Piratenpartei
„Warum ich Pirat bin“, die visuelle Kurzform

Als nicht in Nordrhein-Westfalen Ansässiger ist mir die Anregung, bloggend darzustellen, wieso man Pirat ist, erst eben gerade begegnet (ich unterstelle da mal einen Zusammenhang), und Wahlwerbung ist in Niedersachsen ja derzeit noch nicht unbedingt nötig. Aber es ist sehr schön, dass ich über diesen Artikel stolperte, denn so kann ich meinen im Überschwang veröffentlichten Text bezüglich des ZugErschwG unauffällig korrigieren, mir als jemandem, der nicht allzu häufig (genauer: fast nie) Tageszeitungen konsultiert und in seinem Nachrichtenticker auch selten mehr als die Überschriften liest, zumal, wenn’s um dröge Politik geht, ist der geplante JMStV nämlich, Asche auf mein ergrautes, kahles Haupt!, nahezu völlig entgangen. Ein prima Anlass, dazu auch mal Stellung zu nehmen; bevor die ersten Stammleser fragen, wieso ausgerechnet ich oller Nerd bislang auf meinen Senf dazu verzichtet habe.

Der JMStV (is‘ kürzer als das gesamte Wortungetüm, Juristendeutsch mag ich nicht allzu gern) ist im Wesentlichen die logische Konsequenz der GEZ-Vorgehensweise, die eigene Diskussionsplattform zeitlich einzuschränken, was ich, vermutlich in einem Anflug von Altersmilde, noch vor einigermaßen wenigen Wochen belächelt hatte, und dient, wie schon das ZugErschwG (ich denke da immer an Bimmelbahnen), vor allem dem Zweck, faulen Eltern die Erziehung ihrer Sprösslinge zu einer gewissen Medienkompetenz zu ersparen. Klar, wenn im Internet nachts keine Pornos mehr laufen, ist das viel bequemer für die Erziehungsberechtigten, die gnädig auf dieses Recht verzichten, als selbst zu überprüfen, was das Balg eigentlich so den ganzen Tag am Computer treibt. Warum aus dem Haus gehen, wenn sich stattdessen auch einfach die Erde unter den Füßen weiterdrehen kann? Man muss nur lange genug in der Luft bleiben und kommt irgendwann an.

Christian Schmidt schrieb schon 2007 in einem etwas anderen Zusammenhang:

So ruft man also nach dem Staat, der möglichst alles verbieten sollte, was der Entwicklung eines Kindes schaden könnte. Die Aufgabe der Obrigkeit ist offenbar, dafür zu sorgen, dass man Kinder problemlos für die ersten 14 Jahre ihres Lebens vor einem Fernseher oder einem Computer parken kann, ohne als Elternteil aktiv in die Erziehung eingreifen zu müssen.

Warum ich Pirat bin?
Genau deswegen!

Senfecke:

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