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Kurzkritik: Mono – Nowhere Now Here

Mono - Nowhere Now HereLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Die japanische Postrockband Mono existiert seit 2000 und hat sich innerhalb ihrer musikalischen Nische einen Ruf als Band erarbeitet, deren Musik man sich durchaus mal anhören könnte. Selbige zeichne sich dadurch aus, dass sie zumeist völlig instrumental stattfinde und japanische Mythologie zum Thema habe, behauptet die Wikipedia. Ebendort findet man auch den Hinweis, dass seit 2018 Dahm Majuri Cipolla neuer Schlagzeuger der Band ist und somit erstmals ein Besetzungswechsel vollzogen worden ist. In der neuen Besetzung aus Takaakira Goto, Tamaki Kunishi, Yoda (sic!) und eben Dahm Majuri Cipolla spielte die Band ihr 2019 veröffentlichtes Album „Nowhere Now Here“ (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp) ein, um das es hier gehen soll.

Mit „God Bless“ wird das Album ambient eingeläutet, jedoch ist das nur die Ruhe vor dem ersten Wind – dieses intro geht über in das melodisch-atmosphärische „After You Comes The Flood“, das mit einem anschwillenden Widerklang beginnt, bevor das Quartett erstmals auf diesem Tonträger lospostmetalt.

MONO – After You Comes the Flood

„Breathe“ hingegen ist ein ruhiges Gesangsstück, vielleicht das einzige in Monos bisheriger Karriere, auf jeden Fall aber auf diesem Album. Es brilliert mit einem malerischen Postrockende, und auch das Titelstück wiegt in Sicherheit, bevor auch es unvermittelt losbricht. In anderen Stücken, etwa meinem derzeit persönlichen Favoriten „Meet Us Where the Night Ends“, führen Mono eindrucksvoll vor, woran es der übrigen Postrock-Szene fehlt, nämlich an einem Gespür für den Wiedererkennungswert und den sinnvollen Einsatz elektronischer Geräuschergänzungen. Um eine meiner Lieblingsinterjektionen auch diesmal angemessen anzuwenden: Hui!

MONO – Meet Us Where the Night Ends

Als Postrockalbum hebt sich „Nowhere Now Here“ musikalisch positiv ab, schon, weil es nicht klingt wie ein Album, das man schon zur Genüge kennt. Kluge Streicher- („Parting“) und Bläsereinsätze („Funeral Song“) an passender Stelle tun ihr Übriges. Schön, dass das Musikjahr 2019 so beginnt!

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8O 
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