Persönliches
Recy­cling

Man müss­te mal wie­der ganz von vorn anfan­gen können.
Hier und jetzt sein Leben zurück­dre­hen und alles ganz anders machen.

Ohne all die ver­ta­nen Chan­cen, die Miss­erfol­ge, die Fehl­pla­nun­gen, die fal­schen Freun­de und die vie­len Fettnäpfe.
Ohne die uner­füll­ten Hoff­nun­gen, Träu­me, Wün­sche und nicht zuletzt die ver­geu­de­te Zeit, die Gefüh­le, die man in die völ­lig fal­schen Objek­te und Per­so­nen inve­stiert oder eben nicht inve­stiert hat. -

Kurz­um: Ohne all die Feh­ler, die man über die Jah­re sei­nes Daseins auf­ge­staut hat und mit denen man, wenn man dem Volks­mund Glau­ben schenkt, „wohl leben muss”.

Und man weiß genau:
Könn­te man sein Leben neu star­ten, wür­de man es auch nicht bes­ser machen.

In den NachrichtenPolitik
Und aber apro­pos „Tür­ken”

Bei einem Besuch am Unglücksort dank­te der tür­ki­sche Mini­ster­prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdogan den deut­schen Ret­tungs­kräf­ten aus­drück­lich für ihren Einsatz.

(…)

Bei dem Brand in einem von Tür­ken bewohn­ten Haus waren am Sonn­tag neun Men­schen ums Leben gekom­men, dar­un­ter fünf Kin­der. 60 Per­so­nen wur­den ver­letzt. Beson­ders in der Tür­kei wird dar­über spe­ku­liert, dass die Kata­stro­phe einen aus­län­der­feind­li­chen Hin­ter­grund haben könnte.

(Quel­le, Her­vor­he­bun­gen von mir)

Ja, natür­lich hat immer, wenn in Deutsch­land einem Tür­ken was pas­siert, ein Nazi was damit zu tun. Und wenn in Deutsch­land ein Deut­scher von einem Tür­ken ersto­chen wird, war er im Zwei­fels­fall auch ein Nazi. Das wird uns der tür­ki­sche Mini­ster­prä­si­dent Reis­sack Umfall Erdogan, der gera­de mit sei­nem Gefol­ge eine Rei­se durch das osma­ni­sche Groß­reich f. k. a. Deutsch­land zu machen scheint, sicher gern bestä­ti­gen, und der ewi­ge Ker­ner sowieso.

Im Namen aller mei­ner Leser möch­te ich mich an die­ser Stel­le dann direkt mal für das Feu­er ent­schul­di­gen, für das ich als Schwei­ne fres­sen­der Nicht­mus­lim natür­lich die vol­le Ver­ant­wor­tung tra­ge. Bei wel­chem Mili­tär­ge­richt muss ich mich melden?

Apro­pos Mili­tär: Für Schuld­be­kennt­nis­se sind wir gut genug, aber zur Auf­klä­rung die­ses Unglücks (ich zitie­re mal „wei­ter oben”) müs­sen dann doch neben der zustän­di­gen Poli­zei­ab­tei­lung eini­ge tür­ki­sche Ermitt­ler („vier tür­ki­sche Exper­ten”, heißt es anders­wo) her, wie?
(Und die blei­ben dann natür­lich wie­der über ‑zig Genera­tio­nen in unse­rem Land und rui­nie­ren unse­ren kul­tu­rel­len Auf­schwung, ohje!)

Zynisch und vol­ler Gruß und Dank an mei­ne Lieb­lings­in­for­man­tin,
– euer Pinguin

Kaufbefehle
Max Goldt – „Die Kugeln in unse­ren Köpfen”

Net­tes Büch­lein, der­zeit recht preis­wert zu haben und von mir sogleich zitiert, bspw. zum The­ma „Wür­fel­för­mi­ge Eier”:

Leu­te, die sich kei­ne komi­schen Sachen kau­fen, kön­nen mit ihrem Besuch nur Tor­te mamp­fen und bum­sen. Zu bespre­chen haben die nichts.

Außer­dem ent­hält die­ses bezau­bern­de Mach­werk einen Erfah­rungs­be­richt, Dro­gen betreffend:

Lächer­lich, daß Leu­te ihr Geld ver­ju­beln, um Möbel mit lila Rand zu sehen.

Und nicht zuletzt wird auch die ste­tig abneh­men­de Kom­mu­ni­ka­ti­on in dem, was sich teil­wei­se „Freun­des­kreis” nennt, bedauert:

Das hab ich mir schon immer gedacht. Daß Leu­te, die mit einem reden, eigent­lich lie­ber mit jemand ande­rem reden wür­den. Das Tätig­keits­wort „reden”, wel­ches im Satz hier­vor auf­taucht, kann man effekt­voll mit ande­ren Ver­ben wie z. B. „eumeln”, „Pixie­bü­cher lesen” oder „ster­ben” vertauschen.

Und ab dafür.
– euer Pinguin


Nach­trag, weil auch sehr schön zu sehen:
Wäh­rend in unse­rem Land Eng­lisch und Tür­kisch zur Umgangs­spra­che mutie­ren bzw. mutiert wer­den, wird in den USA der Euro als zwei­te Wäh­rung akzep­tiert. Ver­kehr­te Welt? Oder doch end­lich die rich­ti­ge?

In den NachrichtenPolitik
Rest­ka­ter vom Wahlabend

Mahl­zeit, lie­be Nie­der­sach­sen und Hes­sen,

schlimm genug, dass die dies­jäh­ri­gen Wale, nein: Wah­len – wie so oft – letzt­end­lich trotz aller Umfra­gen, Pro­gno­sen und Pro­pa­gan­da nichts an der Vor­macht­stel­lung der so genann­ten „Volks­par­tei­en” CDU und SPD ändern konn­ten; auch sonst ver­lie­fen die Wah­len alles ande­re als erfreulich:

Der Fal­sche wur­de bestraft und die eben­falls Fal­schen belohnt.

Ich mei­ner­seits bin durch­aus nicht all­zu unzu­frie­den damit, dass sowohl CDU als auch SPD in bei­den Län­dern nicht unbe­dingt ein Traum­er­geb­nis erziel­ten, aber statt sich über deren Ver­lu­ste zu freu­en, ist über­all nur zu hören und zu lesen, wie sehr es das Volk freut, dass aus­ge­rech­net die Par­tei mit der ein­zig räson­ab­len, weil kon­se­quen­ten, das typisch deut­sche Appease­ment igno­rie­ren­den Aus­län­der­po­li­tik „drau­ßen bleibt”, allein „wegen der Gewalt und des Has­ses und so”.

Gewalt und Hass sind tat­säch­lich nicht unbe­dingt einer Volks­ge­mein­schaft för­der­lich, indes wohl nur, wenn er nicht von einer scheint’s akzep­ta­blen oder gar staat­lich geför­der­ten Grup­pe ausgeht.

Nun ja, es ste­hen drei „Gefah­ren für den Rechts­staat” zur Aus­wahl, und in tur­bu­len­ten Zei­ten wie die­sen ist es auch irgend­wie ver­ständ­lich, dass der Staat sich zuerst der klein­sten annimmt. Oder auch der größ­ten; das biss­chen Migran­ten- und Auto­no­me­n­ge­walt fällt ja nicht wei­ter ins Gewicht:

Poli­ti­sche Dif­fe­ren­zen hin oder her, was bil­den sich Men­schen ein, eine Ver­an­stal­tung auf der wohl­weis­lich der Groß­teil der Teil­neh­mer im Ren­ten­al­ter ist, so mas­siv vor­zu­ge­hen? Was bil­den sich Men­schen ein, eine Par­tei die noch nie einen Wahl­kampf mit dem Ein­satz von kör­per­li­cher Gewalt geführt hat, mit Fla­schen und ande­ren Wurf­ge­schos­sen zu attackie­ren? Machen wir das etwa bei deren Kund­ge­bun­gen? Attackie­ren wie sie etwa? Was bil­den sich Men­schen im alter zwi­schen 16 und 25 Jah­ren ein, einen alten Mann mit­ten auf der Stra­ße anzu­pö­beln und zu schub­sen? Soll das eine poli­ti­sche Ori­en­tie­rung sein? Oder ist das bloß ein Vor­wand um gewalt­tä­tig zu werden?

„Mol­lies und Stei­ne”, man­ches ändert sich eben nie.

Mit vor­geb­lich ver­ständ­nis­vol­len Grüßen,
– euer Pinguin.

NerdkramsProjekte
Neu­es Weblogdesign

Das letz­te, wie ich hoffe.
Diver­se klei­ne Anpas­sun­gen wer­den ver­mut­lich noch fol­gen, eini­ge wur­den bereits vor­ge­nom­men. Ver­bes­se­rungs­wün­sche bit­te hier unten drun­ter und nicht wie­der anders­wo damit nerven.

Dan­ke an mei­ne Muse fürs Inspirieren.

Off-Topic zu Ende, prost.

In den Nachrichten
Neu­es von Logi­step bzw. Ent­war­nung, saugt weiter! :-)

Logi­step ver­sorgt die Rech­te­inha­ber mit den IP-Adres­sen angeb­li­cher Anbie­ter von ille­gal kopier­ten Inhal­ten. Woher die Fir­ma die Daten bezieht ist frag­lich. Nach Mei­nung des ober­sten Daten­schüt­zers der Schweiz sind die Hand­lun­gen von Logi­step nach gül­ti­gem Recht nicht legal, weil sie gegen die Grund­sät­ze des Daten­schutz­ge­set­zes verstoßen.

Nach Anga­ben von Hans­pe­ter Thür ver­letzt Logi­step mit der Samm­lung von IPs die Per­sön­lich­keits­rech­te eines grö­ße­ren Per­so­nen­krei­ses. Er wol­le mit sei­ner Fest­stel­lung kei­nes­wegs die grund­sätz­li­che Not­wen­dig­keit einer straf­recht­li­chen Ver­fol­gung von Ver­stö­ßen gegen das Urhe­ber­recht in Fra­ge stel­len, stell­te Thür klar.

(Quel­le)

Da kopie­re ich direkt einen Kom­men­tar des Anony­mus „Schnub­bie” drun­ter (Feh­ler wegen Urhe­ber­rechts nicht entfernt):

Blöd­sinn, die Poli­zei steht nur vor der Tür wenn sie dir nach­wei­sen kön­nen das du mehr als 100 Datei­en in dei­nem Share Ord­ner hast oder wenn du die­se ille­ga­len Kopien ver­kaufst. Wegen 2 Lie­dern macht kei­ne Staats­an­walt eine Haus­durch­su­chung. Alles ande­re sind irgend­wel­che Unwahr­hei­ten sei­tens die­ser Abmahn­kanz­lei­en oder unse­ren Freun­den von Logi­step & Co. Und bis­her ist auch kein „Raub­ko­pie­rer” (Unwort der letz­ten Jah­re) vor Gericht ver­ur­teilt, wel­cher alles bestrit­ten hat. Und die letz­ten Urtei­le zum The­ma Stö­rer­haft (sprich WLAN gehackt o.ä.) zei­gen in die rich­ti­ge Rich­tung. Der Anschluis­si­nah­ber muss nicht zwangs­wei­se haf­ten, weder für sei­ne Kin­der noch für Drit­te. Und 99% der Abmah­ner sind rei­ne Geld­druck­ma­schi­nen, miss­brau­chen die Staats­ana­walt­schaf­ten um an die Adres­sen zu kom­men um aber­wit­zi­ge For­de­run­gen zu stel­len. Und dabei wer­den auch desöf­te­ren ger­ne mal Feh­ler gemacht. Es inter­es­siert die Herr­schaf­ten auch nicht das man zu dem Zeit­punkt im Urlaub war oder der Anschluss laut Tele­kom gestört war etc. Und der berühm­te Rechts­an­walt Rasch, ver­liert auch immer mehr Pro­zes­se bzw sei­ne Fore­drun­gen von 3500ⓚ¬ wur­den auch mal ger­ne von Rich­tern auf 50ⓚ¬ und sei­ne Anwalts­ko­sten auf 100ⓚ¬ redu­ziert. Und wer Post krie­gen soll­te, Ruhe bewah­ren, nicht von den 5–7 Tagen Frist ver­un­si­chern las­sen, in diver­sen Foren infor­mie­ren und höch­stens eine modi­fi­zier­te Unter­las­sungs­er­klä­rung abschicken. Bei­spiel: Kanz­lei KuW hat ca. 60.000(!) Abmah­nun­gen in 12 Mona­ten ver­schickt und bis­her kein ein­zi­ges mal geklagt. Und das seit dem Jahr ~ 2005. Und wenn ich sowas lese, dann kann ich mir 1+1 zusam­men­rech­nen, ergibt näm­lich hier ABZOCKE. Und wer zahlt ist blöd, denn eini­ge die gezahlt haben, haben dann gleich 8 wei­te­re Abha­mun­gen erhal­ten, war­um nicht die Kuh mel­ken so lan­ge sie Milch gibt? Zudem, wenn man sich kei­ner­lei Schuld bewusst ist, war­um soll­te man dann irgend­et­was zuge­ben und dann auch nich zah­len. Wie schon gesagt. Es gibt bereits jetzt hun­der­te Fäl­le von Dre­hern in der IP Adres­se und dann soll man für die Feh­ler ande­rer bezah­len. Garan­tiert nicht!

Sag ich doch.


Und weil’s so schön war, gebe ich zudem bekannt, dass Micro­soft am Inter­net Explo­rer 8 arbei­tet und ein total tol­les neu­es Fea­ture ent­wickelt hat, das die Pro­ble­me bei der Ein­hal­tung von Web­stan­dards sei­tens des IE ein für alle­mal besei­ti­gen kann:
Ein­fach den von Micro­soft ein­ge­führ­ten, zum Glück (noch?) nicht dem XHTML-Stan­dard zuge­hö­ri­gen „optimiert-für-den-IE”-Metatag oben in jede Sei­te pfrie­meln, die der Inter­net Explo­rer als stan­dard­kom­pa­ti­bel erken­nen soll, und schon wird sie kor­rekt ange­zeigt. Dass ich noch nicht auf so was gekom­men bin…!

Man geht am ein­fach­sten gegen Unan­nehm­lich­kei­ten („optimiert-für-IE”-Schwachfug) vor, indem man sie zum Stan­dard erklärt. Kennt noch jemand den Witz mit Micro­soft und der Dun­kel­heit? Schraub, schraub…

Gesund­heit!
– euer Pinguin

NerdkramsNetzfundstücke
Fra­ge des Tages

What is your favo­ri­te num­ber bet­ween 0 and 20? (run­ter­s­crol­len bis „THE BUZZ”) – amü­san­tes Völk­chen, die­se Wisconsiner!

Könn­te natür­lich auch am Land lie­gen; die haben halt kei­ne ande­ren Sor­gen als Lieb­lings­zah­len und even­tu­ell böse Hacker; ich zitie­re mal:

Der Anti-Spam-Akti­vist David Ritz ist von einem Gericht im US-Bun­des­staat North Dako­ta zur Zah­lung von ins­ge­samt 60.000 US-Dol­lar und zur Über­nah­me von Anwalts­ko­sten ver­ur­teilt wor­den. Sein Ver­ge­hen: Er benutz­te den UNIX-Befehl „host ‑l” und stieß damit einen Zonen­trans­fer beim DNS-Ser­ver der Fir­ma Sier­ra Cor­po­ra­te Design an.

(…)

Das Gericht stell­te fest, dass Ritz dabei sei­ne „Iden­ti­tät hin­ter Pro­xies ver­barg, ein UNIX-Betriebs­sy­stem ver­wen­de­te und neben ande­ren Metho­den Shell Accounts ein­setz­te. Außer­dem gab er sich als Mail-Ser­ver aus.” Die auf die­se Wei­se gewon­ne­nen Infor­ma­tio­nen mach­te Ritz publik. Die­se Infor­ma­ti­on, stell­te das Gericht fest, sei nicht öffent­lich ver­füg­bar gewe­sen. Damit habe Ritz die Daten­si­cher­heit von Sier­ra gefähr­det, Ritz sei also als Hacker ein­zu­stu­fen, schließ­lich sei der Befehl „host ‑l” dem nor­ma­len Anwen­der nicht bekannt.

Bezie­hungs­wei­se eben dies:

Ritz has port scan­ned thousands of com­puted, inclu­ding tho­se of Sierra.

Da wünscht man denen fast den CCC auf den Hals.

Kopf -> Tisch -> Tisch kaputt,
– euer PPPinguin

In den Nachrichten
„… wie einst im Oktober”

Hal­lo, lie­be Leserlein,

neu­lich fei­er­te man gera­de 30 Jah­re „Deut­schen Herbst” (ja, so rich­tig Herbst hat­ten wir tat­säch­lich lan­ge nicht mehr), da geht’s auch schon wie­der los mit Besetzungen.

Mehr als einem Monat hat­ten Umwelt­schüt­zer auf einem Baum aus­ge­harrt und so gegen den Bau der Elb­brücke protestiert.

(Quel­le)

Über den Sinn einer sol­chen Akti­on lässt sich nun in der Tat tref­fend strei­ten, und außer, dass die wochen­lan­ge Bewoh­nung eines Bau­mes sei­tens <unbe­grün­de­tes Vor­ur­teil> unge­wa­sche­ner San­da­len­trä­ger </unbegründetes Vor­ur­teil> gegen den Brücken­bau unge­fähr so vie­le Zei­chen setzt wie Lich­ter­ket­ten gegen Rechts, pro­fi­tie­ren wohl ledig­lich die Medi­en davon. Wie immer eigentlich.

Eigent­lich scha­de, dass Rio Rei­ser nicht mehr unter uns weilt; eine Rauch-Baum-Song-CD wür­de ich mir ernst­haft zu kau­fen über­le­gen. „Das ist unser Baum…


Wo doch Ghet­to­krie­ge nun auch in Deutsch­land um sich grei­fen; lan­ge genug hat’s ja gedau­ert. Immer nur Ghet­to spie­len, aber beim Anblick einer Schuss­waf­fe in Trä­nen aus­bre­chen… alber­nes Pack.

Ver­letzt wur­de lei­der bis­her kei­ner. Schade.


La la lal­a­la­la lal­a­la­la,
– euer Rapinguin

Mit bestem Dank an den Klap­per und das Steh­vieh. Nein, das andere.
Die blau­en Tex­te da sind Links. Zum Anklicken.