PolitikNetzfundstückeIn den NachrichtenComputerMir wird geschlecht
Liegengebliebenes vom 17. Februar 2017

In Nor­drhein-West­falen ist die Landes‑F.D.P. beim Ver­such gescheit­ert, das von den sex­is­tis­chen “Grü­nen” und natür­lich der SPD in Kraft geset­zte ver­fas­sungs­feindliche Lan­des­ge­setz, das schlechter qual­i­fizierten Frauen im öffentlichen Dienst qua Geschlecht­sor­gan zu ein­er schnelleren Beförderung ver­helfen soll, für ungültig erk­lären zu lassen. Unklar bleibt, wie man trotz offen­sichtlich­er Mis­sach­tung der Grun­drechte der Hälfte aller Bürg­er in eine Lan­desregierung gewählt wer­den kann.


Unschlag­bares Ange­bot von der “FAZ”: Pinkel­nde Rose-Auswahl.


Na, erlaubt ihr immer noch jed­er daherge­laufe­nen Web­site das Aus­führen von beliebigem Pro­gramm­code, weil das so kom­fort­a­bel ist? Dann habt ihr ja sich­er nichts gegen etwas Schad­soft­ware einzuwen­den.


Imp­fun­gen führen zu Mas­tur­ba­tion.


Für die öffentliche Sicher­heit kann nur gesorgt wer­den, wenn die Volks­beschal­lung per Rund­funk sichergestellt ist, find­et Ajit Pai:

Der neue Chef der US-Reg­ulierungs­be­hörde set­zt sich für UKW-Rund­funk in Smart­phones ein, schon die “öffentliche Sicher­heit” sei ein Grund.

Nicht auszu­denken, wenn die Scharen an Smart­pho­nenutzern noch lange ohne die Qual­itäts­beschal­lung mit dem Besten von Phil Collins auskom­men müssen. Chaos wäre unver­mei­d­bar! :ja:

PolitikIn den Nachrichten
Iwan des Tages: Demokratische Propaganda darf nur “ZEIT ONLINE”.

Auf “ZEIT ONLINE” deliri­eren derzeit ein Beruf­spro­pa­gan­dist des Auswär­ti­gen Amtes und ein­er des Atlantik-Brücke e.V. darüber, wie man den Russen wohl daran hin­dern möge, die kom­mende Bun­destagswahl zu seinen Gun­sten zu verän­dern, wom­it er zweifels­frei den Zweck ver­folge, …

eine möglichst weit­ge­hende Frag­men­tierung und Polar­isierung der Parteien­land­schaft

… zu erzie­len, auf dass mal wer anders als CDU oder SPD das Gegen­teil von dem machen möge, was vor der Wahl ver­sprochen wurde, und, was an Teu­flis­chkeit kaum noch zu über­bi­eten ist:

Ana­log zu Trumps Strate­gie wird ver­sucht wer­den, die Wahl als chao­tisch oder gar vom poli­tis­chen Estab­lish­ment manip­uliert darzustellen, um die Legit­i­ma­tion der demokratis­chen Kräfte zu unter­graben.

Natür­lich kön­nte man ein­wen­den, die “Wahl” zum Bun­de­spräsi­den­ten, deren Ergeb­nis sog­ar Fernse­hzeitun­gen im Vor­feld angekündigt hat­ten, habe gezeigt, wie wahrheits­gemäß die Vorstel­lung, das poli­tis­che Estab­lish­ment tre­ffe Entschei­dun­gen sowieso völ­lig unab­hängig vom Wäh­ler­willen, tat­säch­lich ist, aber so etwas würde im Hause “ZEIT ONLINE” niemals auch nur in Erwä­gung gezo­gen, um dem Iwan kein Wass­er auf die Mühlen zu schüt­ten. Das ist immer­hin eine vor­bildliche und lupen­reine (weil: west­liche) Demokratie hier.

Zu den sieben Strate­gien mit dem Umgang mit dem Iwan zählt, so die bei­den Autoren, immer­hin auch die Wahrheit:

Siebtens müssen staatliche wie auch Medi­enka­paz­itäten zur Aufdeck­ung von Desin­for­ma­tion­skam­pag­nen (…) drin­gend ver­stärkt wer­den.

Ab wie vie­len desin­for­ma­tiv­en Artikeln auf “ZEIT ONLINE” kann man eigentlich von ein­er Kam­pagne sprechen?

(via Fefe)

Persönliches
Tag der Lethargie

(… und dann, wie jedes Jahr, spricht der Volksmund wieder ein­mal vom “Tag der Liebe”, ganz so, als sei Liebe für die meis­ten Mün­der des Volkes das Gegen­teil von All­t­ag und Roman­tik ein Kon­sumgut, und das stimmt dann ein­er­seits ein wenig nach­den­klich, hil­ft ander­er­seits aber nur unwesentlich bei der Ver­wirk­lichung des eige­nen Tage­s­plans, dessen erschw­erte Bedin­gun­gen man sich oben­drein noch selb­st zuzuschreiben hat, denn noch vor weni­gen Wochen hat­te man sich den Feb­ru­ar der­art aus­ge­malt, dass man zu wenig­stens zweit irgend­wo in der Wärme sich treiben lässt, auf dass der Resturlaub aus mehr als nur kalen­darischen Grün­den sein­er Bes­tim­mung zuge­führt wer­den möge, aber man hat es auf gewohnt geis­tesab­we­sende Weise wie üblich mal wieder nicht weit­er gebracht als bis eben an genau diesen Punkt, an dem alles wieder zu lange gut oder wenig­stens nicht über­mäßig grauen­voll zu sein schien. Allein­sein ist die Waffe der­er, die ihr Pul­ver ver­schossen haben. Raute was­fehlt.)

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Oathbreaker — Clair Obscur

Haben Sie meinen Panda gesehen?Es ist Mon­tag, tra­di­tionell ein eher uner­freulich­es Ereig­nis; zumal’s der Mon­tag zwis­chen dem, was ein­mal ein Son­ntag war, und dem, was eigentlich ein zweit­er hätte sein kön­nen, aber es reicht wohl auch dieses Jahr wieder nur für Lethargie statt rosenumwölk­ten Wälzens. Wohl und Neid dem, der der Kalen­der­ro­man­tik nichts abgewin­nen kann. Mon­tags werde ich komisch.

Der Poli­tik­teil ist aber auch nicht wesentlich erfreulich­er: Gestern hat über­raschend Kon­sen­skan­di­dat Stein­meier, seines Zeichens Architekt von Agen­da 2010 und Hartz IV, deutsch­er Bünd­nis­part­ner der NSA in Spi­onage­be­lan­gen und Befür­worter des ille­git­i­men Wegsper­rens Unschuldiger in Folterknäste, die “Wahl” zum kom­menden Bun­de­spräsi­den­ten, die ent­ge­gen den poli­tis­chen Forderun­gen von AfD und Piraten­partei nach wie vor ohne direk­te Bürg­er­beteili­gung stat­tfand, gewon­nen und sogle­ich mit­geteilt, man möge sich weit­er­hin um mehr Demokratie und Frei­heit bemühen; mithin um das, was er selb­st nicht nur ein­mal denen ver­wehrt hat, die es wirk­lich gebraucht hät­ten. Die Umfragew­erte für seine Armut­spro­duk­tion­spartei steigen. Die ärm­sten Schweine wählen ihre Schlächter eben selb­st.

Es ist Mon­tag. Man sollte einen Mon­tag prinzip­iell mit Musik begin­nen. Ein Leser mailte mir unlängst, meine Mon­tagsmusik sei gele­gentlich inspi­ra­tiv, obwohl sie eigentlich vor allem ein Mit­tel darstellt, um irgend­wie mit diesem ver­dammten Mon­tag klarzukom­men, was auch schon mal irgend­wie leichter war als dieser Tage.

Augen zu, Ohren auf.

Oath­break­er — Clair Obscur

Guten Mor­gen.

PolitikNetzfundstücke
Den unerwarteten Nahschuss wieder positiv besetzen!

Was treibt eigentlich die let­ztens erstaunlich unauf­fäl­lige Emanzi­pa­torische Linke, bekan­nter­maßen vor­rangige Zuflucht des ein­sti­gen linksrändi­gen Flügels der Piraten­partei, dieser Tage?

Nun, unge­fähr das Erwartete: Wohl nicht völ­lig ohne Zusam­men­hang mit der tragikomis­chen Beset­zung eines Insti­tuts ein­er Berlin­er Hochschule durch Stu­den­ten, die nicht woll­ten, dass ein ehe­ma­liger Stasim­i­tar­beit­er (siehe auch) nicht weit­er an ebendieser Hochschule arbeit­en darf, gibt es Ende Feb­ru­ar eine ger­adezu beein­druck­ende Ver­anstal­tung im Karl-Liebknecht-Haus, Rosa-Lux­em­burg-Saal, wo son­st?:

[K]eine der Beze­ich­nun­gen [Unrechtsstaat, Partei­dik­tatur, Homuncu­lus sovi­eti­cus oder autoritär­er Für­sorges­taat] hat sich durchge­set­zt, ist von der Mehrheit der Leute, die in der DDR gelebt haben, angenom­men wor­den. Wir kön­nen sagen, worum es sich beim Kaiser­re­ich gehan­delt hat, bei der Weimar­er Repub­lik und auch beim Drit­ten Reich. Zur DDR aber fehlen uns die Worte. Denn was auch immer man dem SED-Staat vor­w­er­fen kann, er war an keinem Angriff­skrieg und an keinem Völk­er- und Massen­mord beteiligt.

Ein Staat mit exakt ein­er erlaubten Parteimei­n­ung, in dem Men­schen im Regierungsauf­trag ver­schwun­den wer­den, entspricht eigentlich unge­fähr meinem Ver­ständ­nis von ein­er autoritären Partei­dik­tatur und einem Unrechtsstaat, aber gut, die DDR ist wenig­stens nie in Polen ein­marschiert. Da wäre auch was los gewe­sen. Also was, wenn keine Dik­tatur? Klar:

Die DDR war eine poli­tis­che Dik­tatur, aber nicht nur. (…) In Ost­ber­lin, Gera oder Ros­tock wurde genau­so Brot geback­en, wur­den Häuser gebaut, Alte und Kranke gepflegt wie in west­deutschen Städten. Vom Landleben ganz zu schweigen. Und auch in der DDR haben Eltern ihre Kinder geliebt, waren Men­schen glück­lich. Und den­noch hat es großes Unrecht gegeben.

In so ziem­lich jedem als Dik­tatur oder Unrechtsstaat akzep­tierten Land wur­den auch Alte und Kranke gepflegt und den­noch hat es großes Unrecht gegeben. Was immer der Ver­fass­er dieser Erläuterun­gen — laut Web­site die “Redak­tion Ema.Li Bund” — mir mit­teilen möchte: Bish­er habe ich es nicht ver­standen. Das ist aber lei­der auch nicht weit­er zu verbessern, denn der Rest der Ankündi­gung beste­ht aus Tex­twieder­hol­un­gen und weit­eren Umschrei­bun­gen der immer­gle­ichen Ansicht, man habe die DDR nur nicht richtig ver­standen. Es war ja nicht alles schlecht. Irgend­wann immer­hin kommt man im Hause “Ema.Li” zumin­d­est auf Inten­tion und Zweck des geplanten Abends zu sprechen:

Das zen­trale Para­dox bestünde darin, dass das Regime ohne die Mitar­beit der Bevölkerungsmehrheit nicht so lange hätte über­leben kön­nen, das Gros der ‚ein­fachen Leute’ aber zugle­ich ver­suchte, ein Leben außer­halb der Regle­men­tierung zu führen. (…) Ist es an der Zeit, die DDR neu zu erzählen? Ohne dass Staat und Gesellschaft gle­ichge­set­zt, nicht verk­lärt und schon gar nicht dämon­isiert wer­den.

Nein, die beste­hende Erzäh­lung, immer­hin noch maßge­blich von Zeitzeu­gen getra­gen, ist schon ganz in Ord­nung so.

Mod­erieren soll den Abend Anne Helm (zurzeit: “ange­fragt”) — die gle­iche Anne Helm, die sich vor ein paar Jahren medi­en­wirk­sam beschriften ließ, um darauf hinzuweisen, dass die Bom­bardierung der Dres­d­ner Gesellschaft im Zweit­en Weltkrieg eine grund­sät­zlich lobenswerte Aktion gewe­sen sei, da die Stadt nun mal mit­ten in einem Unrechtsstaat lag.

Obwohl da bes­timmt auch Brot geback­en wurde.

In den NachrichtenComputer
Donald Trump ist kein Geschäftsmodell

Bei “heise online” ist man ver­wun­dert:

Twit­ter hat im ver­gan­genen Quar­tal nicht von der Aufmerk­samkeit für den US-Wahlkampf und den Tweets des neuen US-Präsi­den­ten Don­ald Trump prof­i­tieren kön­nen. Das Wach­s­tum bei Nutzerzahlen und Umsatz ver­langsamte sich, der Ver­lust nahm sog­ar deut­lich zu.

Hätte denen im elften Jahr ihres Beste­hens ja auch mal wer sagen kön­nen, dass eine Gratisplat­tform — dank Drit­tan­bi­eter­soft­ware — ohne nen­nenswerte Wer­bung kein prof­ita­bles Geschäftsmod­ell aufweist.

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Pain of Salvation — Linoleum

Was heißt hier Dickkopf?Es ist Mon­tag. Bald ist Krieg und es gibt Dinge, die einem schon mal weniger egal waren. Vielle­icht hilft’s, vielle­icht vertreibt’s wenig­stens die Trüb­sal. Unter­hal­tung muss man sich manch­mal auch ein­fach nehmen. Selb­st­be­di­enung. Jed­er. Sich. Der Kiezneu­rotik­er hat sein Blog offen­bar gelöscht. Die Welt ist keine gute.

Wie auch, wenn jed­er Alarm schlägt? Die Deutschen ver­trauen den USA nicht mehr, pras­selte man auf “SPIEGEL ONLINE” trau­rig, als das mit Snow­den her­aus­gekom­men war, und nun, da die USA einen neuen Präsi­den­ten haben, der es nicht schafft, sozusagen von heute auf mor­gen all die Drohnen­morde seines Vorgängers ungeschehen zu machen, gibt es schon wieder einen neuen Anlass: Das Ver­trauen in die USA sinkt auf das Niveau von Rus­s­land, der Iwan lauert über­all. Geht ja mal gar nicht, geht das nicht. Gegen ein biss­chen Rumgeschieße im Nahen Osten haben die Deutschen nichts, aber ein twit­tern­der Präsi­dent geht echt zu weit.

Ein Blick ins Inland: Die ehe­ma­lige Arbeit­er­partei SPD, Heimat der kün­fti­gen Winkekatze der Repub­lik (die wenig­stens die Fin­ger von Twit­ter lässt), hin­ter­lässt Spuren. Für eine Mil­lion Men­schen in Deutsch­land ist das Leben am Exis­tenzmin­i­mum Dauerzu­s­tand. Der Auf­schwung will hart erar­beit­et sein. Garçon, den Eimer bitte!

Und ein biss­chen Musik.

PAIN OF SALVATION — Linoleum (OFFICIAL VIDEO)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Haste Berufsethos, kommste beim Spiegel gleich in Quarantäne.

Novem­ber 2016: Der “SPIEGEL” stil­isiert auf sein­er Titel­seite Don­ald Trump als einen sehr hun­gri­gen Mete­oroiden (nein, ich habe es auch nicht ver­standen), der auf die Erde zu stürzen und dort voraus­sichtlich, nicht voll­ständi­ges Ver­glühen voraus­ge­set­zt, Schaden anzuricht­en im Begriff ist.

Feb­ru­ar 2017: Der “SPIEGEL” stil­isiert auf sein­er Titel­seite Don­ald Trump in der typ­is­chen Siegerpose der Kämpfer des “Islamis­chen Staates”, den blu­ten­den (wie das eben so ist bei Stat­uen) Kopf der Frei­heitsstat­ue in ein­er Hand hal­tend.

Noch zwei Monate bis zum lusti­gen Bärtchen, nehme ich an. 

KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2016 — Favoriten und Analyse

Dieser Artikel ist Teil 17 von 29 der Serie Jahres­rück­blick

Wie, was, 2016 ist schon lange vorüber? Zum Glück habe ich gewartet. Das kön­nte man für schlecht hal­ten, aber sta­tis­tisch gese­hen ist es gut, denn 2016 hat nicht nur die Ankündi­gung der baldigen Auflö­sung von The Dillinger Escape Plan, son­dern auch eine ganze Rei­he an Toden auf der Rech­nung, darunter nicht nur diverse ehe­ma­lige Poli­tik­er der F.D.P., son­dern vor allem auch Musik­er. Nach Wolf­gang Rohde (früher mal Die Toten Hosen), Hagen Liebing (früher mal Die Ärzte) und Chris Squire, dem let­zten in der Band verbliebe­nen Grün­dungsmit­glied von Yes, sowie vie­len anderen hat es vor eini­gen Wochen schließlich auch den großar­ti­gen Greg Lake erwis­cht, und auch für Leonard Cohen wäre es zu spät, seinem let­zten Album “You Want It Dark­er” einen gebühren­den Preis zu ver­lei­hen, über das ander­er­seits jedes geschriebene Wort sowieso und ohne­hin Blas­phemie gliche.

Schon früher im abge­laufe­nen Jahr allerd­ings schien es mir nicht ver­fehlt, lobende Worte über einige der großar­tig­sten Musikalben des Jahres zu find­en, darunter katie deys flood net­work, Mai­d­aVales Tales of the Wicked West, miso­pho­nia von Elec­tric Orange sowie das Debü­tal­bum von Moon Cir­cle.

Im Fol­gen­den find­et ihr, was bis jet­zt noch fehlte, näm­lich die bis­lang noch unrezen­sierten Alben des Jahres. Vielle­icht ist ja was für euch dabei?

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PolitikIn den NachrichtenMontagsmusikMir wird geschlecht
Mono // Präsidialprioritäten

Kuckuck!Es ist Mon­tag. Soll wegge­hen, ist nicht gut und wird auch nicht bess­er, wenn man ihn nicht so begin­nt, wie sich das ver­dammt noch mal gehört. Gewohn­heit­stiere, anstren­gende. Irgend­wann gebe ich mal Kurse im Es-nicht-bess­er-Ver­di­enen. Liebe besiegt alles, Quatsch: jeden.

Nicht besiegt ist übri­gens Don­ald Trump, obwohl sich fem­i­nis­tisch strickbe­mützte Demon­stran­ten vor ein paar Tagen viel zu viel Mühe gegeben haben, ihn am Amt­santritt zu hin­dern; kön­nte daran liegen, dass der Fem­i­nis­mus noch mit den Tück­en des patri­ar­chalis­chen Inter­nets kämpft. Vielle­icht soll­ten die Tausende “erwach­sen­er” Frauen auch ein­fach mal ler­nen sich nicht zu benehmen wie 13-jährige Tee­nies auf dem Schul­hof, ander­er­seits: wo krieg’ ich dann meine Frauen­zeitschriften für den monatlichen Lach­er her? Eine Gesellschaft, die ver­langt, dass man ein wenig Dezenz im Umgang mit dem Glied wal­ten lässt, während ihr Saufen und Syr­erschießen eigentlich nur genehm sind, kann und sollte dem Denk­enden prinzip­iell nicht als Maxi­menge­ber gel­ten. Wenn jemand noch eine Idee für einen Flash­mob (nen­nt man das noch so?) braucht: Ein­fach mal frei schwin­gen lassen. Aus Protest. — Fem­i­nis­mus, anson­sten: Es gibt Scheiben­wis­chwass­er für sie und ihn; hof­fentlich mit Speck­geruch, son­st wäre das doch vol­lkom­men über­flüs­sig.

Lustig: Sig­mar Gabriel ist jet­zt Außen­min­is­ter, seinen Vorgänger Stein­meier zieht es ja als Kon­sen­skan­di­dat dem­nächst möglicher­weise (als sei es das Wesen ein­er Wahl, dass man eine solche über­haupt hat) ins Präsi­den­te­namt. Bei all der Aufre­gung um die Präsi­dentschaft von Don­ald Trump: Ich wün­schte, die, die am lautesten ver­suchen, diesen Präsi­den­ten aus dem Amt zu twit­tern, wür­den erken­nen, dass dieser ohne­hin #Not­Their­Pres­i­dent ist, weil: Wir haben keinen Trump, wir bekom­men stattdessen einen Stein­meier, Hand­langer der Agen­da 2010, NSA-Ver­tragspart­ner und mit Frei­heit­srecht­en offen­sichtlich auf Kriegs­fuß ste­hend. Halali.

Musik, aus Grün­den.

Mono — Holy Ground — NYC Live With The Word­less Music Orches­tra DVD [Post Rock] [Full set] [Con­cert]

Guten Mor­gen.

NetzfundstückePolitik
Medienkritik extern: Quatsch mit Labersoße

Mar­garete Stokows­ki, staatlich mehrfach geprüfter Quatschkopf (“Studi­um” in u.a. Philoso­phie; andere Leute wer­den mit so ein­er Qual­i­fika­tion wenig­stens noch anständi­ger Burg­er­brater oder Tax­i­fahrer und sülzen nicht das Web voll), quatschte auf “SPIEGEL ONLINE” — wo bleibt das ver­dammte Ver­lagsster­ben, wenn man es mal braucht? — über die alltäglichen Vorzüge dessen, in sein­er Berufsvor­bere­itung vor­rangig bis auss­chließlich über’s Quatschen gequatscht zu haben:

Was man in den soge­nan­nten Laber­fäch­ern unter anderem lernt, ist, auch schlauen Nazis etwas ent­ge­gen­zuset­zen. Ein Laber­fach studiert zu haben, bedeutet auch, das Gelaber von anderen zu erken­nen.

Da sind die Nazis sicher­lich bere­its jet­zt sehr beun­ruhigt: Wenn sie jet­zt nicht sofort aufhören, Nazis zu sein, kommt Mar­garete Stokows­ki und quatscht ihren die Ohren blutig. Blöd nur: Ist Quatsch.

Die Abwe­sen­heit von Wis­sen ist nicht etwa die Qual­i­fika­tion, die Abwe­sen­heit von Wis­sen bei anderen zu erken­nen, son­dern es ist ein­fach gar keine Qual­i­fika­tion. (…) Wenn der Laber­er schon sich selb­st (bzw. seines­gle­ichen) nicht als Laber­er erken­nt, dann kann er nicht die Fähigkeit haben, Laber­er zu erken­nen. Die For­mulierung „das Gelaber von anderen” ist ja schon ver­rä­ter­isch.

Es gibt noch ein zweites logis­ches Prob­lem: Selb­st wenn man annimmt, dass der studierte Laber­er in der Lage wäre, Laber­er zu erken­nen, wäre es nutz- und wert­los. Warum? Weil sein Wer­turteil nur Gelaber wäre.

Für “SPON”, zugegeben, mag’s noch reichen.

PolitikIn den NachrichtenComputer
Iwan des Tages: Botreisefreiheit nur mit Ausweis!

Wenn es eins gibt, das uns mehr Angst machen sollte als der Iwan, dann sind es laut übere­in­stim­menden Medi­en­bericht­en des Iwans tück­ische Mei­n­ungsro­bot­er, deren pro­gram­miert­er Auf­trag es sei, den­jeni­gen Leuten, die sowieso lieber auf Twit­ter herumhän­gen als wählen zu gehen, einzure­den, wen sie wählen soll­ten und wen nicht. Hin­ter­hältig, nicht wahr?

Nicht verza­gen, die Ret­tung naht! Geht es nach Katrin Göring-Eckardt, Beruf­squote der “Grü­nen”, haben die teu­flis­chen Pro­gramme bald kein leicht­es Spiel mehr:

Die Grü­nen-Spitzenkan­di­datin Katrin Göring-Eckardt forderte am Mon­tag in der Rheinis­chen Post eine geset­zlich vorgeschriebene Kennze­ich­nung maschinell erstell­ter Mel­dun­gen in sozialen Medi­en[.]

Das ist lobenswert, kann aber nur der Anfang sein. Der Kampf gegen Unholde hin­ter dem Vorhang des Inter­nets muss unbeir­rt weit­erge­hen. Hier einige Vorschläge, was Katrin Göring-Eckardt noch fordern kön­nte:

  • Eine Kennze­ich­nungspflicht für Spam­mails (via @sixtus).
  • Eine Kennze­ich­nungspflicht für nicht lizen­zierte Down­loads in Tauschbörsen.
  • Abschreck­ende Schock­bilder (z.B. Volk­er Beck) auf Crack- und Crys­tal-Meth-Tütchen.
  • Die Pflicht zur Mit­führung eines Warnsignals für Jäger, damit nicht dauernd so viele Tiere erschossen wer­den.
  • Eine Anmeldepflicht für geplante Morde oder Ent­führun­gen.
  • Eine Kinder­sicherung für Molo­tow-Cock­tails, damit sich nie­mand daran ver­let­zt.
  • Ein Ver­bot von nicht fak­ten­basierten Nachricht­en (zum Beispiel “man sollte Bots kennze­ich­nen müssen”).

Ich helfe ja gern.

(Diese Liste wurde maschinell erstellt.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Friends of Gas — Einknick // Schöner schlagen

Käl­te­mon­tag statt Wärmeson­ntag; das Leben ist voller Ungemach, aber man hat es ja eigentlich auch nicht wesentlich bess­er ver­di­ent. Die pochen­den Kopf­schmerzen erin­nern daran, dass man haupt­beru­flich Mann ist und als solch­er eigentlich auch mal wehlei­dig sein sollte, um nie­man­des Klis­chee rück­sicht­s­los zu zer­mahlen; also: aua!

Im Aus­land wird das Aua der­weil zur Kul­tur erhoben: Nazis ins Gesicht schla­gen, um die Welt zu verbessern. Das kann nur ein Anfang sein, der zweite Schritt sollte es sein, Gewalt abzulehnen oder kon­se­quent auch mal gegen die anzuwen­den, die es wahrlich ver­di­ent hät­ten, wenn Gewalt eine Lösung für irgend­was und kein Makel der Evo­lu­tion wäre: Poli­tik und Kirche bilden Bünd­nis für mehr Videoüberwachung in Berlin, natür­lich. Wenn man in weltlichen Fra­gen nicht mehr weit­er weiß, ein­fach die Kirche fra­gen, das hat ja Tra­di­tion. Da müssen gle­ich die großen, DDR-erprobten Geschütze (näm­lich: Kam­eras) her; nicht, dass die irgend­was ver­hin­dern kön­nten, weil Atten­täter dieser Tage ja schon aus Grup­pen­zwangs­grün­den stets ihren Ausweis liegen lassen, nach­dem es zu spät war, sie aufzuhal­ten (denn es ist immer zu spät dafür), aber gefühlte Sicher­heit ist ja immer schön.

Wenn schon son­st keine Sicher­heit mehr beste­ht, nicht ein­mal die, dass das gle­ich­falls gefühlte Promi­nen­ten­ster­ben ein Ende fand: Jaki Liebezeit (Can u.a.) wird die geplante Reunion von Can nicht mehr miter­leben. Es ist alles schlimm.

Passend dazu: Etwas Musik.

FRIENDS OF GAS // EINKNICK

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPolitik
Liegengebliebenes vom 21. Januar 2017

Im Kampf gegen “Gefährder” will die schwarz-grüne Lan­desregierung in Baden-Würt­tem­berg eure Com­put­er überwachen kön­nen. Es gibt dur­chaus Ter­ror­is­ten, von denen ich mich schon weniger gefährdet gefühlt habe als von CDU und Grü­nen.


Kein Com­put­er­pro­gramm kann so triv­ial sein, dass die GNU-Hei­nis es nicht ruinieren kön­nen: Denial-of-Ser­vice-Lücke in GNU ed.


Auf “ZEIT ONLINE” freut sich Car­o­line Kraft:

Das Net­zw­erk “Schmal­bart” will Pop­ulis­mus und Fake-News den Kampf ansagen. Ganz ein­fach: durch Fak­ten.

Den antipop­ulis­tis­chen Drall erken­nt man ja schon am Namen des Net­zw­erks, denn, wie jed­er weiß, ist eine überdies humor­voll gebrauchte (haha, Bre­it­bart, Schmal­bart, hihi) Hitler­ref­erenz ein sicheres Zeichen für Beson­nen­heit und Anstand. Das ist Fakt. :hitler:


Joachim Gauck, noch amtieren­der Bun­de­spräsi­dent und desig­niert­er Vorgänger von Frank-Wal­ter “Guan­tá­namo” Stein­meier, hat das Wesen der Demokratie noch ein­mal betont:

Ohne eine effiziente Sicherung der europäis­chen Außen­gren­zen, ohne eine geregelte europäis­che Ein­wan­derungspoli­tik (…) wer­den krisen­hafte Zus­pitzun­gen auch in Zukun­ft zu erwarten sein.

Unklar bleibt, inwiefern das nun bess­er als die AfD ist, aber ich bin ja auch kein Jour­nal­ist.


Apro­pos Nieten als Präsi­den­ten: Der so genan­nte “Jour­nal­is­mus”, der den Amt­santritt von Don­ald Trump wider Erwarten nicht völ­lig am Beruf­sethos vor­bei ver­hin­dern kon­nte, hat inzwis­chen einen Bewusst­sein­szu­s­tand erre­icht, den sich ein Arzt mal genauer anse­hen sollte.