PolitikProjekte
Gute Vor­sät­ze 2008

Hal­lo, lie­be Leser,

es gibt so vie­les, was wir 2008 bes­ser machen kön­nen, bie­tet das abge­lau­fe­ne Jahr 2007 doch aus­rei­chend Kri­tik­punk­te. Die Kluft zwi­schen Arm und Reich wird immer grö­ßer, in Deutsch­land ver­hun­gern jähr­lich zahl­lo­se Kin­der, wäh­rend in den Fuß­gän­ger­zo­nen, ange­trie­ben durch die rea­li­täts­fer­ne Poli­tik der Regie­rung Mer­kel, zu Spen­den für Men­schen auf­ge­ru­fen wird, denen es, wie es heißt, noch viel schlech­ter gehe als uns.

Kein Geld für Lebens­mit­tel, kein Geld für war­me Klei­dung im Win­ter, das Trink­was­ser unge­sund bis gif­tig; so sieht’s aus in den armen Ländern.
Und in den Wohl­stands­län­dern (lusti­ger­wei­se also auch Deutsch­land) kommt dazu (sic!) noch ein durch­ge­knall­ter Ter­ro­ri­sten­jä­ger, der sei­nem Volk allen Ern­stes ein­re­den will, die wah­re Gefahr kom­me nicht von außen (hier: Isla­mis­mus, Kriegs­lust der USA), son­dern von innen (Schi­zo­phre­nie und Para­noia gehen oft ein­her, heißt es), und natür­lich sei es daher unver­zicht­bar, das gan­ze Volk unter Gene­ral­ver­dacht zu stel­len und im Zwei­fels­fall sämt­li­che Grund­rech­te bei­sei­te zu las­sen, um bspw. die tele­fo­ni­sche Spio­na­ge oder den Haus­frie­dens­bruch zu lega­li­sie­ren, da es mehr als nur wahr­schein­lich sei, dass poten­zi­el­le Atten­tä­ter in ihrer Woh­nung, die ver­mut­lich min­de­stens mit detail­lier­ten Plä­nen für Anschlä­ge tape­ziert wer­de, sich aus­ge­rech­net auf Hoch­deutsch über eine unver­schlüs­sel­te Tele­fon­ver­bin­dung mit ihren Kom­pli­zen unter­hal­ten, bspw. „Ey Musta­fa, komm­se ma rüber, wir müs­sen gleich die Bom­be zün­den” oder so was.

Aber natür­lich sind nicht die Isla­mi­sten, son­dern allein wir dar­an schuld. Wer außer uns undank­ba­rem, poten­zi­ell ter­ro­ri­sti­schem Volk wür­de es wagen, unse­re Poli­tik in Fra­ge zu stellen?

Was also machen wir daraus?
Nun, am besten das, was wir die letz­ten bei­den Male in einer sol­chen Situa­ti­on gemacht haben:

Ich for­de­re die Revolution!

Kopf ab und weg. Oder, da wenig­stens wir, die ein­fa­chen Bür­ger, noch ein wenig zivi­li­siert sind, nur weg. Ohne Kopf ab. Ich kann ohne­hin kein Blut sehen.
Wer macht mit?

(Und wo wir schon mal dabei sind, könn­ten wir eigent­lich auch gleich die diver­sen selbst­er­nann­ten Web­de­si­gner mit Berufs­ver­bot bele­gen; eine Web­prä­senz, von der selbst der HTML-Vali­da­tor des W3C das sprich­wört­li­che Kot­zen bekommt, trägt mit Sicher­heit nicht zur Wah­rung der Netz­qua­li­tät bei.)

Völ­ker, hört die Signale!
– euer Volkspinguin


P.S. sowie in eige­ner Sache:


Mon­tag ist’s so weit. :-)

Sonstiges
Einen schö­nen Tag!

Lau­ter gute Wünsche:

  • den Ratio­na­len unter mei­nen Lesern wün­sche ich ein stil­les Geden­ken und einen ruhi­gen Abend
  • den „Chri­sten für einen Tag” (*), dass der Baum nicht abbrennt
  • Frau Gene­ral­feld­mar­schall vie­le Geschenke
  • dem Spat­zen viel Spaß und gute Unterhaltung
  • denen, die sich ange­spro­chen füh­len, viel Lie­be, aber kei­ne Gesundheit
  • allen ande­ren viel Schnee und natür­lich auch Glüh­wein, so zum Ausgleich
  • und mir selbst ein­fach nur mei­ne Ruhe… :)

Päpst­li­che Grüße,
– euer Schneepinguin


* – „Oh, ja, super, wir geden­ken eines vor ca. 2000 Jah­ren gelebt haben­den fun­da­men­ta­li­stisch-jüdi­schen Sek­tenprie­sters, indem wir unter ’ner Tan­ne sit­zen und schief singen.”

NetzfundstückePolitik
Mei­nungs­ma­che 2.0

Hal­lo, lie­be Leserlein,
da brat mir einer ’nen Storch (und die Bei­ne recht knusprig):

Sind die Bedien­ste­ten des deut­schen Jour­na­lis­mus’ (nicht mit Bou­le­vard zu ver­wech­seln!) tat­säch­lich nicht mehr bereit, lächer­li­che fünf bis wenig­stens zehn Minu­ten zu inve­stie­ren, um einen ver­meint­li­chen Sach­ver­halt auf sei­nen Wahr­heits­ge­halt zu über­prü­fen, wer­den also bewusst ver­brei­te­te Falsch­in­for­ma­tio­nen unkom­men­tiert über­nom­men, so ist doch tat­säch­lich die deut­sche Pres­se erneut das „wir­kungs­voll­ste Tötungs­in­stru­ment”, das es gibt, und zum Mord­op­fer wird im Zwei­fels­fall wie immer bzw. „damals” (i. e. 1967 ff.) das Volk. Wenn ich recht infor­miert bin, gibt es ab über­näch­ster Woche auch wie­der eini­ge neue Geset­ze, denen das durch­aus zugu­te­kom­men könnte.

Ein Hoch auf den homo sapi­ens; scha­de, Alter, das war’s dann wohl!

Schon mal im Vor­aus ein paar schö­ne Tage,
– euer Winterpinguin


Apro­pos „schö­ne Tage”:
War­um eigent­lich nicht wenig­stens die­ses Jahr mal Weih­nach­ten feiern?

Ganz ein­fach:
Weil man auch sei­nen Stolz hat und Selbst-/Le­bens­lü­gen nicht mit­tra­gen will und außer­dem ein ratio­nal ori­en­tier­ter Mensch ist und lie­ber sei­ne Ruhe hät­te und am Ver­zeh­ren min­der­wer­ti­ger Lebens­mit­tel bei 10 Grad Minus in einer Men­schen­men­ge, die auch mit Kil­ler­nie­ten und Sprin­ger­stie­feln (d. h. das soll­te ich mal aus­pro­bie­ren) kein Durch­kom­men ermög­licht, kei­ne Freu­de hat.

„Also so halt”.

NetzfundstückePolitik
Und nochemaa die Ächz­te. „Hal­te dei­ne Schweiz sau­ber”, na bedankt.

Mit fol­gen­der Gra­fik wirbt zur­zeit die Home­page der so bezeich­ne­ten „besten Band der Welt”:

Hin­ter­grund:
Nach­dem im Jahr 2007 (also qua­si kürz­lich) der von der Musik­grup­pe nicht son­der­lich geschätz­te Schwei­zer Poli­ti­ker Chri­stoph Blo­cher einen gro­ßen Anteil an Stim­men ver­lor, lösten die Ärz­te ihr auf der „Es wird eng”-Tour gege­be­nes Ver­spre­chen eines zusätz­li­chen Musik­down­loads ein, wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe.

Nun las­se ich aber all die Jubel­schreie bezgl. Gra­tis­down­loads außer Acht und fra­ge mich stattdessen:
Wie­so ver­sucht eine deut­sche Musik­grup­pe, mit­tels US-ame­ri­ka­ni­scher Metho­den (das Inaus­sicht­stel­len zusätz­li­cher Kon­sum­gü­ter) in der Schweiz Poli­tik zu machen?

Sind wir hier in Texas oder wie?

Bit­ter­bö­se,
– euer Eispinguin

MusikPersönliches
Jazz war anders

Hal­lo, lie­be Pflaumen,

ich war nun gestern mit dem Klap­per auf dem Han­no­ver­kon­zert der Musik­grup­pe „Die Ärz­te” und möch­te im Fol­gen­den einen kur­zen Bericht des Tages abliefern:

Da Han­no­ver eine Ecke ent­fernt ist, fuh­ren wir recht zei­tig los. Die N‑Joy-Frau, die an der War­te­schlan­ge vor­bei­lief, um irgend­et­was wer­be­wirk­sa­mes zu unter­neh­men, umging ich mit diplo­ma­ti­schem Ein­füh­lungs­ver­mö­gen („Für DEN Sen­der? Nie­mals!”), so dass wir nach dem Sicher­heits-Befum­meln (sind Mobil­te­le­fo­ne adäqua­te Nah­kampf­waf­fen?) vor Kon­zert­be­ginn das über­teu­er­te Cate­ring testen konn­ten (braucht jemand einen Die-Ärz­te-Becher?). Wäh­rend des Ver­zehrs von Bier und Piz­za hielt mein Beglei­ter freund­li­cher­wei­se den Rand, auch wenn wir uns zuerst nicht zwi­schen Piz­za- und Tischrand ent­schei­den konn­ten. Erste­rer gewann.

Schon um kurz vor 19 Uhr konn­ten wir die ersten „Wir woll’n die Ärz­te sehn”-Rufe ver­neh­men. Doch erst kam, wie ein gelang­weilt wir­ken­der Rodri­go der jubeln­den Men­ge mit­teil­te, die Vor­band. Beat­pla­net? Wer ist das? Nun… kennt hier jemand die Busters? Der­je­ni­ge möge sich bit­te die Busters in noch schlech­ter vor­stel­len, mit einem zu kurz gera­te­nen Angus Young an der Gitar­re und mit einem abso­lut ver­que­ren Humor: Es fol­ge ein sehr poli­ti­sches Lied, kün­dig­ten sie an, und dass es den Titel „Kei­ne Macht” habe. „Kei­ne macht Lie­be so wie du”, na bedankt.

Um 19 Uhr 33 MEZ durf­ten die­je­ni­gen, die Beat­pla­net bis zum Schluss aus­hiel­ten, sie nach dem unsäg­li­chen Lied über Kos­mo­nau­ten­lie­be (haben die kei­ne Freun­din [die von Beat­pla­net, nicht die Kos­mo­nau­ten]?) end­lich ver­ab­schie­den, und schon bald fiel der schwar­ze Vor­hang mit dem wei­ßen Ä und ließ den Saal sich wie­der fül­len. Und durch­aus zu Recht: Pünkt­lich wie die Mau­rer bzw. die Medi­zi­ner erklan­gen hin­ter dem Vor­hang um 20:01 Uhr die mitt­ler­wei­le ver­trau­ten Klän­ge von „Him­mel­blau”. Ein Ope­ner als Ope­ner, wie überraschend!

Und noch wäh­rend die Kapel­le blies bzw. eben nicht blies, son­dern spiel­te, öff­ne­te sich der Vor­hang pas­send zu Farins druck­vol­lem „yeee­aaaahh”, und die Men­ge begann zu toben. Das genüg­te für einen Blick ins Publi­kum: Die Rän­ge waren nicht ganz voll, aber noch immer zeig­ten sich grö­ße­re Frei­räu­me unten bei den Steh­platz­käu­fern. Das änder­te sich übri­gens bis zur Mit­te des Kon­zer­tes erheblich.

Die Track­li­ste, der Text­über­sicht wegen:

01 Him­mel­blau
02 Lied vom Scheitern
03 Wie am ersten Tag
04 Nie wie­der Krieg (inkl. Wind of changes)
05 Die Instru­men­te des Orche­sters (geht über in …
06 … Super 3)
07 Blu­men (inkl. Gehn wie ein Ägypter)
08 2000 Mädchen
09 Sie kratzt, sie stinkt, sie klebt
10 Heulerei
11 Dei­ne Schuld
12 Die klüg­sten Män­ner der Welt
13 Die ewi­ge Maitresse
14 Breit
15 1/2 Lovesong
16 Ich bin reich
17 Mei­ne Freunde
18 Dei­ne Freun­din (wäre mir zu anstrengend)
19 Tu das nicht
20 Mysteryland
21 Mach die Augen zu
22 Perfekt
23 Westerland
24 Las­se redn
25 Ignorama
26 Rebell („letz­tes Lied”, jetzt schon?)
27 Din­ge von denen
28 Elektrobier
29 Punkbabies
30 Schunder-Song
31 Junge
32 Der lusti­ge Astronaut
33 Außerirdische
34 Ist das alles
35 Zu spät
36 El Cattivo
37 Wir sind die Besten
38 Schrei nach Liebe
39 Unrockbar
40 Dau­er­wel­le vs. Minipli
41 Gute Nacht

Ja, „Pier­cing” und „Nied­li­ches Lie­bes­lied” haben sie wie­der nicht gespielt, scha­de eigent­lich – aber dafür gab’s was zu lachen. Abge­se­hen von den bekann­ten Ver­sin­gern und den berüch­tig­ten Ansa­gen ent­wickel­te sich auch auf die­sem Kon­zert ein „Run­ning Gag”. Nun ist Han­no­ver ja nicht unbe­dingt reich an erwäh­nens­wer­ten Errun­gen­schaf­ten, aber mit den Scor­pi­ons hat­ten­ses ja, die Ärz­te. Ohje! „Schö­ne Grü­ße / an die Scor­pi­ons…” („Gute Nacht”).

Wenn man Rods Impro­vi­sa­ti­ons­in­kom­pe­tenz über­geht, war es auch lied­mä­ßig ein groß­ar­ti­ges Kon­zert. Zwar gab’s kei­ne „Elke”, aber Män­ner-Frau­en-Duel­le („Pfle­ge­leicht!” „Satan!” „Jesus Christ!”) und den unge­wohn­ten Anblick von Herrn Urlaub am Schlag­zeug (zu Beginn von „Tu das nicht”) soll­te man mal gese­hen und gehört haben. Soli­de. Die Besu­cher indes wuss­ten das, wie es scheint, nicht recht zu wür­di­gen; trotz Auf­ru­fen zum „Heat­ban­ging” (O‑Ton, jawoll) sowie diver­ser Applaus- und La-Ola-Varia­tio­nen ent­wickel­te sich eine Stim­mung, wie man sie sich in sol­chen Kon­zer­ten vor­stellt, erst nach dem für vie­le anschei­nend noch immer ver­stö­ren­den Elek­tro­bier. Sel­ten so ein reg­lo­ses Her­um­ste­hen, selbst wäh­rend der fast unschlag­ba­ren Ver­si­on von „Wie am ersten Tag” („Vor­bei! Die! Die!”), erlebt. Hach ja!

Aber „die Ärz­te ficken (bekannt­lich) das System, aber mit Hirn”; und so kamen dann auch die Lie­der an die Rei­he, die die TUI-Are­na („Ich hab mei­nen Urlaub schon gebucht. Bei Necker­mann.”) in Bewe­gung setz­ten. Der „Schun­der-Song” konn­te wie gewohnt begei­stern – das Wort „Fres­se” wirkt, wie es scheint, noch immer als „Par­ty­kra­cher”, wenn­gleich Beat­pla­net zuvor mit einem Lied, in dem auch flei­ßig nie­de­re Instink­te bedient wur­den, des­sen Titel ich aller­dings glück­li­cher­wei­se nicht ken­ne, recht erfolg­los blie­ben -, und bei dem offen­bar heiß ersehn­ten „Jun­ge” gin­gen dann auch die Todes­mau­ern los, die bei „Dau­er­wel­le vs. Mini­pli” ihren Höhe­punkt fan­den. Das dazwi­schen lie­gen­de „Unrock­bar” indes wur­de von einem ärzt­lich ver­ord­ne­ten „Auf­ste­hen gegen Rechts” (sic!) ein­ge­rahmt. „AUF­STE­HEN! HIN­SET­ZEN!” Ach, Bela…

Wer war eigent­lich der Irre im U5, der alle paar Minu­ten das Wort „Hüh­ner­ficker” skan­dier­te und es tie­risch amü­sant fand? Er möge sich bit­te zwecks Unter­hal­tung unter „Freun­den” melden…

Danach kam übri­gens nichts erwäh­nens­wer­tes mehr. Was auch?

Habe daher an die­ser Stel­le die Ehre und ver­ab­schie­de mich mit einem Lied von Klaus Mei­ne. ;)
(Hier bit­te ein Lied von Klaus Mei­ne einfügen!)

Tüdel­dü…

Netzfundstücke
Dan­ke, Beep­world! Dan­ke, Mit­mach­web! Sel­ten so gelacht…

Lie­be Inder in der Inderin,
was wäre das Inter­net nur ohne die gran­dio­se Idee des Mit­mach­webs?

Nun gut, mal ganz abge­se­hen davon, dass es von Anfang an als sol­ches kon­zi­piert war (also das Inter­net als Mit­mach­web), beant­wor­te ich die Fra­ge doch direkt selbst:

Es wäre frei von Idioten.

Dass die Deut­schen ein Volk der kol­lek­ti­ven Trau­er sind und Beep­world­sei­ten so knuf­fig aus­se­hen, ist kein Grund, gera­de mal fünf Tage nach der „Still­ge­burt” (i. e. abge­nip­pelt) eines Kin­des eine Web­sei­te mit allen Ein­zel­hei­ten zu erstel­len, natür­lich in einer schön unles­ba­ren Schrift und viel Blin­ken, damit es nicht so depres­siv wirkt, und schon gar nicht mit Fotos der Lei­che – das will kei­ner sehen, Herrgottnochmal!

Aber Lie­be – und sei es nur die von einer Mut­ter zu ihrem Kind – macht bekannt­lich blind (und doof).

100000000 bus­sis auf bauchi,
– euer Pigittinguin.


P.S.:

(VfBFa­bi­an) what meens ” you­re so sexy ” in ger­man? oO
(@Tux^verdreifelt) „Sie sind so geschlechtsverkehrig”
(@Tux^verdreifelt) ;p
(VfBFa­bi­an) thank you
(@Tux^verdreifelt) no pro­blem, really.

Gni­hi­hi!

In den Nachrichten
Licht an!

Wäh­rend die Goog­le-Hom­pa­ge heu­te schwarz bleibt, um für den Kli­ma­schutz zu wer­ben, fei­ert Goog­le-Grün­der Lar­ry Page in der Kari­bik eine ener­gie­auf­wän­di­ge Luxus-Hoch­zeit. Hun­der­te Gäste flo­gen in Pri­vat­jets ein, eine Sand­bank wur­de auf­ge­schüt­tet und Bier­zel­te auf­ge­stellt – natür­lich per Kli­ma­an­la­ge gekühlt.

Daher: Licht aus? Licht an!

Genau das rich­ti­ge in der dunk­len Jah­res­zeit. ;)

Politik
Die Lin­ken und das Internet

Die Links­par­tei wird wegen der Ver­wen­dung ver­fas­sungs­feind­li­cher Sym­bo­le Straf­an­zei­ge gegen die freie Online-Enzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia stellen.

(…)

Laut der Links­par­tei macht die offe­ne Struk­tur der Wiki­pe­dia die Enzy­klo­pä­die zu einem Ein­falls­tor für rechts­ex­tre­me Ideo­lo­gien. Man kri­ti­siert vor allem die sehr umfang­rei­chen Zita­te aus NS-Quel­len sowie zusätz­li­che Mate­ria­li­en und Abbil­dun­gen, die weit über das not­wen­di­ge Maß hin­aus gehen.

Quel­le

Oje, das hät­te ich jetzt nicht gedacht: Rechts­ra­di­ka­le Sym­bo­le in einer Enzy­klo­pä­die! Was wür­den wir nur ohne die Lin­ken tun?

Ich schla­ge vor, zum Dank für die­se, äh, Auf­se­hen erre­gen­de und total über­ra­schen­de Ent­hül­lung mar­schie­ren wir beim näch­sten Rosa-Luxem­burg-Gedenk­tag mit, unter rie­si­gen Pla­ka­ten der bekann­ten Frie­dens­kämp­fer Sta­lin, Mao und Lenin. Die darf man in die­sem Land zum Glück unge­straft anbeten. 

Mol­lies und Steine?
– euer Friedenspinguin

Politik
„Kin­der­por­no­gra­fie ist welt­weit geächtet…”

… heißt es auf heise.de mal wie­der. So weit, so lang­wei­lig, aber oho, oho:
Das BKA plant eine enge­re Zusammenarbeit?

Mit Kin­der­por­no­gra­fie ist es in Deutsch­land wie mit Hitlervergleichen:
Es ist eins die­ser so genann­ten buz­z­words, also Summ­wör­ter, bei denen das Volk laut krei­schend aus dem Zim­mer rennt und stumm alles erdul­det, was Abhil­fe zu schaf­fen ver­spricht. So kann man den Über­wa­chungs­staat natür­lich auch schmack­haft machen!

Bzw. genau genom­men nur dem Bür­ger, denn die Abge­ord­ne­ten kön­nen ihre eige­nen Geset­ze zurecht­le­gen: Das „Land Ber­lin legt Wider­spruch gegen Gesetz zur TK-Über­wa­chung ein”, och joa… doch jetzt schon?

Ich dach­te, die Schat­ten­box­sai­son sei vorbei.

Pfui bah!
– euer Pinguin


P.S.: „Es spricht für die eige­ne Fern­seh­kom­pe­tenz, wenn man beim Per­fek­ten Pro­mi Din­ner nichts als die Zuta­ten kennt.” (T. Mausehund)

Politik
Per­so­nal­wech­sel

Seit heu­te ist Olaf Scholz offi­zi­ell „Mün­tes” Nach­fol­ger als Mini­ster für Arbeit und Sozia­les, kurz „ASo­zia­les”.

Das Tux­Blog dankt dem Fran­zerl für vie­le schö­ne Jah­re, wich­ti­ge Kom­pro­mis­se (*) und natür­lich all die lusti­gen Ideen (**), die er ein­brach­te. Hof­fent­lich wird’s mit dem Scholz auch so spaßig.


ad (*):
Wir erin­nern uns da nur mal an die Mehr­wert­steu­er­erhö­hung: Die CDU for­der­te 2 %, die SPD schloss sie aus, und als Kom­pro­miss haben sie sich auf 3 % geei­nigt. Dan­ke, Franz!

ad (**):
Es sei, so erwähn­te er, „unfair”, die Regie­rungs­par­tei­en an ihren Wahl­kampf­ver­spre­chen zu mes­sen. Damit hat er vie­len von uns die Augen geöff­net; wie ver­blen­det wir doch waren! Wie konn­ten wir nur so dumm sein! Ab sofort wird wie­der mit rea­li­sti­schen Maß­stä­ben gemes­sen: Der Poli­ti­ker mit dem unauf­fäl­lig­sten Fami­li­en­le­ben wird umge­hend gewählt. So muss es sein, das hat selbst die BILD kapiert!


Ach Gott­chen!
– S.

MusikNetzfundstückePolitik
Hal­lo, Ver­fas­sungs­schutz! 3 – wie ironisch…

Einen ent­rü­ste­ten guten Abend, lie­be Leserschar,

Ach, was muss man oft von bösen
Buben
hören oder lesen?

(W. Busch, „Max und Moritz”)

Ja, mit der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ist das so eine Sache. Man ist, scheint’s, so lan­ge ein poten­zi­el­ler Ter­ro­rist, bis das Gegen­teil bewie­sen wur­de – und auch dann steht man unter Beob­ach­tung. Eigent­lich beru­hi­gend, dass es nicht nur uns Nor­mal­men­schen so geht, son­dern dass auch die deut­sche Pro­mi­nenz nicht ver­schont wird:

Zu Unrecht beschat­tet fühlt sich der­weil auch die Band „Mono für Alle!” (MfA). Die Punk­for­ma­ti­on aus Gie­ßen stand auf­grund von kri­ti­schen Tex­ten etwa beim Lied „Hal­lo Ver­fas­sungs­schutz(jawoll­ja!) schon ein­mal im Zen­trum der Auf­merk­sam­keit der baye­ri­schen Staats­schüt­zer, wel­che die Löschung der Song­pro­sa von der Home­page der Musik­grup­pe verlangte.

Das Lustig­ste dar­an ist ja eigent­lich die Begründung:

[ Der Staats­schutz ] unter­stellt der Band ein „extrem kon­spi­ra­ti­ves Vor­ge­hen”, da es „kei­ner­lei Anhalts­punk­te zur Iden­ti­fi­zie­rung der Mit­glie­der” gebe.

Hm, es gibt Vide­os ihrer Auf­trit­te über­all im Inter­net, genügt das nicht? Natür­lich ach­tet man als Künst­ler auch ein wenig auf sei­ne Pri­vat­sphä­re, dafür gibt es ja Künst­ler­na­men. Aber sind die jetzt ein Argument?

Ver­haf­tet Hei­no! – „Schwarz­braun ist die Hasel­nuss, schwarz­braun bin auch ich”; da wür­de ich doch als Staats­schutz die Ohren spit­zen, zumal er sei­nen ech­ten Namen sel­ten preis­gibt. Ver­dachts­mo­men­te schei­nen doch zu genügen?
Gera­de auch, wenn man als Staats­schutz, wie es scheint, ohne­hin nicht der Schnell­ste und Hell­ste ist:

Erst acht Mona­te nach dem Beginn der Ermitt­lun­gen kom­men die Staats­schüt­zer laut der Akte auf die Idee, eine Whois-Abfra­ge über die Domain der Band-Web­sei­te zu stellen.

Staats­kri­ti­ker sind im Gemein­we­sen uner­wünscht, schreibt euch das hin­ter die Ohren, ihr Bengel!

Freund­schaft,
– euer DDRinguin.