PolitikIn den NachrichtenComputer
Cyberbewaffneter Cyberkonflikt!

Hur­ra, na endlich:

Die Nato hat den Cyber­raum zu einem eigen­ständi­gen Oper­a­tions­ge­bi­et erk­lärt. Angriffe über Daten­net­ze wer­den nun wie solche durch Land‑, See- oder Luft­stre­itkräfte behan­delt, sagte Gen­er­alsekretär Jens Stoltenberg.

Ein­er­seits würde ich das Zwangs­demokratisieren (bekan­ntlich in der Regel ein recht destruk­tiv­er Prozess) von E‑Mail-Spam­mern begrüßen, ander­er­seits bedeutet das im Wesentlichen: Die NATO hat dem Inter­net den Krieg erk­lärt. Wie schnell lan­det man doch auf der falschen Seite, denn welch­er Cyberkrieger kämpft schon mit offen­em Visi­er?

Euer Brows­er? In den Hän­den der Falschen eine gefährliche Waffe. Laut dem Hack­er­para­graphen macht euch ein ein­fach­er Ping schon ter­rorverdächtig, kün­ftig wohl auch mit Fol­gen. Passt lieber auf, wo ihr hin­klickt, hier ist alles ver­mintes Gelände. Keine Sorge aber, wenn mor­gen die Cyber­wehr vor eur­er Tür ste­ht: Die schießen bekan­ntlich immer daneben.

(via Schw­erdt­fe­gr)

Sonstiges
Medienkritik C: Erschreckende Schockfotos: Beziehung ohne Kinder? Lass stecken.

Wenn die Jes­si­ca-Alba-Dichte auf dem Titel­bild von Frauen­magazi­nen abn­immt, bedeutet das nicht automa­tisch mehr Vielfalt: Unisono bericht­en die aktuellen Aus­gaben von “Cos­mopoli­tan” und “myself”, bei­des merk­würdi­ge Heftchen für die Frau über Nor­malirre, über ein schi­er unglaublich­es Phänomen, das die “Cos­mopoli­tan” nur halb­herzig hin­ter Schlüpfrigkeit­en ver­steckt:

Cosmopolitan - Lass stecken!

Des Rät­sels Lösung ist übri­gens: Cun­nilin­gus. Man solle als Frau doch den Vibra­tor oder eine Hand bevorzu­gen, denn so ein Mann habe es, sta­tis­tisch gese­hen, nicht drauf. Moritz Pon­tani (!) fragt in der­sel­ben Aus­gabe der “Cos­mopoli­tan”:

Alle reden darüber, dass wir es bald mit Robot­ern, Avataren und Blue­tooth-ges­teuerten Dil­dos treiben. Was ist da dran?

Wom­it Moritz Pon­tani (!) es so treibt und inwiefern ein Dil­do da involviert ist, habe ich mich lieber nicht getraut nachzule­sen. Ich wollte auch eigentlich auf etwas ganz anderes hin­aus, näm­lich auf eine Frage, die das Titel­blatt der “myself” (“Wir machen Frauen stark”), in der die Kolum­nistin Con­stanze Kleis (57) beze­ich­nen­der fragt, ob man “den Mann” nach zwanzig Jahren Ehe “immer noch” lieben “müsse”, gle­icher­maßen the­ma­tisiert wie die schlimme “Cos­mopoli­tan”:

“Wie wir ein Paar blieben, obwohl wir kein Kind beka­men”

Beziehungsweise (“Cos­mopoli­tan”) eben:

Eine erfüllte Beziehung führen, auch ohne Kinder — das wür­den diese bei­den Paare sofort unter­schreiben.

Ich bin mir nicht ganz sich­er, wann das klas­sis­che Bild von ein­er Beziehung ihren Sinn ver­loren hat, aber es mag manch­es erk­lären.

Abschließend wagen wir noch einen kurzen Blick in die gle­ich­falls aktuelle “OK!” (Titelthe­ma: “Schlim­mer Unfall!”, Titel­bild: Sarah Lom­bar­di; sagen wir es mal so: ja, das trifft es), die großspurig warnt:

Schock-Fotos

Pah, uns gestählte Manns­bilder weiß so leicht nichts zu erschrec-

Kreisch

Wah! 8O

In den NachrichtenPolitik
Medienkritik in Kürze: Non scholae sed moriando discunt.

Auf “SPIEGEL ONLINE”, dessen Social-Media-“Team” mit­tler­weile eine der­ar­tige Enthir­nung vorzuweisen hat, dass es ihm ger­adezu wie eine postrev­o­lu­tionäre Frei­heit erscheint, wenn im schlim­men Großbri­tan­nien Schu­lu­ni­for­men nicht etwa abgeschafft, wie es sich für mod­erne und aufgek­lärte Staat­en inzwis­chen erfreulicher­weise geziemt, son­dern geschlecht­sneu­tral­isiert wer­den, wun­dert sich Matthias Gebauer heute:

Mit einem Tag der offe­nen Tür wollte die Bun­deswehr am Woch­enende für mehr Akzep­tanz in der Öffentlichkeit wer­ben. Doch dann ließen Sol­dat­en kleine Kinder an Gewehren hantieren.

Was hat der denn gedacht, wofür Mit­glieder eines staatlich geförderten Waf­fen­träger­haufens an ein­er Schule wer­ben soll­ten — für den Math­e­matikun­ter­richt?

Im Übri­gen bin ich der Mei­n­ung, dass die Bun­deswehr abgeschafft gehört.

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
The Dandy Warhols — Valerie Yum

Hunger!Es ist endlich wieder Mon­tag, der Schlen­dri­an hat ein Ende, und man hat es doch noch gut, andere müssen heucheln für Geld, nich­wahr; und aus­nahm­sweise viel mehr als nach dem Sinn des Ganzen fragt man sich heute mal, wieso immer von “freier Bil­dung” die Rede ist, wenn man doch kaum etwas anderes tut als Lehrgeld zu zahlen und das, was der Staat “Förderung” nen­nt, nicht viel mehr ist als eine Lei­h­gabe zu restrik­tiv­en Kon­di­tio­nen. Die Dum­mge­bliebe­nen haben leicht­es Feiern in diesen Tagen. Denen fehlt nichts in dem, was sie für ein Leben hal­ten. Nicht ein­mal sie.

Genug davon. Penis! Na, alle wach? Dann habe ich gle­ich noch einen zweit­en Kracher: Ich hätte fast der Grü­nen Jugend zuges­timmt. — Aber eben auch nur fast: Während ich die einiger­maßen feste Posi­tion (Allergik­er­war­nung: Gen­derei) über das saublöde EM-Gebrüll dur­chaus teile, ist die Ein­schränkung auf inländis­che Fah­nen eher merk­würdig. Wie pri­ma wäre es doch, hielte nie­mand auf der Welt seine Nation­al­ität für beschreienswert! Ander­er­seits möchte die Grüne Jugend ja sicher­lich ihren Mut­ter­vere­in, die Angriff­skriegspartei “Die Grü­nen”, nicht allzu sehr verärg­ern, die gegen bes­timmte Flaggen dur­chaus nichts einzuwen­den hat, ukrainis­che Hak­enkreuzflaggen zum Beispiel möcht­en sie nie­man­dem nehmen, so lange es gegen den Iwan geht. Für die gute Sache ist jed­er Ver­bün­dete rechts recht.

Ein Blick nach Düs­sel­dorf: Flüchtling­sheim bren­nt nach Stre­it über religiöse Essensvorschriften. Wenn sich jet­zt noch her­ausstellt, dass Veg­an­er beteiligt waren, haben wir genug Klis­chees beisam­men.

Ach, apro­pos Sch­land. Was für eine furcht­bare Zeit.

the dandy warhols valerie yum

I just don’t care no more, I got val­i­um. Hil­ft ja alles nichts.

Guten Mor­gen.

PolitikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 10. Juni 2016

Wisst ihr, was unbe­d­ingt mehr WLAN braucht? Autoalar­man­la­gen! Freuen wir uns also schon heute auf die ersten Straßen-Bot­net­ze aus selb­st fahren­den Autos.


Gute Nachricht­en für den Bil­dungs­stan­dort Berlin: Die Englis­chk­lausur kann man zumin­d­est auf dem Niveau der Berufs­bil­dungsreife beste­hen, ohne ein Wort Englisch zu kön­nen. Für Gen­der Stud­ies reicht’s wahrschein­lich.


Klopfer hat sich mit dem Galak­tis­chen Gesund­heit­srat beschäftigt. :irre:


Alles, was in der Demokratie schiefläuft, in einem Satz:

Offen­bar als Zeichen der Unter­stützung war auch Bun­deskan­z­lerin Merkel im Par­la­ment.

Wenn sog­ar die Kan­z­lerin mal an der Demokratie teil­nimmt, dann ist die Kacke aber echt am Dampfen!!1!


Ihr habt Cyber­feuer zu Hause? Keine Angst: Die Cyber­feuer­wehr kommt!

Persönliches
Kurz angemerkt zur diesjährigen Europameisterschaft im Männerfußball

Bei allem Zynis­mus, den ich bei The­men wie diesem zur Schau zu stellen pflege: Mein Wun­sch nach frühzeit­igem — hihi — Auss­chei­den der Mannschaft, die unsere Fußball­fre­unde zum Sieg grölen zu wollen scheinen, hat nicht im Ger­ing­sten etwas damit zu tun, dass ich deren hob­by nicht teile. Ich teile auch das hob­by des Musik­machens nicht und wün­sche eini­gen mein­er favorisierten Musik­er den­noch noch eine lange weit­ere Kar­riere. Mein Wun­sch hat vielmehr mit dieser Regelung zu tun:

Die Ord­nungsämter wägen (…) für jeden Einzelfall zwis­chen dem beson­deren öffentlichen Inter­esse an den Fußball­spie­len und dem Schutz der Nachtruhe ab.

Die Freizeit­gestal­tung ein­er bedauer­licher­weise viel zu laut­en Min­der­heit bekommt somit einen rechtlichen Son­der­sta­tus, der es dieser Min­der­heit erlaubt, ent­ge­gen jedem Anstands­ge­bot Unbeteiligten nach Herzenslust — im Rah­men der Geset­ze und son­sti­gen Verord­nun­gen abzüglich des Grölver­bots — aus Frust (Spiel ver­loren), Freude (Spiel gewon­nen) oder son­stiger Stim­mung (Alko­hol) in ihrem per­sön­lichen Lebens­bere­ich (nicht schalldichte Woh­nung) auch zur Schlafen­szeit auf die Ner­ven zu gehen. Wenn das alle machen wür­den! Stun­den­lange Autoko­r­sos mit Hup­konz­erten nach gewonnenen Schachturnieren. Viel­stim­mige “Poooooooost!”-Chöre aus betrunk­e­nen Kehlen auf nahezu allen inländis­chen Fernsehkanälen bei Erscheinen ein­er neuen Son­der­brief­marke. Däm­lich­es Glock­enge­bim­mel im ganzen Ort, weil das heilige Buch ein­er kleinen Gruppe sek­tieren­der Spin­ner vorschreibt, dass sie bitteschön jet­zt ihrem Her­rn für die Ermor­dung seines Sohnes danken sollen. Moment, entschuldigt — ich bin in der Zeile ver­rutscht.

Mir wurde mit­geteilt, es sei asozial von mir, den Sports­fre­un­den den aus­gelebten Spaß an ihrem gemein­samen Inter­esse nicht zu gön­nen. Aber das ist nicht wahr, eine solche Freude gönne ich jedem. Was ich aber nicht jedem gönne, ist es, mir mit seinem Nis­chen­in­ter­esse nach­haltig die Ruhe zu nehmen. Ich finde Fußball min­destens über­flüs­sig, das macht mich aber noch nicht asozial; sobald ich mich ein­er größeren Men­schen­gruppe anschließe und mit dieser gemein­sam mit der Straßen­bahn fahre, beim Zusteigen von Fußball­fans “Fußball ist scheiße” brülle und dazu völ­lig tak­t­fremd klatsche, während ein­er aus der Gruppe ihnen vor die Füße kotzt, dann kön­nen wir über das mit der Asozial­ität gern noch ein­mal sprechen.

Das hob­by der meis­ten Men­schen ist mir egal. Meinetwe­gen kön­nen sie, bei aller Tier­liebe, in ihrer Freizeit Schweinen die Haut abziehen und eine Sex­puppe daraus nähen. Ich kann nur ganz gut darauf verzicht­en, dass sie nachts vor meinem Fen­ster laut und schief “Sex mit Schweine­haut, scha­lalalala!” sin­gen. Nicht, weil ich sex­uelle Merk­würdigkeit­en aus kon­ser­v­a­tiv­en Erwä­gun­gen her­aus doof fände, son­dern, weil ich es für eine Tugend halte, ab und zu auch mal die Fresse zu hal­ten, und Men­schen, die diese ihnen fehlende Tugend überkom­pen­sieren, nicht zu den mir lieb­sten zählen.

Der Fußball, die Ver­bände, die Mannschaften und die Meis­ter­schaft an sich sind mir her­zlich egal. Es ist die Aura an men­schlich­er Debil­ität, die sie umgibt, die sich ohne merk­liche Ein­bußen an Leben­squal­ität ent­behren ließe.

Freut euch leise, ihr Pflau­men.

In den NachrichtenWirtschaftMontagsmusik
Pure Reason Revolution — The Bright Ambassadors of Morning // Bedingungslose Grundaufregung

Was fehltEs ist, juch­hei!, Mon­tag; damit sind es nur noch fünf Tage bis zum Woch­enende, was noch ein wenig schön­er wäre, wäre sie auch da. Ein Käuzchen nickt ver­ständ­nisvoll.

Weniger Ver­ständ­nis weckt wie üblich die Wirtschaft: Das Schweiz­er Volk hat sich am Woch­enende über­wiegend gegen ein bedin­gungslos­es Grun­deinkom­men entsch­ieden, bei der “ZEIT”, die ihren Lesern offen­bar extra erk­lären muss, dass ein Ganzes 100 Prozent sind (“entsch­ieden sich 78 Prozent der Teil­nehmer (…) dage­gen. 22 Prozent stimmten dem­nach dafür”, das gibt ein Fleiß­bi­enchen im Klassen­buch), und in anderen Medi­en bis hin zum virtuellen Box­sack Twit­ter ist man natür­lich weit­ge­hend fas­sungs­los darüber, dass das kom­mu­nis­tis­che Ide­al sich noch nicht mal in der Schweiz durch­set­zen kann, obwohl doch die Schweiz in den ver­gan­genen Jahrzehn­ten stets ein ver­lässlich­er Part­ner oder so bei der Durch­set­zung der einzig richti­gen Poli­tik war. Aus den Rei­hen der SPD wird die Schweiz für die Volk­sentschei­dung beklatscht, was in mir dur­chaus Zweifel reifen lässt, ob meine Skep­sis bezüglich eines “bedin­gungslosen” (sprich: leis­tungslosen) Grun­deinkom­mens nicht vielle­icht doch vor­eilig ist. Was die SPD gut find­et, ist meist gar nicht so gut.

Der Ruf nach einem “bedin­gungslosen Grun­deinkom­men” ist ver­ständlich, aber kurzsichtig: Wird der Gegen­wert des Satzes “ich habe kein Geld” von (wie bis­lang) 0 auf, sagen wir mal, 800 Euro ange­hoben, besitzt also jed­er plöt­zlich ein­fach so 800 Euro, so ver­liert das Geld rel­a­tiv dazu an Wert. Ein Beispiel: Im Novem­ber 1923 betrug das Brief­por­to 10 Mil­liar­den Mark, weil Geld wegen sein­er über­mäßi­gen Her­stel­lung qua­si nichts mehr wert war, was let­ztlich zu Hitler und ein paar sehr unan­genehmen Zwis­chen­fällen führte. Ein über­trieben­er Ver­gle­ich, sagt ihr? Vielle­icht habt ihr damit sog­ar Recht. Wenn’s kein­er weiß, kann kein­er jubeln.

Woher, apro­pos, kommt es eigentlich, dass Nachricht­e­nar­tikel über Kinder­pornografie über­durch­schnit­tlich oft mit einem Mac­Book bebildert wer­den? Ted Unangst geht von einem Zusam­men­hang aus.

Kapellmeis­ter, kapellmeis­tere!

Pure Rea­son Rev­o­lu­tion- Bright Ambas­sadors Of Morn­ing

Guten Mor­gen.

Nerdkrams
Der Tor fällt nicht weit vom Appelbaum

Alter Hut: Knall­bunte Web­sites mit eigen­er Domain und Logo für Sicher­heit­slück­en in Soft­ware.
Das neue große Ding: Knall­bunte Web­sites mit eigen­er Domain (ob da wohl noch ein Logo kommt?) für pri­vate Fehden unter Open-Source-Entwick­lern. Das muss dieser Geist des Open Source sein, von dem immer die Rede ist.

Worum es geht? Ein mit­tler­weile ehe­ma­liges, allerd­ings recht engagiertes Mit­glied der Tor-Ker­nen­twick­ler­gruppe hat blöder­weise einen Nach­na­men, der recht weit vorn im Alpha­bet ste­ht, weshalb es seine Teamkol­le­gen natür­lich ganz beson­ders stört, wenn er, um nie­man­des Arbeit wichtiger erscheinen zu lassen als die eines Anderen, bei der Ver­schriftlichung um eine alpha­betis­che Rei­hen­folge der Ver­ant­wortlichen bit­tet. “Der da hat einen Namen, der vor meinem erscheinen würde, das belästigt mich!”

Ach, nein — eigentlich geht es ja tat­säch­lich um Beläs­ti­gung. Bei Tor scheint Homo- oder wenig­stens Bisex­u­al­ität ein wichtiges The­ma zu sein, was auch schon die einzig nen­nenswerte Erken­nt­nis aus dem ganzen Bohei ist; ein Rosenkrieg zwis­chen Men­schen, die ver­glichen damit, dass sie sich auf­führen wie eine Horde pubertieren­der Teenag­er, zuvor offen­sichtlich für erschreck­end erwach­sen gehal­ten wur­den.

Ein Opfer des Beschuldigten gibt etwa zu Pro­tokoll:

I did­n’t know until very recent­ly that non­con­sen­su­al sex, by a friend, is rape. It is for this rea­son that I am writ­ing this account.

Mit anderen Worten: Eigentlich hielt das Opfer einen offen­bar sex­uell motivierten Zwis­chen­fall für nicht son­der­lich schlimm oder auch nur bedeut­sam, bis jemand ihm mit­teilte, dass es unangemessen sei, sich darüber nicht zu viele Gedanken zu machen. Wer Kom­pro­mat sucht, ist über jeden, den er dazu überre­den kann, glück­lich.

Das Gros der Erfahrungs­berichte allerd­ings befasst sich damit, dass der Täter unge­fragt in kleinem Kreis über die Sex­u­al­ität der Opfer sprach; darüber bekla­gen sich Let­ztere auf der Web­site, indem sie selb­st darüber und über die seine sprechen, und zwar in einem weit größeren Rah­men als es zuvor je geschehen wäre. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Schnell, schieß mir ins Gesicht!

(via @andreasdotorg)

Spaß mit Spam
Du musst check this out

Wun­der­schön ist schon der Betr­e­ff der obskuren Spam­mail, die mir ein gewiss­er “Alec” heute ins Post­fach spülte:

Hal­lo,

Haben Sie über die binäre Trad­ing-Soft­ware gehört, die MEGA MONEY
Gewinne und Drehen der Finanzwelt auf den Kopf erzeugt?

Äh.

Let­zte Woche Tom Men­da­co öffentlich bekan­nt, dass er $ 2,747.50 in
nur einem einzi­gen Han­del mit der Soft­ware gemacht.

  Denken Sie für eine zweite, was Sie mit $ 2,747.50 tun würde!

Für wen bitte? :-?

Und selb­st wenn Sie nicht Mende­co sein kann, ich denke, Sie ziem­lich
glück­lich sein würde eine zusät­zliche tausend Dol­lar pro Tag zu
gener­ieren.

[==>Link (
http://tracking.binarypromos.com/aff_c?offer_id=(ID retuschiert, A.d.V.) )]

Gener­ierung von Geld, klin­gen seri­ous. Ich aber Geld mit Arbeit. Nicht bin stu­pid.

Das Beste an der Soft­ware ist, dass es für Dum­mies ein­fach ist.

So’n Spam­mer, der offen­bar sog­ar für Soft­ware für Dum­mies zu blöd zu sein scheint, denn son­st hätte er das Spam­men nicht nötig, ist jet­zt vielle­icht nicht unbe­d­ingt eine gute Instanz zur Empfehlung.

Sie kön­nen Geld jede Minute jede Stunde jeden Tag machen, indem Sie
ein­fach ‘up “oder” down “auf der Grund­lage der Graph-Muster und
Rich­tung Trends, die Sie sehen! Jed­er kann das.

Das geht up. Jed­er kann das! Deswe­gen wird auch jed­er immer so reich vom Anguck­en von Graphen und vom Gener­ieren von Geld. MEGA MONEY!

Sie müssen mehr Erfol­gs­geschicht­en CHECK OUT. Dieses Zeug ist
ver­rückt. Guck mal

Das, allerd­ings, glaube ich auch. Vielle­icht sollte “Alec” — die Mail ist mit “Alice” unter­schrieben — von “dem Zeug” bess­er die Fin­ger lassen.

:irre:

Sonstiges
Liegengebliebenes vom 1. Juni 2016

Das, “ZEIT ONLINE”, ver­steh’ ich übri­gens nicht:

Während eines Dorffestes im säch­sis­chen Colm­nitz sind einige Teil­nehmer eines Fes­tumzugs am Son­ntag als Wehrma­chtssol­dat­en verklei­det gewe­sen. Sie präsen­tierten an ihren Kostü­men Hak­enkreuze und andere nation­al­sozial­is­tis­che Abze­ichen. (…) Offiziell gefeiert wur­den laut Ver­anstal­tung­sh­in­weis des Vere­ins indes (…) 110 Jahre Rassege­flügelzuchtvere­in Colm­nitz, 110 Jahre Rassekan­inchen­züchter­vere­in.

Rassegeflügel und Rassekan­inchen — das kann kein Zufall sein!


“SPIEGEL ONLINE” und die Nach-Schröder-SPD freuten sich jüngst über die ver­meintlich gesunke­nen Arbeit­slosen­zahlen. flat­ter resümiert

Wir haben also fast viere­in­halb Mil­lio­nen Hartzer im Arbeits­markt bei 2,66 Mil­lio­nen “Arbeit­slosen”. Wach­s­tum! Wohl­stand! Vollbeschäf­ti­gung!

Die maßge­blich für Armut und soziale Kälte ver­ant­wortliche SPD, deren krude Vorstel­lung von ein­er fairen Arbeitswelt sie selb­st niemals tre­f­fen wird, denn kein SPD-Großkopfer­t­er wird nach der Abwahl aus dem Bun­destag 2017 ern­sthafte finanzielle Sor­gen haben (Pen­sion und Berater­verträ­gen sei’s zynisch gedankt), rech­net wie gewohnt als Folge ihrer wider­lichen “Sozialpoli­tik” Ver­armte (Zwangsver­rentete, Hartz-IV-Abhängige u.dgl.) aus ihrer eige­nen Sta­tis­tik her­aus. Zum Glück haben wir den Qual­ität­sjour­nal­is­mus, der nüchtern und unaufgeregt darüber berichtet.


Worüber sich die SPD son­st so freut: “Wenn schon 20 Prozent, dann stolze 20 Prozent”, sagte der Bun­deswirtschaftsmin­is­ter. Vielle­icht gibt es hin­ter­her eine Teil­nah­meurkunde und einen Trost­preis.


Der Mai war mal wieder ein Monat der tödlichen Ter­ro­ran­schläge. Ihr habt nichts davon mit­bekom­men? Das war ja auch nicht hier, das war im Irak — das ist da, wo der West­en vor ein paar Jahren schw­er bewaffnet “den Frieden” instal­liert hat.


Das Landgericht Köln hat her­aus­ge­fun­den, dass man SMS-Nachricht­en nachträglich löschen kann. Wenn sie in dem Tem­po weit­er­ma­chen, soll­ten wir in spätestens elf Jahren allmäh­lich Vor­sicht im Umgang mit diesem “Inter­net” wal­ten lassen. Vielle­icht aber auch noch etwas später:

Die Fra­gen, die das BMWi im Rah­men des Grün­buch-Prozess­es beant­worten will, laut­en zum Beispiel “Was bedeutet es über­haupt, wenn nicht mehr nur physis­che Pro­duk­te, son­dern auch Dat­en zum zen­tralen Wirtschafts­fak­tor wer­den?” und iro­nis­cher­weise sog­ar “Wie stellen wir eine schnellere reg­u­la­torische Reak­tion­szeit her, die mit der Schnel­ligkeit dig­i­taler Entwick­lun­gen Schritt hält?”.

Das Fax mit einem ersten Entwurf ist sicher­lich bere­its unter­wegs.


Pos­i­tive Nachricht­en aus der EU: Unsere Flaggen sind sich­er.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Jane’s Addiction — Nothing’s Shocking

Jane's Addiction - Nothing's ShockingDas Bun­desver­fas­sungs­gericht hat unlängst fest­gestellt, dass “Sam­pling” ein stil­prä­gen­des Ele­ment im Hip-Hop sei. Damit ist auf höch­ster Ebene entsch­ieden wor­den, dass von kün­st­lerisch wertvollen, kreativ geprägten Inhal­ten dort keine Rede sein kann. Wie anders ist’s doch in der Rock­musik!

Den 1980er Jahren haftet nichts­destotrotz nicht völ­lig anlass­los (Phil Collins) das Etikett des Jahrzehnts an, über dessen sound­track man lieber schock­iert den schalldicht­en Man­tel des Schweigens wer­fen sollte. Keineswegs schock­ierend aber ist das allmäh­liche Ende der musikalis­chen Grausamkeit­en gegen Ende dieser Schreck­ens­dekade. Dazu zählt neben den längst zu den Klas­sik­ern zu rech­nen­den Groß­tat­en “Doolit­tle” und “Blood Sug­ar Sex Mag­ick” auch das 1988 erschienene Album “Nothing’s Shock­ing” der aus­gerech­net US-amerikanis­chen Rock­band Jane’s Addic­tion, mithin ihr erstes Stu­dioal­bum, dem im Vor­jahr bere­its ein Liveal­bum voraus­ge­gan­gen war.

Das Titel­bild des Albums erzählt eine ganz eigene Geschichte: Zwei schwarz-weiße nack­te Frauen mit grotesken Brüsten und bren­nen­den Haaren schauen spöt­tisch lächel­nd auf den Betra­chter herab. War das 1988, mithin: über ein halbes Jahrhun­dert nach dem gold­e­nen Zeital­ter, noch schock­ierend? Nun ja, in Nor­dameri­ka, wo noch heute ein sehr eigenes Ver­hält­nis zur Prüderie gepflegt wird, möglicher­weise schon, aber anson­sten trifft’s die Fest­stel­lung, hier sei nichts Schock­ieren­des enthal­ten, schon ganz gut; vielmehr wird hier, Jahre vor der Grün­dung der stilis­tisch ähn­lichen, aber ungle­ich bekan­nteren Rage Against The Machine, sozusagen neben­bei der Alter­na­tive Rock miter­fun­den.

Die oblig­a­torische Bea­t­les-Ref­erenz (“Jane Says”) sollte keineswegs als Blau­pause für das ganze Album missver­standen wer­den — das fet­zt. (Sagt man das noch, “fet­zt”?)

Seit eini­gen Jahren sind Jane’s Addic­tion wieder vere­int. Das scheint nicht die schlecht­este Neuigkeit dieses Jahrhun­derts zu sein.

PersönlichesPolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Anekdoten — Shooting Star // Der Gauland und die Leute

Montag, hicksEs ist Mon­tag; ein Mon­tag, der die aus­ge­lassene Fröh­lichkeit, die den Sonnabend ein­läutete, nur min­der zu beein­trächti­gen ver­mag. Ist das nicht wun­der­voll? (“Nein, ist es nicht!”, ruft eine gesicht­slose Stimme, wohl wis­send, wie anders doch ein Mon­tag sein kann, wenn nur der Son­ntag ein gemein­samer war. “Ach”, ruft man der Stimme zu, “du hast ja Recht.”) Vielle­icht werde ich auch allmäh­lich ein biss­chen sen­ti­men­tal.

Klin­geling, tüdeldüt, die Nachricht­en, frisch aus dem sich abze­ich­nen­den Som­mer­loch. 105’5 Spreera­dio, Chris­t­ian Teevs (“SPIEGEL ONLINE”), Armin Laschet und Bernd Riexinger erk­lären es unisono wahlweise für Ras­sis­mus oder Frem­den­feindlichkeit, dass der nun nicht unbe­d­ingt für kluge gesellschaftliche Analy­sen bekan­nte Alexan­der Gauland (“AfD-Vize”, denn mehr als zwei Sil­ben pro Wort­teil, etwa in “stel­lvertre­tender Vor­sitzen­der” oder wenig­stens das immer noch sack­blöde, aber wenig­stens erträglich sinnhafte “Vizevor­stand”, möchte der Jour­nal­is­mus seinen Lesern lieber nicht mehr zumuten) ange­blich sug­gerierte, “die Leute” stän­den ein­er möglichen Nach­barschaft zu Jérôme Boateng (Fußball­spiel­er, deutsche National­mannschaft) eher kri­tisch gegenüber, ver­säu­men es dabei jedoch, dem Pub­likum zu erk­lären, welch­er Rasse oder Fremde dieser denn ange­höre, denn die Voraus­set­zung für Rassen- oder Frem­den­feindlichkeit ist zunächst ein­mal deren Vorhan­den­sein.

Sig­mar Gabriel, desig­niert­er Insol­ven­zver­wal­ter der SPD, sprach immer noch, aber anders falsch von “Deutschen­feindlichkeit”. Die Mehrheit der Befragten ist sich also einig, dass die pos­tulierte Fest­stel­lung Alexan­der Gaulands, man (hier: “die Leute”) wolle Jérôme Boateng keines­falls als Nach­barn wis­sen, so gar nicht gehe, unklar bleibt es dem Anschein nach aber, woge­gen sie nun im Kon­sens eigentlich genau ver­stößt. Ich zum Beispiel gehe noch einen Schritt weit­er und möchte keines­falls neben irgen­deinem Fußball­spiel­er wohnen, denn aus Inter­views mit Fußball­spiel­ern weiß ich, dass sie zu halb­wegs vernün­fti­gen Gesprächen samt und son­ders nicht fähig scheinen. Vielle­icht sollte man auch ein­fach die lästige Ange­wohn­heit, jedem Han­swurst zu jed­er denkbaren Gele­gen­heit ohne tage­spoli­tisch rel­e­van­ten Anlass ein Mikro­fon unter die Nase zu hal­ten, ein­mal kri­tisch zur Diskus­sion stellen.

Gibt es auch noch gute Nachricht­en? Aber ja: Käpt’n Offen­sichtlich hat her­aus­ge­fun­den, dass Kam­er­aüberwachung keine Straftat­en ver­hin­dert. Wenn das doch nur jemand geah­nt hätte!

Musik, zwei, drei, vier.

Anek­doten — Shoot­ing Star (Until All The Ghosts Are Gone 2015)

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Tortenpolitiker (2): Die haben Bärte, die haben Bärte.

Im Feb­ru­ar dieses Jahres bewarf ein Bek­loppter Beat­rix von Storch mit ein­er Torte, um damit irgend­was auszu­drück­en, wobei unklar bleibt, was das wohl sein mochte, sind Torten­würfe doch seit Jahren kein beson­ders rev­o­lu­tionär­er Akt mehr: “Bill Gates mit Torte bewor­fen” (Dai­ly News, Feb­ru­ar 1998), jed­er Men­sch braucht halt ein Hob­by, allerd­ings waren so manche, die heute bei jedem clow­nesquen Torten­wurf gegen den jew­eili­gen Klassen­feind johlen, 1998 noch nicht ein­mal geboren. Die Pocherisierung der Poli­tik ist zumin­d­est tra­di­tion­sre­ich.

Der um frühere Pöbelpi­rat­en (“DIE LINKE AUFMISCHEN!!11!”, ich berichtete) bere­icherten und damit voraus­sichtlich dem­nächst implodieren­den “Linken”, die in aus­gerech­net Magde­burg in Ruhe zu tagen ver­suchte, scheint dieser äußere Klassen­feind abhan­den gekom­men zu sein, aber an Clowns man­gelt es ihnen keineswegs:

Ein unbekan­nter Mann war in die Tagung­shalle auf dem Messegelände der Stadt gestürmt, war bis zur ersten Rei­he vorge­drun­gen und hat­te der Linken-Frak­tionsvor­sitzen­den Sahra Wagenknecht eine Schoko­laden­torte ins Gesicht gewor­fen. Dabei rief er unver­ständliche Parolen.

Das hat Frau Wagenknecht jet­zt davon! Poli­tis­che Botschaften sind seit 2005 ja auch irrel­e­vant, die Torte zählt. Aus den Rei­hen der linken ehe­ma­li­gen Pöbelpi­rat­en tönte es bere­its Anfang der Woche unter ein­er Kapuze her­vor, “jet­zt” sei “Sahra dran”, denn gemein­hin für intel­li­gent gehal­tene Poli­tik­er jed­welchen Geschlechts will man in gewis­sen Kreisen nicht in den eige­nen Rei­hen wis­sen, kon­trastieren sie das eigene Brett vor dem Kopf doch mit jedem Wort. Links­sein war schon immer das Priv­i­leg des niedri­gen Bil­dungs­standes, linke Parteien in der Geschichte schon immer die Parteien der ein­fachen Arbeit­er und Bauern. “Links­sein den Dum­men!” wäre übri­gens auch eine her­vor­ra­gend skandier­bare Parole.

Bedauer­lich ist nur, dass es sich bei der Betorteten wie schon bei Frau von Storch um eben eine Frau han­delt, was die linke Maxime von der Unan­tast­barkeit der Weib­lichkeit wom­öglich beina­he ins Wanken gebracht hätte, was auch den während sein­er Rede unsan­ft unter­broch­enen Parteivor­sitzen­den bewegte:

Riexinger ergriff nach der Rede­pause sofort Partei für Wagenknecht. Gewalt gegen Frauen sei nicht zu tolerieren, sagte er.

Ob Gewalt zu tolerieren ist, scheint bei Linken also maßge­blich davon abzuhän­gen, gegen wen sie aus­geübt wird. Bernd Riexinger bekam allerd­ings präven­tiv Schützen­hil­fe aus den Rei­hen der Kosovopartei: Gewalt sei kein Mit­tel der poli­tis­chen Auseinan­der­set­zung, gab der gle­iche Poli­tik­er auf Twit­ter zu ver­ste­hen, der noch im Novem­ber 2015 beim “Deutsch­land­funk” gut­ten­bergte, es gebe “bes­timmte Aus­nahme­si­t­u­a­tio­nen, wo man mit anderen Mit­teln nicht vorankommt und wo der bewaffnete Kon­flikt”, Quatsch, “der Krieg das let­zte Mit­tel ist”. Allmäh­lich gerät man als anti­deutsch­er Link­er offen­sichtlich in eine Sit­u­a­tion, in der man selb­st von den Mitk­lassenkämpfern ver­meintlich rechts über­holt wird; was let­z­tendlich, wenn sich auch die Partei “Die Linke” let­z­tendlich als lediglich für ein bil­lig abzu­greifend­es Pöstchen geeignet her­aus­gestellt hat, was den men­schlichen Fäh­nchen im Wind, die sich für wer­weißwie fortschrit­tlich hal­ten, zum Teil wahrschein­lich dur­chaus genü­gen mag (der Kampf gegen das Schweinesys­tem will ja schließlich vom Schweinesys­tem anständig bezahlt wer­den), alter­na­tiv­los zur “Über­win­dung” der Parteien — selb­st die MLPD wird, Auf­schrei!, von einem alten weißen Mann geleit­et — führen wird.

Es wird Torte geben.

Dieser linke Radikalis­mus ist genau diejenige Hal­tung, der über­haupt keine poli­tis­che Aktion mehr entspricht. Er ste­ht links nicht von dieser oder jen­er Rich­tung, son­dern ganz ein­fach links vom Möglichen über­haupt. Denn er hat ja von vorn­here­in nichts anderes im Auge als in neg­a­tivis­tis­ch­er Ruhe sich selb­st zu genießen.
Wal­ter Ben­jamin

PolitikIn den NachrichtenNerdkramsMir wird geschlecht
Kurz verlinkt: Gewalt, Google, Schokolade und Quoten

Die klare Ansage des Tages kam gestern von “der Antifa”, deren Mitide­ologe Horst Schöpp­n­er medi­al klarstellen zu müssen meinte:

Gewalt wirkt. Egal, ob es einem gefällt oder nicht. Gewalt wirkt auch gegen Nazis. Vielle­icht wirkt sog­ar nur Gewalt gegen Nazis.

Und zwar, weil:

Wenn Sie kein Ras­sist, Islamhas­s­er oder Nazis sind, wenn Sie also die Parolen von PEGIDA oder AfD nicht gut find­en, dann sind Sie für Ihr Gegenüber ver­mut­lich automa­tisch: dumm, Antifa, Gut­men­sch, Neger, Lügen­presse, Schwuch­tel, Staats­büt­tel oder alles zusam­men.

Erst mal davon aus­ge­hen, dass der Gegenüber einen für dumm oder — eine offen­sichtlich noch weit schlim­mere Belei­di­gung — Antifa (sic!) hält, um ihm präven­tiv auf’s Maul hauen zu dür­fen, ist eine über­aus ele­gante Lösung. Nie habe ich mir so sehr gewün­scht, auch ein­mal für dumm gehal­ten zu wer­den. Herr Schöpp­n­er, wie wär’s?


Google find­et, Pass­wörter seien keine für Android zukun­ft­staugliche Sicher­heitsvorkehrung, und möchte stattdessen eure bio­metrischen Dat­en in der cloud (also auf den Rech­n­ern überdies US-amerikanis­ch­er Fremder) spe­ich­ern.

Kotz


2005: Dunkel­häutige Schoko­laden­maskottchen sind ras­sis­tisch.
2016: Sich über dunkel­häutige Schoko­laden­maskottchen aufzure­gen ist ras­sis­tisch.

Lang­weilig wird es mit diesen Leuten zum Glück nie.


Der Fem­i­nis­mus hat uns nun jahre­lang gelehrt, dass es nicht etwa aus­bil­dungs- oder lebensstilbe­d­ingt, son­dern allein eine Diskri­m­inierungs­folge ist, als Frau nicht auf eine Führungspo­si­tion erhoben zu wer­den. Fol­glich gibt es für die Nachricht, dass haupt­säch­lich West­deutsche ost­deutsche Führungspo­si­tio­nen innehaben, nur einen möglichen Grund. Ich erwarte Oben-ohne-Demon­stra­tio­nen beschrifteter ost­deutsch­er Man­ag­er in allen größeren deutschen Städten.