Nerdkrams
Kurz angemerkt zu Podcasts

Der erste Leser, der mir schlüssig erklärt, was die beschönigend als „Podcasts” bezeichneten Dauerwerbesendungen (im Zweifel: für den/die Sprecher selbst), die von Menschen, die noch nie einen iPod besaßen, für Menschen, die das Wort „iPod” nicht mal mehr kennen, teils ohne Rücksicht auf freie Abonnementformate produziert werden und im Wesentlichen daraus bestehen, dass ein oder mehrere unsichtbare Personen in leierndem Tonfall, stets begeistert von den eigenen nur anhand des Glucksens der Mikrofonhaber überhaupt erkennbaren Pointen, Blog- und Twittersülze vorlesen und/oder kommentieren, gelegentlich unterbrochen von Musik, über deren funktionsfokussierte Art hier aus Flussgründen der Schall dämmende Mantel des Schweigens geschmissen werden soll und wird, während der zum Konsumenten degradierte Hörer aufgrund der Darreichungsform (nämlich oft stundenlanges Gequatsch ohne nennenswerte Struktur) nicht einmal in die Lage versetzt wird, mittels einfacher visueller Markierung die bemerkenswerten Passagen, sofern enthalten, zwecks Aufbereitung oder wenigstens Sichmerkung auf Wiedervorlage zu legen, so dass auch das sonstwie Interessante zur bloßen Berieselung verkümmert wird, eigentlich von morning shows, also den von zu hohen Wohnsteuern teilfinanzierten Radiosendungen, in denen offensiv scheiternde Menschen noch vor dem ersten Kaffee zwischen zwei Werbeblöcken nicht witzig sind, unterscheidet und weshalb sie ein höheres (bzw. überhaupt irgendwie positiv geartetes) Ansehen in einer modernen Gesellschaft verdient haben sollten, gewinnt übrigens meine vorübergehende Aufmerksamkeit, gefolgt von unvermeidlichem Bedauern.

Senfecke:

  1. Es gibt pseudolinke Blogger, die finden es ganz toll, wenn sie uns auch noch mit ihrer Stimme penetrieren.

    Ei-Pott nutze ich nur für das, was bei dem Huhn hinten rauskommt.

  2. „Man muss sogenannte Schachtelsätze, die als Unart vieler Dichter, die teilweise sogar noch leben, weil man vergessen hat, sie totzuschlagen, gelten, meiden!” -Heinz Erhardt

  3. „In einer deutschen Zeitung setzen sie ihr Verb drüben auf der nächsten Seite hin;
    und ich habe gehört, dass sie manchmal, wenn sie eine oder zwei Spalten lang aufregende Einleitungen und Paranthesen dahergeschwafelt haben,
    in Zeitnot geraten und in Druck gehen müssen,
    ohne überhaupt bis zum Verb gekommen zu sein.
    Natürlich lässt das den Leser in einem Zustand starker Erschöpfung und Unwissenheit zurück.“
    Mark Twain über Schachtelsätze in „die schreckliche deutsche Sprache”

    Trotz dieser abschreckenden Beschreibung…
    Weiter so…Trenne die Spreu vom Weizen
    Werfe den Schweine so grosse Perlen vor die sie nicht (so einfach) schlucken können…
    steter Tropfen höhlt die Birne äh den Stein usw.

  4. Ein Podcast ist (Sprach)radio im Internet. Nicht mehr, nicht weniger.
    So wie jedes Radio kann es unterster Dudelfunk oder eben gute Unterhaltung oder gar Hochkultur sein. Was die jeweilige Sendung oder Sendereihe genau ist, liegt wie immer rein im Auge des Betrachters. Die Anzahl der Betrachter bestimmt dann meist die Kontinuität.

  5. Gibt es eigentlich einen oder mehrere Pottkast-Hasser-Podcasts?!
    Übrigns im ´Film „Einer von uns beiden”vom Petersen gibt es in der Anfangssequence,Jürgen Prochnow mit einen 70er Jahre IPOD oder damals war es eher ein „Ei-Pott”,hihi

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
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