Persönliches
Tag der Lethar­gie

(… und dann, wie jedes Jahr, spricht der Volks­mund wie­der ein­mal vom „Tag der Lie­be“, ganz so, als sei Lie­be für die mei­sten Mün­der des Vol­kes das Gegen­teil von All­tag und Roman­tik ein Kon­sum­gut, und das stimmt dann einer­seits ein wenig nach­denk­lich, hilft ande­rer­seits aber nur unwe­sent­lich bei der Ver­wirk­li­chung des eige­nen Tages­plans, des­sen erschwer­te Bedin­gun­gen man sich oben­drein noch selbst zuzu­schrei­ben hat, denn noch vor weni­gen Wochen hat­te man sich den Febru­ar der­art aus­ge­malt, dass man zu wenig­stens zweit irgend­wo in der Wär­me sich trei­ben lässt, auf dass der Rest­ur­laub aus mehr als nur kalen­da­ri­schen Grün­den sei­ner Bestim­mung zuge­führt wer­den möge, aber man hat es auf gewohnt gei­stes­ab­we­sen­de Wei­se wie üblich mal wie­der nicht wei­ter gebracht als bis eben an genau die­sen Punkt, an dem alles wie­der zu lan­ge gut oder wenig­stens nicht über­mä­ßig grau­en­voll zu sein schien. Allein­sein ist die Waf­fe derer, die ihr Pul­ver ver­schos­sen haben. Rau­te was­fehlt.)