Persönliches
Befindlichkeiten

Ich kam mehr als ein­mal in die missliche Sit­u­a­tion, den Heimweg mith­il­fe mir bis dahin unbekan­nter Dritte bestre­it­en zu müssen. Eigentlich gefällt mir das, denn in der Regel habe ich während­dessen Gele­gen­heit, die sozialen Umstände dieser Drit­ten sub­til zu erkun­den. Her­auszufind­en, wieso mich die Selb­stver­ständlichkeit, mit der sich viele Men­schen in ein Schick­sal, um das ich sie nicht benei­de, fügen, sehr ver­wun­dert und wieso sie das eigentlich tun, ist ein abwech­slungsre­ich­er Zeitvertreib.

Anlässlich der jüng­sten Sit­u­a­tion dieser Art entwick­elte sich erneut ein solch­es Gespräch. Als ich jedoch beiläu­fig erwäh­nte, dass ich ger­ade aus dem, zugegeben, etwas beängsti­gen­den Ort Lieben­burg kam, erschrak und ver­s­tummte mein bis dahin rede­freudi­ger Gesprächspart­ner. (In der aktuellen Aus­gabe des Mag­a­zins “Lin­ux Mag­a­zin” gibt es übri­gens ein Zwiege­spräch mit Miguel de Icaza, Grün­der des Gnome-Pro­jek­ts, zu lesen, der, gle­ich­falls rede­freudig, zu Pro­tokoll gab, dass die ständi­gen API-Änderun­gen und daraus fol­gende Inkom­pat­i­bil­itäten des Lin­ux-Ker­nels ein gewichtiger Grund dafür sind, dass Lin­ux als quellof­fenes Sys­tem keine Zukun­ft beim Endan­wen­der haben wird; sprach’s und tippte auf seinem iPad herum. Dur­chaus sehr lesenswert und nicht unwahr; aber ich schweife ab.)

Auf besagte Reak­tion des Mit­men­schen hin jeden­falls beeilte ich mich ihm zu ver­sich­ern, dass ich trotz der bekan­nten dor­ti­gen Irre­nanstalt (was ist schon nor­mal?) kein ent­laufen­er Insasse sei, son­dern lediglich ein­er Feier außer­halb und unab­hängig von jen­er Insti­tu­tion beige­wohnt hat­te; ander­er­seits nehme ich an, ähn­lich­es hät­ten auch ent­laufene Insassen geäußert. Das Gespräch ver­lief nun­mehr im Sande.

Dabei erstaunt es mich schon, wie kom­mu­nika­tions­freudig die son­st notorisch apathis­chen (“die da ohm machen eh, watt se wollen”) Leute hierzu­lande ger­ade sind. Ob das noch ein Rest von Som­mer ist? Selb­st im Super­markt wurde das der Aggres­sions­be­wäl­ti­gung nicht dien­liche “Sam­meln Sie Punk­te?” (nein, Frol­lein, das sähe auch merk­würdig aus) abgelöst von einem eige­nar­tig fröh­lichen “Danke für Ihren Einkauf und einen schö­nen Tag!”, als hätte der Erwerb eines Bech­ers Espres­so soeben die Fil­iale gerettet.

Es ist dem solcher­lei Wün­schen­den wahrschein­lich eher vol­lkom­men schnuppe, ob der Kunde den Tag wirk­lich als schön empfind­en wird oder ob der Wun­sch angesichts Dauer­re­gens und eigentlichen seel­is­chen Unwohl­seins zynisch wirkt und man gern “Sich­er nicht, Sie Pfeife!” erwidern würde, hätte man es nicht furcht­bar eilig. So jedoch murmelt man ein nach­den­klich­es “Eher nicht…” in den Raum, während man, eilends hin­aus schre­i­t­end, gedanklich schon diesen Text hier ver­fasst und sich außer­dem vorstellt, wie es wäre, hielte man das falsche Inter­esse verse­hentlich für ein echt­es und disku­tierte also mit dem Wün­schen­den aus­führlich über das Welt­geschehen. Die übri­gen Wartenden wür­den ver­mut­lich bin­nen weniger Sekunde in Rage ver­fall­en, denn ihre Zeit ist kost­bar und ihr Arbeit­splatz meist nicht davon abhängig, Inter­esse an dem Wohlbefind­en unsym­pa­this­ch­er Kun­den zu simulieren. Wie viele Kassier­er sie wohl heim­lich darum benei­den?

So wenig ich auch von der Indus­tri­al­isierung jedes Lebens­bere­ichs halte, so sehr erstrebe ich es doch, dass Kasse­nau­to­mat­en in Super­märk­ten eine große Ver­bre­itung find­en. Die hal­ten wenig­stens die Klappe.

Spaß mit Spam
Hallo! ich Leslie Rich

Ach, da schau her, man beflirtet mich erneut unter obigem Sujet und beweist dabei sog­ar Humor, denn bere­its die Ein­leitung ist zum Schreien:

Klopf, klopf:)

Here­in!

Wie geht es dir? Hoffe, Sie sind ok.

Ja, das Deutsche ist schon knif­flig mit diesem förm­lichen Sie. Aber kleine Pan­nen passieren selb­st Alteinge­sesse­nen; wer häu­figer mit dem ÖPNV fährt, der weiß das und ist sehr zu bedauern.

Ich sah Ihre E‑Mail und entsch­ieden sagen: “Hal­lo”.

Meine E‑Mail? Welche jet­zt? Und vor allem: Wo? Ich ver­misse sie näm­lich sehr und weiß nicht mehr, wo ich sie hin­gelegt habe.

Aber wie, Leslie, darf ich mir ein entsch­iedenes “Hal­lo” vorstellen? Mit ver­schränk­ten Armen und Auf­stampfen vielle­icht? Das wäre für­wahr sehr amüsant! (Und jet­zt, um noch eins oben drauf zu set­zen, stellen wir uns das entsch­iedene “Hal­lo” mit der Stimme von Angela Merkel vor. Fer­tig? Dann weit­er im Text.)

Ich weiß nicht, wer bist du, aber ich will check up mein Schick­sal.

(Ja, so redet die Jugend heutzu­tage.)

Ich bin ein junges Mäd­chen 24 Jahre alt, beschei­den, ehrlich, für­sor­glich und I ‘m eröffnet für neue Bekan­ntschaft.

“Ich bin jung, na ja, eher so mit­tel, aber super­toll, pri­ma und ein biss­chen beschei­den vielle­icht. Ach, und ich hab Bock zu vögeln.”

Wenn Sie inter­essiert sind schreiben Sie mir bitte zurück werde ich Ihnen weit­ere Infor­ma­tio­nen über mich.

… voren­thal­ten? Via Mail zusenden? Ander­er­seits: Let­zteres vielle­icht eher weniger, denn die tech­nis­chen Fähigkeit­en scheinen begren­zt. Immer­hin …

Ich gebe Ihnen mein foto, so kon­nte man mich sehen.

… fehlt der E‑Mail der angekündigte Anhang, was sich­er sehr schade ist. (Oder war das “geben” etwa wörtlich gemeint?)

Leslie Rich

Dr. med. Wurst

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Auch Ihnen ein fre­undlich­es lorem ipsum, Gnädig­ste!

In den Nachrichten
Kurz verlinkt LXII: Für’n Arsch.

Ihr kon­ntet es auf euren kotver­schmierten iPhone-Bild­schir­men vielle­icht bere­its lesen, liebe Leser:

Die Sta­tis­tik des Tages bere­it­et manchem ein merk­würdi­ges Gefühl in den Eingewei­den.

Jedes sech­ste Mobil­tele­fon weist ein­er britis­chen Studie zufolge Spuren von Fäkalien auf. Auf den betrof­fe­nen Handys fan­den die Wis­senschaftler der am Fre­itag veröf­fentlicht­en Studie Rück­stände des E‑Coli-Bak­teri­ums, das im Darm vorkommt und von dem bes­timmte Stämme tödlich sein kön­nen.

Zugegeben, zum Tele­fonieren ist so manch­es dieser mod­er­nen smart­phones ja nun nach­weis­lich nicht geeignet; aber ein der­art kreativ­er Ver­wen­dungszweck für diese mit einem großflächig kon­t­a­minierten touch­screen aus­ges­tat­teten lifestyle gad­gets wäre selb­st mir im Traum nicht einge­fall­en. Kör­per­hy­giene statt Kom­mu­nika­tion. Elek­tro­n­is­ches Toi­let­ten­pa­pi­er. Na dann: Wohl bekomm’s.

(Auch mal inter­es­sant: Die Realschule in Win­nen­den, an der der Amok­lauf stattge­fun­den hat, wurde ren­oviert und neu eröffnet. Jet­zt freuen sich alle, dass der Umbau so gut geklappt hat und kein­er mehr an den Amok­lauf denkt, aber an die Besei­t­i­gung der Missstände, die über­haupt zu jen­em Amok­lauf geführt haben, hat nie­mand gedacht. Tim K. lief sich­er nicht Amok, weil ihm die Möblierung miss­fiel. Sie wer­den es nie ler­nen.)

MusikKaufbefehleMontagsmusik
Magma — Ëmëhntëhtt-Ré (außerdem: Jean Louis)

Na, werdet ihr mon­tags auch nicht so recht wach, die Neben­wirkun­gen des Woch­enen­des noch in den Orga­nen?

Da ist Met­al sich­er eben­so wenig eine geeignete Maß­nahme wie das pubertäre Gekich­er irgendwelch­er Radiomod­er­a­toren. Wom­it man so einen Mon­tag viel bess­er begin­nen kann, ist Jazz; und zwar nicht irgen­dein Jazz, son­dern solch­er, der nach­haltig wirkt.

Zum Beispiel Zeuhl.

Und wenn die ehe­mals müden Glied­maßen nach so viel rhyth­mis­ch­er Bewe­gung wieder in betrieb­s­fähigem Zus­tand sind, empfehle ich anschließen­des wildes Gezap­pel zu den wilden Struk­turen des eben­falls franzö­sis­chen Jaz­zcore-Trios Jean Louis. “Jaz­zcore”? Jawoll:

Wenn es notwendig ist, bellt zu stampfend­en Rhyth­men eben ein Hund, dazu schrubbt ein zur Unken­ntlichkeit verz­er­rter Bass und zwei Trompe­ten erklin­gen gle­ichzeit­ig in ein­er Art elek­tro­n­isch-dis­so­nan­tem Singsang. Dann wieder wird es fast meta­lar­tig krass, schw­eres Ger­iffe bricht über den Hör­er hinein, nein, Rück­sicht nehmen Jean Louis dabei nicht.

Kun­st? Wahrschein­lich. Und Kun­st ken­nt kein Par­don.

In diesem Sinne: Guten Mor­gen!

Netzfundstücke
Kurz verlinkt LXI: Probleme.

Prob­leme hat das Unternehmen Google in der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Es kur­siert aber ein Google+-Beitrag eines Google-Beschäftigten, der ihn verse­hentlich für alle Besuch­er sicht­bar gemacht hat­te, dies aber dann doch noch bemerk­te und — zum Glück zu spät — den für interne Kreise bes­timmten Text löschte. Ja, Google und die Trans­parenz.

Worum es in besagtem Beitrag geht? Nun, der Schreiber nen­nt das größte Prob­lem von Google, gemessen an Konkur­renten wie Ama­zon und Face­book, beim Namen: Mit Plat­tfor­men haben sie es nicht so.

That one last thing that Google does­n’t do well is Plat­forms. We don’t under­stand plat­forms. We don’t “get” plat­forms. Some of you do, but you are the minor­i­ty.

Für jene, die der englis­chen Sprache zumin­d­est lei­dlich mächtig sind und schon immer mal her­zlich über Man­ag­er und Google-Inter­na lachen woll­ten, ist das eine großar­tige Lek­türe. (Vor­sicht, Geek­sprache enthal­ten.)


Prob­leme eher math­e­ma­tis­ch­er oder ähn­lich the­o­retis­ch­er Natur haben oft auch viele Darsteller in den Fil­men, in denen Men­schen mit fort­laufend­er Spielzeit immer weniger Klei­dung am Leib tra­gen. Dass die zu lösenden Prob­leme oft eher triv­ial sind, fällt dem Betra­chter dabei sel­ten auf, denn der Schnitt sorgt oft dafür, dass er davon abge­lenkt wird, zu bemerken, dass die Pro­tag­o­nis­ten oft zu blöd für die ein­fach­sten Auf­gaben sind.

Aber wofür gibt es das Deep Web Inter­net? Kon­se­quenter­weise ist den Prob­le­men auf Tafeln in so Fil­men eigens ein Blog gewid­met.

Viel Spaß und einen schö­nen Son­ntag!

In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstücke
Dennis Ritchie

Was bei den noch immer andauern­den Nachrufen auf Steve Jobs und die bange Frage, wie es denn nun mit Apple weit­erge­he, wohl mal wieder kein­er mit­bekom­men hat:

Am 9. Okto­ber 2011, nur wenige Tage nach Steve Jobs, ver­starb mit Den­nis Ritchie ein­er der wirk­lich essen­ziellen Per­sön­lichkeit­en der EDV-Geschichte, ohne den Apple ver­mut­lich eben­so wenig existieren würde wie Lin­ux und Win­dows in ihrer heuti­gen Form, denn er hat nicht nur die Pro­gram­mier­sprache C, die für spätere Entwick­lun­gen wie C++ und Java maßge­blich war, entwick­elt, son­dern auch einen wesentlichen Anteil an der Entwick­lung des Betrieb­ssys­tems Unix gehabt, aus dem später BSD (und, darauf basierend, Mac OS X) und viele weit­ere Betrieb­ssys­teme erwuch­sen. Selb­st Win­dows bedi­ent sich einiger Konzepte, die erst­mals in Unix zu find­en waren.

Kris­t­ian Köh­n­topp bringt es auf den Punkt:

Es ist abso­lut unmöglich, mit Com­put­ern zu arbeit­en und mit den Arbeit­en und den Ideen von Den­nis Ritchie nicht an jedem einzel­nen Tag in direk­ten Kon­takt zu kom­men.

Den­nis Ritchie war, anders als Steve Jobs, ein Mann der leisen Worte. Seine Per­son stand nie im Mit­telpunkt, seine Ver­di­en­ste für die EDV waren um so größer. Vielle­icht war das sein Fehler; eine kurze Umfrage in meinem direk­ten Umfeld ergab, dass nie­mand mit dem Namen Den­nis Ritchie etwas anz­u­fan­gen weiß, Steve Jobs jedoch ist ihnen allen bekan­nt.

Und so bleibt das Andenken an diesen Weg weisenden Mann, gestützt von nur weni­gen deutschen Medi­en, denen vor­be­hal­ten, die sich mit der Materie ohne­hin auseinan­der­set­zen. Dass sich ein US-Präsi­dent, ein­er der Grün­der von Microsoft und der Vor­standsvor­sitzende von Face­book kon­do­lent zeigen, war bei Steve Jobs noch beina­he eine Selb­stver­ständlichkeit — aber Den­nis Ritchie hat eben keine bun­ten lifestyle gad­gets ver­mark­tet, son­dern nur ihr Betrieb­ssys­tem maßge­blich mit­gestal­tet.

Und so wird Mark Zucker­berg ver­mut­lich dazu schweigen. Ander­er­seits: Vielle­icht ist das auch bess­er so.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz verlinkt LX: Die Bahn kommt (zu spät).

Wisst ihr schon, wer schuld daran ist, dass die Bahn ihre Fahrpläne nicht ein­hält? Nicht etwa inkom­pe­tente Ver­ant­wortliche oder ungewöhn­lich nor­males Wet­ter, son­dern die linke Szene, heißt es seit­ens der Bahn AG.

Man habe, hieß es, “an ver­schiede­nen Kabelschächt­en der Bahn Feuer mit elek­tro­n­is­chen Zeit­ge­bern und Brandbeschle­u­niger gelegt”. Obwohl nur ein­er dieser Brand­sätze los­ging und Sach­schaden anrichtete – an mehreren weit­eren Orten zün­de­ten ähn­liche Vor­rich­tun­gen nicht – hat­te die Aktion ihre Fol­gen. (…) Anfang dieser Woche kamen nun mehr als 300 Züge nicht oder mit deut­lich­er Verzögerung ans Ziel. Auf rund 17.000 Minuten sum­mierten sich die Ver­spä­tun­gen nach Angaben der Bahn.

Das bedeutet, die Anschla­gen­den sind für eine Ver­spä­tung von ins­ge­samt unge­fähr 10 Minuten ver­ant­wortlich — stimmt das so weit?

Aber was sind das eigentlich für Leute? Die SPD klärt auf:

Berlins SPD-Innense­n­a­tor Ehrhart Kört­ing erk­lärte, mit dem Anschlag habe er dem Link­sex­trem­is­mus “erneut sein hässlich­es Gesicht” gezeigt.

Ach, Entschuldigung — ver­lesen. Es heißt natür­lich:

Berlins SPD-Innense­n­a­tor Ehrhart Kört­ing erk­lärte, mit dem Anschlag habe der Link­sex­trem­is­mus “erneut sein hässlich­es Gesicht” gezeigt.

Warum die Anschla­gen­den irgen­dein­er poli­tis­chen Ide­olo­gie unter­wor­fen sein soll­ten, weiß nie­mand, das linke Blatt “taz” behauptet, zuerst sei dieser Vor­wurf aus Rei­hen der CDU gekom­men; was ja schon mal ein Fortschritt ist, denn es zeigt immer­hin, dass die CDU, eben­so wie die gle­ich­falls kon­ser­v­a­tive “WELT”, außer “islamistis­chem Ter­ror­is­mus” auch “linken Ter­ror­is­mus” ken­nt, wie andere Medi­en wiederum nur “islamistis­chen” und “recht­en” Ter­ror­is­mus ken­nen, denn gän­zlich unpoli­tisch könne man ja nicht sein, wenn man der Hek­tik dieser durch­poli­tisierten Gesellschaft mit “Entschle­u­ni­gung” begeg­nen wolle. In der “Tra­di­tion der RAF” jeden­falls, wie manch­er Kom­men­ta­tor behauptet, ste­hen die Atten­täter nicht, denn diese hat­te bere­its 1998 die “Stadtgueril­la” für über­holt erk­lärt.

Aber ob links, rechts oder Islamis­ten; wir wis­sen alle genau: Anschläge wie dieser lassen sich nur ver­hin­dern, indem wir jeden Com­put­er in diesem Land, von der Arm­ban­duhr bis zum Serv­er, lück­en­los überwachen, das Inter­net abschal­ten und in jedem Schlafz­im­mer Kam­eras instal­lieren. Kön­nte ja sein, dass dort Bomben gebaut wer­den.

(Das war jet­zt ein biss­chen über­trieben.)

Apro­pos über­trieben: Habt ihr auch schon alle den Inter­net Explor­er, den derzeit sich­er­sten Brows­er laut Microsoft, instal­liert?

KaufbefehleMusikkritik
London Underground: So was von 70-er.

In mein­er Samm­lung obskur­er musikalis­ch­er Auswüchse ent­deck­te ich soeben das 2010 veröf­fentlichte Album “Hon­ey Drops” von Lon­don Under­ground, ein­er ital­ienis­chen Psy­che­del­ic-Rock-Band.

“Psy­che­del­ic Rock” ist hier keines­falls ein verzweifel­ter Ver­such, das Gehörte in Schubladen zu steck­en. Tief atmen Lon­don Under­ground die Luft ein, in der The Kinks, The Unit­ed States of Amer­i­ca und weit­ere Heroen mit und ohne “The” einst standen, und von dem Schweißgeruch bleibt dem Sänger ver­mut­lich die Luft weg, denn “Hon­ey Drops” ist ein Instru­men­ta­lal­bum, aber ein wirk­lich gutes.

Es dominiert die Ham­mond-Orgel und die Lust am Cov­ern. Von den 12 Liedern sind neun Cov­erver­sio­nen auf dem Album zu find­en, was nie­man­den ern­sthaft stören sollte, denn Lon­don Under­ground spie­len nicht bloß alte Klas­sik­er nach, son­dern warten mit einem eige­nen Stil auf. So klingt Arzachels “Queen St. Gang” hier eben­so wenig nach Arzachel wie Jethro Tulls “Dhar­ma For One” hier nach Jethro Tull klingt, was selb­stver­ständlich bedeutet, dass die Orig­i­nale auch weit­er­hin nicht über­flüs­sig sind. (Ger­ade Arzachel ist für Fre­unde dro­gen­schwan­geren Psy­che­del­ic Rocks ein wahrer Schatz.) Dass auch die Bea­t­les (“Nor­we­gian Wood”) gecovert wer­den, ist beina­he unver­mei­dlich, war doch das Album “Rub­ber Soul” ein­er der Aus­lös­er der Psy­che­del­ic-Welle in den 60-er Jahren.

In anderen Worten und ein­er anderen Sprache:

All in all “Hon­ey Drops” is a fan­tas­tic album which should please all fans of retro-prog and instru­men­tal psy­che­delia.

Rein­hören und mögen wird wärm­stens emp­fohlen, zum Beispiel per YouTube.


Apro­pos obskur: Der bizarre Erfind­er und einzige Pro­tag­o­nist des gle­ich­sam bizarren Gen­res “Hip­piepunk”, Ey Lou Fly­nn, sucht in seinem bizarren Blog reim­be­gabte Kreative, es gibt auch was zu ge-Wii-nnen (ich bitte um Verzei­hung für dieses sehr vorherse­hbare Wort­spiel). Helft zahlre­ich!

PersönlichesFotografie
Leben am Feuer

(… und dann ergibt sich plöt­zlich diese Gele­gen­heit, und man find­et sich im Kreise unbekan­nter Gle­ichal­triger wieder, geschart um ein Feuer nach alter Feuer­ma­ch­tra­di­tion; “Wein, Weib und Gesang” mit ent­täuschend wenig Wein, aber um so mehr Likören. Das Sin­gen übern­immt zur all­ge­meinen Erle­ichterung die Kon­serve, bat­teriebe­trieben wie damals in’nen Neun­zigern und ohne MP3 und Inter­net drin.

Irri­tiert, doch amüsiert beobachtet man die Szener­ie, wie Äste und Jäger­mo­bil­iar Opfer der Flam­men wer­den, eben­so ver­schiedene Flaschen, und dass eine dieser Flaschen im Ver­lauf der Nacht detoniert und unan­genehme Fol­gen für die eigene kör­per­liche Unversehrtheit mit sich bringt, ist einem dann so was von egal, denn man fühlt sich nicht nur zehn Jahre jünger, son­dern auch zehn Jahre älter, und da macht es einem sowohl noch nichts als auch nichts mehr aus, denn immer­hin ist diese Zeit auch schon wieder bald zehn Jahre her.

Wild­fremde Betrunk­ene, die gern Brud­er­schaft trinken wür­den, stören eben­so wenig wie die klir­rende Kälte um die Feuer­stelle herum, denn ein Blick nach oben offen­bart Gren­zen­losigkeit. Während Rage Against The Machine vom Töten in frem­dem Namen sin­gen, ist all das unendlich weit weg; man würde gern seufzen, aber im Kreise unbekan­nter Gle­ichal­triger würde dem unweiger­lich eine Diskus­sion fol­gen, also seufzt man still in sich hinein. Die Sterne tanzen ihren Namen. “Weil wir oben auf sind und trock­en hin­ter den Ohren”, und der Betrunk­ene am Szenen­rand kön­nte davon sicher­lich ein schmutziges Lied sin­gen, schliefe er nicht.)

“Life is what hap­pens to you while you’re busy mak­ing oth­er plans.”
— John Lennon

Fotografie
Der leckerste aller Kaiser

Erstaunlich­es eröffnete sich mir heute in ein­er Fil­iale ein­er bekan­nten Han­dels­kette: Ein Kol­lege von Wil­helm, Franz und Karl dem Großen ist offen­bar in Tüten­form erhältlich.

(“Wie, Binde­striche sind noch nicht abgeschafft?”)

Auch nicht schlecht übri­gens staunte ich, als ich beim Ver­lassen der Fil­iale ein Gespräch ver­nahm. Eine Kundin schick­te sich an, der aus­geschriebe­nen Inven­tur beizu­wohnen. Es scheit­erte daran, dass sie nicht Schü­lerin, Stu­dentin oder Rent­ner­in, son­dern schnöde Arbeit­slose (“Arbeitssuchende”, das sagen sie alle und meinen es eigentlich sel­ten) war. Es tue ihr somit Leid, plap­perte die Zuständi­ge im Auf­trag der Fil­iale, aber Arbeit­slose stell­ten sie nicht ein.

Das war etwas sur­re­al, denn wem, wenn nicht Arbeit­slosen, gibt man denn heutzu­tage Beschäf­ti­gung? (Und sind Stu­den­ten nicht auch eigentlich Arbeit­slose unter anderem Namen?) — Ander­er­seits erk­lärt dieses Szenario, wieso ich in besagter Fil­iale nur sel­ten neue Mitar­beit­er erspähe: Ein Großteil der Inter­essen­ten ist ver­mut­lich ohne ander­weit­ige Beschäf­ti­gung.

(Immer­hin ist das mal ein gelun­gener Anreiz, nicht länger arbeit­s­los zu sein: Man darf an der Inven­tur teil­nehmen, ist man es nicht mehr. Vielle­icht ist das ein gutes Motiv für eine spätere Wer­bekam­pagne in der Arbeit­sagen­tur: “Sie sind mit Hartz IV zufrieden? Wussten Sie, dass Ihnen so die Chance ent­ge­ht, bei der Inven­tur zu helfen?” — Der anschließende Andrang dürfte über­wälti­gend sein!)

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusikPersönliches
Red Hot Chili Peppers — Get on Top

Wie wohl die meis­ten Jugendlichen mein­er Gen­er­a­tion durch­lebte auch ich im Laufe mein­er musikalis­chen Sozial­i­sa­tion eine Phase, in der ich des Öfteren Zeit mit Punks ver­brachte, und obgle­ich ich mich ihrer über­wiegen­den poli­tis­chen Radikalität — wie man als Jugendlich­er eben so ist: Wider­stand ist Leben­szweck — nicht anschloss, so besitze ich doch bis heute einige musikalis­che Andenken an jene Zeit in Form von CDs der Ham­burg­er Musik­gruppe Slime.

Als unlängst die neuen ver­meintlichen Erken­nt­nisse zum “Bun­de­stro­jan­er” bekan­nt wur­den, wäre dies eigentlich eine gute Gele­gen­heit gewe­sen, sich nochmals inhaltlich mit jenen Liedern zu beschäfti­gen, aber auch nach ein­er Dekade Bedenkzeit erschien mir plumpes “Mol­lis und Steine gegen Bul­len­schweine” noch zu niveau­los und undurch­dacht.

Also höre ich stattdessen etwas völ­lig anderes:

Viel bess­er!

In den NachrichtenNerdkrams
Medienkritik LVII: Steves Jobs

Ich hat­te mir fest vorgenom­men, das The­ma Steve Jobs an mir vor­beiplätsch­ern zu lassen wie den heuti­gen Regen­schauer. Zu emo­tion­al ist diese öffentliche Diskus­sion geführt wor­den und wird noch immer zu emo­tion­al geführt. Apple war Steve Jobs war Apple, so lautet der Kanon, nur den Refrain, dass Apple dann jet­zt wohl auch langsam einen qualvollen Tod stirbt, kommt nie­man­dem über die Lip­pen.

Über die tech­nis­che Rück­ständigkeit von Applepro­duk­ten, die sie bei Apple mit tollen bun­ten Bildern “auszu­gle­ichen” pfle­gen und damit bei ihrer Klien­tel unverän­dert Anse­hen gewin­nen, wurde ja bere­its viel geschrieben. Das iPhone 4S, das frenetisch gefeierte neue Mod­ell, ist tech­nisch dort ange­siedelt, wo die androide Konkur­renz schon vor einem Jahr stand. Inno­v­a­tiv? Ach, i wo!

Und es erschreckt mich beina­he ein biss­chen, dass inmit­ten der Welle an Lobpreisun­gen dann tat­säch­lich auch mal diese Kri­tik in den Medi­en — tra­di­tionell ohne­hin meist apple­nah — angekom­men ist, zum Beispiel auf faz.net:

(…) strenggenom­men hat er wed­er den Com­put­er, noch den dig­i­tal­en Musik­spiel­er, das Handy oder den Tablet­com­put­er erfun­den.

Erstaunlich; ich hat­te anderes ver­mutet!

Lei­der macht faz.net diesen einen guten und richti­gen Satz durch eine Menge Unfug wieder wett:

Ohne Jobs und Apple wäre der Com­put­er vielle­icht heute noch ein grauer, ungeliebter Kas­ten unter dem Schreibtisch und kein ele­gantes Tele­fon in der Hosen­tasche.

Vielle­icht kän­nte man bei faz.net ohne Jobs und Apple sog­ar den Unter­schied zwis­chen einem Tow­er-PC und einem Smart­phone und einem Tam­agotchi, in dem eben­falls “ein Com­put­er” arbeit­et; vielle­icht hat das alles aber auch gar nichts mit Jobs und Apple zu tun, denn wenn es um “ungeliebt” geht, rang­ieren zumin­d­est bei mir, ganz per­sön­lich, die über­teuerten Lifestyle-Plas­tik­bierdeck­el von Apple weit vor jedem “grauen Kas­ten” unter dem Schreibtisch. Die IBM-PCs hat­ten — und haben — den Appleäquiv­a­len­ten näm­lich eines voraus, und zwar die Offen­heit für jede Form der Erweiterung. Alles aus ein­er Hand, und der Her­steller dirigiert den Preisver­lauf? Na, wem’s gefällt.

Für seine Pro­duk­te musste auch die Tech­nik reif sein, die er nicht kon­trol­lieren kon­nte. Zum Beispiel die Über­tra­gung­stech­nik im Mobil­funk, die den Erfolg des iPhones erst möglich gemacht hat.

Dass die rel­e­van­ten Patente “im Mobil­funk” alle­samt Sam­sung und nicht Apple gehören und das mit der Vor­re­it­er­rolle damit wohl gek­lärt ist, ist übri­gens auch Bestandteil der aktuellen Kla­gen zwis­chen Sam­sung und Apple. Aber warum sollte man auch recher­chieren, wenn man einen inhaltlich fundierten Bericht über Steve Jobs abliefern möchte?

Ach, halt; das möchte man ja gar nicht:

Dass heute Kinder und ihre Großel­tern mit einem Com­put­er umge­hen kön­nen, ist in einem großen Maße Steve Jobs zu ver­danken.

Wir ler­nen: Win­dows und Lin­ux sind vol­lkom­men irrel­e­vant, und die Fir­ma Xerox, die bere­its in den frühen 1970-er Jahren eine grafis­che Bedienober­fläche samt Maus­be­di­enung entwick­elt hat­te, hat es nie gegeben. Da brauchte es schon einen Steve Jobs, der qua­si im Allein­gang und rück­wirk­end all das ganz allein erfun­den und entwick­elt und gebaut hat:

Heute berühren wir die Bild­schirme der Tele­fone mit den Fin­ger­spitzen, weil Jobs das iPhone genau so gebaut hat.

Ja, “er allein” (Bertolt Brecht), nicht etwa die chi­ne­sis­chen Sklave­nar­beit­er, die sich in Apples Fab­riken bis zum Selb­st­mord knecht­en lassen. Aber wen inter­essieren schon der­ar­tige Kinker­l­itzchen?

Steve Jobs mag ein riesiges Tal­ent gehabt haben, Apples Kun­den auch noch den ältesten Käse als brand­neue Inno­va­tion zu verkaufen (ja, selb­st Sprach­s­teuerung habe ich unter Win­dows schon in den 90-er Jahren in beina­he brauch­bar­er Qual­ität gese­hen); aber er war kein Heiliger, kein gottgle­ich­er Visionär, ohne den wir alle immer noch auf Bäu­men hock­en wür­den. Er war immer ein Ver­mark­ter, nie ein Entwick­ler. Sicher­lich würde ohne sein Tal­ent zur Ver­mark­tung die Com­put­er­welt heute anders ausse­hen. Apple hätte es wahrschein­lich nie gegeben. Die Rev­o­lu­tion des dig­i­tal­en Zeital­ters aber hat­te längst stattge­fun­den, als Apple gegrün­det wurde: Unix gab es schon ein paar Jahre, grafis­che Bedienober­flächen waren bere­its ein alter Hut, und selb­st Tablet-PCs waren bere­its erfun­den.

Es ist lei­der zu spät, die meis­ten Medi­en­schaf­fend­en von ihrem Irrweg abzubrin­gen; denen aber, die noch mit sich hadern, sei gesagt: Die kün­stliche Über­höhung der Per­son Steve Jobs errichtete einen Kult um jeman­den, der nie die treibende Kraft hin­ter dem war, was Apples Pro­duk­te in frühen Jahren ausze­ich­nete. Um Bedi­enkonzepte zu lizen­zieren, braucht man jeden­falls keinen kreativ­en Visionär, son­dern einen kühlen Geschäfts­mann. In den let­zten Jahren hat sich dieses Bild von Apple aber herumge­dreht: Es ging immer weniger um tech­nis­che Details und immer mehr um einen Lebensstil. Tech­nik war nie Steve Jobs’ eigentlich­es Jagdge­bi­et, er sah sich, wie man Apples diversen Präsen­ta­tio­nen ent­nehmen kon­nte, qua­si mehr als Heils­bringer. Wen inter­essiert es, ob die verkaufte Tech­nik der Konkur­renz über­legen ist, wenn sie nur ein Gefühl der awe­some­ness zu ver­mit­teln ver­mag?

In anderen, etwas schlichteren Worten aus­ge­drückt: Wäre Apple nicht mehr als “die Fir­ma von Steve Jobs”, kön­nte man nun ruhi­gen Gewis­sens sagen: Der Let­zte macht das iLicht aus.

Aber wäre das angemessen?

(“So … Apple has vacant Jobs now?”)

Netzfundstücke
Jappy: 2011 minus 1920 14

Zu den abwech­slungsre­icheren Tätigkeit­en während der ständi­gen Recherche nach Bericht­enswertem gehört es, hin und wieder plöt­zliche Ein­fälle zu haben und ihnen nachzuge­hen.

Vorhin zum Beispiel fiel mir plöt­zlich ein, dass ich von dem Vollp­fos­ten-Net­zw­erk Jappy.de seit ein paar Monat­en nichts mehr gehört hat­te, und aus Jux und ein biss­chen Langeweile wollte ich ein­mal nach­se­hen, warum das so ist; selb­stver­ständlich unter Berück­sich­ti­gung gewiss­er Daten­schutz­grund­sätze (man beachte ins­beson­dere den ein­drucksvollen Dep­pe­na­pos­troph):

Hier allerd­ings war ich offen­bar zu vor­sichtig, denn ich hat­te nicht gewah­nt, dass Jap­py seinen fehlen­den Jugend- mit über­vor­sichtigem Senioren­schutz wettmacht, der mich von ein­er erfol­gre­ichen Anmel­dung (mit anschließen­der Berichter­stat­tung und fol­gen­der Abmel­dung) mit ein­er Fehler­mel­dung abhielt:

Jappy.de: Achtung! du kannst dich erst bei Jappy anmelden, wenn du mindestens 14 Jahre alt bist.

Na, dann eben nicht.

FotografieNerdkrams
WLAN-Kabel

Sat­urn macht’s richtig: WLAN-Kabel sind selb­stver­ständlich in der Net­zw­erk­abteilung zu find­en.

(Abt.: Alte Witze, für die anderen Insin­ter­netschreibern ihr Serv­er zu schade ist.)

PolitikNetzfundstücke
YouTube und die Staatsverträge

Heyo auch, YouTube,

dass die GEMA euch zwingt, hin und wieder Videos schlechter und weniger schlechter Musik­er (zum Beispiel Bob Dylan) in guter alter deutschen­feindlich­er Tra­di­tion län­der­spez­i­fisch auszublenden, wie ihr ja auch für Besuch­er aus anderen Teilen der Welt gern mal irgend­was sper­rt, ist alt­bekan­nt. Der Grund für zumin­d­est ersteres ist ja, dass ihr der GEMA kein Geld zahlen wollt; raf­fgieriger Haufen, der das nun mal ist, sagt der Volksmund.

Eben­falls alt­bekan­nt ist es ja, dass es Deutsch­land finanziell eher mau geht, und die Schuld tra­gen Griechen­land und der Euro und die Banken und ver­mut­lich Hitler höch­st­selb­st, wenn man nur lange genug herum­fragt. Neu ist aber, dass sich das Geschäftsmod­ell der GEMA — Erpres­sung von deutschen Bürg­ern, um von US-amerikanis­chen Großkonz­er­nen dann doch noch irgend­wie Geld zu bekom­men — als lohnende Alter­na­tive auch in der Regierung herumge­sprochen hat.

Jet­zt mal ganz unter uns, YouTube, uns kön­nt ihr’s doch sagen: Will die Regierung etwa auch Geld von euch, zum Beispiel zum Schulden­ab­bau? Und welch­es düstere Geheim­nis barg das ent­fer­nte Video — wom­öglich ein Musikvideo der CDU?

Dann bedanke ich mich natür­lich her­zlich.

(Der Voll­ständigkeit wegen: Mit aus­ländis­chem Proxy oder aus­ländis­chem VPN ist das Video natür­lich prob­lem­los abruf­bar, eben­so in der 2DF-“Mediathek”; und ich kann Ent­war­nung geben: Zu sehen ist keine sin­gende CDU.)