Ein bemerkenswerter Aspekt der Berichterstattung über den Nahost-Konflikt, der, von den USA, die ja als bekannt diplomatisch gelten und gar zu vermitteln versuchen, bislang noch nicht mit demokratischen Mitteln sanktioniert, unverändert zu kriegerischen Aktivitäten zwischen Israel und Nichtisrael führt, ist leider, so weit mir bekannt, bislang nur in den Nachrichten im Rundfunk erwähnt worden; dort jedoch wird er inzwischen quasi wie ein Reflex wiederholt: Wird die israelische Regierung in diesem Zusammenhang genannt, so zieht oder schiebt dies auf mindestens einem, hier nicht näher benannten Sender das Attribut “rechtsgerichtet” mit sich, als wolle man sich so dafür entschuldigen, überhaupt negative Berichte über die Politik eines Landes mit Vergangenheit vortragen zu lassen; “die Israeliten benehmen sich wie im Kindergarten,” (kollektiver Aufschrei im Auditorium) “aber, liebe Zuhörer, vergessen Sie nicht, es handelt sich um Rechte!” (Ausrufe der Erleichterung im Auditorium)
Nur unter dieser Prämisse ist es, so scheint es, nicht anstößig, die Handlungen der Vertreter mancher Staaten zu verurteilen, die ansonsten ja bevorzugt die von ihrer eigenen Geschichte Geknechteten sind und nur von mindestens Antisemiten kritisiert werden dürfen, schon rein moralisch eine Selbstverständlichkeit. “Rechtsgerichtet” hingegen steht im Widerspruch zu “historisch unschuldig” und kommt mittlerweile der Vogelfreiheit nahe. Ein unbedachtes Wort, und du bist “rechts”, und Rechte, sagt der Volksmund, haben keine Rechte; da ist der Sprung zur Pädophilie auch nicht mehr weit, weil “rechts” eben immer radikal, skrupellos und Menschen verachtend ist.
(Was mir wiederum verdeutlicht, warum Konservativismus und Wirtschaftsliberalismus eben auch alles andere als “mittig” sind. “Radikal, skrupellos und Menschen verachtend”; ich hoffe, ich darf den Tag noch erleben, an dem deutsche Massenmedien darauf hinweisen, dass auch unsere Mitte-rechts-Koalition nichts anderes ist als eben rechtsgerichtet, da ändert auch der mittlere Flügel nur wenig.)
Zu schade ist es, dass Ephraim Kishon nichts mehr davon mitbekommt.
(Plötzlich als bislang unbeantwortet erkannte Frage des Tages: Wie nennt man eigentlich die geselligen Abende zwischen “U30” und “Ü30”?)


Jaja, Israel und seine Juden, die armen immerwährenden Opfer..
Zu Israel oder/und zu Juden kritisch Stellung zu nehmen, zieht hierzulande eine sofortige öffentliche Hinrichtung nach sich, es sei, denn, man verfolgt den offiziellen Schmusekurs. Wobei die Henker diejenigen sind, die genauso denken, die aber nur so schlau sind, ihre Meinung nicht öffentlich zu äußern.
Ach, Juden sind überbewertet. (Jehova, Jehova!)
Ich denke jetzt ist die zeit gekommen zu steinigen! Sind Frauen hier?
NEIN!