NerdkramsNetzfundstücke
Fra­ge des Tages

What is your favo­ri­te num­ber bet­ween 0 and 20? (run­ter­s­crol­len bis „THE BUZZ“) – amü­san­tes Völk­chen, die­se Wisconsiner!

Könn­te natür­lich auch am Land lie­gen; die haben halt kei­ne ande­ren Sor­gen als Lieb­lings­zah­len und even­tu­ell böse Hacker; ich zitie­re mal:

Der Anti-Spam-Akti­vist David Ritz ist von einem Gericht im US-Bun­des­staat North Dako­ta zur Zah­lung von ins­ge­samt 60.000 US-Dol­lar und zur Über­nah­me von Anwalts­ko­sten ver­ur­teilt wor­den. Sein Ver­ge­hen: Er benutz­te den UNIX-Befehl „host ‑l“ und stieß damit einen Zonen­trans­fer beim DNS-Ser­ver der Fir­ma Sier­ra Cor­po­ra­te Design an.

(…)

Das Gericht stell­te fest, dass Ritz dabei sei­ne „Iden­ti­tät hin­ter Pro­xies ver­barg, ein UNIX-Betriebs­sy­stem ver­wen­de­te und neben ande­ren Metho­den Shell Accounts ein­setz­te. Außer­dem gab er sich als Mail-Ser­ver aus.“ Die auf die­se Wei­se gewon­ne­nen Infor­ma­tio­nen mach­te Ritz publik. Die­se Infor­ma­ti­on, stell­te das Gericht fest, sei nicht öffent­lich ver­füg­bar gewe­sen. Damit habe Ritz die Daten­si­cher­heit von Sier­ra gefähr­det, Ritz sei also als Hacker ein­zu­stu­fen, schließ­lich sei der Befehl „host ‑l“ dem nor­ma­len Anwen­der nicht bekannt.

Bezie­hungs­wei­se eben dies:

Ritz has port scan­ned thousands of com­puted, inclu­ding tho­se of Sierra.

Da wünscht man denen fast den CCC auf den Hals.

Kopf -> Tisch -> Tisch kaputt,
– euer PPPinguin

In den Nachrichten
„… wie einst im Oktober“

Hal­lo, lie­be Leserlein,

neu­lich fei­er­te man gera­de 30 Jah­re „Deut­schen Herbst“ (ja, so rich­tig Herbst hat­ten wir tat­säch­lich lan­ge nicht mehr), da geht’s auch schon wie­der los mit Besetzungen.

Mehr als einem Monat hat­ten Umwelt­schüt­zer auf einem Baum aus­ge­harrt und so gegen den Bau der Elb­brücke protestiert.

(Quel­le)

Über den Sinn einer sol­chen Akti­on lässt sich nun in der Tat tref­fend strei­ten, und außer, dass die wochen­lan­ge Bewoh­nung eines Bau­mes sei­tens <unbe­grün­de­tes Vor­ur­teil> unge­wa­sche­ner San­da­len­trä­ger </​unbegründetes Vor­ur­teil> gegen den Brücken­bau unge­fähr so vie­le Zei­chen setzt wie Lich­ter­ket­ten gegen Rechts, pro­fi­tie­ren wohl ledig­lich die Medi­en davon. Wie immer eigentlich.

Eigent­lich scha­de, dass Rio Rei­ser nicht mehr unter uns weilt; eine Rauch-Baum-Song-CD wür­de ich mir ernst­haft zu kau­fen über­le­gen. „Das ist unser Baum…


Wo doch Ghet­to­krie­ge nun auch in Deutsch­land um sich grei­fen; lan­ge genug hat’s ja gedau­ert. Immer nur Ghet­to spie­len, aber beim Anblick einer Schuss­waf­fe in Trä­nen aus­bre­chen… alber­nes Pack.

Ver­letzt wur­de lei­der bis­her kei­ner. Schade.


La la lal­a­la­la lal­a­la­la,
– euer Rapinguin

Mit bestem Dank an den Klap­per und das Steh­vieh. Nein, das andere.
Die blau­en Tex­te da sind Links. Zum Anklicken.

In den Nachrichten
Der letz­te Witz des Jahres …

… hat zwar mit Pin­gui­nen zu tun, ist aber gar keiner:

Nils Olav recei­ved a pro­mo­ti­on on Wed­nes­day to Colo­nel in Chief of the Roy­al Nor­we­gi­an Guard. Yes, this high rank in the Nor­we­gi­an mili­ta­ry has in fact been besto­wed on a penguin.

Quel­le

Na dann prost Neujahr.

PolitikProjekte
Gute Vor­sät­ze 2008

Hal­lo, lie­be Leser,

es gibt so vie­les, was wir 2008 bes­ser machen kön­nen, bie­tet das abge­lau­fe­ne Jahr 2007 doch aus­rei­chend Kri­tik­punk­te. Die Kluft zwi­schen Arm und Reich wird immer grö­ßer, in Deutsch­land ver­hun­gern jähr­lich zahl­lo­se Kin­der, wäh­rend in den Fuß­gän­ger­zo­nen, ange­trie­ben durch die rea­li­täts­fer­ne Poli­tik der Regie­rung Mer­kel, zu Spen­den für Men­schen auf­ge­ru­fen wird, denen es, wie es heißt, noch viel schlech­ter gehe als uns.

Kein Geld für Lebens­mit­tel, kein Geld für war­me Klei­dung im Win­ter, das Trink­was­ser unge­sund bis gif­tig; so sieht’s aus in den armen Ländern.
Und in den Wohl­stands­län­dern (lusti­ger­wei­se also auch Deutsch­land) kommt dazu (sic!) noch ein durch­ge­knall­ter Ter­ro­ri­sten­jä­ger, der sei­nem Volk allen Ern­stes ein­re­den will, die wah­re Gefahr kom­me nicht von außen (hier: Isla­mis­mus, Kriegs­lust der USA), son­dern von innen (Schi­zo­phre­nie und Para­noia gehen oft ein­her, heißt es), und natür­lich sei es daher unver­zicht­bar, das gan­ze Volk unter Gene­ral­ver­dacht zu stel­len und im Zwei­fels­fall sämt­li­che Grund­rech­te bei­sei­te zu las­sen, um bspw. die tele­fo­ni­sche Spio­na­ge oder den Haus­frie­dens­bruch zu lega­li­sie­ren, da es mehr als nur wahr­schein­lich sei, dass poten­zi­el­le Atten­tä­ter in ihrer Woh­nung, die ver­mut­lich min­de­stens mit detail­lier­ten Plä­nen für Anschlä­ge tape­ziert wer­de, sich aus­ge­rech­net auf Hoch­deutsch über eine unver­schlüs­sel­te Tele­fon­ver­bin­dung mit ihren Kom­pli­zen unter­hal­ten, bspw. „Ey Musta­fa, komm­se ma rüber, wir müs­sen gleich die Bom­be zün­den“ oder so was.

Aber natür­lich sind nicht die Isla­mi­sten, son­dern allein wir dar­an schuld. Wer außer uns undank­ba­rem, poten­zi­ell ter­ro­ri­sti­schem Volk wür­de es wagen, unse­re Poli­tik in Fra­ge zu stellen?

Was also machen wir daraus?
Nun, am besten das, was wir die letz­ten bei­den Male in einer sol­chen Situa­ti­on gemacht haben:

Ich for­de­re die Revolution!

Kopf ab und weg. Oder, da wenig­stens wir, die ein­fa­chen Bür­ger, noch ein wenig zivi­li­siert sind, nur weg. Ohne Kopf ab. Ich kann ohne­hin kein Blut sehen.
Wer macht mit?

(Und wo wir schon mal dabei sind, könn­ten wir eigent­lich auch gleich die diver­sen selbst­er­nann­ten Web­de­si­gner mit Berufs­ver­bot bele­gen; eine Web­prä­senz, von der selbst der HTML-Vali­da­tor des W3C das sprich­wört­li­che Kot­zen bekommt, trägt mit Sicher­heit nicht zur Wah­rung der Netz­qua­li­tät bei.)

Völ­ker, hört die Signale!
– euer Volkspinguin


P.S. sowie in eige­ner Sache:


Mon­tag ist’s so weit. :-)

Sonstiges
Einen schö­nen Tag!

Lau­ter gute Wünsche:

  • den Ratio­na­len unter mei­nen Lesern wün­sche ich ein stil­les Geden­ken und einen ruhi­gen Abend
  • den „Chri­sten für einen Tag“ (*), dass der Baum nicht abbrennt
  • Frau Gene­ral­feld­mar­schall vie­le Geschenke
  • dem Spat­zen viel Spaß und gute Unterhaltung
  • denen, die sich ange­spro­chen füh­len, viel Lie­be, aber kei­ne Gesundheit
  • allen ande­ren viel Schnee und natür­lich auch Glüh­wein, so zum Ausgleich
  • und mir selbst ein­fach nur mei­ne Ruhe… :)

Päpst­li­che Grüße,
– euer Schneepinguin


* – „Oh, ja, super, wir geden­ken eines vor ca. 2000 Jah­ren gelebt haben­den fun­da­men­ta­li­stisch-jüdi­schen Sek­tenprie­sters, indem wir unter ’ner Tan­ne sit­zen und schief singen.“

NetzfundstückePolitik
Mei­nungs­ma­che 2.0

Hal­lo, lie­be Leserlein,
da brat mir einer ’nen Storch (und die Bei­ne recht knusprig):

Sind die Bedien­ste­ten des deut­schen Jour­na­lis­mus‘ (nicht mit Bou­le­vard zu ver­wech­seln!) tat­säch­lich nicht mehr bereit, lächer­li­che fünf bis wenig­stens zehn Minu­ten zu inve­stie­ren, um einen ver­meint­li­chen Sach­ver­halt auf sei­nen Wahr­heits­ge­halt zu über­prü­fen, wer­den also bewusst ver­brei­te­te Falsch­in­for­ma­tio­nen unkom­men­tiert über­nom­men, so ist doch tat­säch­lich die deut­sche Pres­se erneut das „wir­kungs­voll­ste Tötungs­in­stru­ment“, das es gibt, und zum Mord­op­fer wird im Zwei­fels­fall wie immer bzw. „damals“ (i. e. 1967 ff.) das Volk. Wenn ich recht infor­miert bin, gibt es ab über­näch­ster Woche auch wie­der eini­ge neue Geset­ze, denen das durch­aus zugu­te­kom­men könnte.

Ein Hoch auf den homo sapi­ens; scha­de, Alter, das war’s dann wohl!

Schon mal im Vor­aus ein paar schö­ne Tage,
– euer Winterpinguin


Apro­pos „schö­ne Tage“:
War­um eigent­lich nicht wenig­stens die­ses Jahr mal Weih­nach­ten feiern?

Ganz ein­fach:
Weil man auch sei­nen Stolz hat und Selbst-/Le­bens­lü­gen nicht mit­tra­gen will und außer­dem ein ratio­nal ori­en­tier­ter Mensch ist und lie­ber sei­ne Ruhe hät­te und am Ver­zeh­ren min­der­wer­ti­ger Lebens­mit­tel bei 10 Grad Minus in einer Men­schen­men­ge, die auch mit Kil­ler­nie­ten und Sprin­ger­stie­feln (d. h. das soll­te ich mal aus­pro­bie­ren) kein Durch­kom­men ermög­licht, kei­ne Freu­de hat.

„Also so halt“.

NetzfundstückePolitik
Und nochemaa die Ächz­te. „Hal­te dei­ne Schweiz sau­ber“, na bedankt.

Mit fol­gen­der Gra­fik wirbt zur­zeit die Home­page der so bezeich­ne­ten „besten Band der Welt“:

Hin­ter­grund:
Nach­dem im Jahr 2007 (also qua­si kürz­lich) der von der Musik­grup­pe nicht son­der­lich geschätz­te Schwei­zer Poli­ti­ker Chri­stoph Blo­cher einen gro­ßen Anteil an Stim­men ver­lor, lösten die Ärz­te ihr auf der „Es wird eng“-Tour gege­be­nes Ver­spre­chen eines zusätz­li­chen Musik­down­loads ein, wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe.

Nun las­se ich aber all die Jubel­schreie bezgl. Gra­tis­down­loads außer Acht und fra­ge mich stattdessen:
Wie­so ver­sucht eine deut­sche Musik­grup­pe, mit­tels US-ame­ri­ka­ni­scher Metho­den (das Inaus­sicht­stel­len zusätz­li­cher Kon­sum­gü­ter) in der Schweiz Poli­tik zu machen?

Sind wir hier in Texas oder wie?

Bit­ter­bö­se,
– euer Eispinguin

MusikPersönliches
Jazz war anders

Hal­lo, lie­be Pflaumen,

ich war nun gestern mit dem Klap­per auf dem Han­no­ver­kon­zert der Musik­grup­pe „Die Ärz­te“ und möch­te im Fol­gen­den einen kur­zen Bericht des Tages abliefern:

Da Han­no­ver eine Ecke ent­fernt ist, fuh­ren wir recht zei­tig los. Die N‑Joy-Frau, die an der War­te­schlan­ge vor­bei­lief, um irgend­et­was wer­be­wirk­sa­mes zu unter­neh­men, umging ich mit diplo­ma­ti­schem Ein­füh­lungs­ver­mö­gen („Für DEN Sen­der? Nie­mals!“), so dass wir nach dem Sicher­heits-Befum­meln (sind Mobil­te­le­fo­ne adäqua­te Nah­kampf­waf­fen?) vor Kon­zert­be­ginn das über­teu­er­te Cate­ring testen konn­ten (braucht jemand einen Die-Ärz­te-Becher?). Wäh­rend des Ver­zehrs von Bier und Piz­za hielt mein Beglei­ter freund­li­cher­wei­se den Rand, auch wenn wir uns zuerst nicht zwi­schen Piz­za- und Tischrand ent­schei­den konn­ten. Erste­rer gewann.

Schon um kurz vor 19 Uhr konn­ten wir die ersten „Wir woll’n die Ärz­te sehn“-Rufe ver­neh­men. Doch erst kam, wie ein gelang­weilt wir­ken­der Rodri­go der jubeln­den Men­ge mit­teil­te, die Vor­band. Beat­pla­net? Wer ist das? Nun… kennt hier jemand die Busters? Der­je­ni­ge möge sich bit­te die Busters in noch schlech­ter vor­stel­len, mit einem zu kurz gera­te­nen Angus Young an der Gitar­re und mit einem abso­lut ver­que­ren Humor: Es fol­ge ein sehr poli­ti­sches Lied, kün­dig­ten sie an, und dass es den Titel „Kei­ne Macht“ habe. „Kei­ne macht Lie­be so wie du“, na bedankt.

Um 19 Uhr 33 MEZ durf­ten die­je­ni­gen, die Beat­pla­net bis zum Schluss aus­hiel­ten, sie nach dem unsäg­li­chen Lied über Kos­mo­nau­ten­lie­be (haben die kei­ne Freun­din [die von Beat­pla­net, nicht die Kos­mo­nau­ten]?) end­lich ver­ab­schie­den, und schon bald fiel der schwar­ze Vor­hang mit dem wei­ßen Ä und ließ den Saal sich wie­der fül­len. Und durch­aus zu Recht: Pünkt­lich wie die Mau­rer bzw. die Medi­zi­ner erklan­gen hin­ter dem Vor­hang um 20:01 Uhr die mitt­ler­wei­le ver­trau­ten Klän­ge von „Him­mel­blau“. Ein Ope­ner als Ope­ner, wie überraschend!

Und noch wäh­rend die Kapel­le blies bzw. eben nicht blies, son­dern spiel­te, öff­ne­te sich der Vor­hang pas­send zu Farins druck­vol­lem „yeee­aaaahh“, und die Men­ge begann zu toben. Das genüg­te für einen Blick ins Publi­kum: Die Rän­ge waren nicht ganz voll, aber noch immer zeig­ten sich grö­ße­re Frei­räu­me unten bei den Steh­platz­käu­fern. Das änder­te sich übri­gens bis zur Mit­te des Kon­zer­tes erheblich.

Die Track­li­ste, der Text­über­sicht wegen:

01 Him­mel­blau
02 Lied vom Scheitern
03 Wie am ersten Tag
04 Nie wie­der Krieg (inkl. Wind of changes)
05 Die Instru­men­te des Orche­sters (geht über in …
06 … Super 3)
07 Blu­men (inkl. Gehn wie ein Ägypter)
08 2000 Mädchen
09 Sie kratzt, sie stinkt, sie klebt
10 Heulerei
11 Dei­ne Schuld
12 Die klüg­sten Män­ner der Welt
13 Die ewi­ge Maitresse
14 Breit
15 1/​2 Lovesong
16 Ich bin reich
17 Mei­ne Freunde
18 Dei­ne Freun­din (wäre mir zu anstrengend)
19 Tu das nicht
20 Mysteryland
21 Mach die Augen zu
22 Perfekt
23 Westerland
24 Las­se redn
25 Ignorama
26 Rebell („letz­tes Lied“, jetzt schon?)
27 Din­ge von denen
28 Elektrobier
29 Punkbabies
30 Schunder-Song
31 Junge
32 Der lusti­ge Astronaut
33 Außerirdische
34 Ist das alles
35 Zu spät
36 El Cattivo
37 Wir sind die Besten
38 Schrei nach Liebe
39 Unrockbar
40 Dau­er­wel­le vs. Minipli
41 Gute Nacht

Ja, „Pier­cing“ und „Nied­li­ches Lie­bes­lied“ haben sie wie­der nicht gespielt, scha­de eigent­lich – aber dafür gab’s was zu lachen. Abge­se­hen von den bekann­ten Ver­sin­gern und den berüch­tig­ten Ansa­gen ent­wickel­te sich auch auf die­sem Kon­zert ein „Run­ning Gag“. Nun ist Han­no­ver ja nicht unbe­dingt reich an erwäh­nens­wer­ten Errun­gen­schaf­ten, aber mit den Scor­pi­ons hat­ten­ses ja, die Ärz­te. Ohje! „Schö­ne Grü­ße /​ an die Scor­pi­ons…“ („Gute Nacht“).

Wenn man Rods Impro­vi­sa­ti­ons­in­kom­pe­tenz über­geht, war es auch lied­mä­ßig ein groß­ar­ti­ges Kon­zert. Zwar gab’s kei­ne „Elke“, aber Män­ner-Frau­en-Duel­le („Pfle­ge­leicht!“ „Satan!“ „Jesus Christ!“) und den unge­wohn­ten Anblick von Herrn Urlaub am Schlag­zeug (zu Beginn von „Tu das nicht“) soll­te man mal gese­hen und gehört haben. Soli­de. Die Besu­cher indes wuss­ten das, wie es scheint, nicht recht zu wür­di­gen; trotz Auf­ru­fen zum „Heat­ban­ging“ (O‑Ton, jawoll) sowie diver­ser Applaus- und La-Ola-Varia­tio­nen ent­wickel­te sich eine Stim­mung, wie man sie sich in sol­chen Kon­zer­ten vor­stellt, erst nach dem für vie­le anschei­nend noch immer ver­stö­ren­den Elek­tro­bier. Sel­ten so ein reg­lo­ses Her­um­ste­hen, selbst wäh­rend der fast unschlag­ba­ren Ver­si­on von „Wie am ersten Tag“ („Vor­bei! Die! Die!“), erlebt. Hach ja!

Aber „die Ärz­te ficken (bekannt­lich) das System, aber mit Hirn“; und so kamen dann auch die Lie­der an die Rei­he, die die TUI-Are­na („Ich hab mei­nen Urlaub schon gebucht. Bei Necker­mann.“) in Bewe­gung setz­ten. Der „Schun­der-Song“ konn­te wie gewohnt begei­stern – das Wort „Fres­se“ wirkt, wie es scheint, noch immer als „Par­ty­kra­cher“, wenn­gleich Beat­pla­net zuvor mit einem Lied, in dem auch flei­ßig nie­de­re Instink­te bedient wur­den, des­sen Titel ich aller­dings glück­li­cher­wei­se nicht ken­ne, recht erfolg­los blie­ben -, und bei dem offen­bar heiß ersehn­ten „Jun­ge“ gin­gen dann auch die Todes­mau­ern los, die bei „Dau­er­wel­le vs. Mini­pli“ ihren Höhe­punkt fan­den. Das dazwi­schen lie­gen­de „Unrock­bar“ indes wur­de von einem ärzt­lich ver­ord­ne­ten „Auf­ste­hen gegen Rechts“ (sic!) ein­ge­rahmt. „AUFSTEHEN! HINSETZEN!“ Ach, Bela…

Wer war eigent­lich der Irre im U5, der alle paar Minu­ten das Wort „Hüh­ner­ficker“ skan­dier­te und es tie­risch amü­sant fand? Er möge sich bit­te zwecks Unter­hal­tung unter „Freun­den“ melden…

Danach kam übri­gens nichts erwäh­nens­wer­tes mehr. Was auch?

Habe daher an die­ser Stel­le die Ehre und ver­ab­schie­de mich mit einem Lied von Klaus Mei­ne. ;)
(Hier bit­te ein Lied von Klaus Mei­ne einfügen!)

Tüdel­dü…

Netzfundstücke
Dan­ke, Beep­world! Dan­ke, Mit­mach­web! Sel­ten so gelacht…

Lie­be Inder in der Inderin,
was wäre das Inter­net nur ohne die gran­dio­se Idee des Mit­mach­webs?

Nun gut, mal ganz abge­se­hen davon, dass es von Anfang an als sol­ches kon­zi­piert war (also das Inter­net als Mit­mach­web), beant­wor­te ich die Fra­ge doch direkt selbst:

Es wäre frei von Idioten.

Dass die Deut­schen ein Volk der kol­lek­ti­ven Trau­er sind und Beep­world­sei­ten so knuf­fig aus­se­hen, ist kein Grund, gera­de mal fünf Tage nach der „Still­ge­burt“ (i. e. abge­nip­pelt) eines Kin­des eine Web­sei­te mit allen Ein­zel­hei­ten zu erstel­len, natür­lich in einer schön unles­ba­ren Schrift und viel Blin­ken, damit es nicht so depres­siv wirkt, und schon gar nicht mit Fotos der Lei­che – das will kei­ner sehen, Herrgottnochmal!

Aber Lie­be – und sei es nur die von einer Mut­ter zu ihrem Kind – macht bekannt­lich blind (und doof).

100000000 bus­sis auf bauchi,
– euer Pigittinguin.


P.S.:

(VfBFa­bi­an) what meens “ you­re so sexy “ in ger­man? oO
(@Tux^verdreifelt) „Sie sind so geschlechtsverkehrig“
(@Tux^verdreifelt) ;p
(VfBFa­bi­an) thank you
(@Tux^verdreifelt) no pro­blem, really.

Gni­hi­hi!