(Vorbemerkung: Im folgenden Text verarbeite ich die zurzeit wieder grassierende Allgegenwart von Aufrufen zu Demonstrationen “gegen Rechts”. Politisch Desinteressierte werden um höfliche Missachtung gebeten, potenzielle Kritiker verweise ich pro forma nochmals auf den Umstand, dass ich momentan unverändert progressiv-liberaler Pirat bin.)
Lucien Dubuis Trio, außerdem: Neues von Yes!
Auf den Babyblauen Seiten fand ich heute Nacht das Lucien Dubuis Trio, ein instrumentales Trio (ach was?) aus der Schweiz. Die drei Musizisten spielen einen Jazzrock, der dem Hörer die Gehörgänge freipustet. Im Falle des Zweitlings “Tovorak” liest sich das zum Beispiel so:
Lucien Dubuis entlockt seinem Instrument die mannigfaltigsten Töne, die zu beschreiben keine Sprache der Welt genügend Wörter bereithält. In allen Variationen von Knurren, Brummen, Tröten, Quietschen und Zwitschern (tatsächlich!) wird das Saxofon malträtiert, und es würde mich nicht wundern, wenn es während der Aufnahmen geschmolzen wäre.
Gelegentlich greift Lucien Dubuis auch zur Kontra-Bassklarinette, ein Instrument, dessen Aussehen eher an ein Abflussrohr gemahnt — und das auch genau so klingt! Geradezu unterirdisch sind die brummenden, knurrenden, knarzenden Töne, die er damit hervorbringt, und die durchaus mal mit locker swingenden oder gar Reggea-artigen Rhythmen kombiniert werden. Eine originelle Mixtur!
Nun ist hier keineswegs ein Musiker auf Egotrip unterwegs, Dubuis’ Mitstreiter sind alles andere als bloße Rhythmusgeber. Roman Nowka lässt den Bass rumpeln, pumpen, hüpfen und poltern, Lionel Friedli wuselt beständig über die Felle. Dabei haben es die drei nicht permanent auf halsbrecherisches Tempo oder ohrenbetäubenden Lärm abgesehen; zwar gibt es brachiale Attacken wie das punkig-aggressive Insomnie (dabei schläft man garantiert nicht ein!), das Trio hat aber auch leisere und langsamere Töne im Programm — nur dass diese genau so kantig, schroff und vertrackt aus den Boxen purzeln und die Trommelfelle des Hörers verknoten.
Die ersten beiden Alben, “Sumo” und eben “Tovorak”, sind mittlerweile ausverkauft, dafür kann man sie gratis und legal von der Website der Band oder via eMule herunterladen. Wärmstens empfohlen!
Und da wir gerade bei Musik waren: Kürzlich hatte ich über das bis dato letzte Studioalbum von Yes berichtet, jetzt, zehn Jahre nach dessen Veröffentlichung, rattern die Nachrichtenticker quasi im Stundentakt und liefern Berichte über Neuigkeiten im Yes-Universum.
Die Geschichte von Yes war schon immer, King Crimson nicht unähnlich, von Besetzungswechseln geprägt. Einzig Bassist Chris Squire ist seit der Gründung 1968 ohne Ausstieg dabei und drückt der Musik der Band seinen charakteristischen Stempel auf. Rick Wakeman und Jon Anderson, beide Teil der “klassischen Besetzung”, sind bereits seit einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dabei, ersetzt wurden sie von Oliver Wakeman, Sohn des “großen Blonden”, und Benoît David, einst — ironischerweise — Sänger einer Yes-Coverband.
Nun dreht sich das Besetzungskarussell wieder. Wir erinnern uns an die Zeit nach “Tormato”, das 1978 veröffentlicht wurde: Wegen anhaltender schlechter Stimmung verließen Rick Wakeman und Jon Anderson Yes, während die übrigen Musiker an neuen Stücken arbeiteten. (Ähnliches passierte etwa zehn Jahre später, als “Anderson, Bruford, Wakeman & Howe” sich von Yes trennten und ein vorzügliches Album aufnahmen.) Im gleichen Studio wie Yes musizierten auch die Buggles (Trevor Horn und Geoff Downes), die gerade mit “Video Killed The Radio Star” einiges Aufsehen erregt hatten, und freundeten sich mit ihnen an. Als offensichtlich wurde, dass eine Reunion in absehbarer Zeit nicht stattfinden würde, übernahmen sie die vakanten Posten des Sängers und des Keyboarders. In dieser Besetzung nahmen sie das Album “Drama” auf, das 1980 erschien. Die Buggles gingen wenige Monate später wieder eigene Wege, Yes fanden wieder zusammen, damit schien das Kapitel abgeschlossen; jedenfalls für drei Jahrzehnte.
Während der Aufnahmen zu “Drama” war unter anderem ein Stück namens “We Can Fly From Here” übrig geblieben, das zwar auf einigen Konzerten gespielt, aber nie für ein Studioalbum aufgenommen wurde. Das hat Chris Squire einige Zeit später auch bemerkt, und so rief er Trevor Horn, mittlerweile ein gefragter Musikproduzent, an und bat ihn, als Produzent an einer nun endlich geplanten Aufnahme des Stückes teilzunehmen. Zusammen mit einigen anderen Stücken, die laut Chris Squire allesamt um die sechs Minuten lang sind, entstand so ein ganzes neues Album namens “Fly From Here”, in dessen Zentrum nun das genannte Titelstück stehen soll. Der andere Buggle, Geoff Downes, hat inzwischen ohne dessen Wissen Oliver Wakeman am Keyboard abgelöst, während Jon Anderson und Rick Wakeman sich mit Trevor Rabin, ebenfalls ein Yes-Mitstreiter früherer Tage, anderweitig betätigen. (“ABWH” lässt grüßen.)
Eine von Yes’ Stärken ist das Zusammenspiel von Steve Howe und Chris Squire. Rick Wakeman hat nach “Tormato” sinngemäß gesagt, die Stimme von Jon Anderson sei das, was Yes ausmacht, und seinen Hut genommen. Das Ergebnis, “Drama”, ist das wohl meistgelobte Album der “späten” Yes geworden. Nun also sind die Instrumentalisten von damals wieder vereint, ergänzt von einem wiederum neuen Sänger, den man auf Gruppenbildern sofort als Neuzugang erkennt. Wie das Ergebnis klingt? “Ein bisschen wie ‘Drama’ ”, sagt Steve Howe, und spätestens im Juli wissen wir es genauer.
Sublime Text 2: Nicht besser, sondern anders
Auch überzeugte Vim-Nutzer wie ich beschränken sich ungern auf einen einzigen Editor, denn es gibt immer wieder Anwendungsfälle, in denen ein zweiter Editor gute Dienste leisten kann; sei es, um eine defekte Vim-Konfigurationsdatei zu korrigieren, sei es, weil man gerade an einer schrottigen Tastatur sitzt und somit ein GUI für zum Herumklicken hilfreicher ist als Vims Tastenkürzel, sei es aus Freude am Herumspielen mit neuer Software.
Diesen Platz nahm bei mir bisher Notepad++ ein, das weithin als bester kostenloser Texteditor für Windows-Systeme gilt, aber abgesehen von seinem umfassenden Funktionsumfang ein eher unauffälliges Programm ist, ohne Ecken und Kanten zwar, aber auch ohne visuellen Reiz. Auch bei uns Spartanern Puristen isst das Auge manchmal mit, selbst dann, wenn es nicht ums Essen geht.
Dann stieß ich bei Nils auf die ersten Testversionen des portablen Editors Sublime Text 2 und bin inzwischen so begeistert, dass Notepad++, jahrelang treues Arbeitstier, das Feld räumen musste.
Dass einige meiner Leser zwar mit Gängelsystemen wie Mac OS X oder Ubuntu Linux arbeiten (müssen), meiner Vorliebe für Vim aber bislang nichts abgewinnen konnten, ist mir bekannt. Erfreulicherweise ist Sublime Text außer unter Windows auch unter diesen Systemen verfügbar. Im Folgenden beschränke ich mich dennoch der Einfachheit halber auf die Bedienung unter Windows.
Als erstes fällt dem Benutzer vermutlich die Bedienoberfläche auf, die komplett anpassbar ist. Ich bevorzuge minimalistisches Aussehen ohne viel Schnickschnack, da passt es gut, dass Sublime Text mit einem Druck auf F11 wie viele aktuelle Webbrowser in den Vollbildmodus umgeschaltet werden kann. Aber auch im Fensterbetrieb ist Sublime Text vielseitig anpassbar, ob es nur um das Ausblenden der Menüleiste (mit Alt holt man sie wieder zurück) oder um ein völlig anderes Farbschema geht.
Auf diesem Bild zu sehen sind unter anderem die Möglichkeit, mehrere Dateien gleichzeitig (in Zeilen, Spalten oder als Gitter) anzuzeigen, und die “Minimap”, eine Art schnelle Übersicht darüber, wo in der Datei man sich gerade befindet, am rechten Fensterrand. Was optisch “fehlt”, ist die aus anderen Editoren bekannte Möglichkeit, Codeblöcke einzuklappen, aber da dies ohnehin normalerweise nicht automatisch geschieht, fällt dieser Verlust nicht ins Gewicht, zumal man ihn mit einem Plugin kompensieren kann. (Es existiert auch eine Möglichkeit, für die Einführung dieser Funktion zu stimmen.) — Nachtrag: Mit Stand Juli 2012 ist das code folding bereits seit einigen Monaten standardmäßig vorhanden.
Apropos Plugins: Sublime Text 2 ist in der Sprache Python skriptbar, was den Editor theoretisch beinahe so mächtig und flexibel macht wie Vim. Einige Plugins, darunter auch eine Vim-Emulation, sind im Sublime-Text-Wiki beschrieben und herunterladbar. Dass Sublime Text 2 nebenbei noch von Haus aus mit Compilern wie javac “reden” kann, ist beinahe schon selbstverständlich, aber bei all dem Funktionsumfang fühlt sich das Programm obendrein noch flink und flüssig an.
Ein Wermutstropfen bleibt: Sublime Text ist Shareware, eine Lizenz kostet derzeit stolze 59 US-Dollar, also ungefähr 40,75 Euro; Mengenrabatt gibt es im Zehnerpaket. Entwickler Jon Skinner betreibt jedoch eine kundenfreundliche Lizenzpolitik, die nicht lizenzierte Version ist momentan (“currently”) weder zeitlich noch funktional eingeschränkt.
(Apropos hübsche Programme: Unter Windows spiele ich derzeit twitternd mit MetroTwit herum. Ein wenig träge, aber ein Augenschmaus und obendrein funktionsreich.)
Erstatten Sie?
Neulich im service center:
“Ich habe hier am Automaten diese Fahrkarte für 12 Euro gekauft, kann die Fahrt aber leider nicht mehr antreten, und sie war zu teuer, um sie verfallen zu lassen, darum bitte ich um Erstattung.”
— “Macht drei Euro!”
— “Hier, bitte.”
— “Danke. Schönen Tag noch!”
(Mit Dank an den tollsten Menschen dieses Planeten, mindestens.)
Lobgesang des Popliteraten
Schon vieles habe ich verfasst in Prosa und als Reim,
doch wenige nur lesen es; zu trocken soll es sein?!
Ich schreibe über Emotion, Hass, Ungerechtigkeit,
von Liebe, Sehnsucht, Eifersucht, von Zwietracht und von Neid!
Das Föjetong hat mich entdeckt, verurteilt meinen Schrieb,
der “irgendwie wie and’re” sei, ich also nur ein Dieb?
Nein!, sag ich, Banausen, schweigt! — oder, noch besser, brüllt,
denn des Dichters Eigenlob wird durch Missgunst erfüllt.
Ich schwimme auf dem reißend’ Strom der populären Dichter,
will kochen wie einst Hölderlin und schreib doch bloß wie Lichter.
So bleib ich ohne Hintersinn und boshaftes Subtil,
ich brauche keine Wortgewalt und keinen eig’nen Stil.
Wofür denn auch? Erfolg und Ruhm erscheinen nicht mehr weit,
ich träum vom Preis für Lit’ratur, wie man ihn mir verleiht.
(Und die Moral von der Geschicht’:
Jaud und Lobo liest man nicht.)
Einst Mensch, nun Fleisch
Medienkritik L: Hand aufs Herz (oder: Tracy Chapmans Botschaft)
Dass ich mich von schnulzigem Kitsch fernzuhalten pflege, ist den meisten Lesern meiner Texte vermutlich geläufig, ebenso von allem, was in mir auch nur den leisesten Verdacht erregt, dass schnulziger Kitsch nicht ausbleibt. (Aus diesem Grund halte ich mich — mit Ausnahmen — auch von gewissen Musikblogs aus Berlin fern.)
Insofern ist es eigentlich verwunderlich, dass mir die derzeit wochentags auf Sat.1 ausgestrahlte Telenovela “Hand aufs Herz” nicht schlecht gefällt, soll heißen: Ich habe erstmals seit dem Ende der “Wochenshow” wieder einen Grund, mich für das zu interessieren, was Sat.1 so zeigt.
Die Handlung ist nicht immer einfach zu durchschauen; die Telenovela spielt in einer Schule, es herrscht jedes Rollenklischee: Vom lässig gelangweilten Schulpflichtigen über den Mädchenschwarm bis zur intriganten Schulzicke kann sich jeder Zuschauer vielleicht mit irgendjemandem identifizieren, überhaupt lebt “Hand aufs Herz” von Intrigen. Zusammen gehalten wird die Geschichte von einer Art Rahmenhandlung: Eine einigermaßen junge Lehrerin, früher Schülerin, kommt an die Schule und wird prompt des Mordes an einer Schülerin verdächtigt, woraufhin ihre Freunde und Verwandten nach Spuren suchen, um sie zu entlasten. Zwar erfuhr der Zuschauer in dieser Woche, wer der Täter wirklich war, aber bis sich das auch in der Serie herumgesprochen hat, könnte es noch einige Zeit dauern.
So weit noch nichts allzu ungewöhnliches; aber so richtig interessant (lies: sehenswert) ist “Hand aufs Herz” für uns Musikverrückte vor allem wegen der “S.T.AG”. Einige der Schüler nämlich bilden zusammen eine Musikkapelle, die auch im Vorspann erscheint und somit ein tragendes Element der Serie darstellt, und tatsächlich wird viel gesungen und sich mitunter — anfangs etwas unbeholfen, später etwas weniger unbeholfen — auch ein wenig dazu bewegt. Und anders, als man es bei der augenscheinlichen Zielgruppe erwarten sollte, wird da keinesfalls peinlicher Popquatsch zelebriert, sondern so richtig primae Sachen wie “She Said” von Plan B oder zum Beispiel auch mal was von den Cardigans und, jetzt habe ich doch endlich mal eine Überleitung gefunden, “Talkin’ ‘bout a Revolution” von Tracy Chapman.
“Wer ist Tracy Chapman?”, höre ich da die Leute fragen, und ich verweise sie auf die Wikipedia, gern geschehen.
Diese Tracy Chapman nun sang 1988 in dem erwähnten Lied von der Revolution der Arbeiterklasse, quasi als Widerstand gegen die unterdrückende Obrigkeit, und so ist es eine, wie ich meine, ausgezeichnete Wahl, geht es darum, einen Schülerstreik anlässlich eines unsympathischen neuen Schulleiters musikalisch in Szene zu setzen:
Poor people are gonna rise up
and get their share.
Poor people are gonna rise up
and take what’s theirs.
Im deutschen Fernsehen kommt es leider viel zu selten vor, dass Referenzen auf Lieder mit inhaltlichem Tiefgang überhaupt beachtet werden, sofern man nicht gerade arte guckt; dass sie dann auch noch in einem passenden Kontext und für die Jugend ansprechend aufbereitet präsentiert werden, lässt mich hoffen. Ich wünsche den für die Liedauswahl der Serie zuständigen Personen viel Gesundheit und ein noch möglichst langes Leben, auf dass sie Nachahmer finden und noch lange in Arbeit und Brot stehen mögen!
Und man möge mich, um noch mal kurz auf das Thema zurückzukommen, für den Rest meines Lebens morgens mit Placebo und/oder Muse wecken, wenn ich mich irre, aber ich halte die Coverversion doch für ein beeindruckendes Stück Musik, das dem Original keinesfalls nachsteht.
(So, und jetzt zurück an die Halbjahresliste 2011, es gibt noch viel zu tun.)
Profis mit Profil
Da schau her, der Herr Westerwelle — vermutlich der einzige Grund, dass die Pünktchenpartei mit all ihren Lobbyvertretern, ihrem fehlenden Profil und der heißen Luft, als die sich die Wahlversprechen auch bei der letzten Bundestagswahl, wie üblich, herausgestellt haben, überhaupt noch einigermaßen unbeschadet die 5‑Prozent-Hürde überspringen kann — ist nun, wie befürchtet, abgetreten.
Dass dieser Schritt dringend notwendig war, ist selbstverständlich, denn:
Die FDP habe ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, das nicht zuletzt dem Führungspersonal geschuldet sei.
Dass die Glaubwürdigkeit nicht unbedingt steigt, wenn ein Nachwuchspolitiker wie Philipp Rösler in seinem Amt als Gesundheitsminister seine einzige Herausforderung, die Gesundheits-“Reform”, erst mal gründlich verkackt, hat sich eventuell noch nicht bis zur F.D.P. herumgesprochen; ebensowenig wohl der Umstand, dass sich ein Wähler bei Wahlen nicht zwischen zwei, sondern zwischen deutlich mehr Parteien entscheiden kann:
[D]ie Liberalen müssten bei weiteren Verlusten fürchten, “nicht die Grünen, sondern die Piratenpartei als neuen politischen Gegner” zu bekommen.
Die anderen Parteien, die Stimmen abbekommen, die einst Stimmen für die F.D.P. waren, sind also keine politischen Gegner, sondern quasi im Weltbild der F.D.P. gar nicht vorhanden. Da weiß man, was man hat. (Dass die F.D.P. die Existenz der Piratenpartei, dank derer sie die Worte “Bürgerrechte” und “Transparenz” seit dem letzten Bundestagswahlkampf immerhin theoretisch schon mal irgendwo gehört hat, nun doch als ein bisschen bedrohlich empfindet, betrachte ich als Lob für das bisher Geleistete.)
Wer nun Herrn Westerwelles Nachfolge antrat, schien lange — bis heute um kurz nach 14 Uhr — unklar, SPIEGEL Online huldigte aber sicherheitshalber schon mal eben jenem Philipp Rösler und stellte es als Tatsache hin, dass Angela Merkel künftig an seiner Seite regieren wird. Journalistische Sorgfalt sieht anders aus, aber is’ ja auch nur der SPIEGEL.
“Profilieren” solle sich Philipp Rösler, so liest man in Depeschen wie der Berliner Morgenpost, indem er nicht nur den Posten des Parteiguidos übernimmt, sondern obendrein des Wirtschaftsministers, der dann halt stattdessen irgendwas anderes macht. Das ist eine eigenartige Argumentation, denn er hatte nun schon einige Jahre Zeit, sich als Kabinettsmitglied zu profilieren, und in all diesen Jahren hat er es lediglich geschafft, das Profil der F.D.P. als Lobbyistenpartei zu schärfen, nicht aber sein eigenes.
Aber kann er das eine nicht, kann er das andere auch nicht (Urban Priol), und so war eigentlich abzusehen, dass Herr Rösler uns die Westerwelle macht. Nur welche der Posten er übernehmen wird, ist noch nicht ganz klar: Parteivorsitzender, Außenminister und Vizekanzler sind die drei Posten, die nun tatsächlich zu vergeben sind, womöglich wird einer davon also durch das Wirtschaftsministerium ersetzt. Dass die schwarz-gelbe Regierung Posten nicht nach Qualifikation verteilt, sondern nach Ansehen, ist dem designierten Egon Krenz der F.D.P. schon einmal zugute gekommen:
In der heutigen Politik reicht es schon aus, wenn man keine offensichtlichen Eseleien macht und einigermaßen freundlich auftritt, um die Karriereleiter hinaufzufallen.
Eigentlich ist es schade, dass die Piratenpartei als Partei für mehr Bürgerrechte nun wohl bald allein da steht.
Guido, wir werden dich vermissen.
“Tuesday, Wednesday break my heart…”
Ein Internetphänomen, vor allem in den auch sonst nicht unbedingt für Musikgeschmack bekannten USA von Bedeutung, kreuzte in den letzten Tagen immer wieder meine Wege und ließ mich erschaudern. Die Rede ist von Rebecca Black, 13 Jahre alt, und ihrem “Lied” “Friday”, also “Freitag”. Zeitgenossen, die wie ich dem Musikfaschismus frönen, sollten sich auch in eigenem Interesse von diesem Link fernhalten.
Aber worum geht es überhaupt? Nun, die Wikipedia weiß mehr:
innen weniger Stunden stiegen die Zugriffszahlen auf über 100.000 und ARK Music erhielt Anfragen von Fernsehsendern nach dem Lied. Die Popularität von Friday stieg rasant, sodass es bis zum 1. April 2011 über 73 Millionen mal angesehen wurde. (…) Zwischenzeitlich wird das Lied als Klingelton angeboten, in den iTunes-Charts stand es auf Platz 13.
Textlich geht es, wie ich vor einem spontanen Anflug von Kopfweh erlesen konnte, darum, dass man beim Autofahren vorn und hinten sitzen kann, dass Freitage auf Donnerstage folgen und dass Rebeccas Clique an diesen Freitagen zwecks Feierns durch die Gegend gurkt.
Der mäßige Text wird mit einem mäßigen Gesang dargeboten, die dazu gehörende Melodie ist bestenfalls belanglos. Manche Hörer des Liedes kürten es gar zum schlechtesten Lied aller Zeiten, und wäre da nicht Chaccaron Maccarón, wäre dieser Titel vermutlich nur noch schwerlich antastbar. Das Erschreckende ist: Die junge Frau Black meinte das Lied ernst.
Obwohl ihre Mutter an der Qualität des Textes zweifelte, gab sie dem Willen ihrer Tochter nach.
Vielleicht bin ich auch nur nicht die Zielgruppe dieses Liedes, aber wer ist dann die Zielgruppe? Laut YouTube-Statistiken (“über 1,5 Millionen Mal negativ und knapp 200.000-mal positiv bewertet”) weiß die Zielgruppe das selbst nicht oder ist auch nur zu klein. Natürlich kann man über (Musik-)Geschmack nur schwerlich streiten, das möchte ich hier auch nicht unbedingt tun; bedenkt man aber, dass die deutsche Kindercombo “Rotznasen”, die augenscheinlich einen ähnlichen Altersdurchschnitt hatte, wenigstens Lieder mit einer message (“ich bin verliebt, ich bin verliebt in dich”) sang, bin ich doch geneigt, “Friday” Sinnlosigkeit zu attestieren. Zwar kann man mit den Noten, die dem Menschen zur Verfügung stehen, sozusagen unendlich viele Melodien erschaffen, aber musste das wirklich sein?
Makes tick tock, tick tock, wanna scream.
“The only haven you can trust”
barcoo und Goggles: Wir scannen die Welt!
In der aktuellen Ausgabe der Computerzeitschrift c’t wird über mobile Anwendungen berichtet, die Barcodes und Produktlogos scannen. Als grundsätzlich an neuer Technik interessierter Mensch ließ ich es mir nicht nehmen, einmal die beiden dort getesteten apps “barcoo” und “Goggles”, beide im Android Market verfügbar, zu testen.
Dabei gehen beide Anwendungen völlig unterschiedliche Wege. Während barcoo, wie der Name schon andeutet, auf das Lesen und Auswerten von Barcodes (diese lustigen Strichmuster auf so Sachen aus dem Laden) spezialisiert ist, versucht Goggles, alles nur Erdenkliche, was dem Benutzer vor die Kamera gerät, zu scannen. Vorweg: Alle Bildschirmfotos für diesen Beitrag wurden unter Android 2.3.3 angefertigt, es kann durchaus sein, dass einiges unter anderen Systemen anders aussieht.
1. barcoo
Nach der Installation — für jedes unterstützte Gerät gibt es eine eigene Version zum Download, selbst für iPhones und anderen Schrott — lässt barcoo keine Fragen offen, was es kann und wie es geht:
Ein Druck auf “Code Scannen” aktiviert die Kamerafunktionen des jeweiligen Gerätes. “Entdeckt” die Anwendung nun einen Barcode, stellt sie das Bild scharf und betätigt den Auslöser. Was dann folgt, dürfte vor allem Schnäppchenjäger interessiert gucken lassen, denn die Onlinedatenbank von barcoo “kennt” mehr als nur den Namen der erkannten Produkte:
barcoo ist somit sozusagen ein mobiler Preisvergleich und ein umfangreicher Produktkatalog in einem. Keinesfalls beschränkt sich die Funktionalität dabei auf Lebensmittel, Computerzubehör wird ebenso erkannt wie Bücher und vermutlich jedes andere Produkt, das in einem Haushalt so herumliegt. Die angezeigte “Lebensmittelampel” ist dann natürlich hinfällig. Überdies können Benutzer der app das jeweilige Produkt bewerten, und mitunter ist es erfreulich zu sehen, dass offenbar keinerlei Moderation dieser Kommentare erfolgt …
…, selbst dann, wenn mancher Kommentar noch etwas unbeholfen wirkt:
Zu folgern bleibt, dass barcoo ein sehr lobenswertes Programm und auf jeden Fall einen Blick wert ist.
2. Goggles
“Goggles”, zu Deutsch etwa “Schutzbrille” oder “Schwimmbrille” (beides passt nicht so recht), von (leider) Google geht da einen etwas anderen Weg. Die app, die ebenfalls für Android und iOS verfügbar ist, macht sich den Umstand zunutze, dass sich im Internet vielerlei Fotografien und Markennamen angesammelt haben. Anstatt nämlich auf Barcodes vertraut Goggles auf Algorithmen zur Text- und Bilderkennung. Ein Bild vom Eiffelturm etwa würde, so die Ankündigung, Informationen zum Eiffelturm anzeigen.
Nun habe ich allerdings gerade keinen Eiffelturm herumstehen, daher wich ich auf die Produkte aus, mit denen ich barcoo getestet hatte.
Die Bedienoberfläche von Goggles ist noch etwas aufgeräumter als die von barcoo, denn es gibt keine, hat man erst einmal das anfängliche “Weiter — Weiter — … — Fertig” hinter sich gebracht: Der Benutzer sieht nur mehr das Kamerabild und zwei Schaltflächen zum Fokussieren und “Fertigstellen” des Bildes. Obwohl Goggles mit dem Erkennen des Bildmotivs grundsätzlich mehr Schwierigkeiten zu haben scheint als barcoo, ist die vielseitige Erkennung doch schon recht ausgereift, bedenkt man, dass Goggles nicht auf eindeutige Informationen wie Barcodes, sondern vor allem darauf angewiesen ist, dass es in seiner großen Datenbank — ich vermute die Google-Suche als technischen Hintergrund — ähnliche Bilder findet:
Zwar erkennt Goggles auch Barcodes und QR-Codes:
Es verfolgt jedoch eine andere Strategie als barcoo: Bei Goggles geht es nicht um Produktsuche, sondern um allgemeine Informationen. QR-Codes etwa führen in der Regel auf die dort “gespeicherte” Webseite, Produktfotos zu einer “normalen” Google-Suche nach diesem Produkt:
Damit Goggles funktioniert, benötigt man augenscheinlich kein Google-Konto, was ein großes Plus ist, aber als Manko bleibt die unzuverlässige Motiverkennung, die aufgrund der Funktionsweise jedoch leider unvermeidlich scheint.
Fazit und Ausblick
Jede der beiden hier getesteten apps erfüllt einen vollkommen anderen Zweck, ihnen gemein ist indes, dass sie eindrucksvoll die Möglichkeiten einer mobil vernetzten Gesellschaft aufzeigen. Der nächste Schritt und eines der buzzwords in den aktuellen Debatten über die Zukunft der mobilen Vernetzung ist die erweiterte Realität, die augmented reality, also das Einblenden von Informationen zum aktuellen Bild. Navigationsgeräte funktionieren so ähnlich, viele moderne Mobiltelefone haben auch bereits apps an Bord, die genau dies tun: Sie erfassen das (bewegte) Kamerabild und versuchen, anhand dessen Informationen über den aktuellen Standpunkt oder das Gesehene aus dem Internet abzurufen.
Über Pro und Kontra dieser Entwicklung sind schon viele Diskussionen geführt worden, und allzu bald werden diese Diskussionen auch nicht verstummen. Es ist in jedem Fall ratsam, sie aufmerksam zu verfolgen, und sei es mit Argwohn, denn so faszinierend die technischen Möglichkeiten auch sind, so viele Gefahren bergen sie doch. Aber das ist ein anderes Thema, dem ich mich gegebenenfalls später ausführlicher widmen werde.
Ich hoffe, einigen von euch, liebe Leser, konnte ich mit diesem Beitrag dennoch hilfreiche Informationen vermitteln.
Habe ich etwas wichtiges übersehen? Ich freue mich über eure Kommentare.
Gottes Krieger
Alibipornografie
Ausnahmsweise geht an dieser Stelle einmal ein Dankeschön an die Juristerei für diese Empfehlung. Die computerforensische Abteilung mancher Polizeilabore nämlich betrachtet alleinstehende Männer, die überdies auf den Besitz von (heruntergeladenen) Pornofilmen verzichten, als schrecklich verdächtige Personen:
Während der Untersuchung fiel auf, dass die Partition D frei von jeglichen pornografischen Darstellungen pp. ist. Dies ist (…) genau so ungewöhnlich wie das Vorhandensein kinderpornografischer Dateien auf einem PC.
Was man also künftig tun muss, um sich nicht einer Straftat verdächtig zu machen, ist, so Udo Vetter, simpel zu bewerkstelligen:
Wir halten also fest: Ein paar legale Pornos sollten stets auf der Festplatte eines Mannes sein – schon um die Kripo nicht ins Grübeln zu bringen.
Dass dieser gezielt an Männer gerichtete Rat nicht berücksichtigt, dass auch Frauen mitunter Pornografie konsumieren (Sexismus! Rhabarber, schwafel!), ist schade. Ich als Mann jedoch bin dankbar für diesen wertvollen Rat und sehe mich in der Bredouille: Woher bekomme ich nun entlastendes Material? Nicht auszudenken, was passiert, wenn eines Tages aufgrund irgendwelcher fragwürdiger Gesetze mein Arbeitsgerät konfisziert wird und man bemerkt, dass ich den animalischen Urtrieben des Menschen nicht viel abgewinnen kann!
Sachdienliche Hinweise, lechz, nehme ich stellvertretend für alle interessierten Leser im Kommentarfeld dankend entgegen.
Durch die grüne Brille
Da schau her, in Baden-Württemberg haben die zweit- und drittstärkste Partei den Umstand, dass sie eben nicht die meistgewählten Parteien sind, als “ein klares (sic!) Regierungsauftrag” missverstanden und stellen nun “wohl” die Landesregierung. Eine “herbe Niederlage”, die sich dergestalt äußert, dass man weiterhin die stärkste Partei bleibt, würde ich, wäre ich Politiker, übrigens auch gern einmal erleiden.
Hübsch finde ich es da, dass Stefan Mappus nun entgegen meinen Befürchtungen doch endlich seinen Arsch (und sein Gesäß) aus dem bequemen Bürosessel erheben und künftig von seiner kargen Altersrente dahinvegetieren muss, sofern ihn kein großer Konzern im Aufsichtsrat haben möchte. Weniger hübsch ist nun das Selbstverständnis, mit dem die Anhänger von Claudia “Frosch” Roth sich präsentieren. Im IRC etwa meldete sich ein bekennender Grüner stolz zu Wort:
(@Sebi‘) die zukunft is grün
(@Sebi‘) und ihr könnt NIX dagegen tun!![]()
(@Sebi‘) heute stuttgart, bald berlin!![]()
Die Mutmaßung, die ein Mitlesender erwiderte, erscheint mir da beinahe wahrscheinlich:
(Exitus-_-) die zukunft wird krieg
Bei der grünen Vorstellung von “Zukunft” kommt mir spontan ein Lied in den Sinn: “Für eine bess’re Zukunft…”. Die Grünen haben von Anfang an eine Mentalität als image gepflegt, die man vor allem dann zu wählen beabsichtigen sollte, wenn man sich ohnehin traditionell für “das kleinere Übel” entscheidet. “Atomkraft? Nein danke!”: So weit ist die Piratenpartei auch seit ihrer Gründung, allerdings sprechen die AntiAtomPiraten von Anfang an vor allem die Gefahren der Atomkraft an und protestieren nicht, anders als die Grünen, letztlich gegen ihr eigenes Wahlprogramm.
Dass die Pünktchenpartei derweil einige Stimmen verloren hat, wird wieder einmal als Anlass gewertet, direkt oder indirekt den Rücktritt von Guido Westerwelle zu fordern. Auf die Idee, dass das miserable Abschneiden der Partei nicht daran liegt, dass die einzig schillernde Persönlichkeit unter all den mausgrauen Lobbyisten sich mitunter in der Wortwahl vergreift, sondern daran, dass die Absichten der Partei kaum einem Bürger, von den Neoliberalen einmal abgesehen, sympathisch erscheinen. Die fünf Komma irgendwas Prozent, die der F.D.P. derzeit noch angetragen wurden, sind, so meine ich, nur zustande gekommen, weil der vorlaute Parteichef manchem Erstwähler sympathisch vorkam; dies vollkommen unabhängig von dem Senf, den er in die Umwelt trötet.
Als “Juniorpartner” eines ebenfalls traditionellen “Juniorpartners” sind die Grünen nun nicht unbedingt ein Symbol für Änderung; auch, wenn sie Änderungen ja mit Vorliebe an sich selbst vornehmen, ist doch von der linken Kommunardenpartei nur mehr ein konservatives Häuflein ohne herausragende Persönlichkeiten übrig geblieben, die aufgrund parlamentarischer Zwänge (bedeutet: zwecks Machterhalts) gern mal ihre früheren Ideale Ideale sein lassen.
So also stellt sich der deutsche Wähler Erneuerung vor. Das wird ein Spaß!
Kurz verlinkt XXXIX: Von Wellen und Innovationen
Albern: Die öffentlich-rechtliche (also aus der Volkskasse finanzierte) schweizerische Fernsehanstalt SRF gedenkt der Vorfälle in Japan, indem sie auf die Ausstrahlung der “Simpsons” verzichtet:
Bei den Simpsons gibt es viele solcher Szenen, in denen Homer Simpson, der von Atomkraft ungefähr so viel Ahnung hat wie ein Biber von Betriebswirtschaftslehre (Zitat Homer: ” ‚Nukular’. Das Wort heißt ‚nukular’.”), das Leben der Bürger riskiert.
Blinder Aktionismus hilft leider niemandem, wie auch die weitgehende Radiosperre des Liedes “Perfekte Welle” der Popgruppe Juli anlässlich einiger Vorfälle Ende 2004 niemanden wieder zum Leben erweckt wird. Ebenso wenig, wie das erwähnte Lied etwas mit Meer und Überflutung zu tun hat, sondern die “perfekte Welle” als Metapher für eine “geile Zeit” — wieder so ein Lied von Juli — beziehungsweise für einen wirklich glücklichen Moment steht, den man einfach genießen soll, ist es “pietät-” oder plump “geschmacklos”, im Fernsehen eine Satire auf den sorglosen Umgang mit der Kernenergie zu zeigen, wenn gerade ein Kernkraftwerk sich inmitten einer Havarie befindet. Es ist auch eine beabsichtigte Wirkung der Satire, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten; nicht etwa, um sich über sie lustig zu machen, sondern, um sie vor den Folgen ihres Tuns zu warnen. Ich empfehle eine gründliche Lektüre des SRF-bezogenen Artikels und eine anschließende Würdigung der Sichtweise, dass keine Fernsehserie die US-amerikanische Gesellschaft so subtil und gleichzeitig treffend persifliert wie “Die Simpsons”.
Die auf taz.de zitierte Szene gibt es übrigens unter anderem auf YouTube zu sehen.
Innovativ: Microsoft bastelt an einer — natürlich kostenpflichtigen — Lösung zur Fernwartung von Windowssystemen über den Webbrowser. Zwar ist das mit der Fernsteuerung eine uralte Idee, machen manche heute als Schadsoftware eingestuften “Trojaner” der ersten Stunde (Sub7 und Back Orifice etwa) auch nicht viel anderes, dass das auch über einen Webbrowser möglich ist, hingegen noch nicht ganz so verbreitet; blöd nur, dass das ebenfalls nicht mehr brandneue UltraVNC diese Funktion ebenfalls anbietet, allerdings kostenfrei. Mit den Innovationen ist es eben immer so eine Sache.
(Apropos Innovationen, ein Tipp für Firefox-4-Anwender, die mit Windows herumhantieren: Die neue Version unterstützt das DirectWrite-API für die Anzeige von Schriftarten, das muss allerdings erst aktiviert werden: Unter about:config den Wert gfx.font_rendering.directwrite.enabled per Doppelklick auf “true” (“wahr”) setzen, Firefox neu starten und sich freuen, weil die Schriften dann deutlich besser — etwas sauberer, vor allem aber besser lesbar — aussehen, selbst ohne das scheußliche “ClearType” oder mitunter instabile Bibliotheken wie gdipp benutzen zu müssen. Zudem beschleunigt diese Änderung angeblich das Rendering. Eine Feinjustierung der Schriftdarstellung ist dann unter anderem mit der Erweiterung Anti-Aliasing Tuner, gefunden bei Caschy, möglich.)























