Es ist Montag, (und: montags ins Büro zu hüpfen, weil die Laune so großartig ist, hätt’ man noch vor wenigen Jahren auch für einen Ausdruck von Geistesschwäche gehalten, aber) man fühlt sich fein. Hunger, verfluchter, nach dem, was (bzw. eben: der, die) wirkt. Kaffee?
Weil man ja auch lieber nicht die Politik berücksichtigen mag. Die zweitälteste, aber allerrenitenteste Partei Deutschlands wirbt damit, einst das Kaiserreich zu Fall gebracht zu haben, vergisst aber ein paar geschichtliche Details, die dann doch eher mit den “Linken” (damals: des der USPD entsprungenen Spartakusbundes, dessen Geschichte mit ein paar SPD-befeuerten Morden weitgehend endete) zu tun haben. Ein Gespenst geht um.
In Berlin darf dieses Gespenst immerhin endlich wieder spuken: Eine knappe Mehrheit in der Berliner “Linken” (das sind die mit dem Stasiproblem, Andrej Holm war mir allerdings zuvor nur als schlechter Journalist aufgefallen) findet zu Recht, die Berliner “Linke” sei noch viel zu erfolgreich, und ernannte jüngst Julia Schramm (F.D.P., Piratenpartei, jetzt Linke, bestimmt bald wieder woanders, es sich zu merken lohnt sich also nur bedingt) zu einem ihrer Vorstände. Man muss vielleicht kein Masochist sein, um heute noch Parteilinker zu werden, aber helfen wird’s sicherlich.
Fast wär’ die schöne Montagslaune dahin. Schlimmer noch: Kürzlich hörte ich Sigur Rós’ “Brennisteinn” als Untermalung einer Parfümwerbung. Wenn Musik nur noch Ware ist, die Kunst also zum Mittel zum Zweck wird, dann ist das Ende der Zivilisation keine ferne Zukunft mehr, sondern bittere Realität. Tun wir etwas dagegen. Make Brennisteinn great again!
Guten Morgen.



Julia Schramm im Vorstand der Linken. Echt nen Brüller. Wer wählt die und warum eigentlich? Nach 10 Minuten Googlelei ist die doch völlig verbrannt.
Vielleicht wollen die nur mal wieder in die Zeitung.
Och. Da habe ich gleich mal viel Sigur Ros gehört. War klasse! Moin!
Kann nicht schaden.