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Medienkritik in Kürze: Warum Jakob Augstein nicht wählen darf.

Kennt ihr eigentlich Jakob Augstein?

Jakob Augstein ist, weiß die Autoreninformationsspalte auf „SPIEGEL ONLINE“, derzeit Verleger der Wochenzeitung „Der Freitag“, über die man gemäß jener Spalte nichts Inhaltliches wissen muss, aber wenigstens sehe sie gut aus:

Die Gestaltung des Layouts vom „Freitag“ wurde bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem durch den Art Directors Club, die Lead Awards, den European Newspaper Award und die Society for News Design.

Wenn Jakob Augstein nicht gerade Zeitungen verlegt, deren einzig nennenswerte Eigenschaft ihr Aussehen ist, schreibt er „SPIEGEL ONLINE“ mit fürchterlichen Kolumnen voll, in denen er käsige Denkunfälle wie diesen hier verursacht und dann Fahrerflucht begeht:

Sollen die Menschen an den politischen Entscheidungen mehr beteiligt werden? Bloß nicht. (…) Es beteiligt sich eben nicht „das Volk“ – sondern nur ein bestimmter Ausschnitt, vor allem die Gebildeten und die Männer.

Jakob Augstein fühlt sich von politischen Entscheidungen ausgeschlossen und erklärt die Demokratie für gescheitert, weil nur Gebildete und Männer sich an demokratischen Wahlen beteiligten – dass jemand wie er selbst sich da nur unzureichend vertreten fühlt, liegt nur allzu offensichtlich auf der Hand.

Wir brauchen ein besonderes Wahlrecht für Doofe, damit auch Jakob Augstein eine Stimme bekommt. Inklusion ist das Gebot der Stunde.

Senfecke:

  1. Ich komme mit dem Kopfschütteln nicht mehr nach, wenn ich lese, dass Linke wie Augstein und der Premium-Blogger („unbedingt wählen gehen“) La Puente den Volksentscheid verteufeln und den parlamentarischen Lobbyismus durch Parteimarionetten für alternativlos halten.

    Kurz vor dem Schleudertrauma :D grüßt
    das altauto

  2. Das ist eben auch Grund, warum das Wahlrecht für Frauen keine so gute Idee war. Vor allem nicht, wenn man vorher extra für sie das Preisschild entfernt.

  3. Am Besten wär doch eine Einheitspartei die immer Recht hat. Die Kandidaten sind dann handverlesen und auf Linie getrimmt.
    Mich deucht das gab es schon mal. Aber der Millionär Augsstein darf die DDR 2.0 herbeisehnen. Ich darf ihn hingegen für einen Volldepp halten. Im Zweifen immer für die eigene Tasche…

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