In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Knopfaugenflüchtlinge im Tränenjournalismus

Der “Guardian” hat eine Liste mit über 34.000 ertrunk­e­nen Flüchtlin­gen — Stand: Mai 2018 — veröf­fentlicht, natür­lich mit allen notwendi­gen Angaben (Name, Geschlecht, Alter, Herkun­ft), denn um Ratio­nal­ität geht es schon lange nicht mehr, son­dern um Mitleid; denn wie es auch ver­meintliche Tier­fre­unde gibt, die an Steaks den Namen und vielle­icht noch ein Foto des jew­eili­gen Tieres heften wollen, weil sie glauben, dass es dem Genießer so richtig schön leid tut, wenn er sich das Fleis­chstück im noch leben­den, niedlichen Zus­tand vorstellen kann, während er es verzehrt, so scheint es ver­meintliche Men­schen­fre­unde zu geben, die glauben, irgen­det­was werde kün­ftig bess­er, wenn man das Erre­gen von Mitleid für eine vornehme Auf­gabe von Jour­nal­is­ten hält. Als sei das Bericht­enswerte die Iden­tität der Toten!

Wie auch das Erricht­en von Denkmälern für jeden einzel­nen gefal­l­enen Sol­dat­en des ersten Weltkriegs dem zweit­en Weltkrieg eben auch nicht geschadet hat.

PolitikNetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Liegengebliebenes vom 27. Juli 2018

Die hes­sis­chen “Grü­nen” twit­terten am 12. Juli 2018, angere­ichert mit Emo­jis und Schwachsinn: “Mehr wilden Wald wagen: mit alten Bäu­men 🌲🌳und Kern­flächen für den Naturschutz (…)”. Warum das erwäh­nenswert ist? Natür­lich, weil die hes­sis­chen “Grü­nen” derzeit einen Wald der Winden­ergie opfern wollen. (Allergik­er­war­nung: “Tichys Ein­blick”.)


1995 wurde JavaScript, wie mir ein ander­er Tweet lei­der in Erin­nerung rief, als eine Sprache angekündigt, mit der vor allem Gele­gen­heit­sen­twick­ler Code schreiben kön­nen. Das hätte eine War­nung sein müssen.


Es gibt jet­zt smarte Fußbälle.


Die Kryp­tok­l­itsche “Coin­base” hat ein neues Pro­dukt entwick­elt: “e‑gift cards”, Elek­tro­n­is­che-Geschenke-Karten also, die man statt mit “Geld” mit “Coins”, also Spiel­geld, befüllen kann. So haben bei­de etwas davon, denn auch der Schenker wird vom Kurssturz über­rascht sein.


Mozil­la set­zt den Krieg gegen die eige­nen Benutzer fort und schmeißt nach Gopher, MNG und FTP auch die RSS-Unter­stützung aus Fire­fox raus. Der hier vor über einem Jahr schon mal erwäh­nte Autor der in seinem Blog als Alter­na­tive vorgeschla­ge­nen Erweiterung “SubToMe”, die seit 2016 keine Pflege mehr erhal­ten hat, find­et diese Änderung natür­lich gut, denn “[die] Feed-Kom­po­nente hat seit Jahren keine Pflege mehr erhal­ten”.

In den NachrichtenNerdkrams
Wie Windows, nur teuer.

“heise online”, 2003:

Als erste deutsche Großs­tadt stellt München die rund 14.000 städtis­chen Com­put­er von Win­dows auf Lin­ux um. (…) Man sei kün­ftig nicht mehr gebun­den, wenn ein Her­steller sage, dass man auf eine neue Vari­ante sein­er Soft­ware umstellen müsse, hieß es. Die Entschei­dung der Stadt war nötig gewor­den, weil Microsoft die tech­nis­che Unter­stützung für das bish­erige Münch­en­er Sys­tem Win­dows NT aus­laufen lässt.

“heise online”, 2018:

In der nieder­säch­sis­chen Steuerver­wal­tung sollen die Arbeit­splatz-Com­put­er von Lin­ux zurück auf Microsoft migri­ert wer­den. (…) Ein Upgrade oder Wech­sel des Lin­ux-Sys­tems wäre früher oder später nötig gewe­sen, da die einge­set­zten Suse-Vari­anten von dem Her­steller offiziell nicht mehr mit Sup­port unter­stützt wer­den. Die rund 12.500 Rech­n­er auch auf dem Desk­top in der Open-Source-Welt zu hal­ten, würde unter anderem neue Schu­lungskosten sowie möglicher­weise den Aus­tausch manch­er Hard­ware eins­paren.

Ob es das ist, was die jet­zt natür­lich aufge­bracht­en Kom­men­ta­toren in Blogs und Foren meinen, wenn sie sagen, Lin­ux sei Win­dows inzwis­chen dur­chaus eben­bür­tig?

Spaß mit Spam
RE:aluminium profile, aluminium coil, aluminium sheet.…..

In einem auss­chließlich von Automa­tis­men befüll­ten, inzwis­chen in ungezählten Daten­banken von Spam­mern zu find­en­den E‑Mail-Post­fach (sagt man das noch, “Post­fach”?) traf soeben unter obiger Über­schrift fol­gende fre­undliche Anfrage ein:

Hel­lo,

Do you requir­ing for the alu­mini­um pro­file, alu­mini­um coil, alu­mini­um sheet and oth­er Alu­mini­um extrud­ed Pro­file?

Con­tact us for more details.

Warm regards,
Mr. Hen­ry
MAXL INTERNATIONAL GROUP CO.,LTD
WenChen Ind­s­tial zone, chip­ing coun­ty, Liaocheng,Shandong province, Chi­na
Tel: 86–13773228028
Fax: 86–512-58975331

Lei­der benötige ich ger­ade nicht für das Alu­mini­umpro­fil, Alu­mini­um­spule, Alu­mini­um­blatt und anderes Alu­mini­um­strang­presspro­fil. Aber ich komme gern später auf das Ange­bot der Ind­stiezone zurück.

(Mein armer Kopf.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Koenji Hyakkei — Dhorimviskha

Montagsmotivation (Symboleule)Es ist Mon­tag, da darf der Tag doch gern mit einem Pand­abären begin­nen. Im Nation­al Zoo etwa feierte Mei Xiang Geburt­stag und sah dabei über­aus bärig aus. Bärigkeit ist eine willkommene Eigen­schaft, das sollte nicht vergessen wer­den. Bärig ist selb­st ein Mon­tag zu ertra­gen.

Zu den Nachricht­en: Beein­druckt von der über­wälti­gen­den Res­o­nanz hat die Stadt Frank­furt beschlossen, kün­ftig dauer­haft homo­sex­uelle Ampelpärchen einzublenden. Anscheinend gibt es Men­schen, die ihre eigene Sex­u­al­ität nur dann für akzep­tiert hal­ten, wenn diese auf Verkehrss­childern abge­bildet ist. Vor diesem Hin­ter­grund schlage ich erstens vor, außer­dem Ampeln mit pik­tografis­chen Men­schen in ein­er Dreier- oder Vier­er- oder gar ein­er objek­tophilen Beziehung auszus­tat­ten, denn nichts davon ist gesellschaftlich bish­er so unkri­tisch angekom­men wie Homo­sex­u­al­ität, zweit­ens halte ich, unverse­hens in Spot­t­laune ger­at­en, die “Elternteil-mit-Kind”-Straßen- und Wegschilder für einiger­maßen beden­klich und würde gern eine Umgestal­tung zur Diskus­sion stellen.

Inzwis­chen haben sich Die Ärzte (aus Berlin, A.d.V.) mal wieder irgend­wo blick­en lassen, näm­lich in einem Video zwecks Bewer­bung von Schleuser­tum (“Seenotret­tung”). Ihre Ver­mu­tung: Men­schen, die vor der libyschen Küste in einem Schlauch­boot sitzen, über mehrere tausend Kilo­me­ter nach Europa zu schlep­pen, statt sie an Land zu brin­gen, sei “Ret­tung” und kein Schleuser­tum. Das kann man so in eine Kam­era rein­sprechen, allerd­ings habe ich die Ver­mu­tung, dass Berühmtheit nicht unbe­d­ingt zu Weisheit führen muss. Worin die Gren­zen liegen, möge selb­stre­dend die Recht­sprechung entschei­den, mir scheint aber bei­d­seit­ig sehr viel behauptet und allein dadurch für wahr gehal­ten zu wer­den.

Apro­pos Wer­den: Meine Blog­soft­ware, die ich hier vor etwas über zwei Jahren angekündigt hat­te, jedoch lieber nur ander­swo selb­st ein­set­ze, hat am ver­gan­genen Woch­enende eine recht umfan­gre­iche Aktu­al­isierung erhal­ten, sie kann nun — the­o­retisch — etwas flex­i­bler gestal­tet wer­den und funk­tion­iert möglicher­weise auf Sys­te­men mit vie­len Ker­nen etwas zuver­läs­siger als bis­lang. Mir schien die Gele­gen­heit geeignet, noch ein­mal etwas Wer­bung dafür zu machen. Die Weltherrschaft ergibt sich nicht von allein.

Was sich aber jede Woche wieder neu ergibt, ist, dass plöt­zlich gute Musik aus dem Kopfhör­er schallt. Heute etwa diese:

Dhorimviskha- Koen­ji Hyakkei 高円寺百景

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
#ausgelacht

Während in München wohl zu großen Teilen nicht dort wahlberechtigte “Zehn­tausende” (“ZEIT ONLINE”), darunter aus­gerech­net Fah­nen schwin­gende Mit­glieder der pop­ulis­tis­chen PARTEI und der Ver­botspartei “Die Grü­nen”, unter dem twit­ter­typ­isch infan­tilen Mot­to “aus­ge­het­zt” — nur echt mit hash­tag — gegen “Het­ze”, “Denke” und “Spreche” demon­stri­erten, haben im schwäbis­chen Kauf­beuren fast 60 Prozent dage­gen ges­timmt, dass die DİTİB eine Moschee auf öffentlichem Boden bauen darf.

Man kön­nte fast meinen, die poli­tis­che Agen­da link­er Nord- und Mit­teldeutsch­er sei bayrischen Wäh­lern völ­lig egal.

(via @_donalphonso)

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Abraham — Look, here comes the dark!

Abraham - Look, here comes the dark!Lange nichts mehr über Musik geschrieben.

In der Schweiz ist vieles anders als in anderen Län­dern: Die Sprache ist bizarr, die Bier­preise sind absurd, die Züge sind pünk­tlich, die Land­schaft ist mitunter beza­ubernd und die Musik­szene ist kreativ und pro­duk­tiv. Im Ver­lauf der ver­gan­genen Jahre, von mir bis­lang unbe­merkt, erspielte sich die im franzö­sis­chsprachi­gen Teil des Lan­des ansäs­sige Gruppe Abra­ham “einen Ruf als eine der führens Post Met­al Bands (sic!) in Europa”, glaubt man den Ver­mark­tern, die wahrschein­lich “eine der führen­den Post-Met­al-Bands” mein­ten. Bei ihrem im Mai dieses Jahres veröf­fentlicht­en drit­ten Album “Look, here comes the dark!” (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL) han­dele es sich dem­nach um eine “postapoka­lyp­tis­che Dystopie”. Zum Glück klingt es trotz­dem nur wenig tödlich.

Ander­er­seits würde ich den fünf Her­ren dur­chaus eine wenig­stens kün­st­lerische Aggres­sion zutrauen, denn sie haben nicht nur Growl­ing, son­dern auch instru­men­tale Kraft im Reper­toire.

Abra­ham — Wind (Offi­cial Video)

Selb­st in den ruhigeren Momenten sieht man sich zur eige­nen Bewe­gung ver­leit­et, in den anderen, zahlen­mäßig über­lege­nen indessen gibt es kaum ein Hal­ten. Das ist ein biss­chen schade, wenn man sich ein biss­chen aus­ruhen möchte, aber dafür sind Abra­ham auch nicht ger­ade die am besten geeignete Band. Dichter, hek­tis­ch­er Gara­gen­rock (“I Ride the Last Sun­rise”), ein­fach­er (“Won­der­ful World”, “Silent at Last”) und Drone-Met­al (“To the Ground”, “Wind”), har­monisch einan­der ergänzend, find­en auf “Look, here comes the dark!” Platz und strö­men von dort in den Kopfhör­er und aus diesem in den Kopf.

ABRAHAM — Silent at Last (Offi­cial Video)

Ein Hur­ra und eine Empfehlung von mir.

In den Nachrichten
Danke, ich bin grundversorgt.

Es ver­stößt, das bleibt gesichert, nicht gegen die Grun­drechte, wenn jemand dazu genötigt wird, die ange­bliche “Grund­ver­sorgung” mit, wenn schon nicht guter Musik (denn das liegt nicht im Inter­esse der Plat­ten­ver­lage), wenig­stens Rosamunde-Pilch­er-Fil­men, Spielshows, Reise­bericht­en und dem Blödsinn von Jan Böh­mer­mann aktiv mitzu­fi­nanzieren, obwohl er nichts davon jemals sehen wollte, denn, wie das Bun­desver­fas­sungs­gericht bemerkt hat, er hat ja trotz­dem weit­er­hin gemäß Vorschrift die Möglichkeit dazu.

Jet­zt wäre es natür­lich inter­es­sant her­auszufind­en, ob es nicht eben­so nicht gegen die Grun­drechte ver­stößt, wenn jed­er Steuerzahler jährlich dazu genötigt wird, den jew­eils durch­schnit­tlichen Preis eines Neuwa­gens eben­so in eine geson­derte Kasse zu zahlen, denn auch, wenn er gar kein neues Auto haben möchte, sollte er doch wenig­stens die Möglichkeit dazu haben.

In den Nachrichten
Kurz angemerkt zum Für und Wider der Seenotrettung

Während es außer Frage ste­ht, dass es sel­ten eine falsche Entschei­dung sein kann, ohne vor­rangig wirtschaftliche Moti­va­tion in kör­per­liche Gefahr ger­atene Men­schen trotz der sta­tis­tisch gegebe­nen Wahrschein­lichkeit, dass unter ihnen in nicht zu ver­nach­läs­si­gen­der Zahl dur­chaus zu Gewalt bere­ite Anti­semiten sind, aus dieser kör­per­lichen Gefahr zu befreien, geht in der poli­tis­chen Diskus­sion darüber die Frage nach den Ursachen zu Unrecht völ­lig unter, denn obwohl selb­st die ehe­mals kri­tis­che Piraten­partei sich auf das Symp­tom konzen­tri­ert, beschließen Men­schen ja eher sel­ten mor­gens am Früh­stück­stisch bei Kaf­fee am reich­haltig gedeck­ten Esstisch im intak­ten Ein­fam­i­lien­haus, im Pad­del­boot ins Aus­land zu fahren, son­dern wur­den zuvor unter Zuhil­fe­nahme von Waf­fen aus deutsch­er Hand oder wenig­stens deutsch­er Pro­duk­tion, verkauft von oder im Auf­trag der SPD, dieses intak­ten Ein­fam­i­lien­haus­es — wenn nicht bere­its: der Fam­i­lie — beraubt und hat­ten somit eigentlich nichts mehr zu ver­lieren, weshalb es noch über­mäßig fre­undlich als bizarr zu beze­ich­nen ist, dass die Forderung nach einem Aus-dem-Meer-Fis­chen von dem Schiff­bruch nahe ste­hen­den (bzw. sitzen­den) Flüchtlin­gen auch von der SPD-Bun­destags­frak­tion geteilt wird, die erst im Jan­u­ar dieses Jahres wieder mit der Schlagzeile medi­al auf­fäl­lig gewor­den war, ihre (ehem. “die große”) Koali­tion habe “so viele Waf­fen in Krisen­ge­bi­ete verkauft wie noch nie”, wom­it “vor allem die SPD ihr Ver­sprechen nicht gehal­ten” habe, was nur seman­tisch nach ein­er Über­raschung klingt.

NetzfundstückeNerdkrams
Medienkritik in Kürze: t3n (unseriös)!

Es schrieb Andreas Domin, ange­blich Infor­matik­stu­dent und somit immer­hin noch nicht nachgewiesen­er­maßen mit kri­tis­chem Urteilsver­mö­gen aus­ges­tat­tet, in sein virtuelles Heim­blatt “t3n” einen Text hinein, der auf Twit­ter so bewor­ben wurde:

Es gibt viel zu viele unser­iöse Apps und Brows­er-Erweiterun­gen im Netz. Dabei räumt ihr selb­st die Rechte zur #Spi­onage ein!

Ohne hash­tag kein Twit­ter, das wis­sen selb­st die “Dig­i­tal­pi­oniere” (ein, wie ich meine, etwas zu hoch gegrif­f­enes Selb­stver­ständ­nis: “t3n” existiert erst seit 2005) von der yee­base media GmbH aus Han­nover. Was also will Andreas Domin mit­teilen?

Wer auf seinem Smart­phone eine App oder bei Chrome und Fire­fox eine Erweiterung instal­liert, sollte eins bedenken: diese Tools nicht sel­ten Zugang zu einem Teil eur­er per­sön­lichen Dat­en. Bei den meis­ten Anwen­dun­gen wer­den die Dat­en lediglich für die Funk­tion der App ver­wen­det. Andere wiederum fra­gen nach Recht­en, die für die eigentlichen Fea­tures des Tools über­flüs­sig sein müssten. (…) Es gibt noch viel mehr unsichere Tools in den Stores, die fleißig Dat­en für zweifel­hafte Zwecke sam­meln. (…) Wer also nicht will, dass seine per­sön­lichen Dat­en miss­braucht wer­den, sollte genauer darauf acht­en, wem er Zugriff darauf gibt.

Hin­ter dem Link zum Artikel, dessen “Fea­tures” — es soll ein Text angezeigt wer­den — kein­er­lei zusät­zliche Berech­ti­gun­gen benöti­gen wür­den, ver­ber­gen sich fol­gende Daten­samm­ler für zweifel­hafte Zwecke:

  • Ein von cloudfront.net einge­bun­denes CSS-Stylesheet. Cloud­Front gehört zum Ama­zon-Konz­ern.
  • Diverse eben­falls von dort herun­terge­ladene Grafik­dateien.
  • Ein außer­dem von dort herun­terge­ladenes JavaScript namens adlib-irgend­was.js, das Unver­schämtheit­en von Googles Werbe­servern nachzu­laden ver­sucht.
  • Mehrere zum Google Tag Man­ag­er gehörende JavaScript-Dateien.
  • Ein Zählscript von INFOn­line.
  • Eine JavaScript-Datei von adgoal (hier als “smartredi­rect” fir­mierend).
  • Ein Zählscript von con­tent­pass.

Bedauer­licher­weise hat Andreas Domin das nicht erwäh­nt — aber ich helfe ja gern.

In den NachrichtenWirtschaftMontagsmusik
Spurv — Et blekt lys lyder

Das Wochenende ist vor-WAS?Es ist Mon­tag. Zum Glück dauert das nie lange. Seit Son­ntage nur noch schnödes Woch­enende sind, hat vieles ver­loren. Gewin­nen kann nur, wer die bedi­ent, die beim Denken meist Pech haben: Kylie Jen­ner, anscheinend wed­er durch Tal­ent noch durch Ausse­hen reich und berühmt gewor­dene “Influ­encerin”, hat zum Beispiel eine Anhänger­schar, die derzeit Spenden dafür sam­meln, dass sie es noch 2018 in die Riege der Mil­liardärin­nen schafft. Nicht alles, was bescheuert ist, ist Satire.

Das haben auch die Demon­stran­ten gegen den Besuch Don­ald Trumps in Großbri­tan­nien nicht ver­standen, die einen Bal­lon in Baby-Trump-Gestal­tung steigen ließen, als eigne sich eine solche Ese­lei zum Ersatz für eine inhaltliche Auseinan­der­set­zung. Sel­ber blöd, bääh! — Aber ich war ja noch bei Reich­tum: Die “Wirtschaftswoche” erkun­dete jüngst, für wen sich ein Auto-Abon­nement, denn ein solch­es bieten einige Unternehmen offen­sichtlich bere­its an, denn lohne. Deutsch­land geht es gut? Welch Untertrei­bung!

Abge­se­hen von Bay­ern, ver­ste­ht sich, denn in Bay­ern scheint das Trinkwass­er noch immer Dinge zu enthal­ten, über die ich lieber gar keine Gewis­sheit haben möchte. Am gestri­gen Son­ntag fand dort das 128. Gau­tra­cht­en­fest statt, “Bay­ern pur!” (M. Söder), natür­lich mit angeschlossen­em und bedauer­lich zahlre­ich besuchtem Gottes­di­enst. Dort darf man noch leben wie seine Vor­fahren; den Gau­tra­cht­en­leit­er freut’s.

Wo muss denn unbe­d­ingt mehr Blockchain rein? Na, in Smart­phones natür­lich! In diesen Mon­tag muss allerd­ings etwas anderes hinein, näm­lich Musik.

Spurv — Et blekt lys lyder (Music video)

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Si vis pacem, para bellum. (4)

Warum wir noch in der NATO sind? Na, für den Frieden™ natür­lich!

Die aus dem West­en stam­menden Waf­fen, die in Der­aa von bewaffneten Grup­pen aufgegeben wor­den waren, sind laut dem rus­sis­chen Außen­min­is­teri­um ein “materieller Beweis wider­lich­er Ein­mis­chung” in Syrien.

(Grauen­volle Über­set­zung von mir.)

Im Übri­gen bin ich der Mei­n­ung, dass die Bun­deswehr abgeschafft gehört.

Politik
Programme, schlimmer als Hitler.

Im Jahr 1920 veröf­fentlichte die Nation­al­sozial­is­tis­che Deutsche Arbeit­er­partei (NSDAP) — zur Redak­tion gehörte damals ein später­er Reich­skan­zler, über den hier nicht weit­er gesprochen wer­den soll — ein 25-Punk­te-Pro­gramm, auf dem die Poli­tik der Fol­ge­jahre aufge­baut wer­den sollte. Aus gegeben­em Anlass ste­ht mir der Sinn danach, dieses Pro­gramm ein­mal mit den Pro­gram­men heutiger Parteien zu ver­gle­ichen; denn wenn schon jemand keine Nazis wählen will, dann doch bitte mit Bedacht. In meine Über­legun­gen ziehe ich die Wahl­pro­gramme von 2017 der CDU/CSU, der SPD, der Grü­nen, der Linken, der F.D.P., der AfD, der PARTEI und der Piraten­partei mit ein. Das sollte eigentlich genü­gen.

‘Pro­gramme, schlim­mer als Hitler.’ weit­er­lesen »

In den NachrichtenWirtschaft
Die Interventionen der Anderen

Es verkün­det der frühere Waf­fen­liefer­ant des Nahen Ostens, Sig­mar Gabriel (SPD), auf “SPIEGEL ONLINE” (hier aus ethis­chen Grün­den nicht ver­linkt):

Wenn [Don­ald Trump] von uns Mil­liar­den zurück­fordert für die Mil­itäraus­gaben der USA, dann müssen wir von ihm Mil­liar­den zurück­fordern, die wir für die Flüchtlinge aus­geben müssen, die gescheit­erte US-Mil­itärin­ter­ven­tio­nen zum Beispiel im Irak pro­duziert haben.

Die aus Syrien hinge­gen, die sind haus­gemacht. Die sind jeden Cent wert.
:wallbash: