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Annahmen zum Linkssein (4): Wohlstand ist linksextrem.

Manch­mal ist es magen­scho­nend, nicht alle Nachricht­en zeit­nah, wie man auf Neudeutsch sagt, zu ver­fol­gen. Zu mein­er nachträglichen Freude hat­te ich bis gestern völ­lig ver­passt, dass Yanis Varo­ufakis, ehe­ma­liger griechis­ch­er Finanzmin­is­ter, bere­its 2016 eine “linke paneu­ropäis­che poli­tis­che Bewe­gung” (Wikipedia) unter dem bemerkenswerten Titel “Democ­ra­cy in Europe Move­ment 2025”, kurz: “DiEM25”, gegrün­det hat­te.

Es geht den Organ­isatoren darum, mit­tels der Förderung des starken Über­staates “Europa”, also dem alt­bekan­nten Supra­na­tion­al­is­mus, die totale Demokratie zu erre­ichen. Natür­lich existiert ein “Man­i­fest”, das den Aufruf enthält, Europa sei bis spätestens 2025 zu “demokratisieren”, und viel zu lang ist. Wenn ich einen Aufruf zur Demokratisierung irgendwelch­er Staat­en — und ein solch­er ist Europa in den Augen der Supra­na­tion­al­is­ten — lese, habe ich immer ein biss­chen Angst um seine Ein­wohn­er. Afghanistan steckt tief.

Für den Fall, dass jemand, etwa ich, keine Lust haben sollte, den ganzen Senf bis zum Ende durchzule­sen, haben die Ver­fass­er in “Kürze” in ihr Man­i­fest hineingeschrieben, was sie eigentlich wollen:

Unsere vier Grund­sätze laut­en:

Kein Land kann frei sein, wenn die Demokratie eines anderen ver­let­zt wird.
Kein Land kann in Würde leben, wenn einem anderen die Würde voren­thal­ten wird.
Kein Land kann auf Wohl­stand hof­fen, wenn ein anderes in per­ma­nente Zahlung­sun­fähigkeit und wirtschaftliche Depres­sion gedrängt wird.
Kein Land kann wach­sen, ohne dass seine schwäch­sten Bürg­er Zugang zu grundle­gen­den Gütern haben, ohne das Ziel men­schlich­er Entwick­lung, ökol­o­gis­chen Gle­ichgewichts und der Über­win­dung der Ära der fos­silen Brennstoffe.

(Unter­stre­ichun­gen von mir.)

Frei­heit, Würde, Wohl­stand, Wach­s­tum und Wind­kraft für Europa. Fedid­wgugl. Wenn das links ist, färbe ich mir gle­ich mor­gen die Haare rot und ramme mir eine Sicher­heit­snadel ins Gemächt. Zum Glück scheinen die Noch-nicht-Mach­er sich selb­st noch nicht ganz sich­er zu sein, was sie eigentlich sind: “Wir wollen (…) ein real­is­tis­ches Europa, das sich radikale, aber erre­ich­bare demokratis­che Refor­men vorn­immt” (ebd.), also radikal erre­ich­bare Demokratie für die real­is­tis­che Über­na­tion. Ich habe mir Radikalis­mus immer irgend­wie anders vorgestellt.

Wer steckt denn nun dahin­ter? Natür­lich ein “Kollek­tiv”:

DiEM25 ist eine europaweite, gren­züber­schre­i­t­ende Bewe­gung von Demokrat­en.

Und die Demokrat­en steck­en voller Furcht, denn sie sehen Nation­al­is­mus und find­en diesen nur gut, wenn es der eigene ist, und son­st eher nicht:

Zur gle­ichen Zeit wie das Ver­trauen in die EU schwindet, sehen wir einen Anstieg von Men­schen­ver­ach­tung, Frem­den­feindlichkeit und Nation­al­is­mus. Wenn diese Entwick­lung nicht been­det wird, befürcht­en wir eine Rück­kehr zu den 1930er Jahren.

Wie schon in “den 1930er Jahren” hil­ft es bei der Wahrheits­find­ung, die bei­den Jahrzehnte davor nicht gän­zlich zu ignori­eren: In der “Weimar­er Repub­lik” genan­nten Phase der deutschen Geschichte, die 1933 endete, war die SPD, ob nun mehrheitlich oder unab­hängig, trotz (oder wegen?) der Zus­tim­mung zu den Kred­iten für den Ersten Weltkrieg und des anschließen­den Meuchelns von Karl Liebknecht und Rosa Lux­em­burg eine ähn­lich ein­flussre­iche Partei wie sie es heute seit inzwis­chen fast zwanzig viel zu lan­gen Jahren ist. Wie aber (außer, indem man nicht die SPD wählt) kann man die Zeitreise denn ver­hin­dern?

Na, indem man Profis fragt!

Deshalb sind wir (…) zusam­men gekom­men, — Grüne, radikale und lib­erale Linke, — um die EU zu repari­eren. Die EU muss wieder eine Gemein­schaft für gemein­samen Wohl­stand, Frieden und Sol­i­dar­ität für alle Europäer wer­den.

So geht die neue demokratis­che Rev­o­lu­tion: Gemein­sam mit Grü­nen und Linksradikalen für gemein­samen Wohl­stand in einem neuen, noch besseren, weil größeren und damit sol­i­darischeren Nation­al­staat.

Ich wün­sche mir manch­mal, es wären noch mehr Leute poli­tikver­drossen. Zum Beispiel jet­zt ger­ade.

Jed­er war ein­mal Sozialdemokrat.
Adolf Hitler, 1922


Nach­trag: Ander­swo werde ich kor­rekt als lib­er­al, dieser Beitrag jedoch als spöt­tisch wahrgenom­men. Dann habe ich ja alles richtig gemacht.

In den NachrichtenMontagsmusikMir wird geschlecht
Pond – Eye Pattern Blindness

Hellwach (Vorher-Bild)Es ist Mon­tag. Den­noch ist eine aus­ge­lassene Stim­mung zu spüren, als wären alle schlim­men Dinge, die auf der Welt passieren, über Nacht ein­fach ver­schwun­den. Ein Blick in die Medi­en bestätigt: Hunger und Elend sind vergessen, denn in Rus­s­land wird Fußball gespielt. Dann fehlt ja nicht mehr viel für eine per­fek­te Welt, allen­falls ein Pand­abär.

Mit dem Recht auf freie Rede ist es in den USA, glaubt man Fefe, bald auch außer­halb von Uni­ver­sitäten vor­bei. Klar: Mei­n­ungs­frei­heit, die Befind­lichkeit­en im Weg ste­ht, muss aus sel­bigem geräumt wer­den. Wir leben in ein­er mod­er­nen, aufgek­lärten Gesellschaft und sind nicht mehr wie früher. Sog­ar unser Krieg hat keine Loot­box­en mehr. Sobald ich her­aus­ge­fun­den habe, was eine Loot­box ist, kann ich mich vielle­icht sog­ar qual­i­fiziert dazu äußern. — Apro­pos Qual­i­fika­tion: Was macht man eigentlich als Frau, wenn man einen der begehrten, weil bess­er bezahlten Führungspo­si­tio­nen in ein­er Behörde oder einem Unternehmen zugewiesen bekom­men möchte? Härter dafür arbeit­en? Haha, nein, natür­lich nicht: Man schreibt seinem Vorge­set­zten einen Brief, in dem ste­ht, dass man wegen seines Geschlechts doch bitte eine Führungspo­si­tion ver­di­ent habe. Sich die erar­beit­en zu müssen ist sex­is­tisch und frauen­feindlich, darunter machen sie’s nicht.

Vie­len Arbeit­slosen fehlt das Geld für eine warme Mahlzeit. Toooor!; beziehungsweise: Mahlzeit.

Wohl bekommt dann doch eher Musik.

Pond — Eye Pat­tern Blind­ness (Live on KEXP)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPolitik
Medienkritik in Kürze: Sachsen auf Italienisch

Es spekuliert wenige Wochen nach dem Zus­tandekom­men des Bünd­niss­es aus “Linkspop­ulis­ten” und “Recht­spop­ulis­ten” das Qual­itätsmedi­um “ZEIT ONLINE” auf­grund der aktuellen Umfragew­erte der säch­sis­chen AfD:

Die Rede ist von einem Bünd­nis der CDU mit der Linken. Was heute fast jedes Mit­glied der bei­den Parteien als Absur­dität wegstre­it­en würde, wäre im Lichte so eines Wahlergeb­niss­es die wahre Ver­nun­f­tentschei­dung.

Was kön­nte da schon schiefge­hen? :ja:

PolitikIn den Nachrichten
Kurz angemerkt zum EU-Leistungsschutzrecht

Ob diejeni­gen, die laut­stark bekla­gen, dass Großbri­tan­niens Aus­tritt aus der EU den weit­eren Zusam­men­halt “Europas” (hier: der in der Europäis­chen Union zusam­mengeschlosse­nen Staat­en) gefährde, und weit­er­hin behaupten, dass, wer an der EU zweifelt, unbe­d­ingt in die Gruppe der “Recht­sex­trem­is­ten und Linksradikale, Pop­ulis­ten aller Couleur, Putin-Vertei­di­ger, Stal­in-Nos­tal­gik­er, Erzkon­ser­v­a­tive und Abend­land-Klerikale, Antikap­i­tal­is­ten und Befreiungss­chwärmer” gehören müsse, wohl die gle­ichen sind wie diejeni­gen, die jet­zt laut­stark bekla­gen, dass ein mar­o­dieren­der Einzeltäter aus der recht­spop­ulis­tis­chen CDU das in Deutsch­land gescheit­erte “Leis­tungss­chutzrecht” — ohne Anführungsze­ichen täte das Wort noch mehr im Kopf weh als sowieso schon — jet­zt in ver­schärfter Form auf gesam­teu­ropäis­ch­er Ebene ein­führen zu lassen beab­sichtigt und daran kaum mehr gehin­dert wer­den kann, weil die Bürg­er­be­we­gung, die noch vor weni­gen Jahren schlagkräftig genug schien, um das Inter­net fast im Allein­gang vor Politpflau­men zu ret­ten, näm­lich die Piraten­partei, aufgegeben hat, mehr als die sonst­wievielte Kopie sozialdemokratis­ch­er Jugend­be­we­gun­gen sein zu wollen, und die Bere­itschaft und/oder Fähigkeit der Bürg­er auch und ger­ade während der lästi­gen Fußbal­lzeit, über das Schick­sal des Inter­nets noch selb­st entschei­den zu wollen, nach der unsäglichen “Hatespeech”-Kampagne der dama­li­gen Bun­desregierung, ange­spielt über Bande von bizarrfem­i­nis­tis­chen Zirkeln, in Verbindung mit immer niedrigeren geisti­gen Hür­den zur Benutzung von EDV-Hard­ware, was nicht sel­ten mit der wieder­holten Ver­bre­itung von Schad­soft­ware auf­grund schier­er Naiv­ität einen weit­eren Höhep­unkt erk­limmt, eine schwäch­er wer­dende Erin­nerung ist?

PolitikIn den Nachrichten
Wochentagsbronx Berlin

Wie geht es eigentlich der rot-rot-grü­nen Mod­ell­stadt Berlin? Nun, unge­fähr so:

Für das kom­mende Woch­enende hat die Berlin­er Bun­de­spolizei ein Ver­bot zum Mit­führen von gefährlichen Werkzeu­gen (…) an ver­schiede­nen Bahn­höfen erlassen (…). Auf Grund der Zunahme der Gewalt­in­ten­sität hat die Bun­de­spolizei­di­rek­tion Berlin eine Ord­nungsver­fü­gung erlassen und weist in diesem Zusam­men­hang auf das Ver­bot des Mit­führens von gefährlichen Werkzeu­gen (Mess­er jeglich­er Art, Reiz­gas, Schlagge­gen­stände usw.) hin.

Unklar ist, ob ein Schrauben­zieher nun als Schlagge­gen­stand oder all­ge­mein als gefährlich­es Werkzeug gilt. Dauert aber auch nicht lange: Ab Mon­tag dür­fen an Berlin­er Bahn­höfen wieder nach Herzenslust Klappmess­er und Base­ballschläger benutzt wer­den. Das ist ja noch kein Zeichen von Gewalt­geneigth­eit, vielle­icht ist man ja auch ein­fach nur ein Hob­bysportler, der sich unter­wegs gern mal ein Brötchen schmiert.

PolitikIn den Nachrichten
Iwan des Tages: Was Deutschland bewegt

Es desin­formiert noch heute Abend der gebühren­fi­nanzierte Sender “Das Erste” seine Zuschauer wie fol­gt:

War da was mit Özil? Wo ist Sané? Ist Putin böse? Und natür­lich: Wer­den wir wieder Welt­meis­ter? Fra­gen, die jet­zt Deutsch­land bewe­gen.

Bös­er Putin! Aus!

In den NachrichtenMontagsmusik
Aesthesys — Decipimur Specie Recti // Sportnichtnachrichten.

Fußball (Symboleule)Es ist Mon­tag. Kamele sind keine Haustiere. So trau­rig begin­nt eine Woche nur sel­ten. Was wollen die da oben wohl noch alles ver­bi­eten — etwa Haus­pan­das?

Wenig­stens führte das vielle­icht zu angemessen­er Aufmerk­samkeit. Dieselbe wird, wirft man einen Blick in die Medi­en, momen­tan nur irgendwelchem Sportkram zuteil, als passierte auf der Welt son­st ger­ade nichts von Belang, als würde in keinem Krieg gemordet, als sei die Bun­desregierung im Urlaub und die der EU sowieso. Dabei ist es offen­sichtlich völ­lig egal, wie gut gespielt wird; ein 0:1 gegen irgen­deine Quatschmannschaft wird da schon mal als “his­torische Nieder­lage” (Aylin Güler) beze­ich­net. Dabei lädt doch der Umstand, dass Deutsch­land in Rus­s­land ver­liert, zu viel lustigeren Ver­gle­ichen ein! Aber das ist Sport-“Journalismus”, da wird nicht viel gescherzt. “Thomas Müller fand offen­siv nicht wie gewohnt statt” bil­dun­ter­schrieb ein Unmen­sch auf “WELT ONLINE” ein Foto von einem Wass­er trink­enden Fußballer, auf “FAZ.net”, ein­er ehe­ma­li­gen Nachricht­en­seite, die 2018 für die von ihr “kuratierten Tweets” über densel­ben Quatsch wirbt, heißt es gle­ichzeit­ig, hin­ter dem Tor­wart “standen einige Frageze­ichen”. Man empfind­et an dieser Stelle großes Unbe­ha­gen und würde auch lieber nicht stat­tfind­en, bis der Unsinn vor­bei ist. Einzig Chris­t­ian Spiller von “ZEIT ONLINE” fand die richti­gen Worte (“Selb­st­ge­fäl­lig, behäbig und fast ein wenig dumm”), meinte damit aber augen­schein­lich lei­der irgendwelche über­bezahlten Sportkasper und nicht etwa die Jour­naille. In Mexiko-Stadt gab es zum Tor ein Erd­beben. Ich hätte lieber Erd­beeren gehabt.

Von der Frak­tion aus CDU und CSU ist allerd­ings zumin­d­est kurzfristig nicht viel Unheil zu erwarten, denn ein “erbit­tert­er Stre­it” (“WELT ONLINE”) über die Dublin-III-Verord­nung und ihre Fol­gen ist, glaubt man den Medi­en, derzeit ihre größte Sorge und damit im Fokus der Medi­en. Wer braucht Poli­tik, wenn er stattdessen auch solchen Fir­lefanz haben kann?

Was ein Mon­tag auf jeden Fall braucht, ist zumin­d­est keine Poli­tik, son­dern Musik. Zum Beispiel diese:

Aes­thesys — Decip­imur Specie Rec­ti (Live)

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 16. Juni 2018

Twit­ter­vor­stand soll sich entschuldigen, weil er im Monat des Schwu­len­stolzes im falschen Lokal gegessen hat. :wallbash:


Wis­senschaftler haben her­aus­ge­fun­den, dass bere­its 100 Atom­bomben sehr tödlich sein kön­nen, und rat­en daher von dem Besitz der­art viel­er Atom­bomben ab.


Als hätte nicht vor Jahrzehn­ten ihr bis dato ein­flussre­ich­ster Turn­schuhträger den Bun­destagspräsi­den­ten ein Arschloch genan­nt und damit den Ruf der Partei in ein­schlägi­gen Kreisen sichtlich gemehrt, weiß die Vizepräsi­dentin des aktuellen Bun­destags, Clau­dia Roth (Grüne), was sich gehört und was nicht: Dass ein Rechter aufzeigt, dass ein Teil ihrer Kar­riere ver­mut­lich auch von kor­rupten Fre­un­den gefördert wurde, möchte sie nicht hin­nehmen und ver­laut­bart

…, dass hier mit voller Absicht gegen die Geschäft­sor­d­nung und die im Bun­destag üblichen Ver­fahren ver­stoßen wurde, um (…) die Würde des Bun­destages zu beschädi­gen.

So eine Frech­heit von der AfD.


Die “Tagess­chau”, deren RSS-Feed kaputt ist, find­et, viel mehr Leute soll­ten einen kaput­ten RSS-Feedleser (“Feed­ly”) benutzen.


Im ehe­ma­li­gen Fach­magazin “heise online” wird freudig beschrieben, auf welche Weise man anlässlich der laufend­en Welt­meis­ter­schaft im Her­ren­fußball noch schneller jubeln könne, als sei Jubeln bere­its ein Leis­tungss­port und als sei Jubel über­haupt und unbe­d­ingt anzus­treben. Dass noch während der inter­es­san­ten Phase dieser Meis­ter­schaft die elende Europäis­che Union, die zu meinem völ­li­gen Unver­ständ­nis noch immer nicht ihre fäl­lige Auflö­sung beschlossen hat, schlimme Fil­ter beschließen kön­nte, lässt der­weil hof­fen: Wenig­stens im Fußball­som­mer kann nie­mand der Poli­tik vor­w­er­fen, sie sehe dem Welt­geschehen nur untätig zu. Toren, Toren allerorten.

Mir wird geschlechtPolitikIn den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Rammeln für den Feminismus.

Warum will die Berlin­er SPD eigentlich fem­i­nis­tis­che Pornos fördern? Na, darum:

Main­stream­porn ist eine extreme Leis­tungs-Show, bei der alles als per­vers oder Fetisch kat­e­gorisiert wird, was nicht het­ero­sex­uell ist.

Was daran liegen kön­nte, dass die Mehrheit der Kon­sumenten (“der Main­stream”) nun mal het­ero­sex­uell ist und Pornografie in der Regel dem Ablassen aufges­tauter Energie dienen soll; aber das ist selb­stver­ständlich allein meine Mei­n­ung.

Wir lehnen Nor­men ab, wir wollen Vielfalt sehen. Ver­schiedene Sex­u­al­prak­tiken und Kam­er­ae­in­stel­lun­gen, die nicht nur gen­i­tal­fix­iert sind. Dass man die Verän­derun­gen der Haut mal sieht, auch Gesichter von Män­nern. Dass Per­so­n­en im Roll­stuhl oder Bewe­gung­seingeschränk­te ganz selb­stver­ständlich mal dabei sind und nicht als Krüp­pel-Sex sondiert wer­den.

Ich habe ja die Ver­mu­tung, dass Men­schen, die gezielt nach Pornografie mit Roll­stuhlfahrern suchen, damit dur­chaus vor allem einen Fetisch bedi­enen wollen und nicht etwa von Vielfalt sex­uell erregt wer­den. Und wo bleibt eigentlich die Bedi­enung des Mark­tes für Pornos mit Einäugi­gen?

Immer mehr Leute beschw­eren sich über das ewig gle­iche Ger­am­mel.

:wallbash:

Ger­ade in den Schul­büch­ern ist immer noch von Fortpflanzung die Rede, die weib­liche Sex­u­al­ität ist extrem verklein­ert und fehler­haft dargestellt.

Denn männliche Sex­u­al­ität ist immer und grund­sät­zlich darauf aus­gerichtet, dass man als­bald unter­halt­spflichtig wer­den möge. Wer hat denn bitte bloß Sex zum Spaß? Die von der Berlin­er SPD jeden­falls nicht!

Was mich, ander­er­seits, ein biss­chen beruhigt.

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Schnellertollermeier — Rights

Schuhuuuuuuah!

Es ist Mon­tag. Man sollte in Summe viel mehr ver­pan­dat und viel weniger verkatert sein. Hil­ft alles nichts. Kaf­fee, aber als Imper­a­tiv.

Apro­pos “hil­ft nichts”: Anke Dom­scheit-Berg, die ihr Leben lang noch nie einen ehren­werten Beruf aus­geübt hat und die, nach­dem sowohl die Grü­nen als auch die Piraten­partei ihrer über­drüs­sig gewor­den sind, derzeit für die heil­los zer­strit­te­nen “Linken” meine Luft wegat­met, applaudierte am jüngst ver­gan­genen Woch­enende ihrer Parteivor­sitzen­den Kat­ja Kip­ping, die eine Lohnober­gren­ze ein­führen wolle, damit man bei gle­ich­bleibend schlechter Arbeit nicht mehr ganz so weit von rel­a­tivem Reich­tum ent­fer­nt sei. Dass man näm­lich für mehr Ver­ant­wor­tung und mehr Arbeit auch mehr Geld bekomme, fördere Extrem­is­mus und immer­hin habe sie BWL studiert, daher kenne sie sich unzweifel­haft aus mit Extrem­is­mus Wirtschaft. Offen­sichtlich ste­ht es um die Bil­dung in Deutsch­land auch weit­er­hin nicht zum Besten.

Auch beim His­to­riensender ZDF weiß man, dass aus der Geschichte gel­ernt wer­den sollte: Deutsche Helden, twit­terte er, trü­gen nicht etwa Trikot, son­dern Uni­form. Hof­fentlich fliegt der Typ mit dem hässlichen Bart in der näch­sten Staffel raus. Total unglaub­würdi­ger Charak­ter.

Charak­ter­stark hinge­gen: Musik.

Schneller­toller­meier RIGHTS Bad Bonn Kil­bi 2017

Guten Mor­gen.