Montagsmusik
Jaga Jazzist — 220 V

Huch, schon wieder Mon­tag?

Da hil­ft nur Jazz.

Jaga Jazz­ist — 220 V / Spek­tral Live At Bylarm

Um es mit einem der Kom­men­tierthaben­den zu sagen:

Amaz­ing Fuck­ing Epic Awe­some Music.


Das mit dem “fuck­ing” ist im Englis­chen ja auch so eine Sache. Pud­dle of Mudd hat­ten einst einen ver­i­ta­blen hit mit dem Lied “She hates me”, im Refrain “She fuck­ing hates me”, also “sie mag mich wirk­lich nicht son­der­lich”. Eine ein­fache Umstel­lung des Fluches kann dem Lied eine ganz andere Wen­dung geben:

“Fuck­ing she hates me” = “Die ver­dammte Oide mag mich nicht son­der­lich.”
“She fuck­ing hates me” = “Sie mag mich wirk­lich nicht son­der­lich.”
“She hates fuck­ing me” = “Sie mag den Beis­chlaf mit mir nicht son­der­lich.”
“She hates me fuck­ing” = “Sie mag es nicht son­der­lich, wie ich beis­chlafe.”

Ich bin oft sehr stolz auf die Vielfalt des deutschen Wortschatzes.

Internes
Winterputz, Anfang 2012.

(Noch ein­mal ein wenig Tech­nik für regelmäßige Leser; ich bitte ihre unregelmäßi­gen Zeitgenossen um geneigtes Ignori­eren.)

Hin­ter den Kulis­sen geht hier ger­ade einiges ab.

Fast genau ein Jahr nach Ste­fan Domanskes sel­bigem Tun bin ich dabei, hier ein biss­chen Kahlschlag zu betreiben. (“Ein biss­chen” Kahlschlag, das klingt ein biss­chen nach “ein biss­chen” Krieg, oder?)

Min­destens ein­er mein­er Leser weiß, dass ich auch in Bezug auf Word­Press ein olles Spielkind bin und bleibe. Hirn­fick 2.0 hat­te bere­its, als es noch knall­grün war, TuxBlog hieß und ein Blog zu sein ver­suchte, manche Spiel­erei, die eigentlich gar nicht nötig war, von mir ange­tra­gen bekom­men, im Laufe des let­zten Jahres waren hier teil­weise knapp 50 Plu­g­ins aktiv, die natür­lich die Ladezeit nicht son­der­lich pos­i­tiv bee­in­flusst haben.

Dem Kahlschlag zum Opfer fie­len also im Laufe der ver­gan­genen Nacht diverse — zum Teil seit langem inak­tive — Erweiterun­gen für den Admin­is­tra­tions­bere­ich, aber auch das, was ihr, die Besuch­er, zu sehen bekommt, wurde — und wird noch — behut­sam aufgeräumt. Die Kat­e­gorien erfahren ger­ade eine Entschlack­ungskur: Artikel, die in drei oder mehr Kat­e­gorien steck­en, miss­fall­en mir, da dies nicht zur Über­sicht beiträgt. Mit der ver­gle­ich­sweise neuen Unsitte, Artikel zu ver­schlag­worten (“taggen”), kann ich bis heute nichts anfan­gen — geeignete tags zu find­en, die den Kern kom­plex­er Gedankengänge in weni­gen Buch­staben zu erfassen ver­mö­gen, erscheint mir oft schwieriger als das Aus­denken ein­er guten Über­schrift; aber dies gelingt mir zumeist.

Vor allem aber habe ich einen von Ste­fans Gedankengän­gen adap­tiert:

Keine Pseu­do-Funk­tio­nen mehr. RSS-Feeds abon­niere ich nicht über einen But­ton auf der Seite, eben­so wenig schiebe ich Links in meine sozialen Net­ze über Knöpfe auf der Web­seite. Das mache ich mit Book­marklets oder über die Funk­tio­nen meines Browsers. Da muss ich näm­lich nicht suchen und weiß, wie sie funk­tion­ieren.

Der RSS-Ver­weis bleibt vor­erst, wo er ist, da es inzwis­chen Usus zu sein scheint, die RSS-Automa­tis­men zum Beispiel von Fire­fox nur mehr per optionaler Erweiterung nutzbar zu machen — die Ver­weise zu den “sozialen Net­zw­erken” unter jedem Artikel aber, die es ermöglicht­en, per Klick meinen Senf per zum Beispiel Digg zu bewer­ben, sind gestrichen. Das hat drei Gründe:

  1. Die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Word­Press-Plu­g­ins besitzen eine über­schaubare Funk­tion­al­ität: Entwed­er basieren sie auf exter­nen, ziem­lich großen JavaScript-Bib­lio­theken (etwa das Twit­ter-mit-Zäh­ler-wid­get) oder sie verzicht­en auf die Inte­gra­tion der Net­zw­erke, die mir wichtig sind.
  2. Die neben Twit­ter — das vielmehr ein Mikroblog als ein wirk­lich­es soziales Net­zw­erk ist — einzige Plat­tform dieser Art, die ich selb­st aktiv nutze, ist Geras­po­ra, und für sie existiert noch keine Umset­zung eines solchen wid­gets.
  3. Ich halte meine Leser für aus­re­ichend kom­pe­tent, im Falle ein­er Nutzung eines sozialen Net­zw­erks selb­st in der Lage zu sein, Ver­weise hier­her in ihrer Zeitleiste unterzubrin­gen. (Tat­säch­lich erhielt ich unlängst eine Vielzahl an Aufrufen per Face­book, obwohl es hier eigentlich niemals eine Face­book-Anbindung gab; ander­sherum blieben Besuche von Tech­no­rati, Digg und Co. bis­lang weit­ge­hend aus.)

Diverse Artikel wer­den im Laufe des Tages noch ihre Kat­e­gorisierung wech­seln, vielle­icht wer­den noch ein paar Kat­e­gorien ver­schwinden oder es entste­hen neue. Kleinere Änderun­gen (und vielle­icht eine größere, ziem­lich bunte, sofern alles klappt) am theme wer­den fol­gen. Wenn ihr Ideen habt, die ich schon immer mal hätte umset­zen sollen, dann ist jet­zt der richtige Zeit­punkt gekom­men, sie mir mitzuteilen.

Danke für die Aufmerk­samkeit.


Nach­trag vom 9. Jan­u­ar: Die ziem­lich bunte Änderung wurde vorgenom­men.

Politik
Hitlerjahr 2011

2011 war ja auch mal wieder ein Jahr des Hitlers. Hitler ist nicht mehr nur ein Tabu und eine Wer­beikone, er ist inzwis­chen auch eine Maßein­heit:

Wie viel Hitler steck­te etwa in Kim Jong-il, dem nord­ko­re­anis­chen Despoten? Wie war das mit George W. Bush? Und was ist mit Barack Oba­ma? Ist er vielle­icht auch ein biss­chen Hitler? Und sei’s nur ein klitzek­leines biss­chen? (…) Und so haben Oba­mas radikale Geg­n­er im eige­nen Land ihren Präsi­den­ten wegen eben der Ein­führung ein­er geset­zlichen Kranken­ver­sicherung mit Hitler ver­glichen.

Hitler und seine Zeit gehen eben immer. Lars von Tri­er? Nie gehört, bis er sich spaße­shal­ber zum Nazi erk­lärte, was in den USA belustigt aufgenom­men wurde, in Europa aber die übliche Welle entrüsteter Buhrufe nach sich zog. Humor­los­es Völkchen, diese Europäer.

Von Hein­er Geißlers Stuttgart-21-Schlich­tungsver­such ist auch nicht viel geblieben: Es wird gebaut, es wird Geld ver­schlin­gen. Hein­er Geißler? Wer war das? Ach so, der mit dem Goebbels-Spruch.

“Wollt Ihr (sic!) den total­en Krieg?” hat er wohl die Teil­nehmer an den Schlich­tungs­ge­sprächen gefragt und damit Joseph Goebbels zitiert.

Es ist nicht davon auszuge­hen, dass inzwis­chen schon mal jemand darüber nachgedacht hat, wie man diese Frage son­st hätte for­mulieren sollen; aber wenn man sich halt ger­ade so schön in Rage gere­det hat, möchte man nicht plöt­zlich fest­stellen, dass diese Rage eigentlich vergebens war, tja, Hitlerzeit geht eben immer.

Dabei hat­te selb­st Hitler mit Dschingis Khan eine Ver­gle­ichs­fig­ur, die ihm als das Böse erschien (wenn’s halt ger­ade nicht die Juden waren), anson­sten gab es im Laufe der Jahrhun­derte ja zahllose fin­stere Gestal­ten, von den Pharao­nen in den Büch­ern Gen­e­sis und Exo­dus über Judas Ischar­i­ot und Napoleon Bona­parte bis hin zu Wolf­gang Schäu­ble — zu Ruhm als in weltweit­er Poplit­er­atur als Witz­fig­ur karikiert­er Monarch hat es außer Hitler jedoch bis­lang nur Drit­ter­er gebracht.

Vielle­icht ist so ein neues Jahr ja eine gute Gele­gen­heit, in der eige­nen Rede ein­mal einen anderen Bösewicht zu ersin­nen. Hitler schockt ein­fach nicht mehr.

Vorschläge?

PolitikIn den Nachrichten
Über das Märchen vom großen bösen Wulff

Ach, ich ver­ste­he die Men­schen nicht mehr.

Der amtierende Bun­de­spräsi­dent hat sich also — als Pri­vat­mann — 500.000 Euro geliehen. Das ist sein gutes Recht. Dass nicht jed­er 500.000 Euro geliehen bekommt, ist schade, aber es kann ja auch nicht jed­er zurück­zahlen, nehme ich an. Ich jeden­falls kön­nte es nicht. Und trotz­dem tönt der Tenor jet­zt durch das Inter­net:

Wir alle möcht­en jet­zt auch mal Men­schen in einem Land sein, in dem wir Dar­lehen von reichen Fre­un­den zum Vorzugszins bekom­men, und zwar so, dass uns das Geld in Form eines anonym aus­gestell­ten Bun­des­bankschecks zugesteckt wird, damit es auch kein Auf­se­hen erregt, wenn wir so viel Geld zum Vorzugszins geliehen bekom­men, so dass wir leichter sagen kön­nen, dass wir gar kein Geld zum Vorzugszins bekom­men haben.

Ich ver­ste­he das nicht. Das Prob­lem der­er, die auf­grund des geliehenen Geldes jet­zt den Rück­tritt des Bun­de­spräsi­den­ten oder des Amtes fordern, ist es, dass man ihnen nicht auch so viel Geld lei­ht, oder wie? Aber was kann der Bun­de­spräsi­dent denn dafür?

Ob er das Geld als Poli­tik­er oder als Pri­vat­mann bekom­men hat, ist sicher­lich eine entschei­dende Frage, ersteres wäre wom­öglich Kor­rup­tion und somit für den höch­sten Mann im Staat kein gutes Ergeb­nis. Hat denn jemand den Scheck ein­mal darauf über­prüft? Chris­t­ian Wulff ist neben­bei auch noch Pri­vat­mann: Seine Finanzen, seine Sex­u­al­ität und seine Ess­ge­wohn­heit­en soll­ten nicht Gegen­stand der öffentlichen Debat­te sein.

Zumal die Öffentlichkeit selb­st nur allzu leicht zu kor­rumpieren ist: Die Ver­ant­wortlichen für den Ein­satz des Staat­stro­jan­ers sind immer noch im Amt, obwohl sie das Grundge­setz gebrochen haben. Das stört offen­bar nie­man­den mehr, sie sind ja keine Präsi­den­ten. Aber was will das Volk? Das weiß es nicht.

Man kann es Chris­t­ian Wulff zugute hal­ten, dass er Deutsch­land einiges erspart hat: Wäre er, statt die Wahl zu gewin­nen, als Ver­lier­er aus ihr her­vorge­gan­gen, hätte Deutsch­land nun den Stasi-Schüt­zling Joachim Gauck an sein­er Stelle am Hals; und ob das bess­er gewe­sen wäre, bleibt zu bezweifeln, denn in dessen Vita gibt es sich­er Ärg­eres als gele­gentliche rät­sel­hafte Zahlungsvorgänge zu ergrün­den. Wer aber sollte Wulff nun beer­ben, würde er zurück­treten?

Georg Schramm wäre eine nahe liegende Lösung; aber am Ende würde es doch wieder der Gut­ten­berg. So gese­hen kön­nen wir stolz auf das sein, was uns geblieben ist.

Wir müssen nur endlich den Anstand haben, uns dazu zu beken­nen.

Politik
Ach, ZDF!

So wenig ich auch der teil­weise doch arg pop­ulis­tis­chen Schelte gegen Her­rn Wulff abgewin­nen kann:

Cha­peau!

Netzfundstücke
Steve Jobs zum Anfassen

Sollte noch jeman­dem nicht klar sein, warum ich Applepro­duk­te grund­sät­zlich als Spielzeug abtue: Es liegt an der Men­tal­ität der Benutzer, die kein Arbeits­gerät, son­dern etwas zum Spie­len wollen, bevorzugt bunt und laut und aus Plas­tik.

Warum die Fir­ma Apple in all den Jahren noch nicht den kon­se­quenten näch­sten Schritt gegan­gen ist, ist unver­ständlich. Zum Glück gibt es jet­zt Abhil­fe von treuen Anhängern:

Die Steve-Jobs-Action­fig­ur, die Bar­bie-Puppe für Trend­tus­sis und ihre beängsti­gen­den Fre­undin­nen, im Maßstab 1:6. Mit nur etwa 100 US-Dol­lar ist sie beina­he ein Schnäp­pchen, bedenkt man, wie viel teur­er die auch nicht viel nüt­zlicheren Apple-Pro­duk­te üblicher­weise sind. (Dass die Inter­net­seite des Ver­mark­ters zurzeit recht unflink zu laden ist, spricht für sich.)

Inkom­pat­i­bil­itäten mit dem Film “Chucky — die Mörder­puppe” und den Fol­ge­filmen sind nicht aus­geschlossen.

(via Nachtwächter)

PolitikNetzfundstücke
Schmalhans des Tages: Luca Leitterstorf, Junge Union.

Dieser Artikel ist Teil 1 von 18 der Serie Schmal­hans des Tages

Ach, was flat­tert denn da ger­ade per Twit­ter rein?

Luca Leit­ter­storf, laut eigen­er Aus­sage Mit­glied der Jun­gen Union, twit­tert unter dem Pseu­do­nym titus­lu­ca Bon­mots wie dieses hier:

In jedem Video, wo ange­bliche Polizeige­walt gezeigt wird, gehen die Aggres­sio­nen von den Demon­stran­ten aus.

Immer diese grund­los aggres­siv­en Zivilis­ten!

“Polizis­ten prügeln nicht los”, schrieb Luca Leit­ter­storf dann, und für sie gel­ten ohne­hin “andere Regeln”; und selb­st, wenn sie mal selb­st zum Täter wür­den, dann gän­zlich unver­schuldet:

Dass Polizis­ten vor allem bei Großein­sätzen Fehler machen ist wohl ver­ständlich.

Immer­hin nen­nt er inter­essierten Lesern eine geeignete Meth­ode, kein Opfer von Polizeige­walt zu wer­den: Man darf sich nur nicht schützen.

Wenn man sich schon schützt, legt man es auf Kon­fronta­tion an! Man weiß, das die Polizei durch­greifen wird.

In sein­er vita in seinem Twit­ter­pro­fil schreibt er, er sei “bald Poli­tik­er”. Als gäbe es noch nicht genug Schmöcke im Bun­destag.

MontagsmusikKaufbefehle
The Rolling Stones — Miss You

Let­ztes Jahr erschien mal wieder eine Neuau­flage des Albums “Some Girls” der verehrten Rolling Stones, meines Empfind­ens das einzige Album der ehe­ma­li­gen Jungs, das die Medi­en in der Regel nicht mit angemessen­er Würdi­gung verse­hen (stattdessen schreiben sie das öde “Their Satan­ic Majesties Request” in den Rock­olymp, wo es nicht viel zu suchen hat).

2012: 35 Jahre erster Tod der Rock­musik, 34 Jahre “Some Girls”.
Und somit 34 Jahre “Miss You”:

Ich mag es, wenn es groovt.

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Kurz verlinkt LXXVII: “Ich esse ab morgen nur noch Digitalkameras.”

Kurze Durch­sage aus Neuenkirchen: Es wird gar nicht alles teur­er.

Dinge des täglichen Bedarfs wie Brot, Milch oder das Bier in der Kneipe sind mit der Ein­führung des Euro-Bargeldes tat­säch­lich deut­lich teur­er gewor­den. Der von vie­len Men­schen gefühlte Preisanstieg liegt deshalb höher. Waschmaschi­nen, Com­put­er, TV-Geräte, Dig­italk­a­m­eras oder das Tele­fonieren sind heute aber deut­lich bil­liger als zu D‑Mark-Zeit­en.

Danke, lieber Euro!

(@L2K12) ich ess ab mor­gen nur noch dig­italk­a­m­eras
(@L2K12) evtl kann man ja in einem pc wohnen

Da guck­en die Dänen aber blöd. Die haben den Euro nicht, die kriegen ihr Bier noch bil­liger.

Der Euro — eine “Erfol­gs­geschichte”, wie es heißt — ist erst 10 Jahre alt und treibt schon so viele Men­schen zur Verzwei­flung. Wie es wohl erst sein wird, wenn er in die Pubertät kommt?

(Danke an L.!)

In den Nachrichten
Da bahnt sich etwas an

Schon seit eini­gen Tagen knallen draußen die Korken oder jeden­falls die Böller. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel Geld die Volk­swirtschaft in diesen krisen­ge­beutel­ten Tagen noch erübri­gen kann, um es in die Luft zu blasen; also die weni­gen Euro, die noch nicht im Ack­er­mann oder im Griechen steck­en, denn die sind ja recht teuer, diese bei­den.

Und die Sil­vester­raketen, diese hohlen Knal­lkör­p­er (nicht mit den hohlen Knallköpfen (CDU) zu ver­wech­seln), liegen dann auf der Straße herum und wer­den auf Kosten der Steuerzahler — also wenig­stens meist auch der­er, die den Dreck selb­st machen, was mich mit ein­er gewis­sen Genug­tu­ung erfüllt — irgend­wann weg­geräumt. (Ander­er­seits: Gemein­samkeit­en mit der CDU gibt es ja doch: Irgend­wann ver­puffen sie, der Steuerzahler zahlt’s trotz­dem.) Das ist befriedi­gend, den­noch neige ich dazu, es den Hun­den gle­ichzu­tun und dieses nervtö­tende Gepfeife als äußerst störend zu empfind­en. Ich war auch mal 12, aber nie bescheuert.

Auch, wenn Fre­unde Gegen­teiliges behaupten.

Dabei ist das Aufder­straßeliegen längst Volkss­port, sei es im Kampf gegen Atom­müll­trans­porte, anlässlich dessen mir immer noch kein­er so recht zu erk­lären ver­mochte, inwiefern es ein Vorteil ist, wenn der Atom­müll noch länger durch die Umwelt kutsch­iert wird als beab­sichtigt, sei es wegen der hohen Arbeit­slosigkeit.

Ach, die Arbeit­slosigkeit. Manche kön­nen ja noch nicht ein­mal etwas dafür: Aus Grün­den, die wohl nur die Arbeit­ge­ber selb­st ver­ste­hen, wer­den sie dem Arbeits­markt zurück­gegeben, damit so manch ein Man­ag­er die Rat­en für seinen Bent­ley abbezahlen kann. Ses­sel­furz­er, elende.

Wobei so ein Man­ag­er natür­lich auch Geld ver­di­enen bekom­men möchte, und die bere­its an ander­er Stelle ange­sproch­ene Infla­tion macht das nicht leicht. Diese ent­gan­genen Ein­nah­men müssen dann natür­lich an ander­er Stelle wieder hereinkom­men, son­st braucht man bald einen Ret­tungss­chirm. Die Bahn macht es vor:

Die Nor­mal­preise im Fern- und im Nahverkehr steigen mit dem Fahrplan­wech­sel im Schnitt um 3,9 Prozent. Auch Wochen‑, Monats- und Jahreskarten kosten kün­ftig mehr, genau­so die Bah­n­card und viele Pauschaltick­ets für den Nahverkehr wie das Schöne-Woch­enend-Tick­et.

Als wirtschaftlich ori­en­tiertes Unternehmen, wie es die Deutsche Bahn ja lei­der ist, braucht man eben auch sein Auskom­men mit dem Einkom­men, und …

Gle­ichzeit­ig will der Konz­ern im kom­menden Jahr 2,75 Mil­liar­den Euro erwirtschaften: ein Reko­rdgewinn.

… so ein Finanz­plan will sorgfältig über­legt sein. Ohne­hin wird der Bahn übel mit­ge­spielt:

Laut einem Bericht des “Han­dels­blatts” zahlt der Stahl­pro­duzent dem Logis­tikkonz­ern Schadenser­satz wegen Preis­ab­sprachen beim Schienen­verkauf. (…) Ins­ge­samt belaufe sich die Schadenssumme durch das Kartell auf bis zu eine Mil­liarde Euro.

Da hat die Bahn noch mal Glück gehabt, dieses Geld dürfte vielle­icht reichen, um die größten Bud­getlöch­er zu stopfen. Gutes Per­son­al ist wertvoll in der heuti­gen Zeit, und das lässt sich die Bahn einiges kosten:

Im Wer­ben um Auszu­bildende seien die Zeit­en der Bestauswahl aus ein­er Vielzahl von Bewer­bern vor­bei, meinte [EVG-Chef Alexan­der] Kirch­n­er. Hier müssten die Bah­nen ver­stärkt Pro­gramme entwick­eln, um auch schwächeren Schu­la­bgängern den Ein­stieg zu ermöglichen.

Wer aus seinem Leben etwas machen will, aber in der Schule eine Niete war, der muss also trotz­dem nicht bei KIK an der Kasse oder bei McDonald’s in der Küche arbeit­en; die Bahn hält inter­es­sante Per­spek­tiv­en offen: Sich von betrunk­e­nen Pas­sagieren anpö­beln lassen müssen, an den chro­nisch geschlosse­nen Bahn­schal­tern “arbeit­en”, auf Fra­gen nach Zugver­spä­tun­gen mit einem Achselzuck­en antworten müssen, weil man die tolle blaue Bah­nuni­form eben nur trägt, weil sie so fesch ist — all das wird bei McDonald’s nicht geboten.

Man kön­nte sich das alles allerd­ings ers­paren, indem man ein­fach stirbt, zum Beispiel an ein­er Herzkrankheit. Das Bewusst­sein für Herzkrankheit­en ist viel zu niedrig, lässt die Coca-Cola Com­pa­ny mit Fokus auf das immer­hin nur Hirn­schä­den und Dia­betes fördernde “Light”-Coca-Cola-Produkt ver­melden, ungeachtet der Tat­sache, dass man selb­st mit seinem Zuck­ergesöff für so manche Organ­schä­den gesorgt haben dürfte. Dabei dür­fen die blö­den Ker­le ruhig ver­reck­en:

Die Ini­tia­tive „Hör auf dein Herz“ startete heute in Berlin im Rah­men eines Ladies Lunchs im Berlin­er Chi­na Club erst­mals der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie hat das Ziel, das Bewusst­sein für die Herzge­sund­heit bei Frauen zu erhöhen, über Präven­tion­s­maß­nah­men aufzuk­lären und somit möglichst viele Frauen zu einem herzge­sun­den Lebensstil zu motivieren. (…) Die gelade­nen Gäste – Frauen aus Gesellschaft, Poli­tik und Wirtschaft – wie Friede Springer, Nad­ja Uhl, Alexan­dra Oetk­er, Anna von Griesheim, Gräfin Karin von Dön­hoff sowie Ursu­la Kar­ven, Fiona Ben­nett und Ehren­gast Kat­ja Flint wur­den von Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek und Dr. Natascha Hess über die wichtig­sten Fak­ten zum The­ma Herzge­sund­heit informiert.

(Her­vorhe­bun­gen von mir.)

Dass ange­blich seit 1984 mehr Frauen als Män­ner an Herz-/Kreis­laufer­krankun­gen ster­ben, ist noch kein Grund, “ins­beson­dere Frauen” auf dieses Risiko hinzuweisen. Zumal es dafür nicht mal promi­nen­ter Patin­nen bedürfte, denn die Grun­dregeln lernt man eigentlich schon als kleines Kind: Nicht so viel unge­sunde Zuck­er­plörre trinken, son­st wird man das noch mal bereuen.

Wer die braune Brühe ohne­hin nicht gern mag, der hat gute Chan­cen, nach­halti­gen Schaden an der neuen Volk­skrankheit Burn-Out-Syn­drom zu nehmen. Das ist eigentlich eine Unver­schämtheit, sagt die “Welt” und appel­liert: Hört auf, aus­ge­bran­nt zu sein, son­st macht ihr die Wirtschaft kaputt, ihr Pim­mel! Am besten ein­fach einsper­ren, das arbeitss­cheue Pack. Tja, ʇןǝʍ ǝıp ste­ht Kopf in diesen Tagen.

Ach, kaputte Wirtschaft — wir Deutschen, wir zahlungskräfti­gen Schuld­ner, soll­ten uns nicht so anstellen. Ver­glichen mit Spanien und den USA geht es uns noch bestens. Dass sich der US-amerikanis­che Präsi­dent da lieber ins Aus­land abset­zt, ist ver­ständlich:

US-Präsi­dent Barack Oba­ma zieht es wieder nach Berlin. „Die Chan­cen, dass Präsi­dent Oba­ma wieder nach Berlin kommt, ste­hen gut, weil er das auch selb­st unbe­d­ingt will“, verdeut­licht der US-Botschafter Philip D. Mur­phy in der Sam­stagsaus­gabe der „Berlin­er Mor­gen­post“.

Es ist eine urdeutsche Tra­di­tion, hohlen Blendern zuzu­jubeln. Der Karl-Theodor ist ger­ade nicht greif­bar, also muss man sich an einen anderen notorischen Lügn­er hal­ten und ihn zum Hei­land stil­isieren. Einen echt­en Deutschen inter­essieren gebroch­ene Wahlver­sprechen nicht. Der CDU ste­ht auch weit­er­hin eine rosige Zukun­ft bevor.

2012 wird sich­er lustig. Fro­hes neues Jahr.

In den NachrichtenWirtschaft
Kurz verlinkt LXXVI: “Haste mal ’ne Däne-Mark?” / Dänen leiht man gern etwas.

Däne­mark ist eines der Län­der, die den Euro nicht so toll find­en wie Angela Merkel (also Frau Merkel den Euro, nicht die Län­der Frau Merkel). Das heißt, dieser ganze Schulden­zirkus mit Pleit­elän­dern, Ret­tungss­chir­men und aufmüp­fi­gen Briten kann dän den Dänen vol­lkom­men schnuppe sein. Der Erfolg gibt ihnen Recht:

Die Zen­tral­bank des Lan­des platzierte am Don­ner­stag Staat­san­lei­hen mit drei‑, sechs- und neun­monati­gen Laufzeit­en und sam­melte so 2,32 Mil­liar­den dänis­che Kro­nen ein, das entspricht rund 310 Mil­lio­nen Euro. Bei zwei dieser drei Emis­sio­nen betrug die Ren­dite für die Inve­storen weniger als null Prozent — der Staat muss ihnen also weniger Geld zurück­zahlen, als sie ihm geliehen haben. Konkret lagen die Zin­sen bei den drei­monati­gen Papieren bei minus 0,21 Prozent, bei Anlei­hen mit sechsmonatiger Laufzeit bei minus 0,07 Prozent.

In anderen Worten: Weil Däne­mark man­gels Euro-Mit­glied­schaft nicht von aber­witzig hohen Pflich­taus­gaben für strauchel­nde Mis­s­wirtschaftsstaat­en betrof­fen ist, ist seine Zahlungs­fähigkeit der­art stand­fest, dass es sich auch Geld lei­hen darf, ohne es voll­ständig zurück­zahlen zu müssen. Ein biss­chen wie Por­tu­gal eben.

Denn was ist ein ein­deutiges Zeichen dafür, dass ein Schuld­ner sich­er zahlungs­fähig ist? Klar: Er lei­ht sich ein paar hun­dert Mil­lio­nen Euro. Das weckt Ver­trauen. Deutsch­land ken­nt das ja:

Von dieser Unsicher­heit prof­i­tiert hinge­gen außer Däne­mark auch Deutsch­land, das eben­falls als sicher­er Schuld­ner gilt. Seit Monat­en liegen die Ren­diten für Bun­de­san­lei­hen unter der Infla­tion­srate (…).

Ren­diten liegen “unter der Infla­tion­srate”; Deutsch­land ist also ein sicher­er Schuld­ner, weil unser Geld immer schneller immer weniger wert ist?

Vielle­icht sollte ich auch mal wieder einen Kred­it beantra­gen.

(Danke an L.!)

Nerdkrams
SIP unter Android 4.0: Es muss nicht immer Skype sein.

Skype bietet, seine ständi­gen Sicher­heit­sprob­leme ein­mal gän­zlich außer Acht gelassen, eigentlich keine nen­nenswerten Vorteile. Sprachüber­tra­gung ist ein alter Hut, Videokon­feren­zen beherrscht selb­st Google+ inzwis­chen ohne irgendwelchen Mehraufwand, von dem eben­falls video­tauglichen MSN und den anderen Dien­sten ein­mal ganz zu schweigen. Wer darauf verzicht­en kann, beim Tele­fonieren die Fresse seines Gegenübers ständig ertra­gen zu müssen, dem genügt ein ein­fach­er VoIP-Anbi­eter.

Ein tritt SIP. SIP ist ein offenes Über­tra­gung­spro­tokoll, für das es zahlre­iche Clients für nahezu jedes gängige Betrieb­ssys­tem gibt. Videoüber­tra­gung ist möglich, aber ich möchte hier vor allem den Audioteil beleucht­en. Die Tele­fon-app von Android 4.0 “Ice Cream Sand­wich” näm­lich hat eine Unter­stützung für SIP bere­its einge­baut.

Worin der Vorteil liegt, wenn man eh’ eine fla­trate hat (und ein smart­phone ohne fla­trate ist unaufre­gend)? Nun, es ist der gle­iche “Vorteil” wie bei der Nutzung von Skype: Man kann mit anderen SIP-Nutzern (gratis) oder anderen Tele­fon- oder Skypebe­sitzern (nicht gratis) auch am Lap­top tele­fonieren und spart so gegebe­nen­falls eine Menge Geld. Viele Vor- und Nachteile wer­den im Inter­net bere­its zur Genüge beleuchtet, deswe­gen möchte ich es auch hier­bei belassen. Auss­chlag geben­des Argu­ment für mich war es, dass es über SIP möglich ist, jed­erzeit ohne notwendi­gen Mehrpreis über eine Fes­t­net­znum­mer erre­ich­bar zu sein. Das möchte ich im Fol­gen­den ein­mal erläutern.

Voraus­set­zung, um mir inhaltlich fol­gen zu kön­nen, ist ein smart­phone mit Android ab 2.3, die screen­shots unten sind jedoch unter Android 4.0 ent­standen. Für viele smart­phones gibt es ja bere­its entsprechende Portierun­gen, ein Umse­hen auf xda-devel­op­ers ist rat­sam.

Ist die Voraus­set­zung erfüllt, man jedoch noch uner­fahren im Bere­ich des SIPs, so empfehle ich eine Anmel­dung bei einem SIP-Anbi­eter. Hat man eine DSL-/Tele­fon­fla­trate in der eige­nen Woh­nung, nutzt man wahrschein­lich bere­its SIP, ohne es zu wis­sen. Dieses SIP-Kon­to lässt sich in der Regel eben­falls per Android oder Desk­top­pro­gramm nutzen, ich empfehle einen Blick in die Hil­fe­seit­en des Anbi­eters. Möchte oder kann man davon keinen Gebrauch machen, so man­gelt es aber auch nicht an Alter­na­tiv­en. Die meis­ten haben sehr ähn­liche Kon­di­tio­nen: Keine Grundge­bühr, keine Kosten von SIP zu SIP, teil­weise gibt es auch SIP-Fla­trates. Im Beispiel ver­wende ich sip­gate (aus rechtlichen Grün­den hier nicht ver­linkt). Die Schritte der Anmel­dung vari­ieren zwis­chen den Anbi­etern, man sollte aber auf jeden Fall seine kor­rek­ten Melde­dat­en angeben. Manch­mal wird das über­prüft.

Hat man sich angemeldet, ist der aufwändig­ste Teil schon erledigt. Jet­zt kann man sich einen beliebi­gen SIP-Client instal­lieren, ein­richt­en und sich mal spaße­shal­ber selb­st anrufen. Die nöti­gen Dat­en (Serv­er, Benutzer­name, Pass­wort) teilt der gewählte Anbi­eter mit, bei sip­gate etwa ste­hen sie in den “Ein­stel­lun­gen”:

Aber eigentlich geht es ja hier um Android. Android 4.0 ist nicht nur schön blau, son­dern auch noch SIP-fähig. Möchte man mit dieser neuen SIP-Fes­t­net­znum­mer nun auch unter Android erre­ich­bar sein, kann man sich (anders als bei Skype) die Ein­rich­tung ein­er eige­nen app sparen. Man rufe schlicht die Tele­fon­funk­tion auf, betätige die Menü­taste und wäh­le “Ein­stel­lun­gen”. Dort befind­et sich unten ein Menüpunkt “Kon­ten”. Eine Berührung des­sel­ben eröffnet dem Nutzer die Möglichkeit, seine Zugangs­dat­en dort zu hin­ter­legen.

So weit die The­o­rie. Gibt es notwendi­ge Ergänzun­gen? Sich­er: Videotele­fonie geht so nicht. Wer dies auch per SIP erre­ichen möchte oder noch mit ein­er älteren als den hier genan­nten Android-Ver­sio­nen arbeit­et, dem rate ich dazu, sip­droid auszupro­bieren, das ange­blich entsprechende Funk­tio­nen bietet.

Fra­gen? Weit­ere Ergänzun­gen? Immer hier hinein damit!


Nach­trag von Mitte Jan­u­ar 2012: In den Kom­mentaren wurde ich darauf hingewiesen, dass dies anscheinend bere­its ab Android 2.3 funk­tion­iert. Ich habe den Text entsprechend erweit­ert.

Spaß mit Spam
Eh, “Swiss Apotheke”!

Dass ihr in euren komis­chen Spam­mails abwech­sel­nd Abnehm- und Penis­pro­duk­te anpreist, ist ja schön und gut und bringt ein biss­chen Abwech­slung hinein, auch wenn ihr es immer noch nicht hin­bekom­men habt, wenig­stens ansatzweise ser­iös zu wirken.

Ab jet­zt gibt es bei der Swiss Apotheke das Nr. 1 Abnehm-Pro­dukt! So können
Sie mehr als 10 KG a
bnehmen.

Am ein­fach­sten kann man ja “mehr als 10 KG a bnehmen”, indem man ein­fach stirbt; und ob eure Pillen aus dubios­er Quelle noch andere Neben­ef­fek­te haben, will ich lieber nicht aus­pro­bieren.

Natür­lich ver­mei­det ihr auch weit­er­hin jede Nen­nung von Pro­duk­t­na­men, wohl wis­send, dass Mails mit “Via­gra”, “V!@gr4” und ähn­lichen Worten in der Regel keinen Spam­fil­ter passieren. Ob eure Alter­na­tive aber so viel bess­er ist?

Guten Tag,

P,otenzmittel diskret und schnell im Netz einkaufen:

http://www.viagra-zu-sylvester-ax.info

Auch der ange­hängte Auss­chnitt aus der Cleve-Pozar-Biografie, ohne Sinn und Ver­stand aus der deutschsprachi­gen Wikipedia kopiert, lässt dieses A,ngebot n!cht überd enkenswErt erscheinen.

Wisst ihr, “Swiss Apotheke”, wer in eine Apotheke geht, der hat nor­maler­weise ein Lei­den, das seine Umwelt nicht unbe­d­ingt etwas ange­ht. Etwaige Erek­tion­sprob­leme ver­traut man aber ger­ade deswe­gen lieber dem bekan­nten Apothek­er als wild­frem­den “Schweiz­ern” unklar­er Iden­tität an, denn es gibt nur wenig, das weniger diskret wäre als eine Bestel­lung im Inter­net.

Wer in einem Anflug pubertär­er Geil­heit dann doch mal in euren Mails herumk­lickt und hofft, die niederen Gelüste befriedigt zu bekom­men, dem wird sofort ins Auge sprin­gen, mit was für lichtscheuem Gesin­del er es hier zu tun hat, denn die ver­schiede­nen Links führen alle­samt auf swissapotheke.de, eine Adresse, die erfahre­nen Spamempfängern bekan­nt vorkom­men sollte. In der Schweiz will euch kein­er mehr, dann ver­sucht ihr es jet­zt eben in Deutsch­land. Wie lange wohl?

Zum Glück hat die deutsche Geset­zge­bung ein paar Bedin­gun­gen an die Domain­reg­istrierung geknüpft, und so erfährt man mit­tels ein­er kurzen Anfrage nicht nur, dass der Ver­ant­wortliche für die Schweiz­er­apotheke gar kein Schweiz­er ist, son­dern in Karl­sruhe wohnt, son­dern (anhand sein­er E‑Mail-Adresse) auch, dass er keinen Spam emp­fan­gen möchte: Die dort einge­tra­gene Adresse bei s0ny.net ist näm­lich eine Weg­w­er­fadresse. Was wohl Sony davon hält?

Wahrschein­lich inter­essiert ihn das aber her­zlich wenig, immer­hin gibt er seinen Namen für eine ver­meintliche Online-Apotheke her, die mit Anmaßun­gen nicht geizt. Da wäre zum Beispiel das GeoT­rust-Part­ner-Logo:

Wen wun­dert es, dass ein Aufruf über das HTTPS-Pro­tokoll trotz­dem einen Fehler 404 (“nicht gefun­den”) erzeugt?

Und natür­lich geht es immer noch ein biss­chen abgeschmack­ter, denn auch ein “Tes­turteil” der “Stiftung War­entest” darf nicht fehlen:

Wirk­lich zu schade, dass die Aus­gabe 6/2009 gar keinen entsprechen­den Test vorzuweisen hat. Aber wer gierig auf der Suche nach schnellen Pim­melpillen ist, der lässt sich von so etwas nicht aufhal­ten. Immer­hin ist das eine ser­iöse “Online Apotheke” (sic!), sagt die “Stiftung War­entest”. Wird schon stim­men.

Copy­right © 2011 Swis­s­apotheke

Eigentlich fehlt nur noch das TÜV-Siegel.

Wisst ihr, “Swiss Apotheke”, es ist ja rührend, dass ihr euch so viel Mühe beim Fälschen und Betrü­gen gebt. An der Überzeu­gungskraft aber zwei­fle ich ein wenig. Vielle­icht soll­tet ihr die Branche wech­seln.