In den NachrichtenMir wird geschlecht
Incelbegabung (Presseschau)

Wer Sex haben will, jedoch wegen Hässlichkeit, Dummheit und/oder bescheuerter Hobbys keinen wenigstens vorübergehend interessierten Partner dafür findet, hieß volkstümlich früher, oft spöttisch gemeint, „Nerd” oder wenigstens „ewige Jungfrau”. Inzwischen wurde dafür der Begriff „Incel”, was die englischsprachige Abkürzung für „unfreiwillig zolibatär” ist, etabliert und gilt in den Kreisen, in denen man nur mit „Allys” (also vorgeblich feministischen Männern, die auch bloß einen wegstecken wollen) verkehrt, endlich wieder als Schimpfwort.

Auf dem Hassportal „Twitter” ist von einer ekelhaften Kultur derer, die keinen Sex bekommen, die Rede und davon, dass es sich um fehlgeleitete Frauenhasser handle. Feministinnen stellen fest, Frauen schuldeten Männern keinen Sex, und verstehen dabei nicht einmal, dass schon diese Formulierung erklärt, warum sie selbst laut eigener Aussage im selben Kontext noch immer Single sind. Angela Gruber, Fachfrau für das Nichtverstehen von Computertechnik bei „SPIEGEL ONLINE”, sifftwitterte, bei Männern, die unfreiwillig zolibatär leben, handle es sich um eine „Netzbewegung, mit der wir leider noch viel Ärger haben werden”, verweigerte sich aber im Folgenden der Lösungsfindung: Sollte man Hässlichkeit, Dummheit und bescheuerte Hobbys bei Männern sicherheitshalber ganz verbieten?

Und geht es überhaupt nur um Männer? Beim feministischen „Freitag” fragt Elsa Koester, ob es sich um „maskulinistischen Terror” handle, bemerkt aber noch rechtzeitig vor dem Textende nach ausgiebiger Herumfragerei, dass Spekulationen der guten Journalisten Art noch niemals waren, und „stellt” stattdessen „fest”, dass alles letztendlich bei „Sexismus” zusammenlaufe, der jeden außer „Alphamännern” benachteilige. Diese Auffassung überschreitet Ländergrenzen: Auch beim Meinungsmedium „Vox” kennt man „Incels” vor allem als männliche On- und Offlineterroristen. Ausgerechnet das Frauenfabrikat „Elle” weiß zur Identität der Erfinderin der „Incel”-„Bewegung” allerdings dies beizutragen:

1993 erhielt sie ihren Bachelor-Abschluss in Statistik an der Carleton-Universität in Ottawa und sie hatte bis dahin niemals Geschlechtsverkehr oder auch nur etwas ähnliches wie einen festen Freund. Manchmal gab sie ihrem Aussehen die Schuld: klein, etwas übergewichtig, Hautausschlag.

(Frei übersetzt von mir.)

Leider aber schuldeten ihr die Männer keinen Sex.

Die Frau, bislang nur als „Alana” bekannt, berichtete der „Elle” weiterhin, sie habe in den folgenden Jahren ein wenig Selbstvertrauen entwickelt, sich Sexcliquen angeschlossen und irgendwann den Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr mit Leuten herumhängen wollte, die weniger cool waren als sie selbst, woraufhin sie mit den „Incels” nichts mehr zu tun haben wollte. Diesen Teil der Geschichte haben die Kommentatorinnen bedauerlicherweise nicht aufgegriffen, denn er enthält den Schlüssel zur Lösung des Problems mit „dieser Netzbewegung”: Die müssen einfach nur mal flachgelegt werden, dann geht’s wieder.

Gern geschehen!

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
mehr...
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre class="" title="" data-url=""> <code class="" title="" data-url=""> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <span style="" class="" title="" data-url=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Ihre IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details finden Sie hier.

Senf hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du willst deinen Senf dazugeben, dir ist aber der Senf ausgegangen? Dann nutz den SENFOMATEN! Per einfachem Klick kannst du fertigen Senf in das Kommentarfeld schmieren, nur dazugeben musst du ihn noch selbst.