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Apro­pos „Kin­der­por­nosper­ren”

Irgend­wie belu­sti­gend ist’s ja auch, dass es offen­bar einen unver­hält­nis­mä­ßi­gen Auf­wand bedeu­tet, die Anbie­ter, auf deren Ser­vern gegen Men­schen­rech­te ver­sto­ßen­de Inter­net­sei­ten lie­gen, auf die­sen Umstand hin­zu­wei­sen, aber es nur weni­gen Brief­ver­kehrs bedarf, um unlieb­sa­me Sati­re zu ent­fer­nen.

Und die Brie­fe hät­te man sich, genau genom­men, auch spa­ren kön­nen, wenn es end­lich den geplan­ten Fil­ter gäbe!

Aus­nahms­wei­se mal ein per­sön­li­cher Kom­men­tar hierzu:
Ich bin ja mal gespannt, wie viel Pro­zent­punk­te die CDU/CSU bei den näch­sten Wah­len bekom­men wird. Wenn es nur nach der Anzahl der Schäub­le- und von-der-Ley­en-Pro­test­sei­ten geht, ver­mut­lich kei­nen ein­zi­gen. Aber ich neh­me an, die Kon­se­quenz im Den­ken und Han­deln erschöpft sich bei dem Groß­teil ihrer Kri­ti­ker dar­in, erbost in Inter­net­fo­ren zu dis­ku­tie­ren. Na dann…

In den NachrichtenMusikProjekte
Hirn­gren­zen 2.0

Da bald wie­der die Halb­jah­res­li­ste ansteht (huch, schon wie­der so viel neue Musik), kommt es mir nur gele­gen, dass ich nun­mehr viel Gele­gen­heit bekom­me, in Übung zu bleiben:

Zusam­men mit Peter von den Schall­gren­zen und eini­gen wei­te­ren Pro­ban­den bin ich seit eini­gen Tagen Teil eines Rezen­si­ons­ko­mi­tees, das unab­hän­gig von­ein­an­der aktu­el­le CDs bewer­tet, die nicht all­zu weit vom main­stream und damit dem Publi­kums­in­ter­es­se ent­fernt sind. Das Ziel ist es, mög­lichst unter­schied­li­che Mei­nun­gen über ein Album zu sam­meln, da jeder der Betei­lig­ten einen eige­nen Musik­ge­schmack ent­wickelt hat und somit eine ande­re Kli­en­tel vertritt.

Der erste Teil die­ser losen, „Sound­check” genann­ten Rei­he bil­det das Album „Con­trol­ling Crowds” der Tri­phop-Grup­pe Archi­ve. Wer noch zögert, es zu erwer­ben, kann sich hier ein Bild davon machen.


Die Defi­ni­ti­on des „Amok­lau­fes” ist, das wis­sen wir inzwi­schen, eine recht sub­jek­ti­ve. Die wei­che­sten, schwam­mig­sten (wie stei­gert man das eigent­lich?) Gren­zen hat, wie so oft, der SPIE­GEL heu­te gesetzt:

Amo­kalarm an einem Gym­na­si­um in St. Augu­stin: Nach einer Mes­ser­at­tacke auf eine Schü­le­rin hat die Poli­zei eine Fahn­dung nach einer 16-Jäh­ri­gen aus­ge­löst. Sie soll nach einem Streit auf ihre Mit­schü­le­rin los­ge­gan­gen sein und die­se an der Hand leicht ver­letzt haben.

(Her­vor­he­bun­gen von mir.)

Die­se tat­säch­li­che Tat, die jeden­falls für mich so weit eher wie eine Affekt­hand­lung scheint, wird in dem Arti­kel ergänzt durch etli­che Ver­mu­tun­gen und ernst­haf­te Zwei­fel dar­an, dass die Flüch­ti­ge tat­säch­lich einen Amok­lauf geplant hat­te. So ist das oft, wenn man über Ereig­nis­se berich­ten soll, an denen man selbst nicht betei­ligt ist.

Die Defi­ni­ti­on des Amok­laufs erlaubt dem Jour­na­lis­mus, so scheint es, noch immer zu vie­le Frei­hei­ten. Ein neu­es Wort muss her.

Hat jemand einen Vorschlag?

Nach­trag:
Die Tages­schau weiß inzwi­schen mehr und nennt end­lich mal kon­kre­te Fak­ten. Der geplan­te Amok­lauf bleibt noch immer ein „vager Ver­dacht”, jedoch wur­den mitt­ler­wei­le die Indi­zi­en für einen sol­chen klar benannt.
War­um nicht gleich so?

In den NachrichtenNetzfundstückeSonstiges
Medi­en­kri­tik extern: Heul doch!

Bei „DSDS” flenn­te sich Dani­el an die Spit­ze, für „Deutsch­land tut was!” wur­de in der ARD für den guten Zweck eben­falls auf die Trä­nen­drü­se gedrückt. Beim Fern­seh­du­ell zwi­schen Altru­is­mus und Pop­ka­pi­ta­lis­mus ging RTL klar als Sie­ger hervor.

Chri­sti­an Buß ana­ly­siert den trä­nen­be­wehr­ten Kampf um die Ein­schalt­quo­ten über­aus tref­fend. Ein Hoch auf das, was gemein­hin als gro­ße Gefüh­le titu­liert, gar bewor­ben wird! Dass die­se Gefüh­le aller­dings respek­tiert, ihre Prot­ago­ni­sten geach­tet wer­den, steht lei­der zu bezwei­feln, ist doch der Ter­mi­nus der Trans­pa­renz bei Medi­en­er­eig­nis­sen wie den ein­gangs genann­ten ohne­hin kaum gege­ben. Da kann der Ein­fluss der Zuschau­er noch so sehr her­vor­ge­ho­ben wer­den; wer bei Gesangs­dar­bie­tun­gen wie den jüngst auf RTL gezeig­ten als Sie­ger her­vor­geht, hat dies nur peri­pher der Gunst des Publi­kums zu ver­dan­ken. Für die regel­mä­ßi­ge Final­kon­stel­la­ti­on – zwei Fina­li­sten, zwei Geschlech­ter – muss der Zufall schon mehr als nur die Fin­ger im Spiel gehabt haben, da doch im Vor­feld der männ­li­che Fina­list (und übri­gens Gewin­ner, was auch immer dies bedeu­ten mag) vom Feuil­le­ton, nicht ganz zu Unrecht, mit nicht all­zu gro­ßen Chan­cen auf den Sieg bedacht wurde.

Jedoch, wie so oft, errang offen­bar der­je­ni­ge den Sieg, der beim Aus­bruch von Emo­tio­nen am sym­pa­thisch­sten aus­sieht. Per­ver­se Welt eigentlich.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Wer Peti­tio­nen unter­schreibt, frisst auch klei­ne Kinder.

Inzwi­schen hat’s auch die Medi­en erreicht:
Die elek­tro­ni­sche Peti­ti­on gegen Inter­net­zen­sur hat beach­tens­wert vie­le Unterstützer.

Ver­mut­lich alle­samt Kin­der­por­no­gra­fen, sagt der Gut­ten­berg. Nahe lie­gend, ziem­lich jeder von ihnen kennt die BRA­VO oder ähn­li­che Maga­zi­ne, in denen wöchent­lich frei­zü­gi­ge Auf­nah­men von Men­schen ab 15 Jah­ren zu fin­den sind, und bekannt­lich endet das sexu­el­le Mit­spra­che­recht erst mit 16. Oder 18? Oder lie­ber noch später?

Im Dis­kus­si­ons­be­reich zu der Peti­ti­on wird neben dem prak­ti­schen Nut­zen der geplan­ten Sper­ren auch hier­über emsig diskutiert:

Ist ein 16 Jäh­ri­ger, der auf eine 15 Jäh­ri­ge abfährt ein Per­ver­ser? Nein.
Wird er dadurch per­vers, dass er sich ger­ne Fotos die­ser 15 Jäh­ri­gen anschaun wür­de? Nein.
Ab wann wird er denn dann per­vers? Wenn er 18 ist und die glei­chen Fotos betrach­tet? Weshalb?
Wenn er 20 ist? Mit 25? Und mit wel­chem Grund?

Kein Grund für Kat­zen­jam­mer!

FotografieIn den NachrichtenNetzfundstücke
Medi­en­kri­tik X: Kei­ne Panik, ruhig Blut!

Gestern sprach ein poten­zi­ell Kra­wall machen­der Jugend­li­cher anläss­lich der jähr­li­chen Auf­stän­de am 1. Mai in ein RTL-Mikro­fon, um aus­zu­drücken, dass eben­die­se Auf­stän­de einen prak­ti­schen Nut­zen hät­ten, der da lau­te, der Wirt­schaft resp. der Poli­tik „die Mei­nung des Vol­kes” ange­sichts der der­zei­ti­gen Finanz­la­ge nahe zu bringen.
Warum stehen Wellensittiche eigentlich gern auf einem Bein? Amüsanter Anblick, aber rätselhaft.
Ob sich die Wirt­schaft resp. die Poli­tik nun son­der­lich um die Grün­de für die Zer­stö­run­gen sche­ren, ob sie die ran­da­lie­ren­den Per­so­nen­grup­pen über­haupt noch zur Kennt­nis neh­men, ist offen­bar eine Fra­ge, die sich den Bericht­erstat­tern und ihren Befrag­ten nicht stellt. Wenn Revo­lu­ti­on zur Rou­ti­ne wird, ver­liert sie ihre Wirkung.

Nun haben die Deut­schen es ja ohne­hin nicht so mit der Revo­lu­ti­on; wenn ihnen etwas nicht passt, ver­spre­chen sie, die näch­ste Wahl ent­spre­chend durch­zu­füh­ren, war­ten bis zum Wahl­tag und ver­ges­sen bis dahin wie­der, was ihnen nicht gepasst hat. Eini­ge Ver­we­ge­ne machen ihrem Unmut auch Luft, indem sie wütend in ein Mikro­fon spre­chen, wie es zum Bei­spiel der ein­gangs erwähn­te Jugend­li­che tat, jedoch genügt es nie dazu, die Ver­ur­sa­cher der Wut zu beein­drucken. Da ist Frank­reich wesent­lich wei­ter ent­wickelt, wie auch Oskar Lafon­tai­ne schon rich­tig fest­stell­te:

„Wenn die fran­zö­si­schen Arbei­ter sau­er sind, dann sper­ren sie Mana­ger mal ein. Ich wür­de mir das hier auch mal wün­schen, damit die mal mer­ken, dass da Zorn ist, dass da Men­schen um ihre Exi­stenz fürch­ten”, sag­te Lafon­tai­ne im WDR-Hörfunk.

Aber so wird ver­mut­lich auch die­ses Jahr nichts pas­sie­ren, was ernst­haf­te Kon­se­quen­zen für das Land mit sich brin­gen wird, und wir kön­nen mit dem nor­ma­len Tages­ab­lauf fortfahren.

Der Tag ist ohne­hin bereits aus­rei­chend gefüllt mit Ereig­nis­sen, über die zu berich­ten sich die Medi­en nur sel­ten zu blöd sind. In den Nie­der­lan­den zum Bei­spiel wur­de ein Anschlag ver­übt, zwar nicht mit bren­nen­den Autos, aber doch immer­hin mit einem Auto. So weit eigent­lich ver­gleichs­wei­se neben­säch­lich, wäre nicht auch hier die Bericht­erstat­tung eine wun­der­li­che. Lukas schreibt:

Weil sich zumin­dest Tei­le die­ses Unfalls in der direk­ten Nähe des könig­li­chen Bus­ses abspiel­ten, wur­den die­se Bil­der live im Fern­se­hen über­tra­gen. Dass grau­sa­me Din­ge on air pas­sie­ren, gehört zu den Risi­ken einer Live-Über­tra­gung. Die Fra­ge ist, wie man in den näch­sten Momen­ten damit umgeht.

Und tat­säch­lich konn­te man sich auf die Blut­gier der Ver­ant­wort­li­chen ver­las­sen. Berich­te über den Anschlag gibt es außer­halb des Rund­funks nicht unbe­bil­dert, vor allem nicht im Fern­se­hen und im Inter­net. Da muss das Blut sprit­zen, das weckt die Neu­gier der poten­zi­el­len Zuschau­er. (Eigent­lich ist’s nur wenig erstaun­lich, dass die Zei­tungs­ver­la­ge über rück­läu­fi­ge Kun­den­zah­len kla­gen. Einen Ein­druck vom wirk­li­chen Leben bekommt man nur, wenn man schön nahe am Gesche­hen ist, ins­be­son­de­re, wenn die­ses Gesche­hen ein blu­ti­ges ist.)

Trash-Por­ta­le wie “Spie­gel Online“, Bild.de, focus.de und stern.de, aber auch FAZ.net zei­gen Bil­der­ga­le­rien, in denen man sich unter ande­rem dar­über infor­mie­ren kann, wie eigent­lich schwe­re Kopf­ver­let­zun­gen oder Mund-zu-Mund-Beatmun­gen aussehen.

Der Mensch ist schon ein selt­sa­mes Wesen; in der Regel ist er stets dar­um bemüht, Scha­den am eige­nen Leib zu ver­mei­den, aber frem­des Leid zieht ihn auf wun­der­sa­me Wei­se an.

Dies könn­ten auch Schwei­ne fest­stel­len, wür­den sie unse­re Medi­en kon­su­mie­ren; kaum ver­schwin­den die Mel­dun­gen über die Finanz­la­ge des Staa­tes, schon gibt es Schwei­ne­ge­rip­pe Schwei­ne­grip­pe und täg­lich neue Zah­len bezüg­lich der Ver­brei­tung und der Anzahl der bis­her Betrof­fe­nen. Das Wort „Pan­de­mie”, in die­sem Zusam­men­hang gern auf­ge­grif­fen, bedeu­tet übri­gens ledig­lich, dass es sich um eine sich glo­bal aus­brei­ten­de Krank­heit han­delt, und sagt über die Zahl der Erkrank­ten nichts aus. Da dies aber nur wenig Panik schürt, lässt es sich auch umfor­mu­lie­ren, zum Bei­spiel so:

Todes-Virus H1N1 wütet auf der gan­zen Welt!

Das ist inhalt­lich nicht falsch; tat­säch­lich ist es ein Virus, das töd­lich sein kann und bereits auf meh­re­ren Kon­ti­nen­ten zu fin­den ist. Ledig­lich die Wort­wahl „wütet” ist ein biss­chen übertrieben.

Aber wer wird denn pin­ge­lig sein?

In den NachrichtenPolitik
Geschichts­re­vi­sio­nis­mus

SPON hat mal wie­der was zu melden:

Inzwi­schen ver­su­chen Neo­na­zis auch den tra­di­tio­nel­len Erin­ne­rungs­tag der Lin­ken, den Tag der Arbeit, mit ihrer For­de­rung nach einem natio­na­len Sozia­lis­mus zu besetzen.

So?

Gesetz­li­cher Fei­er­tag wur­de der 1. Mai erst wie­der ab 1933 durch die Natio­nal­so­zia­li­sten. Das Reichs­ge­setz vom 10. April 1933 benann­te ihn als „Fei­er­tag der natio­na­len Arbeit“. Im Jahr 1934 wur­de der 1. Mai durch eine Geset­zes­no­vel­le zum „Natio­na­len Fei­er­tag“ erklärt.

(Wiki­pe­dia-Arti­kel zu die­sem Thema)

Das üben wir noch mal.

Politik
Kat­zen wür­den Whis­kas wählen.

Ich gebe zu, ich bin amüsiert.

Nicht unbe­dingt über das win­di­ge Wet­ter, auf­grund des­sen heu­te eine Ente mit irri­tier­tem Blick an mir vor­bei­ge­schwom­men wur­de, und noch weni­ger über die aktu­el­le, ver­se­hent­lich bemerk­te Titel­sei­ten­idio­tie der BILD („Tuut, tuut, tuut” ist nor­ma­ler­wei­se kein Signal für „Han­dy tot”, das klän­ge dann eher gar nicht und/oder rau­schend), son­dern, und gera­de des­halb ver­wun­dert es mich selbst, über die Pla­kat­ak­ti­on der SPD anläss­lich der Europawahl.

Da sieht man einen grin­sen­den Hai im Anzug und die Behaup­tung, „Finanz­haie wür­den FDP wäh­len” (wo’s doch aber F.D.P. hieße).
Ein paar Meter wei­ter einen Föhn im Anzug, „Hei­ße Luft wür­de die Lin­ke wählen”.

Ver­mut­lich ging das ähn­lich so wei­ter, und ver­mut­lich wür­den mir umge­hend diver­se Ver­glei­che auch für die SPD ein­fal­len, wenn man mich dar­um bäte; hat man aber bis­lang nicht.

Jeden­falls kommt mir das mit der Ver­gleichs­wer­bung bekannt vor. Ob die Kon­kur­renz wohl bald nachzieht?
Hof­fen wir’s!

In den Nachrichten
Der Game Boy wird 20.

Fast droht es unterzugehen:
Der gute, alte Game Boy wird 20 Jah­re alt.

4 MHz, 4 Grau­stu­fen und ein gran­dio­ser Sucht­fak­tor. Davon könn­ten sich vie­le die­ser moder­nen Spiel­ge­rä­te mal ’ne Schei­be abschneiden.

Frü­her war so man­ches besser.

Netzfundstücke
Kraft zum Vernetzen.

Nach­dem ich es hier (mit immer­hin amü­san­ter Bild­un­ter­schrift) und hier (sach­lich dar­ge­stellt) und hier (mit etwas ande­rem The­men­schwer­punkt) und vor­her auch noch irgend­wo anders gele­sen habe, möch­te ich mei­nen Lesern den Spaß auch nicht vorenthalten:

Hier klicken, oben „pc ver­net­zen” ein­tip­pen, freuen.

Und flei­ßig ein­kau­fen nicht ver­ges­sen. Bevor’s aus­ver­kauft ist.

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik IX: Will­kom­men im Klub der ein­sa­men Herzen.

Neu bei hei­se:

RTL-2-Mit­ar­bei­ter wegen SMS-Betrugs­ver­dachts verhaftet

An sich: Gut so!
Zu bezwei­feln ist aller­dings, dass sich irgend­et­was dadurch ändern wird.

So lan­ge es Men­schen gibt, wird auch immer Ein­sam­keit exi­stie­ren, und Ein­sam­keit för­dert Ver­zweif­lung, die sich dann von wirk­lich nicht sehr guten Sen­dern wie RTL II oder die­sem furcht­ba­ren 9live zu Geld machen lässt.

Ist es die Aus­sicht auf kurz­zei­ti­ges Aus­set­zen der Ein­sam­keit tat­säch­lich wert, für fast 2 Euro pro Kon­takt­ver­such mit unbe­kann­ten Teil­neh­mern, womög­lich gar mit einer Maschi­ne, maxi­mal 160 Zei­chen auszutauschen?

Und hat schon irgend­je­mand über ein sol­ches Ange­bot die Lie­be sei­nes Lebens ken­nen gelernt? Gibt es hier­zu brauch­ba­re Sta­ti­sti­ken? Und wür­de es jemand zugeben?

Ande­rer­seits ist „Bau­er sucht Frau” ja auch ver­gleichs­wei­se erfolgreich.

In den NachrichtenPolitik
Effi­zi­en­ter Schutz für Kin­der: Bekämpft die Symptome!

Gera­de noch recht­zei­tig vor der Wahl son­dern die Regie­ren­den noch immer eine Men­ge wun­der­li­cher Din­ge ab:

Auch wenn es der­zeit noch tech­ni­sche und recht­li­che Beden­ken gegen Kin­der­por­no-Sper­ren im Inter­net gibt, wer­den eini­ge aus­län­di­sche Inter­net­sei­ten mit kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten bald nicht mehr in Deutsch­land abruf­bar sein.

So, so, es gibt recht­li­che Beden­ken, aber wir machen’s ein­fach mal, qua­si prä­ven­tiv? Ich verstehe.
Inter­es­sant ist dann vor allem die Fra­ge nach dem Nut­zen sol­cher Maßnahmen.

Geht die Zahl zu por­no­gra­fi­schen Hand­lun­gen gezwun­ge­ner und für ihr Leben gezeich­ne­ter Kin­der zurück, wenn in Deutsch­land weni­ger Inter­net­nut­zer die ent­spre­chen­den Pro­duk­te nut­zen kön­nen? Wür­de sie nicht eher, ganz im Gegen­teil, noch stei­gen, da die­je­ni­gen, die ihre Trie­be bis­lang mit der­ar­ti­gen Medi­en unter Kon­trol­le zu hal­ten wuss­ten, sel­bi­ge nun­mehr tat­säch­lich aus­üben müssen?

(Und was kann ein Mensch eigent­lich für sei­ne Trie­be?)

Das Anschau­en von Kin­der­por­no­gra­fie scha­det zunächst ein­mal kei­nem Kind. Die Pro­duk­ti­on tut es.

Ich bin gespannt, wann die ersten nicht por­no­gra­fi­schen Sei­ten auch auf der Sperr­li­ste landen.
Fan­gen wir an mit npd.de und antifa.de und arbei­ten uns dann lang­sam vor, bis nur noch die Infor­ma­ti­ons­sei­te der Bun­des­re­gie­rung zur Ver­fü­gung steht. Wie damals zu Zei­ten der Aktu­el­len Kame­ra.

Oder eben in Chi­na.

Netzfundstücke
EIER!

Das ver­lin­ke ich doch aus­nahms­wei­se gern weiter:

Mor­gens um halb acht die Tür zur Bäcke­rei auf­tre­ten, breit­schult­rig zum Tre­sen schlen­dern und gruß­los “Eier! brül­len, dabei auf die bun­ten, hart­ge­koch­ten Oster­ei­er zei­gen, die neben den Zei­tun­gen lie­gen. Wenn die Ver­käu­fe­rin nicht sofort reagiert, dop­pelt so laut “EIER!” rufen und kräf­tig mit bei­den Hän­den gegen die Ver­gla­sung hau­en – bis die jun­ge Dame end­lich ein Ei über­reicht. Nicht dan­ke sagen, nicht zah­len, sich gruß­los umdre­hen und gehen, von drau­ßen aber nach einer schwan­ken­den, ange­trun­ken wir­ken­den Pirou­et­te noch ein­mal uner­war­tet durch das Schau­fen­ster hin­ein­win­ken, macho­mä­ßig grin­sen und Küß­chen wer­fen, wor­auf­hin gleich alle drei Ver­käu­fe­rin­nen in höch­sten Ton­la­gen “hach, ist der süß” flöten.

Zuerst gele­sen hier, ver­wei­send hier­auf.

Hihi.

Persönliches
Juch­hei … heu­te frei. *reim*

In der Popu­lär­li­te­ra­tur bis­lang offen­bar kaum erforsch­te These:
Mor­gens um halb zwei nach aus­rei­chend Bier erst mal Musik hören, Müs­li essen und die für die­ses Jahr vor­ge­nom­me­nen Plä­ne stück­wei­se strei­chen ist eine Beschäf­ti­gung, die viel­fäl­ti­ge Emo­tio­nen weckt.

(Hal­lo übri­gens, lie­bes April­wet­ter. Nett von dir, dass du immer noch das alte bist. Auf dich kann man sich eben verlassen.)

… wenn dein kal­tes Bett dich nicht schla­fen lässt:
Halt dich an dei­ner Lie­be fest.