Nerdkrams
Chromefox‘ Ende

Im Februar 2011, als Google die Welt mit übertriebener Werbung für den ekligen, aber wenigstens noch schön neuen Browser Chrome, die aufstrebende Konkurrenz zum Platzhirsch Mozilla Firefox, behelligte, nahm ich noch an, dass das nichts Gutes zu bedeuten habe. Leider behielt ich Recht.

Denn schon wenig später änderte sich im Hause Mozilla manches: Man passte sich der Versionierung Chromes an, indem man ungefähr im Sechswochentakt neue Versionssprünge (5, 6, 7, …, 51) auf die irritierten Stammnutzer losließ, denn wenn Firefox 8 stattdessen – wie es eigentlich logisch gewesen wäre – zum Beispiel Firefox 4.3.1 geheißen hätte, hätten die Leute gedacht, Chrome sei viel besser, weil da viel schneller sinnloserweise die erste Zahl erhöht wird. Windows 10 ist übrigens derzeit bei Version 1607, während andere Systeme noch weit von Dreistelligkeit entfernt sind. – Statt wie früher (Mozilla war am Aufbau des frühen Webs nicht ganz unbeteiligt) den Takt anzugeben, hechelte man den Spamvermarktern aus Kalifornien hinterher. Bloß nicht anders sein. Zur gleichen Zeit begann ich Erweiterungen zu programmieren, mich also mit den Browserinterna auseinanderzusetzen, weil ich es für eine gute Idee hielt, das Wenige, was mir an Firefox damals missfiel, zumindest bei Bedarf ändern zu können. Firefox war seinerzeit immerhin (neben seinem Cousin Mozilla, später SeaMonkey) der einzige nennenswerte Browser, den man bei Bedarf komplett umprogrammieren konnte, wenn man das denn wollte, und somit sozusagen das genaue Gegenteil von Chrome, dessen Flexibilität sich bis heute darauf beschränkt, dass man da neue Knöpfe in die Werkzeugleiste reinmachen kann. Mir ist unbegreiflich, wie man so etwas mögen kann.

In der Folge jedenfalls entwickelten sich die Dinge immer weiter in die völlig verkehrte Richtung: Das unnötig hochnummerierte Firefox erhielt ein auf gar keinen Fall an Chrome angelehntes Aussehen namens Australis, das natürlich nicht wie Chrome aussah, weil die Tabs im neuen Firefox runde Ecken hatten und in Chrome nicht. Auch sonst wurde die Bedienoberfläche immer weiter zurückgefahren, was sicherlich nur zufällig immer weitere Funktionen entfernte, die Chrome ja auch nicht hatte, etwa eine Statusleiste am unteren Fensterrand oder ein sofort eingeblendetes Symbol zum Abonnement von RSS-Feeds. Zähneknirschend machten Anwender und Entwickler das mit und behalfen sich mit allerlei Erweiterungen, denn erweiterbar war der Browser ja immer noch – die Möglichkeit, über die Beschreibungssprache XUL beliebige fehlende Fensterelemente einfach wieder einzufügen, traute sich Mozilla den Anwendern nicht zu nehmen.

Bis 2015. Im August 2015 erschien ein Blogartikel, der die Entwicklung einer neuen Erweiterungsschnittstelle namens „WebExtensions“ ankündigte, deren maßgeblicher Vorteil es sein sollte, dass die Kompatibilität mit Chrome-Erweiterungen – diesen kleinen nutzlosen Dingern, die oben lustige Knöpfe einblenden können und sonst nichts – möglichst niedrige Hürden aufstellen sollte; gleichzeitig wurde verkündet, dass es einen Terminplan gebe, der das Ende von XUL, mithin eben der einzigartigen Anpassbarkeit von Firefox, mit der Bekanntgabe einläuten sollte. Bist du zu groß für deinen Gegner, hack‘ dir halt die Beine ab.

Dass die neuen „WebExtensions“ nach und nach zusätzliche Funktionen erhalten sollten, damit bestehende Alterweiterungen nicht einfach eingestellt werden müssen, wurde zwar versprochen, aber der Grad der Erfüllung war ein geringer, denn für viele Erweiterungen unumgängliche Schnittstellen blieben bis heute ein ungeliebtes Stiefkind, vor allem aber entfällt mit XUL architekturbedingt auch die Möglichkeit, überhaupt irgendwo neue Elemente anzuzeigen, wo Mozilla das nicht will – und das sind nicht viele Orte. Folgerichtig teilten die Entwickler von komplexeren Erweiterungen wie Vimperator und DownThemAll! in teilweise recht scharf formulierten Beiträgen und E-Mails ihren Rückzug aus der Mozilla-„Gemeinschaft“ mit, mit Ersatz ist auch wegen weiterhin fehlender APIs nicht immer zu rechnen.

Das hält mozillanahe Blogger wie Sören Hentzschel selbstverständlich nicht davon ab, weiterhin darauf hinzuweisen, wie prima erweiterbar und vor allem unverwechselbar Firefox doch sei:

Gute Nachricht für Freunde der Browser-Anpassung: (…) Mozilla wird damit starten, die gleichen Eigenschaften zu unterstützen, die auch von Google Chrome unterstützt werden. Dies macht theoretisch direkt tausende von Chrome-Themes für Firefox verfügbar (sofern die Ersteller ihre Themes für Firefox bereitstellen wollen).

Geil. :kotz:

XUL wird, bleibt es bei den derzeitigen Planungen, mit der Veröffentlichung von Firefox 57 im November 2017 nicht mehr unterstützt werden. Wer einen anpassbaren Browser haben möchte, muss dann wohl entweder auf das Weiterbestehen vergleichsweise kleiner Hobbybrowser wie Pale Moon hoffen oder sein Heil abseits von Mozilla und Artverwandten suchen, denn es ist noch längst nicht absehbar, was Mozilla 2018 noch alles aus Firefox entfernen wird, um für Chromenutzer weiterhin interessant zu bleiben.

Aber wer braucht schon Individualität?


(Nachtrag vom 27. Februar 2017: Einer der verlinkten Autoren befand eine Formulierung für unpassend, Näheres möge bei Bedarf dem Kommentarbereich entnommen werden.)

Senfecke

Bisher gibt es 51 Senfe:

  1. Ich find den „mimimi“-Button gar nicht.

  2. Ja, schon schade wie all die Alleinstellungsmerkmale nach und nach abgeschafft werden…

    Lustig: den Kotze-Smiley kannte ich noch nicht, aber durchaus angebracht! :o)

    Jruß

  3. > Keine Sorge, ich bereue das schon jetzt.

    Das versteh ich jetzt nich so ganz! :hurra:

  4. Man passte sich der Versionierung Chromes an, indem man ungefähr im Sechswochentakt neue Versionssprünge (5, 6, 7, …, 51) auf die irritierten Stammnutzer losließ, denn wenn Firefox 8 stattdessen – wie es eigentlich logisch gewesen wäre – zum Beispiel Firefox 4.3.1 geheißen hätte, hätten die Leute gedacht, Chrome sei viel besser, weil da viel schneller sinnloserweise die erste Zahl erhöht wird.

    Ich finde das neue Schema viel übersichtlicher, weniger, dafür halt größere Zahlen, die man sich noch merken kann – den normalen Anwender juckt die Versionsnummer sowieso nicht…

    Ich nutze auch Firefox, habe ein paar Erweiterungen installiert und mir einiges anders eingestellt, als es Standard ist und ich bin damit voll zufrieden. Mit den einfachen Themes („Tapeten“ ;-) ) bin ich auch vollstens zufrieden. Chrome empfinde ich als arg ungewohnt, soo nah kann Firefox gar nicht an Chrome dran sein, wie du meinst.

    Außerdem ist in Sachen Web-Extensions nicht gesagt, dass Mozilla nicht auch eigene Schnittstellen einführt – auch auf Wunsch der Anwender, hast du deine Anforderungen Mozilla mal mitgeteilt?
    Ich finde die Idee, dass man eine gewisse Basis-API hat, die alle Browser unterstützen, gut – dann braucht man nicht für jeden Browser eine eigene Erweiterung schreiben, sondern kann möglichst große Teile deines Codes wiederverwenden.

  5. :kotz:

    Muaahaahaahaha!

  6. Was mir dazu noch in den Sinn kommt: Hört sich fast an wie: vom Russen lernen heißt siegen lernen!
    Wenn Google das so macht, dann müssen wir schließlich alle Trump… :hitler:

  7. Betrifft der Scheiß auch Seamonkey oder geht das Projekt einen anderen Weg?

    • SeaMonkey gehört ja nicht (mehr) direkt zu Mozilla, seine Zukunft ist aber ungewiss, wenn die Kompatibilität mit Firefox weiter sinkt. Ich behalte ihn auf jeden Fall neben Pale Moon weiter im Auge.

  8. Mit Sören zu diskutieren hab ich längst aufgegeben. Wenn ihm nix mehr einfällt kommt immer seine lieblingsaussage das wäre ein anderes Thema und hätte damit nix zu tun.
    Da verliert man irgendwann die Lust noch zu antworten.

    Bin längst bei PaleMoon und hoffe darauf das Addon Entwickler wechseln.

  9. Und dann wäre da noch der Druck die neue servo engine zu entwickeln, was Firefox endlich mal benutzbar schnell machen sollte
    Also ist es doch garnicht so schlecht wenn sie sich an Chrome orientieren…es kommt auch etwas sehr sinnvolles dabei raus

  10. > Das hält Werbetrommler wie Sören Hentzschel selbstverständlich nicht davon ab, weiterhin darauf hinzuweisen, wie prima erweiterbar und vor allem unverwechselbar Firefox doch sei

    Aber sonst geht’s dir noch gut? Ich erwarte, dass du diesen Schwachsinn aus deinem Artikel entfernst.

  11. Danke, danke Du triffst den Nagel auf den Kopf. Palemoon werde ich mir mal anschauen, hatte ich noch nicht auf den Schirm. Ich verwende gerade qutebrowser, ist recht brauchbar aber ist leider auch nicht so stabil.

    Hi Sören, schreib doch einfach mal in Dein Blog, was Dir an den (bisherigen) aktuellen Entwicklungen zu Firefox missfällt, statt hier rumzuheulen, dass Dich jemand „Werbetrommler“ nennt. So etwas ließt man bei Dir nämlich nie. Vielleicht auch so ein Problem, wenn man ein monothematisches Blog betreibt und mit Kritik nicht umgehen kann. Von mir aus bist auch ein Mozilla Firefox Fanboy … geschenkt, kann ja jeder machen wie er will.

    • Ach so, das Wort „Werbetrommler“ ist das Problem? Man kann sich aber auch empfindlich geben, wenn man will. – Ich nehme Sörens Blog tatsächlich als Informationsquelle, aber eben auch als Firefox-Fanblog wahr. Kein Wunder, ist ja die Aufgabe eines Mozillarepräsentanten, Mozilla zu bewerben.

    • @Stefan:

      Sorry, aber wenn du an einem sachlichen Austausch über Mozilla interessiert bist, schreib mir eine E-Mail über das Kontakformular auf meinem Blog. Aber ich lasse mich sicher hier nicht von dir angreifen (die Unterstellung, ein Fanboy zu sein oder nicht krikfähig zu sein, ist hochgradig beleidigend für jemanden, der eine seriöse journalistische Arbeit betreibt, die auch von großen Verlagen geschätzt wird; Details gerne per E-Mail. Zumal das kein bisschen der Wahrheit entspricht.) und dir dann zum Dank freundlich deine Fragen beantworten. Wie gesagt, schreib mir, dann vergesse ich deinen frechen Kommentar mal und wir starten von null ohne Voreingenommenheit einen Dialog. Aber ich werde mich nicht hier auf dieses Niveau herabbegeben. Aus dem Alter bin ich glücklicherweise schon lange raus.

      • @ Sören Hentzschel

        Entschuldige bitte, ich wollte Dich zu beleidigen. Ich persönlich finde „Fanboytum“ auch gar nicht so schlimm. Findest Du die Entwicklungen der letzten Jahre bei Mozilla Firefox gelungen? Gibt es irgendwas, was .tux geschrieben hat, wo Du ebenfalls Bedenken äußern würdest?

  12. Höre doch einfach auf, irgendeinen Mist zu verbreiten. Abgesehen davon, dass es eben NICHT die Aufgabe eines Mozilla-Repräsentanten ist, Mozilla zu bewerben (aber um das zu wissen, müsstest du dich informieren), bin ich KEIN Mozilla-Repräsentant. Also ergibt diese Aussage in Bezug auf mich nicht den geringsten Sinn. Und nein, ein „Firefox-Fanblog“ war meine Webseite auch noch nie. Solche Behauptungen sind ziemlich unverschämt. Wenn dir die Inhalte auf meiner Webseite nicht gefallen, schön. Müssen sie nicht. Das ist vollkommen in Ordnung. Aber nicht in Ordnung ist es, Lügen über mich zu verbreiten. Und die Behauptung, ich würde offiziell Mozilla repräsentieren oder sei ein „Werbetrommler“ sind Lügen, die mich in ein vollkommen falsches Licht rücken. Das geht einfach nicht. Und du wirst wohl verstehen, dass ich wenig Spaß verstehe, wenn Lügen über mich verbreitet werden. Und das auch noch auf einer Plattform, mit der ich überhaupt nichts zu tun habe. Hier gehört das noch weniger hin als woanders.

    • Von deiner Website: „Seit 2013 bin ich offizieller Mozilla-Repräsentant“. Vielleicht solltest du erst mal dich selbst anschreiben, hm?

      Und nein, „Werbetrommler“ ist sicher keine Lüge, denn du trommelst auf deiner Website für Mozilla und seine Projekte, indem du seine Ideen – bewusst oder unbewusst – in ein positives Licht rückst. Wenn du dich davon beleidigt fühlst, solltest du den Fokus deiner Website überdenken. Das war zumindest von meiner Seite keineswegs negativ gemeint, sondern eine Beschreibung deiner Beiträge. Ich mag Mozilla trotz allem ja immer noch.

    • „bin ich KEIN Mozilla-Repräsentant“

      „Seit 2013 bin ich offizieller Mozilla-Repräsentant“

      LOOOOOL.

      Wie mach‘ ich hier ’nen Popcorn Smiley?

    • :? Muß man jetzt nicht verstehen oder? Warum so aggressiv? Ist dich doch niemand angegangen! Bis hier jedenfalls.

      Meinungen muß man ja nicht teilen; können aber keine Lügen sein. Zumal du dich ja selbst Lügen strafst. Zu verleugnen, daß du Mozilla-Repräsentant bist ist bestenfalls albern, schlimmstenfalls… naja, lieber nich… Wenn du inzwischen keiner mehr bist, dann wäre es vllt schlau deine Homepage zu aktualisieren. Was einen zum nächsten Widerspruch bringt. Wenn es so eine fatale und weitreichende Unterstellung wäre, daß du immer noch Moz-Rep wärst, dann wundern einen schon deine Firefox Artikel. Kannst du Mozilla so überhaupt nicht mehr leiden, daß du dich so vehement dagegen wehrst ein Moz-Rep (gewesen) zu sein? Oder wie oder was? Ist schon ganz schön verschroben irgendwie.

      Abgesehen davon, was ist daran so schlimm einen Fanblog zu betreiben???

      Hm, seriöse Journalisten lassen sich zu solchen Entgleisungen eigentlich nicht hinreißen, die haben andere Probleme, wie z.Bsp. Zeugenschutz usw.

      Anyway, gute Besserung! :)

  13. Ich würd’s mal so sagen:

    Wenn mit der superduper-neuen Technologie auch nur ein einiges Addon (unabhängig vom Aufwand) nicht portierbar oder nachzubauen ist, ist sie totaler Schrott (wenn es machbar, aver regelmäßg fürchertlich aufwändig ist, ist es „nur“ ziemlicher Schrott). Simple as that.

    Da heute der Browser für viele (auch professionelle) Anwender sogar essentieller ist als das OS auf dem er eigentlich läuft, kann man das auch kaum anders sehen, oder? Für den Otto-Normal-User könnte man problemlos auch mehr als 90% der möglichen Anpassbarkeit und Funktionalität von Linux/Windows/OSX aufgeben, auf die schwachsinnige Idee kommen aber auch nicht viele.

    Das was da jetzt passiert ist IMO mal wieder nichts weiter als tumber, auf den aktuellen Buzzwords basierender Aktionismus der letztlich für keinen einzigen Nutzer einen spürbaren Vorteil, dafür für einen Teil spürbare Nachteile haben wird. Dafür kann man dann behaupten, dass man „am Puls der Zeit“ und modern und so sei.

    • Seb: Wenn mit der superduper-neuen Technologie auch nur ein einiges Addon (unabhängig vom Aufwand) nicht portierbar oder nachzubauen ist, ist sie totaler Schrott (wenn es machbar, aver regelmäßg fürchertlich aufwändig ist, ist es „nur“ ziemlicher Schrott). Simple as that.

      Da heute der Browser für viele (auch professionelle) Anwender sogar essentieller ist als das OS auf dem er eigentlich läuft, kann man das auch kaum anders sehen, oder?

      Nun, man kann alles anders sehen. Mozilla sieht es offensichtlich anders, sonst hätten sie ein anderes Vorgehen gewählt.

      Mir ist das jedenfalls unverständlich. Addons sind die große Stärke von Firefox. Im Marketing-Sprech heißt das glaube ich „Unique Selling Point“.

      Wenn man schon weiß, dass derzeit nicht alle alten Addons portiert werden können (siehe https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=1215059 ), dann wäre ein sinnvolles Vorgehen, erst mal dafür zu sorgen, dass das möglich wird. Und wenn man dann sicher ist, dass man alle – oder sehr, sehr viele – alte Addons portieren könnte, kann man einen Zeitplan zur Migration aufstellen.

  14. Lt. seiner Twitter Seite ist er auch Mozilla Representative:

    „Web Developer (agenedia.com). Mozilla Representative Alumnus. soeren-hentzschel.at, firefoxosdevices.org, sozone.de.“

    Und macht sich da auch noch zum Horst:
    „@Hirnfick_20 Entferne die falsche Aussage über mich UMGEHEND aus deinem Blog, oder wir beide bekommen ein riesiges Problem.“

  15. PINGBACK: artodeto's blog about coding, politics and the world
  16. Ich habe ja schon lange das Gefühl, dass Mozilla unterwandert wurde und Firefox von innen zerstört wird. Anders kann ich mir dass alles nicht mehr erklären… :?

  17. Hehe, die legendäre Kritikfäigkeit von Sören schlägt hier auf. Witzisch :-)

    Ich bin auch seit über einem Jahr von Firefox weg, da Mozilla meine Wünsche, wie ich meine Privatsphäre schützen möchte, missachtet und dann auch noch hinterhältigerweise meine über viele Jahre gepflegte Cookiesliste einfach löschen (https://support.mozilla.org/t5/Firefox/The-quot-ask-me-every-time-quot-option-of-the-privacy-settings/m-p/1178157).

    Leider sind nicht alle AddOns die ich nutze im PaleMoon lauffähig, aber die wichtigsten (uBlock/uMatrix) schon.

    Gut, dass du den Punkt mit der Kastration der AddOns noch mal aufgeschrieben hast. Die meisten werden es erst mitkriegen wenn es zu spät ist.

    Mich als Firefoxuser der ersten Stunde nervt diese Annäherung an Google auch schon geraum Zeit. Ich fand den Chrome von Anfang an nicht schön, leider hat sich Mozilla da völlig verrannt.

    Ein, wie ich finde, sehr passender Spruch, mit den Beinen.

    Das da von Null wieder etwas Neues (was macht Vivaldi?)) kommen wird ist ja leider nicht zu erwarten und die Kastration von Funktionen ist eine mittlerweile verbreitete Seuche (s. Gnome) offensichtlich gefällt das vielen Leuten, da sie sonst mit der Bedienung überfordert sind.

    Auf jeden Fall ein guter Artikel.

  18. Full ACK! fsmaulalda? Dein Theme ist hässlich. Hätte man nicht warten können?! Ein Leser mehr! Jehova! Jehova!

  19. Naja…man muss auch bedenken, dass viele Funktionen auch viel Pflege bedeutet. Mir war nicht mal bewusst, dass Chrome der Platzhirsch ist, da ich erst seit 3 Tagen wieder bei Firefox bin. War Chromeuser / Chromium Anwender seit der ersten Stunde. Eigentlich bin ich nur zu Firefox zurück, da ich gut finde, wie sie sich für Privatsphäre der Anwender einsetzen. Interessiert sonst niemanden.

    Mir fällt nur auf, dass der Firefox Arsch lahm ist. Es flutscht nicht so beim Surfen.

    Welche Erweiterungen braucht man denn? Ich vermisse eigentlich nichts. Aber vielleicht weiß ich auch einfach nicht, was ich vermissen könnte.

    Ist gibt halt in jedem Segment einen Platzhirsch, den alle nachlaufen. Zum Beispiel braucht man kein austauschbares Akku oder eine Speicherkarte in seinem Smartphone…ist Sche***, aber jeder macht es nach.

    Viele Grüße
    Nedy

    • Ja, viele Funktionen brauchen viel Pflege. Und? Wer genau hat Mozilla dazu gezwungen, gefühlt 824 „neue“ Versionen pro Jahr zu veröffentlichen? Eben.

      • Ihr beschwert euch, dass die offensichtlichen Funktionen für den Anwender abnehmen, da der Firefox sich dem Chrome annähert. Von den ganzen Funktionen, die das Web heutzutage anbietet und niemand wirklich merkt, spreche ich nicht mal. Hier gehen sicherlich immer mehr Entwicklungsressourcen unter. Ständig neue Standards und Zeug implementieren.

        Die verschiedenen APIs für die Browseranpassung zu pflegen kostet schließlich auch Aufwand, damit sie nicht irgendwann buggy und kaputt sind. Und wofür…damit ein paar Scriptkiddies ein paar bunte Buttons in den Browser bauen können. Für mich sind diese ganzen fragwürdigen Erweiterungen auch nur Spyware von irgendwelchen Leuten.

        Von mir aus kann Mozilla die Funktionen eindampfen und die Leute darein stecken, um dem Browser etwas Beine zu machen.

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  21. PINGBACK: Hirnfick 2.0 » Schöner lesezeichnen mit Buku
  22. Ich erkenne mich in der Geschichte von zunehmender Frustration und Ärger über die Entwicklung von Firefox wieder. Die Versionsnummerinflation war noch lediglich nervig. Daß die Statuszeile amputiert wurde hat mich extrem geärgert, aber das ließ sich mit AddOns wiederherstellen. Und jetzt schreddern die Hirnis GENAU DIESE AddOn-API, mit der ich den Browser zurück zur Benutzbarkeit befördern kann?! Mir fehlen die Worte.
    Daß die GUI und die zugänglichen Einstellungen immer mehr abgemagert werden, regte mich auch immer mehr auf. Lange Zeit habe ich versucht, das wenigstens zu bremsen, indem ich auf die ESR-Versionen setzte. Leider glauben inzwischen etliche Sites, sie müßten Firefox-Nutzern unter die Arme greifen, indem sie auf 1/3 der Bildschirmfläche auf den angeblich veralteteten Browser (ESR kennen die nicht!) hinweisen. Außerdem ist die Verzögerungstaktik mit ESR auch keine echte Lösung, das ist mir klar.
    Langer Rede kurzer Sinn: Ich stimme dem OP völlig zu. Ich war seit 2003 (Version 0.6) mit Firefox unterwegs. Ich habe engagiert zur Verbreitung geholfen. Und jetzt kotzt mich das alles nur noch an. Super gemacht! Glückwunsch!
    Ich bin schon eine Weile bei SeaMonkey. Die ganze Firma (150 User) , in der ich als Admin arbeite, ist auf SeaMonkey migriert. Mal sehen, wie lange das noch gut geht.

    • Es gibt Bestrebungen, SeaMonkey, Thunderbird und Pale Moon unter ein gemeinsames Dach zu stellen, da Mozilla mit denen ja nichts (mehr) zu tun haben will. Ich bin auch recht gespannt. Die Zukunft von jedenfalls SeaMonkey war ja nie offensichtlich.

      • Was eine Koinzidenz. Ich evaluiere gerade PaleMoon. Nutze seit Jahren Thunderbird und, wie beschrieben, seit etwa einem 3/4 Jahr SeaMonkey. Da fügt sich zu einer Truppe, was zusammen paßt. Alles klar, ich bin dabei, Freunde. Danke für den Hinweis.

        • Pale Moon hat gerade allgemein das, was andere Leute einen Lauf nennen. Seit der Totenglocke für Firefox hat der endlich mal reichlich Zulauf und der Entwickler kann endlich ruhigen Gewissens auf irgendwelche Kompatibilität scheißen.

          SeaMonkey auf Pale-Moon-Basis wäre grandios. Mal sehen, was kommt.

  23. PINGBACK: Hirnfick 2.0 » Liegengebliebenes vom 21. April 2017
  24. PINGBACK: Hirnfick 2.0 » Kurz verlinkt: "Programmierer" / Chromefox' Googleanalyse
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