MusikNerdkrams
muspy: Musikneuheiten per RSS und Mail

Vor unge­fähr einem Jahr gab der britis­che Musikjour­nal­ist Simon Reynolds zu Pro­tokoll, Musik sei die entschei­dende Kun­st­form, weil an ihr die Zeit qua­si ables­bar sei. Dabei sieht das mit der Zeit, glaubt man den Medi­en, nicht unbe­d­ingt rosig aus: In ein­er Zeit schneller Inter­netverbindun­gen kauft doch kein­er mehr Musik, ein­self.

Dabei lassen sich die Medi­en von der Real­ität nicht blenden: Musik­fre­unde, die Musik nicht nur beim Bügeln und Aut­o­fahren hören, geben sich mit Dreißig-Sekun­den-Schnipseln auf Amazon.de eben nur ungern zufrieden und hören lieber etwas aus­führlich­er, wie die Katze im Sack miaut: [Die Studie zeigt], dass mehr ille­gale Down­loads zu mehr verkauften Alben führen.

Wie aber bemerkt man, dass die Lieblingskün­stler ein neues Album veröf­fentlicht haben, ohne jedes Musik­magazin zu kaufen und jedes Musik­blog zu lesen? Nun, das ver­meintlich tote RSS kön­nte die Lösung sein.

Seit mehreren Jahren pro­tokol­lieren viele Musik­fre­unde, unter anderem ich, ihre Hörge­wohn­heit­en per Last.fm. Dessen Daten­bank, befüllt unter anderem von den Benutzern des Dien­stes, ken­nt so obskure Kün­stler, dass es doch wün­schenswert wäre, gäbe es eine Möglichkeit, bei Neuzugän­gen automa­tisch informiert zu wer­den. Dies haben sich auch andere Leute gedacht, und so hat es sich ergeben, dass in den let­zten paar Jahren viele Web­di­en­ste ent­standen, die auf genau diese Funk­tion spezial­isiert sind.

Der ein­fach­ste dieser Dien­ste ist wahrschein­lich music-alerts. Auf der Web­site ist eine kom­mage­tren­nte Liste der zu ver­fol­gen­den Kün­stler einzugeben und ein Spam­schutz zu über­winden, anschließend wird ein RSS-Feed gener­iert, der den Abon­nen­ten per Amazon.com-Abfrage auf dem Laufend­en hält.

Etwas weit­er geht der reg­istrierungspflichtige (aber anscheinend kosten­lose) Album Reminder: Die Kün­stler müssen nicht mehr per Hand eingegeben wer­den, son­dern kön­nen direkt aus iTunes und dem eige­nen Last.fm-Profil her­aus importiert wer­den. Es ist auch möglich, per E‑Mail statt per RSS-Feed über neue Musikalben (erneut via Ama­zon-Abfrage) informiert zu wer­den.

Ich selb­st ver­wende momen­tan mus­py, das (was ich für geson­dert erwäh­nenswert halte) auf einem FreeB­SD-Serv­er läuft, auf die MusicBrainz-Daten­bank zurück­greift und außer meinem Last.fm-Konto ange­blich auch ein eventuell vorhan­denes Face­book-Pro­fil für den Import nutzen kann — let­zteres ist dann von Bedeu­tung, wenn man blöd genug war, einen eben­falls eventuell vorhan­de­nen Spo­ti­fy-Zugang mit Face­book zu verknüpfen, wom­it immer­hin ein indi­rek­ter Import von Spo­ti­fy in mus­py möglich wäre.

Ich mache mal ein Beispiel.

Nach der Reg­istrierung — gefragt sind lobenswert­er­weise nur E‑Mail-Adresse und Pass­wort — und anschließen­der Anmel­dung ist die Seite “Artists” zugänglich. Hier kön­nen Kün­stler manuell eingegeben wer­den, anson­sten kann mus­py auch auf Last.fm zugreifen. Auf der Import­seite genügt es hier­für, den eige­nen Last.fm-Benutzernamen sowie die gewün­schte Suchtiefe (etwa: die Top-100-Kün­stler der let­zten 12 Monate) einzugeben.

Einen Klick auf “Import” und eine Bestä­ti­gung später befüllt mus­py die eigene Kün­stlerliste dann nach und nach. Das Edi­tieren ist natür­lich möglich; wenn in die erzeugte Liste aus irgen­deinem Grund also irgen­dein Scheiß (zum Beispiel Place­bo) gelangt sein sollte, ist er zwei Klicks später wieder draußen. Die Kün­stler wer­den alpha­betisch sortiert aufge­lis­tet:

Stan­dard­mäßig informiert mus­py per E‑Mail über Neuer­schei­n­un­gen der “abon­nierten” Inter­pre­ten. Dies lässt sich in den Ein­stel­lun­gen unterbinden, wo auch fest­gelegt wer­den kann, dass zum Beispiel nur Stu­dioal­ben (keine Liveauf­nah­men, Kom­pi­la­tio­nen und der­gle­ichen) von Belang sind. In den Ein­stel­lun­gen und oben in der Nav­i­ga­tion­sleiste befind­et sich ein RSS-Sym­bol, über das der RSS-Feed zur Ver­fü­gung ste­ht:

Dieser RSS-Feed lässt sich dann mit jedem RSS-Leser (etwa RSSOwl, Feed­De­mon oder den Firefox-“Livemarks”) ver­fol­gen:

Ich nehme an, die anderen genan­nten Dien­ste funk­tion­ieren ähn­lich.

Zugegeben: Für den Gele­gen­heits-Musikhör­er ist ein solch­es Ange­bot allen­falls ein stören­des Hin­ter­grun­drauschen. Für diejeni­gen aber, die Musik so sehr schätzen, dass sie oft den Wald vor lauter Bäu­men aus den Augen ver­lieren, ist es ein willkommenes und nüt­zlich­es Werkzeug, das ich denen, die sich jet­zt ange­sprochen fühlen, mit diesem Artikel wärm­stens empfehle. Möge es funk­tion­ieren.

Piratenpartei
Die totalitäre Merkbefreiung der Anti-Atom-Lobby

Apro­pos Quark: Wenn man sich selb­st davon überzeu­gen möchte, dass die piraten­parteieigene AG “AntiAtom­Pi­rat­en” (nur echt mit Bin­nen­Ma­juskeln) genau das tut, was sie der AG Nuk­learia vor­wirft, näm­lich mit­tels der Ver­bre­itung von Halb- bis Unwahrheit­en über ver­schiedene Energiefor­men den Wäh­ler zu ver­arschen, dann genügt es eigentlich schon, auf ihrer (den “AntiAtom­Pi­rat­en” ihrer) Web­site vor­beizuschauen. Vor­sicht: Ein robuster Magen ist Voraus­set­zung für das schmerzfreie Weit­er­lesen.

Da ste­ht näm­lich zum Beispiel dies:

Der Solarstrom kann her­vor­ra­gend dazu genutzt wer­den, die Spitzen­las­ten tagsüber abzudeck­en. Der dynamis­che Anteil an benötigter Energie ist nahezu deck­ungs­gle­ich mit den Zyklen der Pho­to­voltaik. Scheint weniger Sonne, gibt es meist mehr Wind.

Davon, dass die Effizienz der Pho­to­voltaik eher ein Zufalls­fak­tor ist, ist natür­lich keine Rede. Eben­so natür­lich ist es aber, dass die “AntiAtom­Pi­rat­en” diesem Ein­wand bere­its etwas ent­ge­gen­zuset­zen haben:

In den let­zen 10 Jahren blieb der Ver­brauch an Primären­ergie in Deutsch­land nahezu kon­stant, mit leicht fal­l­en­der Ten­denz.

Dass das mit ziem­lich­er Sicher­heit etwas damit zu tun hat, dass in den let­zten 10 Jahren viele Unternehmen ihre Pro­duk­tion ins Aus­land ver­lagert haben, wo sie — natür­lich mit Atom­strom, denn alle anderen Län­der bauen ihre Kernkraft­net­ze aus gutem Grund weit­er aus — weit preis­gün­stiger arbeit­en kön­nen als hier, ist offen­sichtlich, wird aber natür­lich eben­falls nicht erwäh­nt. Augen­wis­cherei durch gezieltes Weglassen von Fak­ten ist auch wieder etwas, was nur ver­w­er­flich ist, wenn es die Bösen machen.

Dieser Ver­brauch — mit Physik hat man es in der Ökolob­by offen­bar nicht so — von Energie könne prob­lem­los aufge­fan­gen wer­den, indem man ein­fach ein Feld von der Größe Hes­sens plattmacht und Son­nenkollek­toren und Wind­krafträder oder gle­ich Wind­krafträder aus Son­nenkollek­toren hin­stellt. In flauen Som­mernächt­en hat man dann halt ein Prob­lem; dies ger­ade auch dann, wenn man (zu Recht) davon aus­ge­ht, dass die angepeil­ten (lächer­lichen) vierzig Prozent Wirkungs­grad von ver­braucher­tauglichen Solarzellen in abse­hbar­er Zeit nicht ansatzweise erre­icht wer­den:

Die im Moment erhältlichen Stan­dard-Solarzellen haben einen Wirkungs­grad von bis knapp über 20%.

Wenn also ein­fach jed­er Aut­o­fahrer einen Son­nenkollek­tor von der unge­fähren Größe eines hal­ben Fußballfeldes auf sein Dach schnallen würde, wäre zumin­d­est das Energieprob­lem im Straßen­verkehr auch langfristig gelöst. Jeden­falls im Som­mer. Jup­phei­di.

Im Win­ter ste­ht man, geht es nach den “AntiAtom­Pi­rat­en”, als fortschrit­tlich­er (kernkraft­freier) Bürg­er vor ganz anderen Prob­le­men, denn Heizen ist nicht erwün­scht:

Alleine durch 100% gen­er­a­tive Stromerzeu­gung und Elek­tro­mo­bil­ität ver­ringert sich der Bedarf an Primären­ergie um etwa 40% (!), die wir bish­er als Abwärme an die Umwelt abgeben.

Immer­hin ist Stand­heizung erlaubt.

Alles in allem sind die Berech­nun­gen der “AntiAtom­Pi­rat­en” in vor­liegen­der Form zwar the­o­retisch kor­rekt, ihre Grund­lage jedoch, näm­lich das Erre­ichen eines max­i­malen Wirkungs­grades, von dem die vorgeschla­ge­nen Energiequellen zurzeit noch weit ent­fer­nt sind, ist bish­er prax­is­fern­er als die von der AG Nuk­learia vorgeschla­ge­nen neuen Reak­tortypen zur Auf­bere­itung vorhan­de­nen Atom­mülls (damit meine ich aus­nahm­sweise nicht die Disney-“Stars”).

Aber für eine gute Sache darf man anscheinend auch im Namen der Piraten­partei den Bürg­er belü­gen.

(Mit Dank an B.!)

PiratenparteiMontagsmusik
LazyTown — You Are A Pirate

Die inhaltliche Arbeit auf im Vor­feld dieses Artikels erwäh­n­tem Lan­desparteitag des nieder­säch­sis­chen Lan­desver­ban­des der Piraten­partei Deutsch­land, der let­ztlich erfol­gre­ich ver­lief, lässt den Quark und Gegen­quark der nach außen getra­ge­nen inner­parteilichen Mei­n­ungsver­schieden­heit­en dann momen­tan auch mal vergessen, was ja auch mal ein inter­es­santes Gefühl ist.

Unge­fähr so:

Lazy­Town song — Youre A Pirate

(Erle­ichterung und leckere Him­beeren.)

Guten Mor­gen.

FotografiePiratenpartei
#lptnds123

Zwei Minuten nach “Beginn” und somit fast eine Stunde vor Beginn ist es voller Men­schen, die sich darüber freuen, dass es noch nicht begonnen hat. Es gibt schlechte Mate und schlecht­en Kaf­fee.

Klar­ma­chen zum Dings.

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PolitikIn den Nachrichten
Kurz verlinkt CXVI: Ermittler finden Wasser im Mittelmeer

Is’n Ding:

Ermit­tler find­en NPD-Wahlplakate bei Neon­azis

Das ist der­maßen däm­lich, dass es den Ermit­tlern selb­st nicht aufge­fall­en ist. Stattdessen frohlock­en sie:

“Das kann ein weit­er­er Baustein sein. Wenn eine echte Chance zu einem Ver­bot beste­ht, soll­ten wir das machen”, sagte der nor­drhein-west­fälis­che Innen­min­is­ter Ralf Jäger (SPD) SPIEGEL ONLINE.

Außer der kreuzdäm­lichen Über­schrift ist auch fol­gen­der Gedanke erwäh­nenswert: Vielle­icht soll­ten die Neon­azis also kün­ftig stattdessen Unheilig-Plakate sam­meln, um auch dort ein Ver­botsver­fahren zu vere­in­fachen, immer­hin sei dies, so SPIEGEL ONLINE, ein ein­deutiger Beleg für die enge Zusam­me­nar­beit mit besagter “Musik­gruppe”. Ein pos­i­tiv­er Neben­ef­fekt wäre es, dass nie­mand in diesem Land mehr Unheilig hören müsste, wenn er zufäl­lig an einem Radio vor­beige­ht.

Falls hier zufäl­lig ein Neon­azi mitli­est: Gin­ge das vielle­icht?
Danke im Voraus!

Musik
Ein reines Gewissen für wenig Geld

Für die (Achtung, Bonuswitz) Wirtschaftswoche stellte Sebas­t­ian Matthes am dieswöchi­gen Mon­tag fest, dass die Reste sein­er geliebten CD-Samm­lung, die er jahre­lang liebevoll aufge­baut und die man ihm in Stu­den­tent­a­gen schließlich teil­weise entwen­det hat­te, mit dem Deutsch­land­start von Spo­ti­fy, dem Stream­ing­di­enst, den ich bere­its vor einem Jahr weit­ge­hend ignori­erte, für ihn völ­lig an Bedeu­tung ver­loren haben. Jahre­lang investiertes Herzblut hin oder her, es ist eben so prak­tisch, für nur fünf bis zehn Euro im Monat kaput­tkom­prim­ierte Ver­sio­nen der Musik hören zu kön­nen, die man son­st gekauft hätte. Herr Matthes muss einen ziem­lich lang­weili­gen Musikgeschmack haben, immer­hin sind bekan­nte Musik­grup­pen wie die Bea­t­les und King Crim­son aus ver­traglichen Grün­den nicht bei Spo­ti­fy vertreten.

Aber Spo­ti­fy ist nun mal das neue kom­mende Ding, für das man auch mal seine Ansprüche an die Ton­qual­ität herun­ter­schraubt: Unter dem Strich ste­ht (für 2011, A.d.V.) ein Ver­lust von 375 Mil­lio­nen Kro­nen (zum dama­li­gen Eurokurs etwa 40 Mil­lio­nen Euro), 2010 belief sich das Minus auf 235 Mil­lio­nen Kro­nen. Das bedeutet, in abse­hbar­er Zeit dürften die Ein­schränkun­gen der kosten­freien Ver­sion von Spo­ti­fy erweit­ert wer­den, um den Ver­lust aufz­u­fan­gen — großar­tige Aus­sicht­en für die Nutzer alter­na­tiv­er Dien­ste wie etwa Groove­shark.

Dass Groove­shark, anders als Spo­ti­fy, zurzeit keine Lizen­zge­bühren an Kün­stler zahlt, nen­nt netzwertig.com-Autor Mar­tin Weigert als einen Grund, Spo­ti­fy trotz­dem zu bevorzu­gen, und sei’s nur für das Gewis­sen:

CDs im Regel zu haben, wenn man schon Jahre lang nix mehr kauft, halte ich für ein max­i­mal das eigene Gewis­sen beruhi­gen­des Argu­ment.

Dass ich auf Stream­ing­di­en­ste als Ersatz für eine anständi­ge Musik­samm­lung teil­weise verzichte und stattdessen auch weit­er­hin Ton­träger kaufe, wusste Herr Weigert hier noch nicht. Der Gedanke ist aber inter­es­sant: Um Kün­stler zu unter­stützen, muss man nicht ihre Konz­erte besuchen oder ihre Ton­träger erwer­ben, son­dern kann auch ein­fach für fünf Euro im Monat (oder kom­plett gratis, Spo­ti­fy zahlt’s ja eh’) unbe­gren­zt ihrem out­put lauschen. Ein Spo­ti­fy-Abon­nement — ähn­lich Sim­fy — als Ablass­brief?

Pro Lied bekom­men die Rechtein­hab­er 0,41 Cent (also 0,0041 Euro) von Spo­ti­fy, die sie sich dann irgend­wie mit den Inter­pre­ten, also den eigentlich Kreativ­en, teilen dür­fen. Nach dem neuen Mer­cedes bleibt eben nicht mehr viel übrig. Wäre ich Spo­ti­fy-Kunde, mein Gewis­sen wäre alles andere als rein, würde ich deshalb auf den Kauf von richti­gen Musikalben verzicht­en.

Spo­ti­fy ist allen­falls ein valid­er Ersatz für Radio, das ja in ein­er noch immer sehr ver­bre­it­eten Form (per Rund­funk, nicht per Inter­net) nicht unbe­d­ingt durch Vielfalt besticht:

Radio. Spielt ein­fach den ganzen Tag genau das, was sich zur Zeit eh die meis­ten Leute kaufen, um es sich zu Hause anzuhören. So logisch.

Je öfter ein Lied im Super­mark­tra­dio (oder in einem anderen Radio, das ich ger­ade verse­hentlich höre) gespielt wird, desto weniger habe ich per­sön­lich Lust darauf, Geld auszugeben, um es — das Lied — in physis­ch­er Form zu besitzen. Viel inter­es­san­ter und ver­mut­lich auch für die Verkauf­szahlen förder­lich­er wäre es doch, wür­den Radiosender mehr “B‑Seiten” von den eigentlichen sin­gles der bekan­nten Kün­stler spie­len oder gele­gentlich auch mal Lieder von Musik­ern propagieren, die ger­ade nicht in irgendwelchen Hit­pa­raden (inklu­sive Oldie-Hit­pa­raden) die Plätze 1 bis 100 bele­gen.

Der englis­che Mod­er­a­tor John Peel hat gezeigt, dass es funk­tion­iert. Ich wüsste wirk­lich gern, was unsere öffentlich-rechtlichen Sender (beziehungsweise ihre Ver­ant­wortlichen) daran hin­dert, ähn­liche Größe zu beweisen. Eine Ein­schaltquote ist staatlich finanzierten Sendern ja zumin­d­est in der The­o­rie gän­zlich unwichtig.

Aber wer Vielfalt will, der kann ja auch ein­fach ins Inter­net guck­en. Schö­nen Dank auch.

Sonstiges
De sententiolis praeconialibus non comprobatis

Offen­bar sind viele Wer­ber hierzu­lande mit ihrem Latein bere­its am Ende.

Zu einem neuen Pro­dukt gehört (dazu weit­er unten mehr) in aller Regel auch ein ein­prägsamer Wahlspruch. Im nord­deutschen Raum bekan­nt sind etwa die jovialen slo­gans der Getränke fritz-kola (“vielviel Kof­fein”) und Kalte Muschi (“Rotwein Cola Zeugs (sic!). Schmeckt.”).

Dabei haben nicht alle Fir­men so ein glück­lich­es Händ­chen. “Volk­swa­gen — das Auto” etwa ist zwar ein­prägsam, aber auch reich­lich bescheuert, denn was außer einem Auto soll so ein Volk­swa­gen denn son­st sein? Und was ist dann zum Beispiel ein Porsche? Kon­se­quent sind immer­hin die Ver­ant­wortlichen für Burg­er King, die ihr “Have it your way!”, also “Bekommt es, wie ihr es wollt!”, vor eini­gen Jahren kon­se­quent ver­fol­gt und in den Fil­ialen selb­st die Stufen zum Mitar­beit­erk­lo sin­ngemäß so beschriftet haben: “Vor­sicht, Stufe! Sie kön­nen diese War­nung auch ignori­eren, dann kön­nten Sie stolpern und sich weh tun, und das wollen wir nicht. Entschei­dend ist aber, was Sie wollen!”

Das war wenig­stens noch lustig.

In der Spir­i­tu­osen­abteilung eines mir genehmen Lebens­mit­telfachgeschäfts erblick­te ich heute Getränke der Marke Stein­häger. Eines von ihnen — nicht der bekan­nte Schinken­häger — besitzt offen­bar, glaubt man dem Wort­laut seines Etiketts, einen eige­nen slo­gan in vornehmem Latein: “bib­ite quod bon­um est”.

Nun hat das lateinis­che Wort “quod” die Eigen­schaft, sowohl ein Pronomen als auch eine Sub­junk­tion zu sein, wobei die Ver­wen­dung als Sub­junk­tion alter­na­tiv auch mit­tels des Wortes “quia” möglich wäre, was zumin­d­est eine ein­deutige Fes­tle­gung ermöglichen würde. Der Satz “bib­ite quod bon­um est” hat in vor­liegen­der Form jeden­falls zwei mögliche Bedeu­tun­gen:

  1. Trinkt, was gut ist!
  2. Trinkt, weil es gut ist!

Welche Bedeu­tung hier zutrifft, ist für den ein­fachen Kun­den schw­er her­auszufind­en, vielle­icht genügt es bere­its, eine E‑Mail an den Her­steller beziehungsweise dessen Öffentlichkeit­sar­beitsabteilung zu senden. Das habe ich bish­er nicht aus­pro­biert. Inter­es­sant ist jeden­falls, dass bei­de Bedeu­tun­gen von frag­würdi­ger Qual­ität sind.

“Trinkt, was gut ist!” lädt den Scherzfre­und dazu ein, genau deshalb lieber auf ein gutes Pils zurück­zu­greifen. Ich maße mir an zu behaupten, dass ich auss­chließlich trinke, was gut ist; Wachold­er­schnaps ist indes gegen­wär­tig nicht darunter. Die Albern­heit dieser Vari­ante wird deut­lich, wenn man sie auf andere Bere­iche überträgt. Man stelle sich vor, der Fernsehsender n‑tv würde bewor­ben mit: “Guck­en Sie, was gut ist”. Diesen Sender würde doch nie­mand mehr ernst nehmen. (Damit würde er sich ein­rei­hen in die Riege der­er, die es auch nicht bess­er kön­nen, man denke nur an “Mein RTL”.)

“Trinkt, weil es gut ist!” ist zwar per se eine kor­rek­te Beschrei­bung, denn wer keine Flüs­sigkeit zu sich nimmt, wird in abse­hbar­er Zeit ster­ben, zweifel­haft ist aber der Umstand, dass aus­gerech­net das Trinken von Stein­häger-Erzeug­nis­sen nen­nenswert gut sein soll. (Und auch hier freut sich der Scherzfre­und an der Vorstel­lung, ein obdachlos­er Trinker würde sein Dasein damit begrün­den, dass ihm gesagt wurde, es sei gut.)

Wie man dieses Prob­lem löst? Nun, man kön­nte ver­suchen, einen guten Wahlspruch auf Deutsch zu erdenken, denn im Deutschen merkt man als Deutsch sprechen­der Zeitgenosse nor­maler­weise eher als im Lateinis­chen, wenn man total­en Quatsch schreibt. (Wenn ich ander­er­seits lese, was Leute wie Julia Schramm so in die Medi­en reinkotzen, bitte ich diese Behaup­tung mit Vor­sicht zu genießen; obwohl ich ehrlich gern wüsste, ob Frau Schramm wenig­stens in Fremd­sprachen kluge Dinge schreiben kann.) Man kön­nte aber auch ein­fach darauf verzicht­en, für jedes jemals erhältliche Gesöff einen Wahlspruch zu for­mulieren. Plörre schmeckt auch dann nicht bess­er, wenn man ihr einen lusti­gen Auf­druck ver­passt.

Bei Musik klappt das doch auch. Oder ken­nt irgend­je­mand den slo­gan von Madon­na?

In den Nachrichten
Medienkritik LXXIII: Für mehr Monokulti!

Für die meist ziem­lich scheußliche “taz” schlug Han­na Gers­mann gestern vor, die EU gegen “Eliten­bil­dung” (H. Gers­mann über ihr Ide­al­bild von Europa) zu schützen und Europa zu einem leuch­t­en­den Vor­bild in Sachen “Mul­ti­kul­ti” (ebd.) zu machen.

Wirk­lich ernst zu nehmen ist aber ein anderes Pro­jekt der let­zten Monate: die Gegen­be­we­gung zum Urhe­ber­rechtsabkom­men Acta. Plöt­zlich inter­essierten sich Tausende Net­za­k­tivis­ten für EU-Poli­tik, schrieben Protest-Mails, gin­gen auf die Straße. Und die EU-Poli­tik­er kamen unter Druck, mussten reagieren. Ihre Sprache: zuallererst Englisch. (…) Europa muss (…) im besten Sinne – sagen wir – indis­ch­er wer­den: Englisch wird Amtssprache für alle. Wenn man sie nicht sprechen kann, muss man sie zumin­d­est ver­ste­hen kön­nen.

Denn genau so funk­tion­iert “Mul­ti­kul­ti” (immer noch H. Gers­mann): Indem man die Vielfalt der Sprachen zwar gnädig toleriert, aber als Verkehrssprache eine ganz andere importiert, näm­lich von außer­halb Europas. Esperan­to, Englisch, ganz egal.

Und natür­lich sind auch fremde Reli­gio­nen in Ord­nung, so lange man sie nur im Pri­vat­en auslebt, die europäis­che Ein­heit­sre­li­gion hat doch, bitteschön, das Chris­ten­tum (bevorzugt Protes­tantismus) zu sein. Und natür­lich ist es völ­lig angemessen, wenn ein Europäer in seinen eige­nen vier oder mehr Wän­den Din­gen wie Paz­i­fis­mus, gesun­der Ernährung und seinem Hang zur Bil­dung nachge­ht, aber öffentlich ist gefäl­ligst der Amer­i­can Way of Life zu zele­bri­eren: Waf­fen­vernar­rt, über­fet­tet und ten­den­ziell dumm hat der mod­erne Europäer zu sein, wenn er in gebroch­en­em Englisch mit seinen deutsch‑, spanisch- oder dänis­chstäm­mi­gen Land­sleuten spricht.

Man muss der Ver­suchung, ein Indi­vidu­um zu bleiben, wider­ste­hen, um nicht das Pro­jekt Europa zu schädi­gen:

Wer ver­hin­dern will, dass Europa ein Pro­jekt der Eliten bleibt, muss dafür sor­gen, dass kün­ftig jed­er Europäer zwei Sprachen lernt: Englisch und die eigene Mut­ter­sprache.

Bri­an: Ihr seid doch alle Indi­viduen.
Volk: Ja, ja, wir sind alle Indi­viduen!
Bri­an: Und ihr seid alle völ­lig ver­schieden!
Volk: Ja, wir sind alle völ­lig ver­schieden!”
– Mon­ty Python: Das Leben des Bri­an

Ein­er europäis­chen Elite arbeit­et man also effizient ent­ge­gen, indem man ihr eine nicht europäis­che Elite als Vor­bild oktroyiert.

So ist sie, die “taz”.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz verlinkt CXV: Mit Feldjägern gegen Kaugummispucker

Schwere Zeit­en für Schwarz­fahrer, Ras­er und Leute, die bei Rot über Ampeln gehen: Dem­nächst werdet ihr nicht nur von Rent­nern aufgeschrieben, son­dern auch von der Bun­deswehr gejagt.

Die Bun­deswehr darf auch bei Ein­sätzen im Inland in Aus­nah­me­fällen mil­itärische Mit­tel zur Abwehr von Gefahren ein­set­zen. Das hat das Bun­desver­fas­sungs­gericht entsch­ieden.

Diese “Aus­nah­me­fälle” sind genau so klar definiert wie die Voraus­set­zun­gen zum Ein­satz des Staat­stro­jan­ers, räus­per:

In ihrem Beschluss unter­strichen die Ver­fas­sung­shüter, dass bei einem Ein­satz “mil­itärisch­er Kampfmit­tel” strik­te Voraus­set­zun­gen zu beacht­en seien. Ein Ein­satz zur Abwehr von Ter­ro­ran­grif­f­en sei nur zuläs­sig bei “Aus­nahme­si­t­u­a­tio­nen katas­trophis­chen Aus­maßes”.

Solche Aus­nahme­si­t­u­a­tio­nen sind zum Glück dank des Staat­stro­jan­ers inzwis­chen konkret fest­gelegt; so kön­nte man die Bun­deswehr kün­ftig ein­set­zen, um Dro­gen­deal­er beim Geschlecht­sakt zu belauschen. Endlich tut mal jemand was!

(via @bundesamtfvs)

Nerdkrams
Schöneres Bildergucken mit nomacs

Ach ja, das lei­di­ge The­ma Bild­be­tra­ch­tung.

Wie bei Texte­d­i­toren hat man die Qual der Wahl, wenn man etwas sucht, um Bild­dateien kom­fort­abler als mit den dem Betriebssystem/der Dis­tri­b­u­tion stan­dard­mäßig beiliegen­den Pro­gram­men zu betra­cht­en. Während die “Fotoanzeige” von Win­dows klar zu wenig Funk­tio­nen für den mehr als nur gele­gentlichen Ein­satz hat, hat Gwen­view (KDE) fast schon zu viele.

Win­dows­nutzer haben sich in der let­zten Dekade über­wiegend auf entwed­er das (großar­tige, weil angenehm wenig über­ladene) Free­ware-Pro­gramm Irfan­View oder seinen franzö­sis­chen Konkur­renten XnView als gemein­samen Nen­ner geeinigt, weil sie ihren Zweck gut erfüllen und oben­drein beständig gepflegt wer­den. Ich mein­er­seits set­ze momen­tan auf eine Kom­bi­na­tion aus Irfan­View und SageTh­umbs, das mir den Ein­satz eines sep­a­rat­en Bild­be­tra­chters oft erspart.

Kom­pliziert wird es, wenn man mehrere Sys­teme (etwa Win­dows und Mac OS X) ein­set­zt und (wie ich) die Vor­liebe pflegt, über­all (wo möglich) weit­ge­hend die gle­iche Soft­ware einzuset­zen. Von XnView gibt es seit ein­er Weile eine exper­i­mentelle Mul­ti-Plat­tform-Ver­sion, die unter Win­dows, Mac OS X und diversen Lin­ux-Dis­tri­b­u­tio­nen lauf­fähig ist. Drei Dinge hal­ten mich selb­st bis­lang davon ab, test­weise von Irfan­View auf dieses Pro­gramm umzusteigen:

  1. Die Sta­bil­ität der Soft­ware war in einem ersten Test mein­er­seits — wohl auch auf­grund des Entwick­lungs­standes — eher beschei­den.
  2. XnView sowie XnViewMP sind nicht unbe­d­ingt für eine unauf­dringliche Bedienober­fläche bekan­nt (ich bin geneigt, von “über­laden” zu sprechen, wohl wis­send, dass man XnView mit einigem Gefrick­el auch beina­he benutzer­fre­undlich kon­fig­uri­eren kann).
  3. Es han­delt sich, anders als bei den meis­ten anderen mir bekan­nten Bild­be­tra­chtern für Lin­ux, um eine pro­pri­etäre Anwen­dung, so dass es nicht ein­mal einen ideellen Vorteil gäbe.

Eine inter­es­sante Alter­na­tive kommt, wie so vieles, aus Öster­re­ich und heißt nomacs (genauer: “nomacs — Image Lounge”), ste­ht unter der GPLv3 und ver­fol­gt den Ansatz, klein und schnell zu sein, ohne dabei an Funk­tion­al­ität zu ver­lieren; im Gegen­teil bietet es neben den üblichen rudi­men­tären Bear­beitungs­funk­tio­nen (drehen und beschnei­den) sog­ar Funk­tio­nen, die ich son­st noch nir­gends gese­hen habe, etwa die Möglichkeit, mehrere Instanzen (lokal oder per LAN) miteinan­der zu syn­chro­nisieren, so dass eine Aktion automa­tisch in allen verknüpften Fen­stern (“View­ern”) par­al­lel durchge­führt wer­den kann, was ziem­lich beein­druck­end aussieht:

Für unsere­inen amüsantes Detail: Außer Deutsch, Rus­sisch und noch eini­gen Sprachen gibt es auch eine vorarl­berg­erische Ober­fläche.

Der Name “nomacs” stammt, so viel kon­nte ich bis­lang in Erfahrung brin­gen, von Über­legun­gen betr­e­f­fend den Mac­beth Col­or Check­er, von dem ich allerd­ings auch noch nie etwas gehört hat­te. Ein­prägsam ist “nomacs” jedoch alle­mal.

Alle wichti­gen Dateifor­mate ein­schließlich JPEG und PNG wer­den lesend und schreibend unter­stützt. Anders als Irfan­View wird zurzeit auf ein kom­plex­es Plu­g­in­sys­tem und die Unter­stützung von exo­tis­chen Dateifor­mat­en verzichtet, was der Per­for­manz ver­mut­lich zugute kommt.

nomacs ist momen­tan vorkom­piliert für Win­dows, Mac OS X, OS/2 und einige Lin­uxdis­tri­b­u­tio­nen ver­füg­bar, unter anderen Sys­te­men (etwa FreeB­SD) muss man es sich momen­tan noch selb­st kom­pilieren. Wenn man eine der genan­nten Plat­tfor­men ein­set­zt, sollte man es zumin­d­est ein­mal aus­pro­bieren; trotz der frühen Ver­sion­snum­mer (zurzeit 0.4.0) ist die Anwen­dung schon recht ansehn­lich gewor­den.


Nach­trag vom 16. August: Eine FreeB­SD-Ver­sion — aus tech­nis­chen Grün­den vor­erst ohne RAW-Unter­stützung — habe ich soeben erstellt, sie muss jedoch vom FreeB­SD-Team noch gesichtet wer­den.

Netzfundstücke
Der wesentliche Unterschied zwischen Google+ und Facebook

Tech­blog­ger caschy berichtete gestern darüber, dass Google+ nun­mehr “sprechende” URLs für Benutzer­pro­file einzuführen begin­nt. Dort erfuhr ich, dass ent­ge­gen mein­er Annahme, außer Sascha Lobo sei nie­mand mehr auf Google+, offen­bar auch Brit­ney Spears dort ihr Unwe­sen treibt.

Und trotz all der Kri­tik­er, die pos­tulieren, soziale Net­zw­erke schade­ten der Diskus­sion­skul­tur im Inter­net, hat sich auf Google+ inzwis­chen ein intellek­tuelles Miteinan­der etabliert, das sicher­lich seines­gle­ichen sucht.

NerdkramsNetzfundstücke
ToS;DR

Juris­tisch nicht unin­ter­es­sant sind ja auch die AGB (vul­go auch AGBs bzw., beson­ders ekel­haft, AGB’s, also All­ge­meine Geschäftsbedingungen’s) der meis­ten Inter­net­di­en­ste, die man täglich so nutzt. Wer etwa Google Dri­ve (ehe­mals “Google Docs” (ehe­mals “Google Text & Tabellen”)) zum Erstellen geschäftlich­er Doku­mente nutzt, der weiß vielle­icht gar nicht, dass er zeitweise das Nutzungsrecht an diesen Doku­menten an Google über­tra­gen hat­te.

(Weshalb man das mit der cloud in Deutsch­land im geschäftlichen Umfeld ja auch gar nicht machen darf, weil die Kon­trolle über die eige­nen Dat­en nichts ist, was man out­sourcen sollte, son­st hat sich das mit den Geschäfts­ge­heimnis­sen dann auch bald erledigt; aber wir schweifen ab.)

Wie wir kul­turell inter­essierten Men­schen spätestens seit der South-Park-Folge “HUMAN­CEN­TiPAD” wis­sen, kön­nte das Nichtle­sen von Nutzungs- und/oder Geschäfts­be­din­gun­gen unter Umstän­den zu Prob­le­men führen, die gravieren­den Ein­fluss auf unser Leben haben kön­nen. Dum­mer­weise sind sel­bige Bedin­gun­gen meist so umfan­gre­ich (oder schlicht stin­klang­weilig), dass der übliche Klick auf “Ich habe die Bedin­gun­gen gele­sen und bin mit ihnen ein­ver­standen” eine der häu­fig­sten Lügen im Inter­net gewor­den ist: “Wir erfassen vielle­icht Ihre Tele­fon­num­mer” (ich berichtete).

Im Net­z­jar­gon hat sich für lange, unspan­nende Texte das Akro­nym “TL;DR” (Too Long; Did­n’t Read — “zu lang, nicht gele­sen”) etabliert. Auf diese Abkürzung ist wahrschein­lich der Name des Dien­stes ToS;DR (Terms of Ser­vice; Did­n’t Read — “AGB; nicht gele­sen”) zurück­zuführen, dessen Betreiber momen­tan noch mit Unter­stützung von den Benutzern die AGB viel­er großer Web­di­en­ste in Stich­punk­ten zusam­men­fassen und diese Dien­ste in fünf “Klassen” — je nach Frei­heit der AGB — ein­teilen.

Mar­tin Weigert berichtet:

Die im Auf­bau befind­liche Web­site lis­tet momen­tan 32 bekan­nte Dien­ste, von Face­book über Google und foursquare bis zu Twit­ter und Drop­box, und ver­sucht sich an ein­er kom­pak­ten Zusam­men­fas­sung der wichtig­sten Bedin­gun­gen sowie an ein­er Kat­e­gorisierung der einzel­nen Anforderun­gen aus­ge­hend von den vier Attribut­en “gut”, “mit­telmäßig”, “alarmierend” und “infor­ma­tiv”. Das Ziel der Mach­er ist es, für jeden aufge­führten Ser­vice ein Gesamt­prädikat zu vergeben, das einen Ein­druck über die Aggres­siv­ität und Benutzer­fre­undlichkeit der jew­eili­gen Geschäfts­be­din­gun­gen ver­mit­telt.

Natür­lich sind AGB immer nur unge­fähre Richtlin­ien, und nicht alles, was ein Unternehmen sich in ihnen erlaubt, wird es auch tun. Vor­sicht ist den­noch geboten: Der beliebte Bild­host­ing­di­enst Twit­pic etwa beansprucht ähn­lich Face­book volle Rechte an jedem hochge­lade­nen Bild und löscht auch “gelöschte” Bilder nicht.

Auf der ToS;DR Work­ing Group, ein­er Mail­ingliste, kann über Dien­ste disku­tiert wer­den, die noch nicht voll­ständig analysiert und klas­si­fiziert wor­den sind. ToS;DR ist also ein schnell wach­sendes Pro­jekt, das Aufmerk­samkeit ver­di­ent. Meine hat es hier­mit bekom­men.