Ach, “Cosmopolitan”!
Ich bin dir und deiner Redaktion (14 Instagramfotos in den letzten zwei Tagen) sehr dankbar für den von dir zitierten Hinweis von Christian Weilmeier (“Social-Media-Experte”, hat also wahrscheinlich ein Konto bei Facebook oder so), wer Zeit habe, “15 Insta-Storys zu machen” (was immer das jetzt wieder ist), könne “keinen echten Spaß haben” (Seite 40). Auch habe ich herzlich über den Artikel “Wellness für die Vagina” (Seiten 93 bis 95) gelacht, denn nicht nur die Überschrift ist lächerlich, auch die vorgeschlagenen Übungen erscheinen mir als Nichtvaginabesitzer wie ein absurdes Theaterstück:
Auf dem Bauch liegend eine gemütliche Position finden und sich vorstellen, dass die Hüfte auf einer Uhr liegt. Dann geht’s im Uhrzeigersinn zur Eins, Zwei, Drei, (sic! A.d.V.) usw. Danach gegen den Uhrzeigersinn.
Bzw.:
“Das Programm mit ‘Pussy fühlen’ starten”, rät Coco Berlin. Also gemütlich hinlegen, Moment genießen und mit etwas Gleitgel oder Öl den Zeigefinger in Ihre Vagina führen. Spüren, was sich im Inneren tut und wie man sich dabei fühlt. Nach 10 bis 15 Minuten (erst dann!) rausnehmen.
Und überhaupt:
Beim Vajacial handelt es sich um ein Facial für die Vagina. Die Beauty-Behandlung beinhaltet Reinigung, Peeling und Maske. Optional gibt’s eine Bleichcreme auf die dunkle Partie der Schamlippen.
Aber ist es dann noch sonderlich klug von dir, deinen Autor Max König (Seite 104) vorschlagen zu lassen, man solle, statt “den Kindern” die “Sache mit dem Sex” zu erklären, dies doch lieber die (womöglich dich, “Cosmopolitan”, lesende) Mutter erledigen lassen?















