PersönlichesLyrik
Von dir, hicks. (Frei interpretierbar.)

Das trü­be Wet­ter ver­mag nicht zu ver­ber­gen, dass im Her­zen die Son­ne scheint. Hät­te ich je gelernt zu pfei­fen, mei­ne Lip­pen wären längst ver­trock­net. „Weil wir oben auf sind und tro­cken hin­ter den Ohren“ (The Hirsch Effekt) bzw. eben der sehn­li­che Wunsch, bald­mög­lichst zurück­zu­keh­ren (lies: gar nicht erst auf­zu­bre­chen; „to lea­ve“ heißt es im Eng­li­schen ver­mut­lich auch nicht zufällig).

Von dir bin ich betrunken,
weil du die See­le wärmst;
aus dir ent­sprin­gen Funken,
als mal­te dich Max Ernst.

Von dir bin ich bedröhnt,
weil du die Dro­ge bist,
nach der sich jeder sehnt,
die man nicht mehr vergisst.

Von dir bin ich benebelt,
weil du mein Sein umgibst,
und ob es stürmt, ob Schnee fällt,
mir geht es gut; du liebst.

Von dir bin ich benommen,
weil du wie Pro­zac wirkst;
das Welt­ende kann kommen,
so lan­ge du mich birgst.

(Von dir werd ich bekloppt,
weil ich nicht wei­ter weiß,
und wenn mich kei­ner stoppt,
ent­führ ich dich ins Paradeis.
Echt jetzt und so. Ohne Scheiß.)

Bezeich­nen­des Ereig­nis des heu­ti­gen Tages im ÖPNV: Ein Mann unter­hält sich mit dem Fahr­zeug­füh­rer über die gest­ri­gen Fuß­ball­spie­le, die er im Sport­stu­dio ver­folg­te. In der Gegen­wart begeis­ter­ter Sofasport­ler fühlt man sich gera­de­zu weltmeisterlich.

MusikSonstigesNetzfundstücke
Hol dir jetzt die tren­dy Scheiß­win­del auf dein Mobildings!

Törich­ter Tor, der ich bin, ver­fiel ich soeben auf die Idee, mal wie­der Klin­gel­ton­wer­bung zu kon­su­mie­ren, da sich schon all­zu lan­ge kei­ne mehr wider­recht­lich in mein Gehirn zu fres­sen frei­wil­lig ver­sucht hat. Das war eine gar nicht mal all­zu blö­de Idee, denn wie lau­te­te der Titel des sim­pel ani­mier­ten Vide­os, das zur Unter­ma­lung diente?

„Stin­ka Stinkesong“.

Was mir, vor Lachen nur noch ein­ge­schränkt auf­nah­me­fä­hig, vom Text dann noch in den Ver­stand drang, war, dass die däm­lich aus­se­hen­de Figur dar­über sang, dass sich in ihrer Win­del eine beträcht­li­che Men­ge Eigen­ver­dau­tes befand. Ich wür­de die­ses Video hier gern bereit­stel­len, um mein dum­mes Gesicht auch mit ande­ren zu tei­len, aber ich wur­de bis­lang nicht fün­dig; das ist aller­dings ver­mut­lich auch bes­ser so.

(Wie man halt auf so Sen­dern eini­ges als song bezeich­net, was die mir bekann­te Defi­ni­ti­on eines Sing­stü­ckes nicht ein­mal par­ti­ell erfüllt. Ein song ist ein Lied, aber ein Lied ist kein Instru­men­tal- oder Rap­stück; daher ver­mut­lich auch das Sprich­wort: „Böse Men­schen haben kei­ne Lie­der“. Hey, das klingt wie ein coo­ler Song von Bushi­do, ey. Mei­ne Fresse.)

Rein inter­es­se­hal­ber gefragt: Wie­so, zum Gei­er, zah­len Men­schen hart ergau­ner­tes Geld dafür, dass bei jedem Anruf eine ver­zerr­te Stim­me irgend­ei­nen Unsinn von vol­len Win­deln singt? Ich bin besorgt.


Mathe­ma­ti­scher, poli­tisch inkor­rek­ter Bild­witz zum Wochenstart:

(Und falls sich jemand über die „Like“-, also „Mög“-Grafik unter den Bei­trä­gen wun­dert: Ich expe­ri­men­tie­re gera­de ein wenig mit des Nacht­wäch­ters Face­book-Script. Ich hof­fe, ich erzeu­ge damit nicht all­zu viel Verwirrung.)

In den NachrichtenPiratenpartei
Tag der Konferenzen

„Aber Strup­pi, liest du denn kei­ne Zei­tung?“ (Tim, c/o „Tim und Strup­pi“, Super RTL, etwa 20:30 Uhr); heu­te und mor­gen hält die Pira­ten­par­tei Deutsch­land ihren Bun­des­par­tei­tag 2010, auf Twitter.com als Ticker hier zu fin­den, ab und ent­schei­det der­weil über Zukunft und Aus­rich­tung der Par­tei wie auch über gestell­te Anträ­ge jed­wel­cher Art. Ein, wie ich mei­ne, gutes Zei­chen ist es, dass Jens Sei­pen­busch, See­le und Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur der Par­tei, in sei­ner Posi­ti­on als Par­tei­chef bestä­tigt wur­de. Von einer Ten­denz der Pira­ten­par­tei zur Belie­big­keit, wie sie mit­un­ter gewünscht wird, ist unter sei­ner Füh­rung nicht auszugehen.

Amü­sant indes ist neben dem merk­wür­di­gen Zeit­punkt für den Rück­tritt Aaron Koe­nigs die Per­so­na­lie Andre­as Popp: Ein gro­ßes Geschrei ertön­te im Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res, als jener der Zeit­schrift „Jun­ge Frei­heit“ ein Gespräch gewähr­te, sich nicht bewusst des­sen, dass es sich um eine Zeit­schrift des rech­ten poli­ti­schen Spek­trums han­del­te. „Par­tei­aus­schluss!“, „Pira­ten sind Nazis!“, „Nie wie­der Pira­ten!“ und der­lei wur­de skan­diert, weil es ein Pirat wag­te, für sei­ne Mei­nung ein­zu­ste­hen, nach­zu­le­sen unter ande­rem hier. Und was ist das Ergeb­nis?

Andre­as Popp mit 52,1% zum stellv. Vor­sit­zen­den gewählt.

Dies zeigt doch zumin­dest: Wer am lau­tes­ten schreit, hat am wenigs­ten recht, und Pro­gno­sen sind Fir­le­fanz. Apro­pos Schrei­häl­se: Lena Simon, bekannt­lich Initia­to­rin der unsäg­li­chen „Piratinnen“-Kampagne, hat es sich eben­falls nicht neh­men las­sen, noch mal über ihr Lieb­lings­the­ma, „War­um die sexis­ti­sche Pira­ten­par­tei gefäl­ligst Pira­tin­nen­par­tei hei­ßen soll“, zu reden, was die anwe­sen­den Pira­ten bekannt­lich längst satt haben; und was zitie­ren die übli­chen Pira­ten­ver­riss­blogs? So etwas.

Dass Frau Simons End­los­lei­er, es sei ein unhalt­ba­rer Zustand, dass es in einer Par­tei kei­ne strik­te Geschlech­ter­tren­nung (womög­lich also, wie etwa bei den schreck­li­chen Grü­nin­nen üblich, eine Frau­en­för­de­rung) gibt, nach all der Vor­ge­schich­te (wir erin­nern uns: Nicht auto­ri­sier­te Pres­se­mit­tei­lung, Gesprä­che mit taz und Spreeblick.com, nur kei­ne kon­struk­ti­ve Rück­spra­che mit der Par­tei­ba­sis, die ihr mehr­heit­lich schlicht den Vogel zeig­te) nur mehr stört, löst zumin­dest in mir kei­ne Ver­wun­de­rung aus.

Auch hübsch ist natür­lich dies, etwa gleich­zei­tig geschehen:

Ärger auf dem Öku­me­ni­schen Kir­chen­tag: Die evan­ge­li­sche Pfar­re­rin Käß­mann hat die Anti­ba­by­pil­le als „Geschenk Got­tes“ bezeich­net – und damit die katho­li­schen Bischö­fe ver­är­gert. Deren Vor­sit­zen­der Zol­lit­sch wies die Deu­tung ent­schie­den zurück.

War­um aus­ge­rech­net Ver­tre­ter der katho­li­schen Kir­che Schwie­rig­kei­ten damit haben, Emp­fäng­nis­ver­hü­tung gut­zu­hei­ßen, erscheint mir all­mäh­lich nicht mehr sehr ver­ständ­lich, kön­nen doch ihre Part­ner ohne­hin sel­ten schwan­ger wer­den; sei’s drum.

PersönlichesIn den NachrichtenNerdkrams
Erleb­nis­se zum Wochen­en­de aus Leben und Fern­se­hen (inkl. Google-Fauxpas)

Ich dis­ku­tier­te vor­hin über die Rol­le der stän­dig wei­nen­den Frau in der Serie „Ghost Whispe­rer“, aus­ge­löst durch ihre Wort­wahl, es sei ihr „Job“ („dschooobb“, schreck­li­ches Wort eigent­lich), Men­schen hin­ters, äh, „ins Licht“ zu füh­ren. Wie genau nennt man so einen Men­schen bzw. sei­nen Beruf? Ich schlug ja „Luzi­fer“, „Licht­brin­ger“, vor, den Witz hat aber kei­ner ver­stan­den. (Apro­pos Witz: An einer Hal­te­stel­le lag kürz­lich ein Turn­beu­tel her­um. Das ers­te Relikt eines Turn­beu­tel­ver­ges­sers, das mir je unter­ge­kom­men ist. Fand ich lustig.)

Ein wenig Furcht berei­te­te mir dann übri­gens auch die­se Mel­dung. Wie all­ge­mein bekannt sein dürf­te, fährt die Fir­ma Goog­le seit einer Wei­le mit Kame­ras durch die Stra­ßen und filmt unge­fragt Pri­vat­ei­gen­tum; wer ein Pro­blem damit hat, so Goog­le, darf sich gern hin­ter­her zwecks Anony­mi­sie­rung mel­den. Sehr groß­zü­gig. Seit April wer­den neben Foto­gra­fien auch Funk­net­ze erfasst, soll hei­ßen: Wer einen Funk­rou­ter im Haus hat, der nach drau­ßen funkt, wird auf der Street-View-Kar­te ent­spre­chend gekenn­zeich­net. „Selbst schuld, wer sich nicht absi­chert“, auf dass fort­an jeder selbst schuld sei, wenn er nicht den gan­zen Tag einen Blei­man­tel trägt.

Nun aber kam über die Erfas­sung von Funk­net­zen fol­gen­des heraus:

Nach den Anga­ben des Unter­neh­mens wur­den von offe­nen WLAN-Funk­netz­wer­ken auch soge­nann­te Nutz­da­ten gespei­chert, bei­spiels­wei­se Frag­men­te von E‑Mails oder Inhal­te von abge­ru­fe­nen Webseiten.

Jetzt wird es aben­teu­er­lich: Darf man wild ver­öf­fent­li­chen, was eh „rum­liegt“? Goog­le hat sich dafür ent­schul­digt, den­noch bleibt die Stra­te­gie die­sel­be: Was nicht expli­zit ver­bo­ten ist, gilt als erwünscht. Ande­rer­seits wäre so auch der „Schutz geis­ti­gen Eigen­tums“ hin­fäl­lig, denn geis­ti­ges Eigen­tum, um es ein­mal salopp aus­zu­drü­cken, liegt auch meist offen her­um. (Es sei denn, man ist Sony, denn dort sucht man nach Geist­vol­lem ver­ge­bens, wie es scheint.) Und dann war es aber immer­hin ein, äh, Ver­se­hen von Google:

In das Pro­gramm sei aus Ver­se­hen auch ein Code aus einem ande­ren Pro­jekt eines Pro­gram­mie­rers eingeflossen, (…).

Nur, damit da kein Miss­ver­ständ­nis auf­tritt: Ein Code, der ver­se­hent­lich über gefun­de­ne WLAN-Net­ze mit­ge­schnit­te­ne Trans­fer­da­ten ver­se­hent­lich kopiert, ist Teil eines ande­ren Pro­jekts von Google?
Die­ser Kon­zern macht mir täg­lich mehr Sorge.

(Was genau, Fa. Zen­tis, kenn­zeich­net eigent­lich die in der Fern­seh­wer­bund geprie­se­ne „sam­ti­ge Mar­me­la­de“? Muss man die mit der Hand waschen? Fra­gen über Fragen!)

PolitikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt XVII: Kusche­li­ger Hei­ner Geiß­ler, dum­me Jungs

Zwei schö­ne Schlag­zei­len, die mir heu­te durch den Ticker geti­ckert wurden:

Ers­tens: Hei­ner Geiß­ler schlägt Auf­lö­sung der FDP vor. „Schwarz-Gelb ist völ­lig über­holt und ein Pro­jekt von vor­vor­ges­tern“, dies sprach der CDU’­ler, und da muss ich ihm zustim­men, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob er damit eben­falls meint, dass die­ser Staat kein Schwarz im Par­la­ment mehr sehen kann. Fast bezweif­le ich es.

Ande­rer­seits ist es natür­lich auch eher frag­wür­dig, was von Herrn Geiß­lers Mei­nung noch zu hal­ten ist; WELT.de, ansons­ten doch eher als kon­ser­va­ti­ves Mei­nungs­blatt bekannt, näm­lich weiter:

Auch an ande­rer Stel­le konn­te es der 80-Jäh­ri­ge nicht las­sen, gegen die FDP zu stän­kern und kuschel­te am Ende lie­ber mit der SPD von Hans-Jochen Vogel (84). (Ist das nicht süß?) (…) „Die Mehr­heit der Men­schen woll­te doch gar kei­ne Steu­er­sen­kun­gen“, erreg­te sich der Christ­de­mo­krat und tipp­te sich mit dem Fin­ger gegen die Stirn, um sei­ne Mei­nung zu dem FDP-Vor­stoß ges­ten­reich zu unterstreichen.

Rich­tig; wer will das schon?

Zwei­tens dann aber dies:

Jun­gen stel­len über 60% der Son­der­schü­ler. Sie haben die signi­fi­kant höhe­re Schul­ab­bre­cher­quo­te und die signi­fi­kant nied­ri­ge­re Abitur­quo­te. Der Anteil männ­li­cher Schü­ler in Gym­na­si­en sank von 56% im Jahr 1970 auf 43% im Jahr 2006. Der Bil­dungs­be­richt der Stadt Frei­burg spricht sogar von ledig­lich nur noch 40% Anteil männ­li­cher Schü­ler mit all­ge­mei­ner Hochschulreife

(via)

Man muss schon ein ziem­lich sexis­ti­sches Arsch­loch sein, um ange­sichts die­ser Zah­len noch von einer „Benach­tei­li­gung von Mäd­chen“ zu reden und für „geziel­te Frau­en­för­de­rung“ einzutreten.

Es ist zum Kotzen.

PersönlichesFotografie
Vom Bord- zum Rinn­stein und zurück: Ein Rei­se­be­richt, ange­for­dert und geliefert.

Da man mich so zahl­reich dar­um gebe­ten hat, folgt die ange­droh­te und teil­wei­se kor­ri­gier­te Abschrift mei­ner Rei­se­no­ti­zen mit weni­gen Foto­gra­fien. Wer die Sta­tio­nen, hier mit ihrer Initi­al­ma­jus­kel und dem fol­gen­den Buch­sta­ben abge­kürzt, errät, bekommt ein Fleißbienchen.


Vi. bis Ha.:
Auf der Fahrt von Vi. bis Ha. sitzt eine Grup­pe Senio­ren im Abteil, offen­bar auch in dem anlie­gen­den. Zwi­schen dem mei­nen und dem ande­ren wan­deln zwei nicht viel jün­ge­re Frau­en umher und fra­gen die Senio­ren bis­wei­len, ob die­se Inter­es­se an einem wei­te­ren Keks hät­ten. („Wie sieht’s hier aus? Noch’n Keks?“) Kein schö­nes Leben. (Hat eigent­lich schon mal jemand einen Witz über die frän­ki­sche Schweiz und die Namens­ähn­lich­keit zu Schwei­zer Fran­ken gemacht? Falls ja: Mist!) Je näher der Zug Ha. (mit­hin auch Le.) kommt, des­to deut­li­cher wird der Dia­lekt des Zug­füh­rers. Immerhin.

Ha. bis Le.:
Vor mir sitzt ein Mann, der einen Zun­gen­schnalz­tic hat. Nervt nach einer Wei­le. Ich set­ze mei­ne Kopf­hö­rer auf und lau­sche den Klän­gen der Wise Guys. Doo­fe Idee – zu spät höre ich das Klin­geln des Mobil­te­le­fons. Also zurück­schrei­ben, sich viel­mals ent­schul­di­gen, die Kopf­hö­rer abset­zen und auf den erneu­ten Anruf war­ten. Sicher ist sicher.

Le. bis Pl.:
Ich müss­te mich mal umzie­hen, das Sweat­shirt wird all­mäh­lich unge­müt­lich. Aber hier im Abteil? Lie­ber nicht. Die Zug­be­glei­te­rin spricht Hoch­deutsch. Uff! Dafür kann sie sich bei der Fahr­kar­ten­kon­trol­le nicht zwi­schen Frän­kisch und Säch­sisch ent­schei­den. (Vor­her noch mal die Toi­let­te auf­ge­sucht; mit T‑Shirt geht’s mir direkt viel bes­ser.) Ich will einen kur­zen Text, beinhal­tend das Wort „belü­gen“, über das Mobil­te­le­fon ver­schi­cken, T9 schlägt statt­des­sen „bekuh­en“ vor. Schwei­ni­sches Gerät. Aus dem Laut­spre­cher ertönt wie­der eine Stim­me, und mein Magen mel­det sich zu Wort. Schlech­ter Zeit­punkt allemal.

Pl. bis Nü.:
Da unten auf dem Fluss pad­deln Men­schen in Plas­tik­ka­nus. Sieht anstren­gend aus. (Argh, ich muss noch mein Mobil­te­le­fon mit Geld bestü­cken. Aber erst mal Musik. Gera­de läuft Lap­ko: A New Bohe­mia. Komi­sches Album.)

In Nü.:
Nü. hat meh­re­re Tabak- und Lot­to­ge­schäf­te, McDonald’s, Bur­ger King, diver­se wei­te­re Fress­bu­den, aber kei­ne Dro­ge­rie in Sicht­wei­te. Mist­kaff. (Da schlen­dert gera­de jemand an mir vor­bei, starrt auf mein Pira­ten­shirt und kommt mir irgend­wie bekannt vor. Komisch.)

Nü. bis Tr. (kann mir den Orts­na­men bis heu­te nicht merken):
Juhu, die ers­te Ver­spä­tung auf der Fahrt bis­her! „Die Abfahrt wird sich um unge­fähr fünf Minu­ten ver­zö­gern“, au weia; bei plan­mä­ßi­gen fünf Minu­ten Umstiegs­zeit am Ziel­ort könn­te das Pro­ble­me geben.
Ein Mensch, nur weni­ge Rei­hen vor mir, tele­fo­niert über den Laut­spre­cher sei­nes Mobil­te­le­fons. The­ma: Die Nürn­ber­ger Pro­zes­se. Schön. Ich ver­ste­he nur Gequä­ke. Ah, wir sind da.

Tr. bis Au.:
War­um pala­vert die Bahn erst von fünf Minu­ten Ver­spä­tung und kommt dann eine Minu­te zu früh an? Mein armes Herz. Apro­pos „mein armes“: Der komi­sche neue Zug piept schlim­mer als der Feu­er­alarm zu Hau­se, sobald jemand die Tür öff­net. Also stän­dig. Mein armes Gehör. Gegen­über spie­len sich Dra­men ab. Ein Män­ner­quar­tett fährt schwarz, weil ein Zech­kum­pan betrun­ken die Fahr­kar­te nicht an einem ver­ein­bar­ten Ort hin­ter­legt hat. Einer von hat eine recht impo­san­te Stim­me. Also wie­der Musik an.
Hübsch: Die Bahn zeigt die Aus­stiegs­sei­te mit­tels Pfei­len an. „Wir ver­ab­schie­den uns von allen Fahr­gäs­ten, die wo in Au. aus­stei­gen“, allein die­ser Satz ist eine Erwäh­nung wert.


In Au.:

Das Feh­len von Prä­po­si­tio­nen spar­te womög­lich umständ­li­ches Nach­den­ken beim Ent­wer­fen der Hin­weis­ta­feln, aber lädt doch zumin­dest zum Schmun­zeln ein.


Au. bis In.:
Merk­wür­di­ger Kon­trol­leur. Lässt mich mei­nen Fahr­schein unter­schrei­ben und kon­trol­liert ihn weni­ge Minu­ten spä­ter noch mal. Seit­dem sitzt er da und starrt mich an. Angst. Vor oder hin­ter mir quäkt Rihan­nas unver­meid­li­ches „Umbrel­la“ aus Laut­spre­chern, die offen­bar nicht dafür gedacht sind.

In. bis Nü.:
„Ich hab mich von ihm getrennt, aber ich glaub, wir sind wie­der zusam­men, wie’s aus­schaut“, spricht eine Frau vor mir in ihr Mobil­te­le­fon; äh, aha.

In Nü.:
Auf dem Bahn­hof läuft eine alte Frau her­um, fuch­telt mit den Armen und ruft: „Nein, nein, nein, …“. Selt­sam. Habe eine Dro­ge­rie gefun­den, will aber nichts mehr kau­fen. Selbst schuld, wenn sie die verstecken.

Nü. bis Li.:
Mäd­chen, die ande­re Mäd­chen mit „Hihihi“ (wie man’s schreibt, nicht etwa tran­skri­biert) begrü­ßen, wir­ken son­der­bar auf mich. Der Zug fährt durch die Stadt, in der ich einst ver­such­te, die Bedeu­tung der Lie­be zu erfah­ren. Memo­ries.
Auch mal hübsch: Die Bahn­steig­durch­sa­ge ver­sagt. Wenn mit­ten im Satz Wör­ter auf­tau­chen, die dort nicht hin­ge­hö­ren („ztrtx“), erweckt das einen inter­es­san­ten Eindruck.

In Li.:
End­lich raus aus die­sem stin­ken­den Zug mit den manu­ell zu öff­nen­den Türen. Wobei; end­lich mal wie­der bewähr­te Tech­nik. Aber der Geruch!

Li. bis Na.:
Mer­ke: „5 Minu­ten spä­ter“ bedeu­tet „viel­leicht sind wir frü­her da, spä­ter weg oder bei­des, manch­mal auch nichts“. Erst mal Gum­mi­zeug fut­tern. Stress. Drau­ßen hop­pelt ein Hase. (Eine hal­be Stun­de regu­lä­rer „Auf­ent­halt“ ist natür­lich auch nicht mein Fall.) War­um die Hal­te­stel­le Je. Para­dies aus­ge­rech­net Para­dies heißt, weiß wohl auch nur die Schlan­ge in dem­sel­ben. Auf der Saa­le schwimmt ein Schwan. Mistwetter.

In Na.:
Aus 4 Minu­ten Ver­spä­tung sind 6 gewor­den, sprach die Stim­me im Laut­spre­cher kurz zuvor. Rennen!

Na. bis Ha.:
Geschafft. Platz suchen. Platz gefun­den, uff. Kin­der­krä­hen. Ich muss aufs Klo, bevor­zugt schall­dicht. (Oder doch wie­der Musik?)

Ha. bis Vi.:
Klo gefun­den, aber ohne­hin kein krä­hen­des Kind mehr in Hörweite.

In Vi.:
Etwa 50 Minu­ten Auf­ent­halt auf einem Bahn­hof sind für mich Stö­ber­freu­di­gen meist ein Grund zur Freu­de; es sei denn, es ist spät­abends an einem Sonn­tag und der Welt­geist fin­det es lus­tig, mich auf einem „his­to­ri­schen“ Bahn­hof in einem furcht­bar lang­wei­li­gen Ort aus­zu­set­zen, der eigent­lich nur sei­ne Archi­tek­tur, sie­he Foto, und ein paar blö­de his­to­ri­sche Eisen­bah­nen vor­zu­wei­sen hat. Eigent­lich eine Markt­lü­cke: Hier einen Kiosk hin­stel­len. Na, viel­leicht spä­ter. (War­um eigent­lich hat mein Schat­ten, von hin­ten betrach­tet, kei­nen Hals?) Und schon wie­der: Memo­ries. Erwä­ge Sprung von der Fuß­gän­ger­brü­cke, bin aber zu feige.


Einen aus­führ­li­chen Bericht mei­nes eigent­li­chen Auf­ent­halts, der im Wesent­li­chen aus Ent­span­nen, Film­gu­cken und einem doo­fen Gesichts­aus­druck bestand und somit für Außen­ste­hen­de noch weni­ger inter­es­sant sein dürf­te als die eigent­li­che Zug­fahrt, erspa­re ich euch, lie­be Leser; ich neh­me an, all­zu vie­le Tex­te die­ser Art wir­ken ohne­hin eher ein­schlä­fernd. Herz­lichst ent­schul­di­gen möch­te ich mich bei allen Lesern, die von mir lie­ber die übli­chen sati­ri­schen Ana­ly­sen des Welt­ge­sche­hens lesen wür­den; par­don, spä­ter mehr. Ich hof­fe, die­je­ni­gen, die an die­sem Text inter­es­siert waren, sind nun voll­ends zufrie­den. Falls ja: Gern geschehen!

Musik
I can’t stand the cover song against my win­dow. (Wer ist Omarion?)

Da schlen­de­re ich gemüt­lich durch die Gän­ge mei­nes favo­ri­sier­ten Kof­fe­in­fach­han­dels und höre erschreckt eine mir noch unbe­kann­te Ver­si­on des vor allem in der Inter­pre­ta­ti­on von Tina Tur­ner bekannt gewor­de­nen Lie­des „I can’t stand the rain“, das unge­fähr so geht: „I can’t stand the raiiiii­in / against my win­dow / DÄÄ DÄÄ DÄ / brin­ging back sweet memories.“

Und da ich also dar­über brü­te­te, wie ich die­ses ver­meint­li­che Sakri­leg (dass auch Frau Tur­ner das Lied nur nach­sang, habe ich erst spä­ter her­aus­ge­fun­den; mea cul­pa) vor Wut schäu­mend, aber leser­freund­lich ver­wurs­ten könn­te, fiel mein Blick auf eines der Pla­ka­te, die offen­sicht­lich säcke­wei­se an Stra­ßen­ecken gekleis­tert wur­den. Vira­les Mar­ke­ting wur­de betrie­ben, was meist auf feh­len­de Bekannt­heit des zu Ver­mark­ten­den hin­deu­tet, und so auch in die­sem Fall.

Die Pla­ka­te bewar­ben einen Künst­ler namens Oma­ri­on („OMARION“), des­sen Kon­ter­fei, das eben­falls abge­bil­det war, man sich unge­fähr so vor­zu­stel­len hat wie das, was man sich ver­mut­lich spon­tan vor­stellt, wenn man an einen typi­schen R&B‑Musiker den­ken soll. „Oma­ri­on“ („OMARION“), denkt ihr jetzt wahr­schein­lich, „der Oma­ri­on?“ Ja, genau der Oma­ri­on soll­te es sein, und so kün­dig­te das Pla­kat auch fröh­lich sei­ne Top­hits („TOP HITS“, nur echt in Majus­keln und mit Dep­pen Leer­zei­chen ca. mit­ten­drin) an, dar­un­ter so nam­haf­te Klas­si­ker wie „ICEBOX“, „BUMP BUMP BUMP“ „u.v.m.“, alle­samt also offen­bar recht lau­te, womög­lich gebrüll­te Musik­stü­cke, all dies „prä­sen­tiert“ von 89.0 RTL, einem Sen­der also, der mit­un­ter durch­aus nicht üble Musik spielt, und des­sen „Prä­sen­ta­ti­on“ als sol­che sich, wie üblich, wohl nur in rie­si­gen Wer­be­ban­nern äußern dürf­te; sei’s drum.

Aber wer, ver­dammt, ist Omarion?

PersönlichesIn den NachrichtenNerdkrams
Ursa­che und Wirkung

So, wie­der zu Hau­se. Einen aus­führ­li­chen Rei­se­be­richt könn­te ich bei aus­rei­chend Inter­es­se nach­rei­chen; sofern es über­haupt jemand lesen will, wie unglaub­lich span­nend es ist, mit der Bahn län­ger als nur durch den eige­nen Land­kreis zu rei­sen. (Bei Inter­es­se bit­te einen Kom­men­tar hin­ter­las­sen, dann tip­pe ich den mal ab.)

Genug davon; zurück zu Spannenderem.

Was ich letz­te Woche zufäl­lig ent­deckt, aber noch nicht hier ver­öf­fent­licht habe, ist fol­gen­des ori­gi­nal in dem als „aus­ge­reift“, „sta­bil“ und „feh­ler­frei“ ver­ru­fe­nen Win­dows 7 ent­hal­te­ne Dialogfenster:

Wer fin­det den Fehler?

In die Kate­go­rie „Apro­pos Feh­ler“ fällt dann übri­gens auch die­se Mel­dung:

Der Super-Gau für tau­sen­de Mäd­chen und Frau­en. Sie ver­schi­cken pri­va­te Bil­der über eine Bil­lig­soft­ware fürs iPho­ne – doch die Bil­der lan­den im Netz.

Und statt, dass sich die „tau­sen­den Mäd­chen und Frau­en“ ein­mal Gedan­ken dar­über machen, zu wel­chem Zweck sie Halb- bis Ganz­na­ckig­bil­der von sich ver­schi­cken, lau­fen lie­ber ihre Väter ver­bal Sturm:

Wenn ihr ne Toch­ter hät­tet deren oben ohne Bil­der plötz­lich für die gan­ze Nach­bar­schaft sicht­bar sind dann wür­det ihr anders urteilen.…

Wenn ich eine Toch­ter hät­te, deren Oben-ohne-Bil­der von ihrem Mobil­te­le­fon ins Inter­net gelangt sind, wäre mei­ne ers­te Fra­ge sicher nicht, wie die ins Inter­net gelangt sind, son­dern viel­mehr, wie­so zum Gei­er sie Oben-ohne-Bil­der von sich auf ihrem Mobil­te­le­fon hat; aber jeder setzt nun mal sei­ne eige­nen Prioritäten.

Herr­je! (W. Puuh)

Persönliches
Denk­pau­se

Und da ich hier gera­de vor mei­nem auf dem pen-&-paper-Prin­zip basie­ren­den Uni­ver­sal-note­book, von des­sen Lauf­zeit sich man­cher Her­stel­ler mobi­ler Musik­spiel­ge­rä­te eigent­lich auch mal inspi­rie­ren las­sen könn­te, sit­ze und, statt, wie ich es mir noch vor einer Stun­de fest vor­ge­nom­men hat­te, geis­tig den Aus­füh­run­gen des Dozen­ten zu fol­gen, über eine bevor­ste­hen­de län­ge­re Rei­se nach­den­ke, das trü­be Wet­ter, des­sen Aus­wir­kun­gen mir eben­so wie die anschwel­len­den Vogel­ru­fe seit Wochen­be­ginn den Schlaf ver­kür­zen, im Blick, bemer­ke ich die Schran­ken des mensch­li­chen Den­kens, indem das Gehirn eben, wäh­rend es hier eigent­lich einen Text über Musik oder zumin­dest aber Kri­tik an der­sel­ben zu pro­du­zie­ren assis­tie­ren soll­te, stän­dig neu­es zu ver­ar­bei­ten ver­sucht und so kein Gedan­ke sich klar fas­sen lässt; im Schlaf, heißt es, ver­ar­bei­tet das Gehirn ver­gan­ge­nes und sor­tiert so etwa Gele­se­nes nach Inhalt, und wenn man zu viel liest und zu wenig schläft, führt das irgend­wann zu Infor­ma­ti­ons­stau, Klam­mer auf, und so vie­les, was man sich selbst zu müs­sen auf­er­legt, muss man gar nicht, wes­halb der Gedan­ke, ich müs­se noch einen Text zur Unter­hal­tung mei­ner Leser ver­fas­sen, eigent­lich auch nur ein Ver­such ist, sich selbst eine Ver­ant­wor­tung zu attes­tie­ren, die einen selbst von der Ver­ant­wor­tung für das eige­ne Han­deln befreit, Klam­mer zu, und wenn man Schrei­ben als pro­ba­tes Mit­tel ver­steht, sei­ne Exis­tenz nicht all­eim dem per se wenig pro­duk­ti­ven Ein­sied­ler­tum (digi­tal, ver­steht sich, immer­hin) zu ver­schrei­ben, ist Ideenlosig­keit zwar unan­ge­nehm, aber sie stellt nur ein­ge­schränkt eine Behin­de­rung jedes ande­ren Lebens­be­rei­ches dar. Leben kann man auch ohne zu den­ken. (Hin­ter mir sitzt eine Frau und ver­sucht sicht­lich ange­strengt, aber ver­ge­bens, es sich nicht anmer­ken zu las­sen, dass schrei­ben­de Men­schen auf sie sehr inter­es­sant wir­ken. Ich schrei­be absicht­lich noch ein wenig unle­ser­li­cher, Frech­dachs, der ich bin.)

Wor­auf ich eigent­lich hin­aus will: Die Flut an elek­tro­ni­scher Post, Schlag­zei­len, Arti­keln, nicht zuletzt auch Chat­wün­schen in IRC und Sofort­nach­rich­ten­dienst, hilft nicht dabei, sich, wie es auch Wolf Schnei­der kürz­lich im Gespräch mit Anne Will lobend erwähn­te, bin­nen kür­zes­ter Zeit über das Welt­ge­sche­hen in jed­wel­chem Inter­es­sens­ge­biet zu infor­mie­ren. Was über all der Sor­ge um die Ver­blö­dung des Nach­wuch­ses, der, was auch Wolf Schnei­der kürz­lich im Gespräch mit Anne Will bedau­er­te, zwar all die­se Mög­lich­kei­ten hat, jedoch oft schlicht nicht zu nut­zen beab­sich­tigt, weil die Akti­vi­tä­ten (vul­go „Pro­fi­le“) der Freun­de und der so genann­ten „Freun­de“ der ein­zig bedeut­sa­me Aspekt der welt­wei­ten Ver­net­zung sind, ver­ges­sen wird, ist, dass es durch­aus auch ein Zuviel an Infor­ma­tio­nen geben kann. Wer alles gleich­zei­tig tut, tut nichts rich­tig. „Infor­ma­ti­on over­load, com­mu­ni­ca­ti­on over­load“ sang Bil­ly Sher­wood 2007, beglei­tet von sei­ner Band Cir­ca:, und mein­te damit unter ande­rem viel­leicht dies. Eine auf­lad­ba­re Bat­te­rie ist bekannt­lich auch irgend­wann voll.

Und um mei­ne eige­ne Infor­ma­ti­ons­bat­te­rie, um bei der Meta­pher zu blei­ben, wie­der auflad‑, qua­si also in vol­lem Umfang nutz­bar, zu machen und weil mir sonst, bild­lich gespro­chen, der Kopf platzt, schie­be ich außer­plan­mä­ßig wie­der ein­mal eine dies­mal kur­ze Pau­se von der Welt ein, will sagen: Hier geht es nicht vor Mon­tag weiter.

Ich hof­fe, ich darf euch anschlie­ßend erneut zu mei­nen treu­en Lesern zäh­len. Bis dahin jeden­falls wün­sche ich ein erhol­sa­mes Wochen­en­de mit Son­ne und Spaß und, sofern ihr jeweils betrof­fen seid, einen ange­neh­men Mut­ter­tag und einen erfolg­rei­chen Wahl­sonn­tag. Klar­ma­chen zum Ändern!, es kann nur bes­ser werden.

(Ab. Tosen­der Applaus.)

Sonstiges
Ober­fläch­li­che Kri­tik an der „Kenn dein Limit“-Kampagne (II)

Die Akti­on „Alko­hol? Kenn dein Limit.“, die ich in einem frü­he­ren Bei­trag schon ob ihrer Ziel­set­zung kri­ti­siert hat­te, hat übri­gens auch betref­fend der Gestal­tung ihrer Wer­be­mit­tel ein nicht ganz aus­ge­reift wir­ken­des Profil.

Abge­se­hen von dem irgend­wie ein­ge­fro­ren erschei­nen­den Gesichts­aus­druck der Prot­ago­nis­ten („So, und jetzt bit­te mal alle fünf Minu­ten lang nicht atmen, der Foto­graf muss noch kurz aufs Klo.“) und der befremd­li­chen Plat­zie­rung eines Sta­tis­ten ohne Sprech­rol­le, die zu aller­lei Scha­ber­nack ein­lädt, zum Bei­spiel diesem: …

…, will es mir auch beim wie­der­hol­ten Betrach­ten aller ver­füg­ba­ren Pla­ka­te nicht ein­leuch­ten, nach wel­chem Sys­tem oder zumin­dest nach wel­cher Aus­sa­ge eini­ge Wör­ter her­vorgeho­ben wurden.

Ande­rer­seits war völ­lig unsin­ni­ger Fett­druck ja auch schon immer ein Mit­tel der Ver­wir­rung, so unter ande­rem auch vom längst legen­dä­ren MAD-Maga­zin erfolg­reich prak­ti­ziert. Den­noch bleibt die Fra­ge offen, son­der­ba­re Ver­mu­tun­gen sind und blei­ben eben solche.

Wer­ber haben bis­wei­len wun­der­li­che Ideen.
(Ob ich also mein Glück auch ein­mal ver­su­chen sollte?)

Sonstiges
„Drau­ßen kos­tet extra.“

Ahoi auch, Fa. Jägermeister,

da ste­he ich doch heu­te wie­der mit dem mir eige­nen dümm­li­chen Gesichts­aus­druck vor einem eurer Pla­ka­te, die, kaum wird’s warm, in jeder in eurem direk­ten Ein­zugs­ge­biet gegrün­det wor­den sei­en­den Klein­stadt zu wuchern begin­nen, und bin ein wenig rat­los ob eures Angebots.

„Jäger­meis­ter-Shots“ bie­tet ihr feil, erdreis­tet euch aber nicht, wenigs­tens eini­ge Sil­ben der Erläu­te­rung anzu­brin­gen, so dass man nur auf­grund des eige­nen Ver­stan­des fol­gern muss, dass man eben nicht erschos­sen, son­dern mit Alko­ho­li­ka erfreut wer­den soll. Von sol­chen Spitz­fin­dig­kei­ten, euer, Fa. Jäger­meis­ter, absur­des Wer­be­deutsch betref­fend, ein­mal abge­se­hen erschien mir vor allem die Anprei­sung des als Kulis­se die­nen­den Eta­blis­se­ments der­art selt­sam, dass ich ihr die­sen Bei­trag widme.

Nicht nur näm­lich (oha, 3 „n“; war kei­ne Absicht, ehr­lich!) prie­set ihr die in Mehr­zahl gege­be­nen Tanz­mög­lich­kei­ten an, son­dern auch, Ach­tung, jetzt kommt’s!, den „Out­door­be­reich“, immer­hin, inzwi­schen lei­der erwäh­nens­wert, kor­rekt konkateniert.

Ver­ste­he ich das rich­tig? Man zahlt anteils­wei­se euch und den Betrei­bern des zur Ver­fü­gung gestell­ten Eta­blis­se­ments Geld dafür, dass man Jäger­meis­ter trin­ken und – drau­ßen ste­hen darf? Im so genann­ten „Out­door­be­reich“?

Das klingt nach einer pro­ba­ten Geschäfts­idee. Ich wer­de sie euch bei Gele­gen­heit entleihen.
Wer hat Lust, im Gar­ten Cola zu trin­ken? Bei genü­gend Inter­es­sen­ten gibt’s Rabatt. :)

In den NachrichtenPiratenpartei
Medi­en­kri­tik XXVII: Wir kri­mi­nel­les Pack!

Lie­be Leser,

ich bin Mit­glied einer kri­mi­nel­len Vereinigung.

Dies jeden­falls behaup­tet die jüngst erschie­ne­ne 200. Aus­ga­be des Maga­zins „M!Games“, trotz des Namens offen­bar kein Maga­zin für digi­ta­le Jugend­kul­tur, indem es propagiert:

Schließlich haben sich die Raubkopierer jüngst zur Piratenpartei formiert, um ihren Lastern politischen Nachdruck zu verleihen.

Schon her­um­ge­spro­chen, so nahm ich an, hat sich die Geschich­te hin­ter der Pira­ten­par­tei spä­tes­tens seit der letz­ten Bun­des­tags­wahl. War­um ein vor­geb­lich jour­na­lis­ti­sches Maga­zin den­noch sol­che gro­tes­ken Fehl­in­for­ma­tio­nen ver­brei­tet, ist für mich unbe­greif­lich. Ich neh­me mir daher an die­ser Stel­le ein­mal die Frei­heit her­aus, den holp­rig for­mu­lier­ten Unsinn brauch­bar zu para­phra­sie­ren und ihm ener­gisch zu wider­spre­chen; die vage Hoff­nung, dass die­ser Text über aller­lei dün­kel­haf­te Umwe­ge in die Hän­de der zustän­di­gen Schrei­ber­lin­ge gelangt, allein genügt als Antrieb.

„Jetzt hat sich eine Grup­pe von Raub­ko­pie­rern als Par­tei auf­ge­stellt, um ihr ille­ga­les Trei­ben zu lega­li­sie­ren“, so lau­tet der zitier­te Satz sinn­ge­mäß und weni­ger ver­schwur­belt, und dass es zum abschlie­ßen­den Inflek­tiv „*schnaub*“ nicht mehr gereicht hat, ist wohl einer glück­li­chen Fügung von Zufäl­len zu ver­dan­ken. Jeden­falls ist in die­sem Satz, wie man ihn auch umstellt, bei­na­he nichts wahr:

„Jetzt“ (im Ori­gi­nal­text „jüngst“) ist schon eine völ­lig fal­sche Ein­lei­tung. Die deut­sche Pira­ten­par­tei trat im Jahr 2006 erst­mals öffent­lich auf, die schwe­di­sche als ihr Vor­bild exis­tiert somit auch nicht erst seit letz­ter Woche. Da ist an den Redak­teu­ren wohl eini­ges vor­bei­ge­zo­gen. Zwar ist „hat sich eine Grup­pe von“ wenigs­tens eini­ger­ma­ßen zutref­fend, aber die Grün­der der deut­schen Pira­ten­par­tei pau­schal als „Raub­ko­pie­rer“ zu bezeich­nen ist auch wie­der ein amü­san­ter Einfall.

Rich­tig ist, dass die Idee hin­ter der schwe­di­schen „Piratpar­tiet“ auf das Tausch­por­tal „The Pira­te Bay“ zurück­geht, das in den letz­ten Jah­ren oft Gegen­stand von Gerichts­ver­hand­lun­gen mit ent­spre­chen­dem Medi­en­echo war und in der Fol­ge ver­kauft wur­de. Hier endet die Wahr­heit aller­dings schon, denn zwi­schen den Betrei­bern des Por­tals und den Grün­dern der schwe­di­schen Par­tei besteht per­so­nell kei­ne Iden­ti­tät; von der deut­schen, die „M!Games“ zu beschrei­ben vor­gibt, ganz zu schweigen.

Was genau ist denn übri­gens ein „Raub­ko­pie­rer“? Das Bezie­hen digi­ta­ler Daten (elek­tri­scher Impul­se, Strom an und Strom aus, vul­go „1 und 0“) kann man mit ein wenig Fan­ta­sie tat­säch­lich als eine Art Kopie abs­tra­hie­ren, aber was genau wird auf die­se Wei­se wem geraubt, also gewalt­sam ent­ris­sen? Die Defi­ni­ti­on eines Rau­bes oder doch wenigs­tens Dieb­stahls bedingt einen abge­schlos­se­nen Besitz-(nicht Eigentums-)transfer, will sagen: Danach ist es weg. Das wäre aller­dings in der Tat eine tech­ni­sche Revo­lu­ti­on, wäre über das Inter­net tat­säch­lich sol­cher­lei mög­lich. Die Jahr­hun­der­te des Ein­drin­gens in frem­de Woh­nun­gen, womög­lich mit Sach- oder gar Per­so­nen­scha­den ver­bun­den, wären end­lich gezählt! So aber bleibt nur zu wie­der­ho­len, was Bea­te Merk anläss­lich des beab­sich­tig­ten Ankaufs von Bank­da­ten aus der Schweiz sprach: Daten kann man nicht stehlen.

Wei­ter im Text: „um ihr ille­ga­les Trei­ben zu lega­li­sie­ren“ (resp. eben „um ihren Las­tern poli­ti­schen Nach­druck zu ver­lei­hen“), nein, nein und noch­mals nein. Die Novel­lie­rung des Urhe­ber­rechts, die die Pira­ten­par­tei anstrebt, hat viel­mehr damit zu tun, dass jenes in sei­nem jet­zi­gen Zustand der glo­ba­len Ver­net­zung nicht mehr gewach­sen ist. Hier­zu eine Gra­fik am Bei­spiel eines Tonträgers:

Die­se Ver­tei­lung ist weder im Sin­ne der Musik­schaf­fen­den noch der Kon­su­men­ten, denn man zahlt als End­nut­zer kei­nes­falls für geis­ti­ge Schöp­fungs­kraft, son­dern allein für den Pro­fit­wil­len derer, die auf dem teu­er erwor­be­nen Ton­trä­ger nicht ein­mal zu hören sind. Davon abge­se­hen sieht das der­zei­ti­ge Urhe­ber­recht so etwas wie Musik­down­loads, legal oder nicht legal, nicht ein­mal vor. Jens Sei­pen­busch drück­te es im Gespräch mit Jan Phil­ipp Albrecht, Chris Pial­lat und Jan Engel­mann so aus:

Wenn man sich jetzt den Text des Urhe­ber­rechts anguckt, ist da im Grun­de genom­men noch von Farb­ko­pie­rern die Rede. Den Foto­ko­pie­rer gibt es seit Ende der sech­zi­ger Jah­re. Dar­an erkennt man zum einen, dass es einen extre­men Auf­ar­bei­tungs­stau gibt. Zum ande­ren haben der Pro­zess der Digi­ta­li­sie­rung und die Ver­brei­tung des Inter­nets das Urhe­ber­recht prak­tisch über­rannt. (…) Die Ton­trä­ger­bran­che wan­delt sich, weil trä­ger­lo­se Medi­en domi­nant gewor­den sind. Des­we­gen ist auch die Dis­kus­si­on um Pau­schal­ab­ga­ben schwie­rig. Frü­her hat­ten wir Ton­trä­ger, jetzt haben wir eine Infra­struk­tur, die aber nicht exklu­siv von den Unter­hal­tungs­me­di­en genutzt wer­den kann.

Nicht zu ver­ges­sen ist schließ­lich auch, dass die Pira­ten­par­tei kei­ne blo­ße Ein­the­men­par­tei war und ist. Neben der Novel­lie­rung des Urhe­ber­rechts wer­den auch ein trans­pa­ren­ter Staat, die Abschaf­fung jeg­li­cher Über­wa­chungs- und Zen­sur­in­fra­struk­tu­ren und eine Ein­däm­mung des Lob­by­is­mus gefor­dert, dar­über hin­aus vie­le wei­te­re Aspek­te von Demo­kra­tie und Bür­ger­rech­ten; kurz gesagt: Die Pira­ten­par­tei ist die F.D.P. des 21. Jahr­hun­derts. Aber wir machen kei­ne Fehler.

(Am 9. Mai ist Land­tags­wahl in Nord­rhein-West­fa­len, wie mir kürz­lich zuge­tra­gen wur­de. Nutzt die Gele­gen­heit weise!)

Um die­sen Text nun also zusam­men­zu­fas­sen, lie­be Redak­teu­re von „M!Games“, falls es nur für weni­ge Sät­ze reicht:

Vor­her, falsch: „Schließ­lich haben sich die Raub­ko­pie­rer jüngst zur Pira­ten­par­tei for­miert, um ihren Las­tern poli­ti­schen Nach­druck zu verleihen.“
Nach­her, rich­tig: „Auch die in meh­re­ren Län­dern ver­tre­te­ne Pira­ten­par­tei hat sich unter ande­rem die längst fäl­li­ge Über­ar­bei­tung des Urhe­ber­rechts zum Ziel gesetzt.“

Bit­te­s­ehr, nichts zu danken.

SonstigesNetzfundstücke
Der Inbe­griff der Männlichkeit

Seit dem Medi­en­rum­mel um Tokio Hotel, die einst einer der Aus­lö­ser für den Beginn die­ser Netz­prä­senz waren, hat das The­ma Andro­gy­nie, laut Wiki­pe­dia ein Syn­onym für die Eigen­schaft, „nicht (ein­deu­tig) geschlecht­lich zuge­ord­net“ zu sein oder sein zu wol­len, in der Musik mit Glam­rock­sän­gern wie David Bowie schon in den 70-er Jah­ren popu­lär gewor­den, nun end­lich wie­der den main­stream erreicht.

Konn­te man sich als Mann, heim­lich zwar mit den Zäh­nen knir­schend, aber bis vor nicht all­zu lan­ger Zeit noch dar­über freu­en, dass der Titel „Inbe­griff der Männ­lich­keit“ an immer­hin David Has­sel­hoff, dem man auch als ansons­ten recht wenig an der Sexua­li­tät von Män­nern inter­es­sier­te Per­son eine gewis­se Männ­lich­keit zu attes­tie­ren ver­mag, ver­ge­ben wur­de, spre­chen Umfra­gen unter den her­an­wach­sen­den Gene­ra­tio­nen eine ganz ande­re Sprache.

Begeis­tert geben die Jung­da­men in ver­schie­de­nen Inter­net­fo­ren zu Protokoll:

  • „er sieht ja echt nicht schlecht aus“ (Anony­ma „SwEeDy“)
  • „Er ist ja ganz nied­lich.“ (Anony­ma „moon­dust“)
  • „Er ist so süß“ (Anony­ma „taffy48“)
  • „Er macht tol­le Musik, ist total süß und total nett.“ (unbe­kann­te Anonyma)
  • „Ich bin reqel­recht süch­tiq nach ihm !“ (sic!, eine wei­te­re Anonyma)
  • (Und aber immerhin:)
    „Ein wei­te­rer klei­ner Hüpf­kas­trat, von dem kei­nes der klei­nen Mädels (denen jetzt ein ach­tel in die Wäsch‘ geht, wenn sie ihn hören) mehr was wis­sen will, wenn er mal den Stimm­bruch hin­ter sich gebracht hat.“ (Anony­mus „alpen­los­tie“)

So weit nicht zu bean­stan­den; es gehört zur Ent­wick­lung eines Kin­des, dass es sich Zie­le setzt, die nicht das eige­ne Wohl, son­dern nur den ver­meint­li­chen Neid der eben­falls ver­meint­li­chen Freun­de resp. Freun­din­nen zum Zweck haben. Nicht jedoch spra­chen sie der­ge­stalt über David Has­sel­hoff oder wenigs­tens Geor­ge Cloo­ney, son­dern über die­se fröh­li­che Gestalt:

Jus­tin Bie­ber („wie man’s schreibt“, Dago­bert Duck) heißt der abge­bil­de­te Zeit­ge­nos­se und stellt, traut man den inter­po­lier­ten, von etli­chen Maga­zi­nen kol­por­tier­ten Mei­nung der Befrag­ten, die Kli­max der Anschau­lich­keit dar.

Zwar ist nicht über­lie­fert, ob damit Erwar­tun­gen an etwa­ige Inter­es­sen­ten ver­bun­den sind, da die Fra­ge nach einer mög­li­chen Lebens­ab­schnitts­part­ner­schaft mit die­sem lus­ti­gen klei­nen Fratz aber gera­de­zu Welt bewe­gend erscheint, muss man als Mann ent­we­der ver­dammt über­zeu­gen­de Argu­men­te vor­wei­sen kön­nen oder dürf­te das Nach­se­hen haben; das ist auf lan­ge Sicht wohl auch bes­ser für alle Beteiligten.

(In die­sem Zusam­men­hang viel­leicht auch inter­es­sant: Deut­lich über 10 % der Frau­en, die gern mal an der­lei Befra­gun­gen teil­neh­men, hal­ten sich für bise­xu­ell und/oder haben schon ent­spre­chen­de Erfah­run­gen gemacht.)

Viel­leicht spricht aus mir der blan­ke Neid ob der sexu­el­len Anzie­hungs­kraft des Jus­tin Bie­ber, viel­leicht hat es aber auch ganz ande­re, weni­ger prag­ma­ti­sche Grün­de, wenn ich nun aus­ru­fe: Ohgottohgott!

(Ich sol­le mehr über Sex schrei­ben, for­der­te man. Gut so?)

In den NachrichtenPolitik
Eklat im Sperrbezirk

Dann doch noch mal Poli­tik, um Didi zu ärgern:

Irans Prä­si­dent Ahma­di­ned­schad hat bei Uno-Abrüs­tungs­be­ra­tun­gen einen Eklat pro­vo­ziert. Atom­waf­fen zu besit­zen, sei „wider­lich und beschä­mend“ – er warf den USA vor, ande­re mit ihrem Arse­nal zu bedro­hen. Dele­gier­te ver­lie­ßen den Saal, Außen­mi­nis­te­rin Clin­ton for­der­te die Welt auf, Iran Ein­halt zu gebieten.

(via SPIEGEL Online)

Wahr­lich, „wider­lich und beschä­mend“ ist da so man­ches. Nicht ein­mal pri­mär, dass die deut­schen Dele­gier­ten sich die Ohren zuhal­ten und „lala­la“ brül­len, weil sie es mit Kri­tik nicht so haben, son­dern viel­mehr, dass aus­ge­rech­net die USA sich jetzt an „die Welt“ wen­den, weil ein Staat es wagt, den Ein­satz ihrer Atom­waf­fen zu kritisieren.

Reka­pi­tu­la­ti­on: 1945 fie­len zwei Atom­bom­ben auf Japan. Es han­del­te sich nicht um ira­ni­sche (oder gar ira­ki­sche) Atom­waf­fen, sie wur­den auch nicht von ira­ni­schen (oder gar ira­ki­schen) Flug­zeu­gen abge­wor­fen. Die USA haben Atom­waf­fen, sie haben sie seit vie­len Jahr­zehn­ten, und sie haben auch noch nie einen Hehl dar­aus gemacht, dass sie sie im Zwei­fels­fall auch zur Lösung eines Kon­flikts nut­zen wür­den. „Sagt der Mist­hau­fen zur Flie­ge: ‚Du stinkst!‘ “

Wie vie­le Wahr­hei­ten muss der Irre aus Tehe­ran (BILD) eigent­lich noch aus­spre­chen, bevor die Welt ihm end­lich Ein­halt gebie­tet und alle fried­lich gemein­sam am selt­sam grü­nen Lager­feu­er sit­zen und patrio­ti­sche Lager­feu­er­lie­der anstim­men kön­nen, stän­dig in Erwar­tung der nächs­ten Gele­gen­heit, die Frei­heit unse­rer Demo­kra­tie in irgend­ei­ner Wüs­te ver­tei­di­gen zu dürfen?

Da ver­las­se ich doch lie­ber vor­her den Saal.

NetzfundstückeNerdkrams
Rekur­siv rekursiv

Via Klop­fers Web auf­merk­sam gewor­den bin ich auf und für amü­sant befun­den habe ich die­sen Spaß für Computerfreunde:

Wie man spä­tes­tens im Infor­ma­tik­stu­di­um lernt:
Man muss Rekur­si­on ver­ste­hen, um Rekur­si­on zu verstehen.

(Aus nahe lie­gen­den Grün­den ver­zich­te ich auf einen Direkt­ver­weis auf die ent­spre­chen­de Inter­net­sei­te, da ich nie­man­dem dazu raten kann, Google.com oder eine ver­gleich­ba­re Goog­le-Such­sei­te zu belie­bi­gen Zwe­cken ohne ent­spre­chend abge­si­cher­ten Brow­ser auf­zu­ru­fen. Para­no­id? Meinetwegen.)


Nach­trag vom 3. Mai 2010:
Klop­fer hat, wie ich soeben zufäl­lig bemerk­te, kürz­lich zudem eine Kolum­ne zum The­ma „stö­ren­de Mit­men­schen im ÖPNV“ ver­öf­fent­licht, deren Kon­sum ich jedem mei­ner Nut­zer ans Herz legen möch­te, bis ich selbst neue Erkennt­nis­se gewin­nen konnte.

Man möge doch bit­te die Tätig­kei­ten, die die eige­ne Exis­tenz erträg­lich machen, auf geeig­ne­te­re Zeit­punk­te ver­schie­ben. Ich ona­nie­re schließ­lich auch nicht im Bus.

Wie wahr!