Persönliches
Hallo, Wien!

Cervelat, liebe Leser,

alle Jahre wieder ist’s so weit, da zieht unsere junge, unschuldige Jugend in, wenn man die Alltagsaufmachung (meterdick Makeup und was sich noch so Jugendmode schimpft) betrachtet, vergleichsweise hübschen Verkleidungen im Zeichen der völlig falsch verstandenen Solidarität mit amerikanischen Traditionen durch die Straßen, nehmen von den Reichen (wer immer das ist) und geben den Armen (sich). Im Grunde also genau das, was ihre Onkels und Tanten ihnen das ganze Jahr über in Großstädten vorleben; ich meinerseits nenne es Betteln.

Und dazu noch so ein „niedlicher“ Wahlspruch, „Süßes oder Saures“ (ob man als Bankräuber mit dem Spruch auch Erfolg hätte?); da gebe ich ihnen doch lieber Saures, damit sie sehen, dass sich Betteln auch und gerade in jungen Jahren nicht lohnt. Soziale und allgemeine Verwahrlosung deutscher „Zukunft“ (oje, oje!) unterstütze ich nicht, auch nicht moralisch.

Oder ich trage ein Madeleine-Kostüm. Dann entdecken sie mich nicht.

Buh!
– euer Pinguin

KaufbefehleMusikkritik
Musiktipp: Stolen Babies

Und weil’s so schön war:

Im vergangenen Jahr trat eine weitere kaputte Musikgruppierung aus dem Umfeld der durchaus durchgeknallten Avantrock-Kabarettisten Sleepytime Gorilla Museum in die „Öffentlichkeit“ bzw. den Underground:
Sie nennen sich „Stolen Babies“ und machen zusammengefasst wüsten Popkrach.

Fix Sadler von meiner Lieblingsmailingliste drückte es so aus:

(…) Stolen Babies agieren wesentlich songdienlicher, kommen direkt auf den Punkt (mit der Faust in die Fresse) und sehen sich vermutlich selber eher dem Hardcore-POP (HARDCORE bitte wörtlich nehmen) zugehörig, als dem Avantgarde… Da singt so ’ne Dame mit einem Gerülpse und Geröchel, dass einem schlecht werden mag… Und die gleiche Dame beweisst auf dem gleichen Album, dass sie aus dem nichts heraus zum ALLERFEINSTEN der Sangesgilde gehört… Zwischen Gwen Stefani, Lisa Dalbello und Kotzy Kotzen Kotzer… (wer es hört; ja, auch diese kreischende Quietschröhre is datt auch noch attraktive, kleine Mädel…) Darüber hinaus haben wir Psycho-Kirmes, Akkordeon, Violine, Trompete, Geschepper, Geklimper, verrückte Arrangements und Power bis zum Abwinken. Hampelfax könnte man auch sagen und täte der Mucke damit nicht unrecht. Die ganze Geschichte ist Artwork-technisch absolut rund, Digipak, spitzenstimmungsvolle Bilder aus dem Hause Schatten-Schnitte (…)

Ein makabres Musikvideo mit dem Titel „Push button“ gibt’s hier zu bewundern. Allein schon die Umsetzung ist künstlerisch absolut wertvoll.

Und bei MySpace sind sie natürlich auch vertreten; reichlich morbid, aber beeindruckend!

Viel Vergnügen…

Sonstiges
Wer hätte dass gedacht?

Hallo, liebe Lesermeute,

da wettert man jahrelang gegen die täglichen Sprachvergewaltigungen durch ungebildete Internetnutzer, dann liest man abends einen humoristischen Kriminalroman – natürlich die Zweitauflage (1976 (1976!)), nicht dieser digitalisierte Unfug von heutzutage mit der als „augenfreundlich“ bezeichneten verwaschenen Winzschrift und dem Chemiepapier – und verspürt plötzlich so ein Kribbeln:

Aua!
– euer Pinguin

Netzfundstücke
Deutschland sucht den Supernazi

Hallo, liebe Leserlein,

schon wieder ein feines Netzfundstück:

Deutschland sucht den Supernazi!
(Untertitel: „Wer oder was hat mit dem Nationalsozialismus am meisten gemein?“)

All das ist natürlich eine Anspielung auf Eva Herman und den Vorfall bei ausgerechnet Kerner.
Derzeit („Gesamtstimmen: 1840 (gerundet)“) führt die Antifa mit 23 %. Wer baut den Vorsprung aus?

Vive la revolution!
– euer Pinguin


Nachtrag vom 18. Oktober:
Schade, die Umfrage ist verschwunden. Macht nichts, die nächste kommt sicher.

Persönliches
Das Eva-Prinzip

Es war nicht alles schlecht unterm Führer!

Die Jugend sprach noch unverfälschtes Deutsch, hatte noch so etwas wie soziale Kompetenz und saß nicht den ganzen Tag vor der Glotze.
Und kriminelle („kriminell“ ist bitte im Sinne von „den geltenden (!) Gesetzen widerstrebend“ zu verstehen) Banden wurden immerhin konsequent bekämpft; die viel zitierten „Türkenbanden“ hätten wir damals nicht mal ins Land gelassen.

(Komm ich jetzt ins Fernsehen?)

Provokati, provokato,
– euer Pinguin

In den NachrichtenLyrik
Ein Hoch auf das BKA!

Servus,

nachdem moderne Bildbearbeitung nun für jedermann erschwinglich ist, ist es nur angemessen, dass parallel zu sinkenden Kosten für IT-Systeme auch die Steuern zur Bezahlung IT-gestützter Fahndung mindestens stagnieren.

Und wenn ich so was lese, bin ich froh, in einem modernen Staat zu leben. Derartige Expertise ist jeden Cent wert!

Polizeiexperten machten die Bearbeitung rückgängig

Erforderliche Kenntnisse: Umgang mit The GIMP sowie die Fähigkeit, eine Suchmaschine (Stichwort: „Photoshop Wirbel“) zu bedienen.

Im nächsten Leben geh ich zum BKA!
– euer überforderter Pinguin


Und, der Besinnlichkeit wegen, noch ein Tipp des Tages, gefunden hier:

Ein Walroß las im Internet:
„Ein Walroß ist erschreckend fett.“
Nun kannte es sich endlich aus
und ging sehr gutgelaunt nach Haus.
Moral: Man soll die Welt verstehn
und gutgelaunt nach Hause gehn.

Merkt euch das für die Zukunft!

Sonstiges
Pinguinspiele für lau!

Hallo, liebe Leserschar,
eins vorweg:

Ich habe keine Ahnung, wieso TuxBlog.dl.am plötzlich nicht mehr auf dieses Weblog verweist. Und so lange ich diesen Umstand nicht klären konnte, wird dieses Weblog bis auf Weiteres nur unter http://tuxproject.de/blog zu finden sein; ich bitte die Bookmarks (yeah, mark my book!) entsprechend zu kennzeichnen.

Aber mal zu meinem Hauptgericht bzw. -bericht:
Wie ihr, werte Leser, sicher wisst, gibt es unzählige kostenlose Spiele für jedes Betriebssystem. Und da Pinguine aus mir noch immer nicht ganz erfindlichen Gründen die neuen Lieblingstiere vieler Menschen sind, habe ich hier mal meine „Top 3“ der schönsten Pinguinspiele für euch zusammengestellt – vielleicht findet ihr was.

Alle hier genannten Spiele laufen, soweit mir bekannt ist, unter Linux und aktuellen Windowsversionen (für letztere wird sogar ein Installationsprogramm bereitgehalten); bis auf Pingus sind mir auch MacOS-X-Umsetzungen bekannt.

  1. SuperTux

    SuperTux ist – wie der Name schon andeutet – ein „Super Mario„-Klon. Man hat auch die aus Super Mario Land bekannten Feuerbälle zur Verfügung.

    Hinweis: Windowsnutzern wird empfohlen, die Steuerung vor dem Spielen anzupassen, da die meisten aktuellen Tastaturen mit der Standardbelegung Probleme haben.

    Screenshots

  2. Pingus

    Pingus ist die Pinguinversion der bekannten Lemmings-Spielreihe. Auch in dieser Umsetzung geht es darum, möglichst viele Lemminge (lies: Pinguine) mittels der Zuweisung von Aktionen lebendig ins Ziel zu bekommen; mit steigendem Level erhöht sich auch der Schwierigkeitsgrad. Allerdings ist das Piepsen der geretteten Pinguine, wie Ziska es ausdrücken würde, allerliebst.

    Screenshots

  3. Extreme Tux Racer

    Dieses Spiel schließlich ist erstmals kein Klon eines populären Computerspiels. Im Wesentlichen geht es darum, den Pinguin Tux auf einer Rodelbahn in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Heringe einsammeln zu lassen. Wer die mitgelieferten Strecken erfolgreich absolviert hat, bekommt hier übrigens zahllose weitere courses, deren Installation hier einsteigerfreundlich erklärt wird.

    Screenshots

Viel Spaß!
– euer Spielpinguin (oder so)

MusikNetzfundstücke
Zeuhl für alle!

Hallöchen, liebe Musikfreunde,

in diesem schnuckeligen Weblog gibt es kostenlose Zeuhl-Musik für jeden zum kostenfreien Herunterholen.

„Was ist Zeuhl“, fragt ihr, die ihr zu einem Großteil vermutlich noch nie Musik von Magma hörtet, euch vielleicht.
Nun, die Babyblauen Seiten definieren es so:

Zeuhl ist eigentlich ein Wort aus der von den Mitgliedern der französischen Band Magma erfundenen Kunstsprache Kobaianisch und bedeutet etwa „himmlische Musik“. Inzwischen wird damit auch das Prog-Genre bezeichnet, in das Bands eingeordnet werden, die sich hauptsächlich durch die Musik von Magma inspirieren lassen bzw. teils aus Ex-Magma-Mitgliedern bestehen. Zeuhl-Musik zeichnet sich meist durch überaus kraftvolles, dominantes Bass-Spiel, repetitive Strukturen, peitschende Rhythmik und Jazz-Anleihen aus.

Weitere Informationen gibt es hier.

Klingt doch gut, oder? ;)

In tiefer Trauer,
– euer Musinguin (oder so)

Musik
Arrrr, ich bin ein Musikpirrrrat!

Liebe Leser, es ist mal ein ernstes Wort fällig.

Wo immer man herumsurft, mit wem immer man diskutiert, wann immer man Fernsehgerät und/oder Radio einschaltet, es ist stets dasselbe, was einem die Sinne vernebelt:

Raubkopierer hier, Musikpiraten dort. „Raubkopierer sind Kinderschänder“, und bis zu „Musikpiraten: Schwanz ab!“ ist’s wohl auch nicht mehr weit. Dass die zu Unrecht so genannte „Musikindustrie“ da einige Rechtslagen übersieht, tangiert die meisten Angesprochenen nur peripher; aufgewühlt durch die alltägliche mediale Verblödung schließen sie sich im stillen Kämmerlein ein und schwören bei Gott, Buddha oder den sieben Geißlein, dass sie nie wieder in ihrem Leben einen Computer bedienen werden. Aber warum das alles?

Folgendes sei mal festzuhalten:
GEZ-Gebühren gelten auch im Internet; irgendwie logisch, werden sie doch seit kurzem auch auf internetfähige Computer erhoben. Daraus folgt:

Was man bezahlt hat, darf man herunterladen.
Dazu zählen sowohl Fernsehsendungen als auch Radiomitschnitte; beides, nebenbei bemerkt, nur, so lange sie nicht kommerziell vertrieben werden.

Da nun die Industrie durchaus weiß, dass sie sich, würden sie diese Information allzu offen zugänglich machen, selbst ins Fleisch schnitte, wird all das ein wenig verschleiert, in der wohl leider berechtigten Hoffnung, dass die computerversessene Generation vergessen hat, was VHS und MC einst waren.

„Früher“ (wie das klingt!) wurden auf Schulhöfen noch unbehelligt knacksende Video- und Audioaufnahmen aus „Eigenproduktion“ und somit zum Selbstkostenpreis quasi verschenkt – wegen des nicht kommerziellen Charakters war das auch damals schon legal, wenn auch verpönt. Ist der Begriff „Privatkopie“ von den Medien so totdiskutiert worden?
Heute indes zucken auf Schulhöfen schon Besitzer tragbarer MP3-Abspielgeräte zusammen, wenn sie jemanden sehen, dessen Auftreten Zugehörigkeit zur GEMA suggeriert; steht doch an jeder Straßenecke zu lesen, dass auf den Besitz derartiger Dateien eine Gefängnisstrafe droht.

Ich aber sage bzw. schreibe: Mooooooment! Eigentor, liebe Industrie. Dank der Gebührenerhebung auf Internetzugangsgeräte ist ein PC nun gleichzusetzen mit einem Videorekorder und einem Kassettenrecorder, richtig? Beides ist, ich schreibe es extra noch mal fett, legal – wieso auch nicht?

Ach ja, worauf ich eigentlich hinauswollte, ist folgendes possierliches Zitat, das ich euch mal fast komplett wiedergeben möchte:

Trent Reznor, seines Zeichens Chef und meist auch alleiniges Mitglied des recht bekannten Rock-Projekts „Nine Inch Nails“ mag seine Plattenfirma Universal nicht besonders. Auf einem Konzert im australischen Sydney forderte er die Fans seiner Musik nun auf, für CDs künftig nichts mehr zu bezahlen.

Reznor, der schon früher gegen Universal gewettert hatte, bezeichnete das Unternehmen als „verdammte gierige Arschlöcher“. Er wünsche sich von seinen Fans, dass sie seine Musik „stehlen und mehr stehlen und all ihren Freunden geben und weiter stehlen“.

Nur auf diese Weise könne man den Bossen der Musikfirmen klar machen, dass sie den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, so Reznors Theorie. Hintergrund der Tiraden gegen Universal dürfte der hohe Verkaufspreis seines aktuellen Albums sein, das in Australien zu deutlich höheren Preisen angeboten wird, als die Werke anderer Künstler.

(Quelle)

Korrekturen oder Ergänzungen sind jederzeit gern gesehen; bis dahin fröhliches Saugen. ;)
– euer nicht minder fröhlicher Pinguin

Netzfundstücke
Neu auf StudiVZ: Saufen ohne Reue!

Liebe Leserschar,

eigentlich verachte ich es, direkt hintereinander öde screen shots (Bildschirmschüsse?) zu veröffentlichen, aber mir fiel soeben auf der Datensammlerwebseite StudiVZ etwas auf, das so einiges erklärt:

Kostenlose Reha mit der Vorzeigesäuferin der „Musik“industrie? Wird ja immer besser. Was kommt als nächstes? „Führung durch den Underground von L.A. mit anschließendem Rapbattle gegen 50 Cent (Waffe mitbringen!)“?

O Gott, nein!
– euer steinalter Pinguin (morgenissessoweit,verdammt!)