Persönliches
Willkommen 2007!

Willkommen im neuen Jahr, liebe Leser!

Waren das nicht aufregende Tage, seit ich hier zuletzt geschrieben habe? Weihnachten (oje) und Silvester (oje, oje); traditionell das Schlimmste, das einem kulturaffinen Fernsehfreund, wie ich es leider geworden bin, passieren kann. Immer dasselbe Blödprogramm, i.s. hirnlose Zombies, die pausenlos „ich werde wahnsinnig!” brüllen, und, nach eigenen Aussagen, „professionelle” Astrologen (ist das so was wie schwarze Schimmel?), nur in dieser bemitleidenswerten Zeit noch übertroffen von Friede-Freude-Eierkuchen-Schund und Rückblicken auf das versemmelte Jahr 2006 noch und nöcher, wo natürlich auch selbst ernannte „Schtars” (sic!) wie Deutschlands Vorzeigepfeife Ingolf Lück zu Wort kommen… widerlich.

Im Gedenken an E. Volkmann und S. Hussein († 2006),
– euer Liebespinguin


P.S.: Kürzlich Printanzeige gefunden, Überschrift:

„Wiagra” (sic!) fürs Gehirn?

Wär besser!

Politik
Eigentlich ist es schön…

… dass wir zwar eine Unterschicht haben, aber nach eigenen Angaben niemand zu ihr gehört. So hat jeder mal das Gefühl, über anderen zu stehen, aber niemand fühlt sich benachteiligt.
Und Indizien dafür, dass man über anderen steht, findet man reichlich; ich zum Beispiel war kürzlich in einem Kaufhaus einer großen deutschen Handelskette und schaute dezent durch die Bücherregale dort – und da schau her:
 
Dieter Bohlen
Meine Hammer-Sprüche
(sic!)
 
„Edition BILD?”, dachte ich und wollte schon nachschauen, doch mal im Ernst: wer würde freiwillig dieses Buch aus dem Regal nehmen, wenn andere Leute dabei sind? Nein, nein…
 
Wo doch der Dieter Bohlen sowieso ein Talent hat, aus Scheiße (A. Klaws) noch Gold (Penunzen, Kröten, Mäuse, Zaster, Kohle) zu machen; da hat er doch neulich schwer leiden müssen, der Ärmste, als seine bescheidene Behausung (Villa) überfallen und er nebst Gespielin gefesselt und ausgeraubt wurde. Zum Glück gibt’s sein Hausmitteilungsblatt „BILD” (siehe oben), das auch folgerichtig erst die Kamerabilder und einen Tag später seine Freundin bzw. Bettgefährtin aufs Titelblatt druckte, letztere mit der Unterschrift „ich war nackt gefesselt”, was sich vermutlich ohne das Wörtchen „nackt” nicht halb so gut verkauft hätte; womit er dann nach Abzug der Kosten (ca. 50.000 geraubte Euro) immer noch ein gutes Geschäft gemacht hätte, der Dieter Bohlen.


Kennt ihr übrigens diese widerliche Angewohnheit, sich nur noch in Satzfetzen zu unterhalten? „Ey hallo?” (‘tschuldigung, kennen wir uns?) und „Also!” (also bitte was?) sind noch fast harmlose Exemplare. Manchmal weiß ich nicht, ob ich mich drüber amüsieren oder „armes Deutschland!” rufen soll. Ist unsere Gesellschaft wirklich schon so tief gesunken? Bin ich denn als junger Mann, der sich noch einigermaßen gewählt ausdrücken kann, der letzte meiner Art? Keine schönen Aussichten fürs neue Jahr!


Wo wir gerade beim Thema Blödsinn (Dieter Bohlen) waren, an dieser Stelle ein Zitat aus dem Editorial der c’t 26/06 (© Benjamin Benz):

Brot birgt statistisch eine weit größere Gefahr als Killerspiele. Über 90 Prozent der Amokläufer konsumieren in den 24 Stunden vor ihren Massakern Brot. Noch fataler sind Eltern. Die Statistik belegt eindeutig: Jeder Verrückte hat welche!

… und würden Eltern sich auch mal ‘n bisschen um ihre Kinder kümmern, statt sie in einem Haushalt mit einer „alleinerziehenden Glotze” (auch aus der c’t, kurz zuvor) leben zu lassen, wäre vermutlich auch einiges anders. Ansonsten: Sag ich ja!


Und die Glotze erzieht wahrlich wunderliche Dinge; darauf möchte ich aber heute nicht eingehen, das würde den Rahmen wohl sprengen. Nur eine kleine Kritik zu all dem immer gleichen Zeichentrickquark, als Beispiel diese unsägliche „Kim Possible” c/o Super RTL (wo sonst?): Ein Mädchen, das, wenn es nicht gerade in Cheerleader-(„Freuführer”-)Miniröcken herumläuft, die nicht mal das Gesäß bedecken, im immer gleichen schwarzen Anzug durch die Gegend hüpft und dabei teilweise Bewegungen vollführt, die mich alten Sack schon vom Zuschauen einem Herzinfarkt nahe bringen, und nebenbei noch gegen die immer gleichen (und immer gleich angezogenen) „Bösewichte” („Schnupper Gas, Bösewicht!” – Darkwing Duck) „kämpft”, ohne sich wenigstens in einer einzigen Folge mal ein anderes „Outfit” zuzulegen; muss das nicht irgendwann mordsmäßig stinken?


Kuchen für die Welt!
– euer Teppichluder


P.S.: Das vom deutschen Sprachverein zum Wort des Jahres 2006 gewählte Kuriosum heißt “Fanmeile”. Die Damen und Herren beweisen also Humor. Cool – oder?

Persönliches
Ah? Aha!

Dass die deutsche Sprache einigermaßen auch lustig sein kann, versuche ich euch, liebe Leser, ja hin und wieder zu zeigen. Die Schriftsprache allerdings wird manchmal sogar noch übertroffen vom Gesprochenen:

Heute Abend hieß es aus dem AA […]
(tagesschau, 8. Dez. 2006)

Ich bin ja generell nicht sonderlich aufgeschlossen gegenüber Wort- und Sprachspielen, die selbst Stefan Raab besser hinbekäme, aber hier muss es einfach sein:
A-A? Is’ halt Scheiße.

(das klingt in der tagesschau immer irgendwie besser als in einem Weblog)


Einkaufen im Dezember ist schon ein Spaß für sich, zumal sich die allgegenwärtigen „Cards” (ist Glücksspiel nicht verboten?) da gern mal vermehren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann die Frage „sammeln Sie Punkte?” nicht mehr hören. Herrje, wenn ich Punkte will, fahr ich mit 100 km/h durch eine Fußgängerzone, aber sicher nicht zum Einkaufen. Auf die tollen Prämien (ein Kochtopf für 100.000 gesammelte Punkte oder so was) kann ich eigentlich auch gern verzichten. Wer nicht?


Noch ein possierlicher Nachtrag zum Thema „Frauen” aus aktuellem Anlass:

Liebe Mädchen (sic!),
seid ihr es nicht, die – evolutionsbedingt – in einer Beziehung vor allem Zuneigung und Geborgenheit suchen?
Seid ihr es nicht, die Machos und Chauvinisten aus tiefstem Herzen verabscheuen?
Wart ihr es nicht, die am lautesten geschrien haben, als „Naddel” sich seinerzeit per SMS von Ralph Siegel trennte?
Doch?
 
Wieso macht ihr es dann genauso?


Bevor’s Niveau wieder ausartet, möchte ich mich ausnahmsweise mit einem Lied verabschieden:

And you’re so kind and careful not to go to her too soon
And she steals your voice and leaves you howling at the moon
(Bob Dylan: Just like Tom Thumb’s blues)

Unterwürfige Grüße an Frau Generalfeldmarschall (was’n Wunder)…

„You’re beautiful, you’re beautiful, you’re beautiful, it’s true”
– euer Gammelpinguin (heute mal rosarot)


P.S.: Kann man sich eigentlich entlieben?
P.P.S.: Gib mir deine Liebe, gib mir deine Hand (hi Steffi)…
(Ton Steine Scherben: Der Traum ist aus)

Internes
Wieder da

So, nach der kurzen Auszeit (wie angekündigt) ist das TuxBlog wieder da, jungfräulich und frisch…
Zwei Dinge:

  1. Umlaute in den alten Einträgen sind leider verloren gegangen; ich denke aber mal, man kann’s noch lesen
  2. die nervigen Werbebanner lassen sich leider nicht mehr vermeiden; Tipp: Firefox/Adblock Plus… oder Webwasher verwenden…

 
Halleluja!
– euer Pinguin

Politik
Die Probleme der Welt

O tempora, o mores! In was für einer Zeit leben wir?
 
Kinder werfen Eier auf Autos und werden dafür übern Haufen geschossen (jüngst geschehen, wo sonst?, in den USA); militante Islamisten fordern den Untergang des Abendlandes und werden dafür von diesem wie Helden gefeiert (ich sag nur Dänemark); Jugendliche stecken ganze Stadtviertel in Brand und werden mit Ernesto „Che” Guevara oder den Aufständischen des 20. Juli verglichen (Frankreich, schon was länger her) – und mittendrin stehen die Deutschen und gründen eine Task Force für jeden Scheiß (wo bleibt eigentlich die „Task Force Arbeitslosigkeit”?), welch eine Farce, halt, Force; heißt „task force” nicht eigentlich „Bereitschaftspolizei”?
Aber weiter im Text: ich habe als wählender Bürger dieses furchtbaren Staates den Eindruck, eine TF (ich kürz das jetzt mal ab, ich mag das Wort nicht) wird immer dann gegründet, wenn Politiker nicht mehr weiterwissen. Ich meine, es ist ja schön, dass wir es nicht nötig haben, alles totzuschießen, was unsere „Werte” (hoho, haha) missachtet, aber ein bisschen weniger Appeasement (so’n Lieblingswort von mir) wäre schon lieb.
 
Dinge, für die ich gern eine TF einrichten würde

  • Islamisten in Deutschland
    (ist schon mal jemand mit einer Bibel durch Saudi-Arabien gelaufen und hat’s überlebt? Nein? Also was sollen dann die Diskussionen über Toleranz und Moscheen statt Kirchen?)
  • Tendenz zur Amerikanisierung
    (also bitte, die Amerikaner sind doch nicht ernsthaft ein Vorbild für freiheitsliebende, kulturell gebildete, intelligente Menschen? Und überhaupt, die ganze Sprache; warum machen wir’s nicht so wie die Franzosen und legen die deutsche Sprache in der Verfassung als Umgangssprache fest? „cool”… „Party”… „Kids”… „Task Force”… gruselig)
  • Abschaffung christlicher Feste
    (allein schon deshalb, weil ich jetzt schon „so’n Hals” von dem Weihnachtsgeschmeiß habe, und dabei ist der Dezember nicht mal halb rum, und kaum ist Januar, gibt’s schon wieder Osterhasen an jeder Ecke, na danke! Sollen die frommen Christen (siehe entsprechender Blogeintrag) doch ihre Feste „still und besinnlich” feiern, wie sie lustig sind, aber mich sollen sie da bitte raushalten, ich will meine Ruhe, weiter nichts! Ist das zu viel verlangt? Oder soll ich zum Islam übertreten? Immerhin würde man sich dann in Deutschland nicht trauen, meine religiösen Gefühle durch Weihnachtsquark zu verletzen, aus Angst, ich könnte mich in die Luft jagen oder so was… gute Idee eigentlich; schließlich gibt’s hier so was wie Religionsfreiheit!
    Apropos: Wieso eigentlich „Xmas” statt „Christmas”? „Weil Jesus gekreuzigt wurde”, toll, ich schreib auch nicht U statt Pferd, nur weil Pferde ein Hufeisen tragen… meine Fresse)

Heute mal in Streitlaune,
– euer potenzieller Amokläufer
 
P.S.: Hier gibt’s feine Spielsachen für die, die schon alles haben…

Persönliches
Liebe Frauen…

… was nützt es euch eigentlich, mit uns Männern zu spielen? Ich versteh euch nicht!
 
Beispiel: Miniröcke, die nicht mal die Potätowierung („Arschgeweih”; vgl. M. Mittermeier: „das sieht aus, als wenn ein Elch einem einen bläst”) verdecken und jede Unebenheit des orangenhäutigen Hinterteils detailliert abbilden; aber wehe, ein Mann (resp. Männchen) wagt es, auch nur aus dem Augenwinkel einen Blick darauf zu werfen, der notgeile Bock. Was soll das?
 
Beispiel: Frau hat Langeweile, flirtet aus diesem Grund (i.d.R. mit vollem Körpereinsatz) heftigst mit einem Mann, der schon lange ein Auge auf sie geworfen hat (und sie weiß das!); aber wehe, er macht sich jetzt falsche Hoffnungen, der notgeile Bock. Was soll das?
 
Beispiel: Mann sieht sein Weibchen eng umschlungen mit einem (für ihn) Wildfremden; es stellt sich heraus, dass es sich um einen langjährigen Freund (mitunter sogar den besten?) handelt, alles rein platonisch etc. und dann ist der Mann das eifersüchtige Arschloch und die Frau fein raus; aber jetzt stellen wir uns die Situation doch mal andersrum vor, mit einem Mann und seiner (besten?) Freundin, und dann überlegen wir uns, wie wohl die Frau reagieren mag. Noch mal: Was soll das?
 
Flirt als Zeitvertreib, sexuelle Aufreizung nur zum Spaß; und da sage noch einer, Männer seien Schweine.
 
Ein Hoch der (rhythmischen) Frauenbewegung!
– euer Chauvinist


P.S.:
Man stelle sich vor, Männer würden zu zweit aufs Klo gehen und sich mit Küsschen begrüßen; „ist ja was völlig anderes”? Falsch.

Nerdkrams
Internet Explorer 7: Review

Weil ich das im letzten Blogeintrag nicht mehr verwursten konnte, hier mal außerhalb der Norm ein kleiner Technikbericht…
Habe als technisch interessierter Weblogger einen kurzen Blick auf den neuen Internet Explorer geworfen; und wie schon Gevatter Gaul (Ren & Stimpy Show) sagte: Nein, Sir, gefällt mir nicht.
 
 
Was sofort auffällt
Erster Start: Aha, die zahllosen Vorab-Screenshots hatten leider Recht, das Ding sieht zum Verzweifeln aus. Aber interessanterweise hat Microsoft endlich mal eine Oberfläche entwickelt, die sich nicht ins Standardaussehen von Windows (das ja per se auch nicht sonderlich attraktiv ist) einfügt.
(Fast noch schlimmer treiben sie’s bisher nur in Office 2007; wer Screenshots sucht, kann sich ja mal hier umschauen…)
 
Standardmäßig keine Menüleiste, überhaupt keine Symbolleiste; für Deskmodder ein Graus. Stattdessen „Tabbed Browsing” (mehrere Seiten in einem Fenster), „Livefeeds” (RSS-Ticker als dynamische Lesezeichen) und eine Adressleiste, über deren Inspiration ich nicht allzulange nachdenken musste:
 

Firefox
 

Internet Explorer
 
Übrigens, diese tuffigen Symbole rechts neben den Tabs im IE lassen sich für Firefox auch nachrüsten; die entsprechende Erweiterung nennt sich „MenuX”, gibt’s hier
 
 
Technische Aspekte
Die schlechte Nachricht zuerst: der neue IE benutzt neue Standardschriftarten, is’ also nix mehr mit „sans-serif = Arial”; hier werden Webdesigner umdenken müssen.
Schönerweise hingegen wurde die Rendering-Engine endlich mal komplett umgekrempelt; es gibt immer noch einige Unstimmigkeiten zwischen den CSS-Standards und der IE-Darstellung, aber bisherige Firefox-Pluspunkte wie zum Beispiel fest stehende Textcontainer (fixed) können jetzt ohne krude Browserweichen dargestellt werden.
 
Auch sehr schön sind die neuen Sicherheitseinstellungen: fast alle relevanten Neuerungen von Firefox 2.0 (allen voran der Phishingschutz) finden sich im IE wieder; jetzt hängt Microsoft nur noch wenige Monate anstelle vieler Jahre hinterher, Respekt (kleiner Zynismus an dieser Stelle)!
 
Und beim Featureklau aus Firefox war Microsoft großzügiger als erwartet: Im Popupmenü „Extras” – das die sehr unpassend platzierte Menüleiste gut ersetzen kann – findet sich sogar ein Addon-Management, das für die Verwaltung von Browserplugins (BHOs, Browser Helper Objects) zuständig ist; sehr nützlich, wenn Verdacht auf infizierte ActiveX-Objekte besteht.
 
 
Resümee
Der Internet Explorer 7.0 ist – das muss ich als sonst Microsoft-kritischer Benutzer leider zugeben – eine sehr brauchbare Erfindung. Es wurde nicht am falschen Ende gespart; die Neuerungen in der CSS-Darstellung waren (und sind) ebenso wichtig wie das Tabbed Browsing – bisher ein K.O.-Kriterium im Browservergleich. Auch die Sicherheitsfeatures sind ein Schritt in die richtige Richtung. Lediglich das bunte Durcheinander der Oberfläche hätte nicht sein müssen; warten wir mal ab, was noch passiert…


So, ‘tschuldigt den kleinen Exkurs, der nächste Eintrag wird wieder interessanter…
– euer Cyberterrorist

MusikPersönliches
Betteln und gebettelt werden

[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?”
[2] In eigener Sache (I)
[3] Welt-AIDS-Tag
[4] In eigener Sache (II)


[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?”
Kürzlich im Bus: Diskussion zum oben genannten Thema. Von hinten eine männliche (!) Stimme „also Killerpilze sind scheiße”, darauf vielstimmiges weibliches Gekicher und die Bemerkung „haha du stehst auf Tokio Hotel”; und da möchte ich mal seinfeldesk einhaken: ich meine, was ist denn das für eine Frage? Zwei Haufen unmusikalischer Knirpse, kaum Haare am Sack und schon einen auf dicke Rockstarhose machen, „ja nee, is klar” (A. Schröder); und dann noch mit „Sängern”, die im Sprachheilzentrum bestenfalls den Boden wischen dürften, und Texten, die selbst den Backstreet Boys peinlich sein müssten, na dankeschön. Fast wünsche ich mir die gute alte Blümchen-Zeit zurück – und das will was heißen.
„Ich frag mich, was mach ich eigentlich hier?” (Killerpilze) – ich mich auch.


[2] In eigener Sache (I)
An dieser Stelle, kurz dazwischen sozusagen, möchte ich mich nach eingehender Abwägung der Konsequenzen bei allen entschuldigen, die sich über meine Meerschweinrezepte echauffieren. Tut mir echt Leid. Ich bitte allerdings darum, nicht mit Pinguinrezepten zu kontern; ich habe mal gelesen, die schmecken dann doch eher tranig.
Habe die Ehre, Frau Generalfeldmarschall! *verneig*


[3] Welt-AIDS-Tag
Nächstes Thema:
Neulich war ja wieder der Welt-AIDS-Tag angesagt, wo es lustige rote Schleifen für ein kleines Entgelt gab. Ich hab dazu nur zwei Senfe abzulassen:

  1. Betteln ist Betteln. Wenn einer vor mir steht und mit einer halbvollen Blechbüchse rumklappert, bekommt er von mir höchstens eine Anzeige wegen Belästigung, aber mit Sicherheit kein Geld; da ist’s mir auch schnurz, ob er für sich (vgl. „Halloween”), für hungernde Kinder in Berlin-Kreuzberg oder für den Weltfrieden sammelt. Versteht mich nicht falsch: freiwillige Spenden sind eine Sache, die ich durchaus moralisch vertreten kann; aber Penetranz lehne ich ab.
  2. An alle Schulkinder, die von ihren Schulautoritäten mit Sicherheit – wie jedes Jahr – von irgendwelchen Panik machenden Filmchen beschallt wurden und deswegen bis ins hohe Alter Angst vor Sex haben werden: AIDS ist nicht HIV, auch wenn das so schön einfach zu verstehen wäre. Ein HIV-Infizierter kann 120 Jahre alt werden und sich immer noch bester Gesundheit erfreuen; erst wenn das HIV-Virus AIDS hervorruft, wird’s in der Regel teuer. Freut mich, wenn ich euch was beibringen konnte. :-)

[4] In eigener Sache (II)
Hat jemand von euch, werte Leser, einen banner- und kostenfreien Hoster für das TuxBlog im Angebot? Früher gab es da mal so was wie FunPic, aber ich bin da gerade nicht sicher, wie es mit der Werbefreiheit in Verbindung mit MySQL aussieht. Notfalls muss ich eben doch bei 1&1 unter Vertrag; mache ich nur für ein Weblog aber sehr ungern.
Ich bin jedenfalls derzeit auf der Suche, bis spätestens November 2007 muss ich „weg” sein, dann macht der jetzige Hoster dicht… danke im Voraus!


Übrigens, schönes Spiel für zwischendurch: “N” (heißt echt so)
– le Tüx

Persönliches
Dingo Bär, Dingo Bär…

Kleiner Nachtrag:

Liebe Kinder!
Is’ ja echt fein, dass ihr jeden Dezember eure musikalische Seite wiederentdeckt, aaaaber mal im Ernst: Wer kein Englisch kann, sollte es lassen. Auch wenn es lustig klingt, „Dingo Bär, Dingo Bär” überall zu hören: es gibt doch so schöne deutsche Weihnachtslieder, zum Beispiel Stille Nacht!

Und um Götz Alsmann zu zitieren:

Dass die englische Sprache besser „singbar” ist, ist eine sehr preiswerte Ausrede all derer, die sich nicht trauen, deutsch zu singen.

Für manche ist es zu nah an der Gefühlswelt, deutsch zu singen; die gehen dann lieber durch eine geborgte mit einem Drei-Wort-Wortschatz!

Meinjanur und tschüss.

In den NachrichtenPolitik
Domino Day und Killerspiele

Tach!
Puh, waren das wieder schwierige Tage für Deutschland; zuerst dieser unsägliche Domino-Day (einfach weiterlesen, liebe Leser) und dann ein Amokläufer, der in einer Schule um sich schießt. Ob das was miteinander zu tun hat? Wer weiß?
Was ein Glück, dass wir in Deutschland leben; hier ist, oh Wunder, nicht der Täter der Schuldige, sondern die so genannten „Killerspiele”, allen voran, wie so oft, natürlich „Counter-Strike”, zu dem der Umsichschießer nach Presseberichten eine gewisse Affinität besaß. Nun ja – wie heißt es doch so treffend? „99% aller Amokschützen haben vor ihrer Tat Brot gegessen. Verbietet Brot!”
 
Kleiner Denkanstoß am Rande: Warum hat eigentlich noch niemand darüber nachgedacht, WoW zu verbieten? Wie viele Menschen müssen noch durch WoW sterben, bevor man etwas unternimmt? Oder was ist, kleiner Spaß an dieser Stelle, zum Beispiel mit dem brandgefährlichen „Super Mario Land”, das ja auch nicht viel mehr ist als sinnloses Gegnermurksen?
Und aber jedenfalls: wenn man schon Schusswaffen nicht verbieten kann, dann wenigstens Ballerspiele, eh? Das nenn ich konsequent. Warum nicht gleich Feuerzeuge verbieten? Würde die Zahl der Raucher mit Sicherheit um einiges senken. Und man könnte noch so viel mehr verbieten; auch sehr effektiv wäre es vermutlich, Sido, Bushido und den Rest der Zappelaffen in einen großen Sack zu stecken und im See zu versenken. Wie deutlich muss ein Mensch noch zur Gewalt auffordern, bevor man etwas unternimmt?
„Denk ich an Deutschland in der Nacht…”


Dann war da noch eine neue Diskussion über die längst beschlossenen GEZ-Gebühren für Internet-fähige PCs (in meinen Augen eine Frechheit, aber mich fragt ja keiner) in den Medien; was’n Glück, dass man die GEZ-Heinis nicht reinlassen muss. Mir fällt zu dem ganzen Thema eigentlich auch nur ein Leserbrief aus der Braunschweiger Zeitung ein: „Ich beantrage jetzt Kindergeld. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber das Gerät ist vorhanden.”


Ansonsten mach ich’s mal kurz: Thema Domino-Day 2006, kürzlich versehentlich gesehen im Unterschichtenkanal RTL (wo sonst?); zusammengefasst etwa folgender Handlung: einige Exemplare dieser viel zitierten abgehängten Prekarianer haben seit September (Arbeitslose haben offensichtlich zu viel Zeit) für einen wohl eher symbolischen Lohn ca. 4 Millionen Dominosteine verschiedenster Farbe allein zu dem Zweck aufgebaut, dass ein paar weitere Personen aus aller Herren Länder, denen man die geistige und finanzielle Armut leider durchaus ansehen kann, sie unter dem nicht gerade ermutigenden „Blick” von Frauke Ludowig, der „Queen of Kleber gefrühstückt”, wieder umschmeißen können, während ein sichtlich erregter Reporter, dessen Namen ich erfolgreich verdrängen konnte, in die Kamera hechelt und irgendwas von „ganz Deutschland zittert” faselt; und da hat er nicht mal Unrecht, saß ich doch gebannt vor dem Fernseher und habe darauf gewartet, dass endlich die verdammte Nachfolgesendung anfangen möge…
– und wo ich schon dabei bin, liebes RTL: Nächstes Jahr bitte ein Reissack-Day!
 
Gruß an Wayne!
– euer Kleintiergourmet (hi Steffi!)


P.S.: Da ist mir doch neulich noch eine weitere Meldung übern Tisch gerollt; die Frau Zypries hat einen Etat von 15 Millionen Euro, den sie ursprünglich zur Bekämpfung von Linksextremismus (jawollja!) und Islamismus in Deutschland verwenden wollte, jetzt doch für Projekte gegen Rechts reserviert, von wegen die NPD und so weiter…
– „also ich sach mal” (G. Schröder), die NPD war für die Bundesrepublik Deutschland noch nie auch nur ansatzweise so gefährlich wie die islamistischen Aufständischen (von wegen Religionsfreiheit) und der linke Pöbel (von wegen Toleranz); sollte jemand brauchbare Gegenargumente haben, immer her damit, ich freue mich über jede Kontroverse. Prost!

Persönliches
Frohe Ostern im Voraus!

Tja, und nun ist’s so weit, es ist wieder Herbst, und das bedeutet für den Großteil der zeitweise recht feierfreudigen Bevölkerung: Weihnachten steht vor der sprichwörtlichen Tür.
 
Schön, schön, Weihnachten also – ein gesetzlich auferlegter Feiertag sozusagen, an dem ich mich, genau wie an diesem unsäglichen „Halloween”-Fest, regelmäßig frage, was das eigentlich soll. Gut, der Vergleich hinkt auf beiden Beinen und ist zudem noch auf einem Auge blind, auf dem anderen taub; ist „Halloween” doch nichts anderes als die konsumfreundliche Version von Allerheiligen (das mir als Nichtlutheraner aber ebenso schnurzpiep ist). Lediglich meldet sich bei mir als durchaus geschichtlich interessiertem und beizeiten auch informiertem alten Sack da das kleine Männlein im Ohr, und es flüstert mir:
 
Was bitte feiert die halbe Welt an Weihnachten?
 
Die Aussagen gehen da weit auseinander: Da wäre zum einen die industrielle Fraktion, die an Weihnachten meist sich und ihre vollen Kassen feiert. Dann gibt es da noch den Großteil der Bevölkerung, der feiert, „weil halt Weihnachten ist”; beeindruckend, solche Begründungen sind der Anlass, weshalb ich gern mal einen „Tag des Suizids” einführen würde, nur um zu sehen, wer da mitmacht. Und schließlich gibt es noch die Wenigen, die sich, ungeachtet ihres alltäglichen Egoismus’ und Arschlochtums, wenigstens einmal im Jahr wie gute Christen benehmen wollen, „weil’s halt alle machen”, und brav den „Dschieses” feiern, ob seines Leidens und so weiter. Nun, ich denke, Jesus würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, wie diese Menschen sich für den Rest des Jahres verhalten; da können sie auch an drei bis vier Tagen im Jahr die christlichsten Wesen der Milchstraße sein.
 
Unter Wissenschaftlern – im Folgenden mit „bzw.” gekennzeichnet – gilt es allgemein als erwiesen, dass Jesus „Christus” im zarten Alter von ca. 71 Jahren in Kleinasien starb – vgl. z.B. Laurence Gardner: Hüterin des Heiligen Gral -, aber was wäre das Christentum ohne seinen Glauben?
Kehren wir zurück zur volkstümlichen Variante, die da lautet, dass Jesus am 24. Dezember (bzw. Mitte März) des Jahres „0” (bzw. ca. 6 v.Chr.) in einem Stall (der Urtext der Bibel erwähnt übrigens an keiner Stelle irgendwelche Ochsen und Esel; aber weiter im Text) zur Welt kam. So weit, so gut. Und nun wieder meine Frage:
 
Was habe ich denn bitte damit zu tun?
 
Ich möchte nicht, dass man mir vorschreibt, wann ich was zu feiern habe. Ich als bekennender buddhistisch geprägter Atheist möchte nicht einmal im Ansatz etwas mit dem Geburtstag irgendeines toten jüdischen Königs zu tun haben; da viele von Ihnen, liebe Leser, sich außerhalb der Weihnachtszeit sicherlich auch nicht als gläubige Christen bezeichnen: würden Sie denn ernsthaft den Geburtstag Mohammeds oder Buddhas feiern, wenn Sie ihn kännten? Und, jetzt spricht der Genervte aus mir, wenn mir irgendwann vor Weihnachten einer dieser Möchtegernnikoläuse die Ohren vollbimmelt und mir frohe Weihnachten wünscht, ist’s mit meinem Pazifismus sowie dem ohnehin stark strapazierten inneren Frieden vorbei.
 
Seit der „Heilige Abend” irgendwann im 4. Jahrhundert „zufällig” auf einen heidnischen Feiertag gelegt wurde, ist viel Zeit vergangen, aber die Ausreden, warum man ihn eigentlich feiern soll, haben sich kaum verändert:
 
„Weihnachten lässt Kinderaugen leuchten”, das kann ich mir vorstellen, dass die verzogenen Bälger sich drauf freuen, mal eben Geschenke für Hunderte von Euro zu bekommen, ohne dafür etwas tun zu müssen; und leuchten Kinderaugen nicht täglich? Nein? Dann machen Sie etwas verkehrt.
 
„Weihnachten, das Fest der Liebe”, soso, und den Rest des Jahres gehen einem die Armen und Bedürftigen am Podex vorbei. Früher nannte man solche Menschen „Heuchler”, heute sind sie vom Geist der Weihnacht beseelt; ich glaube, Altphilologen nennen das einen Euphemismus. Weihnachten ist das Fest der Geschenke, des Konsums und der genervten Eltern, und wenn Sie mal tief in sich hinein schauen, geben Sie mir sicherlich Recht.
 
Und jetzt mal aus literarischer Sicht:
 
Max Goldt hat das Weihnachtsfest in seinem Buch „Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens” ganz treffend beschrieben:

Weihnachten ist eine der drei großen Volksschwächen. Die anderen beiden sind Autos und Fußball.

 
Weihnachten steht vor der Tür?
Von mir aus kann’s erfrieren.
 
Frohe Ostern!
– euer Pinguin

Nerdkrams
Mensch 2.0

Liebe Leser,

als verspäteten „kleinen” Nachtrag zu dem vorigen Eintrag und ausnahmsweise unter Einfluss der aktuellen Ausgabe von NEON möchte ich als erklärter Antipath von ach so hippen Trends auch mal meinen Senf zum „Web 2.0” mit all seinen Nutzern und Applikationen abgeben.

Es mag verwunderlich klingen, aber ich schäme mich dafür, durch mein Weblog als Teil dieser seltsamen „Bewegung” behandelt zu werden. Sicher, das TuxBlog ist auch bei weitem nicht so „aufregend” und „innovativ” wie all die trendy Treffpunkte für Geschmacksverirrte jeden Geschlechts – vor kurzem nannte man derartige Webseiten noch DotCom-Blasen und wollte nichts mit ihnen zu tun haben.
 
Was soll denn überhaupt so neu, geil, noch nie dagewesen sein? Das Schlagwort des Web 2.0 lautet Interaktivität; frei nach Stefan Gärtner kann man es so formulieren: Je Möglichkeit, desto Web. Alles soll benutzerorientierter werden, Statik ist out. Dass die Wikipedia, erstes Flaggschiff der Generation 2.0, in einer Zeit entstanden und gewachsen ist, in der Interaktivität noch Bestandteil des täglichen Surfens und kein hipper Modetrend war, wird heute gern übersehen; und dass Weblogs – auch dieses! – nicht viel mehr sind als Gästebücher mit Überschrift, traut sich kaum noch jemand zu behaupten: wer möchte schon freiwillig als „untrendy” gelten?
 
Man ist als halbwegs informierter und kritischer – unfreiwilliger! – Teilnehmer dieser seltsamen Bewegung oft geneigt, sich zu fragen, wer eigentlich diesen dämlichen Trend wieder in die Welt gesetzt hat. Wer hat festgelegt, dass jeder Surfer jeden noch so uralten Link in sein (natürlich Pflicht-)Weblog setzen muss, sich über Videos der Machart „Mann kriegt Ball in Weichteile” nur noch bei YouTube beömmeln darf und alle zwei Stunden sein Meerschwein fotografieren soll, das er dann bei Abfallsammlungen wie Flickr (mindestens) der ganzen Welt zeigen kann?
(abgesehen davon, dass ich bei „Flickr” höchstens an diese widerlichen Disco-Stroboskopblitze und/oder Bildschirmflimmern denke, ist diese Darstellung nicht mal übertrieben!)
 
Um diese Frage zu beantworten, muss man die Technik hinter der Interaktivität verstehen. Wie bereits erwähnt, ist die Interaktivität an sich alles andere als neu – Gästebücher und Foren sind ja nun auch schon ein paar Jahre alt. Die „neue” Interaktivität aber wird vor allem durch ein Akronym definiert: AJAX. Dieser erst vor wenigen Jahren auf einer Konferenz zur Entwicklung des Web erfundene Begriff steht für „Asynchronous JavaScript And XML” und bezeichnet eigentlich nichts anderes als die Möglichkeit, Seiteninhalte mittels Javascript nachzuladen, ohne die ganze Seite neu laden zu müssen, was natürlich für ein gewisses „Echtzeitgefühl” sorgt, das man zurzeit sehr schön z.B. bei AJAXwrite nachvollziehen kann.
Neu ist freilich auch das nicht; die technischen Möglichkeiten gab es schon 1995, als Netscape die damals noch wirklich innovative und neue Sprache JavaScript erfand. Lediglich einen Namen für die AJAX-Technik gab es damals noch nicht, und der Großteil der Webgemeinde war noch damit beschäftigt, sich in das ebenfalls noch recht neue HTML einzulesen.
 
Für die „Generation BILD”, die – wissenschaftlich erwiesen – kaum länger als 5 Minuten derselben Sache widmen kann und/oder will, ist eine nur 4 Buchstaben lange Bezeichnung für etwas, das ihre „meine Katze, meine Familie, meine Hobbys”-Webseite noch bunter und schöner machen kann, natürlich eine äußerst angenehme Neuigkeit, ganz gleich, was immer sie bedeuten mag. Dieses Phänomen war schon früher häufiger zu sehen, z.B. als jede zweite Webseite unbedingt ein großes, buntes und lautes Flash-Intro haben musste; und ich bezweifle stark, dass AJAX die letzte Modeerscheinung in dieser langen Reihe bleiben wird.

Nein, neu ist die Technik nicht, und das trifft auch auf die Webseiten zu, die sie repräsentieren sollen und/oder wollen. Neu sind nur die Benutzer. Vorbei die Zeiten, in denen man das Internet noch nutzte, um sich zu informieren und gelegentlich mit seinen Freunden ein Spielchen zu machen. Vielmehr wird der gesamte Lebensinhalt eines Menschen in dieses Medium verschoben: Man surft nicht mehr im Internet, man lebt dort; das „Real Life” dient nur noch lebenserhaltenden Zwecken. Früher hat man seiner Flamme noch seine Plattensammlung oder – noch besser! – seine Kontoauszüge gezeigt, heute ist nur noch der erfolgreich, der eine möglichst lange „Buddy”liste hat; und das trifft leider auch auf eine Generation zu, die eigentlich eine gewisse Lebenserfahrung besitzen sollte.

Man sollte in der heutigen, schnelllebigen Zeit keinen Trend verpassen, um nicht „uncool” zu sein; man muss ihn ja nicht unbedingt mitmachen. Was mich betrifft, so weiß ich nicht, ob ich, der ich schon jahrelang erfolgreich ohne zählbare „Freunde 2.0”, schadenfrohe Videos und Meerschweinchenfotos auskomme, wirklich „cool” sein will. Ich bin in diesem Zusammenhang ein eher rustikal veranlagter Mensch; ohne 25.000 virtuelle Freunde, ohne YouTube- und Flickr-Accounts, sogar ohne MMS-fähiges Handy. Ich verbringe meine Freizeit „offline”, mit jeweils 3 oder 4 „richtigen” Freunden, manchmal aber auch mit einem guten Buch oder einer noch besseren CD. Was im Leben wirklich zählt, kann wohl jeder für sich entscheiden; virtuelle Freunde sind’s jedenfalls nicht. „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein!” – nur bitte nicht dieser.

In diesem Sinne,
– logout


Noch was zu MTV, wo ich schon mal dabei bin: “La musica ist deine pasí­­on?”
Bessere Sprache, schlechteres Deutsch. Schade.


Und, weil das TuxBlog schon immer Ausdruck einer politischen Meinung war und sein sollte, noch ein Wort zu der umstrittenen Todesstrafe für Saddam Hussein (Sie wissen schon, das war in den 80-ern der Intimus der USA): Wenn ihr, liebe Übersee-Mitmenschen, schon den Weltfrieden retten wollt, dann bitte richtig. Hängt Bush gleich daneben und lasst uns mit dem Schmu in Ruh (reimt sich!) – besten Dank!

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Pop, Nazis und Fußball

Hallo, liebe Leseratten!


[1] Korrektur
[2] Pop (bzw. Bushido)
[3] Nazis und Fußball
[4] Rezept der Woche
[5] Fußnoten :-)


[1] Gleich zu Beginn eine kleine Korrektur zum vorigen Blogeintag: MTV schrieb korrekterweise „Sound” statt „Musik”, was ja auch viel besser passt.
 
[2] Jedenfalls apropos MTV: Im Videotext dieses Senders war kürzlich ein weiteres Abstraktum zu finden, das gerade mich als bekennenden Rockjünger aus der Mittelschicht betrifft. “Pop für die Unterschicht?” fragte MTV am 19. Oktober dieses Jahres; und gab aber gleich selbst die Antwort:

Pop-Deutschland hört entweder Musik, die Schimpfwörter, Drohungen etc. aneinander reiht (Fler, Bushido (1), oder es geht so richtig kuschelig zu.

Dass der Schreiberling mit keinem Wort erwähnt, was das nun ausgerechnet mit den unseligen „Schichten” Deutschlands zu tun hat, ist in Ordnung, weil von MTV nicht anders zu erwarten; nur so viel:

  1. Bushido/Fler („yoyo isch fick disch du Schlampe”) und Musik gehören nicht zusammen in einen Satz, eigentlich nicht einmal in einen Text.
  2. Zu schade, dass MTV vor lauter Pop – wie so oft – den Retrotrend übersieht; vor allem, da MTV sich seit neuestem als Abgrenzung zum Schwestersender VIVA „Rocksender” schimpft.
  3. Und noch was: die „beste Girlband” ist das Farin Urlaub Racing Team. Die Pussycat Dolls würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

[3] Aber mal was anderes: Fußball. Da haben sich DFL, DFB und UEFA endlich darauf geeinigt, den fremdenfeindlichen Zwischenrufen bei den Fußballspielen Einhalt zu gebieten. „Wie das?”, wird sich jetzt mancher Leser fragen; und richtig: Die aktuelle Aktion nennt sich passenderweise “Zeig’ (2) dem Rassismus die Rote Karte”. Es ist geplant, dass die Stadionzuschauer während der gesamten Spieldauer mit roten Karten umherwedeln sollen, um ihre Geschlossenheit gegen Ausländerhass zu demonstrieren. Und ich persönlich muss sagen, das verspricht doch ein Bombenerfolg zu werden, ein bisschen wie Lichterketten. Ich bin sicher, die Antifa steht voll hinter euch, Jungs! :-)


[4] Brandneu und nur für kurze Zeit:
Das Original-TuxBlog-Rezept zum Selbermachen!
 
Diese Woche:
 
Meerschwein rot
Man nehme für 2 Personen:

  1. 1 Meerschwein
  2. 1-2 Gläser Rotkohl
  3. 1 gut gefülltes Gewürzregal
  4. Knödel oder Kartoffeln nach Belieben

Desweiteren wird benötigt:

  1. 1-2 Küchenmesser (scharf)

Anleitung:

Vorbereitung
Man nehme das Meerschwein aus dem Käfig und trenne mit dem Küchenmesser fein säuberlich den Kopf vom Rumpf. Anschließend das Meerschwein enthaaren (wenn nötig, hierfür zweites Küchenmesser benutzen, wegen Blut) und gründlich waschen.
Danach den Backofen auf ca. 250 Grad vorheizen.
 
Zubereitung
Wenn der Ofen gut vorgeheizt ist, das Meerschwein nach Belieben würzen (ich empfehle die Maggi-Würzmischung Nr. 1 oder eine ähnliche bratengeeignete Mischung), anschließend in ein ofenfestes Behältnis geben und in die Röhre schieben.
Die übrigen Zutaten wie gewohnt kochen.
Das Meerschwein ist servierfertig, wenn es eine knusprig-braune Farbe hat.
 
Tipps für Genießer
Zu diesem Menü passt hervorragend eine Flasche Rotwein sowie billige Bratensoße aus’m ALDI.
Wohl bekomm’s!


Haunse rein!
– euer Progrockfaschist
 
P.S., falls es jemand wissen möchte: Die Arbeit an eMule beba liegt derzeit auf Eis, mangels Zeit und Gelegenheit, zumal die nächste Version ohnehin einen hohen zeitlichen Aufwand benötigen wird, da mittlerweile eMule 0.47a alles andere als aktuell ist und beba leider immer noch einige schwere Fehler hat. Ich halte euch aber selbstverständlich auf dem Laufenden.
Stattdessen sitze ich in meiner spärlichen Freizeit gerade an einer Datenbank für Songtexte, als Open-Source und eigentlich nur zum Spaß… wenn es jemand ansehen möchte, bitte sehr!


[5] Fußnoten
(1) hahaha!
(2) sic!; aber lassen wir die Grammatik mal beiseite.

Musik
Sprachkultur vs. MTV

Tag, liebe Leser!
 
Derzeit befinden wir uns ja in einer Zeit, in der kulturelle Bildung nach Jahren der medialen Verdummung endlich auch in Deutschland wieder einen gewissen Stellenwert erreicht; der, wie es sich ja dümmlicherweise heute nennt, Bestsellerautor Bastian Sick sowie die umfassende Berichterstattung in allen ernst zu nehmenden Politmagazinen der letzten Wochen sind nicht ganz unschuldig daran.
 
Zu dem Thema ist schon zu viel geschrieben worden, als dass ich nun auch meinen Senf dazugeben müsste; nur eine kleine Anekdote aus dem Videotext von MTV (siehe ältere Beiträge): Der aktuelle „trendy Vote” lautet wörtlich: „Welche Rockband macht die krass geilste Musik?”
 
Von den seltsamen Auswahlmöglichkeiten (was bitte hat Evanescence da verloren?) mal abgesehen: Und da wundert sich noch jemand?
 
Döner mit alles und Meerschwein(*),
– euer Sprachführer *hüstel*
 
(* mit, wie immer, liebem Gruß an Steffi :>)