NetzfundstückeIn den NachrichtenPolitik
Lör­ra­cher Rela­tio­nen

Ein The­ma beherrscht den Abend der heu­ti­gen Nach­rich­ten­welt, ein­zel­ne Berich­te sind wegen Über­la­stung zeit­wei­se nicht abruf­bar:

Da ist also „unge­wöhn­li­cher­wei­se“ (Schaich Immo­bi­li­en GmbH) eine Frau Amok gelau­fen, und zwar nicht etwa, wie es sich gehört, in einer Schu­le, son­dern in einem Kran­ken­haus. Noch am spä­ten Abend wur­den fami­liä­re Ursa­chen für das „Dra­ma“ (SPIEGEL Online) ver­mu­tet, am Ende wird es aber wie­der, neh­me ich an, auf „Kil­ler­spie­le“ hin­aus­lau­fen.

Um das Gewalt­po­ten­zi­al von Frau­en soll es mir dies­mal nicht ein­mal gehen, da mir der­zeit die Muße fehlt, stil­voll mit erbo­ster Post von mili­tan­ten Femi­ni­stin­nen umzu­ge­hen, gleich­falls über­las­se ich es dem geneig­ten Leser, sich einen pas­sen­den Kom­men­tar zu dem Umstand, dass die geziel­te Tötung eines Men­schen offen­bar inzwi­schen eine recht­mä­ßi­ge Reak­ti­on der Staats­macht auf unmit­tel­ba­re Bedro­hung dar­stellt, ein­fal­len und mir bei Bedarf zukom­men zu las­sen; was dann aber doch irgend­wie unegal ist, ist dies:

Ein Mensch betritt ein Gebäu­de und schießt aus Grün­den Leu­te über den Hau­fen. Fünf Tote ins­ge­samt, „ganz Deutsch­land“ (BILD) trau­ert.

Ein Ver­bund aus meh­re­ren so genann­ten „christ­li­chen“ Staa­ten über­fällt inzwi­schen bei­na­he ein Jahr­zehnt lang gezielt vor­her als sol­che dekla­rier­te „Ver­bre­cher­staa­ten“ (apro­pos Ver­bre­cher­staat), depor­tiert oder dezi­miert ihre größ­ten­teils zivi­len Ein­woh­ner. Fünf Tote? Lächer­lich. „Ganz Deutsch­land“ zuckt kurz erschüt­tert mit den Mund­win­keln.

Ich hof­fe ja immer noch, dass ich nur sehr tief schla­fe und sich der Traum bald als sol­cher zu erken­nen gibt.

Nach­trag vom 20. Sep­tem­ber:
An die­sem „Amok­lauf“ einer Frau sei übri­gens ein Mann schuld, heißt es. Was für ein Glück für die Pres­se!

Nerdkrams
Daten­si­che­rung mit rsync unter Win­dows

Da Didis RSS-Feed mir stän­dig Berich­te über irgend­wel­che ver­qua­sten Daten­si­che­rungs­lö­sun­gen auf den Bild­schirm schmiert, ein Bericht über das gute Pro­gramm rsync, das in nahe­zu allen Belan­gen die Kon­kur­ren­ten auf die Plät­ze zu ver­wei­sen ver­mag, jedoch bis heu­te aus­ge­blie­ben ist, mache ich das jetzt selbst.

rsync soll­te jedem Linux­nut­zer bekannt sein; andern­falls sind auch sie natür­lich herz­lich dazu ein­ge­la­den, die­sen Arti­kel auf­merk­sam zur Kennt­nis zu neh­men. Der Unter­schied in der Bedie­nung liegt ledig­lich in den in den Bei­spie­len genann­ten Pfad­an­ga­ben; /cygdrive/c/ ant­spricht unter Linux etwa /.

Das Pro­gramm rsync ist eine Kom­man­do­zei­len­an­wen­dung für die inkre­men­tel­le oder voll­stän­di­ge Siche­rung auf loka­le oder Netz­werk­da­ten­trä­ger. Es beherrscht auch das Kopie­ren von sym­bo­li­schen Ver­knüp­fun­gen, ohne ihre Funk­ti­ons­fä­hig­keit ein­zu­schrän­ken, und kann Daten unter ande­rem auch über SSH oder eine spe­zi­el­le Cli­ent-Ser­ver-Kon­fi­gu­ra­ti­on (dazu – auf Eng­lisch – hier mehr) auf irgend­wo auf der Welt her­um­ste­hen­de Ser­ver sichern. Das Hüb­sche ist zudem: Es lässt sich voll­stän­dig über Batch­da­tei­en, Win­dows-Kon­so­len­skrip­te also, steu­ern und somit ohne gro­ßen Auf­wand zur Zusam­men­ar­beit mit der Win­dows-Auf­ga­ben­ver­wal­tung bewe­gen.

Stan­dard­mä­ßig arbei­tet rsync inkre­men­tell, fin­det es also im Ziel­ver­zeich­nis Datei­en, die es aus dem Quell­ver­zeich­nis kopie­ren soll, so kopiert es nur etwa­ige Unter­schie­de zwi­schen die­sen Datei­en und über­trägt nicht die voll­stän­di­ge Datei erneut.

Der Ein­fach­heit die­ser Anlei­tung wegen beschrän­ke ich mich hier auf die für End­an­wen­der wohl pri­mär bedeut­sa­me inkre­men­tel­le Siche­rung auf ein ande­res Lauf­werk, in mei­nem Fall eine exter­ne Fest­plat­te („G:\“).

Zunächst ist es emp­feh­lens­wert, rsync her­un­ter­zu­la­den. Ich nut­ze hier­bei cwr­sync, eine spe­zi­el­le Win­dows-Ver­si­on von rsync, die das Cyg­win-System nutzt. Aktu­ell ist der­zeit Ver­si­on 4.0.5, die Anlei­tung soll­te aber so auch für künf­ti­ge Ver­sio­nen funk­tio­nie­ren. Die Instal­la­ti­on ist übri­gens por­ta­bel, der Instal­la­ti­ons­pfad ist somit belie­big wähl­bar.

Nun kann es sicher nicht scha­den, sich ein­mal mit den Optio­nen von rsync zu befas­sen. Zwar gibt es mitt­ler­wei­le gra­fi­sche Ober­flä­chen für rsync, aber für die War­tung von Kon­fi­gu­ra­ti­ons­skrip­ten und die Auto­ma­ti­sie­rung der Siche­rung sind Batch­da­tei­en eher zu emp­feh­len, sie­he auch mei­ne klei­ne Ein­füh­rung in das Exif­Tool.

Im Instal­la­ti­ons­ord­ner von cwr­sync liegt bereits eine Datei namens cwrsync.cmd. Die­se beinhal­tet bereits alle not­wen­di­gen Optio­nen und ist, für die Neu­gie­ri­gen unter euch, (auf Eng­lisch) umfas­send doku­men­tiert. Kopiert sie irgend­wo­hin, zum Bei­spiel auf euren Desk­top, und öff­net sie von dort (um das Ori­gi­nal jeder­zeit wie­der­her­stel­len zu kön­nen) mit einem Text­edi­tor eurer Wahl. Bei Inter­es­se lest die Kom­men­ta­re, anson­sten scrollt ganz ans Ende der Datei.

Grund­sätz­lich sieht ein rsync-Befehl so aus:

rsync [Optionen] [Quelle] [Ziel]

Quel­le und Ziel stel­len jeweils Pfad­an­ga­ben dar und soll­ten, sofern sie Leer­zei­chen beinhal­ten, mit Anfüh­rungs­stri­chen umschlos­sen wer­den. Da rsync in einer simu­lier­ten Linux­um­ge­bung läuft, muss den Lauf­wer­ken aller­dings /cygdrive/ vor­an­ge­stellt wer­den. Möch­te man etwa den Ord­ner C:\Windows sichern, so lau­tet die Pfad­an­ga­be /cygdrive/c/Windows.

Die wich­tig­sten Optio­nen lau­ten:

  • -r: ver­ar­bei­tet die Quel­le rekur­siv, das heißt, kopiert alle Unter­ver­zeich­nis­se und ent­hal­te­nen Datei­en ins Ziel­ver­zeich­nis
  • -c: erstellt Prüf­sum­men der über­tra­ge­nen Datei­en, um etwa­ige Über­tra­gungs­feh­ler zu erken­nen
  • -n: simu­liert den Vor­gang (emp­feh­lens­wert zum Fein­ju­stie­ren der Ein­stel­lun­gen)
  • -u: über­springt Datei­en, die im Ziel­ver­zeich­nis in einer neue­ren Ver­si­on vor­lie­gen
  • -v: gibt detail­lier­te Infor­ma­tio­nen über den aktu­el­len Vor­gang aus
  • –dele­te: löscht Datei­en aus dem Ziel­ver­zeich­nis, die im Quell­ver­zeich­nis nicht mehr vor­han­den sind
  • –exclude=…: schließt die Datei­en oder Ord­ner „…“ aus

Eine voll­stän­di­ge Liste aller mög­li­chen Optio­nen ist auf der eng­lisch­spra­chi­gen man­page zu rsync zu fin­den.

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis folgt eine Bei­spiel­zei­le aus mei­nem eige­nen Back­up-Skript. Ich möch­te mei­ne „Eige­nen Datei­en“ („C:\Users\admin\Documents“) mit Aus­nah­me des Ver­zeich­nis­ses „FH“ voll­stän­dig auf mei­ne exter­ne Fest­plat­te sichern. Sym­bo­li­sche Ver­knüp­fun­gen, wie sie ab Win­dows Vista fester Bestand­teil des Systems gewor­den sind (der Ord­ner „Pro­gram­me“ ist etwa eine sym­bo­li­sche Ver­knüp­fung auf „Pro­gram Files“), sol­len bei­be­hal­ten blei­ben. Die Zei­le sieht so aus:

rsync -urzvp --delete --exclude=/FH --copy-links "/cygdrive/c/Users/admin/Documents/" "/cygdrive/g/backup/Eigene Dateien"

Alle Inhal­ten der von mir gewünsch­ten Ord­ner wer­den so rekur­siv in das Back­up­ver­zeich­nis „Eige­ne Datei­en“ gesi­chert. Was ich im Quell­ver­zeich­nis nicht mehr benö­tig­te, wird auch im Ziel­ver­zeich­nis gelöscht.

Ich emp­feh­le mei­ner hof­fent­lich inter­es­sier­ten Leser­schaft, ein­fach mal ein wenig mit rsync her­um­zu­spie­len (nicht die Opti­on -n ver­ges­sen!). Die mei­sten von euch wer­den bald erken­nen, dass es völ­lig über­flüs­sig ist, hart ergau­ner­tes Geld den Her­stel­lern pro­prie­tä­rer Siche­rungs­pro­gram­me in den Rachen zu wer­fen.

Eine letz­te Anmer­kung: rsync arbei­tet uni­di­rek­tio­nal, das bedeu­tet, dass es nur Datei­en von A nach B oder von B nach A kopie­ren, nicht aber zwei Ver­zeich­nis­se mit­ein­an­der abglei­chen („syn­chro­ni­sie­ren“) kann. Für die­sen Zweck ist das tech­nisch ähn­li­che uni­son einen Blick wert.

PersönlichesMusikNetzfundstückeNerdkrams
Android is good (for porn).

Huch, schon Frei­tag!
Ich woll­te eigent­lich erst über etwas ganz ande­res schrei­ben, dann kam etwas ande­res dazwi­schen und dau­er­te län­ger als erwar­tet, und jetzt hat Horst, der Frech­dachs, mir das The­ma ein­fach weg­ge­nom­men. Sehr unhöf­lich.

Er schloss sei­nen Arti­kel mit der (gram­ma­ti­ka­lisch sogar mehr­fach feh­ler­haf­ten) Fra­ge:

Wel­che Han­dy habt Ihr eigent­lich?

Abge­se­hen davon, dass ich es aus ästhe­ti­schen Grün­den ver­mei­de, mei­ne Mobil­te­le­fo­ne „Häään­di“ zu nen­nen, neh­me ich das mal zum Anlass, mei­ne Leser­schaft (also euch) mit einem wei­te­ren Ein­trag zum The­ma „Was macht der Typ hier eigent­lich außer­halb des Inter­nets so?“ zu quä­len.

Ich besit­ze neben mei­nem in irgend­ei­nem Regal vor sich hin­schim­meln­den Ein­stiegs­mo­dell Nokia 5130 zur­zeit drei mehr oder weni­ger akti­ve Mobil­te­le­fo­ne. Das erste, ein Sam­sung SGH-C260, wird mit einer T‑D1-pre­paid-Kar­te betrie­ben, die auch schon eini­ges erlebt hat; aber das ist eine ande­re Geschich­te. Für die gewünsch­te nahe­zu stän­di­ge Erreich­bar­keit genügt es voll­kom­men.

Mein Zweit­ge­rät, ein Nokia X3, lei­ste­te gute Dien­ste für mei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on nach außen; die Beto­nung auf „nach außen“ ist auch des­halb wich­tig, weil ich mir par­tout die Num­mer nicht mer­ken kann. Der Bild­schirm hat wegen unsach­ge­mä­ßer Behand­lung schon zwei unhüb­sche Krat­zer davon­ge­tra­gen, die nicht all­zu stö­rend ins Auge fal­len, mich den­noch dazu brach­ten, dem Gerät eine schüt­zen­de Hül­le zu spen­die­ren, bevor noch schlim­me­res gesche­hen konn­te:

Nun bin ich aber arbeits­be­dingt der­zeit in der miss­li­chen Lage, dass eine elek­tro­ni­sche Notiz- und am besten Ter­min­ver­wal­tung für unter­wegs ziem­lich nütz­lich wäre, nicht ein­mal not­wen­di­ger­wei­se mit Syn­chro­ni­sie­rungs­funk­ti­on, wie sie zum Bei­spiel von den Her­stel­lern aktu­el­ler Taschen­com­pu­ter ange­prie­sen wird. Ein Witz­bold riet mir dazu, es doch mal mit einem iPho­ne zu ver­su­chen. Nun, Ste­ve Jobs selbst hat­te mir indi­rekt bereits vor Mona­ten davon abge­ra­ten, indem er sich über die Ziel­grup­pe sei­nes Life­style-Fir­le­fan­zes wie folgt äußer­te:

(…) we do belie­ve we have a moral respon­si­bi­li­ty to keep porn off the iPho­ne. Folks who want porn can buy and (sic!) Android pho­ne.

Das ist gut; denn I want porn. Horst, der auch mal so ein tol­les elek­tro­ni­sches Spiel­zeug haben woll­te, ent­schied sich, wie er in o.g. Arti­kel erwähnt, für das HTC Tat­too, eben­falls ein Gerät, das mit dem Betriebs­sy­stem Android läuft. (Über die Moti­ve für die­se Wahl mag ein jeder, obi­ges vor­aus­ge­setzt, selbst räso­nie­ren.)

Gemäß Ste­ve Jobs soll­te das elek­tro­ni­sche Notiz­buch mei­ner Wahl also eben­falls ein Android-Gerät sein. Android, oft inkor­rekt und zu mei­nem per­sön­li­chen Miss­fal­len als „Goog­le Android“ bezeich­net, ist ein auf dem Linux-Ker­nel basier­tes Betriebs­sy­stem für mobi­le End­ge­rä­te wie etwa Net­books und Mobil­te­le­fo­ne. Kann­te ich noch nicht, klang ver­lockend und ende­te damit, dass ich das Nokia X3 vor­erst in den (unbe­zahl­ten) Urlaub schick­te:

Auch, wenn es schon ein wenig schmerzt, spon­tan Aus­ga­ben in der­ar­ti­ger Höhe zu täti­gen: Män­ner sei­en wie Kin­der, befand Jür­gen von der Lip­pe ein­mal, und man kann es als unum­stöß­li­che Wahr­heit dekla­rie­ren. Ich erfül­le tat­säch­lich nur beschränkt irgend­wel­che typi­schen Kli­schee­vor­stel­lun­gen von Ange­hö­ri­gen des männ­li­chen Gepri­mas (Geschlecht ist schon ander­wei­tig belegt), aber in die­sem einen Fall geste­he ich, dass mich tech­ni­sches Spiel­zeug jed­wel­cher Art von Kin­des­al­ter an zu fas­zi­nie­ren ver­moch­te und noch immer ver­mag, und gera­de das Sam­sung Gala­xy S i9000 ist dafür bekannt, für Spie­le­rei­en gera­de­zu prä­de­sti­niert zu sein.

Ich wer­de das Gefühl noch nicht voll­ends los, dass die­ses Gerät (der­zeit laut über­ein­stim­men­den Berich­ten auch unter Berück­sich­ti­gung der vor weni­gen Tagen vor­ge­stell­ten neu­en HTC-Model­le das tech­ni­sche Flagg­schiff der Android-Mobil­te­le­fo­ne) eine Num­mer zu groß für mich ist. Aber es macht einen Hei­den­spaß, damit her­um­zu­spie­len. Ob ich von mei­nem Rück­ga­be­recht Gebrauch machen wer­de, weiß ich daher noch nicht.

Scha­de wäre es aller­dings schon. :-)

(Wie wahr übri­gens auch: Wer den Unter­schied zwi­schen Musik­lieb­ha­be­rei und iPod-Affi­ni­tät nicht kennt, soll­te das mit der Musik lie­ber las­sen.)

MusikPolitikIn den Nachrichten
Dul­ce et decorum est.

Und dann war da noch die IG Metall, die Deutsch­land gern aus der Kri­se (Cri­sis? What cri­sis?) füh­ren wür­de und schon eine total tol­le Idee hat, wie man das umset­zen könn­te, näm­lich, indem man das mit der Redu­zie­rung des Kriegs­dien­stes ein­fach mal sein lässt:

Die IG Metall fürch­tet wegen der Bun­des­wehr­re­form um Zehn­tau­sen­de Arbeits­plät­ze in der Rüstungs­in­du­strie. Die Kür­zungs­plä­ne von Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster zu Gut­ten­berg droh­ten so die mili­tä­ri­sche Luft­fahrt­in­du­strie „kaputt zu machen“. Die Gewerk­schaft kün­dig­te Wider­stand an.

Klar; die Mit­glie­der der IG Far­ben Metall müs­sen ja auch von etwas leben, und sei’s vom Krieg.

So gese­hen hilft uns das ori­en­tie­rungs­lo­se Met­zeln gleich zwei­er­lei beim Ver­min­dern der Arbeits­lo­sen­zah­len:

Die in der IG Metall zusam­men­ge­schlos­se­nen Arbei­ter lan­den nicht auf der Stra­ße, son­dern kön­nen wei­ter­hin neu­es Kriegs­ge­rät zusam­men­schrau­ben, und die Sol­da­ten las­sen sich, statt zu Hau­se zu blei­ben und um Hartz IV bet­teln zu müs­sen, ein­fach wei­ter­hin staats­kas­sen­freund­lich und preis­be­wusst abknal­len.

Wo wären wir nur heu­te ohne die mah­nen­den Rat­schlä­ge der deut­schen Rüstungs­in­du­strie?
Ich behaup­te: Arm dran!

Und wo ich gera­de bei Idio­ten war: Der Paul McCart­ney, ehem. Ele­fant im Por­zel­lan­la­den bei den Beat­les, haut in der kom­men­den Aus­ga­be 10/10 der Musik­zeit­schrift eclip­sed auch einen ech­ten Kra­cher aus der Hüf­te. Das The­ma lau­te­te „Jimi Hen­drix“, und so erbrach sich Sir Paul sinn­ge­mäß in fol­gen­der Wei­se:

„Sgt. Pep­per“ wur­de an einem Don­ners­tag ver­öf­fent­licht. Als ich am Sonn­tag ins Saville Theat­re ging, eröff­ne­te Jimi Hen­drix die Show mit dem Titel­song. Er hat­te nur die­se paar Tage Zeit gehabt, um das Stück zu ler­nen – das war für mich das größ­te Lob.

Pau­le, alter Wem­ser, ich möch­te jetzt gar nicht auf die umstrit­te­ne Dis­kus­si­on dar­über ein­ge­hen, wel­cher „Beat­le“ eigent­lich mehr zu dem Album bei­getra­gen hat, du oder John (Len­non, du erin­nerst dich?), aber setz dich doch, wenn du das „Lob“ eines Tages fer­tig genos­sen hast, mal bei­zei­ten ein paar Minüt­chen in dei­nen Denk­ses­sel und nimm fol­gen­de Fra­ge mit:

Wenn ich ein Lied schrei­be, das auf Plat­te rei­ße­ri­schen Absatz fin­det, ein gleich­falls erfolg­rei­cher, anson­sten völ­lig ande­rer Musi­ker aber nur drei Tage benö­tigt, um die­ses Lied mit allen Akkor­den, Har­mo­nien und Stro­phen aus­wen­dig zu ler­nen: Spricht das tat­säch­lich für mich und nicht viel­mehr dafür, dass das bezau­bern­de Lied­chen ein wenig unin­spi­riert, um nicht zu sagen: von besten­falls beein­drucken­der Schlicht­heit ist?

Mein­ja­nur.

SonstigesNetzfundstücke
Frosch Frosch Frosch Frosch Frosch Frosch Frosch

Was mir übri­gens heu­te auch nicht aus dem Kopf geht, ist einer die­ser so genann­ten „Strei­che“, die das Micky-Maus-Maga­zin (ehe­dem nur „Micky Maus“, mitt­ler­wei­le aber sei­nes Micky-Maus-Anteils größ­ten­teils beraubt) vor über einem Jahr­zehnt ihrer jun­gen Leser­schar emp­fahl. Wel­ches Ereig­nis die­sen „Streich“ in mei­ne unmit­tel­ba­re Erin­ne­rung zurück­rief, ist lei­der nicht zurück­ver­folg­bar, aber dass es gera­de die­ser „Streich“ ist, ist wun­der­lich, ist er doch nicht ein­mal son­der­lich gut, son­dern eher eini­ger­ma­ßen blö­de.

Der „Streich“, im Inter­net dank unzäh­li­ger so genann­ter „sozia­ler Net­ze“ inzwi­schen sicher hun­dert­fach repli­ziert, geht unge­fähr wie folgt, unzu­rei­chend inter­punk­tiert, aber unver­fälscht zitiert:

Die­ses Spiel geht so, lies rech­te Spal­te laut run­ter,
Lin­ke Spal­te laut run­ter, lin­ke laut hoch und rech­te laut hoch!

Frosch – sagen
Frosch – zu
Frosch – Frosch
Frosch – habe
Frosch – gebracht
Frosch – dazu
Frosch – dep­pen
Frosch – den
Frosch – ich
Frosch – oft
Frosch – wie
Frosch – mal
Frosch – schau

Abge­se­hen davon, dass ich mir sicher bin, dass die Zeit­schrift einst „guck“, „die­sen“ und „Trot­tel“ ver­wen­de­te, wird der „Streich“ an sich bis heu­te weit­ge­hend iden­tisch tran­skri­biert. Als ich sei­ner erst­mals gewahr wur­de, war ich noch ein jun­ges, nai­ves Bürsch­lein, aber ich fand ihn damals schon wenig spa­ßig. Bis heu­te hat sich das nicht geän­dert; ich neh­me indes an, die Poin­te besteht dar­in, dass der Bestri­che­ne als „Trot­tel“ respek­ti­ve „Depp“ bezeich­net wird. Die­ser Streich, der sich bis heu­te offen­bar einer nicht gerin­gen Beliebt­heit erfreut, lässt sich ohne Wei­te­res in einen her­bei­fan­ta­sier­ten Zusam­men­hang mit dem Auf­stieg jun­ger so genann­ter Komi­ker brin­gen, die ihren größ­ten Erfolg dann ern­ten, wenn sie Mit­men­schen jed­wel­cher Cou­leur als „Dep­pen“ (Micha­el Mit­ter­mei­er) bezeich­nen, als Bei­spiel sei ein­mal die – außer­halb ihrer Kurz­fil­me – furcht­ba­re Caro­lin Kebe­kus genannt. (Ich hof­fe instän­dig, die jun­ge Dame gera­de nicht ver­se­hent­lich zu ver­wech­seln; andern­falls bit­te ich, wie immer, um höf­li­che Nach­sicht.)

Aller­dings sind inzwi­schen die mit der­lei „Strei­chen“ gequäl­ten Mit­bür­ger der Streich­freun­de (zu mei­ner Zeit hieß das noch „Maler“ übri­gens) gei­stig gefe­stigt und las­sen sich von solch sub­ti­len Spä­ßen nicht mehr aus der Fas­sung brin­gen. Nicht unty­pisch also auch die Ant­wort von Anony­ma „FantasyGirl85“: haha­ha.. du meinst ja net im ernst das ich das etz mache ? ? ?; nur ein mit einem Augen­roll-Emo­ti­con ver­se­he­nes „Aaaaaaalt!“ hät­te die­se locke­re Reak­ti­on noch über­trof­fen.

Na, beim näch­sten Mal viel­leicht.

Spaß mit Spam
Wer ande­ren eine Gru­be wünscht …

Und dann war da noch die rus­sisch­rus­si­sche Rus­sin mit ange­häng­tem Bild­nis, die mal wie­der per Mail auf der Suche nach prickeln­der Ero­tik war, sich aber irgend­wie in der Adres­se geirrt hat und so statt­des­sen mir soeben, wohl als Teil der der­zei­ti­gen Spam­wel­le, fol­gen­des schrieb:

Good­night!!!

Schla­fen Sie gut!!111einself

Moch­ten Sie mit sta­bi­len Bezie­hun­gen.

Moch­te ich in der Tat; bevor man mir ein­drucks­voll mehr­fach demon­strier­te, dass es sich nicht lohnt, aber das ist eine ande­re Geschich­te.

Ich bin inter­es­siert, Sie ken­nen­zu­ler­nen. Ich sah Ihr Pro­fil auf der Web­sei­te der Bekannt­schaft.

Ach ja; auf der Web­sei­te. Ich hat­te ganz ver­ges­sen, dass ich da ange­mel­det bin.
Und der Betrei­ber also ist eine Bekannt­schaft von Ihnen? Cha­peau; ein vor­züg­li­cher und wahr­lich benei­dens­wer­ter Freun­des­kreis, die Dame!

Ich woll­te Sie ken­nen­ler­nen und, Sie erken­nen es ist bes­ser.

Ein gemäß der Foto­gra­fie (man­gels Geneh­mi­gung hier nicht ver­linkt) durch­aus nicht unat­trak­ti­ves weib­li­ches Wesen mit Brü­sten, auf denen man Nüs­se knacken kann (c/o Jür­gen von der Lip­pe), das mein Pro­fil auf der Web­sei­te der Bekannt­schaft fand und sofort einen enor­men Appe­tit auf mei­ne offen­bar selbst in Russ­land legen­dä­re Potenz ent­wickeln konn­te, wür­de mich gern ken­nen­ler­nen? Ich erken­ne, es ist bes­ser! (Und Gott sah, dass es gut war. Lobet den Herrn.)

Wir konn­ten von den Foto­gra­fien wech­seln. Wie Sie die­sen Vor­schlag sehen?

Sie kön­nen, einem Cha­mä­le­on gleich, Ihre Foto­gra­fie wech­seln? Bril­lant! Bedeu­tet dies, ich bekom­me noch mehr hüb­sche Bild­chen zu sehen?
(Oder bedeu­tet es gar, dass die ange­häng­te Foto­gra­fie, hopp­la!, gar nicht zu Ihnen gehört?)

Und Sie kon­nen mir den Brief schrei­ben und, mir auch Ihre Foto­gra­fie schicken. Und ich wer­de mit dem Ver­gnu­gen Ihnen ant­wor­ten und, die neu­en Foto­gra­fien zu schicken.

War­um dann erst der Umstand über E‑Mail?
Ich wür­de, lieb­ste Unbe­kann­te, die­sem Wunsch tat­säch­lich nach­kom­men, hat mir doch die Aus­sicht auf wei­te­re Foto­gra­fien wort­wört­lich die Kot­ze das Ver­dau­ungs­se­kret im Mun­de zusam­men­lau­fen las­sen! Nur gibt es ein Pro­blem: Ich habe Ihre Adres­se nie erhal­ten.
Wenn Sie dies also lesen, so sen­den Sie mir doch bit­te eine wei­te­re E‑Mail über die Web­sei­te der Bekannt­schaft, aus der ich die­se drin­gend benö­tig­te Infor­ma­ti­on ent­neh­men kann. Besten Dank im Vor­aus!

Mei­nen Namen Dia­na. Ich aus Russ­land­Rus­si­an!!!

Ach so – das hilft schon ein wenig.
Ich wer­de den Brief also wie folgt adres­sie­ren:

An Dia­na
Russlandrussisch!!111einself

Ich hof­fe, die Schnecken­post ist zuver­läs­sig!

Mit der Unge­duld wer­de ich auf Ihre Ant­wort war­ten.

Ich stecke alle Hoff­nung in die Post, lieb­ste Dia­na!

Hof­fe wir wir kon­nen und, wie die guten Freun­de min­de­stens zu wer­den ken­nen­ler­nen. Aber ich wer­de auf die ern­ste­ren Bezie­hun­gen hof­fen!!!

Bedeu­tet das, dass Sie, schnüff, unse­rer Lie­be kei­ne Chan­ce geben? Tun Sie mir das nicht an! :(
Möge die Knos­pe unse­rer jun­gen Bezie­hung zu einer statt­li­chen Pflan­ze erblü­hen!
(Zu einem Kak­tus oder so.)

Mit den herz­li­chen Gru­ben Dia­na!

Ach, Grüb­chen sind so aller­liebst!
Mein Herz gehört ganz Ihnen, Dia­na. Auf dass die Post mir bald eine Ant­wort zustel­len möge.

Innig­ste Gru­be,
.tux

PolitikSonstigesNetzfundstückeIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt XXVI: Es lebe hoch die Tole­ranz!

(Als Vor­war­nung für mei­ne polit­all­er­ge­nen Leser: Es folgt ein wei­te­rer ein­schlä­fern­der semi­po­li­ti­scher Bei­trag für’s Wochen­en­de.)

Dass der 11. Sep­tem­ber auch in die­sem Jahr wie­der ein schö­ner, son­ni­ger Tag war, ist eigent­lich schon nicht mehr erwäh­nens­wert; seit Jah­ren ist die­ser Tag für sei­ne Wär­me bekannt. (Böse Men­schen wür­den sagen: Das ist der Lohn der guten Tat.) Und wie in jedem Jahr haben die Mei­nungs­ma­cher, die sie das The­ma nicht end­lich ruhen las­sen wol­len, wie­der irgend­ei­ne isla­mi­sche Kul­tur her­bei­fan­ta­siert, die Gewalt und Unter­drückung der Frau voll doof fin­det; Geschwa­fel des Frie­dens und der Ver­söh­nung, wäh­rend in Afgha­ni­stan und im Irak das unschul­dig ter­ro­ri­sier­te Volk der US-Ame­ri­ka­ner alles in die Stein­zeit zurück­bal­lert, nichts ande­res erwar­ten die Men­schen an die­sem Tag. Ver­ständ­nis und Tole­ranz für eine ver­meint­li­che Kul­tur, die so nicht exi­stiert; bzw. ist eine „isla­mi­sche Kul­tur“ unge­fähr so prä­gend wie eine „christ­li­che Kul­tur“, Reli­gi­on ist eben kei­ne län­der­über­grei­fen­de Kul­t­ur­sa­che. Was soll’s – die Mensch­heit mag schlich­te Erklä­run­gen, vor allem, wenn sie sie schon fer­tig ser­viert bekommt. Da wird dann auch nicht mehr nach­ge­fragt.

Zumal doch die Zeit des obschon meist gekün­stel­ten Mit­ein­an­ders schon wie­der vor der Tür steht. Mir wur­de aller­dings schon ein wenig mul­mig, als ich durch die Filia­le einer bekann­ten deut­schen Waren­haus­ket­te schlen­der­te und die ersten Leb­ku­chen auf Käu­fer war­te­ten. Nicht etwa nur, weil das kalen­da­risch ver­früht erschien, denn im Vor­jahr begann die Vor­weih­nachts­zeit in näm­li­cher Waren­haus­ket­te schon im August bei etwa 30 Grad im Schat­ten, somit sind sie in die­sem Jahr schon bei­na­he spät dran; viel­mehr zeig­te es, wie furcht­bar lieb­los das Fest der Lie­be (jeden­falls für sol­che Leu­te, die für den Rest des Jah­res grim­mig drein­schau­en, denen ich aber auch an Weih­nach­ten sicher nichts schen­ken wür­de) inzwi­schen abge­kan­zelt wird. Die Palet­ten mit dem Gebäck wirk­ten inmit­ten von Feder­wei­ßer, Tee und Des­sous zumin­dest deplat­ziert, bei­na­he unauf­fäl­lig ver­steckt, und nicht nur zur Ver­mei­dung von Sod­bren­nen mei­ner­seits hät­te es den Ver­ant­wort­li­chen sicher auch kei­nen uner­träg­li­chen Ver­lust berei­tet, hät­ten sie den kalo­rien­rei­chen Fir­le­fanz noch für wei­te­re zwei Mona­te in ihrem Lager ver­gam­meln las­sen. Ver­gam­mel­ter Leb­ku­chen schmeckt bekannt­lich auch nicht unge­wöhn­lich anders als „fri­scher“. Zu mei­ner Freu­de indes hat die Filia­le bis­lang in die­sem Jahr dar­auf ver­zich­tet, „Last Christ­mas“ als Beschal­lung die­ser Gro­tes­ke zu wäh­len. Aber ich befürch­te, das wird sich bald ändern.

(Und dann war da noch der Rei­ßer der Woche in der deutsch­spra­chi­gen Nach­rich­ten­welt, ein Schild mit Hin­wei­sen zum Umgang mit isla­mi­schen Pati­en­ten aus einer Arzt­pra­xis, und alle so „das ist voll into­le­rant“; viel­leicht hät­ten sie’s mal tat­säch­lich lesen sol­len, dann hät­ten sie was zu lachen gehabt und müss­ten sich nicht nur unnö­tig ärgern: Wer näm­lich Kennt­nis­se von deut­scher Spra­che „vor-raus­setzt“, den soll­te man auch mal irgend­wo­hin raus­set­zen, wo er sich getrost an sei­nen Riech­kol­ben fas­sen kann. War­um stel­len sich die Islam­skep­ti­ker in die­sem Land bloß immer so däm­lich an?)

Spaß mit Spam
Nicht ich beun­ru­higt.

Da traf doch gera­de wie­der eine Spam­mail, aus­nahms­wei­se ohne Betreff, ein; scha­de, jetzt muss­te ich mir selbst einen Betreff aus­den­ken.

Hal­lo! ich den­ke, was nicht beun­ru­higt dich.

Mahl­zeit. Ich bin in der Tat nicht beun­ru­higt, eher belu­stigt.

Mich rufen Valya.

Dann fol­ge dem Ruf, jun­ger Pada­wan! Lauf, sie war­ten schon auf dich!

Mein Alter, 31 Jahr.

Dein Alter 31, dann du so 20 Jahr jün­ger? Wür­de dei­ne Gram­ma­tik erklä­ren.

Mei­ne das Ziel der Anre­de zu dir, die Bekannt­schaft. Was Du dar­an den­ken?

„Was, du denkst dar­an? Ernst­haft? Doof oder was?“
Bis­her, ich geste­he, habe ich nur sel­ten dar­an gedacht, nähe­re Bekannt­schaft mit Men­schen zu machen, die mir, Frech­heit!, nicht mal ’n Bild mit­schicken. Ich kaufe/miete/lease doch nicht die Kat­ze im Sack!

Ich Hof­fe, dass Sie Sie wer­den gegen nicht ken­nen­ler­nen Mit mir!

Ich hof­fe auch, dass ich ich wer­de die Gegend nicht ken­nen­ler­nen mit dir.
Äh, Ihnen. War­um so ver­trau­lich; doch noch bemerkt, dass wir uns nicht ken­nen?

Mich inter­es­sie­ren Die Lan­gen die Bezie­hun­gen.

(Ich glau­be ja, die „Schrei­be­rin“ hat mit­ten im Satz bemerkt, dass man das nicht so offen zugibt, und sich dann einen ande­ren Schluss über­legt.)

Und was muss Dich?

Ah, doch wie­der beim Du. Das ist ziem­lich ver­wir­rend, wis­sen Sie?
Nun, um zur Fra­ge zurück­zu­kom­men: Ich hal­te es da mit dem alten Swin­ger­mot­to. „Alles kann, nichts muss“. Mich muss nichts, aber mich kann so man­cher.

Wir kann wir erken­nen es ist ein­an­der bes­ser, wenn wir den Ver­kehr fort­set­zen wer­den?

Die­se Fra­ge habe ich aller­dings auch schon mal gehört. :mrgreen:

Was Sie dar­u­ber uber­le­gen?

Ich uber­le­ge gera­de, wo der Haken ist und wie­so ich plötz­lich wie­der gesiezt wer­de.

Wenn Dich Hat intri­giert mei­nen Vor­schlag, so ich sehr wer­de Dich der Ant­wort a…@r.…com !

Der Vor­schlag erscheint mir tat­säch­lich wie eine Intri­ge, weil ich par­tout den Haken nicht fin­den kann, außer, dass du ein elf- bis ein­und­drei­ßig­jäh­ri­ger Zeit­ge­nos­se ohne brauch­ba­re Deutsch­kennt­nis­se bist. (War­um ich die Ant­wort­mail nicht ein­fach an deine/Ihre auf Hotmail.com lie­gen­de Mail­adres­se sen­den soll, ver­schweigst du/verschweigen Sie mir lei­der.)

Valen­tin

Ach, da ist der Haken: Du bist nicht nur ein elf- bis ein­und­drei­ßig­jäh­ri­ger Zeit­ge­nos­se ohne brauch­ba­re Deutsch­kennt­nis­se, son­dern außer­dem ein Mann; einer, der sich „Valya“ nennt, immer­hin. (Ein ähn­li­cher Zeit­ge­nos­se kommt, wenn ich mich recht ent­sin­ne, in Lars Nie­der­eich­holz‘ Roman „unknor­ke“ vor; dies nur als Zusatz­in­for­ma­ti­on.)

Und schon erscheint der Text in einem ande­ren Licht; einem eher roten, unan­ge­nehm küh­len.
Ein Gutes hat’s: Ich bedau­re es nicht, dass „Valya“ bran­chen­un­ty­pisch auf das Ver­sen­den einer Foto­gra­fie ver­zich­tet hat.

(Woher „Valya“ mei­ne Mail­adres­se wohl bekom­men hat, ist unge­wiss; etwa auch von einer Tages­agen­tur? Ich soll­te ihn viel­leicht doch fra­gen.)

PolitikIn den NachrichtenPiratenpartei
Medi­en­kri­tik XXXVI: Haupt­sa­che, aufs Maul.

(Pro­log: Ich bin unver­än­dert Pirat und wün­sche jeg­li­cher radi­ka­ler Strö­mung poli­ti­scher und/oder reli­giö­ser Natur min­de­stens Mar­cell d’A­vis an den Hals.)

Nor­ma­ler­wei­se ver­zich­te ich dan­kend dar­auf, dem gefähr­li­chen Popu­lis­mus der bei­den ein­schlä­gig bekann­ten Autoren von FickMBR (ich wei­ge­re mich kon­se­quent, den Namen nicht zu ver­ball­hor­nen) mit­tels Ver­lin­kung wei­te­re Kli­en­tel zu ver­schaf­fen, aber in die­sem Fall kann, nein, muss er gar als Bei­spiel die­nen, nach­dem selbst Politblogger.eu all­zu zahm berich­tet:

Aaron König, ehem. Bun­des­vor­stands­mit­glied der Pira­ten­par­tei Deutsch­land, hat nun, pas­send zu all dem Auf­he­bens um Thi­lo Sar­ra­zin, des­sen Buch offen­bar auch noch nie­mand, der sich über sei­ne Inhal­te beschwert, über­haupt gele­sen hat, gemein­sam mit zwei ande­ren Men­schen eine neue kon­ser­va­ti­ve Par­tei gegrün­det. Ihr Name ist „Die Frei­heit“ und ihre poli­ti­schen Zie­le sehen unter ande­rem so aus:

Wir set­zen uns für eine Gesell­schaft ein, deren Mit­glie­der ein Höchst­maß an Frei­heit genie­ßen kön­nen. Dar­un­ter ver­ste­hen wir unter ande­rem die Mei­nungs­frei­heit, die Frei­heit der Pres­se, die Ver­samm­lungs­frei­heit, die Frei­heit vor Kri­mi­na­li­tät und Gewalt, die Frei­heit der Part­ner­wahl und die Reli­gi­ons­frei­heit (die auch die Frei­heit ein­schließt, kei­ne Reli­gi­on zu haben).

Die­se Frei­hei­ten gel­ten für alle Men­schen, unab­hän­gig von Her­kunft, Haut­far­be, Geschlecht oder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung.

Das soll­te eigent­lich alles eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein, ist es aber nicht; Frei­heit ist in die­sem Land die Frei­heit der Mehr­heit. Da wer­den auch schon mal legi­ti­me Ver­an­stal­tun­gen von so genann­ten „Wah­rern der Demo­kra­tie“ behin­dert, die sich hin­ter­her gegen­sei­tig dazu beglück­wün­schen, wie sehr sie heu­te wie­der die Demo­kra­tie gewahrt haben, jeden­falls die eige­ne. Es wäre ja noch schö­ner, wenn die Grund­rech­te auch für die blö­den Neo­na­zis gäl­ten; wo kämen wir da hin?!

Und die For­de­run­gen der Par­tei „Die Frei­heit“ haben inhalt­lich viel­leicht – in den Augen der Macher von FickMBR (s.o.) – das Pro­blem, dass sie Frei­heit für rigo­ros alle beinhal­ten, Mei­nungs­frei­heit für Thi­lo Sar­ra­zin und Eva Her­man ein­ge­schlos­sen, und dass die drei Par­tei­grün­der dem rech­ten poli­ti­schen Spek­trum nahe ste­hen. Autor Chri­sti­an Sicken­dieck dumm­sülzt in sei­nem trie­fen­den Pam­phlet gleich mehr­fach:

Die Nazi-Scher­gen haben eine neue Hei­mat.

Und wei­ter:

Anders sieht es auf den Publi­ka­tio­nen aus, die fast über­wie­gend vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet wer­den. Egal, wie sie hei­ßen, Poli­ti­cal­ly Incor­rect oder auch Gesamt­rechts – über­all über­schla­gen sich die freu­di­gen Arti­kel. Man kann förm­lich spü­ren, wie die Kom­men­ta­to­ren auf die Tasta­tur ona­nie­ren.

FickMBR soll­te man aller­dings auch mal vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­ten las­sen, denn jemand, der so kon­se­quent mit der Nazi­keu­le um sich schlägt, scheint von eini­gen Grund­re­geln unse­rer Demo­kra­tie auch nicht viel zu hal­ten, Respekt vor der Mei­nung ande­rer ein­mal ein­ge­schlos­sen. Als Aaron König noch in der Pira­ten­par­tei war, ver­un­stal­te­ten die bei­den Komi­ker eine Flag­ge des Drit­ten Rei­ches, indem sie anstel­le der Swa­stika das Pira­ten­se­gel plat­zier­ten. Sehr lustig – und von Volks­ver­het­zung nicht weit ent­fernt.

Und man konn­te im Kom­men­tar­be­reich förm­lich spü­ren, wie die Haus­her­ren, arro­gant wie üblich, auf die Tasta­tur ona­nie­ren.

Ach, Pira­ten­par­tei; ohne kann er’s echt nicht:

Ste­fan Aaron König hat die Kat­ze aus dem Sack gelas­sen, die Pira­ten­par­tei muss sich die Fra­ge gefal­len las­sen, wie sie so eine Type jemals in den Vor­stand hat wäh­len kön­nen.

Auch, wenn ich auf eine Ant­wort ver­mut­lich ver­ge­bens war­ten darf: Nein, muss sie nicht – war­um?
Aaron König, ehe­mals gegen weder das Grund­ge­setz noch die Sat­zung der Pira­ten­par­tei ver­sto­ßen­des Vor­stands­mit­glied, hat eine neue Par­tei gegrün­det, die Frei­heit auch für islam­kri­ti­sche Äuße­run­gen zulässt. Was für eine „Type“ ist er nun?

Ach ja, rich­tig: Ein „Nazi-Scher­ge“. Hat­te ich über­le­sen; aber du, Chris, schriebst es ja nicht nur mehr­fach, son­dern zudem auch noch in Fett­druck, wie es die BILD eben auch macht, wenn sie irgend­wel­chen ver­qua­sten Müll als ganz beson­ders wich­tig her­vor­he­ben will.

(Abge­se­hen davon ist der Begriff ohne­hin unsin­nig; um ein „Nazi-Scher­ge“, ein Erfül­lungs­ge­hil­fe der Natio­nal­so­zia­li­sten also, zu wer­den, wäre Herr König ein paar Deka­den zu spät dran.)

Wei­ter unten in den For­de­run­gen der „Frei­heit“ ist übri­gens zu lesen:

gegen die Aus­brei­tung tota­li­tä­rer Ideo­lo­gien, ins­be­son­de­re den poli­ti­schen Islam

Herr Sicken­dieck macht dar­aus:

Ärger­lich ist, dass wie­der ein­mal der Begriff Frei­heit von einer poli­ti­schen Split­ter­grup­pe miss­braucht wird. Wann immer in der Geschich­te tota­li­tä­re Syste­me Men­schen unter­drückt haben, geschah es im Namen der Frei­heit. So auch offen­sicht­lich auch in die­sem Fall. Frei­heit hört beim isla­mi­schen Glau­ben auf. Die bis­he­ri­gen Aus­sa­gen von Stadt­ke­witz, Doll und König sind als Bull­shit zu bewer­ten. Es geht ein­zig und allein gegen den Islam.

So weit ist’s in die­sem Land gekom­men mit dem selbst­er­nann­ten Jour­na­lis­mus; man hat eine unge­fäh­re Ahnung, wo man recher­chie­ren muss, lässt es aber sein und bewer­tet ein Unter­fan­gen anhand sei­ner Teil­neh­mer. Es geht „gegen den Islam“, weil einer der Grün­der neben­bei im islam­kri­ti­schen Web­log „Poli­ti­cal­ly Incor­rect“ mit­tippt und das allein ent­schei­dend ist; wie halt die Pira­ten­par­tei auch eine doo­fe Nazi­par­tei war, weil Aaron König in sei­nem pri­va­ten Web­log den schwei­ze­ri­schen Volks­ent­scheid gegen den Bau von Mina­ret­ten als demo­kra­ti­schen Akt gut­ge­hei­ßen hat, und wie Eva Her­man ver­mut­lich in ihrer Frei­zeit Aus­län­der­jun­gen erwürgt, lies: gar nicht.

Die Par­tei „Die Frei­heit“ hat kla­re Aus­sa­gen zu ihren For­de­run­gen gemacht. Sie pau­schal als Mum­pitz abzu­tun, weil sie nicht so schön in das eige­ne wir­re Welt­bild pas­sen, ist genau das, näm­lich Mum­pitz. Aber Haupt­sa­che, der Anfän­ge weh­ren; Haupt­sa­che, „Nazis aufs Maul“, weil eben alles, was man nicht ver­steht, schon ziem­lich nazi­haft ist und es nicht sein kann, dass aus­ge­rech­net jetzt gera­de eine Par­tei aufs Par­kett geführt wird, die Reli­gi­ons­kri­tik nicht mit Frem­den­feind­lich­keit ver­wech­selt.

„Gegen den Islam“ wäre in der Tat nicht all­zu pri­ma; aber das haben die „Freiheit„ler auch nie gefor­dert. Dazwi­schen steht noch ein Wort und davor ste­hen noch meh­re­re. „[G]egen die Aus­brei­tung tota­li­tä­rer Ideo­lo­gien“ mag man bei FickMBR als direk­te Kampf­an­sa­ge ver­ste­hen, ist man doch seit Jah­ren einer der Vor­rei­ter tota­li­tä­rer Pro­pa­gan­da in der deutsch­spra­chi­gen Blogo­sphä­re, aber dann soll­te man mal dar­über nach­den­ken, ob der Feh­ler tat­säch­lich bei der „Frei­heit“ zu suchen ist. „Nazi-Scher­gen­tum“ jeden­falls ist in einer Par­tei, die sich gegen tota­li­tä­re Ideo­lo­gien aus­spricht, nicht drin.

Die For­mu­lie­rung ist, zuge­ge­ben, etwas schwach; „poli­ti­scher Islam“ exi­stiert so nur in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung. Erset­zen wir es ein­mal mit dem Gemein­ten, näm­lich „Isla­mis­mus“. Schon sieht das anders aus. Die Par­tei „Die Frei­heit“ spricht sich (eben­so wie übri­gens Thi­lo Sar­ra­zin) dage­gen aus, dass die Ver­tre­ter der „Reli­gi­on des Frie­dens“ sich mit Gewalt Gehör zu ver­schaf­fen ver­su­chen und die Ver­tre­ter des tole­ran­ten Westens das als „reli­giö­se Mei­nungs­frei­heit“ miss­ver­ste­hen. Leu­te aus reli­giö­sen Grün­den mit einer Axt ermor­den oder mit einem Mes­ser auf­schlit­zen zu wol­len ist nicht akzep­ta­bel, auch wenn sie Gott, Jesus, Moham­med oder die eige­ne Mut­ter als Kari­ka­tur in irgend­wel­chen Zei­tun­gen abdrucken las­sen.

Viel­leicht, Chris, ver­stehst du es bes­ser, wenn man es dir mit einem Zitat von Rosa Luxem­burg ver­sucht zu erklä­ren:
„Frei­heit ist immer Frei­heit der Anders­den­ken­den.“

(Und ich freue mich schon sehr dar­auf, dass du mich ob die­ses Tex­tes nun wie­der als niveau­lo­sen Sym­pa­thi­san­ten bezeich­nest; was du, wie ich ver­mu­te, nicht hier, son­dern auf dei­nem Blog tun wirst, wo du unge­hin­dert Gift und Gal­le spucken kannst und dei­ne Jün­ger klat­schend im Kreis um dich ver­sam­melt sit­zen, wenn du ihre Mei­nung BIL­Dest. Womit sich der Kreis dann auch schon schließt.)

In den NachrichtenNerdkramsMusik
Blö­de Pro­phe­ten

Als ich als noch jun­ger Zeit­ge­nos­se ein­mal einen Dia­log mit dem damals belieb­ten Pop-Schön­ling Gil Ofa­rim (was macht der eigent­lich jetzt so?) sah, wäh­rend des­sen er unter ande­rem bekannt­gab, an neu­en – lies: zukünf­ti­gen – weib­li­chen Bekannt­schaf­ten für was auch immer inter­es­sie­re ihn nicht zuletzt die Körb­chen­grö­ße (seit­dem habe ich die­ses Wort im Fern­se­hen übri­gens nie wie­der gehört). schäm­te ich mich, denn genau des­halb, so glaub­te ich damals, sei­en Män­ner grund­sätz­lich als Machos ver­schrien. Ich war aber auch ent­setzt, denn trotz (oder wegen?) die­ser offen erzähl­ten Ober­fläch­lich­keit schien Gil Ofa­rim in der Damen­welt nicht unbe­liebt zu sein.

Von einem ähn­li­chen Ent­set­zen befal­len und tüch­tig durch­ge­schüt­telt wur­de ich gestern, als sich die­se Mel­dung zu Goo­gles neu­em Fir­le­fanz über den Bild­schirm erstreck­te:

Aber sowie die Maschi­ne mir, noch wäh­rend ich tip­pe, im Ein­ga­be­feld nicht nur das Wort, son­dern einen sinn­vol­len Kon­text in wei­te­ren Begrif­fen vor­schlägt, und ich zugleich unmit­tel­bar unter dem Such­feld die ent­spre­chen­den Resul­ta­te sehe, wer­de ich anfan­gen mei­ne Abfra­ge kom­ple­xer aus­zu­ge­stal­ten – ohne dazu etwas tip­pen oder anklicken zu müs­sen, allein mit Hil­fe der Vor­schlä­ge, aber auch gegen sie.

Goog­le will also, ver­ein­facht aus­ge­drückt, sei­ne Benut­zer behut­sam dazu brin­gen, das zu tun, was es gern hät­te, statt das zu tun, was man übli­cher­wei­se von einer Such­ma­schi­ne erwar­tet, näm­lich nach (!) der Ein­ga­be eines Such­be­grif­fes Such­ergeb­nis­se zu lie­fern; und wenn sie, die Such­be­grif­fe, doof sind, dann bekommt der Nut­zer eben auch nur doo­fe Ergeb­nis­se zu sehen. So lernt er, dass er Such­an­fra­gen stets mit Bedacht for­mu­lie­ren soll­te, um mög­lichst tref­fen­de Ergeb­nis­se zu erhal­ten. Der Benut­zer wird also in die Lage ver­setzt, im Umgang mit dem Inter­net ein wenig schlau­er, mit­hin an Erfah­run­gen rei­cher zu wer­den, was nicht zuletzt auch bei der Ver­mei­dung von Mal­ware­be­fall von Bedeu­tung ist.

Goo­gles „Instant Search“ – ich muss da immer an Tee den­ken – aber, das, neben­bei sei’s ange­merkt, die auto­ma­ti­sche Ver­voll­stän­di­gung von Such­be­grif­fen dahin­ge­hend kon­ter­ka­riert, dass es genau das Gegen­teil, näm­lich kür­ze­re Such­ter­mi­ni, för­dert, läuft die­sem Kon­zept zuwi­der, indem es den Benut­zer bewusst dumm hält. Zurück­leh­nen und dem Such­an­bie­ter das Den­ken über­las­sen; Goog­le sagt mir, was ich suchen soll, nicht umge­kehrt. Ich glau­be, das Stich­wort hier heißt Medi­en­kom­pe­tenz.

Zumal die Sofort­su­che nicht ein­mal unbe­dingt etwas zur Such­ge­schwin­dig­keit bei­trägt, son­dern, im Gegen­teil, mit all­zu lang­sa­mer Inter­net­an­bin­dung die Mit­ar­beit ver­wei­gert, wo doch gera­de bei die­ser eine wie auch immer gear­te­te Beschleu­ni­gung von immenser Wich­tig­keit wäre; indes: Wenn sich mit jedem Zei­chen, das ich tip­pe, die Such­ergeb­nis­se völ­lig ändern, bekom­me ich davon besten­falls Kopf­schmer­zen. Eine Such­ma­schi­ne rufe ich meist auf, wenn ich bereits unge­fähr min­de­stens ein Wort, nach dem ich zu suchen beab­sich­ti­ge, ken­ne. Es ist nicht sinn­voll, jeden Buch­sta­ben die­ses Wor­tes als Such­be­griff zu wer­ten; wenn ich nach „Pin­gui­nen“ suche, dann weiß ich das, dann möch­te ich aber auch nicht im Ver­lauf des Ein­ga­be­vor­gangs auto­ma­tisch über die Kreis­zahl Pi und die Far­be Knall­ro­sa infor­miert wer­den.

Sinn­voll wäre zwei­er­lei:

Zum Einen zwar eine der­ar­ti­ge Sofort­su­che, die jedoch erst nach Kom­ma oder Leer­zei­chen aktiv wer­den soll­te, um unnö­ti­gen Ver­kehr und vor allem die für Epi­lep­ti­ker ver­mut­lich nicht son­der­lich ange­neh­me Dau­er­ak­tua­li­sie­rung zu ver­mei­den; zum Ande­ren wäre das qua­si genau das, was wirk­lich gute Such­ma­schi­nen wie etwa Clus­ty, inzwi­schen Yip­py, bereits seit Jah­ren anbie­ten, näm­lich das Clu­ste­ring von Such­ergeb­nis­sen. Wer nach Pin­gui­nen sucht, sucht sel­ten auch nach Pi und Ping­pong, aber mög­li­cher­wei­se nach Pin­gui­nen UND Ant­ark­tis. „Mein­ten Sie: Pin­gui­ne Ant­ark­tis?“

So etwas, lie­be Such­ma­schi­nen­ent­wick­ler, wäre ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Goog­le als Berg, der sich Pro­phe­ten, die ihn bis­her absicht­lich gemie­den haben, gera­de­zu auf­zu­drän­gen ver­sucht, macht es noch schnel­ler, noch bun­ter, noch flackern­der, noch Webzweinul­ler; und somit genau falsch.
Wie immer eben.

MusikSonstigesKaufbefehle
„Not if I wrap mys­elf in nylon …“

Ich hät­te ja wirk­lich furcht­bar gern etwas über das wun­der­ba­re Album „Made Fle­sh“ von Extra Life, der­zeit Tipp des Monats auf den Baby­blau­en Sei­ten, geschrie­ben, das mich heu­te in der Post erwar­te­te. Beim unge­dul­di­gen Aus­packen jedoch bekam ich plötz­lich Lust, über etwas ande­res zu refe­rie­ren, näm­lich über die Ver­packung selbst.

Ich mei­ne, dass opti­sche Ton­trä­ger eines gewis­sen Schut­zes gegen äuße­re Ein­flüs­se durch­aus bedür­fen; wenn aber eine fili­gra­ne, bei­na­he selbst zum Kunst­werk taug­li­che CD-Hül­le (dazu auch hier mehr) der­ma­ßen in eine durch­sich­ti­ge Pla­sti­kum­man­te­lung ein­ge­schweißt wird, dass man sie als Mensch ohne spe­zi­ell hier­für gepfleg­te Fin­ger­nä­gel nur noch unter Zuhil­fe­nah­me exter­ner Hilfs­mit­tel (Sche­re, Mes­ser, Gabel­stap­ler) und somit unter der Gefahr, blei­ben­de Schä­den zu hin­ter­las­sen, so mir etwa gesche­hen bei dem Album „Ele­gies to Les­sons Lear­nt“ von iLi­KE­T­RAiNS, ihres Schut­zes zu ent­rei­ßen ver­mag, dann treibt das auch einer sanft­mü­ti­gen Krea­tur, etwa mir, die Zor­nes­rö­te in die Fres­se.

War­um müs­sen der­lei Ton­trä­ger immer sozu­sa­gen feu­er­fest ver­sie­gelt wer­den, bevor sie in den frei­en Han­del gelan­gen, auf dass man sie unbe­scha­det nur noch an die Wand tackern und anstar­ren möge? Staub­schutz ist ja wahr­lich ein nobles Unter­fan­gen, aber so etwas, ich erin­ne­re mich, hat­ten mei­ne Spiel­zeug­au­tos in jun­gen Jah­ren eben­falls. Es war, zuge­ge­ben, etwas breit­for­ma­ti­ger, ließ sich aber mit einem sanf­ten Druck pro­blem­los öff­nen. Herrscht Platz­man­gel in den Lagern der gro­ßen Han­dels­un­ter­neh­men?

Vor­bild­lich macht es übri­gens die Musik­grup­pe Wive; deren Album PVLL erwarb ich in einem Saturn-Markt in Düs­sel­dorf. Es war eben­falls mit einer Pla­sti­kum­man­te­lung ver­se­hen, und es befin­det sich noch heu­te dar­in. Der Unter­schied besteht ledig­lich dar­in, dass eben­die­se Pla­sti­kum­man­te­lung oben mit einer selbst kle­ben­den Lasche ver­se­hen ist, so dass man das Album bei Bedarf jeder­zeit ent­neh­men und wie­der der schüt­zen­den Hül­le über­ge­ben kann.

Möge die­ses Bei­spiel end­lich Schu­le machen!

(Und jetzt muss ich erst ein­mal die Pla­stik­re­ste zwi­schen den Zäh­nen ent­fer­nen.)

Projekte
Tiny­To­do build 20100905 (für Unge­dul­di­ge)

Auch, wenn es der­zeit nicht danach aus­sieht: Die Arbeit an Tiny­To­do wird unver­än­dert fort­ge­setzt.

Die neue Ver­si­on 20100905, zu fin­den nach einem Klick auf das Bild unten, hat immer noch kei­ne schö­ne­re Bedien­ober­flä­che, aber immer­hin schon mal eine Edi­tie­ren-Funk­ti­on für Auf­ga­ben und Kate­go­rien zu bie­ten; hier­für genügt ein Dop­pel­klick auf eine Kate­go­rie oder eine Auf­ga­be. (Der Ein­fach­heit hal­ber wer­den geän­der­te Auf­ga­ben der­zeit noch kom­plett neu ange­legt, weil das nach mei­nem der­zei­ti­gen Kennt­nis­stand weni­ger SQLi­te-Anwei­sun­gen benö­tigt als das direk­te Ändern. Even­tu­ell wird das spä­ter noch ver­bes­sert.)

Da mir seit Tagen die Neu­ig­kei­ten rund um ähn­li­che Pro­jek­te wie Remem­ber The Milk im Feed­le­ser auf die Ner­ven gehen, hat­te ich gestern oben­drein die Idee, Tiny­To­do eine Art Web­ober­flä­che zu spen­die­ren, dass man qua­si sei­ne Auf­ga­ben via Inter­net mit jeder ande­ren Tiny­To­do-Instal­la­ti­on der Welt abglei­chen kann, Benut­zer­na­me und Pass­wort vor­aus­ge­setzt. Hier­für bräuch­te ich vor allem Ser­ver­ka­pa­zi­tät und viel Lan­ge­wei­le, und da bei­des knapp ist, fra­ge ich mal direkt drauf­los:

Bestün­de über­haupt ein Inter­es­se an der­lei Spie­le­rei­en, oder soll ich mich dar­auf kon­zen­trie­ren, die Kern­funk­tio­nen in den Griff zu bekom­men?

Ich bedan­ke mich schon mal für jede Rück­mel­dung. :)

Nach­trag von 18:17 Uhr:
Aus Test­grün­den hat die hier ver­link­te Ver­si­on anders als die vori­ge Ver­si­on vom 11. August bereits die oben ange­zeig­ten Ein­trä­ge in der Daten­bank. Ihr dürft sie natür­lich gern löschen und/oder edi­tie­ren. (Ob eine Mit­nah­me der bestehen­den Daten funk­tio­niert, habe ich bis­her nicht gete­stet, da Kom­pa­ti­bi­li­tät mit Vor­ver­sio­nen noch kei­ne Prio­ri­tät hat. Die Struk­tur der Daten­bank wird vor­aus­sicht­lich ohne­hin in Bäl­de noch­mals geän­dert.)

PolitikNetzfundstücke
Respekt mit 361 Grad (min­de­stens)

Wie mir im Ver­lauf der ver­gan­ge­nen Nacht zuge­tra­gen wur­de, hat unse­re knuf­fi­ge Fami­li­en­mi­ni­ste­rin da wie­der was total Tol­les zum För­dern gefun­den:

Wie sieht eure Welt mit 361° Grad Respekt aus? Was bewegt euch und was möch­tet ihr den Men­schen in unse­rem Land mit eurem Video mit­tei­len? Was kön­nen und soll­ten wir für ein tole­ran­tes und respekt­vol­les Mit­ein­an­der tun? Zeigt uns, was 361° Respekt für euch bedeu­tet.

Im Vor­jahr habe die­se Akti­on „361° Tole­ranz“ gehei­ßen, sal­ba­dert man im You­Tube-Kanal, und das sei „weni­ger wert“ als Respekt; und, mal abge­se­hen davon, dass „Tole­ranz“ immer auch Aus­gren­zung bedeu­tet (was man „tole­riert“, betrach­tet man den­noch als fremd), viel bes­ser ist auch „361° Respekt“ nicht.

Dass die Erfin­der die­ses däm­li­chen Namens von mathe­ma­ti­schen, nicht von Tem­pe­ra­tur­gra­den (einen belie­bi­gen Witz über Kre­ma­to­ri­en mag jeder Leser hier selbst erdich­ten) rede­ten, kann sich ein schlau­er Mensch gera­de noch den­ken. „Pro­zent­an­ga­ben wären ja auch lang­wei­lig, also neh­men wir halt irgend­was ande­res.“

Mathe­ma­ti­sche Gra­de las­sen sich am besten in Kreis­form dar­stel­len. Kreis kenn­ta:

Jetzt stel­le man sich vor, man stün­de dort, wo die bei­den Gera­den sich kreu­zen, in der Mit­te des Krei­ses also, und dreh­te sich.
Nach etwa der Hälf­te sind 180 Grad geschafft; wenn man sich immer wei­ter dreht, bis man wie­der die Aus­gangs­stel­lung ein­ge­nom­men hat, so hat man sich dann um 360 Grad, einen vol­len Kreis, gedreht.

Anders aus­ge­drückt: 360 Grad bewir­ken in dem Zustand des Gedreh­ten kei­ne Ände­rung. Mit 180 Grad Respekt hät­te man ver­mut­lich das gewünsch­te Ziel erreicht, näm­lich eine Kehrt­wen­de; mit 360 Grad Respekt hat man aber nichts gewon­nen, sich nur unnö­tig ange­strengt und einen Dreh­wurm bekom­men.

Aber es geht noch wei­ter: So viel mathe­ma­ti­sche Kennt­nis, um zu bemer­ken, dass 360 Grad in die­sem Kon­text eini­ger­ma­ßen sinn­los sind, haben die För­de­rer dann offen­bar auch noch gera­de so. Statt aber 180 Grad anzu­pei­len, mach­ten sie’s noch schlim­mer. Kann sich jeder von euch, lie­be Leser, 361 Grad (was, wie wir oben gelernt haben, wie­der­um 1 Grad ent­spricht) unge­fähr bild­lich vor­stel­len? Ich mir auch nicht, und dar­um illu­strie­re ich es im Fol­gen­den mal:

Das ist gut; denn so viel Respekt habe ich gera­de noch übrig.
Müh­sam nährt es sich, das Eich­hörn­chen; auf dass es irgend­wann viel­leicht 362° wer­den mögen.

MusikSonstigesNetzfundstücke
Kurz ver­linkt XXV: Ein Leben im Schnell­durch­lauf (und zwi­schen­durch: Sex)

Ein fei­nes Fres­schen für die Freun­de selt­sa­mer Sta­ti­sti­ken kre­denzt der­zeit unter ande­rem die HAZ:

Ver­gli­chen mit der letz­ten Erhe­bung von 2005 sank bei den 14-jäh­ri­gen Mäd­chen der Anteil derer, die bereits Geschlechts­ver­kehr hat­ten, deut­lich von zwölf auf sie­ben Pro­zent, bei den gleich­alt­ri­gen Jun­gen sogar von zehn auf vier Pro­zent. Bei den 17-jäh­ri­gen Mäd­chen redu­zier­te sich der Anteil der­je­ni­gen mit Sex-Erfah­run­gen von 73 auf 66 Pro­zent, bei den Jun­gen die­ser Alters­grup­pe blieb er mit 65 Pro­zent nahe­zu kon­stant. Das bedeu­tet, dass bis zu einem Alter von 17 Jah­ren mehr als ein Drit­tel der jun­gen Frau­en und Män­ner noch kei­nen Geschlechts­ver­kehr hat­ten.

Ange­sichts der feh­len­den Zah­len, wie vie­le der Befrag­ten nun genau männ­li­chen und wie vie­le weib­li­chen Geschlechts waren, kann ich über die genaue Aus­sa­ge die­ser Wer­te nur spe­ku­lie­ren; aber ich ver­mu­te, die sie­ben Pro­zent der Mäd­chen sind deut­lich grö­ßer als die vier Pro­zent der Jun­gen, ähn­lich, wie auch die 65 Pro­zent der Jun­gen die 66 Pro­zent der Mäd­chen nicht ansatz­wei­se errei­chen dürf­te.

Damit zeigt sich zwar eine Ände­rung, aber die Ver­hält­nis­se blei­ben den­noch erhal­ten: Mäd­chen wer­den im Durch­schnitt frü­her ent­jung­fert, bevor­zugt von älte­ren Kna­ben, die zu die­sem Zeit­punkt schon zwei oder drei Bezie­hun­gen hin­ter sich haben, und die Aus­nah­men von der Regel wer­den für ihre Stand­haf­tig­keit bewun­dert. Ist man hin­ge­gen als Jun­ge von 17 oder 18 Jah­ren noch uner­fah­ren, wird man gemein­hin als Schlapp­schwanz gebrand­markt; ficken is‘ eben cool und Gefüh­le sind was für Mäd­chen und Milch­bu­bis. Und da wun­dert man sich noch dar­über, dass sich immer mehr Leu­te gera­de in jun­gem Alter für bezie­hungs­un­fä­hig hal­ten?

Übri­gens kann man sich nun nach sei­nem Tod auch zur Schall­plat­te pres­sen las­sen. Mei­ne Lied­wahl steht weit­ge­hend fest. Welt­wei­ter Ver­trieb inbe­grif­fen; viel­leicht als Bonus­track dann noch irgend­ei­nen obsku­ren Lärm, um die Leu­te noch ein biss­chen zu ärgern. Hihi.

Nerdkrams
Drei Listen­ver­wal­tun­gen für You­Tube im Test

Seit eini­ger Zeit nutz­te ich die Fire­fox-Erwei­te­rung You­Play­er, um der Viel­zahl der von mir zur spä­te­ren Ver­wen­dung vor­ge­merk­ten You­Tube-Vide­os Herr zu blei­ben, gleich­sam als play­list-Ver­wal­tung. Nun jedoch wird die­se Erwei­te­rung seit Jah­ren nicht mehr aktiv gepflegt und besitzt durch­aus eini­ge Ecken und Kan­ten; so ist es zum Bei­spiel nicht mög­lich, meh­re­re Abspiel­li­sten anzu­le­gen.

Gestern nun stell­te ich betrübt fest, dass eini­ge mei­ner Lieb­lings­vi­de­os von You­Tube gelöscht wor­den waren, ohne dass der You­Play­er dies bemerkt hät­te, und ande­re wie­der­um sich mehr­fach in der Liste tum­mel­ten. Ich beschloss also, den You­Play­er auf das Alten­teil zu schicken, leg­te in mei­nem not­dürf­tig anony­mi­sier­ten You­Tube-Kon­to meh­re­re Play­li­sten an, auf die ich die noch nicht gelösch­ten Vide­os ver­teil­te, und begab mich auf die Suche nach einer alter­na­ti­ven Ver­wal­tungs­soft­ware, die zumin­dest unter Win­dows lauf­fä­hig sein soll­te; denn die Listen­ver­wal­tung von You­Tube ist schreck­lich zu bedie­nen.

Ich schränk­te mei­ne Suche nicht dar­auf ein, ob eine Anwen­dung als Fire­fox-Erwei­te­rung oder als sepa­ra­tes Pro­gramm ver­füg­bar war, denn ich bedie­ne You­Tube ohne­hin via Fire­fox. Was mir aller­dings wich­tig war, war eine über­sicht­li­che Listen­ver­wal­tung, opti­ma­ler­wei­se mit Anbin­dung an das eige­ne You­Tube-Kon­to, um nicht wie­der sepa­ra­te, schnell ver­al­te­te Listen pfle­gen zu müs­sen. Von zwei­te­rem Wunsch muss­te ich mich aller­dings schnell ver­ab­schie­den; kei­ne der von mir gete­ste­ten Lösun­gen konn­te damit auf­war­ten.

Nach dem Durch­for­sten schier end­los erschei­nen­der Auf­li­stun­gen mög­li­cher Alter­na­ti­ven kamen drei kosten­lo­se Anwen­dun­gen in die enge­re Aus­wahl; und zwar die­se:


1. Muzi­ic

Muzi­ic ist, das muss ich zuge­ben, eine durch­aus inter­es­san­te Soft­ware mit Unter­stüt­zung von Skins und Wie­der­ga­be­li­sten. Man kann You­Tube durch­su­chen, hat diver­se „sozia­le“ Funk­tio­nen zur Ver­fü­gung und bekommt die Wie­der­ga­be­li­sten direkt unter dem Video ange­zeigt, sofern ange­legt. Eigent­lich fehl­te die­sem Pro­gramm nur noch eine Anbin­dung an das eige­ne You­Tube-Kon­to zur Per­fek­ti­on, wären da nicht die klei­nen Unschön­hei­ten:

Die Skin­un­ter­stüt­zung bringt es näm­lich mit sich, dass das Haupt­fen­ster von Muzi­ic sich mit­un­ter selt­sam ver­hält. Ein lee­res Fen­ster, nicht akti­vier­ba­re Menüs und ähn­li­che Din­ge trü­ben lei­der den Genuss ein wenig; zumal das Haupt­fen­ster direkt nach dem Start ver­däch­tig nach Wer­bung aus­sieht:

Auf einen umfas­sen­de­ren Test habe ich daher aus­nahms­wei­se ein­mal ver­zich­tet. Soll­te sich aller­dings an mei­nen Kri­tik­punk­ten etwas ändern, so bit­te ich die­je­ni­gen von euch, lie­be Leser, die Muzi­ic bereits ein­set­zen, um einen kur­zen Hin­weis; denn eigent­lich ist es, wie bereits erwähnt, eine pri­ma kon­zi­pier­te Anwen­dung.


2. Web­Mu­six

Web­Mu­six ist ein hüb­sches deutsch­spra­chi­ges Pro­gramm mit einer hüb­schen deutsch­spra­chi­gen Web­site, das, anders als Muzi­ic, nicht ver­sucht, vor allem mit sei­ner uni­ver­sel­len Ver­wend­bar­keit auf sich auf­merk­sam zu machen, son­dern das sei­ne auf­ge­räum­te, gera­de­zu mini­ma­li­sti­sche Ober­flä­che für sich spre­chen lässt. Vor allem für Viel­nut­zer inter­es­sant ist sicher die Mög­lich­keit, Vide­os aus der selbst zusam­men­ge­stell­ten Wie­der­ga­be­li­ste – unten rechts im Pro­gramm­fen­ster – ein­zeln oder ins­ge­samt als Audio- oder Video­da­tei her­un­ter­zu­la­den.

Als net­tes Extra kann man bei der Suche auch zwi­schen Vor­schau­bil­dern und einer rei­nen Text­li­ste umschal­ten.

In mei­nem Test stürz­te Web­Mu­six übri­gens ein­mal ab, als ich die Ein­stel­lun­gen für die Suche wäh­rend des Abspie­lens änder­te. Ein Klick auf „Wei­ter“ ließ die Feh­ler­mel­dung jedoch ver­schwin­den; ich gebe dem .net-Frame­work, auf dem Web­Mu­six basiert, die Schuld, da dies auch in ande­ren Anwen­dun­gen oft ähn­lich auf­tritt.
Auch Web­Mu­six bie­tet übri­gens kei­ne Anbin­dung an das eige­ne You­Tube-Kon­to an, der Ent­wick­ler teil­te mir aller­dings auf Anfra­ge mit, dass dies geplant sei, die Imple­men­tie­rung aller­dings in abseh­ba­rer Zeit vor­aus­sicht­lich nicht statt­fin­den wer­de. Den­noch emp­feh­le ich jedem Leser, der eben­falls auf der Suche nach einem geeig­ne­ten Pro­gramm ist, die Ent­wick­lung von Web­Mu­six hin und wie­der auf­merk­sam zu ver­fol­gen.


3. You­tube Music Play­er

Als ein­zi­ge Fire­fo­xer­wei­te­rung im brei­ten Test­spek­trum schaff­te es der You­tube Music Play­er (YMP) in die Final­run­de. Er inte­griert sich voll­stän­dig in den Brow­ser, blen­det etwa in der Sta­tus­lei­ste Wie­der­ga­be­infor­ma­tio­nen ein, unter­stützt aller­dings nur eine ein­zi­ge Wie­der­ga­be­li­ste. Für den Ein­stei­ger wich­tig ist das deutsch­spra­chi­ge Tuto­ri­um zum YMP, das die nicht immer intui­ti­ve Bedie­nung erklärt.

Als Beson­der­heit kann der YMP sowohl mit Last.fm kom­mu­ni­zie­ren („scrob­blen“) als auch für die Wie­der­ga­be auto­ma­tisch auf die beste ver­füg­ba­re Video­qua­li­tät („High Qua­li­ty“) umschal­ten. Die Wie­der­ga­be­li­sten las­sen sich via Sei­ten-Kon­text­me­nü auch direkt aus You­Tube her­aus befül­len.

Eine Ver­bin­dung mit dem eige­nen You­Tube-Kon­to und damit den eige­nen Abspiel­li­sten ist laut Ent­wick­ler eben­falls für eine zukünf­ti­ge Ver­si­on geplant. Auf dem SVN-Ser­ver für YMP ist bereits ein Ver­zeich­nis für Ver­si­on 5.0 beta ange­legt, das unter ande­rem eine Auf­ga­ben­li­ste ent­hält, die ein „Main rewri­te“, eine völ­li­ge Über­ar­bei­tung also, ankün­digt. Ich bin gespannt, was die­se Über­ar­bei­tung mit sich brin­gen wird. Für die­je­ni­gen mei­ner Leser, die ihren Brow­ser als Medi­en­zen­tra­le ein­set­zen möch­ten und etwa auch mit ihm twit­tern, flick­rn, blog­gen und ähn­li­ches tun, ist der YMP bereits jetzt eine gute Wahl.


Für Ergän­zun­gen und kon­struk­ti­ve Kri­tik bin ich immer offen; wer kennt wei­te­re Alter­na­ti­ven, auf die ich ein­mal einen Blick wer­fen soll­te? :)