In den Nachrichten
Kurz verlinkt CXII: Kann ja mal passieren.

Offen­bar ist die Piraten­partei jet­zt auch zum Vor­bild tauglich. Seit neuestem redet man näm­lich nicht nur dort auss­chließlich in offe­nen Briefen miteinan­der, auch in Hol­ly­wood ist diese Art der Kom­mu­nika­tion nun angekom­men:

Kris­ten Stew­art hat sich bei ihrem Fre­und und “Twilight”-Kollegen Robert Pat­tin­son öffentlich für einen Seit­en­sprung entschuldigt. In ein­er Erk­lärung, die das “People”-Magazin ver­bre­it­ete, gab die 22-Jährige eine “flüchtige Indiskre­tion” mit einem ver­heirateten Mann zu. Gemeint ist dem­nach der 41-jährige Regis­seur Rupert Sanders, mit dem sie in dem Film “Snow White and the Hunts­man” gespielt hat­te. Sanders hat­te kurz vor Stew­art seine Frau und Kinder um Verge­bung gebeten.

… und er so “kein Prob­lem, aber mach das nie wieder” und sie so “tihi”.

Wäre ich Robert Pat­tin­son und/oder Frau und Kinder von Rupert Sanders, ich wäre ein wenig erbost darüber, dass der Lebenspart­ner über­haupt auf die Idee kommt, mit jeman­dem in die Kiste zu sprin­gen, dessen Pri­vatleben ohne­hin ständig in den Medi­en aus­ge­bre­it­et wird (oder eben mit über­haupt irgendwem), aber bei so Leuten ist das wohl nicht so üblich, denn mit einem Welt­star kann man eben her­vor­ra­gend prahlen.

Allerd­ings hielte ich per­sön­lich es für angemessen­er, sel­biges Treiben im Fam­i­lienkreis zu offen­baren, anstatt den jew­eili­gen Part­ner via Boule­vard­presse darüber in Ken­nt­nis zu set­zen. Aber ich bin ja auch kein Film­star.

Den Ter­mi­nus “flüchtige Indiskre­tion” merke ich mir trotz­dem mal. Mit so etwas kann man es zumin­d­est zum Bun­desvertei­di­gungsmin­is­ter schaf­fen.

(Mit Dank an L.!)

PolitikIn den Nachrichten
Kurz verlinkt CXI: Empörend: Politiker hat ein Gewissen.

Ich ziehe, pos­i­tiv über­rascht, meinen dem­nächst noch zu kaufend­en Hut bere­its vor dem Erwerb: Rösler empört FDP mit Griechen­land-Kom­men­tar. Empört!!111

Mit nur zwei Sätzen hat Philipp Rösler die Debat­te um die Griechen­land-Ret­tung inner­halb der Regierung kräftig ange­heizt — und muss sich nun scharfe Kri­tik aus der eige­nen Partei gefall­en lassen. Er sei “mehr als skep­tisch”, dass Athen die harten Spa­rau­fla­gen noch erfüllen kön­nte, hat­te der Wirtschaftsmin­is­ter erk­lärt. Und: Der Gedanke an einen Euro-Aus­tritt der Griechen habe für ihn “seinen Schreck­en ver­loren”. Die Reak­tio­nen in der FDP reichen bis zum Vor­wurf der “Unpro­fes­sion­al­ität”. (…) Weniger diplo­ma­tisch äußerte sich der lib­erale Europaab­ge­ord­nete Jor­go Chatz­i­markakis. Das “Aus­maß an Unpro­fes­sion­al­ität” der Rösler-Äußerun­gen erstaune ihn und über­rasche in ganz Europa.

Denn damit, dass ein Poli­tik­er der F.D.P. zur Abwech­slung mal etwas Gehaltvolles sagt, hat ganz Europa schon auf­grund bish­eriger Erfahrun­gen nicht gerech­net.


Noch eine kurze Durch­sage aus den Vere­inigten Staat­en von Ameri­ka: Wer sich nicht von Face­book durch­leucht­en und pro­fil­ieren lassen möchte, stellt eine Bedro­hung für die Gesellschaft dar. Der irre Atten­täter von Oslo war eben­so wenig auf Face­book aktiv wie der Bat­man-Killer.

Ein 24 Jahre alter US-Amerikan­er, ein ehe­ma­liger Stu­dent und Waf­fen­narr offen­bar, der nicht ver­net­zt ist, keine Bilder tauscht und seine Befind­lichkeit­en nicht mit der Com­mu­ni­ty teilt. Das ist nicht nur ziem­lich sel­ten, son­dern kommt eini­gen auch ziem­lich verdächtig vor.

Mit der Waf­fen­nar­retei hat das alles allerd­ings, ver­ste­ht sich, nichts zu tun.

SonstigesPiratenpartei
Dillinger Escape Plan — Party Smasher

Ereignis­re­iche Woch­enen­den sind ereignis­re­ich. Das Genie überblickt das Chaos, heißt es, und an mein­er Genial­ität zwei­fle ich dann aus­nahm­sweise dann doch mal.

Und dann eben, zur Beruhi­gung, vor allem: Lärm.

Dillinger Escape Plan — Par­ty Smash­er LIVE Pro-Shot (MI)

We are for­ev­er entwined stuck in a play we can’t leave

Guten Mor­gen.

KaufbefehleMusikkritik
Last Remaining Pinnacle: Rhythmische Störgeräusche

Ich geste­he, ich musste mir dieses Album erst schön­hören; beim ersten Durch­lauf störte mich der mit aller­lei Effek­ten verse­hene Gesang ein wenig. Dann allerd­ings hat es gezün­det, und dies mit ein­er Inten­sität, dass ich es für an dieser Stelle empfehlenswert halte.

Gemeint ist das Album “Vis­i­tors” des Duos Last Remain­ing Pin­na­cle (“der let­zte verbliebene Gipfel”) aus Vir­ginia Beach, Ju-Es-Ey, auf das ich bei Peter stieß. Gegrün­det wurde diese Com­bo als Ein­man­npro­jekt bere­its im Jahr 1995 von Dave Alli­son (Gesang, Gitarre, Bass, Key­board, Schlagzeug, Drum­com­put­er, Tam­burin), der for­t­an in Gemein­schaft­spro­jek­ten mit ver­schiede­nen anderen Musik­ern diverse Veröf­fentlichun­gen auf­nahm.

Erst 2011 stieß Dave Dem­bit­sky (Gitarre) hinzu, wom­it Last Remain­ing Pin­na­cle nun­mehr zu zweit sind. Das von den bei­den Musik­ern zu Gehör Gebrachte schep­pert sich sehr angenehm in die Gehörgänge, alle Zeichen ste­hen auf low fideli­ty und Gara­gen­rock. Unsere­ins denkt da an The Fall, Son­ic Youth und die leg­endären The Vel­vet Under­ground, was angesichts eines Titels wie “Stu­dents Of The V.U.” vielle­icht auch beab­sichtigt ist. Das dom­i­nante Instru­ment ist natür­lich die Gitarre.

Wieder mal liegt hier Musik vor, die sich in kein Gen­reko­rsett zwän­gen lässt. Über­wiegend — ich schrieb es ja schon — wird nois­ig die Garage gerockt. Stück 5 allerd­ings, “Man­tle Rota­tion 3”, fällt bere­its aus dem Rah­men: Drei Minuten lang wird eine wiederkehrende Ton­folge abge­spielt, die nach einiger Zeit von ein­er leisen, qua­si ambi­en­ten Melodie begleit­et wird. Als ich das Album heute Mit­tag in Anwe­sen­heit Drit­ter hörte, fragte man mich, um welche Art von Störg­eräuschen es sich hier­bei han­dele, was ich ziem­lich amüsant fand.

“Vis­i­tors” erschien am 21. Mai 2012 und ver­di­ent meine Empfehlung, die es dann hier­mit auch mal bekommt. Inter­essen­ten kön­nen auf bandcamp.com das kom­plette Album im Stream hören sowie — lei­der momen­tan (?) nur — in nicht-physis­ch­er Fas­sung zum sym­bol­is­chen Preis von min­destens 0 Euro erwer­ben. Dies sollte reich­lich getan wer­den.

In den Nachrichten
Braunschweig: Schule, die keine Schule sein will, darf nicht unterrichten und findet das rassistisch.

Der nieder­säch­sis­chen Stadt Braun­schweig gehörten und gehören viele Per­sön­lichkeit­en an, deren Exis­tenz auf unter­schiedliche Weise bere­ich­ernd war und ist. Eine dieser Per­sön­lichkeit­en ist Muhamed Cift­ci, ein dem Salafis­mus gegenüber offen­er Islam­predi­ger.

Dieser Predi­ger betreibt seit 2007 eine religiöse Lehranstalt, in der zulet­zt bis zu 300 Schüler eingeschrieben gewe­sen sein sollen. Im Inter­net ist sel­bige zurzeit noch unter islamschule.de erre­ich­bar.

Im Herb­st des ver­gan­genen Jahres nun, so schreiben Tes­sa Ran­zau und Katrin Teschn­er in der heuti­gen Aus­gabe der Braun­schweiger Zeitung, sei diese Islam­schule von der Staatlichen Zen­tral­stelle für Fer­nun­ter­richt darum gebeten wor­den, einen Antrag für eine Genehmi­gung für Fer­nun­ter­richt einzure­ichen, der bis dahin nicht einge­gan­gen war. In der ver­gan­genen Woche wurde dieser der­weil einge­gan­gene Antrag nun abgelehnt, da sowohl Muhamed Cift­ci als auch seine Islam­schule zur Radikalisierung der Schüler beitrü­gen und die vertrete­nen Gewalt ver­harm­losenden, chris­ten- und juden­feindlichen The­sen nicht mit den Grun­dregeln dieser Gesellschaft vere­in­bar seien. Der Ablehnungs­bescheid verpflichtet Her­rn Cift­ci nun dazu, von dem Anbi­eten von Fern­lehrgän­gen kün­ftig Abstand zu nehmen.

Muhamed Cift­ci selb­st äußerte sich hierzu wie fol­gt:

Wir sind keine Schule, jed­er kann sich im Inter­net unsere Videos anschauen. (…) Offen­bar war das Ziel von Anfang an, die Islam­schule zu ver­bi­eten.

Wir ler­nen zweier­lei:

Erstens: Die Islam­schule, die unter islamschule.de bewor­ben wird, ist auch dann keine Islam­schule, son­dern ein Video­por­tal, wenn sie einen Antrag ein­re­icht, die Rechte ein­er Schule wahrnehmen zu dür­fen.

Zweit­ens: Wenn eine staatliche Stelle einem radikalis­lamis­chen Predi­ger, der keine Schule betreiben will, ver­bi­etet, eine Schule zu betreiben, ist das das Ergeb­nis ein­er fiesen, wom­öglich anti­is­lamis­chen Ver­schwörung und nicht etwa angemessen.

(Klar: In ein­er Glüh­birne ist ja auch keine Birne drin, also muss in ein­er Islam­schule auch keine Schule drin sein.)

“I see dumb peo­ple.”
– Jim Davis, c/o “Harsh Times”

Spaß mit Spam
You will love the results on your organ

Soeben erre­ichte mich eine E‑Mail von einem Her­rn Enlarge with Free Sam­ple (mit diesem Namen ist man natür­lich auch nicht son­der­lich gut dran).

Sie trug diesen Betr­e­ff:

You will love the results on your organ

“Sie wer­den die Ergeb­nisse auf Ihrer Orgel lieben”. das klingt nach einem guten Titel für ein Musikalbum. Sollte ich also jemals Vol­lzeit­musik­er wer­den, so wäre diese Schwierigkeit schon im Voraus aus der Welt geschafft.

Bis­lang hat­te ich als guten Band­na­men “Denen” und als guten Namen für ein Musikalbum “Das Album da” im Sinn, nur um Kaufwillige im Plat­ten­laden dabei beobacht­en zu kön­nen, wie sie sagen, sie hät­ten gern das Album da von denen. Aber so wird es eben zu einem zweit­en Album führen müssen.

Wie der Text der E‑Mail schon so richtig sagt:

Fan­tas­tic results guar­an­teed
http://hardbiger.(zensiert)/

“Fan­tastis­che Ergeb­nisse garantiert! Mit fre­undlichen Grüßen, Ihr har­ter Biger.”

Das wäre natür­lich auch ein toller Kün­stler­name.

(Abt.: Witze, für die uns manche US-Amerikan­er gele­gentlich um unsere Sprache benei­den.)

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Kurz verlinkt CX: Die Mär von der wachsenden Löschhölle.

heise.de so:

Wikipedia-Autoren­schaft schrumpft, Zahl der Artikel steigt

Um das noch mal klar her­vorzuheben: Es wer­den mehr Artikel.

Dass sich in all den Jahren eine gewisse Sät­ti­gung eingestellt hat, ist selb­stver­ständlich: Je mehr Artikel es gibt, desto weniger weiße Fleck­en gibt es. Die verbleiben­den weißen Fleck­en richt­en sich immer mehr an “Fach­leute”. Men­schen mit ein­er begren­zten All­ge­mein­bil­dung wer­den sich in ein­er qua­si beliebi­gen Wikipedia nicht mehr son­der­lich umfassend beteili­gen kön­nen: Aus­re­ichend umfassende Artikel zum Sub­jekt “Baum” gibt es in jed­er — selb­st in der lateinis­chen — Sprach­fas­sung.

Diese weni­gen “Fach­leute” — die geschrumpfte Autoren­schaft — ver­fassen ins­ge­samt mehr Artikel. Und wer ist schuld daran? In der Vorstel­lung der Mit­glieder des heise-Forums ist der Fall klar: Die “löschwüti­gen Troll-Admins” natür­lich.

Offen­bar hat da irgend­je­mand etwas missver­standen.

Piratenpartei
Altpiraten, Neupiraten, Machtpiraten, Schnauze halten.

(Vorbe­merkung 1: Ich bin nach wie vor Mit­glied der Piraten­partei, und dass dies nicht unbe­d­ingt Blind­heit gegenüber dem Zus­tand der Partei und Schön­fär­berei äußerst unan­genehmer Vorgänge mit sich bringt, muss anscheinend gele­gentlich klargestellt wer­den. Das mache ich jet­zt mal.
Vorbe­merkung 2: Dies ist eine Zus­tand­s­analyse und kein offen­er Brief. Sie kön­nte Polemik und/oder über­zo­gene Darstel­lun­gen enthal­ten.)

Ende Juli find­et in Nieder­sach­sen eine neue Auf­stel­lungsver­samm­lung der Piraten­partei Deutsch­land für die Land­tagswahlen im Jahr 2013 statt. Natür­lich sehen das jet­zt viele als ihre Chance, doch noch einen der begehrten Lis­ten­plätze zu ergat­tern, und dum­mer­weise find­et die Presse das inter­es­sant.

Begierig nehmen die Medi­en die Quere­len, die seit Wochen wieder mal hochkochen, auf, ver­drehen sie und sug­gerieren, dass die Piraten­partei mal wieder an der Sturheit weniger Idioten zer­bricht. Und da es ja in let­zter Zeit Mode gewor­den ist, einen Zwist nicht mehr Auge in Auge auszu­tra­gen, son­dern sich nur noch in offe­nen Briefen miteinan­der zu unter­hal­ten, bew­er­fen sich die Pirat­en gegen­seit­ig immer wieder mit neuen Pam­phleten, jedes länger und bescheuert­er als das vorherige.

An die “lieben Neupi­rat­en” etwa wen­det sich ein offen­er Brief, in dem von selb­st ernan­nten Alt­pi­rat­en, die also allein schon deswe­gen wis­sen müssen, worum es bei den Pirat­en geht, erk­lärt wird, worum es bei den Pirat­en ange­blich gehe. Die drei Ver­fass­er vertreten die Grün­dungs­the­sen, was an sich löblich ist, sind allerd­ings auch furcht­bar stolz darauf, dass im piratis­chen Sinne das Pro­gramm um eine lib­erale Dro­gen­poli­tik erweit­ert wurde. Diejeni­gen, die auf dem entsprechen­den Parteitag gegen diesen Antrag ges­timmt haben, wer­den von ihnen indi­rekt als Wichtigtuer beschimpft (“(…) wer war gegen diesen Antrag? Qua­si auss­chließlich Leute, die zuvor nie­mand auf einem Parteitag gese­hen hat­te. Neue Leute.”) und mit einem trau­ri­gen Emoti­con bedacht. Das ist ein biss­chen schade. (Trotz­dem empfehle ich vor dem Weit­er­lesen, besagten offe­nen Brief ein­mal zur Ken­nt­nis zu nehmen, denn im Kern ver­di­ent das dort Geschriebene zumin­d­est meine Zus­tim­mung.)

Dem voraus­ge­gan­gen war ein ander­er offen­er Brief namens “Machen statt labern!”, ini­ti­iert von aus­gerech­net denen, die die Presse übere­in­stim­mend als macht­gierige Emporkömm­linge ansieht. Zusam­menge­fasst sta­tu­ieren sie, dass Pirat­sein bedeutet, dass man sich aktiv ein­bringt, statt meter­lange Monologe auf den pirateneige­nen Mail­inglis­ten zu hal­ten. Dass die Ini­tia­toren selb­st vortr­e­f­flich darin sind, in ebendiesen Lis­ten ihre eigene Arbeit zu loben, ist eigentlich selb­sterk­lärend. (“Machen statt labern” mith­il­fe eines ziem­lich lan­gen offe­nen Briefes — Gelabers — zu fordern set­zt immer­hin auch einige Chuzpe voraus, hier­für Applaus.) Ich äußerte mich hierzu bere­its an geeigneter Stelle.

Ein drit­ter offen­er Brief erre­ichte gestern das Web, dessen Ver­fass­er immer­hin richtig erkan­nt hat, dass das Prob­lem der Pirat­en nicht Alt- und Neupi­rat­en sind, son­dern “Nicht­pi­rat­en”, also diejeni­gen, denen es allein um einen attrak­tiv­en Posten im Land- oder Bun­destag und nicht um die piratis­chen Ide­ale geht. Der kon­struk­tive Ansatz hier fehlt gän­zlich, ein “so kann es nicht bleiben” ist sich­er eben­so gut und richtig wie die (sel­tene) Benen­nung der­er, die die piratis­chen Ide­ale zu tor­pedieren ver­suchen, aber das Zurück­hal­ten von “Ego­is­t­en und Kar­ri­eris­ten” — tre­f­fend zusam­menge­fasst — allein beseit­igt die zwei großen Prob­leme noch nicht, die der nieder­säch­sis­che Lan­desver­band der Piraten­partei zurzeit hat.

Eines dieser bei­den Prob­leme ist die anste­hende Wahl, die natür­lich auch Leute anlockt, von denen man bis dato noch nie etwas gehört hat. Wahlen, infolge der­er die Piraten­partei mit ziem­lich­er Sicher­heit einige Plätze im Land­tag bekom­men wird, sind ein guter Nährbo­den für Leute, die Inter­esse an einem gut bezahlten Ses­sel­furz­er­da­sein haben. Für welche Partei sie in die Ses­sel furzen, ist ihnen weit­ge­hend egal, zumin­d­est erweck­en sie diesen Ein­druck. Als Poli­tik­er muss man zwar in der Lage sein, sich selb­st pos­i­tiv her­vorzuheben, nicht jedoch gegenüber dem Rest sein­er Partei. “Wählt mich, ihr seid alle kacke” wird nie­man­den in einen Land­tag hieven. Wer die Aktiv­en-Mail­ingliste des Lan­desver­ban­des ver­fol­gt (dies geht auch per Web­brows­er), dem dürfte nicht ent­gan­gen sein, dass diese sim­ple Regel offen­bar noch nicht von jedem ver­standen wor­den ist.

Bei den Pirat­en kommt man nicht nach oben, indem man gegen unlieb­same Konkur­renz int­rigiert, ganz gle­ich, wie groß und ver­schla­gen der Kreis der eige­nen Unter­stützer ist. Das sollte sich allmäh­lich mal herum­sprechen.

Apro­pos Ver­schla­gen­heit: Das andere der bei­den Prob­leme ist der gegen­wär­tige Lan­desvor­stand, der sich vor allem dadurch her­vor­tut, dass er die bedin­gungslose Basis­demokratie — bekan­ntlich eines der Grün­dungside­ale der Piraten­partei — und die umfassende Trans­parenz gern mal ignori­ert. Für in dieser — rein poli­tis­chen — Hin­sicht beson­ders ver­acht­enswert befinde ich per­sön­lich Thomas Gaul, den gegen­wär­ti­gen stel­lvertre­tenden Lan­desvor­sitzen­den, der beson­ders das mit der Trans­parenz nicht son­der­lich gut zu find­en scheint. Zwar ist er natür­lich meist über kom­mende Entwick­lun­gen des Lan­desver­ban­des informiert, hält es jedoch nicht für nötig, selb­st auf Nach­frage die Basis ins Bild zu set­zen. Eigentlich kön­nte man Thomas Gaul prob­lem­los durch ein Perl-Skript erset­zen, das auf jede Eingabe mit “Ich weiß es, ihr werdet es erfahren.” antwortet. Es mutet befremdlich an, dass er auf jede Kri­tik an diesem Stil mit “Mach’s doch bess­er!” reagiert und dann trotz­dem nicht zurück­tritt. Ja, was inter­essiert so einen Vor­stand schon der Pöbel, der ja doch nur auf Kreisebene agiert?

Es ist schade, dass der restliche Lan­desvor­stand eben­falls nicht unbe­d­ingt geschick­ter agiert. Kür­zlich etwa wurde gefragt, ob die Mehrheit der Basispi­rat­en in Nieder­sach­sen eine Auf­stel­lungsver­samm­lung in Del­men­horst oder in Wolfen­büt­tel (einige Wochen früher) bevorzu­gen würde. Die Mehrheit entsch­ied sich für Del­men­horst, der Lan­desvor­stand beschloss ein­stim­mig, sich darüber hin­wegzuset­zen. Begrün­det wurde dieses Ignori­eren der basis­demokratis­chen Prinzip­i­en damit, dass es sich nur um eine Umfrage und nicht um eine Abstim­mung gehan­delt habe. Den genauen Unter­schied kon­nten und/oder woll­ten die Ver­ant­wortlichen allerd­ings nicht benen­nen. Dass das bis­lang eine (unrühm­liche) Aus­nahme war und es sich­er gute Gründe für die Entschei­dung gegeben hat, wird den nach­halti­gen Schaden, den es angerichtet hat, nicht zu repari­eren ver­mö­gen. Ich schätze, eine Wieder­wahl wird erfol­g­los bleiben.

Dies alles ein­mal bei­seite gelassen und zurück zum kon­struk­tiv­en Teil: Bei den Pirat­en geht es nicht um alt oder neu, um Basis oder Vor­stand, um Kern­pirat oder Vollpi­rat, wen­ngle­ich ich per­sön­lich diejeni­gen, die eine kon­tinuier­liche Pro­gram­mer­weiterung als notwendig eracht­en, mein­er­seits für real­itäts­fern halte. Eine in fast jed­er Hin­sicht andere Partei wie die Piraten­partei kann damit leben, dass sich immer wieder Neuankömm­linge mit alt­bekan­nten Fra­gen zu Wort melden, weil sie die Piraten­partei mit ein­er Protest­partei oder mit “den besseren Grünen/Linken/Liberalen” ver­wech­seln. Das ist nicht schlimm, so lange diese Neuankömm­linge nicht ver­suchen, die unum­stößlichen Grund­sätze der Partei zu beschädi­gen.

Die Piraten­partei hat keine Parteilin­ie, der man sich unterord­nen sollte. Sie ist nicht “gegen Rechts”, “gegen Hartz IV” oder “gegen schlecht­es Wet­ter”. Die Piraten­partei ste­ht nicht “gegen” etwas. Sie ste­ht “für” etwas. Dieses “für” ist das gemein­same Ziel, eine, wenn schon nicht immer bessere, zumin­d­est andere Poli­tik zu machen. Das geht ohne die Stören­friede genau so gut wie mit ihnen. Das Pro­gramm, das die Piraten­partei ver­tritt, wird nach wie vor von denen gemacht, die die meis­ten Sym­pa­thien ern­ten kön­nen — eben von der Mehrheit.

Was also ist zu empfehlen? Nun, ich bin da prag­ma­tisch: Ihr wollt Poli­tik machen? Dann tut das — und sprecht nicht darüber. Alt­pi­rat­en, Neupi­rat­en, Macht­pi­rat­en: Ein­fach mal Schnau­ze hal­ten. Die Segel des Piraten­schiffs wer­den nicht von der heißen Luft vor­angetrieben, die ihr mit euren offe­nen Briefen fab­riziert. Man kommt auch über Umwege ans Ziel; man sollte es nur nicht weiträu­mig umfahren. Dieses Ziel ist geset­zt. Sucht euch eine Route, aber fragt nicht ständig nach dem Weg. Wenn ihr eure Seekarte ver­loren habt, dann gebt es wenig­stens offen zu, aber fragt nicht die Presse danach, ob sie sie vielle­icht gefun­den hat. Das wird scheit­ern.

Ach, diese Pirat­en sind schon bescheuert manch­mal. Aber liebenswert. Sie sind so men­schlich.

Sonstiges
Medienkritik LXXI: Der Mythos vom Nichtmitmachen

Das Autoren­duo Hol­ger Ble­ich und Rag­ni Seri­na Zlo­tos wid­met zwei Dop­pel­seit­en in der neuen Aus­gabe des Tech­nikmagazins c’t ver­schiede­nen Möglichkeit­en, die eigene Webpräsenz (und nicht etwa “Inter­net­präsenz”) mit so genan­nten “sozialen Net­zw­erken” wie Google+ und Face­book sowie mit dem Mikroblogsys­tem Twit­ter zu verknüpfen.

Dabei kommt außer diversen jew­eils hau­seige­nen Plu­g­ins, etwa dem Face­book-Plu­g­in für Word­Press, das mal eben den eige­nen Kom­men­tar­bere­ich auf den Serv­er eines Drit­tan­bi­eters ver­lagert, auch der grandiose Dienst ifttt vor. Dass die bei­den Autoren noch am Anfang ihres Artikels die Nachteile eines Face­book-Auftritts (näm­lich das Abtreten der meis­ten Rechte an diesem Auftritt) beto­nen und also, aus­gerech­net Sascha Lobo zitierend, dazu rat­en, lieber auf eine eigene Domain zu set­zen, ist ihnen zugute zu hal­ten, um so weniger jedoch ver­ste­he ich, wieso sie bei ifttt als “großen Nachteil” benen­nen, dass der Dienst auf die jew­eili­gen Kon­ten (Twit­ter, Face­book, …) Schreibzu­griff benötigt, während sie sich über die Nachteile ein­er direk­ten Face­book-Inte­gra­tion auss­chweigen.

Beson­ders auf­fäl­lig allerd­ings waren diese Sätze:

Sicher­lich wird es eine Weile dauern, bis sich Ihre Verzah­nung mit sozialen Medi­en pos­i­tiv auswirkt. Eines ist jedoch sich­er: Wer nicht mit­macht, der bekommt aus diesen Kanälen sel­ten pos­i­tive Aufmerk­samkeit.

In anderen Worten: Wer bewusst darauf verzichtet, seine Beiträge automa­tisiert in irgen­deines der unzäh­li­gen “sozialen Net­zw­erke” zu schmieren, der han­delt fahrläs­sig und wird deswe­gen kaum Leser erhal­ten.

So weit die The­o­rie.

Diese The­o­rie wäre zutr­e­f­fend, wären die im Artikel genan­nten Dien­ste Face­book, Twit­ter und Google+ vom Rest des Webs abgeschot­tete Inseln, auf denen man nur wahrn­immt, was inner­halb ihrer Gren­zen geschieht. (Sym­pa­this­che Men­schen wür­den nun sagen: Ja, auf Face­book ist das doch genau so.) Allerd­ings funk­tion­ieren soziale Medi­en eben nicht deshalb mehr oder weniger gut, weil Com­put­er­pro­gramme dort Dinge veröf­fentlichen, son­dern deshalb, weil Men­schen es tun.

Ich habe, seit ich ein “Weblog” (beziehungsweise eben diese Seite hier) betreibe, noch nie einen neuen Artikel automa­tisch getwit­tert oder geface­bookt oder gegoogle­plust. Eine Aus­nahme mache ich, wenn ich etwas zu ein­er aktuellen Diskus­sion auf Twit­ter geschrieben habe, dann füge ich gele­gentlich manuell einen Ver­weis zu dem entsprechen­den Beitrag an einen Tweet an. Beiträge, die ich selb­st für beson­ders erwäh­nenswert halte, kopiere ich manch­mal auch in mein Dias­po­ra-Pro­fil (zurzeit wird hier oben rechts darauf ver­linkt) und erfreue mich an den drei oder vier Kom­mentaren, die ich dort in der Regel erhalte, aber zu einem Ansturm an Besuch­ern führt das schon deshalb nicht, weil ich sel­ten die Adresse zum Orig­i­nalar­tikel dort hin­ter­lasse. Welchen Mehrw­ert hätte das?

Und obwohl ich wed­er Face­book noch Google+ mit rel­e­van­ten Inhal­ten befülle, obwohl ich nicht automa­tisiert twit­tere oder sonst­wie das men­schliche Miteinan­der dort mith­il­fe see­len­los­er Algo­rith­men störe, die nur der plumpen Eigen­wer­bung dienen, find­en immer wieder Besuch­er von dort meine Artikel. Meine dieswöchige Ver­weis­sta­tis­tik, also die Sta­tis­tik der Web­seit­en, von denen aus am häu­fig­sten Besuch­er auf meine Webpräsenz gelan­gen, wird nicht sel­ten von Twit­ter ange­führt:

Woran das liegt? Nun, aller Wahrschein­lichkeit nach daran, dass “soziale Net­zw­erke” auf dem Prinzip des Teilens basieren. Wenn jeman­dem aus irgendwelchen Grün­den gefällt, was ich schreibe, dann ste­ht es ihm frei, hier­auf in einem “sozialen Net­zw­erk” sein­er Wahl zu ver­weisen. Auf diese Weise wer­den mir sog­ar Besuch­er von facebook.com und plus.google.com beschert, obwohl ich die nun wirk­lich nicht ein­ge­laden habe.

Aber auch, wer nicht auf Face­book oder der­gle­ichen über einen Ver­weis hier­her stolpert und sich dabei hof­fentlich keine Blessuren zuzieht, ist in der Lage, in den Weit­en des Webs aus­gerech­net meine Texte zu find­en. Die Tech­nik, die dies ermöglicht, ist älter als Face­book, Google und Twit­ter. Sie heißt Such­mas­chine.

Hol­ger Ble­ich und Rag­ni Seri­na Zlo­tos scheinen die Benutzer von Face­book, Google+ und Twit­ter für so beschränkt zu hal­ten, dass für jene in ihrer Vorstel­lung “das Inter­net” nur noch aus diesen drei Por­tal­en und dem Mail­pro­gramm (beziehungsweise eben Google Mail oder Face­books Mail­sys­tem) beste­he; dass sie sich ein­er Exis­tenz ander­er Web­seit­en gar nicht mehr bewusst seien, weil sich ihr dig­i­tales Leben allein dort abspiele. Tat­säch­lich aber ist das, was ich pub­liziere, prob­lem­los auch per Duck­Duck­Go, Bing, Blekko und Google zu find­en, wenn es nur dem Gesucht­en nahe kommt.

Wenn etwa jemand wis­sen möchte, was das Pro­gramm ilividsetupv1.exe (immer noch unange­focht­en an der Spitze der hiesi­gen Such­be­griffe) genau macht, dann kann er entwed­er auf sein­er Face­book-Pin­nwand danach fra­gen, woraufhin irgend­je­mand in der Such­mas­chine sein­er Wahl danach suchen und vielle­icht meinen Beitrag dazu find­en wird, oder dies selb­st tun. Das Ergeb­nis ist das gle­iche: Web­seit­en aus dem “restlichen Inter­net” find­en in Form eines Ver­weis­es ihren Weg in die ger­ade im Trend liegen­den “sozialen Net­zw­erke”, ohne dass es dazu aktiv­er Unter­stützung des Autors (“Urhe­ber” ist ja dieser Tage eher ein Schimpf­wort) bedarf.

Wer also von der Face­book-Klien­tel gele­sen wer­den möchte, der muss nicht seine Webpräsenz mit kilo­byteweise Javascript zu ein­er Wer­be­plat­tform für irgendwelche großen Por­tale machen. Es gilt die gle­iche Regel wie für diejeni­gen, die auf tech­nis­che SEO (Such­maschi­nenop­ti­mierung) set­zen und darüber den Inhalt vergessen: Leser erwarten vor­rangig inhaltlichen Mehrw­ert. Eine tolle bunte Kom­men­tar­funk­tion und eine Ein-Klick-Lösung, um das Gefall­en aus­drück­en zu kön­nen, ohne “Danke!” schreiben zu müssen (das scheint ja eine ausster­bende Tra­di­tion zu sein), sind besten­falls zweitrangig. Ich habe noch keine Web­site besucht, weil ich ihre Kom­men­tar­funk­tion so toll fand — und wer mir nichts zu sagen hat, der wird mich nie wieder sehen.

Aber vielle­icht habe ich das mit dem Web auch ein­fach nur falsch ver­standen.

Persönliches
Das Damoklesschwert der eigenen Avantgarde: Elite ist ein Arschloch.

Gele­gentlich wirft man mir vor, ich würde hier emp­foh­lene Musik, die nicht dem Zeit­geist entspricht, nur deshalb goutieren, ein richtiges Buch nur deshalb jedem “eBook” vorziehen und das momen­tan modis­che Lin­ux prinzip­iell nur deshalb kri­tisieren, um aufz­u­fall­en. Ein ent­fer­nt Bekan­nter drück­te es ein­mal so aus: “Haupt­sache, gegen den Wind pis­sen.” Wer aber so han­delt, ist schlicht dumm (und kann sich ver­mut­lich öfter neue Klei­dung leis­ten als ich). Ich werde diese konkreten Vor­würfe im Fol­gen­den aus Grün­den kurz the­ma­tisieren.

Begin­nen wir am Ende, näm­lich bei der eigentlichen Anschuldigung des Auf­fal­l­en­wol­lens. Beispiele für Men­schen, die man mit dieser Vorhal­tung immer noch viel zu sel­ten zu kon­fron­tieren scheint, sind die lästi­gen Zeitgenossen, die, sobald sie sich beobachtet wäh­nen, ihr stets griff­bere­ites elek­tro­n­is­ches Spielzeug von Apple zück­en, um auf­fäl­lig damit herumzuhantieren, als woll­ten sie sig­nal­isieren: Seht her, was ich mir irgend­wann mal leis­ten kon­nte! Mein eigen­er Anspruch an das, was ich nach außen hin an materiellen Werten trans­portiere, ist jedoch nicht auf bloße Zuge­hörigkeit zu ein­er Masse beschränkt.

Die Sache mit den Betrieb­ssys­te­men.

Dass ich an BSD-Sys­te­men außer ihrer bedin­gungslosen Frei­heit, ihrer beein­druck­enden Geschichte und ihren tech­nis­chen Inno­va­tio­nen auch den cool­ness-Fak­tor schätze, ste­ht außer Frage. Ich renne jedoch nicht mit meinem jew­eils gegen­wär­ti­gen Betrieb­ssys­tem in der Gegend herum und halte es jedem unter die Nase, um damit zu prahlen, das wäre doch zu viel des Guten.

Während sich ehrfürchtige Lin­uxjünger von nack­ten tech­nis­chen Fak­ten allein — ich berichtete — nicht überzeu­gen lassen und sich nach Herzenslust in den meis­ten EDV-Foren darum zanken, welche Dis­tri­b­u­tion die wirk­lich aller-allerbesteste ist, aber sich immer­hin darauf ver­ständi­gen kön­nen, dass Wind000f voll kacke ist, nutze ich die Zeit näm­lich sin­nvoller und arbeite mit den Betrieb­ssys­te­men, statt über sie zu disku­tieren. Ein Betrieb­ssys­tem ist ein Werkzeug, mith­il­fe dessen man seine Arbeit ver­richtet, und nicht die Arbeit selb­st. (Man stelle sich vor, Bau­mark­tkun­den wür­den sich bei jedem Aufeinan­dertr­e­f­fen darüber stre­it­en, dass ihr bevorzugtes Ham­mer­mod­ell das bessere ist. Das gäbe ein Getöse!)

Wer das ver­standen hat, der weiß, dass jedes Betrieb­ssys­tem seine Exis­tenzberech­ti­gung hat, dass jedes von ihnen seine indi­vidu­ellen Stärken und Schwächen besitzt und wie man die ver­schiede­nen Sys­teme also opti­mal ein­set­zt, um für sich per­sön­lich das best­mögliche Ergeb­nis zu erre­ichen. Aber als rein­er (gar: neuer) Lin­uxnutzer möchte man natür­lich auf­fall­en, man möchte dazu gehören zu der unfass­bar elitären Masse der paar Mil­lio­nen anderen Lin­ux­an­wen­der. Wom­öglich trügt der Anschein, aber ich habe den Ein­druck gewon­nen, stolze Lin­ux­er (die mit dem Pin­guin-T-Shirt) erhöhen die Laut­stärke ihrer Startk­länge mit voller Absicht, um allen Umste­hen­den unmissver­ständlich klarzu­machen, dass man Lin­ux (und zwar jew­eils das einzig richtige Lin­ux) nutzt und somit gefäl­ligst als Geek zu gel­ten hat. Lin­ux­er, ein vornehmer Gehe­im­bund wie son­st nur die CDU.

Und solche Leute wer­fen mir vor, mich je nach Ein­satzz­weck für das eine oder andere Werkzeug zu entschei­den, um aufz­u­fall­en. Da bedanke ich mich und wün­sche gute Besserung.

Die Sache mit den Büch­ern.

Für eBooks gilt im Wesentlichen das, was für Musik unter vielem anderen auch gilt: Das Auge isst mit. Und abge­se­hen von dem meist weit ansehn­lichen Äußeren: Ein eBook kann man sich nicht ins Regal stellen, man spürt das Umblät­tern nicht, und vor allem kommt aller Voraus­sicht nach nicht eines Tages ein Buch­händler vor­bei und nimmt mir meine Büch­er wieder weg.

Abson­der­licher­weise warf man mir schon mehrfach Tech­nikfeindlichkeit vor, weil ich mich wed­er mit “Tablet-PCs” — die Dinger haben ja nicht mal eine brauch­bare Tas­tatur — noch mit “eBook”-Lesegeräten wie dem Kin­dle von Ama­zon anfre­un­den kann; als wäre man rück­ständig, wenn man nicht jeden Trend blind ver­fol­gt; als wäre es eine Behin­derung, nicht jedes neue elek­tro­n­is­che Spielzeug besitzen zu wollen.

Ein­mal abge­se­hen vom ideellen Stand­punkt: Leute, euer Geld hätte ich mal gerne. Ach, apro­pos Geld.

Die Sache mit der Musik.

Dass ich viel Zeit damit ver­bringe, nach dem per­fek­ten Hör­genuss zu streben, ist regelmäßi­gen Lesern mein­er Pub­lika­tio­nen sich­er bekan­nt. Mein gele­gentlich­er Kon­sum ver­meintlich unhör­baren Krachs — und während ich dies schreibe, spielt mein Web­brows­er hier ger­ade das Stück “Bien­v­enue à Baby­lone” von Sebkha-Chott ab — lässt auch deshalb oft irri­tierte Men­schen mit fra­gen­dem Blick zurück. “Warum”, fra­gen sie dann, “hörst du denn so was?”.

Dabei ist diese Frage eigentlich nicht unbe­d­ingt sin­nvoll. Ich höre Musik, weil sie mir gefällt oder weil ich gern her­aus­find­en möchte, ob sie mir gefällt. (Auf Amazon.de heißt das dann “Rein­hören”.) Dass ich schräge Musik nicht nur deshalb schätze, weil sie so schön schräg ist, sollte klar sein, ich ver­weise hierzu nochmals auf meinen Beitrag über Musik­faschis­mus. Jede Sit­u­a­tion, jed­er Moment im Leben erfordert andere Musik, und wenn man den ganzen Tag lang nur die gle­ichen drei Lieder hört, wird man doof.

Inwiefern man mit Musikgeschmack, dem man nor­maler­weise für sich allein oder im Kreis Gle­ich­gesin­nter frönt, auf­fall­en kann, weiß ich nicht zu begreifen. Wom­it man jedoch auf­fall­en kann und zweifel­sohne auch wird, ist die zweite Ebene des Musikkon­sums, näm­lich die Wieder­gabe selb­st.

Damit meine ich nicht ein­mal unbe­d­ingt die Unart, Kopfhör­er als portable Laut­sprech­er zu ver­wen­den oder gle­ich auf sie zu verzicht­en. Was ein Zeitgenosse hört, ist mir per­sön­lich näm­lich ziem­lich schnuppe, so lange er es mir nicht auf­drängt. Zur Prahlerei genügt der Kon­sum schlecht­en deutschen Gangstara­ps für­wahr nicht. Stattdessen dienen diesem Zweck offen­bar eben die jew­eils ver­wen­de­ten Kopfhör­er (zu den Abspiel­geräten äußerte ich mich ja ein­gangs bere­its).

Wenn ich gele­gentlich einen neuen Kopfhör­er erwerbe, kaufe ich sel­ten die Zwanzig-Euro-Blechtröten im Super­markt, son­dern stecke viel Zeit, Recherche und let­zten Endes auch Geld in die Anschaf­fung der geeigneten Aus­rüs­tung. (Wer mir jet­zt ent­geg­nen möchte, man höre zwis­chen Kopfhör­ern ohne­hin keinen Unter­schied, der einen Preis von über 50 Euro recht­fer­ti­gen würde, der möge seine blech­er­nen Fünf-Euro-Ohrstöpsel ein­mal spaße­shal­ber beim Händler seines Ver­trauens gegen einen SRH 240 A oder ähn­liche Geräte ein­tauschen und for­t­an schweigen.) Aber falle ich damit auf?

In let­zter Zeit beliebt ist augen­schein­lich die Kopfhör­erserie “Mon­ster Beats”, ent­standen in Kol­lab­o­ra­tion mit “Dr. Dre”, einem Pro­duzen­ten scheußlich­er Klänge, wofür diese Kopfhör­er wohl auch pri­ma geeignet sind. Es verge­ht kaum ein Tag, an dem ich nicht ganze Hor­den von her­anwach­senden Würm­lin­gen sehe, die mit diesen klo­bi­gen weißen Dingern — wer sie nicht ken­nt, sie sehen so aus — herum­laufen. Das tun sie nicht etwa auf­grund des Klangs, denn der erin­nert eher an ein Paukenorch­ester, abge­spielt über ein analoges Tele­fon, als an HiFi-Beschal­lung, son­dern aus Pres­tige­grün­den: Beats sind [dafür] gebaut [wor­den], um um den Hals getra­gen zu wer­den.

Mit etwa 150 Euro ist das eine stolze (und ein wenig merk­würdi­ge) Anschaf­fung, wenn man nur mal eben ein ver­meintlich hüb­sches Hals­band braucht. Um so weniger ver­ste­he ich, dass ern­sthaft Leute davon aus­ge­hen, aus­gerech­net ich, der größten Wert auf den Klang und kein­er­lei solchen auf das Ausse­hen legt, würde ähn­liche Beträge aus­geben, um anzugeben. Kopfhör­er sind kein Pres­tige­pro­dukt, sie sind ein Lebens-Mit­tel (bewusst gekop­pelt). Wer sich dumpf und ver­waschen klin­gende Kopfhör­er kauft, weil sie ger­ade cool sind, dem gönne ich allerd­ings Kopf schüt­tel­nd die ent­gan­gene Leben­squal­ität.

Guten Kopfhör­ern sieht man ihren Preis nicht an, sei es, weil sie ohne­hin im Ohr steck­en und Haare/Mützen/Kapuzen darüber hän­gen, sei es, weil sie optisch auf under­state­ment set­zen. Form fol­lows func­tion, wie der Grieche sagt. Der pres­tige­be­wusste HiFi-Fre­und trägt Mon­ster Beats um den Hals und etwas von Bey­er­dy­nam­ic, Sennheis­er oder Shure auf dem Kopf, bevorzugt solche Mod­elle, die sparsam mit Fir­men­l­o­gos und Pro­duk­t­na­men umge­hen. Ich mein­er­seits pfeife auf’s Pres­tige.

Natür­lich weiß ich, wie viel meine Audioaus­rüs­tung kostet. Ich werde allerd­ings nie­man­dem ent­ge­gen­rufen: Seht her, wie teuer mein Kopfhör­er war und/oder wie toll er aussieht! Nein, entschei­dend ist, wie er klingt, und das weiß selb­st bei offe­nen Kopfhör­ern (denen, aus denen das ger­ade abge­spielte Musik­stück auch die Umste­hen­den anbrüllt, weil Leute, die mit solchen Kopfhör­ern in der Öffentlichkeit unter­wegs sind, auch auf so etwas wie eine noch halb­wegs gesunde Laut­stärke nur sel­ten acht­en) nur der, der ihn trägt. Wer seinen Musikkon­sum als Vor­wand nutzt, um das ander­weit­ige Fehlen inter­es­san­ter Per­sön­lichkeitsmerk­male zu über­spie­len, der muss jeden­falls noch vieles ler­nen.

Und ja, ich bevorzuge auch Kopfhör­er mit gold­en­em Steck­er, weil sie an meinem Vierzig-Euro-MP3-Spiel­er ein­fach bess­er klin­gen. :mrgreen:

Elite ist ein Arschloch.

Netzfundstücke
Kurz verlinkt CIX: Aufmarsch der Sammelbildchen

Nach den Nazig­urken — was ist eigentlich aus denen gewor­den, wur­den sie alle­samt ver­speist? — dräut am Hor­i­zont bere­its neues Ungemach.

Die Polizei Braun­schweig berichtet:

Verdächtige plakatierten recht­sex­treme Aufk­le­ber

Eine schauder­hafte Vorstel­lung: Aufk­le­ber, die an nation­al­sozial­is­tis­chen Gedenk­ta­gen im Gle­ich­schritt durch große deutsche Städte marschieren und grundge­set­zwidrige Parolen grölen. Lei­der geht die Pressemit­teilung mit kaum einem Wort auf die genaue Beschaf­fen­heit oder auch nur das Motiv der recht­sradikalen Aufk­le­ber ein, lediglich ihre Urhe­ber wer­den in Kürze beschrieben. Bekan­nt ist allen­falls, dass die Aufk­le­ber nicht selb­st­tätig zu kleben imstande sind, weshalb eine Plakatierung notwendig war.

Soll­tet ihr in abse­hbar­er Zeit im Raum Braun­schweig unter­wegs sein, ist also Vor­sicht geboten: Hin­ter der näch­sten Lat­er­ne kön­nten ein oder mehrere poten­ziell gewalt­bere­ite Aufk­le­ber lauern.

Aber, immer­hin:

Der Staatss­chutz hat die Ermit­tlun­gen über­nom­men.

Wir sind gerettet!

Nerdkrams
Muss man haben: Swype Beta (und andere Tastaturen) für Android

(Vorbe­merkung: Es fol­gt ein beina­he humor­freier Beitrag über Android-“apps”. Wer hier lieber die üblichen schlecht­en Witze lesen möchte, der möge sich bitte noch ein wenig gedulden.)

Ich bin nun seit etwa zwei Jahren (ich berichtete) Nutzer der Android-Plat­tform. In diesen zwei Jahren habe ich die Vor- und Nachteile von Android weit­ge­hend erforschen kön­nen und habe dabei einige Unzulänglichkeit­en bemerkt. Wie die meis­ten freien Betrieb­ssys­teme ist Android stan­dard­mäßig zwar mit vie­len, aber eben doch nur rudi­men­tären apps aus­ges­tat­tet. Eine davon ist die einge­baute “Tas­tatur”.

Wer sich ein Android-Gerät zulegt, der ist meist Besitzer eines Gerätes mit touch­screen. Das Ver­bauen ein­er echt­en Hard­ware-Tas­tatur würde ja das design ruinieren, und das iPhone hat ja auch keine, also wer würde so etwas haben wollen? Auf einem Tablet hat man immer­hin die Möglichkeit, auf das grandiose Hacker’s Key­board zurück­zu­greifen, aber auf einem Smart­phone-Bild­schirm (ger­ade im Hochfor­mat) ist es doch beschw­er­lich, die Vielzahl an Tas­ten zu bedi­enen, ohne sich ständig zu ver­tip­pen. (Wer gele­gentlich auch unter­wegs mit SSH oder ähn­lichen Anwen­dun­gen arbeit­en muss, dem bleibt allerd­ings nicht viel anderes übrig.)

Die nor­male Tas­tatur von Android gibt sich eher bieder:

Für die Schar an kleinen, dick­en Mäd­chen, die keine halbe Stunde ohne das Tip­pen von SMS-Nachricht­en auskom­men, ist diese Tas­tatur ver­mut­lich zumin­d­est zweck­di­en­lich, simuliert sie doch in ihrer Schlichtheit die gängi­gen alten Mobil­tele­fone: Nicht viel Schnickschnack, keine kün­stliche Intel­li­genz, man drückt auf einen Buch­staben und er erscheint, und Son­derze­ichen wie das Aus­rufeze­ichen, das den gewöhn­lichen Punkt mit­tler­weile abzulösen begonnen hat, sind mit einem Druck erre­ich­bar.

Wenn man aber des Öfteren län­gere Texte (und seien’s nur mehrteilige SMS-Nachricht­en) schreiben muss und sich partout nicht damit anfre­un­den kann, ein­fach mal einen Notizblock mitzunehmen, ist man natür­lich froh, wenn die Tas­tatur ver­sucht mitzu­denken. Zum Glück kann man die Android-Tas­tatur-app ein­fach aus­tauschen, zum Beispiel gegen Spracheingabe oder eben eine andere Tas­tatur — die Ein­stel­lung “Sprache & Eingabe” macht es möglich:

Außer dem Hacker’s Key­board sind SwiftKey und Swype Alter­na­tiv­en, die man sich mal anse­hen sollte.

SwiftKey ist im Wesentlichen eine um sto­chastis­che Funk­tio­nen erweit­erte nor­male Tas­tatur. Bei der Ein­rich­tung kann sie auf Wun­sch die bish­eri­gen Mails, Tweets, Face­book-Beiträge und der­gle­ichen ein­le­sen, um zu ermit­teln, welche Wörter man oft hin­tere­inan­der ver­wen­det. Das klappt erschreck­end gut, auch in mehreren Sprachen, und sieht mit sein­er wech­sel­baren Ober­fläche auf Wun­sch sog­ar einiger­maßen erträglich aus (Bild aus­nahm­sweise gefun­den auf n‑droid.de):

Eigentlich sind es nur zwei Dinge, die mich an SwiftKey stören: Es gibt keine sep­a­rat­en Umlaut­tas­ten, wie andere Tas­tatur-apps sie besitzen, und nach Ablauf der 30-tägi­gen Test­phase sind 3,99 Euro fäl­lig, wenn man die app weit­er­hin benutzen möchte. (Die 3,99 Euro sind indes gut angelegtes Geld.)

Bei­de Mankos besitzt die jew­eils jüng­ste Betaver­sion von Swype (ich ver­wende bewusst die Betaver­sio­nen, da sie oft höchst willkommene Neuerun­gen bieten) nicht, weshalb es seit über einem Jahr meine Stan­dard-Tas­tatur-app ist. Um am Betapro­gramm teilzunehmen, muss man lediglich auf beta.swype.com eine valide E‑Mail-Adresse hin­ter­legen und dem Ver­weis aus der E‑Mail fol­gen, der zum Instal­la­tion­spro­gramm führt. (Falls die Instal­la­tion aus Drit­tan­bi­eterquellen auf dem eige­nen Gerät deak­tiviert ist, wird dies erkan­nt und der Benutzer automa­tisch auf die Ein­stel­lungs­seite geführt, auf der er das beheben kann — sehr gut gemacht.)

Die Instal­la­tion ver­läuft hier­bei in drei Schrit­ten: Der Beta-Account, den man anfangs angelegt hat, muss angegeben wer­den (Mailadresse und Pass­wort), danach wird Swype instal­liert. Zum Schluss ist die Ein­rich­tung notwendig, denn mit den Stan­dard­e­in­stel­lun­gen (Englisch und Spanisch als unter­stützte Sprachen) kann man hierzu­lande oft nicht viel anfan­gen. Das Instal­la­tion­spro­gramm führt den Benutzer bis zur Aktivierung von Swype im Android-Sys­tem, danach ist es sofort ein­satzbere­it.

Im Ein­satz sieht es so aus:

Das Swype-Sym­bol unten links dient dem Schnel­lzu­griff auf die Swype-Ein­stel­lun­gen, der Rest sieht weit­ge­hend unauf­fäl­lig aus.

Sieht aber eben nur so aus: Swype basiert auf dem Prinzip des “Wis­chens”. Möchte man etwa “Hal­lo” tip­pen, tippt man auf das “H”, belässt den Fin­ger auf der Tas­tatur und wis­cht zu “a”, “l” und “o”. Groß- und Klein­schrei­bung beachtet Swype hier­bei eben­so wie Mehrfach­buch­staben; bei Mehrdeutigkeit­en (Halo — Hal­lo) kann man auch das “l”, etwa durch Kreisen, mehrfach über­mit­teln, um einen weit­eren Schritt zu ers­paren. Im Gegen­satz zu SwiftKey rät Swype nicht, welch­es Wort als näch­stes gewün­scht wer­den kön­nte, jedoch, welch­es Wort man ger­ade tip­pen wollte. Je präzis­er die Erken­nung eingestellt ist, desto präzis­er muss man zwar “wis­chen”, aber desto genauer ist auch die Erken­nung.

Swype merkt sich manuell eingetippte Wörter automa­tisch, das “per­sön­liche Wörter­buch” kann in den Swype-Ein­stel­lun­gen von verse­hentlichen Ver­tip­pern bere­inigt wer­den. Son­derze­ichen sind über die Taste “+!=” unten links erre­ich­bar.

Auf neue Ver­sio­nen kann Swype inzwis­chen selb­st prüfen, in den Swype-Ein­stel­lun­gen unter “Aktu­al­isierun­gen” kann dies aber auch händisch erfol­gen. Übri­gens: Viele Sam­sung-Geräte sind ab Werk mit ein­er nicht ganz aktuellen Ver­sion von Swype aus­ges­tat­tet — auch unter ihnen ist die Betaver­sion prob­lem­los lauf­fähig. Eine Beschäf­ti­gung mit dieser app wird wärm­stens emp­fohlen.


Nach­trag vom 20. Feb­ru­ar 2013: Mit­tler­weile besitzt SwiftKey (Ver­sion 4) eine “Flow” genan­nte Funk­tion, die Swypes Wis­chtech­nik nach­bildet. Somit ist SwiftKey auch für diejeni­gen inter­es­sant gewor­den, die sich an Swype gewöh­nt haben.

Spaß mit Spam
Spam, Spam, Spam (Juli 2012)

Big­ger than you can ever imag­ine

Die Bea­t­les? Nein, nein, etwas ganz anderes ist damit gemeint:

Girls strip for cam­eras
http://grewpiss.com/

Mäd­chen ziehen sich aus, um neue Kam­eras zu bekom­men — schön und keine große Über­raschung, insofern halte ich die Betr­e­f­fzeile doch für etwas missver­ständlich.

Beein­druckt hat mich aber die angegebene Inter­ne­tadresse. Gewach­sen­er Urin, na dann.


How to get her to suck

Wie man sie dazu bekommt, schlecht zu sein? Ach, die wörtliche Über­set­zung ist gemeint. Na, wie denn?

Your pow­er­ful rod will rip their blous­es off

Äh, ja, nun, wenn ich mit meinem kraftvollen Brennstab ein­er Frau die teuer ergaunerte Bluse zer­reiße, dann wird sie mir allen­falls den Marsch blasen. Vielle­icht soll­ten die Anbi­eter ihre Meth­o­d­en erst ein­mal selb­st testen.


Genau wie diese übri­gens:

10 things women hate

Lei­der wird der Schreiber nicht konkret, son­dern stellt fol­gende These auf:

I did not dare to date girls until I man­aged to upsize my lit­tle peck­er.

Ich habe selb­st in meinem lan­gen, ereignis­re­ichen Leben die Erfahrung gemacht, dass Erfolg bei Frauen sich nicht allein mit der Exis­tenz eines beachtlich großen Gliedes ein­stellt und dass jemand, der partout keine Frau zu einem Ren­dezvous rumkriegt, wom­öglich ganz andere qual­i­ta­tive Nachteile aufweist oder sich ein­fach nur die dümm­sten Schnepfen angeln will.

Ich sollte Spam­mer wer­den.