Netzfundstücke
Hauptsache, dicke Milchtüten.

Was macht eigentlich das Inter­net der Dinge ger­ade so? Na, das hier:

„Refriger­dat­ing“ soll euch anhand eures Kühlschrank­in­halts mit kom­pat­i­blen Part­nern verkup­peln. (…) Über die App kann man dann eben über die Cam direkt am Fam­i­ly Hub ein Bild des Kühlschrank­in­halts knipsen, welch­es in Zukun­ft als Grund­lage für das Dat­ing über die App dient. (…) Ihr seht dann selb­st in der App den Kühlschrank­in­halt ander­er Nutzer und kön­nt genau wie bei Tin­der je nach Gefall­en nach rechts oder links wis­chen, um poten­tielle Match­es anzubah­nen.

Das ist wed­er Quark noch Käse, son­dern effizient: Über­sprin­gen wir also kün­ftig das Gesicht und lassen wir direkt unsere Eier bew­erten, auf dass man uns nicht mehr die But­ter vom Brot nehme!

Liebe geht eben durch den Magen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Wolf Prayer — Like a Fool

Och nö...Es ist Mon­tag. Laut derzeit­iger Mehrheitsmei­n­ung inländis­ch­er Kolum­nis­ten sind kri­tis­che Auseinan­der­set­zun­gen mit big­ot­ten Umwelt­säuen ein Indiz für die Mit­glied­schaft in einem recht­sradikalen Mob, weshalb ich den Berlin­er-Mor­gen­post-Artikel, dem zufolge eine grüne Vielfliegerin Anfang Feb­ru­ar empört gesagt haben soll, sie mei­de Flugzeuge grund­sät­zlich, hier nicht mal erwäh­nt haben will. Ich möchte ja kein has­sender alter Sack — denn Alt­sein ist offen­sichtlich eine schreck­liche Charak­tereigen­schaft — sein. Ander­er­seits ist Mon­tag, da ist das mit dem Has­sen seit eini­gen Monat­en erstaunlich leicht gewor­den. Zu ver­mis­sen hat sein Gutes, wie mir scheint.

Apro­pos Twit­ter: Der RBB lässt sich von SPD-Poli­tik­erin­nen via Twit­ter seine Über­schriften dik­tieren. Das ist alles schon lange nicht mehr lustig, nur vielle­icht ein biss­chen absurd. Ist ja alles das­selbe. Fol­gerichtig hat selb­st Gunter Weißger­ber inzwis­chen genug. Das tote Pferd schmeckt nicht mal mehr im Darm noch gut.

Google zahlt inzwis­chen mehr Strafge­bühren an die EU als Steuern ins­ge­samt. Das ist nur beim ersten Lesen witzig, beim zweit­en schon nicht mehr.

Es ist Mon­tag, da sind nicht mal meine Über­leitun­gen gut. Warum dann über­haupt noch einen Ver­such wagen? Hier, Musik:

Wolf Prayer — Like a Fool

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Die deutsche Greta Thunberg

Über die von den Medi­en sauähn­lich durch Klein­blog­gers­dorf getriebene Jugendliche Gre­ta Thun­berg, deren Autismus­di­ag­nose wahlweise wohlwol­lend oder ankla­gend aus­geschlachtet wird, als sei seel­is­ch­er Miss­brauch geistig ungewöhn­lich­er Mäd­chen für die gute Sache ein verzeih­lich­er, wird dieser Tage der­maßen viel geschrieben, dass ich mich nicht unbe­d­ingt auch noch ein zweites Mal ein­rei­hen muss. Anders sieht es die Vielfliegerpartei (Allergik­er­war­nung: David Berg­er) “Bünd­nis 90 / Die Grü­nen”, die noch im Juli 2017 (Allergik­er­war­nung: gruene.de) ins Web hinein­werbe­sprach:

Wir fördern umwelt­fre­undliche Autos, geben mehr Geld für Bahn und öffentlichen Nahverkehr aus und stärken den Rad­verkehr. So erre­ichen wir auch unser Ziel von einem kli­ma­neu­tralen Verkehr.

(Her­vorhe­bung dies­mal nicht von mir.)

Nun beste­ht das Prob­lem beim ver­gle­ich­sweise kom­fort­ablen und von mir daher geschätzten Bah­n­fahren ins­beson­dere darin, dass das Aus­geben von mehr Geld sich kaum ver­mei­den lässt, denn selb­st als Zubringer zum Flugzeug — klar, Flugzeuge fliegen auch ohne Braunkohle — ist die Bahn ein finanziell nachteiliges Verkehrsmit­tel. Sauberkeit kostet. Ein Kom­men­ta­tor unter dem the­men­na­hen Blog­a­r­tikel von Katha­ri­na Nocun erfasste kor­rekt:

Es wird an Schulen gepredigt und im Fernse­hen propagiert – und wir machen stur weit­er, wählen immer die gle­ich (sic! A.d.V.) Leute, die wie wir nichts tun und nur ab und zu wohlfeile Reden hal­ten.

Zum Glück kon­nten sich die Grü­nen nach der kurzen Schock­starre darüber, dass ihr eigenes Geschwätz zum Kli­ma weniger Aufmerk­samkeit ern­tet als das ein­er jun­gen Schwedin, inzwis­chen daran erin­nern, dass sie auch eigene Mit­glieder haben. Flugs wurde Luisa Neubauer (“qua­si die deutsche Gre­ta Thun­berg”, tagesschau.de) an die ver­bale Front geschickt, die sich laut Medi­en­bericht­en dadurch ausze­ichne, 22 Jahre alt, Aktivistin und Blog­gerin zu sein, und gele­gentlich Zitat­ge­berin für allen möglichen Plun­der aus dem Parteium­feld sein muss:

Wir wis­sen seit 40 Jahren, was gegen die Kli­makrise zu tun ist, und haben keine Sekunde länger Zeit zu warten.

Selb­stver­ständlich geht sie selb­st dabei mit gutem Beispiel voran. Für den Kli­maschutz? Haha, nein — für eine typ­is­che Grüne natür­lich: Auf Insta­gram, dem Twit­ter für Men­schen unter 20, ist sie unter anderem beim tem­ple-hop­ping, also beim Besuchen möglichst viel­er (hier südostasi­atis­ch­er) Tem­pel in möglichst viel­er Zeit, in Hong Kong und sonst­wo zu sehen. Ihr Insta­gram­pro­fil, vor weni­gen Tagen noch gän­zlich öffentlich, ist inzwis­chen “pri­vat”, ihre dort veröf­fentlicht­en Bilder von sich in viel­er­lei Regio­nen der Welt sind also nur nach Ein­ladung zur Bewun­derung freigegeben. Prob­leme, die man nicht sieht, existieren eben nicht. Es erscheint mir per­sön­lich jeden­falls schwierig, sich beim Kli­maschutz ohne Vor­be­halte auf die Seite der­jeni­gen zu schla­gen, die sich gern mal ein wenig Dekadenz gön­nen. Ich selb­st gehe lieber ehrlich mit mein­er Dekadenz um.

Noch dieses Jahr ste­hen übri­gens wieder Wahlen an, aber damit möchte ich selb­stre­dend keine Empfehlung verbinden.


In weit­eren Nachricht­en: Ein vene­zolanis­ch­er Putschist (“Oppo­si­tions­führer”) erwägt, seine Mit­bürg­er von den USA in die Demokratie schießen zu lassen, wenn sie nicht augen­blick­lich aufhören, die Erlasse des gewählten Präsi­den­ten zu respek­tieren. Der Erdölin­dus­trie gefällt das.

Nerdkrams
Kurz angemerkt zu Podcasts

Der erste Leser, der mir schlüs­sig erk­lärt, was die beschöni­gend als “Pod­casts” beze­ich­neten Dauer­werbe­sendun­gen (im Zweifel: für den/die Sprech­er selb­st), die von Men­schen, die noch nie einen iPod besaßen, für Men­schen, die das Wort “iPod” nicht mal mehr ken­nen, teils ohne Rück­sicht auf freie Abon­nement­for­mate pro­duziert wer­den und im Wesentlichen daraus beste­hen, dass ein oder mehrere unsicht­bare Per­so­n­en in leiern­dem Ton­fall, stets begeis­tert von den eige­nen nur anhand des Gluck­sens der Mikro­fon­hab­er über­haupt erkennbaren Pointen, Blog- und Twit­ter­sülze vor­lesen und/oder kom­men­tieren, gele­gentlich unter­brochen von Musik, über deren funk­tions­fokussierte Art hier aus Flussgrün­den der Schall däm­mende Man­tel des Schweigens geschmis­sen wer­den soll und wird, während der zum Kon­sumenten degradierte Hör­er auf­grund der Dar­re­ichungs­form (näm­lich oft stun­den­langes Gequatsch ohne nen­nenswerte Struk­tur) nicht ein­mal in die Lage ver­set­zt wird, mit­tels ein­fach­er visueller Markierung die bemerkenswerten Pas­sagen, sofern enthal­ten, zwecks Auf­bere­itung oder wenig­stens Sich­merkung auf Wieder­vor­lage zu leg­en, so dass auch das sonst­wie Inter­es­sante zur bloßen Berieselung verküm­mert wird, eigentlich von morn­ing shows, also den von zu hohen Wohn­s­teuern teil­fi­nanzierten Radiosendun­gen, in denen offen­siv scheit­ernde Men­schen noch vor dem ersten Kaf­fee zwis­chen zwei Wer­be­blöck­en nicht witzig sind, unter­schei­det und weshalb sie ein höheres (bzw. über­haupt irgend­wie pos­i­tiv geart­etes) Anse­hen in ein­er mod­er­nen Gesellschaft ver­di­ent haben soll­ten, gewin­nt übri­gens meine vorüberge­hende Aufmerk­samkeit, gefol­gt von unver­mei­dlichem Bedauern.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Mono — Nowhere Now Here

Mono - Nowhere Now HereLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Die japanis­che Postrock­band Mono existiert seit 2000 und hat sich inner­halb ihrer musikalis­chen Nis­che einen Ruf als Band erar­beit­et, deren Musik man sich dur­chaus mal anhören kön­nte. Sel­bige zeichne sich dadurch aus, dass sie zumeist völ­lig instru­men­tal stat­tfinde und japanis­che Mytholo­gie zum The­ma habe, behauptet die Wikipedia. Eben­dort find­et man auch den Hin­weis, dass seit 2018 Dahm Majuri Cipol­la neuer Schlagzeuger der Band ist und somit erst­mals ein Beset­zungswech­sel vol­l­zo­gen wor­den ist. In der neuen Beset­zung aus Takaaki­ra Goto, Tama­ki Kun­ishi, Yoda (sic!) und eben Dahm Majuri Cipol­la spielte die Band ihr 2019 veröf­fentlicht­es Album “Nowhere Now Here” (Amazon.de, TIDAL, Band­camp) ein, um das es hier gehen soll.

Mit “God Bless” wird das Album ambi­ent ein­geläutet, jedoch ist das nur die Ruhe vor dem ersten Wind — dieses intro geht über in das melodisch-atmo­sphärische “After You Comes The Flood”, das mit einem anschwil­len­den Widerk­lang begin­nt, bevor das Quar­tett erst­mals auf diesem Ton­träger lospost­met­alt.

MONO — After You Comes the Flood

“Breathe” hinge­gen ist ein ruhiges Gesangsstück, vielle­icht das einzige in Monos bish­eriger Kar­riere, auf jeden Fall aber auf diesem Album. Es bril­liert mit einem malerischen Postrock­ende, und auch das Titel­stück wiegt in Sicher­heit, bevor auch es unver­mit­telt los­bricht. In anderen Stück­en, etwa meinem derzeit per­sön­lichen Favoriten “Meet Us Where the Night Ends”, führen Mono ein­drucksvoll vor, woran es der übri­gen Postrock-Szene fehlt, näm­lich an einem Gespür für den Wieder­erken­nungswert und den sin­nvollen Ein­satz elek­tro­n­is­ch­er Geräuschergänzun­gen. Um eine mein­er Lieblingsin­ter­jek­tio­nen auch dies­mal angemessen anzuwen­den: Hui!

MONO — Meet Us Where the Night Ends

Als Postrock­album hebt sich “Nowhere Now Here” musikalisch pos­i­tiv ab, schon, weil es nicht klingt wie ein Album, das man schon zur Genüge ken­nt. Kluge Stre­ich­er- (“Part­ing”) und Bläsere­in­sätze (“Funer­al Song”) an passender Stelle tun ihr Übriges. Schön, dass das Musik­jahr 2019 so begin­nt!

In den NachrichtenNerdkrams
💩 (4)

Puh, na “endlich”:

2019 wer­den 230 neue Emo­jis erscheinen. Wir freuen uns vor allem über fünf neue Aus­drucksmöglichkeit­en. (…) Zum ersten Mal zeigen Emo­jis etwa Men­schen in unter­schiedlichen Roll­stühlen.

Damals, als wir in Chats noch “ich sitze ger­ade in einem anderen Roll­stuhl” schreiben mussten, hät­ten wir uns das nicht mal erträu­men kön­nen. Wie die Höh­len­men­schen haben wir uns damals gefühlt! :ja:

In den NachrichtenPolitik
Vorwärtsverteidigung (5)

Akt 1:
Die NATO umzin­gelt Rus­s­land und fühlt sich anschließend davon bedro­ht, dass der Iwan sie von innen umringt hat.

Akt 2:
Die NATO möchte sich dage­gen mit mehr Atom­wumms “vertei­di­gen”.

Akt 3:
Die USA erfind­en rus­sis­che Raketen und kündi­gen daher den Abrüs­tungsver­trag ein­seit­ig auf. Unter Zuhil­fe­nahme falsch­er Gram­matik — “dass jede Nation das Recht hat, sein (wessen?) Bünd­nis frei zu wählen” — stellt ein CDU-Kasper fest, dass die Schuld daran bei Wladimir Putin liege.

Was darf Satire?

In den NachrichtenMontagsmusikComputer
Kraków — tidlaus

Montags leider BettfrisurEs ist Mon­tag. Zu nie­man­des Über­raschung find­et der nieder­säch­sis­che Islam­beirat sex­uelle Vielfalt nicht so gut, den­noch soll Reli­gion natür­lich auch weit­er­hin ein wesentlich­er Bestandteil des Schu­lun­ter­richts bleiben. Wis­senschaftlich indok­triniert wer­den kön­nen die Kinder ja später immer noch. Wo habe ich meinen Not­fall­pand­abären schon wieder hin­gelegt?

Aus der beliebten Rei­he “Fem­i­nis­mus ist wichtiger als tech­nis­ch­er Fortschritt”: Das Debian-Pro­jekt hat einen Entwick­ler raus­ge­wor­fen, weil er in einem Blog­a­r­tikel ein “falsches” Pronomen ver­wen­det hat. Das muss dieser Geist der open source sein, der da durch­we­ht. Debian Lin­ux ist neben­bei auch die Grund­lage für Rasp­bian, das Stan­dard­be­trieb­ssys­tem für die in let­zter Zeit unerk­lär­lich beliebten Rasp­ber­ry-Pi-Kle­in­st­com­put­er. Es stellte sich allerd­ings mit­tler­weile her­aus, dass diese Geräte aus tech­nis­ch­er Sicht ein­er Katas­tro­phe nahe kom­men.

Apro­pos Katas­tro­phen: Die meis­ten “Zero-Rating”-Angebote, also vom Inklu­sivvol­u­men ausgenommene Verträge mit Schwachsinns­di­en­sten wie Net­flix und Spo­ti­fy, ver­let­zen die Net­zneu­tral­ität, fand schon wieder jemand her­aus, berichtete das­selbe “heise online”, das noch vor weni­gen Tagen ein solch­es Ange­bot für Apple Music aus Apples Reklame­por­tal abtippte, denn Applepro­duk­te sind bekan­ntlich der beste Fre­und des Com­put­er­jour­nal­is­ten im 21. Jahrhun­dert. Winkt da schon ein Reporter­preis?

Die NSA verteilte während­dessen durch­sichtige Aufk­le­ber für die Web­cam. Naja, auf die Geste kommt es an; und auf die Musik sowieso.

Krakow — tid­laus (Offi­cial video)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPiratenparteiMir wird geschlecht
Mehr Jans für Deutschland! (2): Diverse ohne Wahl

Im Dezem­ber 2017 schrieb ich:

Sta­tis­tisch gese­hen heißen derzeit die meis­ten Men­schen Jan oder Anna. Wäre es dann nicht nur fair, man führte eine Jan-und-Anna-Quote ein?

Seit­dem ist nichts der­gle­ichen passiert, die lächer­liche SPD hat ihren Willen aber doch noch bekom­men: In Bran­den­burg, dem einzi­gen Argu­ment dafür, dass Han­nover gar nicht so trost­los ist, wie ich es immer beschreibe, ist zu ihrer Freude ein Par­itäts­ge­setz erlassen wor­den, dem zufolge kün­ftig Kan­di­daten­lis­ten gefäl­ligst zu jew­eils der Hälfte aus Männlein und Weiblein zu beste­hen hät­ten. Erfreulich daran ist, dass es die bish­er Frauen bevorteilen­den Grü­nen und Linken gle­icher­maßen dazu zwin­gen wird, Män­nern eine gerechte Chance zur Auf­stel­len­las­sung zu geben, woge­gen zu meinem großen Erstaunen von aus­gerech­net erster­er Partei noch keine Beschw­erde erscholl, son­dern nur Jubel, denn sie hat­te das Gesetz selb­st befür­wortet. Wie die Piraten­partei das find­et, ist noch unklar: Der Bran­den­burg­er Lan­desver­band hat bere­its eine Ver­fas­sungs­beschw­erde angekündigt, aus Hes­sen hinge­gen kom­men eher pos­i­tive Kom­mentare.

Dass das Gesetz das von “linken” Parteien erfol­gre­ich instal­lierte dritte Geschlecht (“Diverse”) benachteiligt, wie von der Bran­den­burg­er Piraten­partei eben­so wie “iro­nis­cher­weise” (taz) von der AfD fest­gestellt wurde, stört die Vor­sitzende der hes­sis­chen Piraten­partei jeden­falls nicht, denn man könne ja, wie sie gedanken­los her­aust­wit­terte, im Ide­al­fall noch nachbessern. Bis dahin haben die Diversen die Aus­nah­meop­tion, sich zu entschei­den, ob sie zur Wahl entwed­er als männlich oder als weib­lich gel­ten möcht­en. Wenn dieser Ide­al­fall allerd­ings nicht ein­treten sollte und das, wie von ost­deutschen “Linken” gewohnt, freien Wahlen kri­tisch gegenüber­ste­hende Gesetz überdies als nicht grundge­set­zwidrig anerkan­nt wer­den sollte, dann bleibt die Möglichkeit für die Empfehlung beste­hen, dass diese Diversen ein­fach ein für alle­mal fes­tle­gen, was sie gern sein wür­den, um weit­ere Sit­u­a­tio­nen dieser Art zu ver­mei­den.

Manch­mal ver­mute ich, pro­gres­sive Ideen zur ver­meintlichen Verbesserung der Gesellschaft wer­den meist nur umge­set­zt, um die Zeit zu messen, die verge­ht, bevor ihre Opfer den Fehler bemerken.

Netzfundstücke
Das Facep-Wort.

Wie man bei “Moth­er­board” heißen darf:

  • Bim­bo
  • Fick­er
  • Gay­lord
  • Heil
  • Möse
  • Pim­mel
  • Schwanz
  • Stän­der
  • Titte

Wie man bei “Moth­er­board” nicht heißen darf:

Nie wieder darf das Wort über eine deutsche Tas­tatur usw.! :wallbash:


In weit­eren Nachricht­en: Am 4. Mai 2019 wird der diesjährige March for Sci­ence stat­tfind­en. Unter den Unter­stützern sind derzeit unter anderem die CVJM-Hochschule in Kas­sel, die evan­ge­lis­che Hochschul­ge­meinde an der Hochschule München, die Katholis­che Uni­ver­sität Eich­stätt-Ingol­stadt, der Präsi­dent der Katholis­chen Hochschule für Sozial­we­sen Berlin und drei weit­ere Vertreter evan­ge­lis­ch­er Schulen zu find­en. Genau so habe ich mir Men­schen mit Inter­esse an Wis­senschaft immer vorgestellt.

Netzfundstücke
Medienkritik in Kürze: Ein umstrittenes Werturteil

Der umstrit­tene “Deutsch­land­funk” desin­formiert:

Der Medi­en­preis des Bun­destages gehört zu den renom­mierten Ausze­ich­nun­gen für Jour­nal­is­ten. In diesem Jahr hat er jedoch ein umstrittenes neues Jurymit­glied: den Blog­ger Rain­er Mey­er alias „Don Alphon­so“.

Ein Medi­en­preis, unab­hängig vom Preisträger, hat offen­bar nur dann einen Anspruch auf Renom­miertheit, wenn keines sein­er Jurymit­glieder umstrit­ten ist. Umstrit­ten wird man zum Beispiel, indem man als Jour­nal­ist über poli­tis­che Vorkomm­nisse berichtet:

Das The­ma Migra­tion treibt ihn in vie­len sein­er Veröf­fentlichun­gen um, mal mehr, mal weniger kri­tisch. Für viele Linke ist er damit zu ein­er Art Has­s­fig­ur gewor­den.

Kon­se­quent lässt der “Deutsch­land­funk” eine umstrit­tene linke Has­s­fig­ur zu Wort kom­men:

Aus Sicht der Grü­nen-Poli­tik­erin Clau­dia Roth geht Mey­er mit sein­er Kun­st­fig­ur „Don Alphon­so“ regelmäßig zu weit[.]

An ihren Adjek­tiv­en sollt ihr sie erken­nen.

(siehe auch)

In den NachrichtenWirtschaft
Preise, völlig Bahnane.

Bürg­er: “Die Bahn ist unzu­ver­läs­sig!”

Bahn: “Ja, uns fehlen Per­son­al und Züge.”

Bürg­er: “Dann ändert das doch!”

Bahn: “Dann müssen wir unsere Preise aber erhöhen, Per­son­al und Züge sind sehr teuer.”

Bürg­er: “Na gut, so lange es dann bess­er wird.”

Bahn: “Hier, höhere Preise!”

Bürg­er: “Hier, weniger Pas­sagiere!”

Bahn: “Mit weniger vollen Zügen kön­nen wir aber wed­er Instand­hal­tung noch Per­son­al bezahlen.”

Bürg­er: “Wir nehmen jet­zt trotz­dem den Fern­bus.”

Bahn: “Na gut, Zug­fahren kostet jet­zt manch­mal und mit etwas Glück nur noch dop­pelt so viel wie eine Fern­busstrecke.”

Bun­desregierung: “Also das ist jet­zt aber viel zu wenig, macht das mal wieder teur­er.”

(ad inf.)

MontagsmusikIn den Nachrichten
enob — Amour

Es ist Mon­tag. Heute darf man sich get­rost wie die Deutsche Bahn fühlen: Es ist kalt und eigentlich hat man über­haupt keine Lust, sich dessen bewusst zu wer­den. Stattdessen stellt man vor­sor­glich den Betrieb ein. Früher war sog­ar das Bloggen inter­es­san­ter. Es ist ja doch kein Son­ntag mehr zu erwarten. Pos­i­tiv allerd­ings: Europaweit find­et heute der diesjährige Daten­schutz­tag statt. Während ich ganzjährig einen sorgsamen Umgang mit den eige­nen Dat­en empfehle, sei ein Hin­weis darauf ges­tat­tet, dass auch 2019 der Zugang zu glob­al ver­füg­baren Infor­ma­tio­nen niemals bedeuten kann und soll, dass jed­er, der “Inter­net” buch­sta­bieren kann, es leicht haben darf, irgen­det­was über uns als Per­so­n­en zu erfahren. Der Wider­stand wird täglich wichtiger, möchte mir scheinen.

Zu der qui­etschblö­den Idee der “Stadt” Han­nover, kün­ftig noch schw­er­er les­bare Texte zu pro­duzieren, fand Daniel Haas in der “NZZ” die richti­gen Worte: “Der Ein­griff in den Sprachge­brauch gehört ins Reper­toire autoritär­er Regime, nicht in das ein­er lib­eralen Gesellschaft.” Ob sie es jemals ver­ste­hen wer­den? Seit­ens des Konkur­renzmedi­ums “taz” darf inzwis­chen wieder ungestört Gewalt emp­fohlen wer­den. Das muss diese mod­erne, aufgek­lärte Gesellschaft sein.

Apro­pos mod­ern: Ein­heitliche Tar­ife zwis­chen Nah- und Fer­n­verkehr bekomme, behauptet die Deutsche Bahn, sel­biges Bah­nun­ternehmen lei­der nicht ein­gerichtet, weil das zwar alles “DB” heiße, aber voneinan­der unab­hängige Unternehmen seien, wobei DB Regio lei­der nur Auf­tragsnehmer sei; schade, schade. In Nieder­sach­sen kreisen während­dessen die Medi­en um die Grün­dung eines weit­eren Islamver­ban­des. Das Schöne an deutsch­er Vere­ins­meierei ist es ja, dass die Vere­inen­den wenig­stens aus­giebig beschäftigt sind und so weniger Zeit haben, uns mit ihrer ollen Reli­gion zu belästi­gen.

Dieses Plus an Zeit kön­nen wir sin­nvoll nutzen und zum Beispiel Musik hören.

Amour

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 25. Januar 2019

Über­raschen­der­weise hat sich die Ham­burg­er SPD als käu­flich her­aus­gestellt.


Israel schießt schon wieder auf Ver­dacht.


Gute Nachricht­en: Uns allen gehört jet­zt ein Stück eines Flüchtlings. Das nen­nt der Deutsch­land­funk zwar anders, dass näm­lich “Bund und Län­der die Kosten übernehmen”, aber die bekom­men ihr Geld ja auch nicht von nie­man­dem. Ich empfehle, zeit­nah den eige­nen Anteil an einem Flüchtling far­blich zu kennze­ich­nen. Claim­räu­ber find­en sich über­all.


“Die schwedis­che Öko-Kartof­fel ste­ht ger­ade über­all in der Presse, weil sie nicht fliegt, son­dern mit dem Zug fährt. Aus ökol­o­gis­chen Grün­den. Hat das mal irgendw­er gegen­gerech­net, wieviel Energie ver­brat­en wird, um online darüber zu bericht­en? Würde mich nicht wun­dern, wenn die ökol­o­gisch bessere Vari­ante gewe­sen wäre, ein­fach in den Flieger zu steigen und die Klappe zu hal­ten. Wozu wird die über­haupt ger­ade in die ganze Welt ein­ge­laden, wenn sie doch eh nur vom Blatt abli­est? Die lassen sich eine 15-Jährige aus Schwe­den in die ganze Welt kom­men, damit die vom Blatt abli­est und sagt, wir sollen die Umwelt scho­nen? Geht’s noch?”


Wis­senschaft des Tages: Forsch­er haben einen Steinkreis aus den 1990er Jahren in die Bronzezeit hinein­datiert. Was soll’s — die paar Jahre!