Ich mag es, gesammelte Schmierereien aus mehreren Jahren Schulödnis zu lesen.
Nicht, weil mich Ästhetik oder wenigstens Wortgewandheit überzeugen würden, sondern, weil Fundstücke wie dieses bildlich Auskunft über das Leben des Schreibenden geben:
Der (vermutlich) jungen Dame ging vor Verliebtheit versehentlich ihr deutscher Wortschatz flöten.
Ich frage mich, was sie heute denkt, wenn sie ihr Kunstwerk sieht.
Vielleicht: “Jetzt ist es beinahe auf den Tag genau zwei Jahre her, dass ich diesem einen Jungen mein ganzes Herzblut widmete. Und wo ist er heute? Fort mit all unserer gemeinsamen Geschichte!”
Vielleicht auch: “Jetzt kenne ich ihn schon über zwei Jahre lang und bin immer noch so glücklich wie am ersten Tag, mein Leben mit einem so wundervollen Menschen teilen zu dürfen.”
Vielleicht aber auch: “Ich weiß selbst nicht mehr, was damals in mich gefahren ist. So toll war das alles nicht. Hat mal jemand Tipp-Ex?”.
Manchmal ist es schade, dass so ein Bus nicht sprechen kann.



Ich kann Dir zumindest sagen, was er denkt: “Leute, heiratet nie. Erst nehmen Euch die Frauen die Freiheit, dann die Träume und schließlich den Verstand. Dafür geben sie Euch Kinder, die Euch bis aufs Hemd ausnehmen.”
Worauf basiert diese Einschätzung?
Auf Al Bundys gesammelten Werken.
War nie mein Fachgebiet.
Bestätigt aber meine beruflichen Beobachtungen und teilweise die meines sozialen Umfeldes.
Das spricht nicht für dein soziales Umfeld, denke ich.
Vielleicht aber auch: “Hat mal jemand Tipp-Ex? Ich muss den Typen ausradieren den ich damals ausgenommen und nach Strich und Faden verarscht habe, was für’n Arschloch”.
Desweiteren ist es toll dass Busse nicht sprechen, sind wir hier bei Disney oder was
Ich mag Disney. Dort gibt es Enten.