In den NachrichtenMir wird geschlecht
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 26. Juni 2016 (Femi­nis­mus-Spe­zi­al­aus­ga­be)

Es gibt Grund zu fei­ern:

Das Plus-Size-Model Ash­ley Gra­ham hat mit einem Insta­gram-Foto Mil­lio­nen Frau­en begei­stert. Auf einem Fahr­rad fliegt ihr Rock so hoch, dass man einen Groß­teil ihrer Cel­lu­li­te sieht.

Das näch­ste gro­ße Ding: Models mit einem Haut­pro­blem. Gibt’s schon wel­che mit Schup­pen?


Gina-Lisa Loh­fink, der­zeit in allen Klatsch­spal­ten zu Hau­se und mir bis dato unbe­kannt, nach kur­zer Recher­che aller­dings auch nicht für ken­nens­wert befun­den, muss sich, meint Bun­des­rich­ter Tho­mas Fischer, zumin­dest nicht vor­wer­fen las­sen, wie all die ande­ren Kurz­zeit­be­kannt­hei­ten aus dem Arbeits­lo­sen­fern­se­hen nichts Sinn­vol­les gelernt zu haben:

Das (stark her­un­ter­ge­rech­ne­te) Net­to­ein­kom­men die­ser Beschul­dig­ten müss­te dem­nach bei etwa 400 Euro pro Tag (= 12.000 Euro pro Monat) lie­gen, was plau­si­bel ist, denn als Mensch mit dem Beruf „Vor­zei­gen-von-dicken-Sili­kon­brü­sten“ soll­te man schon deut­lich mehr ver­die­nen als der Prä­si­dent eines Ober­sten Bun­des­ge­richts.

Gibt ja sowie­so zu vie­le von denen.


Sowie­so und immer lesens­wert:

Und ich fin­de es selt­sa­me Zei­ten, in denen eine Gesell­schaft Mil­lio­nen über Mil­lio­nen für eine ihrer Grup­pen auf­bringt, deren in Talk­shows her­um­ge­reich­te Ver­tre­ter eben die­se Gesell­schaft zugleich ein Patri­ar­chat nen­nen, das sie unter­drückt.


Die Neue Zür­cher Zei­tung fin­det in einem Text, in dem sie durch­weg das schau­der­haft klin­gen­de und über­dies fal­sche „Stu­die­ren­de“ statt „Stu­den­ten“ ver­wen­det, die poli­ti­cal cor­rect­ness in den USA über­trie­ben.


Ihr seid Män­ner und woll­tet schon immer mal wis­sen, woher die für die angeb­li­che Lohn­lücke zwi­schen Män­nern und Frau­en ver­ant­wort­li­che unglei­che Ver­tei­lung von Arbeits­zei­ten stammt? Ganz ein­fach: Wenn Frau­en so lan­ge arbei­ten wür­den wie ihr, pro­te­stier­te ihr Kör­per dage­gen. Bei Män­nern ist das natür­lich etwas völ­lig ande­res, ein Büro fern­ab von Hob­bys, Freun­den und Fami­lie ist schon evo­lu­tio­när bedingt ihr natür­li­ches Ter­rain.