares Kom­men­tarsys­tem für sta­tis­che Seit­en, das auch ohne JavaScript funk­tion­iert), habe ich das immer noch exis­tente Word­Press auf Ver­sion 4.2 aktu­al­isiert.

Word­Press 4.2 kann jet­zt auch Emo­jis darstellen, eine Funk­tion, die hof­fentlich nie­mand, der noch alle Tassen im Schrank hat, ern­sthaft ver­misst hat. Man kön­nte ja darauf verzicht­en, sie einzuset­zen, sagt ihr? Ja, das mag sein, aber Word­Press bringt im Code einige Änderun­gen hier­für mit sich, die hier unan­genehme Kon­se­quen­zen haben.

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KaufbefehleMusikkritik
Black Merda — Black Merda

Black MerdaIn mein­er Musik­grabbelk­iste fand ich heute das Debü­tal­bum ein­er Musik­gruppe namens Black Mer­da. “Black Mer­da”? Mit mier­da hat das nichts zu tun, aber fremde Sprachen sind schon ein guter Anhalt­spunkt. Vielmehr han­delt es sich um eine afroamerikanis­che Schreib­weise von “Black Mur­der”, was auch gle­ich viel schön­er klingt.

Die Wurzeln von Black Mer­da liegen in den frühen 1960er Jahren, als eine junge Band, die Impacts, sich allmäh­lich in die Soul Agents umbe­nan­nte und sich als musikalis­che Unter­stützung für ver­schiedene Soul- und R&B‑Künstler betätigte. Während ihrer Zusam­me­nar­beit mit dem Soul­sänger Edwin Starr wur­den die anfangs drei, später vier Her­ren auf die Musik von The Who und ins­beson­dere Jimi Hen­drix aufmerk­sam, ihr Cov­er von “Foxy Lady” (1967) zeigte bere­its einen Stil­wech­sel an. Tat­säch­lich ver­wan­delte die Musik der Soul Agents sich in den fol­gen­den Monat­en immer mehr in einen psy­che­delis­chen Funk mit Soulein­schlag; 1968 erfol­gte schließlich die endgültige Entschei­dung für einen Neuan­fang als Rock­band namens Black Mur­der (wis­senschon, Rassen­ver­fol­gung und so).

Namen hin oder her — 1970 fol­gte schließlich die Veröf­fentlichung des Debü­tal­bums und ich sehe, dass es gut war. Das Genre: Unverän­dert. Schüfe ich Gen­re­na­men, nän­nte ich’s Soul­funk, aber das gibt es bes­timmt schon.

Don Was — Black Mer­da — “Cyn­thy-Ruth”

Textlich, oh Lord, ist auf dem Album zum Teil offen­sichtlich, aus welch­er Not­lage her­aus die afroamerikanis­che christliche Musik des 20. Jahrhun­derts ent­stand und wie tief sie sich ins kollek­tive Bewusst­sein eines Volkes einge­graben hat. “That’s The Way It Goes” (hier) und “I Don’t Want To Die” — diese Titel! — sind neben obigem “Cyn­thy-Ruth” die Lieder des Albums, die es stilis­tisch zusam­men­fassen: Jimi Hen­drix trifft auf Gospelge­sang und Her­bie Han­cock. Ich bin begeis­tert und nicke ein biss­chen am Takt vor­bei.

Mit dem zweit­en Album “Long Burn the Fire”, 1972 veröf­fentlicht, hat­te man seit­ens der Ver­mark­ter allerd­ings schon wieder das Inter­esse an Black Mer­da (inzwis­chen als “Mer-Da” bewor­ben) ver­loren. Das waren tur­bu­lente Zeit­en. Die Mit­glieder zer­streuten sich und nah­men ihre Tätigkeit­en als Stu­diomusik­er wieder auf. 2005, ein Jahr nach dem Tod ihres früheren Schlagzeugers Tyrone Hite, kamen Black Mer­da wieder zusam­men und veröf­fentlicht­en weit­ere neue Stu­dioal­ben.

Manch­mal kom­men sie wieder.


Nach­trag, apro­pos: Das dritte Album von The Hirsch Effekt ist da und es ist super. Mehr dazu später.

In den NachrichtenWirtschaftMir wird geschlecht
Liegengebliebenes, 23. April 2015

Jet­zt stellt sich auch noch der Kalen­der, dieses weiße gut­si­tu­ierte Maskuschwein, gegen die Frauen!


Vor über zehn Jahren haben in Deutsch­land recht viele Men­schen — lei­der erfol­g­los — dage­gen protestiert, das Studi­um mit­tels der wider­lichen “Bologna-Reform” zu “opti­mieren”, die die Ein­führung gle­ichgeschal­teter “Bach­e­lor”- und “Master”-Studiengänge für eine bessere Unter­stützung der Wirtschaft bedeutete, wodurch das Studi­um deut­lich an Reiz ver­loren hat.

Heute bekla­gen sich die Gewich­sten aus der Wirtschaft darüber, dass das von ihnen geschaf­fene top-down-Hochschul­sys­tem nicht mehr genug Kreative abwirft: Laut ein­er Umfrage sind deutsche Unternehmen mit den Absol­ven­ten immer unzufrieden­er. Laut ein­er weit­eren Umfrage sind deutsche Absol­ven­ten übri­gens auch immer unzufrieden­er mit skru­pel­losen Schlip­strägern, die noch nie in ihrem erbärm­lichen BWLer-Leben etwas für ihr viel zu reich­lich vorhan­denes Geld tun mussten.


Dabei hat es die Wirtschaft ja auch nicht leicht, sie muss sich zum Beispiel mit “Jour­nal­is­ten” rum­schla­gen:

Am lieb­sten hät­ten Sie sich wahrschein­lich eine Beispielfir­ma aus­gedacht, in der es exakt so zuge­ht, wie Sie es für Ihren Artikel brauchen, richtig? Ach nee, das passt ja dann nicht zum “recher­chierten Qual­ität­sjour­nal­is­mus” á la Spiegel.


Apro­pos SPIEGEL — Eilmel­dung: Frosch sieht aus wie eine Fig­ur, die einem Frosch nachge­bildet ist!


Ihr ken­nt das Prob­lem: Ihr wollt nur mal eben einen neuen Brows­er auf eurem Trak­tor instal­lieren, wisst aber nicht, ob das von der Garantie abgedeckt wird. Keine Sorge, Ret­tung naht: In den USA dür­fen Trak­toren wom­öglich bald gar nicht mehr umpro­gram­miert wer­den.


Früh­es Flirten in Hugetite Lane, Squeezem­burg: Will be glad to demon­strate in a dark room.

In den NachrichtenNerdkrams
Eine Schneise mit dem Mobeil

Wer mit einem mobilen Gerät — gemeint sind primär diese touch-Dinger, die sich allen­falls zum Medi­enkon­sum, nicht aber zur täglichen Benutzung “eignen” — die grauen­hafte “Such­mas­chine” Google nutzt, dem ist vielle­icht schon ein­mal die Kennze­ich­nung “für Mobil­geräte” aufge­fall­en:

Für Mobilgeräte geeignet

Diese Kennze­ich­nung bedeutet im Wesentlichen, dass Googles mitunter aggres­sive Prüfmech­a­nis­men fest­gestellt haben, dass die jew­eilige Web­site auf kleine Bild­schirme angepasst wurde, man also nicht damit rech­nen muss, plöt­zlich drei Bild­schirm­seit­en nach rechts scrollen zu müssen, weil der Webgestal­ter es ver­säumt hat, ver­schiedene Auflö­sun­gen zu berück­sichti­gen. So weit, so prak­tisch, obwohl Google natür­lich anson­sten zu mei­den ist, qual­i­ta­tiv und ethisch ist das dor­tige Suchange­bot ja eher mau.

Nun hat Google vor ein­er Weile eine Änderung angekündigt, die heute in Kraft getreten ist und frei über­set­zt etwa wie fol­gt lautet:

Ab dem 21. April erweit­ern wir die Rel­e­vanz ein­er mobilen Ansicht für die Seit­en­be­w­er­tung. Diese Änderung bet­rifft mobile Suchen in allen Sprachen weltweit und wird sich deut­lich auf die Suchergeb­nisse auswirken. Infolgedessen wer­den Benutzer ein­fach­er rel­e­vante, hochqual­i­ta­tive Suchergeb­nisse erhal­ten, die auf ihre Geräte abges­timmt sind.

(Her­vorhe­bung von mir.)

Mobile First (Symbolbild)Mancher­lei Web­site hat diese Her­vorhe­bung richtig erfasst, einige andere Nachricht­en­web­sites ver­wirren Leser mit der zumin­d­est unvor­sichti­gen Behaup­tung, “nicht opti­mierte Web­sites” rutscht­en kün­ftig in “der Ergeb­nis­liste” nach unten. Zeter, mor­dio; nut­zlose Arschlöch­er, die irgendwelche “SEO”-Klitschen betreiben, sehen ihr Intel­li­genz ver­ach­t­en­des “Geschäftsmod­ell”, Web­sites für irgendwelche Com­put­er inter­es­san­ter zu machen als für poten­zielle men­schliche Besuch­er, wieder ein­mal und hof­fentlich endlich zu Recht in Gefahr.

“Mobile first”, “mobil zuerst”, lautet derzeit das Mantra viel­er EDV-Fir­men, was ja gut und richtig erscheinen mag, wenn man sich an bloße Kon­sumenten richtet, die sich wegen sink­ender Aufmerk­samkeitss­pan­nen von immer kürz­eren Tex­ten auf immer kleineren Bild­schir­men berieseln lassen, aber das sind eben nach wie vor nicht alle. So lange man sich eine bessere Google­platzierung ein­fach erkaufen kann, sollte sich wirk­lich nie­mand Gedanken darüber machen, ob man nicht noch mehr Geld in noch mehr “SEO” steck­en sollte. Ich mach’ auch nahezu kein “SEO” und schon gar nicht gegen Geld, trotz­dem habt ihr mich irgend­wie gefun­den — mein Kom­pli­ment hier­für übri­gens.

Inter­es­sant ist an der Neuigkeit indes das Ver­ständ­nis davon, was aus der Sicht eines Such­maschi­nen­be­treibers “rel­e­vante Inhalte” sind. Natür­lich: Wenn ich eine kom­merziell ori­en­tierte Web­site betreibe, ist für mich das “rel­e­vant”, was mir das meiste Geld bringt, wenn ich im Web Infor­ma­tio­nen suche, dann ist das “rel­e­vant”, was mich Wichtiges lehrt. Für Google aber scheint der wichtig­ste Fak­tor die Darstel­lung auf Schrumpf­bild­schir­men zu sein; “Look­ismus!” höre ich hier meine weni­gen verbliebe­nen fem­i­nis­tis­chen Leser auf­schreien und möchte beina­he trau­rig nick­en. Es wäre noch verzeih­lich, würde die “Mobil­tauglichkeit” eine unter­ge­ord­nete Rolle hin­ter der son­sti­gen Attrak­tiv­ität ein­er Web­site für wirk­liche Besuch­er spie­len, aber hier ist es eher umgekehrt: Google lockt mehr Besuch­er auf eine Web­site, die auf mobilen Geräten “bess­er” aussieht. Es geht Google hier nicht darum, dass Men­schen für sie rel­e­van­tere Inhalte find­en sollen, denn Men­schen kön­nen auch nicht allzu gut “angepasste” Web­sites meist ganz gut auf einem mobilen Gerät bedi­enen, sofern sie eines besitzen, es geht allen­falls um einen größeren Ein­fluss darauf, wie “das Web” funk­tion­iert; vielle­icht auch, um die “Plat­tform” Android sub­til als all­t­agstauglich zu bewer­ben.

Es dauert wohl nicht mehr allzu lange, bis das vom Mit­mach- zum Kon­sumenten­web degradierte “Inter­net” (wie man auf Zeitungs­deutsch zum World Wide Web sagt) zu einem bedeut­samen Anteil aus com­put­er­gener­ierten, bis zur Untauglichkeit “mobil opti­mierten” Web­sites beste­ht, deren einziger Zweck es ist, für ihre einzi­gen Besuch­er — die ungezählten Such­maschi­nen­crawler — attrak­tiv­er zu sein als alle anderen eben­solchen Web­sites. Das führerlose Auto scheint trotz Erprobung noch immer Zukun­ftsmusik zu sein, vor dem men­schen­losen Inter­net aber soll­tet ihr euch fürcht­en.

Piep.

In den NachrichtenMontagsmusikMir wird geschlecht
Field Music — Who’ll Pay The Bills

EuleEs ist Mon­tag; wie betrüblich. Früh­es Auf­ste­hen, Kater­stim­mung. Käuzchenge­füh­le. — Aber genug davon, es wird ja nicht bess­er; ein schönes Zitat soll stattdessen diesen Mon­tag ein­läuten:

Ich habe mit­tler­weile (…) das Gefühl, dass man mir absprechen will, Fem­i­nistin zu sein, nur weil ich gerne Schwänze lutsche und mich in den Arsch fick­en lasse.

Was einem Mann Spaß macht, könne ja nicht fem­i­nis­tisch sein. — So wer­den immer­hin weniger Kinder entste­hen, die fem­i­nis­tisch erzo­gen wer­den. Apro­pos Arschlöch­er: Die Fir­ma Sony macht sich seit einiger Zeit stark dafür, “Raubkopier­ern”, also Leuten, die ihre öde Bumsmusik aus unl­izen­ziert­er Quelle beziehen, das Inter­net abzu­drehen. Am Woch­enende stellte sich her­aus, dass Sony es mit dem Ver­w­er­tungsrecht Drit­ter nicht so genau nimmt. Ich befür­worte das Ein­schal­ten von Anwäl­ten mit der Forderung, der Fir­ma Sony das Inter­net wegzunehmen. Sie kann damit offen­sichtlich nicht umge­hen.

Ander­er­seits kann man ganz gut ohne Sony leben. Selb­st die dort unter Ver­trag ste­hen­den Musik­er sind über­wiegend verzicht­bar. Andere Plat­ten­fir­men haben auch schöne Verträge. Ein Beispiel gefäl­lig? Aber gern.

Field Music — Who’ll Pay The Bills (The Amaz­ing Ses­sions)

Guten Mor­gen.

MusikkritikMir wird geschlechtNetzfundstücke
Kurz verlinkt: Julia und die Debattenkultur

“Nicht schon wieder Poli­tik!”, mag manch­er Leser angesichts der Über­schrift denken. Na gut, dann beginne ich mit ein wenig Musik:

Am 5. Juni 2015 erscheint das Debü­tal­bum “Oxy­moron” der Schweiz­er Band Muzak. Der Begriff “Muzak” stammt von der gle­ich­nami­gen Fir­ma ab, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhun­derts anf­ing, “Musik” mit der bloßen Funk­tion der Kaufhaus‑, Fahrstuhl- oder ver­gle­ich­baren Beschal­lung herzustellen; dem Volksmund wie auch Musik­ern wie John Lennon (“How Do You Sleep?”) und nicht zulet­zt Steven Wil­son (“The Sound of Muzak”) war und ist “Muzak” mit­tler­weile als Sam­mel­be­griff für Begleitge­dudel bekan­nt. Es ist verzeih­lich, dass die Band dieses Namens eigentlich viel bessere Musik macht, die mich an die feinen Toc.Sin erin­nert:

Muzak — “How Could We Ever” (Offi­cial Video)

Ich bin ges­pan­nt, wie das Album in Gänze klin­gen wird.

So, jet­zt aber!


Erin­nert ihr euch noch an Julia Schramm? Nach Nähe zur F.D.P. und Fem­i­nis­muskri­tik stieg sie ihrerzeit mehrfach in die Piraten­partei ein und wieder aus, lan­dete zwis­chen­zeitlich sog­ar im Bun­desvor­stand, wurde dann vom grassieren­den Fem­i­nis­mus über­wältigt, schwurbelte sich zum eige­nen Buch und beset­zt seit­dem die Rolle des schlecht­en Vor­bilds in Vol­lzeit.

Hatespeech Julia Schramm

Für die Amadeu-Anto­nio-Stiftung (“Amadeu Anto­nio Stiftung”), wo sie sich ange­blich — wie bere­its auf Twit­ter — mit “grup­pen­be­zo­gen­er Men­schen­feindlichkeit” beschäftigt, arbeit­ete sie mit ein­schlägig Bekan­nten wie Jas­na “Gum­mibär” Strick und Yas­mi­na Banaszczuk zusam­men, um eine Broschüre über Debat­tenkul­tur im Inter­net und den Umgang mit “Hate Speech” zu ver­fassen. Man kann ihr dieses eine Mal zumin­d­est nicht nach­sagen, sie habe keine Ahnung, wovon sie spricht.

Die Stiftung wird übri­gens von hochrangi­gen Part­nern wie dem Bun­des­fam­i­lien­min­is­teri­um unter­stützt.


Hihi (1): Schat­ten sind ras­sis­tisch, weil sie dunkel sind.

Hihi (2): Gün­ter Grass: ein unbe­que­mer Ses­sel.

PolitikIn den Nachrichten
Deutschverticker

Heiko Maas von — mal wieder — der SPD ist gestern ent­ge­gen bish­eri­gen Aus­sagen davon abgerückt, sich gegen die anlass­lose Totalüberwachung aller Bürg­er einzuset­zen. Dazu muss ich wahrschein­lich nicht viel schreiben, unzäh­lige Blog­ger und Twit­ter­nutzer haben das schon genüsslich zerkaut; allen­falls noch so viel: Es ist für den effizien­ten Protest gegen Entschei­dun­gen ein­er von immer noch zu vie­len Leuten gewählten Pfeifen­partei wie der SPD wohl nur bed­ingt förder­lich, wenn man Parolen skandierend Trans­par­ente schwenkt und das bere­its für “den Arsch hochkriegen” hält.

Aber ich reg’ mich nicht auf, ich mag mich nicht wieder­holen. Stattdessen hier ein Link zu einem Text über jeman­den, der Jür­gen Klopp dabei fotografiert hat, wie er Wass­er in ein Glas gießt.

In den NachrichtenWirtschaft
Anmerkungen zu Griechenland

(Vorbe­merkung: Da pop­ulis­tis­che Kom­mentare zum Welt­geschehen offen­bar genug Wer­beein­nah­men brin­gen, um grauen­hafte “Nachricht­en­por­tale” wie WELT.de — aus LSR-Grün­den hier nicht ver­linkt — am Leben zu hal­ten, ver­suche ich es jet­zt auch mal.)

Ein­er der Vorteile, in einem sich inter­na­tion­al geben­den Unternehmen zu arbeit­en, beste­ht darin, dass man eine ganz andere Sicht auf gesellschaftliche Zusam­men­hänge in eini­gen Län­dern bekommt, über die son­st nur Schmäh­schriften zu erscheinen scheinen. Damit meine ich aus­nahm­sweise nicht ein­mal Rus­s­land. Jüngst hat­te ich etwa die Gele­gen­heit, mir ein­mal dar­legen zu lassen, woran die griechis­che Wirtschaft eigentlich krankt. Ich war allerd­ings nicht bedeut­sam über­rascht, als mir offen­bart wurde, die Schuld trage nicht etwa der schreck­lich kom­mu­nis­tis­che Finanzmin­is­ter, der übere­in­stim­mend als “guter Troll” beze­ich­net wird, son­dern die dor­ti­gen Steuerzahler.

Bere­its im Feb­ru­ar schrieben Medi­en, es sei der “größte Test” für den griechis­chen Pre­mier­min­is­ter Alex­is Tsipras, sein Volk dazu zu brin­gen, Steuern zu zahlen, was sich seit Jahren als schwierig erweist.

Das fängt schon bei den Bele­gen für die Steuer­erk­lärung an. Die gehen gern mal “ver­loren”. Da gebe ein Unternehmen an, es habe vierzig Prozent sein­er Waren defekt erhal­ten, lei­der gebe es aber keine Belege. Das hier­für geforderte Bußgeld sei noch immer niedriger als die Steuer. Damit das nicht auf­fällt, seien es jedes Jahr andere Waren, die lei­der, lei­der unbrauch­bar seien. Ein Sys­tem zur Dig­i­tal­isierung der Belege hat sich nicht durchge­set­zt, etwa, weil kaum ein Geschäft die erforder­lichen Karten­leser ver­wen­det.

Gibt es nie­man­den in Griechen­land, der auf­passt, dass nicht alles völ­lig im Chaos versinkt? Doch, so wurde es mir erzählt, zum Beispiel wür­den Betreibern von Nacht­clubs, die sich nicht an geset­zliche Vorschriften hal­ten, Gefäng­nis­strafen aufer­legt. Wohlge­merkt han­dele es sich dabei sel­ten um den tat­säch­lichen Betreiber, vielmehr wer­den Men­schen dort beschäftigt, deren einzige Auf­gabe es sei, die Min­dest­strafe von einem Tag in Haft abzusitzen. Das passiert also, wenn sich in einem Land der “zivile Unge­hor­sam” durch­set­zt, der hierzu­lande gele­gentlich gefordert wird.

Ander­er­seits nähert sich Griechen­land in wirtschaftlich­er Hin­sicht ger­ade Rus­s­land an, was bekan­ntlich von einem Pakt mit dem Teufel sowieso nicht weit ent­fer­nt ist. ZEIT ONLINE freut sich zum Beispiel heute:

Rus­s­land wurde wegen der Annex­ion der Krim aus der Staaten­gruppe aus­geschlossen, die früher G8 hieß. Ihr gehören heute neben Deutsch­land und Frankre­ich die USA, Kana­da, Ital­ien, Großbri­tan­nien und Japan an.

Die friedlichen West­mächte um die Vere­inigten Staat­en und das kosovover­wöh­nte Deutsch­land dulden nie­man­den in ihrer Mitte, der mit ein­er Armee in anderen Län­dern seine Macht fes­tigt. Den eige­nen poli­tis­chen Ein­fluss­bere­ich erweit­ern darf nur, wer einen guten Grund (Erdöl) vorzuweisen hat. Endlich tut mal jemand was für den Welt­frieden.

Hat Griechen­land eigentlich Atom­waf­fen?


Blöde Idee des Tages: Ein Gürtelti­er erschießen wollen.

In den NachrichtenMontagsmusik
pg.lost — Vultures

Das IST fröhlichAch du Schreck, es ist Mon­tag, tra­di­tionell ein her­vor­ra­gend zur Dystopie geeigneter Tag. Immer­hin: Boris Pis­to­rius find­et seine eige­nen poli­tis­chen Forderun­gen ermü­dend beziehungsweisen ander­sherum beziehungsweise Geschwätz beziehungsweise Poli­tik­er eben. Denen man dann ja ander­er­seits manch­es lieber nicht wün­scht, man ist ja kein Unmen­sch und/oder bei den Grü­nen: Infu­sio­nen im Kranken­haus sind gele­gentlich hack­bar. Wenn es eins gibt, das drin­gend ans Inter­net angeschlossen wer­den muss, dann ja wohl Infu­sio­nen!

Weil’s ja eigentlich auch nichts bringt. Du kön­ntest den Müll run­ter­brin­gen. Das Leben zieht draußen vor­bei, gehackt zu wer­den wäre immer­hin eine skur­rile Tode­sart. Mit ordinärem Herzkasper kommt man später nicht in die Zeitung, allen­falls in den Kleinanzeigen. Mit Käuzchen und Wölfen den Mond anheulen und dabei immer noch bess­er klin­gen als Dieter Bohlens “Super­stars”, denen das aber ander­er­seits dank Stim­mver­frem­dung auch egal sein kann. Pech gehabt, ver­loren. Aber schwel­gen, schwel­gen; und schweigen.

pg.lost — Vul­tures live @YugongYishan, Bei­jing 2014

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Berufsverbot für Karl Lauterbach!

Toll: Salz mit weniger SalzImmer noch treibt das Flugzeugth­e­ma lächer­liche Blüten, es wird allmäh­lich ermü­dend: Der Copi­lot habe wohl wegen sein­er Eingewei­ht­en seit län­ger­er Zeit bekan­nten Depres­sion erweit­erten Selb­st­mord began­gen. Warum er sich keine Ther­a­pie gesucht habe? Man müsse, bis zur Unter­lippe vollgestopft mit aware­ness, solchen Leuten doch helfen, son­st machen sie später schlimme Pop­musik oder schreiben Tageszeitun­gen mit Kolum­nen voll.

Als wäre das ein Leicht­es. Das Gesund­heitssys­tem in Deutsch­land ist auch für psy­chis­che Umstände nicht mehr son­der­lich gut geeignet, zu wenige Heilkundi­ge tre­f­fen auf zu viele, die das soziale Netz nicht mehr allein tra­gen kann.

Diese Zuvie­len soll­ten dann zumin­d­est, so lange sie eine Ther­a­pie zu bekom­men ver­suchen, angeschwärzt wer­den dür­fen, um ihre gerechte Strafe zu erhal­ten: Der Absturz der Ger­man­wings-Mas­chine hat (…) eine wenig qual­i­fizierte bis sog­ar schädliche Diskus­sion über die ärztliche Schweigepflicht gegenüber Arbeit­ge­bern aus­gelöst, wobei bish­er unklar blieb, wie die Arbeit­ge­ber dann mit dieser Infor­ma­tion umge­hen sollen. Darauf ken­nt allerd­ings zumin­d­est die Partei, wegen der­er das Gesund­heits- und Sozial­sys­tem über­haupt in einem der­art des­o­lat­en Zus­tand ist, eben­so wie ihr Senior­part­ner eine Antwort:

Als Folge aus dem Ger­man­wings-Absturz (…) hält Bay­erns Innen­min­is­ter Joachim Her­rmann (CSU) ein Berufsver­bot für Men­schen mit Depres­sio­nen für denkbar. (…) SPD-Frak­tionsvize Karl Lauter­bach äußerte sich ähn­lich. “Bei bes­timmten For­men der Depres­sion kön­nte ein Berufsver­bot unter bes­timmten Umstän­den notwendig sein”, sagte Lauter­bach dem Mag­a­zin [Focus, A.d.V.].

Wahrschein­lich löst es irgen­dein Prob­lem, Men­schen mit Depres­sion noch ein wenig Halt in Form ihrer Arbeitsstelle zu nehmen, son­st wäre der Vorschlag ja vol­lkom­men däm­lich. Aber der blinde Aktion­is­mus ist super. Es war nicht völ­lig ungeschickt von der SPD, auch dies­mal blass zu bleiben; der Spott und die Verärgerung wer­den im Netz vor­wiegend über der CSU und Joachim Her­rmann (ältere Leser ken­nen den Her­rn noch vom Staat­stro­jan­er) ergossen. Das Wäh­lergedächt­nis ist ein schlicht­es.

Die Erken­nt­nis des bay­erischen Innen­min­is­ters, manche Men­schen seien in ihrem Beruf eine Gefahr für andere, zeugt von hoher Selb­stre­flex­ion[.]
Enno Park


Apro­pos Medi­en: Auf­ste­hen ist gesund. Please stand up. Unter­schätzte Gefahr: Atmen. Viel Glück.

PolitikIn den NachrichtenNerdkrams
iNetzpolitik / kboard

Ken­nt ihr eigentlich Netzpolitik.org? Netzpolitik.org, selb­ster­nan­ntes Sprachrohr der Net­zge­meinde und in let­zter Zeit durch selb­st­gerecht­es Geschwafel und auf­dringlich­es Gebet­tel, man möge doch bitte per Dauer­auf­trag dabei helfen, den Betrieb der Web­site zu finanzieren, aufge­fall­en, hat — hier aus ethis­chen Grün­den nicht ver­linkt — mal wieder einen auf Twit­ter und ander­swo hämisch begleit­eten “Coup” gelandet:

Let­zten Monat berichtete der Spiegel über „interne E‑Mails“ zwis­chen „Innen­min­is­teri­um und Inter­essen­vertretern bei der EU-Daten­schutzre­form“. Die Redak­tion erhielt diese „mith­il­fe des Infor­ma­tions­frei­heits­ge­set­zes des Bun­des“. Diese E‑Mails haben wir auch ange­fragt. (…) Das Innen­min­is­teri­um schickt uns eine CD mit ein­er EXE-Datei, die wir aus­führen sollen. Aha. Das wür­den wir nach den Enthül­lun­gen zum Staat­stro­jan­er ja nicht mal mehr vom BSI akzep­tieren.

Außer­dem haben wir in unserem Büro gar keinen Win­dows-Rech­n­er.

Eine CD? Was war das noch mal?

(Für die Jün­geren unter den Leser/innen (sic! A.d.V.): Das ist ein optis­ches Spe­icher­medi­um aus dem let­zten Jahrtausend. Euer iDe­vice hat dafür gar kein Lesegerät mehr.)

Für die Älteren unter euch: Offen­sichtlich ist die EDV-Ausstat­tung bei Netzpolitik.org auf Geräte der Fir­ma Apple beschränkt, die für eine Kom­bi­na­tion aus weni­gen Funk­tio­nen (es fehlt mit­tler­weile anscheinend auch eine Möglichkeit, Musik-CDs wiederzugeben oder auch nur ins Gehäuse zu steck­en) und irrwitzig hohem Preis bekan­nt sind.

Man ver­ste­he mich nicht falsch: Natür­lich darf sich ein jed­er, dem der Sinn danach ste­ht, in Daten­schutz- und Net­zpoli­tik-Fra­gen von jeman­dem vertreten lassen, der eine US-amerikanis­che, mit der NSA kooperierende Fir­ma als seinen einzi­gen Hard­ware­liefer­an­ten bekan­nt­gibt. Ich mein­er­seits beginne zu ver­ste­hen, was mit den Spenden so passiert: Papa braucht einen neuen iPod. Aber, haha, die vom Innen­min­is­teri­um, hihi, schick­en ver­trauliche Dat­en auf einem nur les­baren Daten­träger. Haha­ha. Haha­ha­ha!

Ich bin nur mäßig erstaunt, wie leicht es der NSA gefall­en ist, Sicher­heits­maß­nah­men manch­er Rech­n­er zu umge­hen.


Auch schön: kboard vere­in­facht ein­sil­bige Kom­mu­nika­tion unter Android. Nie wieder selb­st “k.” schreiben!

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Slomind — Throne of Volt

Kalt hier heuteWie hät­ten die NSU-Morde ver­hin­dert wer­den kön­nen? Vielle­icht, indem man dem “Ver­fas­sungss­chutz” dieses armen SPD-gebeutel­ten Lan­des ein biss­chen unter­sagt hätte, Söld­ner anzuwer­ben und mit ihnen mor­dend durch ebendieses Land zu ziehen; vielle­icht auch, indem man diesen “Ver­fas­sungss­chutz” von vorn­here­in als Relikt ein­er Zeit behan­delt hätte, die wir über­wun­den zu haben hof­fen; vielle­icht aber auch, indem man ein­fach noch ein biss­chen mehr anlass­losen Gen­er­alver­dacht prak­tiziert, find­et der Vor­sitzende der ehe­ma­li­gen Volks- und heuti­gen Lob­by­is­ten­partei SPD:

SPD-Chef und Vizekan­zler Sig­mar Gabriel hat das Vorhaben der Großen Koali­tion bekräftigt, die Vor­rats­daten­spe­icherung geset­zlich zu regeln. (…) “Hät­ten wir das bere­its zum Zeit­punkt der ersten NSU-Morde gehabt, hät­ten wir weit­ere ver­mut­lich ver­hin­dern kön­nen”, betonte der SPD-Chef.

Das allerd­ings hät­ten “wir” ver­mut­lich nicht, in Frankre­ich hat jeden­falls die dor­tige Vor­rats­daten­spe­icherung sich im Jan­u­ar dieses Jahres nicht ger­ade als ein Erfolg hin­sichtlich der Präven­tion größer­er Atten­tate her­aus­gestellt. Mit ein biss­chen mehr Überwachung des Bun­destags allerd­ings hät­ten wir 2013 vielle­icht Sig­mar Gabriel ver­hin­dern kön­nen. Wieder ein­mal eine große Chance ver­tan.

Was soll’s. Es ist Oster­mon­tag, die Schoko­lade vom Woch­enende verklebt den Ver­stand. Der Iran ist nur noch zwei Jahre vom Bau ein­er Atom­bombe ent­fer­nt — seit Jahrzehn­ten. Schreien? Ach, nein. Rock­en.

Slo­mind — Throne of Volt (offi­cial Video)

Guten Mor­gen.