PersönlichesIn den NachrichtenMontagsmusik
Sunn O))) (live) // #emonichtblog

Sei wachsam. Sie wird kommen.Befund: Mon­tag. Ursache: Unklar. Ther­a­pie: Vielle­icht hil­ft es, ein­fach ein biss­chen zu schreien. Ein Tag, so hässlich wie Han­nover. — Mon­tag ist ja auch: sich fühlen wie Dil­bert, nur mit noch weniger Men­schen. Mit Men­schen hält man es ja doch nicht lange aus. (Was sie wohl ger­ade tut?) Gibt es eigentlich ein passenderes Wort als Nos­tal­gie für die Sehn­sucht nach früher? Damals, bei Camel und Meer.

Die Män­ner lei­den am meis­ten darunter. Män­ner sind gefühls­duseliger. Weiß ein beliebiger Geier, wieso das immer mon­tags passiert; außer natür­lich, weil ein Son­ntag schon aus dem Gewohn­heit­srecht her­aus und ins­beson­dere wegen blöder Herz­scheiße nicht so enden sollte und man es doch allmäh­li­ich doch satt hat, wie ein Teenag­er auf seine Läm­pchen zu star­ren. These vin­tage years.

Pal­im-pal­im, die Nachricht­en. Wir sind wieder wer.

Die Bun­desregierung jeden­falls hat dem amerikanis­chen Ansin­nen nachgegeben und sich bere­it erk­lärt, auf­grund des sub­jek­tiv­en Bedro­hungs­ge­fühls erst­mal 1000 Sol­dat­en mit an die litauisch-rus­sis­che Gren­ze zu schick­en.

Die Vor­wärtsvertei­di­gung wird siegen, keine Gnade dem Aggres­sor. Wir wollen ja nur helfen; wie damals, als der Iwan der DDR nur helfen wollte, jeden­falls dabei, wiederum der Sow­je­tu­nion zu helfen. Für ein Kriegsheer vor der eige­nen Gren­ze hätte also ganz offen­sichtlich nie­mand mehr Ver­ständ­nis als Putin. Von deutschem Boden geht kein Krieg aus, wenn der Boden in Litauen liegt.

Mon­tag, du unflätiges Wort. Es hil­ft, vielle­icht, Musik. Musik, so schwarz wie etwas anderes, das auch schwarz ist. Elo­quenz hab’ ich voll drauf.

SUNN O))) live at South­west Ter­ror Fest III, Oct. 18th, 2014 (FULL SET)

Schon bess­er.

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz notiert zum Gewese um den AfD-Parteitag

Es find­et offen­sichtlich zurzeit ein Parteitag der AfD statt. Stets um einen friedlichen Diskurs bemühte Demokrat­en liefen in Friedens­mon­tur auf, um zu ver­hin­dern, dass dieses Pack (von Men­schen zu sprechen wäre fatal, denn Men­schen gehört bekan­ntlich das Recht auf eine ungestörte Ver­samm­lung gewährt) auf gewohn­tem Wege an sein­er Ver­anstal­tung teil­nehmen kann.

Aus­drück­lich ungeachtet der Frage, was man als poli­tis­che Partei in Deutsch­land eigentlich alles befür­worten darf und was nicht: Wenn ich das jet­zt also richtig ver­ste­he, dann gibt es spätestens mor­gen kein­er­lei poli­tis­chen Extrem­is­mus mehr in Deutsch­land, denn die Kom­bi­na­tion aus dem über­wälti­gend überzeu­gen­den Argu­ment “Ihr seid kacke!”, der kon­tinuier­lichen Ruh­estörung auch der Anwohn­er und der Block­ade der Zufahrt zu ihrer angemelde­ten Ver­samm­lung hat sie alle zu vernün­fti­gen Men­schen gemacht, die — bekan­ntlich befol­gt ein typ­is­ch­er Wäh­ler die Empfehlung, eine linke Partei zu wählen, wenn man ihn vorher nur genug beschimpft und seine Intel­li­genz belei­digt — nur noch harm­lose Parteien wie die SPD wählen, richtig?

Son­st war das doch eine total däm­liche Aktion.


Wieder ein unin­ter­es­san­ter Beruf mehr: Penispillen sind kein Arbeitsmit­tel für Polizis­ten.

Netzfundstücke
Saarland (Symbolmeldung)

Diese Glob­al­isierung, die unsere liebge­wor­de­nen Tra­di­tio­nen und unsere Kul­tur zer­stört, hat nicht mit dem Saar­land gerech­net:

Tra­di­tion­s­gemäß find­et am 30. April ab 18 Uhr am Vere­in­sheim der Kle­ingärt­ner Wellesweil­er die alljährliche Hex­en­ver­bren­nung statt.

Haben wir schon immer so gemacht.

Sonstiges
Medienkritik XCVIII: Schöner ficken

Ent­ge­gen landläu­figer Mei­n­ung ist es beim Bum­sen — sagt man das noch, “bum­sen”? — übri­gens gar nicht das wichtig­ste Kri­teri­um, dass es allen Beteiligten aus­re­ichend viel Freude bere­it­et; offen­sichtlich viel bedeut­samer ist es, dabei sexy, nicht etwa wie ein schwitzen­der Ochse, auszuse­hen. Wer fernab von Spiegel und Schmink­täschchen miteinan­der vögelt, dem ent­ge­ht Entschei­den­des.

Dies sug­gerieren jeden­falls die verblüf­fend gut miteinan­der har­monieren­den Titel­bilder der noch aktuellen Aus­gaben von “JOY” und “Cos­mopoli­tan” (let­ztere zur Abwech­slung mal mit Jes­si­ca Alba auf dem Titel­bild; “warum Hol­ly­wood mehr Frauen wie sie braucht” fragt so schelmisch wie rhetorisch das Inhaltsverze­ich­nis, und ich ergänze: damit es nicht mehr nur zwei Motive für das Titel­bild von Frauen­zeitschriften gibt):

Cosmopolitan Mai 2016 JOY Mai 2016

Nackt gut auszuse­hen ist also nur die halbe Miete, man muss sich auch gut bewe­gen kön­nen. Wie, ihr konzen­tri­ert euch beim Sex nicht auf euer Ausse­hen? Das ist aber ungewöhn­lich. Warum? Das lassen wir uns heute mal von zwei klu­gen und welt­män­nis­chen Frauen­zeitschriften erk­lären.

Film ab!

‘Medi­enkri­tik XCVIII: Schön­er fick­en’ weit­er­lesen »

PolitikNetzfundstücke
Neues von Darth Facepalm

Der Todesstern ist in der fik­tiv­en Welt, in der “Star Wars” spielt, eine riesige bewaffnete Raum­sta­tion. Er wurde zweimal gebaut und kon­trol­liert vom chau­vin­is­tisch-faschis­tis­chen Galak­tis­chen Imperi­um, der ger­adezu liebenswert dümm­lich-naiv­en Erzäh­lung zufolge also vom bösen Gegen­spiel­er der Allianz zur Wieder­her­stel­lung der Repub­lik und der religiösen Fanatik­ersek­te der Jedi (also der Guten), und diente von Anfang an im Wesentlichen dem Zweck, jene Plan­eten, die sich nicht frei­willig unter­war­fen, auszulöschen. Die Zer­störung des zweit­en Todessterns besiegelte den Sieg der Guten in der ursprünglichen Trilo­gie und wurde gemein­hin als Befreiung von Krieg und Unter­drück­ung aufge­fasst.

Wie ich darauf komme?

Ach, nur so.

Todesstern gegen Nazis

(via @FrauMaja)

PersönlichesIn den NachrichtenMontagsmusik
Rod Stewart — Baby Jane

Irgendwas ist komisch heuteEin Mon­tag, an dem kaum noch etwas ist, wie es war. Wenn son­ntags das kleine pelzige Wesen kommt, scheint mon­tags die Sonne; so oder so ähn­lich heißt es bei Paul Maar, aber draußen ist es heute eigentlich nur leer und ver­braucht, als lauerten die Zeit­fress­er nur noch darauf, dass man aufgibt. Kein Seufzen, ein Stöh­nen alle­mal, vom Mon­tag mit dem Zielfer­n­rohr mit­ten ins Gemächt getrof­fen. Paulchen Pan­da hat die Uhr ver­steckt.

Ah, ein klar­er Gedanke. Ab in die Nachricht­en! — Dass der unglaublich däm­liche Dig­i­tal­courage e.V. sich allen­falls zur Fremd­scham eignet, ist keine Neuigkeit; über­raschen­der­weise aber hat der­weil die Potemkin­isierung Han­novers nicht zu unbe­gren­zter Liebe zu aus­ländis­chen Staat­sober­häuptern geführt: Das Oba­ma-Fieber ist vor­bei, als wäre so ein Fieber etwas, was man unbe­d­ingt behal­ten möchte.

Und son­st so? Das Arschloch 2016 war wieder auf Kneipen­tour und hat einen dieser lästi­gen Pop­musik­er geholt, aber allmäh­lich hat man dann doch auch genug von diesem gieri­gen Jahr. Apro­pos genug: Wis­senschaftler haben verse­hentlich offen­bar unbe­gren­zt oft auflad­bare Bat­te­rien erfun­den. (Vieles wirkt so endgültig in dieser Zeit, aber wie oft kann es das schon sein? Wie lang ist eine Ewigkeit? Wie oft ist das let­zte Mal auch das näch­ste, bevor es nur noch das let­zte war?)

Und warum müssen meine Leser das eigentlich immer aus­baden?

Rod Stew­art — Baby Jane [Offi­cial MV]

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Sonntags in Hannover-Güstrow

Heute trifft sich Barack Oba­ma mit Angela Merkel und Vertretern der Wirtschaft, um ein wenig über TTIP zu plaud­ern, denn nur diejeni­gen sind als Diskus­sion­spart­ner erwün­scht, die nicht durch bloße Anwe­sen­heit eine Gefahr für Leib und Leben des Irren aus Wash­ing­ton — so heißen Präsi­den­ten doch in der medi­alen Darstel­lung heute, oder? — darstellen. Die eben­falls stat­tfind­ende Demon­stra­tion gegen dieses Abkom­men wird jeden­falls wohlweis­lich dort stat­tfind­en, wo die Ver­hand­lungspart­ner nichts davon mit­bekom­men, was den Sinn hin­ter dieser Demon­stra­tion zumin­d­est in Frage stellt.

Dass, dass Bürg­er nicht erwün­scht sind, keineswegs eine über­mäßig über­spitzte For­mulierung ist, wird sich mor­gen in (aus­gerech­net!) Han­nover zeigen, wo (aus­gerech­net!) Barack Oba­ma die Han­nover-Messe zu eröff­nen beab­sichtigt, denn nichts ist so eng mit der Han­nover-Messe ver­bun­den wie der Kriegsh­err der Vere­inigten Staat­en; und in dieser Rolle wird er immer­hin selb­st auftreten:

Bere­its mit­tags wird er auf dem Flughafen Lan­gen­hagen bei Han­nover erwartet und dort mit “mil­itärischen Ehren” emp­fan­gen.

Aber ist das nicht brandge­fährlich? Doch, doch; darum wer­den Maß­nah­men ergrif­f­en:

Im engeren Sicher­heits­bere­ich gel­ten ab 14 Uhr nochmal ver­schärfte Sicher­heits­bes­tim­mungen. Die Anwohn­er dür­fen dann bis min­destens 20 Uhr ihre eige­nen Balkons oder Gärten nicht betreten. Es herrscht qua­si Aus­gangssperre. (…) Die Sicher­heitsvorkehrun­gen seien sog­ar zum Vorteil der Anwohn­er. (…) Oba­ma sei schließlich die gefährdet­ste Per­son der Welt.

Wenn ein Staat­spräsi­dent, der ein fremdes Land besucht, vor den Ein­wohn­ern ein­er Stadt, in der er auftritt, in Sicher­heit gebracht wer­den muss, dann kön­nte das Ursachen haben, die mit dem vorüberge­hen­den Wegschließen der­er, die dort wohnen, nur schw­er­lich zu bekämpfen sind. Es ist jedoch nur zum Vorteil der Anwohn­er. Klar: Wer in Han­nover sein Haus nicht mehr ver­lassen darf, der muss wenig­stens Han­nover nicht sehen. Darüber hin­aus ist das Erricht­en eines potemkischen Dor­fes sicher­lich nicht die klüg­ste Tak­tik, wenn man nicht nur Zorn auf sich ziehen möchte, denn fried­fer­tiger wird man nicht dadurch, dass man Bewe­gungs­beschränkun­gen aufer­legt bekommt.

Ich halte den Hin­weis, “Oba­ma sei schließlich die gefährdet­ste Per­son der Welt”, allerd­ings auch für einen Tippfehler, denn vielmehr haben wir es hier mit der gefährlich­sten Per­son der Welt zu tun. Die “gefährdet­ste Per­son der Welt” ist jed­er, der in einem Land, das von der Armee Barack Oba­mas oder seinen Ver­bün­de­ten aus Sau­di-Ara­bi­en bom­bardiert und beset­zt wird, seinen Bunker ver­lässt, um zum Beispiel einzukaufen — das ist schnell tödlich. Gefährde­ter als Barack Oba­ma sind selb­st die Ein­wohn­er des Han­nover­an­er Sper­rbezirks, denn wenn sie es trotz erfol­gter War­nung wagen soll­ten, während der Sper­rzeit aus dem Fen­ster zu sehen, gel­ten min­destens unan­genehme Befra­gun­gen als sich­er. Diese Ter­ror­is­ten tun immer so harm­los.

Der Besuch des US-Präsi­den­ten sei ein wichtiges Ereig­nis für die Stadt, deshalb bitte er während­dessen alle Ein­wohn­er um Geduld, appel­lierte Ober­bürg­er­meis­ter Ste­fan Schos­tok (SPD) im Vorhinein.

Ist ja son­st nie was los in Han­nover.

In den NachrichtenNerdkramsSonstiges
Recht und Gesetz gegen Canonical und VG Wort

Die ver­mut­lich Krim­inellen des Tages sind die Herrschaften hin­ter Canon­i­cal, deren heute veröf­fentlicht­es Ubun­tu 16.04 (Sym­bol­bild) mal eben absichtlich die GPL ver­let­zt und somit qua Gesetz ille­gale Soft­ware ist. Welche Worte Lin­ux­er dafür fän­den, würde zum Beispiel Microsoft beim Lizenzbruch erwis­cht, möge sich der geneigte Leser an dieser Stelle selb­st aus­malen.

Dicht gefol­gt wird Canon­i­cal in der Ran­gliste von den in der VG Wort organ­isierten Ver­legern, die offen­sichtlich jahre­lang unrecht­mäßig Geld, das Autoren zus­tand, in die eigene Tasche gesteckt haben. Schon liest man erste Kom­mentare, dass die nun zu erwartenden Rück­forderun­gen das Ende des Ver­lagswe­sens besiegel­ten; und noch einige Jahre nach dem Beschluss des Leis­tungss­chutzrechts wird mein Bedauern darüber über­schat­tet von ein­er unbändi­gen Freude. Ich stelle schon mal den Whisky warm.


Nur im über­tra­ge­nen Sinne krim­inell ist bekan­ntlich die Doofheit ger­ade jugendlich­er Smart­pho­nenutzer; selb­st mir passiert es immer häu­figer, dass ich öde blondierten Mäd­chen begeg­ne, die vor lauter Freude am Herumwis­chen auf ihrer Wanze für unter­wegs ganze Grün­phasen von Fußgänger­am­peln ver­passen. Ich lache dann immer ein biss­chen. Die Stadt Augs­burg möchte mir den Spaß jet­zt aber nehmen:

Die Stadtwerke Augs­burg testen derzeit in Augs­burg an zwei Straßen­bahn-Hal­testellen LED-Boden-Ampeln, die Handy-Nutzer vor Unfällen schützen sollen.

Gemein­heit.

PolitikIn den Nachrichten
F.Digitalkompetenz.P.

Die F.D.P., bekan­nt aus Funk und Fernse­hen, macht Ernst:

Angesichts oft nur mit­telmäßiger Com­put­er-Ken­nt­nisse deutsch­er Schüler will die FDP dig­i­tale Kom­pe­ten­zen im Bil­dungssek­tor vorantreiben. [Gen­er­alsekretärin Nico­la Beer] betonte, Kinder müssten “von Anfang an dig­i­tale Kom­pe­tenz erwer­ben kön­nen – egal, aus welchem Eltern­haus sie kom­men. Hier fängt soziale Gerechtigkeit an. Wer dig­i­tales Anal­pha­beten­tum zulässt, ver­sündigt sich.”

So ganz ohne religiös­es Gedöns geht es eben nicht; und aber jeden­falls sollen auch die ärm­sten Eltern­häuser ihrem Nach­wuchs zuvörder­st beib­rin­gen, wie man, dem von Frau Beer zitierten Vor­bild Est­land, wo 2012 das Schul­fach Pro­gram­mieren ab der ersten Klasse einge­führt wurde, wom­it die Kinder schon pro­gram­mieren (und ver­mut­lich Englisch) ler­nen sollen, bevor sie ihre Mut­ter­sprache und grundle­gende Math­e­matik halb­wegs all­t­agstauglich beherrschen — denn wer braucht schon Bil­dung, wenn er stattdessen auch in einem IDE sein­er Wahl das aber­tausend­ste “Hal­lo Welt” oder Tic-Tac-Toe zusam­men­klick­en kann? -, gle­ich, mit so Com­put­erkrams umge­ht, was aus den Rei­hen ein­er Partei, die zum Twit­tern einen exter­nen Dien­stleis­ter braucht, zumin­d­est absurd klingt, aber man muss ja mit der Zeit gehen:

“Selb­st Est­land hängt Deutsch­land ab bei der Dig­i­tal­isierung”, sagte Beer. “Dort tanzt man schon lange zu dem, was in Deutsch­land besten­falls Zukun­ftsmusik ist.” Hierzu­lande indes träten immer noch andauernd “Bedenken­träger auf die Bremse”, kri­tisierte die FDP-Poli­tik­erin.

Bedenken­träger etwa wie Philipp Rösler, der noch 2012 Net­zpoli­tik als Wirtschaft­spoli­tik sah und die Wirtschaft ja nun alles Andere als ein Fre­und des freien Aus­tauschs im Inter­net ist; der — Rösler — im Übri­gen sein­erzeit Vor­stand der­sel­ben F.D.P. war, die im März 2013 gegen ein biss­chen Vor­rats­daten­spe­icherung nicht viel einzuwen­den hat­te. Wenn ich an dig­i­tale Kom­pe­tenz auf dem Niveau eines Grund­schülers denke, fällt mir auch immer zuerst die F.D.P. ein.

Ob es jet­zt unbe­d­ingt nötig ist, Kinder zu Pro­gram­mier­ern zu machen, und ob Frau Beer das über­haupt meinte, bleibt unklar; eben­so unklar lei­der allerd­ings auf jeden Fall, woher diese Dig­italkom­pe­tenz angesichts mit dem tech­nis­chen Wan­del über­forderten Lehrern, viel zu langsam anzu­passenden Cur­ric­u­la und der Eltern­gener­a­tion, die “das Inter­net” nicht mehr von Face­book und allen­falls What­sApp und YouTube unter­schei­den kann, denn kom­men soll.

Vielle­icht sollte die F.D.P. erst ein­mal etwas dafür tun, dass diejeni­gen, die Dig­italkom­pe­tenz ver­mit­teln sollen, diese Dig­italkom­pe­tenz ver­mit­telt bekom­men. Dafür gibt es doch sich­er auch einen exter­nen Dien­stleis­ter.


Apro­pos Kom­pe­tenz: Schule in North Car­oli­na eröffnet einen Schieß­s­tand. Damit die lieben Kleinen das Zie­len üben kön­nen und nicht immer aus Verse­hen ihre Mitschüler umni­eten, weil sie den Lehrer nicht erwis­cht haben.

PolitikIn den Nachrichten
Christine Buchholz: Mit dem Flammenwerfer gegen Brandstifter.

ZEIT ONLINE, 2008:

Vor­standsmit­glieder der Linken, wie Chris­tine Buch­holz, sym­pa­thisieren offen mit der palästi­nen­sis­chen Hamas oder der libane­sis­chen His­bol­lah, die bei­de zur Ver­nich­tung des israelis­chen Staates aufrufen.

Jüdis­che All­ge­meine, 2010:

In der Erk­lärung ver­langt die Linke die Schaf­fung eines palästi­nen­sis­chen Staates, beken­nt sich zum Exis­ten­zrecht Israels in den Gren­zen von 1967, fordert den Stopp des Sied­lungs­baus und »die Ein­beziehung der Hamas in poli­tis­che Gespräche«. (…) bei (…) ein­er Gegen­stimme der Abge­ord­neten Chris­tine Buch­holz

Blog “Mis­sion Impos­si­ble”, 2014:

Inge Höger, Annette Groth Heike Hänsel, Sahra Wagenknecht, Chris­tine Buch­holz und Nor­man Paech gehören zu der “Creme de la Creme” der “Israelkri­tik­er” in der Linkspartei, sie sind freilich nur die Spitze des anti­semi­tis­chen Eis­berges dieser Partei.

ZEIT ONLINE, 17. April 2016:

Die reli­gion­spoli­tis­che Sprecherin der Linken, Chris­tine Buch­holz, warf der AfD Islamhass und eine Vergif­tung des gesellschaftlichen Kli­mas vor. “Die AfD wirft geistige Brand­sätze und ist so mitver­ant­wortlich für die steigende Zahl von islam­feindlichen Über­grif­f­en und Anschlä­gen auf Flüchtling­sheime.”

Feuer frei.

In den NachrichtenMontagsmusik
June of 44 — Cut Your Face

Och!Es ist Mon­tag. Es kön­nte schlim­mer sein, man kön­nte in Magde­burg wohnen; aber sein Leben hat man trotz­dem nicht im Griff. Der laufende Frieden­sprozess wird zurzeit durch heftige Kampfhand­lun­gen gestört und genau so fühlt es sich auch an, wie heftige Kampfhand­lun­gen mit sich selb­st, wohl wis­send, dass man das hand­i­cap hat, bei einem Kampf mit sich selb­st grund­sät­zlich als Ver­lier­er her­vorzuge­hen.

Allein: auch Män­ner haben Gefüh­le (es sind, glaubt man Farin Urlaub, unge­fähr drei). Manche führen sog­ar eine langjährige Beziehung mit ein­er Karotte:

Dass es dann zu ein­er beson­deren Beziehung zwis­chen dieser Plüschmöhre und mir kam, lag vor allem an mein­er dama­li­gen Fre­undin. (…) Ich mochte es, Dörte anzuschauen. Und da es ger­ade die Zeit der ersten Dig­italk­a­m­eras war und ich viel über­schüs­sige Energie in exper­i­mentelle Fotografie investierte, hat­te ich den Wun­sch, meine Fre­undin an unter­schiedlichen Orten zu fotografieren. (…) Auf Unver­ständ­nis fol­gte Stre­it, dann Wut, dann Trotz, dann meine Möhre. Statt Dörte fotografierte ich for­t­an nur noch mein Lieblings­gemüse.

Apro­pos Dinge, die eine Tugend sind: Die dies­monatige “JOY” emp­fiehlt 26 “Moves & Posen” (sic!), die eine Frau anwen­den soll, wenn sie beim Bum­sen sexy ausse­hen will. Es wird Früh­ling. Merkt ihr’s? Ital­ienis­che Polizis­ten vertei­di­gen sich als Piz­z­aboten, Mam­ma mia, der Witz über Ressen­ti­ments schreibt sich ja fast von allein.

Aber es ist Mon­tag. Das ist nicht witzig. Das ist eher so.

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeIn den NachrichtenNerdkrams
Liegengebliebenes vom 15. April 2016

Es war ger­adezu skan­dalös:

Beim diesjähri­gen Linz-Marathon, der am Woch­enende über die Bühne ging, sorgten über­mo­tivierte Eltern für ein empören­des Bild: Es zeigt, wie sie ihre heulen­den Kinder an den Hän­den über die Ziellinie zer­rten.

Aber keine Sorge — die Eltern haben daraus gel­ernt:

Die Eltern, die ihre weinen­den Kinder beim Linz­er Junior-Marathon ins Ziel gez­er­rt hat­ten, über­rascht­en sie jet­zt mit einem Aus­flug ins Dis­ney­land Paris als Wiedergut­machung. Vor Ort ent­bran­nte jedoch ein Konkur­ren­zkampf unter den Eltern. Sie zer­rten ihre weinen­den Kinder stun­den­lang durch das Dis­ney­land, um vor den anderen fer­tig zu sein.

(Rant­no­tiz, absichtlich mit “t” geschrieben: Eltern, die ihr Kind an seinen Leis­tun­gen messen und ihm bei besseren oder schlechteren Sportergeb­nis­sen, Schul­noten oder Mod­elplatzierun­gen mehr oder weniger Zunei­gung und Für­sorge ent­ge­gen­brin­gen, haben es nicht ver­di­ent, Eltern genan­nt zu wer­den. Das Kind als Trophäe aufzuziehen, weil man in seinem eige­nen Leben jäm­mer­lich beim Ver­such ver­sagt hat, stolz auf sich selb­st sein zu kön­nen, ist ein­er der erbärm­lich­sten Triebe, die die heutige Gesellschaft noch nicht generell zu ein­er Äch­tung des Ver­sagen­den ver­leit­en.)


Aus der beliebten Rei­he “ich ernähre mich veg­an, denn veg­an ist gesund”:

Das “Veg­anz Hanf­pro­tein-Pul­ver Rohkostqual­ität” enthalte so viel Delta-9-Tetrahy­dro­cannabi­nol (THC), dass bei Kleinkindern die max­i­mal emp­foh­lene tägliche Auf­nahme über­schrit­ten wer­den könne[.]

Die “Ernaehrungs Umschau” (sic!) rät in ihrer aktuellen Aus­gabe ja prinzip­iell dazu, dass Veg­an­er ihre Man­gel­ernährung gele­gentlich mal über­prüfen lassen. Wom­öglich sollte außer­dem ein Dro­gen­ber­ater anwe­send sein.


Prob­lem: Debian Lin­ux liefert zu alte Soft­ware aus. Die offen­sichtliche Lösung: Den nervi­gen Hin­weis darauf, dass es eine neuere Ver­sion gibt, ein­fach ent­fer­nen.


Als ich mich unlängst über Ras­er aufregte, hat­te ich gar nicht bedacht, dass es für Leute, die wie Arschlöch­er fahren, auch fre­undlichere Begriffe geben kön­nte. “SPIEGEL ONLINE” schlägt “Tem­posün­der” vor, denn wenn jemand irgendwen tot­fährt, weil er zum Beispiel in ein­er verkehrs­beruhigten Zone drin­gend auf’s Gas treten musste, dann reichen vier Vaterun­sers und sieben Ave­marias und dann ist alles wieder in bester Ord­nung, denn im Gegen­satz zu ein­er asozialen Straftat verzei­ht der liebe Kreuz­fahrergott kleine Sün­den sofort. Lobet den Her­rn.

PolitikNetzfundstücke
Medienkritik in Kürze: Warum Jakob Augstein nicht wählen darf.

Ken­nt ihr eigentlich Jakob Aug­stein?

Jakob Aug­stein ist, weiß die Autoren­in­for­ma­tion­ss­palte auf “SPIEGEL ONLINE”, derzeit Ver­leger der Wochen­zeitung “Der Fre­itag”, über die man gemäß jen­er Spalte nichts Inhaltlich­es wis­sen muss, aber wenig­stens sehe sie gut aus:

Die Gestal­tung des Lay­outs vom “Fre­itag” wurde bere­its vielfach aus­geze­ich­net, unter anderem durch den Art Direc­tors Club, die Lead Awards, den Euro­pean News­pa­per Award und die Soci­ety for News Design.

Wenn Jakob Aug­stein nicht ger­ade Zeitun­gen ver­legt, deren einzig nen­nenswerte Eigen­schaft ihr Ausse­hen ist, schreibt er “SPIEGEL ONLINE” mit fürchter­lichen Kolum­nen voll, in denen er käsige Denkun­fälle wie diesen hier verur­sacht und dann Fahrerflucht bege­ht:

Sollen die Men­schen an den poli­tis­chen Entschei­dun­gen mehr beteiligt wer­den? Bloß nicht. (…) Es beteiligt sich eben nicht “das Volk” — son­dern nur ein bes­timmter Auss­chnitt, vor allem die Gebilde­ten und die Män­ner.

Jakob Aug­stein fühlt sich von poli­tis­chen Entschei­dun­gen aus­geschlossen und erk­lärt die Demokratie für gescheit­ert, weil nur Gebildete und Män­ner sich an demokratis­chen Wahlen beteiligten — dass jemand wie er selb­st sich da nur unzure­ichend vertreten fühlt, liegt nur allzu offen­sichtlich auf der Hand.

Wir brauchen ein beson­deres Wahlrecht für Doofe, damit auch Jakob Aug­stein eine Stimme bekommt. Inklu­sion ist das Gebot der Stunde.

Spaß mit Spam
Kurzspam: Blitzerwarner Ausverkauf — spare viel

Unter obigem Betr­e­ff erre­ichte mich soeben eine Werbe­mail für (ver­mut­lich) irgen­dein Dings­da, das wie auch die lächer­lichen “Flitzerblitzer” im unnöti­gen Radio vor Geschwindigkeit­skon­trollen war­nen soll.

Völ­lig unent­geltlich möchte ich hier­mit den Spam­mern und Radiomach­ern das küm­mer­liche Geschäft kaputtmachen, indem ich einen völ­lig kosten­losen Geheimtipp mit euch teile, der euch alle weit­eren Prob­leme mit solchen Kon­trollen erspart:

Fahrt nicht wie ein Arschloch!

Bitteschön.