Käpt’n Offensichtlich hat wieder zugeschlagen:
Kurzum: Frauen sind die Gewinner, in allen Disziplinen. Das Problem ist: Es ist ein Sieg, der, so vermuten Sozialwissenschaftler, auf Kosten der Männer geht.
Wenn Frauen die Gewinner sind, sind Männer die Verlierer. Mit der Erforschung solcher Zusammenhänge kann man also seinen Lebensunterhalt verdienen und wird dafür auch noch auf SPIEGEL Online zitiert.
Sei’s drum; ursprünglich ging’s darum, dass wieder einmal irgendwelche Studien gezeigt haben, dass Männer selbst eigentlich nicht einmal richtig überlebensfähig sind. Dass diese Studien unzulässig pauschalisieren, muss nicht mehr gesondert erwähnt werden; Klaus Hurrelmann, Sozial- und Bildungswissenschaftler an der Universität Bielefeld, behauptet zum Beispiel, dass Amokläufe ein Männerphänomen seien, und lässt dabei unter anderem den erst 2009 verhinderten vermutlich geplanten Amoklauf in St. Augustin außer Acht; nun basiert der Bericht allerdings auf Zahlen aus den Jahren 2006 und 2007, und wie aktuell die Äußerungen des Herrn Hurrelmann also sind, schreibt man bei SPIEGEL Online nicht dazu, aber dass Gewalt und Aggression “typisch männlich” seien, stelle ich — als Mann — dann lieber doch mal in Frage.
Ein weiterer Geschlechterforscher gibt da schon weitaus weniger Unsinn von sich:
Die Welt sei weiblicher geworden, meint Hollstein. Das Weibliche gelte mittlerweile als die Norm, das Männliche als pathologisch. “Von den Männern werden zunehmend typisch weibliche Eigenschaften verlangt, sie sollen mehr kommunizieren, mehr Gefühle zeigen.”
Gleichberechtigung ist bekanntlich ein Euphemismus für die gezielte Bevorzugung von Frauen. Wer sich dem nicht unterwirft, wer also darauf besteht, dass Frauen auch keine besseren Menschen seien, der wird als männlich beschimpft und bekommt Nachhilfe in angewandter Gleichstellung der Geschlechter nahe gelegt.
Die Pointe des Textes kommt übrigens gegen Ende:
“Beide Geschlechter müssen die Möglichkeit haben, mit ihrer Geschlechtslagerung zu spielen und sich andere Gebiete jenseits ihrer archetypischen Lagerung zu erobern”, so Hurrelmann.
Anders ausgedrückt: Die Frauen stellen sich, den Vorreitern des Radikalfeminismus’ sei Dank, auf die Stufe der Chauvinisten (weil bekanntlich alle Männer so sind), und um das auszugleichen, sollen Männer ihnen nun weichen und selbst die Rolle des schwachen Geschlechts einnehmen, weil’s nicht tragbar erscheint, dass man das mit der Gleichberechtigung einfach mal konsequent im Wortsinne anwendet, und schon gar nicht, so lange man immer nur unterdrückt wird; weil nämlich …
“Wir Männer müssen mehr Empathie entwickeln, um uns selbst mehr zu verstehen.” Nur so könnten Männer die heutigen Probleme von Männern durchschauen und Besserungen anstreben.
… die Männer derzeit so etwas wie Empathie nicht kennen, ganz anders als die Frauen, und sich nicht mit ihresgleichen identifizieren können. Die wahren Probleme der Männer liegen nicht im Feminismus begründet, dessen Ziel es längst nur noch zu sein scheint, sie davon zu überzeugen, dass sie letztendlich für die Gesellschaft nicht von Bedeutung sind, sondern darin, dass sie es sich nicht eingestehen wollen, dass Frauen viel besserer, tollerer und überhaupterer sind; und es wird Zeit, dass klassische Männerdomänen wie bspw. EDV zu Frauendomänen werden, der Gleichberechtigung zuliebe, weil es allein die Schuld des Chauvinismus’ ist, dass sich Frauen nicht überwiegend für Computerkram interessieren, und nicht etwa uralter biologischer Instinkte, und ohne gezielte Frauenförderung Gleichberechtigung gäbe es nicht einmal einen Girls’ Day, das wäre ja geradezu unvorstellbar.
Bah. Einfach nur bah.


Widerlich
“Wenn Frauen die Gewinner sind, sind Männer die Verlierer.”
Sicher, so wie bei der Abschaffung der Sklaverei die armen weißen Plantagenbesitzer die Verlierer sind, weil man den Schwarzen neuerdings Bürgerrechte zugesteht.
Ja, ja und dann kommen so Idioten wie du, die Pauschalisierung beklagen. Wissenschaftliche “Pauschalisierung” auf Grund empirischer Befunde ist wohl gegen asoziale Blödheit des gemeinen Sexisten/Rassisten zweifellos das geringere Übel.
Feministen sind ebenfalls Sexisten, da sie gezielt auf die Hervorhebung der Frau abzielen.