Wie ich fast ohne eigenes Zutun erfahren konnte, haben die Bewahrer des Kiezes in Kreuzberg gewonnen, denn Google werde nun doch kein eigenes Projekt im Umspannwerk installieren, wie es heißt. Stattdessen werden dort zwei innovative Unternehmungen einziehen, nämlich der Sozialarbeiterverein „KARUNA“ und die Bettelorganisation „betterplace.org“, deren Name den kreativen Gestaltungswillen ihrer Häuptlinge vermutlich ganz richtig wiedergibt.
Auf Twitter, wo man das eben so macht, freut sich nur die F.D.P. nicht so recht, ansonsten ist weithin Jubel zu vernehmen, dass man es wieder einmal geschafft hat, ein Unternehmen fernzuhalten, das keines der Ihren ist. Dass die beiden Nichtgoogles für eine Verbesserung der sozialen Situation ihrer neuen Nachbarn kaum kämpfen können und sich somit allenfalls als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme eignen, ist wohl auch genau so gewünscht. Dass das linksradikale Bündnis „Besetzen“ – noch so’n Kreativitätssieger – mit seinem Sieg der konservativen Spießigkeit über Fortschritt und Veränderung so nebenbei mal wieder belegt hat, dass die Hufeisentheorie stimmen könnte, ist ein Aspekt, der medial zu wenig Aufmerksamkeit erfährt.
Wenn das links ist, überraschen mich meine Wahl-O-Mat-Ergebnisse noch ein bisschen weniger als sowieso schon.













