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Kurz ver­linkt CXIV: Todes­en­gel für Afghanistan

Was übri­gens auch ziem­lich tra­gi­ko­misch ist, ist ja die Geschich­te der Klas­se 2b der Gemein­schafts­grund­schu­le in Gum­mers­bach-Bern­berg, deren Sach­kun­de­leh­re­rin Mecht­hild Sül­zer, tief­trau­rig ob des Umstan­des, dass die deut­schen Mör­der­ban­den in Afgha­ni­stan nicht mal über Weih­nach­ten eine Mord­pau­se ein­le­gen dür­fen, eine tol­le Idee hatte:

Gemein­sam mit ihren Schü­lern, der soge­nann­ten „Dra­chen­klas­se“ bastel­te sie Schutz­en­gel und schick­te die­se ins Camp Mar­mal nach Mazar e‚ Sharif.

Damit die armen Sol­da­ten sich nicht fürch­ten, wenn um sie her­um alles explo­diert, bekom­men sie Kin­der­ba­ste­lei­en zu Weih­nach­ten. Juchhei!

Im neu­en Schul­jahr inte­grier­te Frau Sül­zer aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zum deut­schen Ein­satz in Afgha­ni­stan in den täg­li­chen Schul­all­tag der Erst­kläss­ler und neu­en „Dra­chen­kin­der“. Jeden Mor­gen wird seit­her bei Unter­richts­be­ginn die aktu­el­le Uhr­zeit im Ein­satz­land und das dor­ti­ge Wet­ter verkündet.

Aktul­le Infor­ma­tio­nen, Uhr­zeit, Wet­ter. Das Ober­kom­man­do der Wehr­macht gibt bekannt… – so weit, so doof.

Aller­dings scheint es zum Hand­werks­zeug einer Grund­schul­leh­re­rin zu gehö­ren, immer noch eine Schip­pe Doof­heit drauf­wer­fen zu können:

Außer­dem schlie­ßen die Kin­der die im Ein­satz befind­li­chen deut­schen Sol­da­ten täg­lich ins mor­gend­li­che Gebet ein.

Es ist 2012 nach west­li­cher Zeit­rech­nung, und an einer öffent­li­chen Grund­schu­le, deren Insas­sen Schü­ler nor­ma­ler­wei­se alters- und bil­dungs­be­dingt noch nicht vor Indok­tri­na­ti­on gefeit sind, gibt es jeden Tag ein mor­gend­li­ches Gebet – ich unter­stel­le: zum christ­li­chen Gott – für deut­sche Soldaten.

Damit die Klei­nen schon mal ler­nen, wie hart das Leben sein kann, neh­me ich an.

(via @Fritten)