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Urhe­ber­recht des Tages

Eure Rund­funk­ge­büh­ren, mitt­ler­wei­le wohl „Haus­halts­ab­ga­ben“ genannt, deren Bezah­lung uns allen einen Zugang zu den gran­dio­sen Erzeug­nis­sen deut­scher Film- und Fern­seh­kunst, zum Bei­spiel, äh, Fuß­ball im Fern­se­hen, gewährt, die in der so genann­ten „Media­thek“ für eine begrenz­te Zeit abruf­bar sind, weil so ein Ser­ver ja auch mal schla­fen muss, bezah­len offen­sicht­lich kei­ne Kunst:

Prö­del hat in dem zwölf Sekun­den lan­gem Video alle Elf­me­ter-Schüs­se des deut­schen Teams beim Vier­tel­fi­na­le gegen Ita­li­en über­ein­an­der­ge­legt. Bei Twit­ter und Face­book hat es inzwi­schen die Run­de gemacht[.] (…) Auf You­tube, wohin Prö­del sein Elfer-Video eben­falls hoch­ge­la­den hat, ist statt des Film­chens mit den Schüs­sen der sieg­rei­chen deut­schen Mann­schaft nur noch der Text „Die­ses Video ent­hält Inhal­te von UEFA. Die­ser Part­ner hat das Video aus urhe­ber­recht­li­chen Grün­den gesperrt“ zu lesen. Wo kämen wir auch dahin, wenn die kost­ba­ren Medi­en­rech­te an der Euro 2016 von jeder­mann umgan­gen wer­den? (…) Am Nach­mit­tag dann war Prö­dels kom­plet­te Twit­ter-Sei­te ver­schwun­den.

Wäre ich Fuß­bal­ler, wür­de ich jetzt, da ich sozu­sa­gen zum Urhe­ber ernannt wur­de, fol­ge­rich­tig die UEFA nach mei­nem Anteil an den Ein­nah­men fra­gen, wie das eben so üblich ist.