MusikIn den Nachrichten
Kurz verlinkt LVIII: Mörder! Terroristen! Musikrunterlader!

Es ließ sich ja nur schw­er­lich nicht bemerken: Das Wet­ter beim diesjähri­gen Pukkelpop-Fes­ti­val war der­maßen sub­op­ti­mal, dass ein Sturm vier Leute tötete.

Weil so was aber ein­fach nicht passieren kön­nen soll, wurde natür­lich umge­hend nach den Hin­ter­grün­den geforscht, denn dass ein Sturm einen Schwall an Besuch­ern um die Ecke bringt, ist vielle­icht nichts, was zur Tra­di­tion wer­den sollte, und üblich war es bis­lang auch noch nicht.

Stellt sich raus: Sind die Schwarzkopier­er schuld.

‘Ille­gale Down­loads schuld an tödlichem Fes­ti­val­dra­ma’

“Denk dran: Jedes Byte, das du ille­gal aus dem Inter­net herun­ter­lädst, bringt einen Men­schen um, mein Kind! Es verur­sacht schwere Unwet­ter und lässt Büh­nen von unfähi­gen Architek­ten kon­stru­ieren!”

Weil näm­lich, die Sache ist die:

“Megakonz­erte sind für die Musik­grup­pen, die kaum noch CDs verkaufen, lebenswichtig gewor­den“, zitiert die nieder­ländis­che Tageszeitung De Telegraaf Experten ver­schieden­er Ver­sicherungs­ge­sellschaften. “Diese Konz­erte find­en auf riesi­gen Büh­nen statt, die mit Licht- und Videoe­quip­ment völ­lig über­be­lastet wer­den. Der Regen und der Wind richt­en nicht mehr Schaden an als früher. Allerd­ings ist der Schaden ins­ge­samt viel höher als früher.“

Klar­er Fall: Weil Musik­grup­pen kaum noch CDs verkaufen, müssen sie stattdessen mit viel zu umfan­gre­ich­er Büh­ne­nausstat­tung auf insta­bilen Büh­nen auftreten. Ohne das böse Inter­net kön­nten sie sich kleinere Gitar­ren­ver­stärk­er und vielle­icht sog­ar einen Ver­anstal­ter mit mehr Grips leis­ten, und vier Men­schen mehr wären jet­zt vielle­icht noch am Leben!

Ein prag­ma­tis­ch­er Lösungsvorschlag: Eventuell soll­ten sie dann ein­fach mal bessere CDs auf den Markt brin­gen. Schlechte Musik verkauft sich zwar anscheinend auch nicht schlecht, ist jedoch, wie wir sehen, tödlich.

Mehr Mut zum Risiko, dies sollte das Mot­to ein­er Plat­ten­fir­ma im 21. Jahrhun­dert sein. (Falls noch eine eins braucht. In diesem Fall: Gern geschehen!)

Persönliches
“Geschlecht? Ja, bitte!”

Wenn mich Bekan­nte oder weniger Bekan­nte fra­gen, was ich mir denn so zum Geburt­stag, zu Wei­h­nacht­en oder ähn­lichen Anlässen wün­sche, vari­iere ich meine Antwort meist anhand der Iden­tität des Fragestellers von “warum sollte ich dafür beschenkt wer­den, geboren wor­den zu sein?” bzw. “(…) dass Jesus ange­blich geboren wurde?” bzw. “(…) dass (…)?” bis “och, Sex wäre nett”. “Fick­en wäre nett” traue ich mich nicht mehr zu sagen, denn ein bekan­nter Getränke­hersteller hat dieses, zugegeben, etwas unfeine Wort nach­haltig ruiniert. Schnaps als Geschenk benötige ich nicht unbe­d­ingt.

Dass das allerd­ings wirk­lich mal funk­tion­ieren kön­nte, hat­te ich nicht erwartet, beste­ht mein Bekan­ntenkreis doch weit­ge­hend aus Per­so­n­en bei­der­lei Geschlechts, die sich für der­ar­tige “Geschenke” ver­mut­lich zu schade wären.

Dann aber erhielt ich uner­wartete Post.

Ich sollte mich glück­lich schätzen: Wie viele Män­ner bekom­men heutzu­tage schon noch zwan­g­los Sex frei Haus? :mrgreen:

Jet­zt benötige ich jedoch einen neuen Wun­sch für einen kom­menden Anlass.
Wer weiß Rat?

Nerdkrams
GNU Emacs: Befremdlich esoterisch

(Vorbe­merkung: Dies ist mein 1.000. veröf­fentlichter Artikel hier, so behauptet es jeden­falls Word­Press. Huldigun­gen sind selb­stver­ständlich erwün­scht, jedoch verzichte ich in diesem Artikel auf die weit­ere Würdi­gung meines eige­nen Schaf­fens und schreibe stattdessen was über Com­put­er.)

Getreu dem Mot­to “Kenne deinen Feind!” nahm ich mir heute ein wenig Zeit, mich als Nutzer des weltbesten Texte­d­i­tors Vim mit seinem furcht­baren Gegen­part GNU Emacs zu beschäfti­gen; über obskur zu bedi­enende ehe­mals freie Soft­ware kann man bekan­ntlich nie zu viel wis­sen. Ein kurz­er Blick in das deutschsprachige Tuto­ri­um ließ mich allerd­ings ver­muten, dass die eso­ter­ische Aura, die GNU Emacs mitunter nachge­sagt wird, tat­säch­lich übersinnliche Fähigkeit­en beim Benutzer voraus­set­zt:

“Wenn Tas­ten­drücke nicht mehr bemerkt wer­den”, so ste­ht dort sin­ngemäß, “dann drück­en Sie andere Tas­ten, und es geht wieder.” Alte PC-BIOS-Ver­sio­nen, daran erin­nere ich mich, hat­ten ähn­liche Auf­forderun­gen im Reper­toire: “Es wurde keine Tas­tatur erkan­nt; drück­en Sie eine beliebige Taste, um fortz­u­fahren.”

Gute, alte Zeit.

PolitikNetzfundstücke
Kurz verlinkt LVII: Falsches Mitgefühl

Wie großzügig:

US-Präsi­dent Barack Oba­ma hat sich besorgt über mögliche glob­ale Fol­gen der Euro-Krise geäußert.

Weil näm­lich:

Besorgt äußerte er sich über mögliche glob­ale Fol­gen der Euro-Krise. Die Sit­u­a­tion in Europa werde zweifel­s­los auch Fol­gen für die US-Wirtschaft haben, sagte Oba­ma (…).

Denn wie schnell verblasst doch das eigene Unver­mö­gen, wenn man mit den Fin­gern auf andere zeigen kann. Die dro­hende Staat­spleite der Welt­macht USA erscheint doch viel entspan­nen­der, wenn gle­ichzeit­ig der Euro schwächelt.

Wenn nicht mal auf den Euro mehr Ver­lass ist, wo hinein soll man dann noch zukun­ftssich­er investieren kön­nen, so als US-Amerikan­er?
Vielle­icht doch mal wieder in Immo­bilien — das ist ange­blich eine tod­sichere Anlage.

Montagsmusik
Lou Reed — Ecstasy

In unser­er beliebten Rei­he “Alte Män­ner, die zu fan­tastis­ch­er Musik Texte sin­gen, die sich bes­timmt auf irgend­was beziehen” sehen Sie heute Lou Reed mit dem Titel “Ecsta­sy” von seinem gle­ich­nami­gen Album.

Lou Reed (4–21) ecstasy.Live 2000 Düs­sel­dorf

I’m going to the café, I hope they’ve got music
and I hope that they can play -
but if we have to part
I’ll have a new scar right over my heart;
I’ll call it ecsta­sy.

PolitikPiratenpartei
Zu den niedersächsischen Kommunalwahlen 2011

Die Kom­mu­nal­wahlen in Nieder­sach­sen sind nun weit­ge­hend entsch­ieden, und eine Gemein­samkeit all der beteiligten Bezirke ist festzustellen: Beina­he über­all, wo die Piraten­partei antrat, kon­nte sie auch Sitze errin­gen, den diversen Unken­rufen, die Pirat­en kämen eh nicht rein, zum Trotz. ‘Zu den nieder­säch­sis­chen Kom­mu­nal­wahlen 2011’ weit­er­lesen »

FotografieKaufbefehleMusikkritik
Herzberg unterm Dach

Buntes AllerleiWährend das Burg-Herzberg-Fes­ti­val nach Jahrzehn­ten des Beste­hens eine gewisse Bekan­ntheit erlan­gen kon­nte, ist der Ableger “Herzberg unterm Dach”, eine eben­falls jährliche, aber nur ein­nächtige Ver­anstal­tung, noch immer ein Geheimtipp. Sel­bi­gen allerd­ings nutzte ich, um mich am Abend des 9. Sep­tem­ber dort einzufind­en. In diesem Jahr fand das “Herzberg unterm Dach” in der “Fab­rik”, also ein­er (offen­bar still­gelegten) Fab­rik in Ham­burg-Altona, statt. Bere­its vor dem Beginn — der Ein­lass begann gegen 19 Uhr, das eigentliche fes­ti­val gegen 20 Uhr — inspizierte ich, wie es so meine Art ist, zuerst ein­mal das angereiste Pub­likum.

Eine Über­schnei­dung mit der Klien­tel des anderen diesjähri­gen Musik­festes kon­nte ich nicht vorstellen, denn mit­te­lal­ter­lich gek­lei­det war nie­mand, stattdessen lief man in aller­lei psy­che­delisch kolo­ri­erten Klam­ot­ten herum. Diverse Haschis­chschwaden später begann dann der Ein­lass, und die kleine Fab­rik füllte sich; “füllte” allerd­ings wäre wahrlich etwas viel gesagt, denn sowohl auf den Sitzrän­gen als auch auf der Tanzfläche vor der Bühne war noch reich­lich Platz, der im Laufe des Abends allerd­ings erst knap­per und dann wieder weniger knapp wurde.

Mit Heimvorteil eröffnete die Ham­burg­er Com­bo Cos­mic Fin­ger, in der Tra­di­tion der Grate­ful Dead (von den Ver­anstal­tern kon­se­quent falsch “Grate­ful Death” genan­nt, ste­hend, den Abend. Da dieser US-amerikanisch geprägte Blues­rock aber mein­er musikalis­chen Präferenz nicht entspricht, verzichtete ich darauf, besagte Com­bo fotografisch festzuhal­ten. Allen­falls ist zu sagen: Der Front­mann geht einem mit seinem gekün­stelt wirk­enden Gegrinse und Gezap­pel mal so was von auf den Zeiger, dass auch Leute, die von der­ar­tiger Musik eher pos­i­tiv beein­druckt sind, bess­er Abstand von Fil­mauf­nah­men nehmen und sich eventuell dann trotz­dem mal eines der Alben anhören.

Bess­er waren da Ashesh & Nekhvam aus Nepal, die eben­falls Blues­rock zele­bri­erten, sich aber größte Mühe gaben, sich das nicht anmerken zu lassen. Angekündigt als Jimi-Hen­drix-Cover­band feuerten sie stattdessen ein mal im Ston­er Rock, mal im Blues­rock behei­matetes Klangfeuer­w­erk ab, das auch wegen des markan­ten Gesangs des Gitar­ris­ten Ashesh Dan­gol (die Namen­sähn­lichkeit zu “Haschisch” ist also natür­lich nur Zufall; auf einem Hip­piespek­takel dur­chaus eine Sel­tenheit) mitunter die guten, alten Tage der Led Zep­pelin her­auf­beschwor. Getrübt wurde der Auftritt nur von den ziem­lich miesen Klangeigen­schaften der “Fab­rik”, die die eigentlich ziem­lich pri­maen Musik­er wie durch ein dumpfes Kissen fil­terte. Der hal­len­typ­is­che Hall (heißt ja nicht umson­st so!) tat ein übriges; nicht so, dass es alles ruiniert hätte, aber man wäre schon ges­pan­nt gewe­sen auf eine etwas “reinere” Dar­bi­etung des, nun ja, Darge­bote­nen.

Schw­er­er wogen die Qual­ität­sein­bußen bei Vibravoid aus Düs­sel­dorf, die das “Herzberg unterm Dach” mit ihrem von den frühen Pink Floyd bee­in­flussten Psy­che­del­ic Rock been­de­ten und gle­ichzeit­ig ihre neue CD “Live at Burg Herzberg Fes­ti­val 2011”, aufgenom­men im Juli, mit­bracht­en, denn obwohl sie zweifel­sohne zu dem Besten gehören, was Deutsch­lands Musik­er­szene momen­tan zu bieten hat, beein­trächtigten unab­sichtliche Rück­kop­plun­gen und, wieder mal, der dumpfe Hall den Hör­genuss.

Das bedeutet allerd­ings nicht, dass man als Kon­sument keine Freude gehabt hätte an den Klang­wän­den, die die vier Musik­er auf die ver­sam­melten Psy­che­delicfre­unde losließen. Mitreißend näm­lich waren sie (die Klang­wände) stets. Hör­bar prof­i­tiert hat von diesen Effek­ten gar das Abschlussstück, eine grandiose Ver­sion von Pink Floyds “Set The Con­trols For The Heart Of The Sun”, das Vibravoid bere­its auf dem Burg-Herzberg-Fes­ti­val 2011 spiel­ten und das auf ihrem diesjähri­gen Album Mind­drugs enthal­ten war:

Dass es sich um eine Cov­erver­sion han­delt, bedeutet allerd­ings nicht bloße Kopie, denn Vibravoid spendierten dem Stück einen aus­gedehn­ten Mit­tel­teil aus Klang­ex­per­i­menten, die sich har­monisch in das Gefüge der übri­gen Stücke des Abends ein­fügten, denn exper­i­mentelle Klänge liefer­ten Vibravoid sozusagen im Minu­ten­takt ab. Obwohl es bere­its weit nach Mit­ter­nacht war, war an Schläfrigkeit nicht zu denken. Gegen 2 Uhr mor­gens schließlich verebbten die let­zten Tak­te von “Set The Con­trols …” und das fes­ti­val war vorüber.

Natür­lich ist das ins­ge­samt keines­falls mit dem “großen” Burg-Herzberg-Fes­ti­val ver­gle­ich­bar, natür­lich ist eine Nacht mit drei Musik­grup­pen, oben­drein nicht ein­mal unter freiem Him­mel, nicht genug, um des Blu­menkindes Herz tage­lang höher schla­gen zu lassen. Als Ausklang des Fes­ti­val­som­mers 2011 aber kon­nte das “Herzberg unterm Dach” voll und ganz überzeu­gen; und min­destens Vibravoid live erleben zu kön­nen ist den Besuch ein­er jeden Ver­anstal­tung dieser Art wert.

Hin und wieder lohnt es sich eben doch, über den Teller­rand hin­weg zu schauen.

In den NachrichtenNerdkrams
Endlich: Onlineversionen von Offlineprogrammen jetzt auch offline!

(Vorbe­merkung: Nach eini­gen anfänglichen Tweets hierzu habe ich beschlossen, dann doch mal einen län­geren Text zu schreiben, um der ausufer­n­den WTFigkeit — Wort soeben erfun­den — gewiss­er Neuerun­gen angemessen Respekt zu zollen.)

Heute ist die erste deutsche Aus­gabe des Wired-Mag­a­zins erschienen, und ich würde es an dieser Stelle gern aus­giebig für blöd befind­en, allein schon deshalb, weil dort zahlre­iche Lobpreisun­gen ver­linkt sind und ich eine aus­ge­wo­gene Mei­n­ungsvielfalt im Inter­net für wichtig halte. Lei­der jedoch hat­te ich noch keine Gele­gen­heit, es zu erwer­ben, und ich befürchte, bis ich das nachge­holt habe, war ix schneller als ix ich. Also befinde ich stattdessen etwas anderes für blöd.

Und zwar was von Google.

Dass ich Google nicht mag und auch für die Arbeit mit Com­put­ern Drit­ter grund­sät­zlich erst mal eine andere Stan­dard-Such­mas­chine ein­stelle, ist hin­länglich bekan­nt. Das allein ist aber noch kein Grund, alles zu zerre­den, was von diesem Unternehmen stammt, denn da hätte ich wahrlich viel zu tun. Aktuell aber wird in den üblichen Tech­nikblogs mal wieder eine Google-Erfind­ung als drin­gend benötigte Lösung für ein wichtiges Prob­lem gepriesen, die ihren Nutzen eigentlich nur aus sich selb­st zieht.

Ein wenig Geschichte: Im Feb­ru­ar 2010 been­dete Google seine Unter­stützung für das Pro­jekt Gears, das mit­tels eines Plu­g­ins die Offli­nenutzung von Webin­hal­ten ermöglichen sollte. Unter anderem lieferte die Plat­tform Word­Press eine Unter­stützung für diese Tech­nik mit, so dass man zum Beispiel sein Blog auch offline pfle­gen kon­nte. Das war nur wenig ver­wun­der­lich, trieb Google doch zur gle­ichen Zeit die voll­ständi­ge Ver­net­zung jeglich­er anfal­l­en­den Auf­gaben und ihre Ver­lagerung in die cloud aktiv voran, wobei ins­beson­dere das Flag­gschiff “Google Mail” maßge­blich war, ver­suchte man doch dort, die Nutzung eines eigen­ständi­gen Mail­pro­gramms so über­flüs­sig wie möglich zu machen; über­wiegend sog­ar mit Erfolg, denn nur wenige Google-Mail-Nutzer ver­wen­den, wie eine Umfrage im Bekan­ntenkreis ergab, noch etwas anderes als die Webober­fläche.

Mit “Google Text & Tabellen” hat Google seit eini­gen Jahren auch eine Alter­na­tive zu inter­net­basiert­er Bürosoft­ware wie Think­Free Office oder zum Beispiel dem Piraten­pad im Reper­toire, aus­gerichtet auf gemein­schaftlich­es Bear­beit­en, etwa zur Besprechung von Pro­jek­tzie­len in größeren Teams. Für solch­es kol­lab­o­ra­tives Edi­tieren sind solche Plat­tfor­men tat­säch­lich eine grandiose Erfind­ung, ob nun von Google oder von sonst­wem umge­set­zt; dass man aber nicht seine kom­plette Kor­re­spon­denz in der cloud able­gen sollte, ist bekan­nt, und sei es nur auf­grund des nahe liegen­den Prob­lems, dass man manch­mal auch an seine Doku­mente gelan­gen kön­nen möchte, wenn man fernab von jeglich­er Inter­netverbindung herumgurkt.

Caschy zum Beispiel gurk­te der­art nicht nur per Verkehrsmit­tel, son­dern auch sprach­lich herum:

Ich war ja die Tage mit dem Zug durch die Pam­pa unter­wegs. Ich sage euch: mobiles Leben my ass! (…) Worauf ich hin­aus will: nicht immer haste Netz, wohl aber vielle­icht Dat­en in der Cloud – und auf eben diese kannste nicht zugreifen. Mööööp.

Tja. Mööööp. Zum Glück hat sich Google jet­zt etwas total Neues, Großar­tiges, Aufre­gen­des aus­gedacht:

Jau, [jet­zt] gibt es auch die Möglichkeit, die Google Docs offline zu nutzen.

Das Ganze funk­tion­iert so ähn­lich wie Gears, läuft aber nur noch unter Chrome/Chromium und mag Fire­fox, Safari und den Inter­net Explor­er nicht mehr. Es ist sozusagen eine unflex­i­ble Kopie von Gears; und darin beste­ht dann auch die wirk­liche Neuerung: Es kann weniger. Nichts­destotrotz ertö­nen die Jubel­rufe mit Ohren betäuben­der Inten­sität, als hätte Google ger­ade das Inter­net neu erfun­den.

Dabei umge­ht diese “Offline­funk­tion” eigentlich nur den Nachteil, den die diversen Dien­ste von Google gegenüber den Pro­gram­men, denen sie Konkur­renz machen sollen, bis heute immer noch hat­ten, näm­lich, dass ohne Inter­netverbindung alles zum Erliegen kommt. E‑Mails mehr oder weniger durch­such­bar archivieren kann meines Wis­sens jedes Mail­pro­gramm, und E‑Mail ist schon älter als das “World Wide Web” selb­st; und, um beim The­ma zu bleiben, bis zu erwäh­n­ter Ankündi­gung von Google scheinen einige Leute ja wirk­lich arge Schwierigkeit­en gehabt zu haben, wenn sie mal eben ohne Inter­ne­tan­schluss einen Brief oder eine Tabelle oder so etwas schreiben oder erstellen woll­ten. Offline genutzt ent­fällt näm­lich der Aspekt des kol­lab­o­ra­tiv­en Edi­tierens aus tech­nis­chen Grün­den. (Kein Inter­net = keine cloud, so ein­fach ist die Gle­ichung.)

“Hm, wie schön wäre es doch, gäbe es so etwas wie ‘Google Text & Tabellen’ auch für Com­put­er, die zeitweise oder dauer­haft nicht im Netz sind”, hat man sich da bei Google vielle­icht gedacht.
Wer weiß, vielle­icht ersin­nt man sog­ar längst den Nach­fol­ger von “Google Text & Tabellen” für ebendiese, der nicht mal mehr einen Brows­er benötigt?

Ander­er­seits: Gibt es ja schon.

Jau.

Netzfundstücke
Kurz verlinkt LVI: Flirten für Mädchen von “Mädchen” (Magazin)

Wer sich übri­gens wun­dert, wieso junge Mäd­chen oft ein so verk­lärtes Bild von inter­hu­ma­nen Aktiv­itäten (ewige Liebe mit süßen boys und was man halt so nen­nt) haben, dem sei es ger­at­en, ab und zu mal einen Blick in eines dieser her­rlich blö­den Mäd­chen­magazine zu wer­fen.

Klopfer hat es getan:

Wenn ich mal eine Tochter habe, ver­bi­ete ich ihr Face­book; anscheinend ist es für die heutige Jugend ohne Face­book unmöglich, sich zum Geschlechtsverkehr zu verabre­den.

Ach, deswe­gen wollen da alle sein … :mrgreen:

Unbe­d­ingt lesenswert, da (bedauer­licher­weise) amüsant!

Piratenpartei
Basisdemokratie und ihre Tücken

Und sie haben es doch getan.

Die Wolfs­burg­er Pirat­en haben, basis­demokratisch mit der Mehrheit des Vor­standes (also mit unge­fähr drei Stim­men), beschlossen, wie die anderen Parteien auch Erst­wäh­ler­dat­en zu kaufen, um mit deren Hil­fe Erst­wäh­ler darauf aufmerk­sam zu machen, dass Adres­seinkauf möglich ist und wir als Piraten­partei das nicht gut find­en. Das entsprechende Flug­blatt stammt ursprünglich aus dem Wahlkampf in Baden-Würt­tem­berg und lässt mich doch an der geisti­gen Leis­tungs­fähigkeit manch­er Pirat­en zweifeln.

Wir sind uns, da lässt die gegen­wär­tig laufende Diskus­sion keinen Zweifel zu, weit­ge­hend einig, dass Adresshan­del kein Kava­liers­de­likt ist, haben vor zwei Jahren auch für den (übri­gens schreck­lich ein­fall­s­los betitel­ten) “Opt-Out-Day” gewor­ben, also für die gemein­schaftliche Unterbindung der Adress­daten­weit­er­gabe seit­ens der Behör­den. Ein­mal ganz abge­se­hen davon, dass dieses “Opt-Out” auf Kom­mu­nalebene nichts ver­loren hat, denn die Kom­munen haben auf diesen Teil der Lan­despoli­tik keinen Ein­fluss:

Geht’s noch, Wolfs­burg­er Pirat­en?

Eine Partei, die meine Dat­en kauft, um mich dann schriftlich darauf hin­weisen zu kön­nen, dass sie meine Dat­en kaufen kann und das eigentlich voll blöde find­et, mag inhaltlich Recht haben, liegt aber ide­ol­o­gisch genau so daneben wie Leute, die “Micro$uck” und “Win­doof” schreiben, aber nicht im Traum darauf kämen, etwas anderes als Win­dows zu nutzen. Wobei die Wolfs­burg­er Pirat­en ohne­hin ein merk­würdi­ger Vere­in sind, hat der Vor­stand doch neben­bei auch noch beschlossen, aus­gerech­net auf Face­book bezahlte Wer­bung zu schal­ten. (Face­book ist, wir erin­nern uns, nicht nur das medi­al gepriesene neue Mit­mach-Inter­net, son­dern wegen seines aggres­siv­en Mark­tver­hal­tens auch das roteste aller Tüch­er für uns Kern­pirat­en. [Kern­pirat­en sind, wir erin­nern uns, das Gegen­teil von Vollpi­rat­en: Wir lehnen das “Voll­pro­gramm” ab und konzen­tri­eren unsere Energien lieber auf unsere Kern­the­men Trans­parenz, Basis­demokratie und Daten­schutz.])

Fol­gerichtig fall­en auf der Mail­ingliste Begriffe wie “Ver­räter­partei”, die üblichen Gegen-Pirat­en-Het­zblogs schwadronieren sich ähn­lichen Unsinn zusam­men, aber halt: Die Piraten­partei ist eine Basis­demokratie. Wie son­st nir­gends gilt bei der Piraten­partei nicht das Prinzip “pars pro toto”. Die Wolfs­burg­er Pirat­en sind nicht die nieder­säch­sis­chen Pirat­en, die nieder­säch­sis­chen Pirat­en sind nicht die Piraten­partei.

Keines­falls also diskred­i­tiert dieses Vorge­hen die Piraten­partei als “unwählbar” oder gar als “Ver­räter­partei” (diesen Sta­tus möchte ich per­sön­lich der SPD auch nicht nehmen, ist er doch der einzige, der ihr noch bleibt); es ist vielmehr ein weit­er­er Beleg dafür, dass man beim Wählen nicht auf tolle Plakate und dummes Gesülze in den Medi­en acht­en sollte, son­dern darauf, wofür diese Parteien eigentlich ein­treten.

Die Wolfs­burg­er haben sich entsch­ieden, piratis­che Ziele (Aufk­lärung über staatlichen Daten­schutz) mit unüblichen Mit­teln (Aus­nutzen dessen, was man eigentlich bekämpfen möchte) zu ver­fol­gen. Dass das nun, da es zu spät ist, vor das Lan­dess­chieds­gericht getra­gen wurde, kann diesen Ver­trauens­bruch selb­stver­ständlich nicht rel­a­tivieren.

In ein­er Basis­demokratie wie der Piraten­partei zählt jede Stimme. Das führt manch­mal dazu, dass die ver­meintliche Parteilin­ie deut­lich über­schrit­ten wird; man sollte jedoch nicht vergessen, dass zu diesen Stim­men immer auch Gegen­stim­men ertö­nen, etwa die von Miles Möller, mir fre­undlicher­weise das auszugsweise Zitieren genehmigt habend:

Wenn mich ein Braun­schweiger (nur als Beispiel) fragt, dann überzeuge ich gerne, dass er die Pirat­en wählt.

Wenn mich jet­zt ein Wolfs­burg­er fragt, wird meine Antwort die gle­iche sein, wie für jede andere Ver­räter­partei auch!

Wen­ngle­ich ich hier inhaltlich d’ac­cord gehe, miss­fällt mir die For­mulierung doch ein wenig; also etwas milder aus­ge­drückt auch so:

Mir sind die Piraten­werte wichtiger als ein paar Wäh­ler­stim­men! Ich will für das gewählt wer­den, wofür wir ste­hen! Wenn der Wäh­ler das so nicht für “ok, die wäh­le ich” hal­ten, ist das schade, aber damit kann ich leben!

Wir sind Pirat­en, weil wir für etwas ste­hen, was wir nie aufgeben soll­ten. “Wir haben Werte und kämpfen für sie”, was zwar unpop­ulär sein mag, aber uns wenig­stens aufrecht für unsere Ziele ein­ste­hen lässt: Wer näm­lich seine poli­tis­chen Forderun­gen je nach Frak­tion­szwang neu definiert, der hat zwar große Chan­cen auf einen großen Wahler­folg, so lange die Wäh­ler nicht bemerken, dass er jedem etwas anderes erzählt, aber er hat kein Pro­fil mehr.

Wom­öglich spreche ich jet­zt nur für mich, und man möge es mir verzei­hen, wenn das verse­hentlich wie ein Kom­pro­missvorschlag klingt, aber ich ste­he lieber hin­ter ein­er Partei, die über vier Prozent nicht hin­auskommt, als hin­ter ein­er Partei, die Wahlkampf als Abfis­chen von Wäh­ler­stim­men um beina­he jeden Preis missver­ste­ht.

Basis­demokratie bedeutet auch, ein­fach mal dage­gen sein zu kön­nen. Ich bin dage­gen, dass Wolfs­burg­er diesen frag­würdi­gen Adresshan­del mit ihrer Stimme belohnen. Ich bin dage­gen, dass die Wolfs­burg­er Pirat­en auch nur eine einzige Stimme für den Schaden bekom­men, den sie unser­er vorge­blich gemein­samen Sache in der Öffentlichkeit ange­tan haben. Nichts­destotrotz bin ich dage­gen, außer­halb Wolfs­burgs an der Wahlurne Sip­pen­haft zu beantra­gen. “Mit­ge­fan­gen, mit­ge­hangen” gilt in der Piraten­partei eben nicht.


Das mit dem Adresshan­del übri­gens ist den Wind, den die Blo­gosphäre darum macht, nicht ein­mal wert:

Auskün­fte über Vor- und Fam­i­li­en­na­men, akademis­che Grade sowie gegen­wär­tige Anschriften dür­fen laut dem Vorstoß für ein Bun­desmeldege­setz nur noch für Wer­bung und Adresshan­del her­aus­gegeben wer­den, wenn die betrof­fene Per­son ein­er entsprechen­den Über­mit­tlung zuges­timmt hat. Die Spe­icher­frist für Melde­dat­en nach Wegzug oder Tod soll auf fünf Jahre beschränkt wer­den.

Ironie, süße Ironie.

Persönliches
Impressionen: Romantische Betrachtung eines Morgens im September nach durchregneter Nacht (Versuch 5)

Noch schlaftrunk­en, vor der ersten Tasse Kaf­fee, von zu viel Regen in der ver­gan­genen Nacht zuver­läs­sig daran gehin­dert, sich in aus­re­ichen­der Menge san­ftem Schlum­mer hinzugeben, begin­nt man den Tag mit der lauen Sep­tem­ber­luft. Es riecht nach Regen, nach Frei­heit, ein biss­chen nach ihr, und man fühlt sich drei Jahre jünger, wenn nicht gar vier; unwillkür­lich entlässt man einen tiefen Seufz­er aus Regio­nen des Kör­pers, die man längst vergessen (oder ver­drängt?) hat­te, in die san­fte Brise, die ger­ade, just in diesem Moment, die Sor­gen aufn­immt und zer­streut, und man möchte den Wind gern fra­gen, ob er mit der­sel­ben Leichtigkeit auch Trä­nen wegzuwe­hen ver­mag, aber man ist mit den Jahren gereift und so ein scheißra­tionaler Men­sch gewor­den, der nicht mehr mit dem Wind spricht.

Und als hätte der Wind das bemerkt, lässt er die Bäume ein Lied sin­gen; ein Lied, dessen Refrain mich ihren Namen nicht vergessen lässt.

Es ist klar, der Regen wäscht auf jeden Fall
weg, was war, und es erscheint mir über­all -
schenkt er auch neues Leben, ’ne neue Chance für jeden,
wenn Son­nen­licht durch Wolken bricht wie nach ’nem Som­mer­re­gen.

– Die Fan­tastis­chen Vier: Som­mer­re­gen

KaufbefehleMusikkritik
Discorporate Records: Querschnitt 2011

Wer übri­gens, wie so viele andere Men­schen, am Son­ntag noch nichts besseres vorhat, dem sei der diesjährige sam­pler der Plat­ten­fir­ma Dis­cor­po­rate Records ans Herz gelegt, bei der unter anderem exzel­lente Musik­er wie etwa The Sea­son Stan­dard unter Ver­trag ste­hen. Wie viele andere Indiela­bels — wie auch immer man dieses “Indie” zu definieren beliebt — gibt es sozusagen zum kosten­losen Anfix­en (denn tat­säch­lich ist diese Art von Musik eher Droge als Kon­sumpro­dukt) gele­gentliche Auszüge aus ihrem Kat­a­log zum kosten­losen Run­ter­holen.

Auf dem “Sam­pler 2011”, den übri­gens ein wirk­lich hüb­sches Titel­bild ziert, sind The Sea­son Stan­dard zwar nicht zu hören, wohl aber der eben­falls großar­tige Ableger SchnAAk und Auszüge aus dem Debü­tal­bum der Öster­re­ich­er broken.heart.collector, das, neben­bei, gute Chan­cen hat, die diesjährige Jahres­rückschau zu zieren.

Der ganze Spaß kostet nichts, jedes Lied ist auf bandcamp.com (scheint das neue MySpace zu wer­den) für lau anzuhören, herun­ter­laden kann man das Gesamtarchiv eben­falls ohne nöti­gen Obu­lus als MP3, FLAC, AAC oder wonach einem ger­ade der Sinn ste­ht. Wer seine E‑Mail-Adresse lieber nicht irgendwelchen obskuren Musikan­bi­etern zur Ver­fü­gung stellt, der find­et die MP3-Ver­sion auch bei eMule.

Wärm­stens emp­fohlen!

LyrikPolitik
Leere Gesichter

Wie aus­druck­s­los, wie lebens­müd’,
wie todesnah, wie leer
sind, wie man dort oben sieht,
eure Gesichter!

Denn über­schwänglich, siegestrun-
ken hab’n eure Genossen
zur Anse­hensverbesserung
das Aufhän­gen beschlossen.

Dabei haben sie allerd­ings die schwarzen Markierun­gen eben­so “überse­hen” wie die Schriftzüge, die darauf hin­deuteten, dass dort, wo ihr, “Linke”, statt eure naturgemäß eher aus den unteren Gesellschaftss­chicht­en stam­mende Klien­tel mit so was wie Poli­tik zu über­fordern, lieber die immer­gle­ichen Vis­agen (“Oskar kommt” ein­self) platziert habt, eigentlich andere Parteien, namentlich Grüne und Pirat­en hät­ten plakatieren sollen; in anderen Worten: Ihr, “Linke”, habt ohne Rück­sicht auf Ver­luste — teil­weise wur­den auch Plakate der Piraten­partei überklebt — ver­sucht, eurem Per­so­n­enkult Gehör zu ver­schaf­fen, und befind­et euch dabei in bester Gesellschaft mit der F.D.P. und der SPD, die, statt auf den nun wirk­lich nicht ger­ade knapp bemesse­nen Plakat­flächen auch nur ansatzweise etwas darüber zu erläutern, wofür sie sich eigentlich poli­tisch ein­set­zen, ein paar bekan­nte Gesichter und blöde Einzeil­er hingepappt haben. Eigentlich, ihr Parteien, die ihr gar nicht erst ver­sucht, den Ein­druck zu erweck­en, ihr hät­tet auch so etwas wie Inhalt, kön­ntet ihr statt der üblichen hohlen Phrasen genau so gut “Ein ganz­er Kerl dank Chap­pi” hin­schreiben. Das würde auf diesen Plakatwän­den vielle­icht sog­ar ein wenig Platz sparen: Ein Plakat pro Partei genügt dann vol­lends.

“Ver­trau keinem Plakat — informi­er dich!”

Netzfundstücke
min.us, Revision September 2011

(Vorbe­merkung: Fol­gen­der lang­weiliger Com­put­er­beitrag ist eine Ergänzung zu einem anderen lang­weili­gen Com­put­er­beitrag und sollte als Empfehlung, nicht aber als Wer­bung ver­standen wer­den.)

Im Dezem­ber vorigen Jahres pries ich den noch jun­gen Bild­host­ing­di­enst min.us und ver­schriftlichte einen Wun­sch:

(…) kann ich nur hof­fen, dass die bei­den Betreiber dieses hüb­sche Exper­i­ment nicht irgend­wann als ein solch­es been­den.

Trotz der Bedenken ist min.us seit­dem nicht in die Bedeu­tungslosigkeit abgerutscht, son­dern wird stetig weit­er verbessert. Mit­tler­weile gibt es zahlre­iche Hil­f­spro­gramme wie etwa mobile apps, Browser­erweiterun­gen und Pro­gramme, die ein schnelles Hochladen sozusagen per Tas­ten­druck ermöglichen. Auch der Dienst selb­st gewin­nt ständig hinzu: Derzeit gibt es 10 Giga­byte dauer­haften Spe­icher­platz und 2 Giga­byte max­i­male Dateigröße für jedes Benutzerkon­to. Bei der Anmel­dung wird unverän­dert nur nach einem Benutzer­na­men und einem Pass­wort gefragt, mehr Dat­en wollen die Betreiber gar nicht haben, was min.us wohltuend von Dat­en sam­mel­nden Konkur­renten wie etwa dem unsäglichen Picasa (bald “Google Pho­to”) abhebt. Diese 10 Giga­byte kön­nen auch erweit­ert wer­den; pro gewonnen­em Benutzer gibt es ein Giga­byte oben­drauf. Dass min.us nun allerd­ings etwas auf­dringlich­er auf die Möglichkeit ein­er Anmel­dung hin­weist, ist nicht etwa ein Ver­such, zahlende Kund­schaft zu gewin­nen, denn auch weit­er­hin wird min.us auss­chließlich mit Spon­soren­geld finanziert, und die kosten­lose Nutzung ist auch weit­er­hin uneingeschränkt möglich. Man verzichtet dann lediglich, wie auch bish­er, auf die Möglichkeit ein­er Benutzer­ga­lerie und darauf, dass hochge­ladene Dateien auch nach mehr als 30 Tagen noch ver­füg­bar sind. (Da Dien­ste wie min.us aber ohne­hin eher für den schnellen Dateiaus­tausch als den Betrieb ein­er pro­fes­sionellen Bilder­ga­lerie konzip­iert sind, sollte dieser Aspekt nicht von Bedeu­tung sein.)

Auch die Gestal­tung der Web­seite wird gele­gentlichen Änderun­gen unter­zo­gen, momen­tan herrscht dezentes Grau:

Unverän­dert geblieben ist der­weil die Bedi­enung: Dateien (keines­falls nur Bild­dateien) kön­nen an beliebiger Stelle in das Browser­fen­ster gezo­gen wer­den, min.us erledigt den Rest. Man bleibt seinem Namen treu: Minus statt Plus, ein­fach statt mit Klick­o­rgien ver­bun­den.

(Dieses Konzept sollte man im Hause Microsoft übri­gens auch mal in Erwä­gung ziehen.)