Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Rote Kreb­se, See­füh­run­gen ohne Seen

Gaa­anz toll auch, „welt.de“, hast du die­sen Arti­kel hin­be­kom­men, denn auch ein eigent­lich ziem­lich fas­zi­nie­ren­des The­ma wie Karst­seen mit Urzeit­kreb­sen ist vor der schie­ren Pein­lich­keit dei­ner Redak­teu­re nicht gefeit; so heißt’s etwa in der Krebs-Bil­der­ga­le­rie:

Spä­ter wer­den die Tie­re (…) gekocht, bis sie sozu­sa­gen krebs­rot sind.

Wer sich sol­che Tex­te aus­denkt, der soll­te sich so lan­ge schä­men, bis er sozu­sa­gen scha­mes­rot ist. Den Vogel aber schießt du, „welt.de“, mit dem letz­ten Teil des „Arti­kels“ ab:

Damit alle Fra­gen geklärt wer­den, orga­ni­siert Hei­se in sei­ner Frei­zeit Füh­run­gen rund um den See. Sie erfreu­en sich stei­gen­der Beliebt­heit – vor allem, wenn sich der See mal wie­der blicken lässt.

Dass Füh­run­gen rund um einen See weni­ger gern gebucht wer­den, wenn kein See da ist, erstaunt wahr­schein­lich so man­chen, der bei WELT Online „arbei­tet“. Übri­gens fah­ren Leu­te auch eher ungern Auto, wenn kei­ne Stra­ße da ist – gibt es dar­über eigent­lich schon einen Bericht?

Nein? Scha­de.